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Wiener Morgenzeitung · 1921-10-20 · Heft 979 (20.10.1921) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 979 (20.10.1921)
Date
1921-10-20
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite Wien, Donnerstag vernommen. — Bors.: Haben Sie für Krentner?lreeiten verrichtet? — Zeuge (leise): Sehr oft. — V o r s.: Was für Arbeiten? -- Zeuge: Lebensmittel abgeladen. — Bors.: Auch Rauchsorten? — Zeuge: Ja, (zögernd) zweimal.' — Vors.: Diese Rauchwaren kamen mit einem Auto. Wie war das? — Zeuge: Um 5 Uhr nachmittags kam das Auto an. — Vor s.: Hat es Krenmer vorher avisiert? — Senge zögert mit der Antwort. — Vors.: Sia machen den Eindruck, als ob Sie mit der Wahrheit?,rrrückyalten. War Krentner beim Abladen der Autoladung anwesend? — Zeuge: Ja, es hat geheißen, daß die Ladung am nächsten Tage wieder weggehe. Sie ist auch wieder weggegangen.'— Dorf.: War das Auto von der Tabakregie oder ein anderes? — Zeuge: Das kann ich nicht sagen. — Vors.: Welche Bezahlung haben Sie erhalten? — Zeuge: Für das Wladsn haken wir das eine Mal 30.000 Kronen erhalten. — Vor s.: Und außerdem 1000 Kronen per Mann. Richtig? — Der Zeuge bejaht. — Vors.: Wieviel Arbeiter waren im ganzen? —Zeuge: Im ganzen waren wir beim Ab laden 14 Arbeiter. — Vors.: Haben Sie von Krentner vor der Autoladung und den 30.000 Kronen nichts bekommen? — Zeuge: Nein. Das war für alle?. — Bors.: Sie wollen sagen, dw 30.000 Kronen lvareu für das ganze Jahr. Haben 2 c vorher nichts verlangt? — Zeuge: Nein. Ich bade nichts Mummen, ob er anderen was gegeben hat, weiß ich nicht. — Vors.: Kennen Sie P^n Reiß? — Zeuge: Ja, gesehen habe ich ihn. — Vors.: Ist obren bekannt, daß ein gewisser Edelstein im Namen der- Reiß Rauchivaren gefaßt hat? — Zeuge: Das ist mir unbekannt. — Vors.: Bei der Polizei haben Sie ganz anders ausgesagt. — Staatsanwalt: S'.e ton,men mir vor, als vb Sie Angst hätten, als ob Sie meinen, ein Beschuldigter zu sein. Ich habe schon wiederholt erklärt, daß ich gegen die Arbeiter der Tabakregie keinen Grund habe, «inzuschreiten. In diesem Moment fällt der Zeuge, ein großer, anscheinend kräftiger Mann, der Länge nach zu Boden. Er war von einer Ohnmacht befallen worden- und wurde aus dem Saale geführt. Der Vorsitzende unterbracht die Verhandlung. Nach einer Pause erschien der Zeuge wieder im Saale. Seine Vernehmung wurde fortgesetzt. Er blieb dabei, daß feine Angaben bei der Polizei mit den Tatsachen nicht übereinstimmen. Es wurde ihm dawals mir dem Ein sperren gedroht und er habe daher zu allem Ja gesagt. 1 — Staatsanwalt: Ich will erklären, daß der Zeuge gar nichts zu fürchten hat, denn ich werde gegen keinen d-rr Arbeiter, die als Zeugen vernommen werden, in irgendeiner Weise Vorgehen. Der Vorsitzende bringt hierauf folgendes Telegramm der Gendarmerie aus Gleichenberg zur Verlesung: „Inspektor Culk m Gleichenberg unbekannt und nicht gemeldet." — Vors.: Da können wir nichts weiter unternehmen. Die Parteien werden mit' der Verlesung der Einvernahme des Culk einverstanden sein. Der Zeuge Polizeiinfpekvor Johann Czerny, hex mehr als 300 Amtshandlungen wegen TabakschleichhLndels in de» verschiedensten Fällen durchgeführt hat, spricht die Ueberzeugung aus. daß es die Tibakvegie zugelassen habe, daß die Tabakwaren aus demKomre nationsverkehr im Inland verkauft werden. / Nach der Einvernehmung mehrerer Angestellter der Tabakregie wurde die Verhandlung abgebrochen und aus Donnerstag vertagt. Jagorv vor Gericht. Berlin. 