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Wiener Morgenzeitung · 1921-11-09 · Heft 999 (9.11.1921) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 999 (9.11.1921)
Date
1921-11-09
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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M HSV Wien. M'Ntwoch . ..i»—..■ ... i...i.■ - : Mi der Erziehurig ihrer Kinder.befolgen die Modernen strenge den Grundsatz, alles Jüdische auSzufchließen. Nur „arische" Lehrer betreten das HarrS und Erzieherinnen müssen gar eine Rassen- und Ahnsiiprobe bestehen, die für die Aufnahme in den exklusivsten dentschvölkischen Verband genügte. Daß diese Erzieherin - in der Mehrzahl der Fälle bas notwendige Verständnis . für ihren Zögling nicht ausbringen kann, ist ein Uebel- : stand, der leicht wiegt, neben dem Vorteil, eine garan- , tiert christliche -pädagogische- Leitung für die Kinder gesunden zu haben. Denn div^EnMemdung des Nachs Wuchses voit-,de»! «nMtam'd'N/E^ ganz ziel- ' bewußt betrieben wie halt- ^und heimatlos man die Kirwer dadurch^ macht, bedenM,.wohl niemand/ Das Ideal deS Weltbürgertums wird. Hier zur Karikatur -vrrzerrt..- Denn neben und in7Hers internationalen Qr- -aanisation aller: Klassen wirb, und muß es immer noch - - den Zusammenschluß mch Zusänlmenhang-vow Art- und Volksgenossen geben, solange der. Musch im Boden seiner Heimat und seines Stammes wurzelt. Mer die Phr-as.'denn in diesem ".Zusammenhang ist es - i.icht mehr als ein« unberstandeue Vhrase — von der -Menfchheitsg'öjneinde hat jetzt gerade-Myhewert und i). - tvird sie allüberall nachgebetet. *' Sofern die ganz Modernen sich für Kunst interessieren — und das tun namentlich die Frauen fast immer — verneinen sie die Tatsache, baß es jüdische Kunst gibt,.aufs entschiedenste. Das' dümmste Bauernthealer, die lächerlichste Verzerrung schnaderhüpselnder, jodelnder, schuhplatlelnder Dorskunst hat Aussicht, B«- - achtung zu finden — von der jüdischen Volkskunst will man nichts wissen. Ausstellungen jüdis^er Künstler . geht man aus dem'Wege. Man liest — heuer wenigstens . Gaulama, Buddha und Konfutse, die Propheten S i'.'nüt man nicht. Aber so modern dies« Gattung / Menschen auch ist oder sich gebärdet, kann sie anderer- . seits auch recht unmodern sein. Zum Beispiel ist die - über den Rassen stehende Dame fast immer abergläubisch selbstverständlich streng katholisch. Sie oÄrcht-.'-t den Freitag und die Zahl Dreizehn wie das Feuer und ist .in keinem -Falle zu bewegen, „übers -Kr^uz" die Hände zu reichen, denn'so hat sie's von ihrer /-'- -Köchin iinmer gesehen, und wenn sie mit: jedem alten ^Vorurteilgebrochen hat, mit diesen- Vorurteilen bricht ii; nicht. Betritt mau das Heim solch ganz Moderner, ">- h könnte..kein-Mensch auf den'Elfall kommen, zu. einem < IZuden f,u kommen --- -kein Bild, kein Buch, nicht -bas. leiseste äußer« Zeichen läßt es vermuten und die alten Bräuche werden geradezu ängstlich gemieden. Am Samstag i/ivb. die Wohnung gründlichsteaufgeräumt, alle grobe Hausarbeit zusammengeschoben, dafür gibt «s -am--Weihnachtsabend pünktlich einen gewaltigen Christ-: üautt!. Man köimte die Liste dieser.Lächerlichkeiten bis ^rüE-.Unendliche ausdehnen. - Erwähnung ' verdient aber .'''"vic'Clricht' doch, daß dieser Typus-des. Assimilcrnt^r.durch' ' dick und dünn nirgends in solcher Vollkommenheit zu - ''iud'en ist luie bei uns. Die ganz Modern«» in Reinkultur lind eine Wiener Spezialität — keine von den ang/l'.eymsten, wenn sie mitunter auch viel zur Erhei oenng ihrer Zeitgenossen beitragen. > . . Der,' Streik der Kra«ketlKaffe«Lrzte. ■"-® t Veituag des LodavdiS d-r W»mr Sra»I»lI»Is.» < 'eie-Oümänn»r der einzelnen Kasten m emer Bewrechung en- . i-rnlstu, in der sie ihre« Standpunkt zn den Fv'.dwmgrn der - -Or-amration der Krankcnkasscnärzte präzisierte. Sie erklärte, daß t!c nicht in her tfö(te fei, die Bezüge det Ä erste um 150V* zu er- ^Kmlien und nur E/, bewilligen könne. Diese durchschnittliche 'l0(,'/.'gr Erhöhung, sei teiartig gedacht, daß dir Bezüge einer .. <t«ffelrtnn nntetliegea »ach Maßgabe der Leistung, nicht allein tec K> anktnanrneldung. Die Ausdehnung deL Rahous und >onüige Verhältnisse, mästen gleichSfalls berücksichtigt werden. ' Das Jahreseinkommen eines RayonSarsteS würde demnach sich ' -N"K 250.000 bis 30),COO, eines Spezialarztrs auf kl 300.000 - bis 350. OO belaufen. Die Leitung mnßle, um den Berpstichtungen - lmchksnunen zu können, ein Darlehen von 30 Mill onen Krone» ' aufaehmen. Voi läufig stehen ihr keine Mittel zur Verfügung, da - die fiir die zwei letzten Monate des Jahres vorgefchriebenrn ,/BeN'rig? erst im Monat Jänner 1624 rinlau'e«. 7 'strnn 11. Dezember müssen steh die Kassen auf eine« --- Massennrdrang gefaßt machen, da von diesem Zeitpunkt die /.Erhöhung der Krankengelder von K. 100 auf K 300 in Kraft ' Die Leitung miisse üterdies -für Reserven Vorsorge«, da sonst im Falle einer starke« Zunahme der Arbeitslosigkeit die - Kasten vor einer Krise stünden-Die Situation mache es de« B.lband unmöglich, «liiere Konzessionen: zu gewähren. Die : Obmann crlonfere«» billigte den Standpunkt der Leitung ohue . Widrrsp «ch. _._■ '. ■ . Fatsche Nostrtstkattonsstempel auf de« ' Kriegsanleihe«. %tx österreichische Staat »m Milli»««» gefchLdist. — Vrrhaft««g eine» H-frateS »er Finn«rlnn»«»»irekti»n. Die Polizeidirektivn g'rlangtc vor einiger Zeit zur Kenntnis, daß ein gewisser Lieb m ann» der früher f ,i.ut 13. Bezirk, Hütteldorferstraße, ßorvohnt haben soll, im Verein mit mehv-ren anderen Personen, so seinem ' Sohne und einem gewissen Schwarzwäld, in den letzten. ' Monuicit -größere 'FälschM^en zum Nachteil des öster- - reichischen Staates auf die Weise vorgenommen habe, daß das Aonsortiuin teils ungestempelt, teils polnisch .Kriegsanleihen aufkaufe,-und später tyetT p 0.1 it t schon - S k e m p e l e n t f c r n c und diese sowie' -;.'ungestrrppLMn Krjegsanleihen. mit Hilfe von ' -'--''V«amien^ unfk-i: dHncn sich'ein 'Hofkat befintzen soll, mit' hxm - östtzrre'Wsch>r»t...' Aontrpllstmpel. versehen lasse und Wi»«er.,MorAe«zetrrr»K - verkaufe.-. Durch-die Erhebungen wurbfi festgestrklt, das; der Mann narnens Liebnr-ann, Ler am 17. Oktober 1871 zu Skatat in Polen geboren;, nach- Stanislau zuständige Kaicsmann Moses Lieb mann, - verheiratet, ist, der derzeit, mit seiner Familie, ..darunter aüch seinem.