Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 981 (22.10.1921)
- Date
- 1921-10-22
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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«Httfe 4 Wiener Wien, Samstag lnftnngszen^en umqefallcn seien, worauf Dr. Serler erwidert: Ick, kann nur saqen, das; alle Beamten nur das protokolliert haben. rvas die Zeugen wirklich ausg sagt haben. — Hof rat Barrasch bemerkt: Merfchiiisty behauptet, daß 2ic ihm die Aussage direkt erpresst haben! worauf Seiler erwidert: Ganz ausgeschlossen, ich habe keinerlei Zivaug arrö° geiit't und den Merschiufkn nur tveaen Kviluswusa-.'fLhr 24 Stunden zurückbehalten! Er grbt noch an, daß s-:ir dem Jahre. 1921 vom Kriegöwuchrramt 26 Beschlagnahmen i'on Rauchsvrten und 400 bis 500 sonstige Amtshandlungen gegen Tabakschleichhändler eingeleitet wurderi, daß jedoch die meisren Beschlagnahmen auf Weisung der Tabakregie aufgehoben tverdeu mußten. Gegen die vom Staatsanwalt beantragte Verlesung der Relationen des Lazansky wird von Dr. Pretzbur ger Einwendung erhoben, der Gerichtshof beschließt, die; Verhandlung auf morgen zu vertagen, und wird dann den Beschluß itbcr diesen Antrag verkünden. Sport. Hasmonea. Der junge zionistische Bei ein, der in seiner Spielgruppe (l^. Klasse Süd oft) zu den spielstarksten Klubs zählt, bat sich in lu-.zer Zeit zu ei»« ansehnlichen Spielstarke emporgesLwuuzrn. Durchdrungen von der Lieb: und Begeistern«« für die jüdische i^ache, sammelte» einige junge Juden die iporteiftige Jugend unter dem nationalen Banner. Die Absicht der Grmrder war es, an;t. körperlichen Ertüchtigung d« jüdischen Iuzenv zu arbeite», s. h. rn erster Linie Massensport zu treiben. Und dies ihnen in einer erstaunlich kurzen Zeit vollauf ^elauxen. Hasmouea zählt heute über 500 Mitglieder, erne Zahl, die von ke°vem anderen vrerillassigr» Berein auch nur annähernd «reicht wird. Dem sportlichen Interesse der zahlrcichm Mitglieder tragen die verschiedenen Sektionen entsprechend Rechnung. An erster Stelle sei die Fusballsektton genannt, deren Er? fo'.g« tm abgelaufeuen Meisterschaslsjahr zu den größten Hoffnungen für die kommende Saison berechtigen. Die erste Mannschaft, die sich drrrchwegs arrZ blutjungen Bursche« rekrutiert, ob" liegt einem rationellen Training und erlitt in der Herbstsaison bisher nur eine Niederlage. Nebst der Fußballscktion besitzt der Verein noch eine Ring-, Leichtathletik- und Schwimmseltios, die sich' ebenfalls großer Popularität «freue». Ab« die Tätigkeit der HaSmouea ist nicht v«r nach ihren sportliche» Leistungen zu werten. Um den geselligen Verkehr der Mitglieder untereinander zn fördern und aufrecht» zunhalteu, wurde eine Gesellig!ritssektion gegründet, die durch verschieden Uuterhaltungsabrude «nd sonstige Veranstaltungen obigen Zweck verfolgt. Diese Sektion hat ihren Sitz derzeit un Eaf6 Orient und veranstaltet daselbst am 13. d. M. ihren ersten Abend. , Um auch der jüdische« Jrckellige»; Gelegenheit zur körperlichen Ausbildung zu gebe», wurde eine akademische Mannschaft gegründet, die sich an der Hochichulumsterschait beledigen wird. Die t» fa fuv4*r trotz bc* mannigfaltigen Echwierigkeiteu vollbrachten Leistungen berechu'ge» jedenfalls zu der Annahme. daß Hasmonea anch «eiterhi« zur Fördnung des jüdi' scheu Sports beitrage» wird. * Heut« BW Vr4 Uhr tragt Hasmonea «n Wettspiel