19. Oktober. Donnerstag den 27. d. M. beginnt vor drin Reichsgericht inLEsig derP.ozeß gegen den Regienmgsv:änderten o. D. Traugoit v. Ja g o w und den Vorsitzenden de? Re-chk-Londl lindes Freiherrn von Wan gen heim uK. ai Betrilgung am Kapp-Pntsch. Beide Angeklagten haben sich wc^en Hochverrates-;» verantworten« D Sport. Dasonntägige Meisterschaftsspiel Sportklub— Hakvah findet auf dem Sportplatz Hohe Warte statt, da de« <porr!lub-Leuten ihr eigener Sportplatz m Dörnbach z« klein Men, um den zu ei wallenden «roßen Besuch zu lassen. Die Vienna spielt am Sonntaa in Graz, so daß dem Spiele der ersten Mannschaften jenes der Merven vorauSgebt. Sie Haksah dürfte noch i« Herbst; in Wim gegen den Tevlitzrr Fußballklub rin Wettspiel austragen. Die Teplitzer find Gäste der Amateure, die nun an dieHnkoah »egen eines gemein* amen Managements herangrtrettn sind. Ei« Internationale« Sch»k««atch in Jaffa. Der Iaffaer Sportklub Makkab» veranstaltet rin internationales Schwimmatch m Jaffa. I.S. T. Acbim Kombiniert—HaSmonra IN 2:3. Achim mußte das Spiel mit acht Lenken bestreiten uns vergab einen Elfmeterstrasstoß. Tor« tiir Achim erzulten Wiefelmann ll und Münzer. Achim II und III kombiniert— Hasmonea I Schüler 3:1. Ha»«««ea. Freitag, 7 Uhr, Spielervcrsammlung. Samstag, Uhr. Wetppiel .Hasmonea Säckler^-Wacker Schüler. Uhr Hasmonea-Wacker kowb. am Wacker-Plntz (Linie b>. 67. 58). 8 Uhr abends Vollvecfammlunz und erste Ksnuteefii-nng. Sonntag Weitspiel mir zwei Mannschaften in Lang- Enzer>-dors. Dem Verein sind seit 1. d M. 4t neue Mitglieder beigetrrtcn- DimSiag, 6 Uhr, int Cafe Orient, Praterstrape 66, Symches-Tora Fest. Ha-manea (Akademische Sekton.) In die Sektionsleitung wurden gewählt: Vorsitzender: Lipper. ScktronSleiter Skr oh. Verbandsdelegierte: FiscuS und Fränkk. Material- Verwalter: Horinger, Wolf. Schriftführer: Königsberg. — Donnerstag, V*2 ubr, Dramim- 8 Uhr abends willige Bcivrechvng und MauuschaflSausstellnug für das MeifterschaitSspiel g»--«n Judäa. Wiener Wlsrgrwremms M. vmyver rafl ,Rr. 979. Jüdischer Turnverein Makkabi ll. Herrenturnen (8b?r 16 Jahres Montag und ■ Donnerstag von 7 bis 9 Uhr, Damenturnen jeden Mittwoch von 7 bis 9 Uhr in rer Knabenvolk-schule. tl , FeovoldSgaffe S.'»Einickrkibu"nen anr Tnrnvlatze vor dem Turnen. Mitglieder, die mit ihren Zahlungen im Rückstände find, wollen ihre MonatSb ei träge umgehend an Julm.Z Großwann. U. Franz Hochebt'ngergasse 4, emsenden. »der am Turnplätze entrichten, da sie nach hreimonallicher Nichtzahlung der BMäge gestrichen weiden- Unsere Vorturner werden rrsucht, pünstklchst am Platze zu erscheinen. Mr«oralr. Frntag, vräzsie V-7 Uhr, Generalversammlung der Fußballer. Tagesordnung: N'«wählen: Stellnngnabwe zur Anlnabme m den Verband: Ausstellung dreier definitiver Mannichaste». Rrnanfnahmen Freckag und Samstag von V,7 bis 9 Uhr im Klubhrim, ^1., Amerlingstraße 19, rückwärts im Hofe. Hazniv. Heute. 