Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 1010 (21.11.1921)
- Date
- 1921-11-21
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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M. 1010 Wien. MontaF Mrsner Morgerszerrrsns 21. November 1921 Seite & Piper K 615. I. Hauser, KitzhÜber X 9349, Gukiav Horn K 5000, S. Paßweg, Oberpoükonlrollor Wildniann-Stockerau jr X 8000, H. Sporer, S. Bertowitz, S. Alkaly. W. Zawadie je X 1000, 3. Brauner K 600, Wiener Bank A. G., S. Ga-vard, Dr. M. Starke G. Berger. G. Müller. A. Fertler, I. Margvlies. Bethausv'rein Achdus Israel je X 500. S. Sigall K 40 >, S. Hart X 300. Dw. K 6910, z us. K 397.73— Seit 1. Jänner 1921 K 4,549.549 12, 14475 iiot Lire, 45 lranz.. Francs, Kd 8275. 33.2 engl. Pfund, 3 holländische Gulden, 350 dkutsche Mark. 80 Lei, 500 poln. Mark; insgesamt K 5,280.921.12, 11.500 i t a l. L i r e, 45 fr anz. Francs, Xö 3275, 33.2 engl. Pfund, 3 holländische Gulden, 500pö ln. Markund 1,Dollar. Spenden unter K 300 wurden unter Divers! ausgewmen. * Verband der jüdische« Invalide», Witwen und Weifen. II.. Obere Douanstraße 65/4. Bedürftige jüdische Invalide. Witwen und Wasen werden mit Klebern, Wäsche und Schuhen nnenkgelilich beteilt. Ansuchen werden in dem Bereinstotale, H.. Obere Donaustraße 65/4, täglich von 3 bis 4 Uhr nachmiitags mündlich entgegengenommen. * Jüdischer Frauenbund. DpendenausweiS der Znlandakiion für Kinder vom 2 b-s 16. November: Frau Toni Goldwurm IX, K 50, Herr Herrn mn Hoimaun IX, K 50, durch Herrn Littmann Kalman IX. Herr Aron Perlbrrger IX, X 50 >, Frau Jenny Blume IX, X 100, Ungenannt X 50, Frau Schmerz IX, -Monarsbeiuag) X 100, Frau Rosen» man IX, (Monaisbeiträg) X 50, Frau Tand er IX, (MoNslsbeitraq) X 50. Bankhaus Paul Bjeharh lX, X 50, Firma Balassa & Grün, IX, K 100, Herr Direktor Will). Kux, I. X 160, Fia« Mama Halpern. UI, X ivs, Frau Großradbiuer R. Friedmann, II. X 300, Fra« Fauni Sommer^ VIII, X 500, Herr Heinrich Abeles, Vlk, X 50, Frau Eitel Ebenstem, XX, X 50. Herr Eml Goldschmidt. I, X 5t), Herr Richard Kmd, UI, X 50, Herr Ludwig Döriler, IX, X 50, Herr M Freudenberg. VI, K 50. Anonym (Monatsliritrag) X500, Frau Maria Schlesinger, VI, X 5y, Herr M. Schenker-Gottesman, II, (Monaisbeürag) X 240, Frau Rosa llngar, IX, (Monaisbertrag) X 100 Frau Julie Perlberger. IX, X 1000, Frau Josefa Eires, IX, (Monatsbeitrage Sepember, Oktober, November) X 300, Herr Dr. Siegmund Ehrlich, UI, X 50, Frau Ernestine Raff, IX, X 50, Frau Ro'a Wolfram, IX, X 100, Herr Ignaz Gold, I. X 50, Firma Glliger, Fröhlich & Co. K 50, Frau Amalie Rosenblatt, III, (Monatsbeitragi X 100, Frau B. Körner, IX, (Monatsbeiiräge 'Oktober, November) X 100, Frau Sarah Reiter, IX, (Msnatsbeitrage November, Dezember) X 200, Frau Retter, IX. X 100, früherer Ausweis X 144.844, zusammen X 150.234. — Lebensin i t t e l s p e u d e n: P. F. 2 kx Zwieback. * Rätselhaftes Verschwinden eines Gewerbe» fchiilers. Der 15jährige Zöäling der Staatsgrwerbeschule in der Rosensteingaffe trt Hernals, Friedrich A l r x a n d r 0 w i tz, zu Budapest geboren, nach Krakau zuständig, rst seit dem II. d. M. spurlos verschwunden. Der junge Maun hat an dem Tage noch dem Unterricht in der.Schule bis 9 Uhr vormittags beigewobnt und hat dann das Schulgebäude verlassen 5 se lbem fehlt von ihm jede Spur. Alexandrowitz dürfte eine