Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 1022 (3.12.1921)
- Date
- 1921-12-03
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 WIENER MORGENZEITUNG ft. ino-, •-* UviXiiti'vi lv*^i N:v!022' jWien, Samstag Keine Debatte im Parlament Die angekündigie große Debatte im Nationalrat über die gestrigen Vorfälle blieb aus. Es war von seiten d^r Regierung beabsichtigt, da Bundeskanzler Sch O'b er eine Erklärung abgebe, die konform mit jener lauten sollte, die in der Pressekonferenz abgegeben wurde. Die ^Sozialdemokraten waren gegen eine Debatte fand der Ansicht, daß die Reden in der Debatte neuen Zündstoff in die aufgeregten Gemüter der Bevölkerung ^tragen würden. Diesem Wunsche der Sozialdemokraten schlosse» sich die Großdeutschen und Christlichsozialen an und so wurde von einer Erklärung Schobers Abstand genommen. Die antisemitische Note, Unter diesem Titel und ohne jeden anderen Kommentar bringt die „Deutschösterreichische Tageszeitung® ■folgenden Bericht: „Was.-• während des Tages ganz geblieben war, wurde mit Einbruch der Dunkelheit zerstört. Starke Gruppen maßlos erbitterter Frauen und Männer zogen in die Kärntner- und Rotenturmstraße vor die ■Juwelier-, Konfektions-, Delikatessen-, Hut- und Schuhgeschäfte, Kaffeehäuser und Banken, zertrümmerten die Spiegeltaieln und p 1 ü n der t e n. d i e Auslagen total aus. Hauptsächlich' waren es die jüdischen Finnen ijPleß“ u sw., die der Menge zum Opfer fielen, doch wurde auch das Hutgeschäft im erzbischöflichen Palais an der ■Ecke des Stephansplatzes und der Rotenturmstraße, Firma - Rozhönj zerstört und geplündert. Auch das christliche. Bankgeschäft „Schelhammer und Schattera“ blieb nicht verschönt. Die Leute trugen ihren Raub ganz offen in den Armen nach Hause, Likör- und Weinflaschen, Würste, Käse, Weiß-- ferot, Hüte, Schuhe, Damenstrümpfe, Herrenwäsche. Jetit. erfährt man endlich auch von authentischester Seite, worin die besondere a n t i s e ml tisch e Note bfei Unruhen besteht Alan hat das ja schon früher gewußt, doch lUt sich bisher gerade die „Deutschösterreichische Tageszeitung" jedesmal sehr aufgeregt, wenn man es sagte. V Die Ersatzansprüche der Hoteliers. Die Gremialvorstehung der Hoteliers hielt heute unter dem Vorsitz des Vorsteherstellvertreters Keller eine Sitzung ab, in welcher die Frage der Schadensgutmachung ierörtert wurde. Die Gremialvorstehu ng stellte sich, auf den Standpunkt, daß der angericiifete Schaden zur •Gänze durch Staat und Land zu ersetzen sei, und zwar kommen hiebei sowohl die ^Unternehmer als auch die Angestellten in Betracht. Falls innerhalb einer kurzen Frist nicht bindende Erklärungen ■Seitens der maßgebenden Stellen abgegeben werden, werden die Hoteliers die von ihnen zu entrichtende Steuer zur Deckung der Ersatzanspräche benütz e n, und zwar werden hlefür die Steuerabgaben auch jener Betriebe* die von Verwüstungen verschont blieben, verwendet werden. . Schließung der RingstraßenKaffeehäuser, Entlassung