-Sohne, dem Hörer per Rechte Zelo Lieb mann, in-.Greisenstei'n, Hadersfelb-rrstraße 17-, wohnt. Der- Mann'namens Schwarzwald ist de-r am 12. Oktober 1888 zu Lemberg . geborene unddahin zuständig-; Privatbeamte Heinrich' S ch w a r z w a l-d, 9. -Be;irk,..'Blzicherg-as-s-r 8 wohnhaft.^ Die-Holizei erhob, daß. Moses Liebmann.und.sein Sohn wiederholt nach Wien .fuhren, hier mit verschiedenen Personen, insbesondere mit Schivarzw-ald, zusammenkamen und in mehreren. Bankgeschäften, so besonders bei der Firma Wellisch u.' Co., 9. Bezirk, Kolingasse 20, verkehrten.- Sie suchten auch das Hans Slephansplatz Nr. 4 auf, und in diesem Hails-r wohnte, wie ermittelt wurde, der der Steneradministvation. sür den 12., 13:; 14. - und 15. Bezirk zügebeilte Hösrat Peter Ulrich Hagg, im Jahre 1861 zu FeLkirch gebo'ien/ nach Wien zuständig, verhtziraiet..' Schwarzt'väk» tvar am 24. Oktober nach.Polen gefahren und am 2. d. M. früh wieder, hjeh-rr zurückgek'hrt. Er war am. Tage seiner Rückkehr mit dem jungen und alten Li«bmann llnd einem etwa. 40jährigen Manne zusam.mengekommen und am Abend mit den beiden Liebmrnn nach Greisenstein gesahren, nachdem beide am Nachmittag,'-wieder das Hans Stephansplatz Nr. 4 ausgesucht hatten. Als nun Vater und Sohn Liebmanst am 3. d. M , vormittags in Begleitung des dritten Mänires emgetroffen. waren, wurden sie verhaftet. Dev dritte Mann -war der. Schwiegervater des jUNgeN'-Liebmann, der. am 27. Mai 1873 in Lemberg geborene und dahin zuständige Fabrikant Bernhard K a n n e r; dieser war am - 24. Oktober.-mit Schwarz- ' tüald nach Polen gefahren /und mit .ihnr am 2. d.M. l/ieher zurückgelehrt:. Im Besitz -des Zelo Liebwann wurden in einer. Aktentasche 400.000 polnische Mark' und mehr als 200.000 Kronen in Kriegsanleihe ge- -sustLen Md.-.beschl-a'gnÄM^.^ Bei.-näherer Prüfung d.§r ^leMaNleihestüMb wurde Wgestellt, b^aß von einigen Stücken, ossenbar. die Bezeichnung, der Fremdst-a'a'tlichkeit . mit einer Säure . etstsernt war. Auch 'die G.reisenstein . wurde eine, Hausdurchsuchllng - vorgenoinmen, bei der Wertpapiere in der Höe von mehr als. ieiüer H Million Kronen gesunden wurden. S : s E/ Wmck Welttsch u. Co,, wurde erhoben, daß,,.d«i iihr m dan letzten Wochen von Schcharzwald um mehrere --MWionen' Kriegsanleihie verkauft .worden si?A . Heinrich Schtvarzwald wurde am 3. d. M. im MIczirk!-verhaftet., Moses Lirbmann leugnete anfänglich harthäckig, gestand aber, dann ein, daß er von Heinrich Schltvärzwald seit August dieses Jahres um nr-hr''re Millionen angeblich! ungest-rm-pelie Kriegsanleihe erihalten Mid sie teils selbst, teils durch! seinen Sohn Zelo zll Hofrat Hagg gebrachit hat. der ihnr dann di-e Abstempelung mit dem östrrreichjischen Stempel besorgt hat. Hofrat -Hagg erhielt für-seine Tätigkeit 2 Prozent vom Nominale. Den Verkauf d?rr gesteylpelt-en Kriegsanleihe besorgt,» Schitvarzwald. *- Hofrat Hagg wurÄe am 4. d. M., nach.mittä-zs. verhaftet- Er gestand, von Liebmanu und seinem Sohne seit