größere Summe brr sich haben. Er ist groß, hat ovales Gesicht mit Pusteln, besonders an der rechten Seite, dunkelblondes Haar, braune Augen, gme Zähne am rechten Obre eine Warze, trug braunen Anzug, lichten Raglan, dunkelgrünen Hut, schwarze Boxschuhe, schwarze Slrümvte nnt weißem Vorfuß mit der Märke „P. P. 8.". rotes Hemd mit weißen Streifen, kurze weiße Unte'hose. Auf ferne Zustandebrmgung ist eine Belohnung von X 20.000 auSgesetzt. Mitteilungen sind an das Sicherheitsbureau erdeten. Verhaftete Einbrecher. Am 20. Juli l. I. wurde beim Rabbiner Friedmann, Nnßdorferstraße 14, eing^brvchen. Gestohlen wurden Wertsachen mn etwa X 300 000. Ein Teil der Beute wurde bald darauf bei einem Trödler und einem Kürschner im I. Bezirk zustaudegebracht Durch die Erhebungen der Polizeibehörde richtete sich der dringende Verdacht, dre Tat entweder selbst ausgesührt ovcr doch den Verkauf der Beute besorgt zu haheu, gegen den 21jährigen Geldarbeitergetzilten Bernhard Nürnberg aus Jaslowicz ,n Polin, II-, Rueppgasfe 38 wohnhaft, »nd gegen den L8,8hrigeu ab-rschafflrn und untrrstandslysen Tischler gchilfen Älkarkus Münzer ans Kolomea Konzerte. Seit einiger Zeit bestehen zwischen schwedischer Musik und unserem philharmonischen Orchester enge freundschaftliche Beziehungen, die beiden Teilen Gewinn bringen. Deu schwedischen Tonsckiöpstrngc» ist beim Wiener Opernorchester eine glanzvolle Aufführung gewiß pnd die Philharmoniker erwerben interessante Novitäten. Auch die vierte Symphonie des Schweden Hugo Alfv 6 u ist reich an tonmalerische» Schönheiten. Der ganze Reiz der nordischen Landschaft mit ihren Schäre» und Wafferstzregelüngen Ist in Töne eingefangen, düstere Wolken unfreundliche Mondnacht, Morgendämmerung und strahlendes Licht losen einander ab. Sie begleite» zwei, junge, starke Menschen, die zum ersten Male den LiebeSkelch in Freud und Leid zur Neige leeren und ihre Singstimme» voll Sehnsucht mit den glühenden Farben deS Orchesters vereinigen. :, Im kraftvollen stymphonischen Aufbau dek ersten Teiles erklingt das . heiße Lubesverlangeu des ManneS, im lebhafte», duftige» Scherzo, das mit MrndelSsohnschrr Leichtigkeit dahmhuscht». ertwiedert schüchtern das Mädchen. Immer rascher fliegen in der großen Llcbcsszcne des Lento dje Pulse, immer lcidenschastlichrr singen die Streicher, deren sinnlicher Glanz durch Harfe, Klavier und Celesta noch gesteigert wird, immer schwächer wird der Widerstand des Mädchens. Und nun. singt die Sologeigr von der restlosen Berein'gung und allen Seeligkeiten der erste« Liebe. --- Wieder ertönt das Plätschern der Holzbläser, aber der schöne Traum ist zu Ende geträumt; er kehrt nicht wieder und die Melancholie eines graue» Alltags gemahnt au die Vergänglichkeit irdischen Glückes. ES glitzert und gleißt in dieser Simphvnie, die weniger durch dev Gehalt der Themen und die Kraft der Durchführung als durch die natürliche Leichtigkeit des Flusses, durch de» poetischen Reiz der Idee und durch die romantische Pracht her Orchesterfarben für sich einnimmt. Die Gesangspartie» dieses LeebeSmärchenwurden von Fra« Balborg Mallau der-Wyxberg und Herr» Mark! mit aller Innigkeit gesungen nnd der treffliche Dirigent Herr. MS G r e v i l l i u S von der Stockholmer Oper konnte für de« stürmischen Beifall immer wieder bauten. I« dritten F » r t w ä « g l e r k » n r e r t