gegen den erstklasfige« Sportklub Wacker, aus der mit ei»« kombinierteu Mannschaft autritt. Hasmonea unterlag gegen Admira l 0:4 und gegen Hakoah l 2 : ö, es ist zu hoffen, daß die jüdische Mannschaft auch diesmal ehrenvoll abfchneidrn wird. Das Spiel rindet auf dem neuen Waöer-Platz statt '(Linie L, 67, 57). Vorher spielen dir SchArrmanuschaftea brrd« Bneine. E. F. Internationale» «medspiel. Die Bneine Rapid und Amateure haben am nächsten Ssnntaa« uud Dienstag de« Ararr- D. rr. C. vud Uuiou Zizkow in Hütteldorf zu Gaste. Die Lp e. lululung ist folgende: SamStag Zükow—Amateure, T. F. C.—Rapid, DieuSlag: Zizkow-Rapid, D. F. C.— Äm.t nie. Die akademische Deuiorcnmaanfchaft der Hakoah trainiert beute ab Vr3 Uhr »achmitkags auf dem alten Hakoah- Blatz n Floridsdorf. Der Vorverkauf zum Spiele Hakoah-Sportklub wird im Cafe Atlashof heute um 6 Uhr abends geschlossen. Hakoah (Hockeysektion). Heute, Samstag. 4 Uhr nachmittags. Lehrer-Platz, llk. Mannschaft komb. gegen Lehrer Hl: Mar: B. Wun«. Stein« H; 9. Reumaun, Grünfeld, Wald; M. Nevwaun. H. Klimt, E. Md S. Lebenschuß, Steiner lll; Ersatz: Blaustein I und II, Diamant. — Sountag, 8 Uhr früh, Meisterscha'tsspiel gegen Füulhaus am Lehrer-Platz: Blitz; Koch, Weil; H. Neumoun. Weinwunn, Rassig I; Naschitz, Ährfeld, Nossig H, Kurzmaun, Rosenseld. Ha;air. Heute Wettsviel der II. und HI. M a u « f ch a f 1 gegen Stadlauer Sporiklnb. — Heute. 7 Uhr abends, Vollversammlung im neue« Klnbheim, II., Pratrrstraße 66 iC a f 6 Orient). Anschließend Unterhaltung s abendGästewrllkommen! — Sonntag, V,ll Uhr vormittags, Meisterschaftsspiel gegen Feuerwehr auf dem Krreauer-Platz (Endstation A und ^k-Wagen). S. L. Artaria II. Heute, 7«7 Uhr abends, Spieler»«- 'ammlung der i. und U. Mannschaft. Nachher Ausschußsitznng im Cci'^ Lttb'ug-Hoi, I.. Wipplingerstraße 6. Menorah. Wenspül der I. Mannschaft gegen Baden« A C. in Baden. Abfahrt um 11 Uhr vom Südbahnhof. I. T E. Heute, '/,7 Uhr, Spielerversammlung und Man. chaftsairfslellung im KonzertcafS Rudolfsheim, XIV., Reindor^aße 17. Nachher gesellige Unterhaltung. — Morgen Wettwitt mit zwei Mannschaften gegen Nicholson. I. Mannschaft um V-U, II* Mannschaft um lk9 Uhr. Nur anwesende Spieler werden ar.fgestell?. Zuschriften von «u» an an JouaS Siegfried, XtV.. Flachgaße 11. Hechawer. Heute wichtige Spieler- »nd Mitgliednvollversammlunp. Sonntag Meisterschaft ^egeu Arhen, V,11 Uhr, Jedlersdorf« Platz Reserve '/»8 Ubr. Der düswiicheutüche Bnnte Lbend entfällt. 1^.' Ari. Heute MonatSvecknmmlnng und Mm'n'chastS- Mstellunsi Htr die uwrgioen Wettft'ele im unserem Klnvbeim, Cass Jndustriepalast. Dolmn'kanerbastei 24. Vorher, 6 Uhr. Ausschusrstdima. Morgen Meisterschaftsspiel geoen Fortuna. Die II. und III. Mann»ck>aft spielt gegen Vorwärts XXI oui dessen Platz (7,10 und 11 Ubr.) Akademische GpBrLab!e!lu«ft A«d«e«4 Ans Grund gegrnftiiip« Abmachung wrnde daS heutige, Müßerschaftsspirl gegen Hasmonea auf einen späteren Zeitpunkt verlegt. Lheruht. .finit*, 3 Uhr nachmittags. Trainina aller Mann« schoten auf dcm Athen-Platze. 7,6 Uhr Ausschußlitzung. S:roetkk«b Var Kochba. DamStag, 7 Uh''. Svielerdrisammluna im Kinbheim. Sonntag Meisterschaft g?i?en Brigittenau« Spo«v«einignng »m 10 Uhr vormittags in Aspern. Börh«. 