Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 994 (4.11.1921)
- Date
- 1921-11-04
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Teilt $ Wien. Freitag Wiener Morgeirzertung 4. November 192k Nr. 994' Tttetjutl? öffentlich gesungen wurden. Hierauf entwickelte wir Golinkin seine Pläne über ein o ß e a jüdi f ch e § Rativn <rl - Oper,ih <rus in Pa l ä st i na und über die Errichtung einer Gartenstadt für Kiinstter im Zusammenhang mit dem Opernhaus. Golinkin veranstaltete in Petersburg Dorsteltungen zugunsten seines Projekts und da tauchte die Frage aus, ob nicht der beliebte Schaljapin an einem dieser Dorstellungsabende die von mir bezcichneten jüdischen Lieder vortragen könnte. Schaljapin gehörte zu den intimsten. Freunden GolinkinS und erfüllte seine Bitte. Nie in meinem Leben vergesse ich jenen herrlichen Nbena und den auserlesenen Genuß, den Schaljapin, der Ehrist, mit dem Vartrage meiner kleinem jüdischen Lieder den Zuhörern bere-iete. Meine Augen füllten sich mit Tränen, ich weinte buchstäblich, mein Herz schlug höher und rascher und ich begann -ie Leiden meines Volkes zu empfinden. Aber noch immer wurzelte dieses Geiühl nicht tief genug in meinem Herzen. Wie Parsival mußte ich erst durch das Mitleid geläutert werden. Die Revolution verschlug mich nach Polen, uw ich zum ersten Male in meinem Leben nur eigenen Augen sah, was es bedeutet, Jude zu sein. Ich vergaß ganz, daß ich der Günstling der russischen Opernbesucher rvar, das; ich auf derselben Bühne mit Schaljapin, S m i r n o tv und S o b i n o w gesungen habe, ich vergaß meine Triumphe beim Jubilaumsst-fte des Konservatoriums: mein Auftreten in „Samson und Delila", das mir so viele Erfolge brachte, war meinen Augen und meinem Sinm entschwunden, ich war nichts als' Jude, einer von den gehaßten, verfolgten Wanderern dieser Erde. Damals reist.' in mir der Entschluß, an der Verwirklichung des Traumes Goliukins von. einein jüdi'chen Nationalkonservatorium, einer Oper und einer Künstlerstadt in Palästina mitzuarbeiten. Ju Warschau besuchte ich zum ersten Male das jüdische Theater, hörte den unvergleichlichen Suegow, die Orzewrkaja, die gegenwärtig gleichsalls in New-Vork sind, in ihrem jüdischen Repertoire. Hier, vertieste sich mein Gefühl für die Leiden meines Volkes, hier lernte ich. auch die Macht der Liebe des Juden für die Kunst, aber auch die große jüdische Kraft des Ausdrucks und des Gefühls kennen." Akimow schildert dann seine Triumphe in Polen und Frankreich und die vorzügliche Ausnahine, die er in der amerikanischen Presse anläßlich seines ersten Auftretens in der Carnegie Hall gesunden hat. Reue Wiener Bühne. ,.D a S Mädchen mit dem Gän 1 efnß" ist eine Rückenaktphvtographie, die ein Pariser Aktphotograph von einem badenden Mädchen erhaschte, welches rin Muttermal in Form eines Gänsefußes aus dem Rückm hat. Das Bild, macht in Paris Sensation und bewirkt. eine tolle Jagd, .nach dem Original, welches nach drei, mit allerhand nicht mehr neuen Spaffen und Gewagtheten angefüllten Akten endlichsmnig'minnig seinem von Jugend auf angcbeteten Baron-Cousin in die heiratswilügen Arme fällt. Gespielt wird das Ganze mit etwas forcierter Flottheit, in welcher Herr W-u r m s e r über das Dutzend hincmsiagt. Das RachtvorstellungspM-um des Theaters in der Waiagasse anurfirrte sich. Als Verfasser nennt sich ans dem Theaterzettel Iwan K o t s ch e r g i n, von Maurice H i r s ch m a n n ins Deutsche bearbeitet. Verdächtiger Fall! Entweder ist die Bearbeitung za gründlich 1 rutsch besorgt worden (es finden sich hie und da Spuren von Witz) oder — aber das geht die Literaturgeschichte an. Ist daher nicht wichtig. 