gab eei«e Novität von Siegmund Hauseg ger. „Anfllänge" ist der Titel de- Orchesterwerker, das die Bariationenfor« zum Bor- Wände nimmt, um frei phantasieren zu könne«. Wohl kommt Hauseggcr auf das Kinderlieb, von dem er an-geht, immer wieder rück.seineQuart undSext ergehen sich inUmkchlUNgen und ander endnrch sichtigen BerLudernnaen. Aber wie weit irrtH-nsegüervo»dt«Juhalt Mitteilllsgen aus dem Publikum. Echte Jägerwäsohe Ulbert Sfäataener, Wien, I., Kohimessergasse 8 Sie wurden verhaftet, stellte» jede Brtnliauug an dem Einbruch in Abrede, doch wurde Münzer als Verkäufer eines Teiles der Beme erkannt. Beide wurden dem Landesgerichte eingeliefert« Weitere Stücke der Beute kamen nicht, zum Vorschein. * Die zerstScklelte Frauenleiche in der Donau. Me ber-chtst, wurde nm 19. d. M. bei Greisenstein-Altcnbera rin Lcichenfnnd gemacht, der aus em scheußliches Verbrechen hinzu» deute» scheint. Auf einer 'Sandbank am Flußuser hat man dir zerstückelte Lücke einer Frau gesunden, der Kopf und Unterschenkeln m't scharfen Werkumen abgetrenni waren. Bisher ist noch mich! bekannt gewordcn, wer die Tote war. Die Leiche ist die einer Frau von etwa 50 Jahren ans dem Bauern» oder Arbeiterstande. Sie war kräftig gebaut, gut gmährt, hatte dunkelblondes, graumeliertes Haar, am linken Oberschenkel etwa 8 em unterhalb der Lelstenleudr eme beiläustg 5 ew lange, ältere Operationsnarbe, una^pstegte Hände. Sie war mit granem Trikothemd mit langen Aermeln nnd Vorderverschlüß und P'rlmutterknöpse». Stoffweste, dectn Vorderseite grün, deren Rückseite rot ist. roter Kretonbluse mit weißen Punktreihen, blauer, getupfter Linzerzeugschür;e und roten Pulswärmern bekleidet. Die rechte Hand hielt ein Büschel kurzer dunkler Haare lest. W'e berichtet,' wurde unterhalb Grrifensteins ein schwarzer Koffer, Wfeit Boden und Deckel abgenffe» wäre«, gesunde», und man bringt dm Koffer in Zusammruhana mit dem Leicheufund. Tatsächlich könnte der Leiche in den Koffer paßen. Er ist 84 cm lang, 33 cm hoch «nd 12Va cm breit und mit buntem Papier austapeziert. * Ein ..gutes Hans*. Der Obstlreferant Johann Marto» au§ Gyönghos in Ungarn zeigte dem Polizeikommiffariat Landstraße an, daß er mit der Firma Nikolaus Stockmann & Komp., III., Radetzkhstraße 5, i« ein-r sebr vertnKreichen Verbindung gestanden sei. Er bat der Firma Mitte Oktober l. I. vier Teillieskrirugen Weintrauben zum Preise von je uns. X 100.000 ge- - liefert. Es war sofortige Bezahlung ausbedungm; er konute aber außer der Bezahlung der erste» L'eserung trotz wiederholter dringender Urgenzen kein Geld erhalten. Cr wurde vielmehr von Tag zu Tag vertröM, so daß der Verdacht bestand, daß es sich um betrügerisches Vorgehen handle. DaZ Polizrikommiffariat stellte eingehende Erhebungen au, die deu Verdacht bestärkten. Es wurde festgestellt, daß die Firma Stockmau« & Komp, schon seit Monaten passiv ist und daß sich die Passive« auf mehr als fünf Millionen Kronen belaufen. Ferner wurde ermittelt, daß der mit der Geschästssührnng betraute Geschaftstellhaber Rudolf M a g d a, zu Prrßburg geboren, 29 Jahre alt, IX;, FreiheitSplatz 3 wohnhaft, den Status eriäas semen Gläubigern verheimlicht bat. daß er vielmehr neue Darlebeu ausgenommen hat, um alle Löcher zuzustopfeu. Dann wurde ermittelt, daß er auch den beim Traubenverkauf erzielten Ei lös von X 2,478.000 zur