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Wiener Morgenzeitung · 1921-11-01 · Heft 991 (1.11.1921) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 991 (1.11.1921)
Date
1921-11-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Gelte 4 Wien Dlenstaff Wiener MsrsenzetttMH 1. November 192f tze schaffen tverden. Das erweiterte. Laudeskomites von 55 Mitgliedern ist em schtoerjälligeS Instrument. Der Part i> tag muß eine Leitung wählen, welche die Arbeit organisch auöbaut; dann wird er b Frucht:nd wirten.' .(B-'ifasl) Delegierter Lewa non (Generalredner pro): Wohl h t das Landeskomitee Fehler ge,nacht, aber die Kritik hat nur bic Fehler hervorgehoben. Gäbe es keinen gesundsn Zynismus in Oesterreich, so hätte man kein so imposantes jüdisches Schuliverk ausbanen, kein: so ausgezeichnete Chalnz"mfürsocge schaffen können. Das Lm.öeslomitre hat die Jrnpulsr für diese Arbeit gegeben. W nn wir das SchulwE ÄNer ausbanen, wird auch die, Frage der Gewinnung, der Jugend allmählich schwmden. Die politische Arbrri müß^ an erster Stelle stehen, so lange das Gros dÄ Mlkes sich rrrr Galuth befindet. Es ist nicht entsprechend, zu i fragen,' welcher Teil der Arbeit richtiger ist. Es kommt heute auf die Arb'it des einzelnen Zionisten an und auf die Direktiven,, welche, die Leitung gibt. Die Thesen, welche di« Arbeitsgemeinschaft vorlegt, sind nicht neu, sondern enthalten Beschlüsse früherer Parteitage. und des Landeskomitees. Der Kampf um. d'e Methoden re uziert sich also auf den Kampf gegen eine Person der LeitU'rg,».den Parteisekretär. Dessen wertvolle Arbeitskraft kann niemand bezweifeln. Man kann m verschiedenen Belangen vom Landeskomitee mehr Arbeit verlangen als bisher geleistet wurde, aber noch mehr mutz man von jedem einzelnen Zionisten verlangen. Heute kann der Zionismus nur verwirklicht werden durch die Arbeit jedes einzelnen, und da müsse;: eben die einzelnen Zionisten solche Energie anfweisen, daß das Landes- . fomitcc davon mitgerissen werde. Heut« hat jede Kritik beim Ich zu b:ginn«n. (Beifall.) . Parteisekretär Dr. Weiner,: Die'Abwägung der Betonung der einzelnen ArbeitSzweig: ist müßig.. Das Primäre ist die Organisation. Ohne Organisation hätte es in Oesterreich keinen Nattonalfonds, keinen Keren. Hcijessod und keinen Schulderem gegeben. Das erweitert« Landeskoinitee hat sich als Kontrollinstanz des grschüfrssuhvend«:- Ausschusses voll und ganz bewährt. Zu l bÄaüerir ist, daß verschwiegen wurd ^daß die Opposition der Arbritsg ureinschaft sich gegen mich persönlich rühttt. Dies ist wenig aufrchtig und wenig mutig. Neue Ideen hat di« Opposition sonst nicht gebracht. Ein solches Borgehen nimmt dem -e nzelneu, welcher über sein: Körperkrajt' hinaus dr:i Jahre läng gearbeitet hat, die seelische Arbeitskraft. (Beifall.) , Als Schlv.ßredner gelangt. Ad eordneter Strieker zum Wort und führt aus: Eß ist eine Phräse, wenn in einer Partei irzcnüet'k Arbeitszweig als Hauptsache bezeichnet wird und 5nan behauptet, wer diese besondere Arbeit nicht leiste, stifte Schaden. Die Arbeit für den Nationalfonds ist nicht mit eilt Jota mehr wert als jede andere zionistische Arbeit. Eine sachliche Organisation kann" nicht mit Phraftlr von der Art „Man muß Impulse geben" operieren. Was in Wien an jüdischer Arbeit geleistet wurde, wurde ' von Zionisten geleistet. Und wenn für das Schulwerk, einen wichtigen jüdischen Kulturfaktor, Zionisten so Ersprießliches geleistet haben, so muß gesagt werden, das hätte nicht geschehen können, wäre nicht eine moralische starke Organisation vothanden. Gäbe es die nicht, so hätte auch: di« Nationalsondsarbcit nicht geleistet werden können. Verraten Sie Ihre Organisation nicht und stellen Sie in der Kritik die Sache nicht so dar, als ob überhaupt nichts da wäre. DaS Landrskomitee hat sich bemüht, für die -„Morgenzeitung" einen palästinensischen Pressedienst zu schassen, und eS ist ihr bisher nicht gelungen. Die Gründe liegen, wie Dr. Tartakower selbst weiß. 