ungefähr Juni dieses Jahres mehrere Millionen, teils ungestempelter, teils u-ationalsLoattichür Kriegsanleihe übernommen und ihre Abstempelungmit. dem österreichischen Kontrvllstempel veranlaßt ober auch selbst an der Gteurpirlung teilgenommen zu haben. Zuvor war von den nationalstaatlichen Kriegsanleihen -die-bezügliche Bezeichnung mit- Diner Säure entfernt N'vrden. Hofrat Hagg gab auch zu, hiefür von Liebmaun sen. -eine Vergütung von zusammen cttoa 100.000 Kronen erhalten zu haben. Bei Hofrat Hagg w'.'.rc-en Wertpapiere im derziritigen zöirswert von etwa 100.000 Kronen gefunden. Hvfrat Hagg gestand ferner --in, daß den Kontrollstempel und di>» uötig/n St-'iuo.'litt-arsen der-der Steuerndministration für den 12., 13.', 14. und 15. Bezirk, zugeteilt« Steneramtsp r-altitant Viktor- Schütz, Hüttelbevgstraße 25 wohnhaft, zur Ve/sügung gestellt hat. In der Wohnung d-rs Hofrat.'::'sind rrst am 2. d. M. 5kriegsanl!;1hen im Nominal-.' von etwa 200:900 Kronen abgestempelt worden. Viktor Schütz wurde am 4. b.-M. verhaftet. Er.war 1:,: Avt'ilung fiir Kontwllbezeichuung zngeteilt, und legt« nach äßfänglichem Leugnen auch -ei,: G-'stä>.duiS ab. Die Siempelntarken hat er sich durch fingierte Eintragungen, in das- .Stempelregister verschafft- Er behauptet, für seine Mühewaltung von Li-'-unann btioa 26.000 Kronen erhalten zu haben. Durch die Erhevruigen ^. .'.1 Sicherheitsbureaus würde ststgestell:-. daß Schwarzwa'd und zum Teile auch Mosts Liebmann vom 11:- August dieses Jahres bis Ende Oktober bei k:: -Firma W-'llisch u. Co. allein etwa 16-Mi'Uou/n Noluinale Krieisanl'-ihe verkauft haben. Um etwa 100.000 bis 200.000 Kronen Kriegsanleihe,' die" der Firma nicht eirijoandfrei erschienen, wurden dein Schwarzwald---wieder. zurückgestellt. Die Guthaben, die Vater und Sohn Li-ebmann in einem anderen Bankgeschäft haben, wurden vom Sicherheitsbureau sichergestellt. Um etwa 300.000 Kriegsanleihe, dte Hofrat: Haßg und Schwarzwald in den letzten Tagen bei dritten Personen in verschlafsenetr Pavrten zur.Aufbetvahrung hitenrlegt hatten, tmtrden beschlagnahmt uick» .-srchevgestel.lt.. Moses Liebnrann und die anderer in die. Llngelegenheit VeNvicketten werde« nach Schluß der Erhebungen dem Landesgericht eingeliesert wechrn. -9. November 1921 SeM Undrzej NiemojerVski gestorben. Aus Warschau wird uns geschrieben: Am 3. d. M. stärö infolge eines Her.üchlages der bekannte polnische Publizist »Ä d r z e j N i e « 0 j e w s k i im 57. Lebensjahre. Er war emw dech bekanntester, antisemitische« Hetzer, dessen Zeitschrift y ßl N i e p 0 d l e g l.a" fast in jeder Nummer böswillige HehaMel gegen die Juden enthielt. Schrislstkllerisch und volitesch hat 3^- mojewski mehchach die Farbe gewechselt, insbesondere war seine politische Tat gkeit vor dem Kriege und während desselben ettv'äs trübe. Nrch dem Kriege verschrieb er sich völlig den N ationalb c m 0 kra 1 en. Interessant rst. daß Niemojewski ein guter Oriint.rl'st war.- sich viel nt t historischen Forschungen auf dem! Gebiete der alten jüdische« Geschichte befaßte und in dm erste» Jahren dieses Jahrhunderts mit jüdischer Unterstützung eine Reise nach Palästina rmternahm. Er gab dann milHrlfe eines!