7 Uhr abends. LeitungSntznng im neuen Klnbbkim des C.rfs Orient. II, Praterstraße 66. Anschließend Spi lrrversammluug vrr U. und Ilk. Mannschaft. MannschastSaufftrllmra für die Spiele gegen Stadlau lk. und Ul. gm SamS» tag nachmittags auf besten Platz tEndstation 16,« Wagen).1 Sonntag Meister'chastrspiel gegen Feuerwehr um '/,!! Uhr vormittags auf dem Krieauer-Piatz. Akademische <Spart«bzteil««ß Fwdäa. (IX., Zimmermannvlcitz ist. Hrnt>'. '/-8 Ulrr abrvds, Vollversammlung im Cafe Atlaslsof. Mannschaftsanfflellung iür das Meisterschaftsspiel gegen Kadima. I. S. C. Bchim suckt Gegner ffir alle Oktober, nnd Novrmbe>-Termine aus fremden Plätze«; erst- und zweitklassige Schülkrrnannicha'ten bevorzugt. Zuschriften an Bernhard Schnittlich, II.» Obermüllnerstraße 7/26. DüsUWMWItMMM«IZ s„lH»I»»> Ulf ~f MtNrW>kMs-MNMM^ME»M-»rM7MS71N^^M>^"«NNWN''s7»I»MrMl>M'^ Bankhaus ffl. ROHATYN Wien, I., Maria Theresienstrasse Nr. 10 1 Telephon 20-3-63. I DutchfühPung sämtlicher Bank'Transaktlonfen. 6 An- und Verkauf sämtlicher Devisen und Valuten, i Der Volkswirt. Getemperte Krone —<22 Centimes. A«szahlAng Wien ---- —.35 Centimes. vrfteiung von Anleihestücken von de?Abstempelung entsprechend zu verlängern, schließlich daß die königlich italienische Gesandt^ schaff und daitalienische LiqmdiernngSamt in Wien aufgrfordffst werden, eine Kumulativerttärung für dir Depotbesttzer von' Anleihestücken gbzugebe«. deren Liste bei« italienischen LiqnidiernngS* amt erliegt, mit der Bitte, daß die genannten Stücke italienischer Staatsbürger a«r den alten und den neuen Provinzen von der Abstempelung befreit werden. Beratungen der Ssterreichischen Handel kümmern. Gestern vormitiagS fand in der K a m m e r Ar Handel, Gewerbe nnd Industrie ln Men der erste österreichisch« Kammertag statt. Den Vorsitz führte in Vertretung des Herm Präsidenten Heinrich Beiter der gefchäftSführeude Vizeprasi-' drnt Ing. 0r. für. Franz Q «i d e» u s. In feiner einleitende»' ^Ansprache wies Bizeprgfident Q « i d e« » S auf die kritische wirtschaftliche Lage Oesterreichs hin. Die beide« Hauplftzmptome dieser Krise seien der katastrophale Niedergang der österreichisch« Wahrung und dgS u « g e e«r e 2) e f i i i t b e t t c atW finanzen. Die Hanptqurlle« dieses Defizits lieg» in de« Lede«r«ittelznschkfsen, <*» deren Abbau daher sofort geschritten werde» «üfie nnd in der Passivität deS Staatsbetriebes. Es «üffe ernsthaft daran gegangen werden, diese zu reorganisieren «nd auf diese Weise die staatlichen Ausgaben zn vermindern. Ein Finanz Programm, da< nur durch Erhöh»«! von Steuer» die Kurse zn löse» »ersuche, fei völlig ungeeignet. Cs muß vielmehr ein W i r v»! ch a f t r p l a n aufgestrllt und alles unternommen werde», wodurch die Arbeitsintensität gesteigert wird. Eine Befierung wird nur eintreten, wenn nicht nur die Mmorität der Arbeitgeber, sondern auch die Majorität der Arbeitnehmer an dem Sanierungswerk miihillt. Der Kammrrtag beschäftigte sich mit einem Referat HS KammersekretärS Dr. Conrad Über das JnvaüditätSversicherungsgesetz. Gekretä'stellvertreter der Kammer Wie», Dr. Fisch- Meister, erstattete sodaun Bericht Üb« die Revision drS autonomen ZolltarifeS. Zum Zweck der Dnrchiührung der Vorarbeiten hiefür beantragt er im Sinne einer vom Handelsministerium gegebene» Anregung eine Arbeitsgemeinschaft zwischen dm Kammer», dem H.inptverband der vedeutende Strixerrenq d-r Krone, Befferung der Mark. In Zürich noüerte: die österreichische Krone . . . . . —.3b (-".29 u«> 16 Oktober) dir österr. grstemprlte Krone . . --.82 l—.23 im 18. Oktober^ dir tslhechischr Krone...... 6.65 I 561 am 18. Oktober die Mark. 3 05 ( 2 95 pn. 18. Oktober' Agram .. 180 190 mi 18 Oktober) Bukarest ... . 3.90 8.90 V 18 Oktober) Budaoest .. .