5. 8. Freie Jüdische Volksbühne Gastspiel im Lustspieltheater 7-v.m ersten Mate YÄ VT W "KT TV V d. Schauspiel in 4 Akten (Uraufführung): A'Ur von g juachkewitsch , David Grossmann—Paul Saratow (Ben Zwi) Anfang 7 Uhr 4230 Ende nach V210 Uhr Aus de« Theatern. Im Burgtbeater gelangt morgen, Samstag, „D a s Glas Wasser" zur Aufführung. Anfang 7 Uhr. Im , Operntheater geht morgen, Samstag, »A i b a" in Szene. Marie Olszewska vom Stadttheater in Hamburg und Bera Schwarz von der Berliner Staats» oper wirken als Gäste mit. Anfang 7 Uhr. In der B o l k s o p e r gelangt heute, Freitag. „C av a 11 e r i a rtsticana" u»d »D e r B a j a z z o^ zur Ausführung. Beginn 7 Uhr. Im DentschenVolkStheater gelangt morgen (Samstag) Gustav Davis' dreiaktiges Lustspiel Jit b c r Barriere" in folgender Besetzung zur Urauffi!hr«ng - Fürst Graevenhorst — Herr Homma, Fürstin — Frau Steinsieck, Claude Collenge'- Frau Olly, Graf Witzck — Hier Schumann, Prinz Hogelang — Herr Dumecki, Graf Doob — Herr Kranes, Jonkheer van der Hoeve» Herr Wengraf, Lord Layton — Herr Ferstl, Dr. Heremans — Herr Kutschers, Dr. Blyne — Herr Alinngen, Marion Dupont — Frl. Walbow, Haushofmeister — Herr Bradh, Slecven, Diener — Herr Ziegler, Sptelle.ter: Tr Heinz Schulbaur. Im Wiener Stadttheater wird Sonntag den 6. d. M. das Volksstück „M e i n L e o p v 1V, mit Hansi Niese und Heinrich' E i s e n b a ch gegeben. Dirrgent Kapellmeister Dosial. An der N e u e n Wiener B ü h'n e findet Montag den 7. d. M.. Va7 Uhr abends, ein einmaliger großer »Jour bei Betty Kalmus* zugunsten des Ferialfonds statt. Reben Giiela Werbezuk m der Titelrolle haben für den zweiten Akt folgende Gäste ihr Erscheinen zugesaist: JoSma Selnn, Rastrh Benatzky, Professor Akfted Grünfeld, Ense summa und Heinrich Eiscnbach. In der Roland-Bühn e (I Ü di s ch e B ü h n e)!!., Praürstrase 25, gelangt hnrte A. Schörs Schwank in vier Bildern „A M o j d rn i l S e j ch 1", W Mrsi Pic 0 V «nd .ErstauMrrmL*' Shaws Antwort an die Kritiker von „Haus Herzenstod\ Shaws „Hans Herzenstod" geht gegenwärtig in London über die Bretter -und wird von der Kritik nicht gerade freundlich behandelt. So hat man getadelt, daß Shaw gar kein Wort in diesen: Drama für die Schnld Dencgp;lanos an dem Kriege gefunden habe. Ans solche Ausstellungen hin antwortete Shaw in seiner witzig-geistvollen Weise einem Kritiker in deil „Daily News",: „Ich will keine Einwendung erheben. — schreibt er — gegen die.Meinung Mister Bang h ans über mein Stück: Er ist schon genug gestraft. Ich fühle, daß ich ihn: sein Leben verdüstert habe, und ich kann nur versichern, daß ich solche Stücke schreiben Würde, wie er sie gern hat, wenn ich könnte; es ist nicht böser Wille, sondern nur -angeborene Unfähigkeit, die mich davon abhält. Aber er tj-nt An*? praktische Andeutung gc-macht, die ich zur Kenntnis nehmen muß. In den vergangenen Zeiten, als selbst der kleinste Schauspieler das hatte, was inan ein Benefiz nannte, ii'.'