Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 1000 (10.11.1921)
- Date
- 1921-11-10
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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10. November 192! Seite 6 Wien. Donnerstao Wiener Morgeirzertung Nr. 1006' »LS- Hazair. Heute 7 Uhr, abends, Leitungssttzung im Cafe Jndustriepalast, 1.» D^rn'uikarr'ibastki W. Anrchlußend Spielervers.'mmllmg der Jungmannschaf: und Mitglicderoumahme. Samstag Veitspiel >er Jnligmanu'chast. Sonntag Meistersckastsssnel gegen Prater S. C Dienstag nachmittags MePerschastsspiel gegen Hasmonea. Jüdischer Turnverein Alakkabl ll. H.'rre.'tmnen (über 16 Jahre) Montag und Donnerstag von 7 bis 9 Uhr, Damenturnen jed'n Minwoch von 7 bis 9 Uhr. in der Knobenvolksichule, H., Leopo!ds>'asie 8. Einschreibungen am Turnplatz: vor dem Turnen, -^ams ag^ den 19. d. M. 6 Uhr aber-dö. erster gefcr'toer Abend tut Cafö Orient, 11., Prarerstraße 66, Alle rbemaügen Mitglieder und Gönner sind elngeladen- K 11 MASCHINEN* BÜRO* LMWÜ'MMtzL' KamANDrr> öSSSUSOS«? :reoi3B5arl ÄrfRLlCH IvEg^riHEB Telephon 69-0-18 ~ Postseheckonto 62423 „ Wien, I., Wipptin^erstrass« Nr. 22 '5* I SPEZIALITÄT: Erstklass. Farbbänder. Karbon-u.YVachspnD''ere Der Volkswirt. Gestempelte Krone —.12 Centimes. Auszahlung Wien —.19 Centimes. Bedeutende Besserung der Mark. In Zürich notierte: die österreichische Krone .... —.19 (—.19 am 8. November dte osterc. gestempelte Krone . . —.12 am 8. November) die tschechische Krone ..... 5.80 l 5.50 am 8. November) die Mark ... 2.05 ( 1 60 am 8 November) Agram ........... 1 30 135 nn 8 November) Bukarest.. 3.25 2.50 am 8 Novembei) Budavrst .......... —.47 —.55 am 8. November Warschau.—17 —am 8 November) SLerrervoreinzahlungsgesetz. Die Frist ,-u den Steueevoreiuzahlungen endet mit dem 15. Nov e m b e r. Da , mit einer erhölitm Frequenz der Parteien bei den Steuerbehörden und Steuerämtern in dm letzten Tagen vor Ablaut dieser Frist za rechnen ist, wurde verfügt, bat? sowohl bei den Steuerbehörden als auch bei den Steuerämtem die notwendige Anzahl von Funktionären am Sonntag den 13. November d. I. und Dienstag dm 15. November d. I. bis 12 Uhr mittags Dienst zu leisten Hst. Es werden daher in Wien die Steueradmiwstrationm..und auf dem flachrn Lande die Bezirkssteuerbehorden die nötigen Auskünfte geben und Einzahlungen in Wien bei^ den städtischen Steueramtsobteilungen in den einzelnen Bezirken und außerhalb Wiens bei den Steuerämtern erfolgen können. Die Steuervoreinzahlung. Zu dem Gesetze, betreffend die Stetiervoreinzahlung gibt der Magistrat folgende Erläntriungen*. Verpflichtet zur ■ SteuervoreinEung bis 15. d. M. im Smue des Gesetzes vom 13. Oktober d. I. sind nur diejenigen Erweibstener- und ErnkommeusteuerpflichUgen, welche einest Zahlungsauftrag für 1920 noch nicht bekommen haben. Bezüglich der allgemenen Elwcrbsteuer sind die Zahlungsaufträge tür das Jahr 1920 an die Angehörigen der U. dis IV. Erweri steuerklasse zum großen Teil schon zugesrellt. Wer al-o einen Zerhluncsaustrag für das Jahr 1920 m Händen hat, braucht sich um das VorauszahlungSaesetz nicht zu kümm rn, sondern er zahlt bis -um Emlangen