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Wiener Morgenzeitung · 1921-10-19 · Heft 978 (19.10.1921) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 978 (19.10.1921)
Date
1921-10-19
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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ftz. S7» Wirst, WUrvocy 'Mirrrer Msr§e«zeLLA«K iktober 1921 Gerte'S eontr«: Dr. D- Friedmann. Die Mitglieder Werden gcheterr. rahlreikb w* erscheine«. — Bei ein d e r Pens i o v i e r t^e» Beamtender Stadt Wie» ersucht seine Mitglieder. Mittwoch den 2v. d.M. um V^UHr nachmittags in die Bolks--!>alle des Nene» Rathauses zur allgemeinen Pcnsrvnistenversamm>' zu komme». Tagesordnung: Bericht «Lev'den Entwurf her PenüonsuoveNe. Diese Einladung gilt auch iür tue Witwen und H/aisen. — I K d i s ch e T i s ch g e s e l l s ch a f t Ä l 1 e rft r a fe tan b U m g e b u n fl. Heute, V*8 llbr abendsim Weitzen Saal des Nikdbofts, Vortrag Dozent Dr. Sftg, Kornfeld über «Die Bedeutung des Dichtervhilosovhen Josef Popper-LynkeuZ als Mensch und Ethller" und Frau Erna Patät über ihre Eindricke am Ziönistenkongreß. Um zahlreiches, pünktliches Erscheinen wird gebeten. Gäste willkommen. — 'S e « re t M i s' turnt, heute. V-8 Uhr abends, in unserem Lokale, H., Praterftratze 43/11. wichtige Mitgliederversammlung.' I u fl e n d g r u p p e Esra. Heute, 7 Uhr abends, im Vereinslokal. Festkomiteesitzung. Z i o n l st i s ch er I u gen d v e r b and. Heute Delegiertensivung, H-, Zirkus gaste 33. Tagesordnung1: Bericht über den XU. Zivnistenkongreß; 2. .Vorbesprechung. des öfterre'.ch.schen.Parteitages; 3. Eventuelles.. Sämtliche Jugevdorganitoüonen werde» ersucht, ihre Delegierten zuverlässig' zu entsende». ■■spsr Die ErMhrimg. 'Leichter PreisrLckgang f«r Fett rmd Nind- , fleisch. '. -;v-': Rah» aas de» Märkte». gestrige Tag brachte erfreulicherweise 'einen leichten Preisrückgang für Fett und Rindfleisch auf den Märkten, ster einerseits mit dem Rückgang der fremden B a'l u t en zusammenhangt. andererscits darin; leine Ursache bat, daß der Absatz infolge der wahnsinnigen Preise der letzten Tage empfindlich mrückgegongen war und weitere.A usck ch r-.e it u n g c n des fortdauerndem Ansteigen der Preise befür chtet wurden. In'der Großmarkthalle ermäßigte sich der Preis für Fett sowohl im Großhandel als. auch'im Kleinhandel' um X 60 per 'Kilogramm, so dass für Prrmaschmalz amerikanischer Herkunft geller» statt des - bisherigen Preises von X 1020 ein Preis' von K 930 bis X 960 ver Kilogramm festgesetzt wurde. R i » d f l e ick ch ermäßigte stch «m X io per Kilogramm. ES kostete im Kleinhandel ckü der Großmarkthalle ein. Kilogramm K 200 biS X 320, Brqtrnflersch stellte sich auf X ZOO bis X 360 per Kilvqi.amm. Dagegen verteuerte« 'sich Schafe «nt fe X 10 per Kilogramm. Unter- /dem Drucke des stärkeren Angebotes rmd des sch mache» Absatz-'S wurde auch Geflügel um X 100 per Kilomamnrbilliger. Gänse nvirciten X 750 bis X 800, E«ün X 3«50 brs X 800, Fasane X 300 bis X 400 per Kilogramm. Rindsinnerer!'» kosteten im Großhandel X 170 pxr Kilogramm! Obwohl.keine BahnMubte« emgelangt waren, reichten die Vorräte für de» Bedarf aus. Der Marktvrrkehr war sehr lebhaft.