Bezahlung alter Schulden verwendet hat. statt ihn an Marion abznführe». lieber die noch fehlende» fünf Millionen Kronen und über ihre Verwendung vermag Magda keinen Ausschluß zu geben. Er bezründet die Abgä«gt rm Allgemeine» mit geschäfrlichen Verlusten. Magda wurde weaen fahrlässiaer Krida und wegm Verdachtes drL Betrügebeute dem tzaudesgerichte Wie» I ein» geüefert. * Berhaft««g eine- Flüchtige». Anfangs Juni d. F. wurde aus Wien der 27j8hnge Bankbeamte Artur F e l d, Hörnesgaüe 7 wohnhaft, flüchtig, nachdem er dem Bankhaus Lttkacs & Comp., IV„ Wiedner Hauptstraße 1, einen Betrag von X 102.000 vernntreut halle. Außerdem hat er im Juli v. I«, als er noch im Bankhaus Lobowitsch in der Wipplingerstraße angestellt war. einen an Marie Hocm in Budapest aus Amerika gesendeten Scheck aut X 85.000 bei« Wiener Bankverein eigenmächtig behoben uud das Geld offenbar für sich verwendet. Seme Verfolgung wurde damals eingelritet. Am 15. d. M. langte im des Kinderliedes ab. Nur eine kurze Wegstrecke weht frische würzige WaldeSlust, «ne liebe Flöteumelodie hebt cm und zwitschernd schwirrt ein wohlbekannter Waldvogel umher. Im übrige» sind eS keine heiteren Aufklänge, die bis in ElektraS Nvj KlytamnestraS Seelenpem hinabtauchen. Kein „dionysisches Phantasieren", sonder» die kühle Gedankenarbeit ei»es auf der Höhe der Technik stehenden gediegenru Musikers, der uns schon weit ursprünglichere Werke geschenkt hak Unter der ansrmrndm Leitung Fnrtwänglers spielte sodann Alma M o o d i e GlazounowZ ^-iVloll-Biolmsonzert mit vollendeter Technik und dem »armen blühenden To», der der junge« holländischen Künstlerin so rasch die Herzen der Wiener erobert hat. Auch dieses Jahr hat uns Dr. Paul Weingarten mit neuer Klaviermusik bekannt gemacht. Nicht nur daS altungarische Volkslied, eine freundliche Bagatelle von eigenartiger Akkordst, auch die übrigen Kleinigkeiten von B6la B ar tü k sind trotz mancher Herbheiten im Klang und trotz ihrer: modernen Gewandung durch ihre gelungene, leicht ei«gängliche CharakterW volkstümliche Musik, zumal wenn sie mit jener einfachen Drlikateffe servrert werden, die Weingartens Spiel auszeichnet: Wie war« erklang die ländliche Hirtenweise pn „Abend am Laude", wie gelunge» die derbe polternde Bewegung dr§ „BäreutanzrS", wie diskret in „un peu gris" die Alkoholstnnmung der weiuselige« Ungar»,, der nur leicht «*» hertorkelt und sich seiner Weinlanue fteut», In der Wiedergabe von Chopins N--äoN-So«ate erfrischte Weingarten dmch di« Vielfarbigkeit seines Spiele- und die meisierhaste Rundung der melodische» Linre. — Das Klavierfpiel von Guido Peter» hat immer etwa» feierliche-, auch wenn er keine Mozart¬ oder Beethoven-Feier veranstaltet. Weltabgewandt, m verdunkeltem Saale spielt der alternde Meister, dessen brscheidenru Wesen die Anerkennung einer größeren Gemeinde versagt ist, vor sich hm. Ein Klavierton von seltenem Wohllaut und scharfes analytisches Erfaßen des musikalische» Gedankenkennzrichue« sei» hochkultiviertes Spiel. Sei» Mozart ist kein lächelnder Jüngling, sonder» ein Held, der kämpft und leidet Md der GeisteSwelt Beethovenverwandt ist. — Dirk Schäfer, der bedeutende tzoVLndffche Komponist und Pianist, ist m reife« Jahre« zum erste» Male nach Wien gekommen, um auch hier in drei Konzerten zahlreiche Freunde feiner Kunst zu gewinne«. Aus dem Boden einer vsllkommenkn Technik hat sich Dirk Schäfer seine eigene pianrstische Welt gebaut, in der " er bie buntester, K'au.