der Vorschreibung fnr^das Jahr 1921 wie bisher die Steuerraten im Ausmaße der Vorfchreibung pro 1920 in den allgemeinen gesetzlichen Terminen (1. Jänn r, 1 April, 1. Juli und 1, Oktober). Wer einen Zahlunosauftrag tür das Verwaliungsjahr 1920' noch nicht in Händen bat. muß fre Voreinzahlung, und zwar bis 15. d. M. leisten und sich die Höhe derselben auf Grund des Zahlungsau'trages für das Jahr 1919 berechnen. Die autonomen Zuschläge betrage«: Für die erste Erwerbsteuerklasse für 1920 467-5, für 1921 489*5, für die zweite Erwerbsteuerklasse für 1920 467*5, für 192.1 479*5, für. die dritte Erwsrbsiemrklaffe für 1920 419'5, für 1921 441*5 und für die viert- Erwwbsteuecklaffe für 1920 399'5, für 1921 421*5. Obige Zmchlagspiozente erhöhen sich für jene ein Handelsgewerbe betreibenden Steuerpflichtigen, die in der Handelsseltion für Handel, Gewerbe und Industrie beitragspflichtig lind, um 2*25"/., das rst um den Handelsschulbeitrag. Für jene Erwerbstenerpflkchiigen, die das Wahlrecht zur Kammer tür Handel, Gewerbe und Industrie nicht besitzen, vermindern sich obige Prozentsätze für 1920 um 59*5%, sür 1921 um 81*5%. Die E nlommensteuer-Z.-.hlungsauslräge für 1920 sind noch nicht zu z-stellt-, cs ist daher von allen Emkommensteucrpflichtigcr,, die nicht ausschließlich stenerabzugspflichtige Dienstbrzüge haben, der Voreinzahlungsbetrag nach dem Gesetze zu berechnen und zu leisten. Bei der Einkommensteuer ist maßgebend, ob im Jahre 1920 ein Einkommen von mehr als K 200.000 erzielt wurde oder nicht. Beträgt das Einkommen für 1920 nicht mehr, so ist bst der Boreiuzahlungsberechnung von dein letztver steuerten Einkommen, welches rm Zahlungsanftrag für 1919 in der Rubrik „Einkommen" ersichtlich ist. auszuhegen, und spielt die borgeschriebene Steuer überhaupt kerne. Rolle. lur wir allein Bei emcm Enssonimen im Jahre 1920 von über K 200.0 0 bildet die Grundlage für die Berechnung der Voreinzahlung das im Jahre 1920 erzielte und e «bekannt: Einkommen. Der Steuersatz ist ohne . Verdopplung b'S 15. d. M. zur Einzahlung zu bringen. Außerdcrn ist noch, wenn dies nicht schon ge'chcheu ist,, bis 15. d. M. das Bekenntnis zu legen. Werden die letzteren Bestimmungen nicht eingehasten. so würde ocm Säumigen, unbeschadet der sonstigen Säumnisfolgen, ein Zuschlag von 50% des Unt'rschicdrs zwischen der. für die Jahre 192) und 1921 bis 15. d. Mein« zahlten und der für diese Jahre endgültig oorgeschriebrnen Steuer auferlcgt. Die Reform der Erwerb- und Grundsteuer. In dem neuem Gesetz, das der Finanzminisirr über dir Errverb- und Gmndsteuer für dir Jahre 1921 und 1922 im Nationalrat engcbracht bat, wird best mmt, daß d.e E r w e r bst euer fünf Prozent des Reihert, ages nicht überschreiten darf. Die Erwkrbsteuerkommission wird angewiesen, die Steuer für 1921 i» der gleichen Höhe wie für 1920 zu bemessen. Eine Erhöhung tritt nur dann nn. falls der Geldertrag im Jahre 1920 oder bereits früher derart hoch geworden ist, daß die Steuer pro 1920 nicht mehr entsprach. Was die Grundsteuer tür l'*“21 und 1922 betrifft, schlugen die Sozialdemokraten, wie er-.nncrlich, m ihrem Finanzplan eine Erhöhung ans das