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Wiener Morgenzeitung · 1921-11-02 · Heft 992 (2.11.1921) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 992 (2.11.1921)
Date
1921-11-02
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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EKKr 4_ Wien Mittwoch Wiener M»r-ett-eit»nK hmrb?n, vollm>f zu decken, noch weniger tibtt die Kosten eines längeren Aufenthaltes in Wien zu bestrebten. Es ergab sich daher dre Notwendigkeit, ein eigenes Fürsorgekomitee zu gründen, welches für die. Aufbringung der erforderlichen Geldmittel zu sorgen hatte. Bisher fInnten für die Zwecke der «Fursorgetätigkeit durch Sammlungen mtb theranziehllilg bestehender Hilfsorganisationen zirka' Ä Millionen Kronen aufgebracht werden. Dle Fürsorgrtätigkeit deS Palästina-Amtes umfaßt die Zeit von der A 'kunft' der Wanderer bis zu ihrer Abr'ise nach Triest. Di' A kommenden werden am Bahnhöfe erwartet und sofort in das Asyl geführt, wo sie gebadet und desinfiziert werden. " . > Eine äußerst schwierige Sache war' d:^ Beschaffung geeigneter Unterkunftsräume. Leider waren die Mittel nicht so bald auszubringen und erst in dev Zeit des Abschlusses dieses Berichtes konnte ein Halls in der Nähe Wims für diesen Zweck angekauft werden. Die sanitäre Fürsorge wird von einem Ärzte, der ' von der zionistischen Aerztegruppe beigestellt wird, versehen.-- Dre ln Wien weilenden unbemittelten Wanderer w-rden vom Fürsorgekomitee auch mit Verpflegung versorgt, sei es. daß Verträge mit jüdischen Volksküchen 'auf Lief rung der Mahlzeiteil geschlossen oder gewisse fertige Nahrungsartikel den Palästina-Fahrern ausgefolgt wurden. Die Errichtung emer eigenen Küche hat bisher auf u ü'beimckndUche Schwierigkeiten gestoßen. ES ist jedoch zu erwarten,' daß in nächster Zeit zumindest eine Fahrküche wird eingerichtet werd-nr können. Die Ausgaben für Unterkunft, Desinfektion uüd Berpslegwrg machen mehr als die Hälfte des aufgebrachten.Betrages aus. Die Schwankungen der Geldwette, die die meisten Paiäftina-Wariderer mi brachten. führten dazu, daß dir Mistel oft nicht mehr hinreichten, die Kosten der Weiberfahrt und der Gopäcksbefövderung zu decken. Das Fürsorgekonnier musste daher Reisezuschüsse in Form von Darlehen ' gewahren. Mehr als ein Drittel der Einnahmen wurde für diesen Zweck ausgegeben, abgesehen von den Beträgen^ die vielL Palästina-Wanderer, besonders vom $omt Distribution Committee, auf die Intervention dÄ Palästina-Amtes erhalten haben. Mit notwendigen Kleidttngsstücken konnten zirka 2000 Personen beteilt werden. Was sich als unerläßlich erwiesen hat, ist, daß die Palästina-Wanderung nach einheitlichen.GesichtsMikten. und zwar bis in die einzelnen Details der praktischen Arbeit geleistet werden muß. Zu diesem Zweck müßte' eine Zentralstelle an einem hiezu geeigneten Orte errichtet werden, von wo« aus strikte Weisungen und rasche, präzise Information über alle mit der Wanderung nach Palästina.zusammenhängenden Fragen an die Palästina-Aemter ergehen könnten. Wenn noch der über alle in Betracht 'kommenden Länder ausgedehnte Apparat mit höchstem Verantwortungsgefühl seine Arbeiten erledige;: wird, warben alle Fehler ausbleiben, die sonst unvermeidlich sind. Redner gibt ein detailliertes Bild der Tätigkeit des Komitees, welches in der Berichtsperiobe 71,088 Portionen