Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1921-11-23 · Heft 1012 (23.11.1921) · p. Seite 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 1012 (23.11.1921)
Date
1921-11-23
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2979076-2979773-2980091--09451-2995702
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Nr. 1012 Wien-Mittwoch speMlier,»nd>en Menge außerhälb' der Börse, welche den' unsoliden. Bank-g esch äfien... zri strömt nnd Mittel Und Wege sinderr wird, sich^der Besbeuerung zu entzrslM.? - ... . Die Banken wAren trotz alter Anstreirgungen nicht inehr in der Lage, das ungeheure K r e d i t b e d ü r f n i s - der Industrie zu befriedigen.. Auch das Gelingen der Beschäftigung zahlreicher Arbeiter, die.Gdeuerkraft und Exportfähigkeit, ja geradezu die, Existenz vieler Unternehmungen hat einen gut funktionierenden Aktienmarkt zur Voraussetzung. - Die Kammer legt feierlich' dagegen. Verwahrung! ein, daß dem Nationalrat ein Gesetz vorgelegt wird, das . ihren Wirkungskreis und die von ihr vertretenen BerufZinteressen aufs, einschneidendste berührt und ihr zugleich die Einhebüirg und Durchführung auserlegt, endlich ihr rechtlich unhaltbare.weitgehende Haftungen zumutet, ohne daß sie auch nur gehört wurde. Die * Börsekammer stellt mit t vollstem Nachdruck *, den Antrag, mit hem Beratungen der Vorlage innezu-' zuhalten, bis. ihr und den beteiligten Kreisen Gelegenheit zu einer gründlichen Erörterung des.' ganzen Problems geboten worden ist. Si^' gibt dabet namens der Börse der Bereitwilligkeit Ausdruck,-bis zur Gren^r - ihrer Leistungsfähigkeit an den öffentlichen, -Lasten mit- . zutragen. v .; - lieber die G o ldck ro ne führt das Memorandum aus: Völlig neu wird im Widerspruch mit den bestehenden Gesetzen ist disr Versuch-des Entwurfs, zuungunsten einer einzigen Gruppe von Steuerträgern in das österreichische Steuersystem den Begriff der „Goldkvone" .einzuführen. Adr einer der allerempfindlichsten Stellen' des Wirtschastlichen Organismus,, in die Blntvahn eingeimpft, wird sich dieses R e i z^m i tte l sofort überallhin verbreiten und Wirkungen erzeugen, die Heute noch gar " nicht abzusehensind. Mt überraschender Schnelligkeit' würde diese neue nicht näher umschriebene „Goldwährung", übersetzt in irgendeine wertbeständige Westvaluta, zur Grundlage aller wirtschaftlichen Vertragsbeziehungen, vor allem der Warenpreise, der Arbeitslöhne und ° der Gehalte werden. Dadurch würde in kürzester Zeit die viel erwähnte höhere innere Kaufkraft der P a p i e r x r o n e b e s e i t i g t, ja. überhaupt ohne jeden Ersah die Kronenwährung außer Geltung gesetzt werden. Die Wirtschaftslage i« de« Bereinigte» Staate«. Der New^Dorker „Nation" Dottt1 '26. Oktober entnehmen wir die folgenden, zur Beurteilung der Politik Amwikas wertvollen Ausführungen: Zweifellos' hat eine geringe, sehr Herlinge Besserung der Geschäftslage stattgefunden. Zum wenigsten hat Wall Street wieder einmal seine Lektion bekommen; seine wahnsinnige Nachkriegsspekulatkon hat endlich ihr Ende gesunden. Die Leiter der großen Gesellschaften fangen ihrerseits an, mit der Schnelligkeit und Vernünftigkeit zu