.anr er nämlich eine Handvoll Billetts an seine Freunde zu feGunsten verkaufen durste, da verstand man sich an diesem seinen Ehrenoabend auch dazu, daß -er seme winzige Rolle durch irgendeinen Zusatz etwas verecöß-rte. Er durfte also bei Vieser Gelegenheit — so meldet die. Sage — seine Rolle, die fisch 'auf die Worte „Mylord, der Wagen wartet" beschränkt,'etwa solgenoeemaßen ausschmücken: „Mylord, der Wagen wertet, und ich ergreife dabei die günstige Gelegenheit, .vi '.".-merken, daß der Mann, der seine Hand gegen eine Fr-?.'.: e"he'.'-e, unwürdig des Namens eines Briten ist." Ans dies? mit stolzen: Pathos gesprochenen Worte -hin siel die Kapelle mit einem Tusch .ein und der Held de7- Benc-s-zabends konnte ein Solo tanzen. Daun ging da- Stück in - der gewohnten Weise weiter. Wie ich Mister B-anghan verstehe, wünscht^ er^.daß Mister Brecn'örr-Witts in der Rolle des CaPtaiu Shotover saßen Wille: „Ihr Pater hat sich selbst gewaschen und ich ergreife dabei d'? günstige Gelege ich eit, zr: bemerken, daß har 'Krieg hervorgernsen wurde durch ,d-as natürliche, skrnveltose Verlangen Deutschlands^ nach Aus- ' dehü'.U'.g aus Kosten J'ch'vsicherer Völker und durch die Notwendigkeit, eine tüchtige Dividende zu erlängen für das große Kapital, das,dort und in Oesterreich in 'chr^ Rüstungsindustrie an.z-e.'egt war." Dann sollte die Nationalhymne gespielt werden. Ich muß bekennen, daß diese Andeutung, meinem Sinn für Humor außerordentlich gefallt. Ich glaube, daß damit ganz London ins Theater gezogen würde- und ich. werde sofort Mister Brember Mills bitten, diese Bemerkung aus Gefälligkeit gegen n:ich und Mister Baughau einzusügeu." ' ' Vortrag für Kinder. Vorteagsmeister Franz Brunner bätt Sonntag dm 6. d. M., Punkt 3 Uhr nachnnttapS. einen Vortrag für Kinder bei freicm Eintritt im Haale: Wien, V., Rkdigergaffe 4. Kunst «»d Krrltur der Gegenwart, lieber ..Jni' presfionismus" und Expresfion-smas" als dir bedeutendsten Gegensätze moderner Kunfibktätignng wird Univerfitntsprokeffvr Dr. Richard H a m a n (Marburg an der Labn, Preußen) am Mvntaa den 7. d. M.. Vz8 Nhr, im Kleinen Seale der Urania an der Hand von Lichtbildern sprechen. Die Landesregierung nnd die Komödie „Der HÄhnerhof". Die Landesregieritug als oberste Zenünbebörde hat nunmehr dem Josefstädter Theater die Anssübrung von Bern a r d s Komödie „Der H ü h n e r h o f" gestattet. Sehr bkmerkenswert ist die Begründung des Erlasses, mit welchem die Aufführung erlaubt wird. Sie lautet: I n einer so ernsten \) eit, wie die jetzige ist, in der der allzu große Unterschied zwischen dem mit den difickeudsten Nahrnngssorlen kämpfenden größeren Teil der Bevölkerung und einer sich zügellosen Vergnügunaen hingebenden Minderheit zu bedenklichen Stöiufgcn der offenllichen Ruhe uns Ordnung führen kann, m uß jeder Anlaßver mieden werden, diese Störuueen hervorznrufen. Wenn trotzdem ein Slück der Arü wie das vorliegende, zur Aufführung zugelasfen wird, so kann dies nur mit Rücksicht darauf geschehen, daß diese Art von Stücken im Josesstadtcr Theater schon seit viel« Jahre« aufgrführt wird und infolgedessen sozusagen ein S t a m m Publikum g e f n n d e n hat, sowie insbesondere deshalb, weil auch der B e t r i r t» dieses Theaters im I n t erc f f e eines größere» Kreises von Angestellten n o t w e n d i g ist. Gleichwohl mußten aber, nach Anhörung des liensurbriratrs, m r n d e st c n s alle jene Stelle» gestrichen »erden, welche allzu eindeutig find und daher sogar