in den jüdischen Volksküchen verabreicht, in den Heimen zirka 2000 Palästina-Fahrer untergcbracht und an '420 Personen Reisezuschüsse im Betrage von 931.324 Kvouen gewährt hat. An Spenden wurden bis 30. September 4,115.794.46 Kronen eingebracht. Redner appelliert' an den Parteitag, der Fürsorge sein volles Augenmerk zuzuwenden. (Lebhafter Beifall.) Ueber die Keren-Aafeffod-Ardeit berichtet Sekretär Dr. H i r s ch I: Der vielveckvrechende An ang in der Keren.Hajesiod'Arbeit bat keine alrichwrrtige Fortsetzung in den folgen»«« Monaten gefunden. DaS Sekretariat des LandeskomitecS m t dir Führung der Kerrn-Hajessid-Agendeu berraut. leitete die Organisierung in Wnn ein. indem unter anderem in jedem Bezirke im Anschlüße an die Bezirks stktiorr eigene Keren-Hajefsod-Kommlsswlirn gebildet und diesen Sekretäre zur Seile gestellt wurden. Außerdem wurde eine große Keren-Hafetsod-Kommission gebildet, ein Zensoren- sowie ein Finanzkomitee. Der engere Arbeitsausschuß, an besten Cp.tze als Prästdeni des Keren Hajefsod sür Oesterreich Herr Oberrabbrner Dr. C h a j e S stand, hat die verschiedenartigsten Schritte unternommen, «m die Arbeit zu fördern. Wenngleich dre Undeutliche Fvrmulwung der Keren-Hajessod- Projek'e sowie die äußerst mangelhafte Unterstützung der londoner Zentrale mit Schuld trögt an dem geringen Erfolg, so mutz doch nackdrücklichst betont werden, daß den Haupttril der Schuld die jüdischen Massen Wiens tragen. Die erbe Aufgabe des im Mai neugeschaffencn Keren - Hajefsod - Sekretariatwar die vollständige Reorganisation des inneren Betriebe-. In Brrbindunz damit stand die Auflösung der Bezirks» sekretariatr, da rS sich bei der genügen Arbeitsleistung der Sektiour» nicht rentierte, eigene Sekretäre zu batte«' Das Präsidium und die Hauptkommiinon wurden ebenfalls einer Reorganisation uuterzosr«, und man beschloß, von nun ad sich lediglich mit der Durchführung von Einzelbesucheri zu befassen auf Grund einer Liste, die in jeder Sitzung vom Sekretariat vorzulegen ist. Diese Tätigkeit sollte natürlich nicht die aus gleicher Basis beruhende Arbeit der Bezirttkommilsianen auf* heben. Tatsächlich zeigten sich auch bald entsprechende Erfolge, die Zahl der Zeichnuugen stiez rm ersten Monat dieser Tätigkeit auf das Doppelte, m den folgenden Monaten au! daS Bier* b«> zirhuugsweüe Sechü'ache der Zeichnungen in den einzelnen vorangegangrnkn Wintermonaten. Leider hielt dicker ArbeitSck er bei dm meisten Mitgliedern der Haupt» und Nebeukommifnonen rucht lange an. Die P.ovinzarbeit wurde euergisch ausgenommen «itb sowohl in den größerrn Orte« Ni-ckcröstcrrrichS wie in G r a z. L i » z. Salzburg und Innsbruck Kerm'Haiestod'Propoganda belrieden. Im Eevlerndrr meteiuahm das Sekretariat in Wien w ederum dm Versuch die Kerru-Hajestod-Arbcit in den Sekt oue» usw. in Gang zu bringen, wobei auch »rue Wege sür dir Gewinnung der Zionisten Mens versucht werden, wie zum Verspiel Heranzlehuug der BethauSvirwue, HeimatS« und Dranchenverbände nttv., ohne jedoch auf die trüberen Mittel zu verzichten. Denn das r'ne muß unbrdmgt betont werden: Mögen immerhin neue Methode« d.m Keren Hajefsod rum Erfolge verhelfen, die Grundlage muß und wird doch immerhin die p e r s v n l i ch e Agitation l. leiben. Aus der in den letzten Wochen täglich steigenden Anzahl der Z.ichnungSerklärungk» und der Geldeingänge läßt