ü'ilder gestalte!. Die Schlußsteigerung in Beethovens Waldsteinsonatc gl-ch' einem - Jubelhyinnns au die Frmde und >n Schnma„„s Kreislerian'a frieattt* Sichrrheitsbureau die, Mittnlmig aus München ei», daß Feld dort verhaftet worden ist. Er. hat in den letzten Monaten den am Bankhaus Lnkacs & Comp, verursachten Schaden gutLmacht. BViefkAste« Aer RetzaLtts«. Samnel B. Rosner. Pistyä«. Mit Dank erhalten!-— Stenogvaphie, Ein solches Werk wird in-Wien kaum zu habe» sein. Bielle'chl fragen Sie heim Havoel Hazair in Jaffa an. — Abonnent. Wenn Sie auf jenen Paß die nötige» Bisa erhalten,, ^können Sie ihn wohl ruhig benützen, da Ihnen keine andere' Möglichkeit blerbt« — A. SpiSer. Nicht gezogen» SSstterfseKgeKssteN. Rente. Diejcnigm Bezüge, die Sie aus Oesterreich bt* ziehen, unterliegen auch dann l>,r Rentensteu-r, wenn Sie selbst mcht in Oesterreich wohnen. — Kapital. Kanfmännisch ist es richtig, wenn Sie von Ihren Gewinn erst noch 6% Zinsen für Ihr eigenes Kapital berechnen. Für die Bemeffung der Einkommen-' steuer können diele aber vom Einkommen nickt m Abzug gebracht werden. — Stene». 1. Für 1921 begmut die Einkommensteuer- Pflicht erst bei Einkommen über X 70.000. 3. Bei Entkommen über X 500.00) gibt es keine Begünstigung mehr fiW belastete Haushalte. — R. W. XVII. Infolge Ihrer Ueberstedlung müssen Sie nächstes Jahr ■ ein neues RentensteuerbekenntniS embringen, obwohl sich Ihre Btzüge Nicht geändert habe». — A. B. 1. und 2. Der Steuerabzug fiir einen verheirateten Arbeiter nut zwei Kindern .von einem Wschenlohn von X 5130 beträgt wöchentlich X 70, für einen ledigen, kinderlosen Arbeiter bei einem Wochenlohn vou X 2552 ist nichts abzuzieheu. Z. Kanfmänmsche Angestellte versichern Sie bei der Gremialkrsnkenkaffe. Angestellte über.18 Jahre sind auch pensi-nsversichernnüSpfllchtrr. — A«s-s gleich. Bei SteneiauSgleich für die Monate Oktober bis Dezember siud die mit Mai, Jvni snd Juli überschriebru«» KolsMM der AuSaleickStabelle für Mova'sbezüge auzmveude«. — R. F. Der bO°/0iat Strafzuschlag trifft nur diejenigen Steuervstichtigeu, die für das Jahr 1920 ein Einkommen von mehr als X 200.000 erzielt haben. — .Zio«. Wem, die Voreiuzahümg mit dem 100°/«igen Auffchlag mehr ausmacht als die nach de« Bekenntnis berechnete Steuer, daun ist die erstere, also der höhere Betrag, ernzmahleu. — SiMMt K. Die Pauschalierung der Luxusware«- abgabe ist nur dann möglich, wenn Sie außer ^absabepflichttgeu auch abgabesteie Waren führe«. Das Gefvch ist sn die Magistratsatterluss V (RsthcmS), zs richte». — Zrrtu». Eirim Rückersatz des nach' Ihrer Meirmrig zu viel voreingezahlteu Betrages können Sie erst nach endgültiger Bemeffung der Steuer verlangen. Wenn Sie in diesem Zeitpunkt keine andere bereits fällige Steuer schulden,, wird Jbne« die Uederzahlung samt Zmsen znrückaezahlt, sonst nur gutgeschriebm. — Kriegsanleihe. Das neue Kriegsanlecheübernahmsgesetz bezieht sich nur auf die Küetzsanleihen vo« Altausländern. Ihre Titres müssen von Ihrem Hrimatstaat übernommen werden. — L. T. Die österreichrfchm Kriegsanluhen ' uagaritcher Staatsbürger werde» von Oesterreich um daun übernommen werden, wenn auch Ungarn dm österreichlschen Besitz, au ungarischen Kriegsanleiheiitres