Hundertfache vor. Dr. Gürtler dagegen beantragte für 19 2 1 eine Vrrzehniachung: für 19 2 2 wurde für Waldungen die Vierzigsache, für Weingärten und Garten die dreißtgsache und für Arcker die zwanzigfache Steuer vorgeschkageu. wozu Zuschläge von 80 bir 1^0% kommen, was eme glimpfliche Behandlung der Agrarier bedeutet Die Neuregelung des Devisenverkehrs iu Deutschland. Berlin, 9. November. Das Neichslabinett hat gestern dem vom Reichswirrschaftsmunsterium cingebrachten Gesetzentwurf über den Verkehr mir Devisen, fremden Geldsorten und Banknoten seine Zustimmung erteilt. Der Gesetzentwurf bestimmt, laß der Handel mit Devisen, fremden Geldsoilen und Banknoten von nun an an die Banken g'bunden sein soll, also nur durch Vermittlung, von Banken und Bankiers in Zukunft Dcvnen- und ähnliche Geschäfte atgeschlossn werden können. Die Banken sind vervfl'chtet, von jedem, eer ein Devrsen- oder ähnliches Geschäft eingehcn will, eine genügende Legitimat on;u verlangen; ferner sind die.Banken verpflichtet, über jedes abgeschlossene Gerchaft nach Höbe. Kurs usw. einen Scklußichein auszuüellen. Dirkec Cchlußichein muß dem Finanzamt überwiesen werden. Die Finanzämter erben die überwiesenen Schlußscheine zum Steueramt. Der Gesetzentwurf wird binnen kurzem dem Rstchsrat und d-m Reichstag zvgehen. Der Sturz der Mark in französischer Beleuchtung. Aus Paris wird gemeldet: Die Par-ser P essbekundet Beunruhigung über den Sturz der Mark und dessen mögliche Folgen, namentlich hinsichtlich der Wiedergutmachungsfrage. Dir Blätter stellen fest, dre deutsche Regierung ermutige nn) erleichtere die Ausfuhr des Vermögens der deutsche« Industriellen, das sich tagtäglich in fremde Devisen urnsetzr, im Widelspruch zu den Veksicherungen der Reichsregierulig. die gegenüber der Garantiekominlssion die Verpflichtung eingegangen se:. die Fviderungen der Alliierten zu schützen. Dee Blätter beharren infolgedessen darauf, daß es für Frankreich dringend geboten sei, die unerläßlichen Maßnahmen zu treffen, um Deutschland zur Einhaltung seiner Verpfl chtungen zu verhalten. „Echo dr Paris" meldet, daß Präsident Millerand mit den an der Wiedergutmachnngsirage direkt interessierten Ministern gestern einelange Besprechung hatte. Es seien ä u ß e r st r r n st r M a ß n a h m e n ins Auge gesaßt worden. Valutenkurse. Trotz des Exposes Dr. Gürtlers gingm die fremden Zahlungsmittel im gestrigen Verkehr in die H ö h e. Motiviert werden die Gleigrrunge« mit dem abermaligen Rückgang unserer Krone in Zürich. In polnische« Marknoten wurde der Verkehr mit Rücksicht auf den bevorstehenden Umtausch Wert. Nachstehend dre offiziellen Schlußkurse: , Ämlkrdam 209.9Bo.~- Geld. 210.050.- Äare igegen 5. Nov. 203.950, -Geld, 2)4.050 — Warel.ÄgramIbOS.—, 1607.— 1592.—, 1M.-. Belgrad 6410.-, 6430— -'6390 —, 6410—/ B«lm 2322.—. 3328f22973803.— . BrÜNel 42.480.-. 42.520.— l42 480 -. 42.520 —Budavrst 540.50. 543.50 '688.50 631.50> Bukarrst'3545.—.3ök5 — (2785.—, 3795 —). Ebrisirama 83.475.—. 83.525.— (8Ö.255.—.80,325.—). Kopenhagen 118.975.—, 114.025— (113 975;—> 114 025.—), r!v«d»n 28.740 23.760.— (33.240.-, 28.260.-). Mailand und Triest 24.990 -. 25.010.