sich erkennen, daß der Keren Hajestod endlich das zu werden verspricht, was er sein soll, der Opfer beilrag eines jiden Juden zum Auivau Palästinas. Redner gibt ein dcrailliertrs Bild der Keren-Hajessod- Beweguug und deren Resultate (Bessall.) bet teilrvei'e 'ehr lebhaften Debatte weist L e w a tt o n aur die Wichtigkeit einer Unttrstützang der ArÜeircrbank in Palästmä hm und regt eine Sammlung von Arbeitsgeräten für Palästina an. H » r » w i tz wün'cht daß das nächste Wintersemester aMchlreßlick drr Krren-Hajiffod-Urbe t zu wkdmen sei. Freud palermsiert gegen das Referat Dr. Schalst, fordert Einklang der NackonalfondSrrbeit mit der zivnMcheu Organisation und greift dir Gnrvpm wegen chrer Untätigkeit Ar den Keren Hajefsod an. Dr G c l b e r tr tt für eine Verständigungspolitik mit den A abrrn ein. Der Nationalfonds muß ein Institut aller Fraküo-'rn fem. In Wien fei ein günstiges Arbeitsfeld für die Jüdische N«tto»albib!iothck und für dre Sammlung »on Lrhrmcktel« in P.'lästina. Stricker erklärt, es sei nicht richtig, daß Sacken vorgebracht wirveri, die.nicht in dir Oeffenrlichkckt gehören. Dir Reichslci'ungssttzrmg des NationallondS habe e ne arge Entgleisung bedentet. Di« Konferenz des NalionalfondS in Karlslad habe diesen auf der Organisation der Sammler aufbauen wollen; der Kongreß hat d ese Frage dem Aktionskomitee überwiese«. Dal^r müssen wü bür unlere V-rtr»trr m den RanonalfondS wählen u»d die äußere» Funktionäre einladen, an dieser Komnnsslon teilzunehmcn. Nachdem Ingenieur F r e u n d l i ch sür die Anschauungen Jabotmstys ringetritm ist, bespricht Dr. W a l d m a n n die Fra»en der arabsschen Psluik und deS Verhäliriisses zu England. Grüner (Graz) will daS Verhältnis der „Wiener Morgenzeitung" zur Partck geklärt wissen. Wenn dos Blatt ein Pasteiorgan »st, so muß die Partei auch in finanzieller Hinsicht das Ihrige tu«. T o r c r tz,1 e r appelliert für wirkliche Tate» für den Keren Hajeffod statt unfruchtbarer Kritik. Nach euer Reihe von tatsächlichen Berichtigungen wird die Sitzung um */,1 Uhr nachts geschlossen. Inland. Die Horthy-vandtte» t* veller Tätigkeit. Gefecht mkt de» öste^cichischen Grenztruppen. —- Ein Lastaut» mit M»tchSMehrm««nrchäft verunglückt. — 8 Tete, 17 Verletzte. Wien, 1 November. Amtlich wird oerlautbart: Die B a n d e n t a 1 r g k e i t an der niederösterreichischen und steirischen Grenze hat in den letzten Tagen aufsallend z u g e n o m m e n. Es ist nichts davon zu merken, daß die Banden die Waffen niederlegen oder das Burgenland räumen würden. Heute nachts wurde unser Vorposten auf steirischem Boden südöstlich Frirdberg neuerlich von einer größeren magyarischen Bande angegriffen. Zur Unterstützung des Vorpostens wurde von Hartberg aus um 4 Uhr morgens eine Alpenjägerabteilung auf einem Lastkraftwagen entsendet. Auf der Straßensperre in Pinggau fuhr dieser infolge Ketteubruches an eine Telegraphenstange an und stürzte um, - wobei er die Insassen unter sich begrub. 