übernehme» wrrd. Eine Verewbarung darüber zwischen Oesterreich und üugam besteht noch nicht« __ BKhM mrd Kunst. Das E«q««te üb«r das Theatergesetz. ' Wie die Korr. Herwei meldet, hat der Obmaun des Unterausschusses zuc Beratung des Theatergesetze-, Natioualrat A l l i n a, die Enquete über den Theatergesetzentwulf für Montag den 12. Dezember 1921 emlervfen. Die Enqnetein» Parianrent statt und wurden zu derselben der Verband der Theaterdirektoren, Vertreter der StaLtsrhratwverwaltung, der Bühnenangehörige», des Mnfikerverbandes «nd der Gemembevertretungeu der Landesharrptstädte mit Theaterbelrieben als Experten einzesich jeglicher Geiühlsüberschwang deS Rsmantitns. — Oskar Dachs spielt« Schuberts Wandrrrr-Phautasie m der Lifztschen Orchesterbearbeitunr mit aller Bravour LeS erfahrenen Pianisten, der vor technische» Schwierigkeiten nicht zmückscheut. Ueber das rein Virtuose hinaus strebt der junge Richard Glas zur vollen Reife und künstlerffche» Höhe. Auch Paul E m e,r i ch ringt nach aufwärts. In däs Spiel-des hochbegabten'Piauisten, der vo» Stimmungeu abhängig ist, hatten sich letzhm Unüarheit uud Zerfahrenheit emzeschllchen. Auch das Geigenspiel d«S ausgezeichuete« Birknose» Robert P o lla k rsibchrt jener mnereu Ruhr, die dem getragenen GeigengefaNg die höhere Weihe Mt; erst in d«r behenden GelLusigkeit der Allegronnd^ Prestvsätze könne» sich. sein Temperament und seine Techm? voll avslebe«. Em ans seinen, Schülern zusammengesetztes Kammrrorchester, das den Lehrer begleitete, erwies sich klaugvoll und spielsicher uud legte so Zeusnis ab für Pollaks verdienstliche pädagogische Tätigkeit. — Der junge Geiger'. Josef' S z i g e t t spielte im Große« Kouzerthaussaale mit «armem Tone, .sicherer Techm! und klarer Durchdringung deS polyphonen StimmengewebeZ. Der Erfolg, welcher, dir junge» Hamburger Opernfangeriu Maria O l s z e w S k a im Wiener Opernhanse, blühte, ist ihr auch im Konzertsaale treu gchliebe». Auch, hier wahrt sie vornehme Zurückhaltung und laßt nur selten der Stärk« der Entpsindung freim Lauf. Schlicht und mliig sang sie Schuberts und Brahms. Lieder mit ihrer schöne» Altstimme, bie wohl in der Tiefe «och nicht voll entfaltet ist, in der Höhe aber durch ihre seltene Fülle «nd Schlagkraft anfhorchen laßt. — Frau Mina L e f l e r, die sympathische Opernsäugerin, erfreute im Liedvortrage durch die Eindringlichkeit ihres Gesanges. Met dramattscher Lebendigkeit erlüllte fic’ Brahm-'Zise unerlirder. mit aller Innigkeit Gesänge von HugoWolf. Die Stimme von Frau Agnes B r i ch 1- P y l l e m a n n strahlt nicht tnehr im Glanze der ersten Jugend, aber in ihrer Atemführung, in der Zartheit deZ Piano uud in der Leichtigkeit der Kopstöne ist sie noch immer vorbildlich. — Maria I v o g ü n hat trotz ihrer internationalen Beiühmtheit nichts Primadonuenhastes an sich. Ihre frmdestrahlendes Gesicht, ihre Lebeudigkeit und daS zierliche Figürchen paffen so recht zu -er hinreißenden Lebhaftigkeit, mit der sie Rossinls „Tarantella* hervorsprudelt. Die ganz wunderbare Leichtigkeit, mit der sie in der dreigestrichenen Okiave jongliert, ist weit eulfernt von der bloßen Kehlfertigkeit einer virtuosen Koloratursängerin. Sie entzündet kein in kaltem Nordlicht erstrahlendes Feuettverk, sondern spendet zu allem Glanze sinullchen WoMang, der Wärme und Behageu verbreitet. Dr .Emm Feld er.