- Auf de». Grünwarenmnrkten waren G.rvnse und Obst i« ausreichenden Menge» vorhanden. N«r en Kartoffeln derrscht «ach wie vor Mangel. Der Absatz vollzog..sich übtrall »nrer lebhaften Anstellungen. Dir Preise bliebe» nnperändert. Note und selbe Kartoffeln kosten i« Detailhandel auf den Märkte». X 4L, i» de« Bezirken X 46, Kipfler X 55 auf-den Märkten-, X 57 -in den Bezirksgesckästen per - Kilogramm. A ta! r e » i s ch-e Kartoffeln werden nur a u f. d e n Märkte» unter marktämtlicher - Aufsicht a»Sgegeben,'~ »m PreiStreiineie« in den Bezirksgrschäste»;u verhind-rN. Jtaljeni' sche Kattöffel» sind alsoin dcn B^irksgeschasten -n i ch t -;u haben. In den letzte» Tagen baden' die Preise ''für. Aepfel ungezogen. Prtmasorte» kosten jetzt auf' den Markten -nn Detailhandel X 81, in den BezirlZgrschäsien X 8t. mindere Taftläpfel K 72. btziehungZwerse X 81, W irisch cütSäpfcl K 71 : aut den Märkte«, X 74 in de» Bezirken per Kilogramm. - Mr: wurden nur m sehr beschranktem Matze aus ciruelrien Märkten ausgegebtn. Der Mangel hält narb wie vor au. Auf allen-Märkten herrschte gestern R » h e- Der Verkehr wickelte sich normal ab'. ’ Freie jüdische Volksbühne'?>!Shte^^n5tr“5w Versteiger im gesamt Dorotheum Wien, I.. Dorothcergassc 17 Telephon 2916,3498 Nachlass Erzherzog Ludwig Viktor Schloss Klessheim VW.Teil: III.bzw.321 .Kunstauktion sehj seltene Exemplare des 16., 17. and 18. Jahrhunderts ans deutschen, spanischen. Italienischen und holländischen llanal'akturon L2 $ c ha ü Stellung: von Mittwoch den 19. bis Samstag den 22. Oktober von 10 bis 5 Uhr, Sonntag, 23. Oktober von 10 bis 1 Uhr Ver st eig e r« n g: von Montag den 24. Oktober bis Donnerstag den 27. Oktober ab 3 Uhr nachmittags in den Kunstaillctions^älen. TSftkri EISIK S0HEFTEL Drama in S Akten Toii David Piti*>:i mcr'chLe, das zi?ht heute nicht mehr. Dazu ist der Witz des Lustspielchens zu seicht, 'seine' Handluftg zu wenig gültig, sein Ton zu sentimental; wenn auch; — was anerkannt werden muß — diese Sentimentalität etwas Niveau hat. Die Kammerspiele, haben das Ersolgstück nochmals stellen wollen^ aber ch ging nicht; mch dort, : wo' persucht "wurde, das heutr noch wertvolle des Stückes heraüszuärLeiteu, ging^eS chncht, hauptsächlich wohl, weil die Schauspieler -dazu fehlen. Für eine solche Retouchierung des Stückes müßte vor allem eine Darftellerm der. Stcumnütter der Rothschilds, Fraü Gudttla, da sein. gibt eine — im Bür'gtheater;.'sie heißt Auguste W.i lbrandt-Baudius.' In den' K.rnare'upiel.'NftpiclLFran''H"e. t sr h dckeRol!'ekerGndula, nicht d a ^udula. Von ihren Söhnen hat nur oer Jalob des Herrn S'ckmia den Stil, der das 'Stück Heute noch überzeugeird machen könnte. Das andere. teils belanglos, teils unzulänglich. Auf der sürstlicheu S-'ite. ist vor' al/enr'der Herzog von-Taurus in die nnvichtigelr Hände gc'.'ate>r; er gab — sei n ew Leivlakai. Ueberzengend nur der Hoftnarschall des Herrn Knabe. Sonst Theater, Dutzend-Theater. Das Bühnenbild stimmüngslo.se Kulisse. Der Beifall war spärlich und zeigte, 'daß diese Art hon Auffrischung eines Lustspiels, das.einmal seine Pflicht getan hat, nicht mitreißen kann. S. S. ' Bühne und KAK - .Freie Mische Boiksbuhne. - "TaS oMdische Theatrr ist jung, hat noch lamu d e K.:.?'