9 Tote und 17 Schwer- und Leichtverletzte sind das Opfer dieses UufaLes. Die Verletzten wurden in das Krankenhaus nach Hartberg gebracht, die Toten nach Graz überführt. Zwei bewaffnete Magyaren einer Bandenpatrouille, die gestern nachmittags eine Brückenwache bei Bnrck an der Leitha angriff, sind im Abwehrfeuer gefallen. Ein Bandenmitglied wurde schwer verwundet, eines gefangengenommen. Ein Nnchtgefecht bei Ungerbkch. Wiener-Neustadt, 1. November. (Privat.) Heute nachts spielte sich auch bei Habich nächst Ungerbach ein Gefecht ab. Auch an dieser Stelle griffen die Ungarn unsere Stellungen an und es entspann sich ein längeres Gefecht, in welchem die Ungarn schließlich unterlagen. Sie verloren einen Toten und drei Verwundete, darunter einen Oberleutnant. Oesterreich muß mit den Banditen verhandeln. Wien, 1. November. Wie die „Politische Korrespondenz"' erführt, stehen die Verhandlungen wegen Freilassung der in Oberwarth in Gefangenschaft befindlichen 13 österreichischen Grenzzoll- und Gendarmeriebeamten unmittelbar vor dem Abschluß und es ist zu hoffen, daß deren Freilassung bereits in den nächsten Tagen erfolgt. Die Verhandlungen mußten mit der Bandenleitung geführt werden und es wird für die freizugebenden österreichischen Grenzzoll- und Gendarmeriebeamten die gleiche Zahl mvgyurischer Banditen freigegeben werden. „Rettet Wien!" Pari-. 1. Nevember. EReurnelleS de Constant veröffentlicht an leckender Stelle i» her „Ere Nouvelle" einen sehr warmen Ausruf, der mit de» Wvrun überschriebe» rsi: „ÜRtftet Wien!* Der Tod Oesterreich-, hußt ern dem Apikel, wäre nicht «ur der Tod eines VoÜrL das dr« Bmdeßlxd 2. November 1A2L Kr. 992 so vülrr Völker war und auch in Zukunft feftt?! önnü, sondern wäre der Tod gan; Europas. Ihr alle^ heißt es weiter, die ihr Liebe im Herzen traget, Europäer und Amerikaner, Männer und Frauen der ganzen Erde, ich appellier« an euer Gefühl. Ihr Vor'ämpfcr der Kultur, ihr alle, die ihr an: Werke seid, die Völker untereinander zu versöhne» und nicht zurulassen, daß sie haßerfüllt und mordlusiig eines gegen das andere losfahren, rettet Oesterreich vor dem Tode,, helft Oesterreich! Es gilt dar Interesse der Welt J Telegramme. Die russischen Vorkriegsschulden. Eine Note der Somzetregleruag. Lsudo«, 31. Oktober. (Wolff.) In der der b r i t i s ch c n Regierung überreichten Note der Ho w j e tregierung wird unter Bezußnahme darauf, daß die B r ü s s e l e r K o nereu z die Gewährung von Krediten zur Milderung der russischen HungerSuot von der Anerkennung der Schulden der vormaligen russischen Regierung abhängig gemacht hat, erklärt, dre Sowjetregierung j habe angesichts der verhungernden Massen Rußland« be-> schlossen, die zaristischr« Schulden vor. dem Jahre 1914 anzuerkennen, unter dem ausdrücklichen Vorbehalt, daß besondere Bedingungen und Erleichterungen gewährt würde», die die! Verwirklichung dieses Versprechens möglich macken. In der Rote heißt er weiter, absolute Bedingung iür diese Anerkeniutug sei, daß die Großmächte sich verpstichten, j e d e r A k t i o n, die die Sicherheit der Sowjetrepublik und der Republik des fernen Ostens bedroht, ein Ende zu bereiten. Die Sowjetregierung könne ihr Verspreche« nur erfüllen, wenn die Großmächte «it ihr eine« endgültige» Frieden adschlöffrn und weu» die Sowjetregierung vo» den anderen Mächte« anerkannt werde. Zu diesem Zwecke schlage die Sowjetregierung vor, schleunigst eine i n 1 r r » a t i o n a l e Konferenz einzuberufen, die sich mit dieser Frage befassen,' die Forderungen beider Staaten prüfe« und einen endgültigeu Fii-deirssertrag auSarbeite« soll. Nur eme Konferenz dieser Art sonne einen all gemeinen Frieden herbeiführm. Der diplomatische Berichterstatter deS »Dally