'Ln -er Londoner Exekutiv« und barm, daß bisher keine geeignete Person für diesen Nachrichtendienst gesunden werden konnte. Wenn davon gesprochen wird, daß alle Fraktionen in die Partei hinein sollen, so möchte ich darauf erwidern, daß die allgemeine Lanbesorgänisation nicht das Asyl für alle jene Fraktionen ist, die ihre eigenen Organisationen haben, aber uns nicht erlauben, eine solche zu haben. Die Wiener Landesorganisattosi ist nn/ere Organisation, und nicht der Zionismus. Ich will selbst dm Antrag stellen. die künftige Leitung möge mit tarn anderen zionistischen Fraktionen in Verbindung treten. und ihnen Vorschlägen, für gemeinsame Ausgaben ei« a « mei n» sameS Komitee zu schaffen. Wenn man nnS vorwnft, daß wir Bourgeoispolitik machen, so erwidere ich: Wir sind eine Volkspartei «nd werden uns nicht w einer Bourgroisvertretung degradieren lasten, wenn rS jemend patzt- Interessant ist, daß uns ans einer Seite verboten wird, Bourgeois-Politik zu machen und daß auf der andeien Seire ein Delegierter meint, man müsse eine Politik mache«, die das G r o ß k a p r t a l gewinnt. Wir leisten unsere Arbeit rdter allen Juden. ES warben bereits die verschiedensten Versuche gemacht um verschiedene mchtzionistische Schichten zur jüdischen Arbeit herammithm. Das Resultat war ste's.daß die Z i o n l st e n olles aller« machen müssen. Die klaglose Durchführung der Kongrrßwchlen, Über welche mebriach hrer gesvrochm wurde, ist dadurch erschwert, daß das Prin'.ip. daß tue Zahlung der Scheel >ur Kongieswabl berechtigt, noch immer gehanddabt «uv. obwohl rS nicht zweckmäßig ist. Dafür aber ist die Leuung in London verantwortlich zu machen. Die Erregung übir die Art der Kongreßwadlm ist daher nicht berechtigt. Es ist merkwü drg. daß «an in der Arbeit-gemeinschaft der Ansicht zu sein scheint, von der Entfernung eimr Person hänge aÜeS Gute ober alle- U?bel für die Partei ab.DieseMemung ist irrig und es wäre angebracht, diese Form deS Kampfes nicht w*t allzu groien Mitteln zu betreiben. Die Kritik, die bisher geübt wurde, war wenig erspveßlrch. und wen« die Art der Kritik et«f dem Parteitage nicht- Neuedringt, so w-rd die nächste Leitung nicht bester ausfalle» könne», nlS die, gegen die sich die Kritik richtet. Ich erwarte» daß in der Sp^ialdcdatte dir Kritik P os itiveFormen anuchiuui wird. (Lebhafter Bertall.) . Delegierter Dr. Plaschke § unterbrellct im Namen des PrrmormiptvsrHnsseL folgenden Antrag: Nach Anhörung der heutigen Berichte beschließt der Parteitag, dem abtnt-ndcn Landeskomitee iür seine bisherige Arbert das A b s o l u t o r i u m zu erteilen und den D a n k auszusprechen. ( Delegierter Dr. W a l d m a n n erklärt, doß die Arbeitsgemeinschaft für dm Antrag des Pttu«u«Musschusses stimmen werde und dringt ruieu Zusatzautrag rin, wacher dem Abgeordneten S trickerdas Dnttauen arrsspricht. Da Abgrordnele^- Stricker daraus hlnwnsi, daß dieser Zulatzantrag eine Zuuöck- Fpung der andrem Mitglieder