- (24.490.-. 24,510.—). Rew-Vort 6073.-, 6077.- (5868.-. 5S02.--, P«ls 43.730- 48.770.— (43.630— 48.670.—). Prag 6522.-, 6596.— (6697.-, 6108.-), Sofia 2999.—, 3005.- (2995.—, 3006.-), Stockholm 1SS.S70.-. 139.030.- (1360.70. 186.180), Warschau und Krakg« ISS.-. 2^1.— (199^-, 201.-). Zürich 113475.-. 113/35.—, (109975.—, 110025.-),Ptadrid82.210.-, 82.290- (80.210.—, 80290.—), Dollarnoten 6028.—. 6027.— *5648.—. 5852 -),Bchkjeir<Note«4?.S30.— 42.270.- 41,980 - 42.020.-), Bulgariiä'- Voien 2820 . S8-.0- 2845.-. 28?)5.— ), Dänische Noten 112.675 -. 112.725.- 112.475—. 112.525.-). deutsche Marknokrl' 2*22-r, 2328.— >-307.-. 2313-1. englische Noten 2U590.— 23 710 - (23 1 9.» —. 23,210.—), franz. Norci'4<.480.-. 43 520— '43 380.- , 43.420.— ). liolländiscke Note- SOik.S'.O.-. 809 050.- 203 150.- . 203 250.-). italienische Nvien 24.290.-. 24.310—(23 990. , 24 l 10 —). unabgcstempelte jugoslawische Noten 6i00.-. 6420- ^6400.—; (>420.-), norwegische Roten — ^7^.275.—, 79.325.—), nolnische Marlnoten—.—. — 177.—, 179.—), Rumänische Roten 3515.—, 3555.— (2775.—. 2785.—'' Russische lRom?-.- (—.— Schwedische Noten 137.370.- 137.430 —(135070.-, ]35,13o!—)[ Schweizer Noten 112.875.—. 112 9s5 — (109 476.-/100.525.— -. tschecho-slowakischr Nvien 6412.—, 647S.— i6047.—, 6058.—\ "ngarn'che Noten neuer Emii'ion 560.50, 563 50 (—.— — Spanische Noten 817.10—, 817.90.— (—.—, —.—). ' Die Erdöllager in der Tschscho-Slowakei. Die Erdöllager Galistens dehueu sich westwärts bis au) das Gebiet der tschecho-slowakischen Republik aus. Bisher sind nur die Quellen in der Nähe von Kbely einigermaßen sachgemäß ausgebentet worden. Der Staa» hat im Jahre 1920 daraus über 70.0u0 Fässer Schwerpetroleum gewonnen und zur Herstellung von Maschinenölen benutzt. Bel den übrigen Erdölvorkomm n-befindet man sich noch im Stadium der Vorbereitungen. Durch Ges. tz vom 28. März 1920 hat sich der Staat die Nutzung dieser wichtigen Schätze Vorbehalten, webei an die Bilduna mehrerer Gesellschaften mit staatlicher Betestigung. aber in der Hcmptsaehe mit einheimischem oder fremdem Privatkapitalgedacht wurde. Ausländische Beteiligung wild schon darum nickt zu umgeben sein, weil es dem Lande an Sprzialingenieuren und Facharbeitern fehlt. ' , Reichlich tnt Lande vorhanden sind hagegen die Kohle und das notwendige Holz und vor allem die Maschinen: Bphrmaichiiien, Desttllieranl.'gen und dergleichen, die schon seit langem die tschecko-slowakiiche Jndustr-e ,an das Ausland geliefert bat, und wofür sie sogar einen gewissen Rut erlangt bat. Bisher haben neben den Spezialisten hauvt'ächllch die Kapitalien gefehlt. Daher hat das Ministerium der öffmtlichen Arbeiten Verhandlungen mit de« großen Pctroleuminteressdnten angeknüpft, um die Ausbeute der neuen Erdölvorkommen in die Wege zu leiten. Die Verhandlungen mit der Royal Dutch Shell Company zerichlugen sieb bald, weil diese auch die Abgabe der bereits in Betrieb befindl chm Unternehmen von Kbely verlangte. Dagegen ist das Angebot der Standard Oil Company in nähere Erwägung gezogen worden. Sie bietet dem Staate einen Anteil von hü9/,, wovon 30% kostenlos und mrr 20% bar einzuzahlen sind; sie