Chronicle" weist darauf hin, daß die russischen BorkriegSschulden auf 700 bis 1104 Millwue« Pfund Sterling geschätzt worden sind, wahrend d'-e gesamte russische Staatsschuld am 1. Jäunrr 1917 aus 8358 Millionen Pfuud Sterling geschätzt wurde. Die r u sfische« Vorkriegsschulden, zu deren Bezahlung sich die Bolschewiken bereit erklären, betragen demnach nicht ein*, mal den dritten Test der russischen Gisamtverpflichtnngrn.! „Daily Chronicle" schreibt in einem Leitartikel, die von der Sowjetregierung vorgeschlsgene internationale Konferenz müsse! sobald als rrgend möglich.abgehalten werden.' Wenn diese Konferenz erfolgreich fei, 1» könne sie sich als Wende-i Punkt in der Beruhigung der Welt erweisen. Amerikas Bekingurrgen. Paris, i. November. (Funkspmch.) Der Sonderbericht» rrstattrr des ^Matm" in Washington meldet, daß die Bercinigteit Staaten folgende Vorbedingungen sür eventuelle Verhandlungen mit Rußland stellen werden: AufhLreu deS Schreckensregimes im Innern und der Propagandatätigkeit i« Ausland,' Schaffung einer normalen Regierungsform in Rußland, mit der ein Verhandeln möslich fei, und Sichrrheite» für das FortbestrhlU dieser RkgietuugSform. Ei« «euer Hnngergebtet i« Rußland. Morka«, 1. November. (Funkspruch.) Auch die Provinz Pensa mußte wegen Mißernte unter die Hungergebiete ausgenommen werden. Die Schulden an Amerika. Londo», 1. November. (Wolff.) Im Uuterhause teilte Sie Robert Harne mit, daß die britische Regienmg in UnterhandlMgen mit der amerikanischen Regierung über d:e Streichung der europäischen Kriegsschulden stehe. Zu den Pressemeldungen, die amerikanische Regierung habe beschlossen, daß auf der Washingtoner Konscrenr keinerlei wirtschaftliche Fragen zur Er» örterung kommen können, erklärte Sir Robert H o r n e, er wünscht ebenfalls hervorzuheben, daß Fragen dieser Art eher geeignet sind, Schwierigkeiten zu erzeuge«, als zu einer Lösung zu führen. Lloyd George über da» irische Problem. London,' 31. Oktober. (Reuter.) Lloyd George erklärte irr seiner Unterhausrede Über die irische Politik, es sei wesentlich' daß die Luge geklärt werde, damit die Regierung wisse. waS d:e Ansicht des Unterhauses in der irischen Frage sei. Das Untcihaus müsse entweder seinen Un'.erhändlern virtraueu oder sie dmch andere ersetzen. Er und ieine Kollegen wollen wissen, ob das Unterhaus wünsche, daß sie versuchen, den Frieden herbeizusühreu- Wenn das Unterhaus das nicht wolle, so gebe es einen Mann, der froh sein würde, ru seinem Souverän au gehe» und ihm zck sagen: Ich überreiche Ihnen hier du zwei Portefeuilles. Zu dem gegen die Negierung crhoben.'n Vorwurf, daß sie mit Leuten verhandle, die die Autorität der Regierung nicht anelkennen, fo ftaßc er, mit wem sie dann verhandeln solle. Wenn überhaupteine Konferenz stattsinde» solle, so müsse sie mit Leuten geführt werden, die für den Augenblick im Namen der Mehrheck des irilchm Volkes sprechen. Der einzige Punkt, den daS Unterhaus lntschride« müsse, sei der, ob man überhaupt eine Konferenz stattsiudm lassen solle. ES handle sich darum, ob das HauS der Regierung sagen werde : Gebt die Verhandlungen auf, unterdrücket zuerst den Aufstand ««dauserltgl dannJrland emeRegltr«mg,diedemParlamcnt gerecht erscheint! Soll die Koufereuz abgebrochen werden, fo würde die RegimW haß im «Mw» &

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