de- LavdeskomiteK bebrüten würde, wird über Antrag Dr. Georg W einer s über deu ZusatzaUtreg Aa>dwaun zur Tagesorduung über' gerannen. Dir Antra« de- Perwanm-ai-schnsseS wird c i nstimmig angenommen. Schluß ler SitzlW V-U lHr abend?. Taseschericht. Ein jüdisches Opfer »er Schlacht »ei Badaörs. Aus BuixtsEst wird uns berichtet: Samstag vormittags fand, wie gemeldet, die Trauvrfei-vr der zehn Opfer der sogewanuten .Schlacht bei Budaörs, durch .welche der Einzug Karls in Budapest verhindert würde, statt. Unter den zehn Gefallenen befindet sich auch der jüdische HochschüAr Emmerich Kraufz. Die zehn- Särge wurden in der großen Vorhalle des Nationalmuseums ausgestellt. .Hier wurde auch die offizielks Trauerfeier in Gegenwart des Reichsverlvesers Horthy und anderer Persönlichkeiten abgetzalten. sämtliche, vier Konfessionen waren'vertreten, - Zunächst sprach Feldbischvf Stephan Zadravec, nach ihm der reformierte Bischof Ladislaus Ravüsz, hiernach der evangelische Bischof. Alexander Ra ffay, welche nach der kirchlichen Zeremonie die patriotische Opserbere'itschaft der Gefallenen priesen. Dem jüdischen Opfer des Karlistenp'utsches hielt der Präsident der Budapester Neologengemeinde, Hofrat Franz Szekely, den Nachruf, der mit den Worten schloß: „Auch wir Juden haben Zeugnis abgelegt von unserer Vaterlandsliebe, und wir alle sind bereit und entschlossen, jederzeit unsere patriotische Pflicht zu erfüllen." Das Leichenbegängnis Emmerich Krausz' fand am Sonntag statt. Die Gastwirte gegen die Erhöhungder GetrLnkestener. soRück-vng »e« BleMousnntS. — Drehentze ElnstdÜnng »ee »astwirtsedastlichn« Kstchen. — Ein Ltter Wein X 400. Ter ReichSvkrbdNd der Gestwirte, der NiederöSerreichische Landesverband u»d dn Genossenschaft der Gastwirt« habe» de« Beschluß geiaßt, ein« gmreinfame Akirön gegen die v»m Fmamausschuß be«tttragte 1vv*/»ige Erhöhung der Getrn»kest«uer rmzulote«. Die Borstedn»g der Gastwirttgmoffenschaft berechnet, daß ' der Preis eine- Halde« Liter BirrS erst vor karre» von A 17 auf K 54 gefiiegm und daß er nunmehr «ach den Anträgen des FmanzauSschusteö sich auf K 6s erhöhen würde. Schon bei dem Preise von K 84 sei nachweisbar ein 60b:S 50°/Otoer Mckgang des Konsums ru koostatiertn. Da es ein alter Ertichruvd-satz sei, daß die Küche vom Ausschank erhalten wird, so stehen die Gastwnte vor der Eventualität, den Küchenbrtrieb aufzulaffr«. Beim Liter Wein, der jetzt mit einer Steuer von & 8 belegt ist, würde eine Sn«g«run, auf K 40 eintreten. Dir Zollgebühr beträgt derzeit L 68, würde in Käeg» auf A 148 erhöht wnde». Diese Zollgebühr schlagen die niederöterreichischen Wnnbaner» zn dem DerkufSpreis!nn»u, so daß also, wenn der Antrag des Fid anzim-schussr- Gesetzeskraft et hüllen sollte, dl« EestehungS. kosten für einen Lilw Wein L <00 betragen würden. Gastwitte und-Weinhändlrr erkarcn übrreinst'.mmend, daß st« derzeit den Wein unter den GestrhMgSkosten abgede«. Eine Anklage gegen die Agnda» Iisroel. Am 27 Oktober hab:n wir eine Zuschrift eines «nS bekannten E-nse.iders veröffentlicht, welche die Art betraf, mit welchem die Wiener „AgudaS Jrsroel" einen Kindertransport in die Slowakei unternommen hatte. Die „Agudas Jisvoel" -beeilt sich, der in unserer Veröffentlichung ausgesprochenen Erwartung einer Klarstellung zu entsprechen. Sie tut das mit jjMIfe des allezeit geduldigen § IS des PreßgesetzeS, was an sich unnötig gewesen wäre, da wir der Pflicht der Loyalität auch ohne dieses Zwangsmittel Genüge getan hätten. Die „Soziale Fürsorge der Agudas Jsroel" (unterfertigt ist ein Herr Alfred Stroh) schreibt uns: „1. Es ist unwahr, daß zwölf Knaben unversorgt in Neuhäusel zurückblieben. Wahr ist, daß nur fünf Knaben infolge des Umstandes, daß in einem zu ihrem Aufewtlhalt bestimmten Orte plötzlich austtetende Infektionskrankheiten gemeldet wurden, brm Tage lang in Neuhätisel alS Zwifchenstation verblieben, bis ihnen in Prehburg Plätze eingeräumt werben konnten. 