des Personals. Die Besitzer der Rrngstraßenkaffechäuser sowie auch JeBer Betriebe in der Inneren Stadt und im IL Bezirk, welche bei den Ausschreitungen am meisten in Mitleiden- , fechaft gezogen worden sind, sind in der Zwangslage, die Cokale auf Wochen, manche sogar auf Monate zu sperren. Reute vormittags wurde das Personal, das zu den bestqualifizierten der Kaffeehausangestellten gehört, entlassen* Die Verhaftungen bei den gestrigen Demonstrationen. Von den im Zusammenhang mit den Ausschreitungen im 1. d. AL angehaltenen Personen, wurden 74, die unmittelbar beim Plündern betreten worden' waren, dem Landesgericht eingeliefert, 176 wegen Hausfriedensbruches, •Diebstahls, boshafter Sachbeschädigung . oder ' anderer Delikte dem Strafrichter auf freiem Fuß'angezeigt und 1-6 polizeilich bestraft. Redakteure der „Roten Fafme“ verhaftet. Abends verlautet: Die Polizei verhaftete gestern einige Redakteure der kommunistischen „Roten Fahne®, Me aus Wien ausgewiesen werden sollen. . , Tagesbericht. Zionistisches Landeskomitee. Die nächste ordentliche Sitzung findet ausnahmsweise Mittwoch den 7. d, AL unt 6 Uhr Abends statt. Die Bezirkssektionen, Ortsgruppen, Vereine, Verbindungen und die Gesinnungsgenossen werden äufgefordert, die noch ausstehende S c h e k e 1 v e r* t e c hniin g mit dem Zionistischen Landeskomitee bis spätestens den 10. d. M. ‘im Bureau,'II., Zirkusr gasse 33, in der Zeit von 9 bis 12 Uhr vormittags und 3 bis 5 Uhr nachmittags endgültig vorzunehrnen. Die christlichen Kirchen und das Judentum. In -M ü n c h e n fand1 i.n. der .Vorwoche über Ver? itecitassuaig der > Deu'tsöhjvölkfschen. Arbeitsgetneiinjschaitc, des »Deutschen. HoohsdnubingsC . und' des '»'Bayrischen Ordmingsb 1 ooks< ,eke . Versammlung’-,mit der Tagesordnung >D ic Stellung der Christ, liefen Kirchen, zum 'Judentum«• ®bait. Als. lRertereavten fungierten ein katthotischer und cin prote- •starttisdjca Geistlich er. Den Vorsitz führte Professor Dr. S i U m a-nn, der die Zuriitricführung des deutschen Volkes zur christl ich- .gcrmajüisc^fcen WeUansdmuing, zur Reinheit des Voßrs* lumsAbke-iw:. .vorn l'Vemdgtisiigcn imd Fremd- J ausgesucht in Herren- und Danienstoffen finden Sie am billigsten bei Karl Schwarz & Co., vi.,windmühigaase^ ra&ssgen als das Ziel bezeidlunete, dais angestrebt, werden müsse. Der erste Referent Hugo Lang, ein. Benediktiner, gliederte sein. Theuiiai nae’h drei Gestchtl's- •punieten: i. Die 'katholische Ueiberlieferung nach der Stelluag zum- J u den tum. - X Die Heb erli ef etumig nach ihren Grun-dänschamm-gen. 3.' Praktische Amve-irdtuing der XJ eb erlief crumg aiit-f «Ec Gegen wart-. Das Alte: Testament, so führte P. Lang arus, verhält eich zum- Neuen wie Schatten ztmi Licht, die Juden sind ein bleib efn dies Zeichen, ei-n Denkmal des Zornes Gottes. Der heilige Chrysostcmms 'hat eine 'kräftige' 'Schrift; gegen -die i Judcri geseh-rieibein. Die Päpste -'m-alter Z oft behandelten .die 'Jud'en gerecht und; meid.' (Solange, , wie wir : ergänzen wollen, .sie - an ' den ' Juden «vendien-ten.) "Datz Latöramfk'ö-h-ziL fand sieüf bereSte'v©?