i m K r e i s e des Stammpublikumdes Josefstädter Theaters Widerspruch Hervorrufen Hilft n. Gerichtssaal. Der Begleiter des Exkaisers Karl auf seiner ersten Angarnreise. her erfolgte die Anforderung dcr Wiener Wohnung des GraftV Erdödh wcgcn dessen Ausländcreigenschaft. Die Polizeidirekttov Wien gab bekannt, daß Gras Erdödh wegen Beherbergung deü ExkaisirS als Ausländer abgeschafft wurde, daß ihm aber das Abschaffungserkenntnis nicht zugc,stellj werden konnte. Graf Erdö'dh sei nämlich mitseiner Gattin nach Steinamanger gefahren. W>e der Graf an gibt, habe er die Rückreise wegen Erkrankung seiner Frau nicht anlrcten können. Wie das Mietamt jedoch angibt, sei seine Rückreise deshalb nicht erfolgt, weil eine Bürgschaft f ü r b i c G.ewährung seiner körperlichen Sicherheit nicht geboten werden k o n n t e und er in: Falle seiner Rückreise Unannehmlichkeiten b:sürchtm mußte. Er habe vor seiner Abreise aus Wien seine Wohnung in der Landskrougaffe seinen Schwregeieltern, dem Hausbesorgerchrpaar A l b r e ch t, übergeben (Graf Erdödy hatte eine Tochter seines Hausbessigcrs geheiratet) und dies sei der eigeuthche Grund der Anfordernng, nacl^denr auch der Ansoiderungsgrund .der AuSländercigenschaft des Grasen fallengelaffen wurde, da dieser angegeben hatte, er sei nach dem Burgenland zuständig, somit Oester reicher. Die Uebergabe der Wohnung an seine Schw'.cgereltem stelle sich, wir aus einem Brief des Grafen ari . djesclb n hervorgelje. nur als e^n Manöver dar, um die Wohnung zu retten. Da die Wobmmg von Personen bewohnt werde, für deren Erhattung der Graf nicht verpflichtet sei, sei die Anfordermrg der Wossnüng '- gerechtfertigt. ' Der Beschwerdevrrtretrr Dr. F r a n z.l machte'geltend, der in Rede stehende Brief sei vom Oerichtshvf,^^ nicht'/zu ..berücksichtigen, weil er nur durch einen Akt der.Jyoyalität zu den Akten gelangt sei Den Teilhabern , der Wohnung, und das seren die Schwiegereltern mit ihren Kindern, komme derselbe Mieterschutz zu wie dem Wohmmgs'.nhabcr selbst, rede einzelne Person habe; XHitcicfkralter. Nebrigens besiehe tatsächlich eine Abmcntations- . Pflicht des Schwiegersohnes gegenüber den Schwiegereltern und sei Graf Erdödy aus diesem Grunde verpflichtet, seine Schwieger» ' cltern in seine Wohnung äufzunehmen. Jedenfalls aber besteht eine Alimentationspflicht der Tochter (der Gattin des Grafen) ( gegen ihre Elicrn^und sei dahcr auch sie berechtigt, ihre Eltern in d-e Wohnung aüfzimchwen. Der Vertreter des Mietamtes der. Stadt Wien, MagistlatSkonmliffäi Dr. G ü r l r ch, erwiderte, der Vertreter des Gräfes Errödy sei nicht legitimiert, im Jnterefie 7 der Schwiezereltern ausiutreten. Das Mietamt müsse daran fest- ... halten, daß die Wohnung tatsächlich vom Inhaber nicht bmiitztist nnd von ihm durch ein Manöver den Schwiegereltern über- . gebe» wurde, um die Wohnung zu retten und zu schützen. Der Verwaltungsgerichtshof w i e« dir Beschwerde al» u » b e g r ü « d e t » b. Sport. Schachsektiour der Hakoah. T u r n i e r u m d r e K l u b m e i st e.r, s ch a f t. Dn Btgin» dieses Turniers wurde von Freitag den 4. d. M. ans Montag den 7. d. M. verschoben. Punkt 7 Uhr »erden die , Ähren in Gang gesetzt. Hauptturnrer des Verbandes. In dieses . wichtigste diesjährige Wiener Turnier, in dem die stärksten Am«.