2. Unwahr ist die Behauptung, daß der in Rede stehende §kuabe ohne Aussicht, Verpflegung und Wohnung in Preßburg blieb und von einem unbekannten Herrn schließlich R.isefpefen geschentt' bekornmen habe,» wahr ist hingegen, daß dieser Knabe, der an dem gewiß bedauerlichen, wenn auch maßlos übertrieben bargestellteu Umstand, Nicht entsprechend untergebracht werden zu könueü, selbst Schuld ttägt. von einem Mitglied d«-dortigen Aguda nach Wim gebracht nmrde. , i 3. Es ist unwahr, daß „das gleiche Schicksal cm'<$ seine anderen Genossen erreichte". Wahr ist/ baß alle anderes Kinder, die sich entsprechend betragen haben, durchwegs bestens erholt und. mit einigen Kilogramm Mehrgewicht; wie auch reichlich beschenkt, unter der Leitung unseres Personales ordnungsgemäß zurückgekehrt sind."- j Wir nehmen also zur Kenntnis, daß nicht zwölf Kinder, , sondern „nur" fünf Knaben, nicht fünf,, sondern „uut'f den Tege lang in der Zwischenstation Neuhäusel v:rbliebÄr. Wie sie dort unttrgebracht und behandeltwurden,. darüber sagt diese „Soziale Fürsorge" gar nichts.- Ebenso schweigt sie sich darüber aus, wie ■. es. dem Knaben, der an feinen Nichtunterbringung angeblich selbst Schuld hrsigt — wie da^ möglich ist, können wir uns nicht erklären — in der Zeit: , seiner Obdachlosigkeit ergangen ist, denn - die Behauptung „unwahr ist" niacht sich die Sache doch.-zu leicht Ebens-oist der Hinweis auf alle anderen Kinder, „die sich entsprechend ' betragen haben", etwas zu kautschnkartig gefaßt. Wie lange war der Kirabe in Pr-eßburg? Was ist das „entsprechendes Be^- . tragen" und was ist mit den Kindern, geschehen, die sich, nach Ansicht der Aznd« nicht entsprechend betragen haberi? Wir und unsere Leser findein, daß man mit dem § 19 doch nicht alles aus der Welt schaffen kann. Versuchte Fälschung amerikanischer ZmanzigdoLarnoteu. ’ - D.e Wiener PolizcibchSrde hat in den letzten Tagen eine Fä'scherwerkstätie au-gehrben, die mit den besten Behelfen ans» gestatwt war und «ach einem groß»üglgen Platt« falsche amerkanische Zwanzigdollarnoten 'mit dem Bilde des Präsidenten C l r v e l a n d hätte Herstellen sollend Die Dolbereitun-e« wa-.en sehr weit gediehen. Die Angelegenheit sicht i« losem Zusammenhang mit einer ähnlichen Angelegenheit, die sich in Bndapest zirgrtrazm hat. Zu Beginn des vorigen Monats wurde nämlich dort in! der Wohnung des Kaufmannes Johann E l e k eine Bande ver»! haftet, die' falsche 2v-Dollar-Noten bereits hergestellt hatte, aber aufgehoben wurde, che sie sie in den Verkehr bringen konntet Schon damals hieß es, daß die Bande Mttlchuldige in Wim habe und die Nachsorschungm wurden auch in dieser Richtung gepflogen. Nnn gelanjste am 22. v. M. daS SicherhcitSbnreltü mr Kenntnis, daß «in Mann, der sich für einen Jngenitur-- Chemiker ausgab, -dm Plan gefaßt habe, S0-D»lla-Nrotrn z« fälschen. In Begleitung dieses Ingenieur-Chemikers sollte ein Weiner Mann sein, der die Rolle eines Vermittlers spielte.! Die Nachforschungen hatten einen