7-9 Uhr. Wettsp-el der Neierve pegen A'peru-Senioren. Näheres im Kludhüm. I. A. C. SamStag, 8 Uhr abends. Spielerbersammlnng Cafe Baldiadvs. Svnntaa, 3 Uhr. Meisterschaft gegen Spottklub Unität am Transval-Platz auf der Schmelz beim Ottakringer Sportklub-Platz. 46er-. 49er- und I' er-Waqen. Abends 7-8 Ubr Künstlelrummel im Cafe Hindenburg, IX., Alserstratze 19, Ecke Gürtel. IinniHiiiHiHiiiiiiiiiiiiiii iiiiiii i nuiiiniii in hihii i,m wiiwiwii i imiinniiMiii' iimiinMiininwr BAFK- UND WECHSLERGESCHAFT 8. ADVOKAT L 6L Wien, I,, Franz Jo39ts!!3i 65 (Ecke SctiDttenringl Kulanteste Dnrcbfühmng s&mtl. Banku. Börsetransaktionen, g Der Volkswirt. GesternpelLe Krs«e « —.22 Centimes. Auszahlung Wien --- — 30 Centimes. In Rurich notierte: die österreichisch; Krone.—.30 - .31 am SO. Oktober) die österr. gestnnveltk Krone' . . —?2 .23 rm 20 Oftober' öit tschechische Shore ...... 5.7.) 5.75 am 20 Oktober die Mark ... 3 45 3 40 am 20 Oklob«! ügram .. 190 1 90 im 20 Oktober) Bukarest. 4.15 4.— m 20 Oktober' Budapest.. —.77 —.70 am 20. Oktober) Wtzrschav.— 13 -.12 am 20 Oktob«) Rene Valntenhauffe. Im gestrigen Verkehr «achte sich wieder große Nachfrage »ach den fremden Valuten geltend, wozu die Aenßerungen des französischen Ministerpräsidenten und die wesentlichen Steigerungen der Westdevisen in Zürich vielfach beigetragen haben. An d?r Spitze der Bewegung standen abermals Dollarnoten, ferner erzielten englische Psund und Leinoten kräftige Aufwärtsbewegungen. Auch M a r k n o t e n waren gefragt und vielfach höher. Nachstehend die offiziellen Schlußkurse: Amsterdam 112.150.— Geld. 112.250.— Ware (gegen 19. Oft. 102.95Y - Geld. 108.050 - Ware).Agram 1168.-, 1173.-(1058.-, 1062.-), Belgrad 4670.-, 4690.- (421.) —, 4250.—) Berlin 2197.—, 2208.— (1747.-, 1753.-1, Brülle! 23 980.—, 24.020.- 21.430-. 21.470.—). Budaoest 468.60. 471.50 (418.60, 416.50), B«karest2445 -.2455 - (2195.-, 2205.-), Christiania48.475.—, 43.525. — (37.875.—, 37.925.-) Korenhagev 61.975.—, 62.025.— (67.675.-, 57 725.-), «onöan 18.000 -, 13.020.— (11.790.-, 11.810.-), Marland und Triest 12.990 18.010.- (11.715.—. II. 735.-), Renr-Uork 3333.-, 3337.- (3018.-, 3022.-). Pari« 24.380.-, 24.420.-(21.905.-. 21.915 -1. Prag 3472.-, 3478.— (3147.-, 3153.-). Sofia 2045.- 2055.- (1845.—, 1855.-), Stockholm 75470 75,530 (67.970.-, 68.030.-), Warscha» «nd Ärafan- 68.50, 70.50 (63.75, 65.75), Zürilh 60475.-, 60.525. - (55 775.-, 55.825.-), Madrid (30.060-, 30.140.-), Dollarnoten 3298.—. 3302.— (2988.—. 8987.—), Belgische Nöten 23.880.— 23.920.- 21.230 - 21.270.-), Bulgarische Noten 2020.—. 2030.— >1845.—, 1855.—), Dänische Note« $1.475.-, 61.525- -57.175.-. 57.225.—), dentsche Marknoten 22(2.-, 2208.— (1757.-, 1763.-), englische Not« 12.985 12.985.- (11.690.-, 11-710.-), franz. Noten 24.280.-, 24,320,— (21.805.-, 21.845.-), holländische Roten 111-650.-, III. 750.- (102.750.-, 102.850.-), italienische Note« 12.740.-, 12.760.— (11.515.— 11.535.—). »mchgestempette AkgoslawischkNot« 4650.—, 4670.- "4170.—, 4190.-). norwegische Note« 43.025.-, 48.075.- (37.175.-. 37-225.-), polnische Marknoten 73- -. 75.- (69.-, 71.—), Rumänische Roten 2445.-, 2455.- (2195.-, 2205.—V Russische (Rom? (—, —.—), Schwedische Roten 75.170.-, 75.280.- (67.470.-. «7.530.-), Schwerer Roten $0.175.—.60 225.— (55.625.—, 55 675.—), tschechoslowakische Noten 3447.—, 3453.— (8122.—, 3128.—), ungarische Note« nrn« Gmisston 478.50, 481.50 ), Spanische Rot« —, —.