üd:schen BereineS eine ausge.cichnete polnische Uebersetzung des Indischen Krieges von Joseohns Flavins heraus, die nach dem griechischen Original crbgrfaßt ist und mrt sehr vil. L'.ebr zur Sache g'macht wmde. Sie hat auch sowohl historisch-philologischen wie avch künstlerischen Wer.. - * Srnenlinng «euer AuiVerfitätsprsfeffore». De». Ärmdeöp'.äsidcvr hat den außerordentlichen Professor an der Universität m München. Dr. Alexander S ch m i n ck e. zum! ordentlichen P otcstor für puholegliche Anatomie an der Univer»! sitär rn Gurz, ven gewesenen Vorstand ses chemischen Laborato-! isumS an der dm schen zoosogrichen Station in Neapel, außer-! ordcniüchen Universiiätsprofessar Dr. Martin: H e n z e, zum^ ordentlichen -Pw'cssor :ür angewandte medrzrmsche Chemie an der: Universität. in Jrinsauick und den Privaidozenten Dr. Raimund! S,l e b e l § b e r.g zum nußerordcmlrchen Professor für Gco-j g'.e und Päläontologre an derselben Universität ernannt. . * Die Schwierigkeiten per rumarrifcherr Ach«zi«h-- Kolo«if«tionSgsseKschKft. In einer von der rumänischen Achrnah abgcbaltcnrn Sitzung wurde der Bericht über di» .bis her'genvor r der Nchnzah kontrahierten Pachtvertrag» 'rstattet. Diesem Berichte zufolge wurde die Pachtung! von 8000 3) u n a m .Bode n vemagsmäßig sichergestellm Der Pacht'chillrng beträgt 2% Pfund pro Dun am. Bon! dem g pachlcten Bodenkomplex wird die Hälft« sofort, dir andere Halste erst im Herbst 1922 übernommen. Drej -Achn-ah ha: sich verpflichtet, innerhalb zwei Jahren 50 H ä u s e tj i n Cbeder a h -.aufzubauen. Es soll der Vorschlag gemacht! werden daß die üb r /die nötigen Mittel verfügenden Achuzah-! Mitglieder ast i>srL0nuui in den Pachtvertrag an Stelle .der! Ächnrab als solcher treten sollen, da die Achuzah als solche nicht! imstand.'rst. -d e rm Verträge .eingrgangencn finanziellen Ber>^ pst chtungen eiirzuhalien. . (I. C. B.) Wie Jrryeu irn .Verlmee -vlnische« Ks«s«laL pehsn.velr wessen..Das Warschancr sozialdemokratische Zentral^ ergan „Robotiirl" bringt iw cincm Artikel über die polnvcheni Konrnlaie im 'AirSland "einige - rnterefiante Notizen über die Art^ w e Juden rnr polnischen Konsulat in Berlin behandelt werden.^ E? be:ßr tort:. >Do6 er/i driaen^ste. System der Behanvlungi cfr Irl--c.!, welche das tlratü-ch haben, ins Berliner polnische' Konsl-lat koinluru zu. ruiissen, rst das der Behandlung uv» dem - Ficke. Dieses -scheint aus Grund einer ArL olfizietie'- Bou'chnst an der Tagesordnung zu sein. Von den Be-! schinkpfungen, »,ld Hinanswürferr durch die Diener braucht nicht! eist ne R de zu sein. Eo'rche Methoden dürfen in einer aus-! .'ändstchen StaatZinstnution nicht geduldet w-rden. und die Herren vörn Konsulat dürfen mclst 'vergessen, daß sie es mit Pol n i- ' ch c u B ü r g e r rr ZN / t»7n baden. Das.Konsulat nimmtj "0 » dcntsche' Mavk' für rm Paßviwm. Es wirft a b e » p 0 l u - > che B n r g e r b r n a.