vollen Erfolg. Sie brachten in Erfahrung, daß im Hause II., Weintraubengaffe 30, bereits ein Lokal ausgenommen worden sei und daß sich dort wahrscheinlich auch die große Presse befinde. Sie brachten weiters in Erfahrung, daß das Lokal - in der Buchbinderei der Brüder Langer aufsenowwen sei, die glelchsalls in der Plan eingeweiht feien und daß es durch.Avisoposten außerordentlich gut bewacht werde. Am eine vorzeitige Entdeckung jm vnhütm, mußte Lbena'cherrd eingrschritten werden nnd am. 28. Oktober um 4 Uhr nachmcktagS gingen sieben Kriminalbeamte in kleinen Parßen und von verschiedenen Seiten überraschend gegen die Fälschelwerkstatte vor. In dem an den Buchbindelladen angrenzenden Hinterraum wmdrn bei eincr außerordentlich große» Bervulfiltigungsprrsie vier Personm angetrosim und vet Haft et.' Es sind die drei Bruder Langer, durchwegs Buchbindermeisier, und zwar Hermann. 23 Jahre alt nnd Moriz. 21 Jahre alt, beide ll., Nordbahnstraße 44 wohdhast,- die das Geschäft in dem Haus« betrieben, und Max, 28 Jahre alt, der! eine Buchbinderei in der Mariahilferfiraße 207 hat, sowie der 28siihrige Goldig, XX., Dresdnerstraße 114. Was in diesem Raume gefunden wurde, ließ keinen Zweifel w, daß man in der Fälichrrwerkstätte sei und machte auch jede Ausflucht hinfällig. In verschiedenen Verstecken wurden die Negative einer 20-Dollar-Note, die Dutposttive, andere Negative, eme Dose Farbe, zwei Walzen und verschiedene Chemikalien und andere Utensilien gesunden. Fertizr Note« fanden sich nicht vor. Die Falscher und ihre Behelfe wurde« in daß SichecheitSbureau gebracht und es zeigte sich bei der näheren Untersuchung, daß die photographischen Aufnahmen des Notenbilde-, die Uebertragung auf das Negativ und die Aetzung auf den Giern so vorzüglich gelungen waren, daß auch die Falsifikate kaum »« unterscheiden gewesen waren. Mit der Derhastüng der vier Personen war jedoch das Fälscherneft it o ch nicht ganz ansgehoben, denn eS wurde ermittelt, daß die vier verhaftrten Mitglieder der Bande am 28. d. M. nm 6 Uhr abends ein Stelldichein mit vier anderen Mitgliedern der Bande hatten. Cs galt, zu verhüte», daß diese vier von der Verhaftung ihrer Komplizen Kenntnis erhielten. Sie wurden ur der Heimstraße bei ihrem Erscheinen verhaftet. SDc? eine wies eine« auf den Namen Stephan N ä c z loutendni tschechischen Paß vor. wurde aber als dek2öjähritze unterstandslose Bankbeam'e Stephan Komarik erkannt, der auch als Verbindungsglied »wische» - tot Wiener und Budapester Fälschern gedient haben dürfte. Die wnteren Berhastrteu sind der 25jährige Handelsagent Alexander F r i e d m a n n, Linzrrstraße, 2?2, der öl jährige Handelsagent David Fisch er, IX., D'Orsahgasse 7, und ei« alter Bekannter der Kriminalbehörde, der 88jährige angebliche Kaufmann Avradam G r o ß, ll., Odeougaffe 7, der schon zweimal wegen Berdachttt der Banknoteufälschung in Untersuchung gestände« war. Auch diese vier Verhafteten wurden in das Sicherheitsburra» gebrachte ^_ r Gehobene Goldschätze. London, 31. Oktober. (Funkspruch.) Das Ber.-.ungSsch>ft der Admiralität ist von den B e r g u n g s a r b e i t c » Ict dem versenkten HilfSkrmet ^Lanrentiezurttckgekehrt. Eö wurdkn bisher Goldbarren im Werte von 6 bis 6 Millionen geborgen. Baven nu Werte von Über 2 Millionen befinde» sich noch'an! Bord. 2 s BcrguvgSwerk wird im nächsten Jahre fottgesetzt! werden. Regenmantel imLLLMU Schiffmann aSs’M

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