- . aulaßt,, eigene Abzeichen für. die Juden etmu-führe-n. Das' Zeitalter <i’er‘Kreuzzügc 'braehrte •-die’ ersten Juidentpogromc,;die:. aber dits - Kirche, wie der '■ Redner 'behauptet;-'.. abgelehnt- .(hat.-...-- Einen-' ''systeiiraJbischen featSrofitschen'- -Aiurisemtrismus im -MitteSafliter - giafb es bis Luther nicht, weil damals keine Ju'dtenilieiT'Sdlm'ßt bestand. Die Kirche halte, ein , besowdiereB. Judear-, recht: Jitdensphtatzhestitnitaungeäuiiül , -Ghmstsn- Sdatifö^sttjqtHatigen,. letzere jvon - •sehr 'd^astLsÄmr Art. Das Göbot der Nächstenliebe, <teö die aftfeen Juden im rein natronaiea' Sinne aiu-ffaßten, -bezieht ' pfeclh schrankenlos auf 'jeden -Menschen. Da dem Gebot 1 aber Christus keile näherem ^positiven Bestimmungen bei gab; gelangen wir -zuim a-nerkaaiirtten V.atirrgesettz •der Sei'bsterhalitnng als .eisüer Pflicht; d'eis Sellbsstftöhia'üzes gegen fremde Rassen. Die Kirche bekämpft - datz Judentum, wo, es-amtidüristfeh ist. In der Hatupt- . sadhe ist die jadenfrage ikeioe 'kon-fessioindik, sondern , ein« Rassenf:rage, und zwar deshalb, weil jedes Volk dat Naturrechit hat, .sich gegen fremde Rassen z>u schützen. Wichtiger als die wirtsdiaftiidien Seihstbüliemittefl ■ gegen . da-9; Jutd*enit?um sind die; eigene Ermi^uörning .im -christliohen -Geist untd Hoohbalttmg der christlichen Ideale, -wodurch <l!ie neue Volksuind Völkergemeinschaft entsteint. — Der zweite Referent, der övamg'lisch-e. Pfarrer. B au e-r, der über .die Steilung des Protestantismus zum J1ude.ntu.1n iziit -beridilbejL halte, schilderte, wie Luther aus einem Juden- , freiimd; zu .einem. Juden-feind wurde, -und zwar.des- ' hnl-b, .weil, er an der Bekehrung der verstockten J-udfen. yenzweifeile. Daher sein derber tmd grobkörniger- Ka-m-pf gegen die Juden. Hier liegit der- Hund begraibon. Die Logik Lubhere Ist Bni Wahrlteite-dte-des-.Tttdeishaisses aller chri-stlkihen Kirchen. .--Es^i'St-'-iBe Logik ‘Fuchses;, der di& ’ijhtn . unerrdiöhbarjen .Tir^tfbcn. sauer, schi-k. Ales, midere^ was ' zur Begründung der vom' christlichen Klerus .'ühdl 'deii.- von diesem beeinflußten Kreisen iprobägie-rte'n. J-uid!an» feijKlschaft vorgebracht wird, ist leeres . Phrasengedresche. M-an sehe sich einmal, die Rede des flcaSShoU-. sehen, Referenten näher s.-n! ^Vo 'bleibt beiLPielsweise die Logik, wenn der Benediktinbr ein -Naturgescitz der Sdibsterhaitiüng und des Selbstsdbrutzes gegen fremdfe Ra-asert-anericenrif tmd .im selben Altem >disn Ju/den den Vorwurf macht, -daß-. - sie «das mosaische Gebot' der Näc hsj e-.a-Lieb-p.im rein nationalen Sinn atiffaissen? Natürlich isft, dieser Vorwurf ansch sachlich uubegrünidieit, denn der Pentateach d^huit dhs Gelbot der Nächstenliebe ausdrücklich 'such auf die Fremden aus, mit der Begründung: >Dcnii Fremdlm^e wäret aüciii ihr im Lands .Aegyptepi?., Dagegein: isindt did Verkü-uder dler christlichen - Lehre — die 'beiden. Refrer.ten in. der beferochenenMuindiener- VersammAing. Änid hlefür . neue . Zeugen - jederzeit ' in V/ö-rt und "Tat ' dafür e-ingetrs'ten, daß das Gebot der Nächsteadidbe vor einer ganzen' Rasse Hält mache, umid-zwar seltsamerweise gerade vor dtet Rasse,'der'ihr‘Reüigiönssitifter tindi Sitttenlehrer entsprossen ist. Wohl (haben, antisemitische »Forscher« den. Nachweis einer arischen Abstaanmiumg Christi -versucht. .Aber diese Versuidie;simd'-mucötft melhr , als Spielereien,, die gerade vcm .den chriLdfehen.Kirchen ’ energ-isch belkänipft werden müssen. Denn 'diese müssen, ob sie wollen oder nicht,, andlem dämi d i s ch e h Stammbaum Jesu fesföhalteh, «ollen auf diesen die 1 messianischen 'Weiissa’gunig’eai' der (jüdiischien Prcpheten; ipa'sscn.' - -- Deshalb Spielen sie>cin gefähdiohes' Spiel, wenn, sie dem jüdischen Volks, Min»dionvertigkeit ■ «b'olisagoni Gerade in .München sollte man Äch der-Größe dieser Gefahr doch schon bewußt;geworden sein. Hat sich; doch gerade dort der ajufseheaierregendc und symlpto- ■ maltische .Vorfal'F bei einem Icaithoiisc-hen Gottesdieaiist' - ereignet, dhß ein.’ Uanri 2-üs. dem Volke 'die .Procli'gt - mit" dem 'Zwi^sn-rhk''n>»!t«^rs,<rh:,. »Wais. ÄsM. u-ns 1 denn Christus helfen, da er doch selbst ein Jude war!« Die christlichen. Priester 'hattenalso triftige Gründe^ e-ich inder Jud'enlhetze Reserve, äufbuerlegen. Uöbrigenis hat stoh der katholische Referent dadurch ein1 Verdienst erworben, daß er .'den An#senutismu!s :als; >w i'r-tr 's ch z f 11 i c h e s S c-h u t* m i t t e5«, bekanntlich die ^wissenschaftliche« Entdeckung St ö c-k er s, die dann •die österreichifschen Ghristdich'LOizialen. ab:gesciibrie!bein (haben, widerlegt. Die ..übrigen cjntisemitischeTi. Scblagwort'c sind' keifieswegs. vkräffc^cr fundiert dd werden •ganz vergeblich' zur- Vorschleiortiitg ’-di^s emzigen wirklichen Motivs; des 'Kirchena-nitwemitismus aller;Riten, bemüht. Dieses Motiv’ ist lediglich Konikurenanciid der ünsnschütterlicheti Trfeu-e der Judten gegenüber, die den arischen Kuihhalndel in: G'laubcnisisa'dh'en- (;>Cuiu'S. regio rllitas et religio«) stets mit Verachtung albgelehnt haben. Das konnten ihnen die clrristSfcihen Proselytenniajciher nie verzeihen urirl icö.n-nene? h>eutc' clbcnso.weinig. wie zuzeiten d'es' La t er a iii-k on z il s und Martin L -u t h e r s. '■_ Die Einstellung der Lebensmittelzuschüsse. Am Donnerstag hat das Svtibkomhce der Arbeitnehmer und Arbeitgeber die Beratungen über die Aufhebung der Lcbcn-sttirUclzuschüssc abga-chlosseu. F.s kam m einer -vaH.cn Einigung. -Vom ,r. Jairncr vy>?. aiigefaitigen. werde« alle Staafezuschüsse für Brot, Fett und Kondensmilch aufgehoben. Die Frage des Rea 11 o h tye s wurde aml der Basis Indexziffern gelöst Die meisten, größeren Industriegebiete stehen unter KaUekt'vwerträgeb, die eilt«' gleitende Zirlag-e auf Grund d-er Indexziffern