« s, wmn sie in ihrem Inter»! esse das.ssrHerr:, - was ^zür/Kompetenz eines Konsulats gehört?! * Gehek«:dsinve‘-Am 19. Zahrharedert. lieber da« wo'itsiche GkhelmbündwisiN, das auch noch m neuerer Zeck sowohl! :,n ten c.nopäisctzca Staaten wie irr Amerika' eine bedeutende Moste so elte. w'rd E-'knorrSchcs Dr. Hans S ch l 111 c t\ dcs Hau!--, Hof- und StaatSarchivks i. R., rm Kleinen!So.''.tc der Uraitta tinin Kurs von sechs Porirägen halten, die! sicdrn DounerScag nm ^/.6 Uhr statlsinden und übermorgen den I I. b. M b-gmnm. * Herbstredorrte. Ti nslag den 15. d. M. findet in de^ Movbreiisäl>rr eine Herdnredonte des Vereines der jüdischen Hörer mr der Hochschule für Welthandel und deS akademischen Verrme^ jütischcr Medinncr statt- ' * KonkttrSarwfchreibunA. Im Bureau deS Zionistischen Landeökomi ee-3 siir Oesterreich gelangen sofort zwei Sekre» r ä r st e t l e n zur BesctzN'.rg. Bewcrbnnoerr wollen umgrhenh rrrr'cr Brn'chlnß eures.auZiütirlichen Lurriculum vitae und epen» nlellcn Ncler.'nzen irn Seki e ariät des Zlomstrschen Landeskomilte§,^ U., U'.rstrsgassc »S, ci:tßci cfdjt werden. r Die jüdische» Kommunisten gegen die Sabbat«! ruhe. In der letzen Zet mach: sich eine starke Bewegung gege« bie Einhaltung des Sabbats als Ruhetag durch die Juden ick cholschewtlischcn Krisen gütend. Die jüoischen Kommuniste« m W i r e b \ f had?n baniit. den Anfang gemacht, indem fi^ erklärten, bie Einhaltung des Sabbat als Ruhetag störe die W i r t s ch rt f t § i lt.t c r, < sseu des Landes. Man will die Juden zwinge n. am Sabbat ihre Läden und Betriebe offen zu halten. In ähnlicher Weile wird auch in Minsk und H 0 m e l vorgegange.u. Das einzige Erfreuliche an dieser Kampagne rst der Umstand, daß die große Maste der jüdischen Arbrrtrr sehr energisch die sabbatstürmerischen Bestrebungen der jüdischen Konmlunlsten bekämpft. -s * Erhöhung des NuuchfangkehrertarifeS für Wie«: Auf Grund von Berhandluugen und der Zustimmung der be« telrgten Interessenten tritt eine Echöhung mt Ausmaße von rund 98°/« ein. Um jede Unklarheit zu vermeide«, wurden die derzeit geltenden Zuschläge zum Grnndlarrie, die im April und August dieleS Jahres zugelaffen wurden, nämlich von 110»/, und 42'ß aufgehoben und durch einen einzigen Zuschlag von 400*/« zum Grundtarif vom 2t- November 1920 ersetzt. Der neue Ranch-i sangkehrertarif gilt vom 1. November an. -s! * Urania.. Heute, V-3 Uhr (Großer Saal) SchÜleri Vortrag: Zur Erinuerung an den Geburtstag Schillers. Dre Raxe alpe. — b Uhr (Großer Saal' Der Kampf mit dem Ber^, Ir In Sturm und QM- — V»6 Uhr (Kleiner Saal) Uurv.-Pr of Dr. Emil Schwarz: Das chemische Uormerk im menschliche« OraanrSmus, — V,6 Uhr sKurssaal) RegierunaSrat Proseffor Eduard Sch»lz:'.Physital>sche Geologie. ^1. — Uhr (Klubg fftrtt) GesaugSPadagogi« Gisela Krückl: BEtümliche Borträck, über Grsangstechn-k. Vl. — V*8 Uhr (Großer Saal) Dr. Josef Bergaurr: Johann Lkestroh. — VrL.lihr (Kleiner. Saal) Hofral Prof.' Dr. Richard Pnbrani: Alchimistenträunlr im Lichte der neuesten Forschung., — - V,8 Uhr (Kurssaal) Dr. Otto Könin; MylbischeS m-Wal8 und-Gebrrgi, IV. — '/,8 Uhr lKlMaaü .Dr. Hans Maaet: Die'Weltanschgunng Dcstojewskis, V.

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