arbeiten, die sie mir so viel Geschrei von der Arbeiterschaft verlangt haben. An einigen dürren Stellen in der Finanzwelt hat man erste Hilfeleistung erfahren; spater werden dauerhaftere Regelungen nötig werden. Die Muaranty Trust Company zum Beispiel, über deren Verlegenheiten die Tagespresse sich so tödlich aus geschwiegen hat, ist mit Hilfe von I. P. Morgan n. Co. und manchen anderen wieder sicher gemacht worden. Einstweilen machen die Banken alle Statistiken über Kon- ^.kurse dadurch zunichte, daß sie Firma nach' Firma stützen, die unter gewöhnlichen Umständen längst dem Konkursverwalter üverhändigt worden wären. Eine Anzahl anderer Konzerne — recht große darunter' — werden, nicht durch den Winter kommen. In gewissen Beziehungen bleibt aikchs die ganze Lage -jetzt noch recht schlecht. Wegen der Widerrufung von Aufträgen und der Weigerungen, solche zu zahlen, sind diejenigen Kaufleute, die in dem SüdamerikahandÄ engagiert sind, in ernster Verlegenheit. Bei eurem Zuckerpreis von 2 Cents das Pfund sind unsere Zuckerfabriken iit Not. Die Hälfte ihrer Ernte von 1920—21 ist noch nicht verkauft und es steht kein Geld zur Berfiigung, die Kampagne für 1921—22 durchzuführen. Eine der hievon betroffenen Gesellschaften, die im Rai 20 Millionen Dollar tu bar auf der Bank - hatte, ist -jetzt wegen 10 Millionen in her Klemme. In der Eisen- und Stahlindrustrio hat sich! so weniges gebessert, daß die niedrigeren Frachten, mit denen man rechnet, auch noch nicht dahin wirken werden, daß, mehr Hochöfen , wieder angeblasen werden, die 'insgesamt im August nur 28 Prozent ihrer normalen Roheisenerzeugung lieferten. Im Kohlenhartdel hat sich! daS Publistim trotz amtlicher v upd privater Ermahnungen zum Kaufen irt.vielen Städten zurückgehalten in der Hofftnmg ans nledrigÄre- Preise We Augusöförderung an bituminöser Kohle betrug nur 63 Prozent der Normalmenge. Andererseits zeigt der vom Arbeitebepartement anfgestMte Index der Großha?>löelZpreise, daß . von 32? Artikeln 99 im Preise gestiegen, 183 gesmrkm und?10ß stationär geblieben sind, wobei hauptsächlich die wichtigen landwirtschaftlichen Bobeuerzeugniffe i\xB> die Nahrungsmittel gestiegen sind. Die GiittatiM würde weniger schlimm aussehen, wenn wenigstens die Produzenten daH MW bekckuM, das die Konsumenten zahlen. Wo nun sind die wirklich ernnftigeEen Anzeichen? Bauten haben in New-Iork und int nördlichen Mw-Jersey im August um 11 Prozent zugenomnren. Im Detailhandel hat nach de« Berichtein von acht Versandhäusern eine Deutliche Zunahnre" stattgesundLin, hingegen fand im direkten Detailhrmdel in den Städten ei« Rückgang von 17, Prozent statt. Der Wertpapiermarkt ivar im September überraschend gut. Die Preise haben hier von Hz 'bis 4 Prozent stetig angezogen und selbst eine be,nerlerBwtzvt graße Anzahl von Wie«'er MorgenzerLimg 23 .NovemberlM Seite 7 7- und' 8prqzeutigen .Steigernugen. haben stattgefuuden. Neue auswärtige Anleihen werden -reichlich angezeigt mnd leicht lab gesetzt. Tatsächlich ist dies für viele Beobachter zusammen ( mit bdin Steigen der -Liberty-Bonös bas ' hoffnmrgsvollste-! Anzeichen von allen; denn'solch - eine Nachfrage-nach Bonds! ist' gewöhnlich der Vorbote einer Besser mig dev Bedingungen l im. ÄMenhapdel,',sstach -gllM- -abep bleibt . solche Besstrung ^doch eine. Ob^rflächenerschemUng. Die bezeichnendste Tat- , sache b leibt, daß der ~ September-Äußenh and ekansweis" der schlechteste des Jahres ist.