vorsehen» In diese In-dexziffem wird nun. der durch die Zuschußaufhefbung , erhöhte Brot- und Möhlipreis eirgerechnefc^ Die Industrie hat sich bereit erklärt, den Arbeitoehnieim,' den; volley ReaUIohn zu vergüten, lnderi präge : der . K i n d e-r -rs i c h e,r 11 n die gleichzeitig obligatorisch ednigefüfort wurde, ehiagtö.' inan sich'' auf eiinen Schlüssel - von 1 : 5 der EiäU zahl-ung rfüf?. jeden AtWtaChmer.. Diese, l-Jnzajhiu/ng^rt ■d'ieifeh, einfem sognaun-t-en .Zusdhiußfonids, aus dem die Me-hreriö^dernigse füf 'veiheihaffete twid kindler-redph^ •Aribelbör' gel^rägan werden sollen. -; '■;< - " - -A'jDie 'übrigen Durchfüilirrmigsbestl'niimurigein, . bpziÄien . «ich vornehmlich auf die Art der Uebeirfühtrunigv auf - die Versorgung, a-uf den Preis. ‘ Als Brrnititl-ungsgrünidiage für' den Btottjpreis kann der''Preis; des ffeiverkäufichert wfeißen Weöloe<n3 anige^' hommeh werdeini. Ein solcher weißer Weckern wiegt he-..' kanwtlibh, 3^ Dekagramm, ein' Laib -Brolt soll eiti Kilj>4: Arämm netto wiegen. Es 'kämen^Lso drei W-edkem aiifj einsh Laib "Brot. Ern Laib E-rotwürde somit# da der Wecken hetzte 148 ^Kroinisn feoisten, gegen 400 Kronen1' kosten. J ' \ , p 'RezüglScli des .'fteieh; Hänldeis ist eine öhdgül-fcige ErÄ-scbeidutiig noch' nicht getroifen. worden. Scihon jetzt alber 'werdenjenen Händtem, -die Getreiidie »aoh' Oester«» d'eioh' impoiPtd-cren wcrllen, Ausnahm>sn vom Einfuhr- Terböt .'zugestaniden, der freie Handel wird diso immer ■ : isifärkgrf aufJ dön. Plan''treten köniwen. Es wurde' srwshi Iicreitis angedaitket, daß die staatliche Bewirtschoifbuhg. Jffies Gettrei-devedoeihrs - in dem Augehlblick aufgeßioböni werden! könne, in dem Vom freien Handel Garantien geholfen werden, daß., die Versorgung. der Bevölllcerühg keine 'Stockiijirg erleiden werde. ... Mitteilung für Palästina-Fahrer. Das Palä-sbiin'a-Amt, Wi-en, X, -Bauernmarkt ä$, teilt mit: ■ 1 - i. -Näcbrichten asm ‘Pal&stiaa -MEge' '«ifetchenfür Pal äst Ina-Wanderer nach ihrer Landung irt, Palästina häufig Irirasidilt'lich -ihrels - Ge.tzi.Lök s<. Sohwiciriglkeiltenl tinrdl Vrrik.oÄten» weil das Gepäck mehrerer Peiigonen ajuf einem- Konihb-ssement | vmddhnet ist. jeder .Palästma- Fahrer' sollte daher iii Zufcuhift' sein Gepäck auf einem; h e s o n d;e r e «i Kofijaiessement verzeichn en l’aissen, s. Irl letzter Zeit sind in Paiästittra' häufig Palasrtiinia'!» Fahrer zu -Schaden gekonrinjen, weil eis /sich her^usigesteMfe «IjsfejVdaß;.--sie in Ru-ßläiiid oder . Polen;, gefaLs.ch.'tjaJ E -i iti^ ju iVd u o.;t e -n erhalten 'haben. Die Fäl&chnng .ltäf eeh-f: gut 'äusgefü-hrt, 'so. daß die Failsiffkate nur schwer* zti ’eikenjnen sind. Die Fälschung erstreckt sadh 'ha'uipi- .säcHliich;»uf-englische Noten,Mde>r Höhe;von Z Pfuhd. - K Alle BÄägtina-FMrer, "dis von Al-e-xamdrienmit der Bahn.: ..'