- . teure Oesterreichs spielen, entsendet die Hakvah die Herren Adolf Gotrlieb und Akim Lewit. Simultanspiel d es Jungmeisters B u k o w r t f ch. DaS am Samstag den 3l. Oktober stattgefundene Simultanspiel endete für Jungmeister Bukowitsch mit einem sehr günstigen Resultat. Er gewann von 80 Spielen 19, lemrfierte 7 und verlor um 4 (Herzer, Ernst Wahle, Lehrer. Moses Groß). Die M i t g l i e d s z a h l 160 ü b e r s ch r r t t e n. Unsere vor kaum einem Jahr gegründete Sektion hat die 100. Mitgüedsanmeldung zu verzeichnm gehabt. Bei dem in Schachkreisen anhaltenden Interesse für Msere junge Sektion ist eine bedeutende Steigerung auch dieser Zahl mit Sicherheit z« erwarten. A u s s ch u ß s i tz u n g. Sonntag den 8. Novembtr, 10 Uhr vormittags, findet eine wichtige Ausschußsitzmrg statt. Erschnnen unbedingte Pflicht. Die Spiele mit Teplitz endgültig abgesagt. Der Teplrtzer Fußballklub hat seine für den 12. und 13. d. M. mit den Amateuren und der Hakoah vereinbarten Spiele abgesagt. Er motiviert sein Nichtkommrir mit der Mobilrfierung. Die Ausrede ist allerdings nur wenig stichhältig, da man den reichsdeutschen Spielern der Teplstzer — acht an der Zahl — die Ausreise kaum verweigert hätte, im übrigen aber auch tschechoslowakische Staatsbürger einen Paß erhalten können, was daraus zu ersehen ist, daß die Prager Slavia am 15, d. M. bestimmt in Wien gegen Amateure antreten wird. — Die Hak»ah trägt nunmehr am 13. d. M. ihr ursprünglich angesetztes Mcisterschaftsspiel gegen W. A. F. aus. Die Uebernachtnng Karls in der Wiener Wohnung de« Grafen Erdödy. Bor dem Verwaltungsgerichtshof unter Vorsitz des Präs:« detrten Dr. S ch u st e r fand gestern die Verhandlung über die Beschwerde des Grasen Thomas E x b 5 b h gegen die aus Anlaß der Rebernachtung des Exkaisers Karl in seiner Wohnung in der Landskongaffe in der Inneren Stadt gelegentlich seiner .OsteranSsluges" nach Ungarn erfolgte Anforderung dieser Wohnung statt. Die Anforderung war, - wie der Referent Srnatsprafidcnt Dr. T e z n e r dekanrttgab, ursprünglich' wegen. Benützung der Wohnung zu unerlaubten Zwecke», «ßmlich wegm Beherbergung des Exkaisers, obzwar dreier au-gewiesen war, erfolgt. Dieser Anforderungsgrund wurde spater vom Mietamt zurückgezogen (weil das Habsburger-Gesetz vom Nationalrat nicht angenommen wurde und demgemäß eine metlicheMjrMgg^für,Wen LMderMasgrM^feM), Nach.^ Schiedsrichter D. Griinbaum leitet das soimtiigi^ Meisterschaftsspiel Hakoah gegen Amateure. Als Limenrichter werden ihm zwei Schiedsrichter zur Seite stehen. Akademische Sektion d-S Sportklab-HaSmvnea. Heute Vollversammlung, 7Uhr Klubheim,SamstagMeisterschasts-- spiel gegen W. A. C.-Akademrler auf »em W. A. E.-Pl»tz. > DaS Wettspiel der Socfety of Frlends gege» «olkS- 9p*t Das Wettspiel der ^nglo-^msriean Loersty ok Fiionds «egen VolkSoper. das Samstag den 39. Okteder stattfinden sollte, wird Samstag den 5. d. M.. 8 Uhr machmittagS, am Gersthtsir Sportplatz «»«getragen werden. 1 Akademische Sportabteilung Judäa. SamStag, 3 Uhr nachmittags, Meisterschaftsspiel «egen Simmering. Folgende Herren müsse» pünkrlich am Platze s«n: Kanph, Mandl, Nkorsrnstern, Jellinek, Ullmann, Flesch, Katz, Lantner, Mahler, r^rfch. Fmk. Dr. Frucht. Ungar. Sprra. Das Sprrl findet am Reichs. bnnd-Platz, Neuwaldegg. 43er-Ll»,ie, statt. Treffpunkt SamS>ag V22 Uhr mr Heim. Sonntag, 10 Uhr vormttt„s, Generalvet-' samLlyM ivl Heim. ,lX» .MWtMaMpM.^8»,'