-Die,Einfuhr betrug nur 180 Millionen Dollar, die Ausfuhr 326 Millionen Dollar; letztere bleibt nur 5 MillwnM -Dollar Hex der niedrigsten Ausfuhr hes Jahres., ZüsarlimeNitlücheN Wsu>ad .Einftchr rmr 50 Prozent des Außenhandels vom September 1920 ans. Solange: diestr lZustand weiterbesteht, ist es umsMst, auf eine. gründliche Besserung oder aus einen merklichen ' Rückgang der ArbeiMosigkeit zu rechnen. Jene Geschäftsleute, die behaupten-. daß.z wir bald wieder, unsere große Prosperität . ans mW herüusHabirn können urch werden,- ohne. Rücksicht auf.? Europa, vertgteti damitstur- - ihre -- eigene -Unwissenheit und Blindheit: fÄis'Ntcht die Zeartralnrächst und Rußland wieder in die Weltorganisatwn einbezogen worden find und Mexiko anerkannt worden ist, kann es keine Hoffnung ansall- ^gdneine- und? tvirksiche..'BesftrMg -:Aeben/ Tatsächlich erwarten .auch englische Kaufleute nicht, daß vor fünf bis sieben Jahren 'England wieder seiner' normalen' Äiißenh and el' zurückgew innen wird. Aber - es gibt noch stberräfchend .viele .Amerikaner, die ernsthaft glauben/ daß - eine wirtschaftliche Besserung durch Beschwörung hervorgebracht werden kann, so daß, ' wenn nur jeder einhellig imt dem anderrt beteuert: „Die Prosperität kommt","sie alsbald um die Ecke spazieren käme. Eine Kohlensteuer in Polen. Warscha«, 22. November. (Tel.-Komp.) Unanzminlster Dr. M i ch a 1 s l i brachte im Landtag nnen Gesetzentwurf, betreffend eine Kohle n st e u e r, ein, nach welchem Stein- und Braunkohle, Brcke:t§ und Koks der Besteuerung unterliegen. Der Steuersatz beträgt 20% vom Werte, beziehungsweise 1>.°/g vom Kohlenpreise. Ertzglisches Interesse Kr die Tschecho- Slowakei. Aus Prag wird uns berichtet: Wie ein hiesiges Blatt erfährt, haben die White Etgr Line uüd die Royal Mai! Packet Steam Co. der tschecho-slowakischm Regierung voneinander unabhänsige Angebote auf Gründung einer t s ch e ch o - s l o w a k i s ch e n S e e s ch i ff ahrtsgesellschaft unter Beteiligung englischen Kapitals gemacht Die ^Verhandlungen der Regierung mit den beiden Gesellschaften befinden sich im' Anfangsstadium «nd beschränke» sich vorderhand ans-eine genaue Prüfung der eingelangten Anbote. Mit der Gründnng der beiden binneuländischen SchiffahrtSgefrllschaste» für die Elbe und die Dona« hat das Interesse der englischen Ge'ellschastm nichts zu tust und soll sich lediglich auf eme Kooperation "m der Seeschiffahrt beschranken. Ferner wird «nS gemeldet: Die lebhafte Kanstatigkeit in Zucker m England dauert m und hat auch bereits eine geringe Hebuug der Preise bewirkt, so daß Partien tschechoflowaklscheu Zuckers, greifbar i» Hamburg, zu 20/-7- bis 20/9 per Meterzentner fob verkauft wurden, während für nahe« Zucker GrElated 19/9 bis 20/— bezahlt wsrden. Am Londoner Markt herrschte mfoige ErschöpfunZ der Borrate eiue feste Gtnnmnng. AnhaUsrmg von Gold iu Amerika . AuS Rew-Nork wird der «Frankfurter Zeitung" berichtet: «Der Zustrom von Gsld ans allen Weltgezenden zeigt kein Nachlaffe». Seft dem 1. 