über " -K ä-n t-a.ira-'- -nadi '• 'Palästina relseh, müssen'’ sich' feciitzeitig mit ä gyip t i« ch;e:m . Geld versorgen;. $ä ,es in Kantara keine, offiziellen. Wechselstuben; gibt jitid ßie’1 infplgodlessen ,®u. ’twiinübzeii Aiisgabein jtt-.y^.aa£aira -gezwungen sind. . ... /; 4. yPalästiha- Fahrer, deren enigliisch.es Visum: den;yedOTei^ >yH?^ititana€.''hät,Jcönn)en die Reise ab Äleaa-ndrierf -jetzt entweder mi^: der -B 'a h.Ji' via Kantia^ oder-aber mit S.c-hif f nach Jaiffa foirfcsetzeaiw. ,- ....VAU-c Pälästina-Fahirer,, die 'als Passagiere & ■ oefef ^. Sdiiffskisasse 'nach. Alexandrien kommen und die Reise 'iiath/ Palästina mit der. Bahn, förtsetzen wollen., müssm sich in Alexandrien einer halbtägigen, Q 11 r ä! rttil nie ttttterzieh-en. (Die Qüirautänevorschrifen in Alexandrien. sind ■ 5U| letzter Zeit wesentlich gemilderi; worden.) Verhaftung eines Wiener Bankiers. ■Schon seit einiger Zeit (bcjfaindi swoh der. öyjHHri-ge. Alexamtder -Klein, Inhaber eines Bankfliftdi Kdrintni-ssio'nsgeiscihäftes in der SchwlerstnaBe so tara Al-seilhacibstnnße 5 wohnhaft,. im 2^ahlttdngis.sdhwierig-. ike?tcri', ': .und . es waren 'beim - Hatudiefegericht Be» - iitü-hungen. im Zuge, einen Atusgleiich her'beiziuführen1. Indeisscin. halben sich Anzeichen ergeben, daß der K’omjktiris' ibetrügerisdi sei nnÄ es --stund auch g^gen Kileßi'' Sträfain'zeigen im S i ch-erheibabttureau enstatitet worden', die am 30. November iku seiner Verhaftung f iih;fte;iu‘ Miiit,, ihm; z-uglei'ch-- wturdie ani-ch sein' Pro-* kur-ist wrifd Sch'wiege.nsipihn., der 34jährige Viktor Als^r|bäichtstRaße 5 wohnhaft, -veinhafUt; -, Much, dsm Bericht der Pcrf'ketkotre'sjpodwd'enz 'tJie-'pntemtobiutng -ergeben, daß jClein, o'bwohh erwußie?, .daß. er nassirv sei,uiiil "er sich gezwungen gesehbil hiät, schonvor einiger Ze«t den Sohmuök sri-mar F.ranr m werikatufen^ tj^otizdem-, .■ ohne «seine Zahliutn'gsÜTifäh.ig’keit. aihznmel-den., noch dmre>h -nate.'Geschäfte fortgefühmt-Uät und'"neiue VerMiA- 1'ic.hkÄten eingegamge-n ist., .Das Passivsaldo• v/M aufbis' ioö Möl 1-i ont n ICnonerigeschätzt. Dis 'Süä'hL »der geg-en. -Klein erstatteten, 5 traf an zeigen betrijgtJ;nuir zwei..Be<! beiden dreht' es «ich «um .We'rix ipajjHj&e,. die die Fvommitteniten’ durdi Ivlein 'äh^ ibahfen ließen, .Die Wertpapiere aind.nun -nicht yiciri» häfiden ttn«d» die Anzeiger behaupten, daßsfe ’alfS Depöits hätten Iiiiegen bleibeni niud -nidht zfikri Spieletverwewd'et werden 'sollen', .während Klein e'iittigcgötvsiteH'tc, daß -sie mit Wi-ssen der'Kommittehten zu . SipiekiuilatiöniS'zwecken' ■. «verwendet: - «.iwd. '. nnidi daß. . sich eben.. .die . Verluste ihi Verlauf unglücklicher Sipekiulaibiionen crgehen hättea. Die eine. Strafanzeige hat ein Privater! erstattet,. der . seinen' Soliäd-bnmit iz VliNo^eni K'ipnen «be-ziffert. Er hat.die. W.crt'paipiere als reines Dehoit betrachtet, da« «nicht anzutasten seit wäbtend KHeifii glauben machen will, daß auch diese Wert« ipitpiere Hirn «u Spelknfatimrs'zwecke'n anivertnaut ge** wesen seien. Die zweite Strafen zeige hat ein Juwo^ ( 'Ber/or^taittcL^ der