—). Ser «eue Fi«anzpla« «nd die Ka«f- , - «annschaft. Im großen Ftstsaale der Handelskammn fand gestern eine von der ReichSorganisation d« Kausleute Oesterreichs einbernfene, massenhaft besuchte Versammlung statt, vm zu« Finanzplan des Finanzministers Dr. Gürtler Stellung z« nehmen. Der Vorsitzende Handelskammerrat Ratz eröffnete die Versammlung mit ein« Ansprache, in welch« er darauf verwies, daß bisher noch jeder Steuer- und Finanzprogramm besonders schw«e Lasten für den KanfmgnnSstand enthielt, »vch in de« Finanzpla» des neuen Finanzmi«ist«s w«den die Kavflente nicht geschont, «ud es sei n»r fraglich, ob deren Schultern noch die Tragfähigkeit der ihnen -«gedachten Laste« besitzen. Hierauf »ahm der Steuerreferent des Gremiums der Wiener Kanfmannfchaft, Sekretär Dr. S z o « b a t h tz, das Wort,, um über die Programmredt des Fman-ministers Dr. G ü r t l e r das Referat zu erstatten. Er hob zunächst die besonder« Bedeutung hervor, welche über die stnan-politischm Absichten Dr. Gürtlers hinaus de» allgememru wirtschaftspol,tische« Aenßervnge» des Fmanrminißers '.I. Oalvüer lifsi ,___Rr. 8Mt -n^mme. .Die Feffstellnug Dr. Gürtlers, daß uns« ganÄ Wirtschaftsleben verichleiert sei, zunächst durch die SubventionS-i Politik deS Staates, die er durch die «nentgeftlich«) Lieferung von Brotmebl. dnrch V«l«stpresse der Bahnen! und der Post, durch das Mieterschutzgesetz vnd vor allem das; Prsistreibereigesetz, zunächst wohl dieftr Begünstignngen würdige»! Bevölkernugsschichten, dann aber auch allen andnen Kreisen und insbesondere auch mittelbar in hohem Umfange dem Auslande zugute kommen lasse. ES wird hiedurch bewirkt, daß unsere Volkswirtschaft dem Auslände ungeheure Werte zv«> Geschenk macht, ohne dafür irgendeine Gegenleistung z»^ empfangen. Die Entwertnng unserer Valuta bedeutet eine furchtbare Steuer, ungerecht deshalb, weil sie auf die Leistungsfähigkeit^ deS einzelnen gar keine Rücksicht nimmt und die einzelnen Berufe ganz verschieden beranzieht, fu,chtbar inSbesondne auch deshalb, weil das in ihr liegende Opfer nur zu« geringste» Teile dem Staate zugute kommt, Überwiegend dem Auslande uud de« dnrch sie hnvvrgernfenen Speknlantenrum. Deshalb ist die Kanfmannfchaft einverstanden auch mit schweren Lasten, wenn diese gleichmäßig verteilt werden und zu dem angestrebten Ziel der DtabWcrnng unserer Wahrung führen. Dagegen verwahrt sich die Kaufmannschaft gegen die irrige Anschauung des Finanzministers, daß sie in höhere« Maße als zum Beispiel onbete Bernfsstände an der Stabilisierung interessiert wäre und deshalb vorweg höhere Laste« aus sich nehmen könne. Der Vortragende besprach, sodann die einzelne», vom Finanzminister Dr. Gürtler in Aussicht gestellten Maßnahmen auf dem Gebiete der AuSgabenwirt-. fchafl und der Steigerung der Staatseinnahmen. Er betonte insbesondere, daß zu dem Plan Dr. Gürtlers, djx Steuervorschreibungen dem jeweiligen Stande der Geldweries anzupaffe», nvtwendigi wäre, auch dir Feststellung der Reinertrages eines Unternehmens, die Geldweriverschiebung vom Beginn bis zum Ende eines Jahres zu berücksichtigen. Ein Kaufmann, der z» De-, gmn des Jahres 1921 100j) Paar Schuhe i« Werte von je X lOoo, zusammen eine Million, in seiner Bilanz anführte, zu Ende deS Jahres 500 Paar Schuhe L K 6000, zusammen drei Millionen, ist nicht um zwei Millionen reicher geworden, sonder«' um 500 Paar Schuhe ärmer. Diese Wahrheit