'Jänner haben 61 Nationen' insgesamt 6,78,684iS47 Dollar hier hergesmldt, wovon 29.514 Dollar in Erz' wären, 428.000 Dollar in Merckanischeu Goldbarren, 412,613.000 Dollar in Barrctt . mit AuslaudSstempeltt, 36,853.000 Dollar i» ämetlkauifcher und 99,246.000 Dollar in fremder Münze. Europa, lieferte 428,821.533 Dollar Gold, «ordamerikanische Länder 46,682 968 Dollar, Südamerika 18,991.574 Dollar und Asien 64,890.494 Dollar. Der Rest kam in kleinen Beträgen . ans Afrika Md Australien« An der. Goldbewegung sind unter anderen folgende Länder mit den dabei gesetztest ' Summen b e t e i l» g t: Deutschland - 16,448.000 - Oesterreich 900Ü, 'Äroßkntcmnien 1sv,1v7.00o, Frankreich 160,071000, Schwede».b9,0S2'00V, Niederlande 18,590.000, China 17.379.000, Britifch-Jnd'ieu 29,278.000, Franz. Ostmdien 6,005.000, Honßkoss 5,580.000, Niedrrl. Indien 1.025.000, Aegypten 3,725000. - Die - S ilb er e i n f v h r betrug 46,913.218, dahon 5M).2S2 Dollar aus Deutschland, die Ausfuhr.'' war" 37,130i49 Dollar, M durchweg nach dem fernen Oste«.^ Sie Sper«mg »v» B»uld*pyts wo« AvSlLnder» in «««knien. Wie die KorrespoMuz Herzog erfährt, ist die österreichisch-rumänische Kamm« für Handel, Gewerbe Md Industrie in der Angelegenheit der Sperre der. Dankdepots von Ansläudem in Rumänien brr de» zuständigen rumänische» Behörden vorstellig geworden, nur für die Mitglieder d« Kammer eine Erleichterttug und Bcschlmnigrmg lwr jeweiligm F rei« g s b e t. A «such e » zu «wrrkrm GrWe««S der Ästzer FruMstörfe. Im Bvrsenstnck deS rcmfmLunische» BereinShsuses wurde gestnn nach sünsemhalbjährigem Stillstände die Lmwr F r u ch t b ö r f e. wieder eröffnet. Die regelmatzigm Dörsenv«sammlu«ge» w«de» a« 89. d. M. ausgenommen. Borsentag ist bis ans weiterejeder Dienstag. Md zwar findet der B-Mr vo» 10 bÄ 12 Uhr vormittags statt. Heratsetz«»s d«r Si-mv«h«ra»lfe ft» Pole». D« polnische Eisenbahummister hat mit Rücksicht auf die Aufwärtsbeweguug der polnische« Mark die Herabsetzung der ErsenSahntcmfr um 60*/. mit. h D^embep hrschlosim. . - , , Expositnr P«o Hande!S««se»mS iit Budapest. Daß österreichische HandelSmuseum teilt mit, daß es in Budapest für das Gebiet des Königreiches Ungarn -ine Expositur errichtet hat. Zuschriften und Anfragm wären durchdas LandelSMukttlM, Wien. IX„ Brrgg-fie 16 zu lriyn. -Dovai-Währmtg in.Litauen- Wie die Blätter berichtrI; befaßt matt-ftdj rn lftamfchen Regi^rungs- und Finanzkreism mit/ der Idee, die deutsche Mark als Wälirumseinheft zu verlaßen und; an ihre Stelle dm aitterikaui'cheu Dollar zu setzen. Zwischen dev! litauische» Regierung und einer a m e r i k a n i f ch e«! B a n k e n g r u p p e find Verhandlungen bereits im Gange. \ ArmuSierung «llev arrrerikanischcn Handelsver-! ^Lrnse.