ist bereit, auf das gewonnene Rohöl noch eine besondere Steuer zu entrichten, will im weitesten Maße tschechische Techniker und Arbeiter verwenden» garantiert eme bcspndere Berücksichtigung der inländischen Industrie und legt ein auf 15 Jahre berechnetes Arbeitsprogramm vor, nrck dem sie im Einveinehinen mit den tschechischen Sachverständigen an eine systematische Ausschließung des Petroleums gehen will. E n darauf beruhender Vertrag dürfte in Kürze abgeschlosien werden, falls nicht die Bedingungen einer weiteren Jntcreffentengrnppe für noch günstiger angesehen werden. Diese steht unter Führung des früheren rumänischen Gesandten in Washington, CH. I. Vopicka, und umiaßt eine Gruppe weniger kapital4k'.ä'tiger Unternehmungen, die mit der Union Eommerciale des Petroles in Paris verbunden stno. Ihre Bedingungen decken fich nahezu mit denen der Standard Ock Company, doch will sie erst Bohrarbeiten ausinhren, ehe an die Begründung einer Gesellschaft gedacht wird. Die beiden Wettbewerber führen den Kampf hinter den Kulissen. („WeltwirtschaftS-Zeilnng".) Englisches Interesse a« Palästina. »Daily Chroniele* regt die Schaffung einer Textilindustrie in Palästina und die Ausnützung des Salzgehaltes des Toten Meeres an. Die Eutwirklang den jüdischen BolkSbanken in Litauen. Das jüdische Kreditgenoiienschaftswesm entwickelt sich jetzt m Lltamn sehr stark. Fast in jedem Städchen sungieit erne Bolksbernk. deren es in Litau"n schon b e r n a h e 100 gibt. Beim Jüdischen Nationalrat wirkt das Verbandsbureau der Volksdanken Vor einigen Wochen wurde anch in K o w n o die zentrale Bolksbank eröffnet. (I. P. Z.) Fristvcrlangernng für gütliche Ausgleiche mit Lpttikchen Gläubigern. Wie das Abrcchnunasam» mitteilt, wurde die Frist für gütliche Ausgleiche österreichischer Schuldner mu britiscken Gläubigern unter Verwendung sequestrierter Aktiven bis 31. Marz 1922 verlängert. Das Abrechnmtgöamt. Wachsender AnstragSbestand -er Konfektionsinbnstrie. Nach Mitteilung des ^Woüarchiv" (Berlin) verfügt dre heimische Konfektionsindustrie über einen wecksenden Auftragsbestand. Da die Wiener Industrie, die bislang den. tschechoslowakischen Markt mit seinen Dualitäten belieferte, zurzeit nicht in der Lage ist, mit ihrer niedrigen Valuta ausländische Tuche zu bezahlen, stellen sich speziell die Proßnetzer Betriebe immer.meyr auf die Verarbeitung bester Qualitäten um, indem sie die Wiener Konkurrenten mindestens auf den heimischen Märkten zu verdrängen suchen. Die Folge ist eine wachsende Nachfrage nach Tuchen seitens der Tschechv-Slowakei, die sich bereits heute bemüht, deutsche Tuche einzuführen, freilich mit. geringem Erfolg, da die reichsdeutsche Industrie mit Aufträgen gedeckt ist. \ Erhöhung -es. GoldprerfeS ia Deutschlautz. Die deutsche Reichsbauk hat infolge der Entwertung der deutschen Valuta den Goldankaufsprriö werter erhöben müssen, und zwar um volle 120 Mark für ein Zwanz'gmaikftück. Die Reichsbank zahlt jetzt für ei» ZwrnzigmarWck 720 Mark^ für 1 kg Feingold 68.000 Mark. j sind die billigsten in hochfeinen Stoffresten, Seiden- KAMM St FRIED' roste®, Samten, Chiffonen und Futterwarea *M» Un!H «.««...» i*