in die Stenergesetz-. gebung auszunehmen und nicht auf halbem Wege stehen -u bleiben, wird eine dankenswerte Leistung Dr. Gürtl«S fei«. Der. Fmauzminrster hat eine schwere Aufgabe auf sich genommen, der er entschlossen und hoffnungsvoll entgegentritt. Dir Kanfma»»- schast weiß, daß ihr große Opfer zugemutet »erbe«, sie ist gewillt, sie zn iragen. wenn sie die Gewißheit hat, daß Finanzminister Dr. Güriler die von ihm angekündigten Ideen in gleich« Weise allen Beteiligten gegenüber durchführt, denn nur die Gesamtheit diese- Wirtschaftsplaner kann zum angestrebten Ziele führen. De« Vortragt Dr. Szombathys folgte anhaltender groß« Lersall. Die Goldzöll«. Die von Dir. Güttler angekündigte Einführung der obligatorischen Gold Zahlung der Zöllefür Luxuswaren wird mit dem 23. d. M. iw Kraft treten. Wie in der gestrigen Pressekonferenz Sektionschef Schauberger mitteilte, wird für solch« Waren, die nur für das besonders^ kaufkräftige Public kum in Betracht kommen, die volle Zollbelastung, diq der Zolltarif vorschreibt, wieder hergestellt. Neben effek-. tiven Goldmünzen ist gemäß den zollgesetzlichen Vorschriften auch die Zahlung mittels Zollgoldanweisungen gestattet, die bei der Oesterreichisch-ungarischen Bank und ihren Zweigstellen beschafft werden können. Die Bank wird solche Zollgoldanweisungen-,auch gegen? Ban knotenz ah lung-ausstellen, jedoch muß selbst-, verständlich ein solcher Betrag in Banknoten erlegt werden, welcher jeweilig dem vollen Goldpreis entspricht. Der Geldzahlung werden nur die typischen Luxusartikel unterworfen werden, so: .Ananas, TrüfßM« Austern und Hummern, Bier, Kognak, Liköre, Sch-E»-' weine, Flaschenweine, Kaviar, Bonbons und kandiert« Früchte, Gansleberpasteten- Samte, Spitzen, Stickereien, Lnxuskonfektionen, hochwertige Galanterie, Waffen, Personenwagen, Automobile, Fahrräder, Taschenuhren aus Gold und Silber, Waren aus Edelsteinen, Parfümeriewaren u. bergl. Da die inländische Bierstrvduktivn für den Bedarf vollständig ausreicht, steht das Finanzministerium auf dem Standpunkt, daß das ausländische Mer den Luxusartikeln vollkommen gleichzustellen ist. Das Bundesministerium für Finanzen beabsichtigt weiter, in kürzester Zeit eine Verordnung zu erlassen, wonach' für alle nicht in der Goldzahlungsliste enthaltenen Waren ein höherer Zollaufschlag als bisher zu entrichten sein wird. Wahrend bisher für die Banknotenzahlung der Zölle das hundertsechzig-, für die Finanzzoll- und Luxuswaren das zweihundertfache Ausmaß der tarifmäßigen Go K> schuldig Leit zu entrichten war, wird in Hinkunft einheitlich das zweihundertfünf zi g fa che zu entrichten sein. Die bisherige Zw-eiteilung des Aufschlages wird^ fallengelassen, die bisher mit einem höheren .Mfschlag' getroffenen Waren, wie Kaffee, Tee, Kakao, Min in Fässern usw., werden daher keinem höheren Aufschlag unterliegen wie alle übrigen Wären. Die dermalen für alle lebenswichtigen Artikel des täglichen Bedarfes gellende 'Zollfreiheit bleibt weiter .in. Geltung, so insbesondere für Getreide, Hülfenfrüchte, Reis, Mehl, Teigwaren, Obst und Gemüse, Butter, auch' Kunstbutter, Fleisch, Speck, Schmalz, Speisefett aller Art, Speiseöl, Fische, Fleisch-, Fisch- und Gemüsekonserven,. Käse, Eier, frische MiW und Kondensmilch, Zitronen usw-. DaS finanzielle Ergebnis der höhere« Besteuerung der ÄMswaren tvick vow Finanzministeriw« \