- Das> New-Uorker „Jomual of Comercr" berichtet:; Präsident Harding wird die 26 Handelsverträge, die mit den i verschiedenen ausländischen' Mächtw abgeschlossen worden sind) -Ornullieren. . - -! Palästinas «sichtigste Import- und Exportartikeli! Der Jaffaer Hsndelskorrespondeut des „Manchester Guardians teilt seinem Blatte mit, daß Palästina hauptsächlich «och folgende Artikel eins ü h r c n müsse: Zucker, Mehl, Zigaretten^ Tcxtilwatc», Petrolemn, Eisen, Stahl, Kohle und Maschmm^ Die wesentlichsten Exportartikel des Landeseren Seifet Wein,, Linsen, Melonen und Oel. ■ \ Die Lux«§warenadgabs. Eine gemeinverständliche Darstellung derselben samt gutem Nachschlagebehelf rli im -Verlag' der „St en er" (Herauszeder Dr. Emck Kollek, Rechts-! 'änwalt) erschienen. Zu beziehen gegen Voreinsendung des Preises von K 100 von der Verwaltung der „Steuer", Wipplingerstraße 22- -! Sehr gnnftiger Abschluß Leu Mauues«rart«röhvLnrveelle. Die Mannesmannrohi enwerke Icpen ihren Abschluß für 1921 vor. Der Robgew nn betraat 221,717.760 Mark (104,228.8?.6).1 Es verbleibt ettt: Ueberschnß von 8s,4N.?08 Mark (51,153.755); mi* dem 6% D i v i üende auf die Vorzugsaktien unh (20) Divid t n b e auf die Stammaktien ausgeschüttet werden und zrrka 49 Millionen Mark (28) den Rücklagen über-' .wiesen werden sollen, Rechnet mm die Dotierung der Rücklagm^ die Abschreibungen und die Dotierung des Werkerhaktungskontos zusamwen, so zeigt-sich, daß das Unternehmen aus dem Ertrag des laufenden Geschäftes zirka 108 Millionm Mark den Reserven zuaeführt hat. Ber einem eingezahlten Aktienkapital von 89°75' Millionen Mark hat bre Gesellschaft einen Anteil von 60% (hrcr beiden Saarwerke Baus und Saärbiücken an die 3oei6tä äss- L.ei6risq st Iksinss ü lubes äs la 8arrs abgetreten, wobei sich nach Abschreibungen / bsn 4,725.894 Mark em B u ch g e w i n n von 178,949.703 Mark ergab, der einer Rücklage für N e n-! a n l ä g e n als Msatz der Saarrverke überwiesen wurde. Borstenviehr«,Mt St. 'Marx. Anfgetrieben wurdet 105 Fleisch- und 899 Fettschweine/zusammen 1«!04 Schweine. Per lebhaften Verkehr sind Fe't'chweine um K 40 bis 50 und Fleische schweme um L 100 per Kilogramm tm Preise gestiegen. Die ein°s gelaugten Fettschweine waren rumänischer Herkuuit. Es notierten Fettschweine, prima K 960 bis 1000, mittelschwere und alle K 85"-bis 900, ■ Jmrg sch weine K 680 bis 780 per Kilogramm- Lebendgewicht. ' ' - PferdemarkL. Zum gestrigmMarkte wurden 46 Schlächter-, und 725 Gebrauchsvserde gebracht. Bei lebhaftem Verkehr zahlts man - Zugpferde, lercht K 45.( 00 bis '60.000, schwere L 160000? bis 220.000, Kutschpferde 80.000 bis 100.« 00; Pferde für, Schlachtzwecke K 120 bis 230 per Kilogramm Lebendgewicht. . Wiener Warenbörse. v A« der gestrigen Warenbörse zeigte sich Jntereffe für manche Gattungen Ch mikalien, namentlich für Kupfervitriol Paratst«. Pelerswalder Krönen-Zmkweisi, Terpentinöl, Montau-! wachs, technische Salzsäure, Bleiglätte. Minium, SodabikarbonatL,s NaphrhaliN'welß-, Quecksilber myd Essigsäure. i A b' g e s ch l o s s e n wurden Cbromalau» z« 39.50 MarL transit Wien, Flammruß zu 6. 