—.70 —.75 am 18- Oktober) Li-rschan.. . . —12 —.12 am 18. Oktober) Die ValUtenkUrse. Im gestrigen Vezkehr erfuhren die fremden Balute« bei lebhasjeren Umsätzen kräftise Aufwärttbewegungm. Namentlich D o l l a r n o t e n, e n g l i s ch c P f u n d und tschechische Noten waren begehrt und wesentlich höher,"wie nachstehende offizielle Schlußkmse zeigen: Ämsterdan' 102.950.— Geld. 103.150.— Ware (gegen 17. Okt. 8 .200»-Geld. 85 300.—SEate), Äfltmr 1058.-, 1062.-'898.-, 902.-), Belgrar 4230.-, 4250 - (S59Ö -, 3610.—) Beclm 1747.—. 1763 - (1822.—, 1628.-., Brülle! 21.480-,' 21.470.— 18 480.-, 18.620.—). Budcinrst 413.50. 416,50 (893.50, 396.50), Bukarest 2185 . 2205 — (1937.-, 1945.—), Christian,a 37.875.—, 87.928.— (80.775.—; 80.825.—). «ovenhagen 67.626.—, 67.725.- (48.97».-. 49.025.-), London 11.79t).-, 11.810.— (9990—, 10.010.-), Mailand u»ö Triest 11.715.-. 11.735.- (9940.-, 9960 —), ReW»Pork 8018.-. 3022 - (8618.—, 2617.-1. Paris 21.905.-.21.945.- 18-780-- 18.820—). Prag 8147.-, 8153.— (2722.-. 2728.-), ©oha 1845.-. 1855.— (1645.—, 1655.-), Stockholm 67-970 68.(30 (57.570,—. 57.630.—), Warschau und Krakau 63-75, 65.75 61.—, 63.— ), Zürich 55 775.—, 55.826.— (48 975.—, 49.085.-), Madrid 30.080.—, 30,140.- (35.060-, 35.140.-). Dollarnoten 2988.—, 8987.— (2588.-, 259S.-),Belsische Noten 21.230.- 21.870.-; 18.3SO.- 18.420.-), Bulgarische Note» 1845 — , 1855.— 1695.—, 1605.—), Dänische me« 57.175.-, 57.226.— <48-476-, 48.526.—), deutsche Marknvten 1757.—, 1768.— (1687.—, 1638.—), engksche Note» 11.690-.11-710.-(9940-, 99tz0.-). franz. Noten 21.805.-, 21.846.- (18.680.-, 18.720.-)^ holländische Noten 108.750.—. 102.850.- (84.950.-, 85.050.—), italienische Noten 11.515.—, 11.585.— (9790.—, 9810.—), unabgestempelte jugoslawische Noten 4170 —, 4190.— (1680.—, 3600.-), norwegische Noten 37.175.—, 37.225.— —.—), polnische Marknoten 69.-. 71.— (69.50, 71.50), Rumänische Noten 2195.—, 2205.— (1945.-, 1955.-). Russische (Rom.) Schwedische Noten 67.470.-. 67.630.- (57.070.-, 57.130.-), Schwttiec Noten 65.625.-,65 675.-(48 875.-, 48.925.-), tschechoslowakische Roten 3122.—, 8128.— (2697.—, 2708.—), ungarische Noten neuer Emission —, —.—)» Spanische Noten , —.— Die Anmel-nng -er österreichische» Vorkrieg«, artleihe». Eine Aktion Italiens. Rom, 18. Oktober. (Stefani.) Von dem Termin» den das österreichische Finanzministerium m«t. Verordnung vom 4. d. M. für die Anmeldung von österreichischen BorkriegSanleihestücken festgesetzt hat, verständigt, hat das italienische Schatzministerium in Genehmigung der Vorschläge des italienischen Liquidiernngs' amteS in Wien telegraphisch verfügt, daß alle Wertpapiere, die auf Grund von i« Augenblick der Unterbrechung der Heim» schaffungSaltion für österreichische Wertpapiere bereits bestimmten Industrie und dem Zentralverb.-ind der österreichischen Kaufleute zu schaffen und hiefür bei der Kammer Wie» eine Geschäftsstelle zu errichten. Der Präsident der Handelskammer Feldkirch, Fritz Bösch, wünscht, daß sich die Kammern eine» dauernden E i « f l« ß auf die gesamte Handelspolitik sichern und stellt darum den Zusatzantrag, daß diese Arbeitsgemeinschaft als ständige Beratungsstelle in allen Angelegenheiten der Handelspolitik dienen und vornehmlich daS Ziel verfolgen solle, dem Export österreichischer Erzeugniffe durch Verträge und lieberem» kommen tzje Wege für de» Absatz nach de« Weltmarkt zu ebnen. Mit dieser Erweiterung wurden die Anträge der Kaum« Wien daun