250 Wim, Glaubersalz kalziniert zu 'K 42 ab niederösterrrichischer Station, -Pottasche 96/98 zn- 22.50 Mark transit Wien. Soda-Ammoniak 96/98 zu bk 118 Iranfit Wien, Soda kristallisiert zu K 35 vrp Dezember ab Wien/ Crrnaubrwachs zu L 2250 transit Wien, Japanwachs zu 67 Mark transit! Wien, Wemsteinsänre z« K 2080 lofo. Ein exekutiver Deckungskauf kam in Paraffin weiß 52/54 z» K 390 ab: Wie» vor.. :4; A « sgeboteu wurden Tetznatro» 120 zu Lö 9, 93te&: glatte zu KS 1350. Wide Posten ab böhmischer Fabrik, Bleiweiß (Hamburger) zu K 600 Wien, Chlorkalk 110/115 zu ll 125 Wien.' Chromkalr zu 72 Mark transit Wien, Glvzerin chemisch rem z« L 1950 Meu. Harz ja & 440 ttausit Wien, Kalisalpeter zu 21 Mark transit Wien, Kupfervitriol zu L 590 Wie»,' Minium zu Ke 16 "ab böbmische Fabrik- Schellack 7?. ^. or. zu K 9206 transit Paffan, Schwefelnatrium kristallisiert 30/32 zu K 46Ä Wien, Schwefelsäure z« K 102 ab mederösterreichischer Fabrik inklusive Zisterne», Stearin in Täfeln weiß zu 0.93 holl. Gulden wausit Wien, russisches Terpentinöl zn ll 1200 transit Winut Parasfinkrrze» zu K 320 transit Wien , und Weihnachlskerzen zu> K 390.; Oele und Fette verzeichn eten einiges Geschäft, erhältlich waren holländisches Leinöl z» 0.46 holl. Gulden, rafstniertes Rüböl zu 0.46 holl. Gulden transit Wien, Speiseöl r» 0.66 holl.'- Gnlden Lager Wie», Kokosolfettsäure zu 0.465 holl. Gulden: transit Wim, amevkanffche Schwemefette zn 26.50 Dollar ab! Lager Wien, Mndextalg zu 060 hvll. Gnlden.Iranfit Wien. Leder und H a ut e haften unverändert feste Tendenz.! Es notierten Kalbfelle K 1600, RirrdShäute L '750, Roßhäulä K. 8000, Schaffelle K 2200, Ziegenfelle K 3000. ' I InNäh r-, L e b e n s m i t t e l- und K o l o «i a l-, w a r e.n waren ausgeboten Kaffee Santos Gosd zu K 1750,! Mo IV Wille m K 1580 ab Lager Wien, Kümmel zn K 800 transit Wien, italienischer BsllreiS zn K 343, Prima zu K 430 ab Lager Wien, bosnische Pflaumen m Säcken z» K 565 ab Lager- Wie», bosnische Leqnar z« K. 456 ab Lager Wien. Zum öffentlichen Berka n f e gelangte Burma Bruchreis zu 10.50 holl.^ Gulden ab Budapest lagernd. * ' V!-f - i Die Wählerlisten für die im laufenden Fahre fiattfindendew Bvrserats- und GchiedSrichterwahlen liegen ab gestern zur Ein-' sicht und eventuelle» Reklamation nn Borsesasle ans. I Prager Börse. Prag, 22. November. Du gestern in Wimkein Börsen^ verkehr stattfand, fehlte es am hiesigen, Platze, besonders fttr| Arbitwgewerte, au besonderer Anregung. Dw nheblrcke Befestigung! in einigen Jndrrstriewerten wurde einerseits durch Deckungskäufe der Konternnne und andererseits durch neuerliche Spekulationskäuft veranlaßt. Im Verlauf trat die feste Stimmung deutlicher in Eischemnng und die Kurse konnten weitere Steigerungen erzielen. Wierrer Bank-Aktien wurden auch heute z» anziehenden' Kursen umgefetzt. Exotenpapiere stellten sich nach.schwächerem' Beginn gleichfalls.Höher. Die Schlußtmdenz sprach sich fest aus.' Die KvrWdung mrs dem Devisenmarkt war für die westlichen.' Devisen Unregelmäßig. Im freien Verkehr waren Berll« nrid Wien schwächer, wogegen sich Budapest befestigte. BUdapestvr Börse. Bndapost, W. November. Die heutige Börse eröffnete iw freundlicher Sümmllug, wobei sich allgemein ziemlich rege Kauflust bemerkbar machte.. Später wurde die Tendenz flauer und die; Verkäufer gewannen die Oberhand. In der Kulisse wurden u»--i - mittelbar vor Schluß große Postm Rinia-Atneii aufaekmü^

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.