zum Beschluß erhoben. Die Kammer Innsbruck (Hofrat Dr. M a d e r) referiert über den Plan einer ArbeiSgemeinschaft mitdeu Kammern imDeutschenRriche. Am NachmittaS wird die Beratung in Gegenwart der RegiernngSbehorden fortgesetzt. »nd zwar gelange», die allgemeine Wirtschaftslage beS Staate-, der StaatSsinauzen, das Balutaproblrm «ud di, Tagesordnung der Konferenz in Portorofe zur Besprechung. v Der ungarisch« Ba»k«»t-<ver». Der mit 15. d. M. abgeschlossene Ausweis des ungarischen staatlichen NoteninstitutS wnst gegen den Stand Vom 7. d. M. eine B e r « e h r u « g de- StaatsnotenumlaufeS um 3t4'l Millionen Kronen auf. Hievon wurde» in Anspruch genommen für dar ESkompteaeschäft zur ESkomPiieruna von Kommerzwechseln 126'?,' .rur Einlösung von Noien der Oesterreichisch-ungarische« Banl 53*6 und zur Einlösung von Ein- und Zweikronen-Nachabmungen 0'1 Millionen Kronen, für Vorschüße an die Staatskaffe 580 Millionen Kronen, für sonstige Aktiven 29'7 Millionen Kro»e« «nd tüc sonstige Passiven 30'6 Mill'vnen Kronau. Dagegen habe«' sich die Gn-ogmhab'n um 462'9 Millionen Kronen erhöht. Für Postsparkassenoten sind 4'9 M llionen Kronen und für Lombarddarlehen '2 8 Millronen Kronen eingeflofie«. Der Staat hat das Noteninftitut auf Grund des GeietzartikelS 46, § 9, vom Jahre 1921, zn« erste« Male mit 580 Mrllivne» Krone« in Anspruch genommen. Gin« GLvkkung i« «ngarische« Weinexp»rt. Während in früheren Jahren der Weinexport zum großen Teil bereits im Zeitraum der Weinlese abgewickelt wurde, stockt heuer der Export vollständig. Wie a«S Budapest auS Weinhäudlerkreifen berichtet wird, werden nur ganz geringe Menge« per Sch,ff donauaufwärts exportiert. In Oesterreich gehen die Vorräte wohl zur Neige, doch steht der Niedergang der öfter-, reichifchen Valuta der Weineinfuhr hindernd im Wege. In Wienkostet ein Liter Tischwein heute K 200 und i» der Tschecho- Slowakei sind die Weinpreise ebenfalls sehr hock. In Bratislava bezahlt man K6 16, in anderen Gegenden 1* für den Liter Dazu kommt noch, daß die Beschaffung der Einfuhrbewilligungen, in diesen Ländern noch immer ans große Schwierigkeiten stößt.^ Die ungarischen Wünprbduzenten rechnen jedoch mit gute» Export»! nussichten, sobald die politische Spannung zwischen Ungarn und' Oesterreich, beziehungsweise der Tschecho-Slowakei, aufhöre» wirb.! Oie dev Tschecho-TlowaKri zageteilt« Donamsi schiff«. Die „Prager Prrffe" veröffentlicht eine Unterredung beS! gegenwärtig i« Prag weilenden tschccho-slowakischen Gesandten, ijj Paris Dr. Osuski mit einem ihrer Berichterstatter, wobei' der Gesandte n. o. aussührte: Der der Tschecho-Slowakei ans und vorgeschrittenen ZurückzrehungSoperatronen der Wiener Kommission für Zivilangelegmheiteu bei de« Lombard- und ESkomplebauk deponiert worden sind, unverzüglich nach Trient und Triest geschafft werde», daß ferner dir österreichische Regierung im Wege des Ministeriums des Aeußern ersucht werde, de» Termin sür die Borlegun» os« Gesuchen um der Donau zedierte Schiffsraum repräsentiert eiue Tonnage vo«! ungefähr 70.00,) Tonne» an Schleppschiffen und 4000 Pferde«! kräften an Remarqueuren. Der Betrag für die abzutretenbe To«»! nage wurde vom Schiedsrichter mit insgesamt ö^GO.OOO Schwester! Franken auLgeworsen, welcher Betrag teils de« ö st e r r e i ch i-' scheu, teils dem unLarische» Reparatiouskonto.gutgeschrmbo»

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