.!.- stbah:-zertreten «nd doch darf 'man Darstellern,- -«i: Jotas< Ad e r.ß m a n n, der jetzt an der Freren jüdisck en- Volksbühne wirkt, .da§ Attribut „Altmeister" bnlegen. Dieser SchaNipielers trägt die^ fröhliche, abgeklärte Weisheit von Generationen in sich, denen jüdische ANaasnot «nb herbste Lchicksalssälläge nichts an--f haben konnten, die sich-immer wieder 'auftichjetem wie' -n«, smider Halm nach dem Gewittkrstmm.-ReiD'männ nimmt- -(er - weiß K wohl selbst nicht) diese herrliche - Mische'Lebinsbejahüngauf die Bühne vritz Jv seinen urkomischen.Gestaltenisti sov.el «beriegrnes Wissen um dar Getriebe dieser Welk, . sie stnb von begreifender, verzeihender Liebe ftr köstlich überglänzt, day «a» unter Tränen lacht. Er. .spielt" jevtden Leiser Batchen in GordmS „Gott, Mensch und Teufel", .hältsich himmtlsern von allen Star-Allüren, zu .dtzneni Lchebte Komiker diese Bombenrolle verlockt, gestaltet den liebeuswertm Greis menschlich einiach, formt mit lautersten Kunstmitteln 'einen jüdischen SteinklopferhanS und wir können unsere Freude.-und dankbare Rührung nur in daS Wort schließen: .— Altmeister! — Sonst ist die Aufführung nicht auf der gewohnten. Höhe;Mtb; nicht allen Neubesetzungen wichtiger Rollen ist zuzüstkmmen. Ausgezeichnet Herr N a t h a n, deffen ChaSkel Drachme - urige- - wöhnlich scharf «mriffe» ist- '■! -0. A,; , Aa««OrsPiele. , . /. .„Die fünf Frank für tor".von Karl ö ß l^r, heute-.auf der Bühne bereits durich? eine Anzahl'von aktuelleren Familienbildern . mit mehr oder mncher sanften ^argongrundton überholt, Lassen sich^ nur spielen, wenn' versucht wird, das wenige, was in dem Stück bleibend ist — jene'vom Autor sein ar;gedeuheten BeüÜer -Tradition — glaubhaft darzustelleu. /Denu -dns, rips' vor zehn Zdrhpeu den Erfolg des, KLückes aus^ Aus ve« Theaters. . ääm B u r g t h e.a t e r gelangt, morgen. DvmrerStag ..N a t h a r« -d ,e rf W e i s c" finit Herrn Hugo T h,s M.r g als Gast zur Aufführung. ..AnfaH 7 Uhr.' ä . / . - . , Im" O p e r n tH e.'a! 1 r , geht mörgeu. Donnerstag „D i e t o ic S t äd i" B Szene. Arrräng 7 Nhrl, In der B'ö l'k M'-Pch r'geloW Heute, Mittwoch- >,D t-t- Evangel 1 tti-ft n n" mu Heim V r c u ßirr der Titel, olle, sowie de.r Düme» -Hphtr, SaUn^etz. Semliisch -uod dcu. Henen -. Marko«Sky. Beer, Eckner, Hazer.uüd.Wb'l zur Aufführung. De»' .Jokanm-S" singt zum eisten Mach Herr Taaberii Dirigent Herr' Dr. Weirrch. Beginn 7 Uhr. ' ' . : Im D « u t s ch e » B o l! s t h r a t 'e r gelangt August S t r r n d b e rg s Kammerspiel „D er P e t-i kan" Samstag den 22. d. M., 7 Nhr, zur erste» Aufführung. - Es sind darin be'chö'ü-ft. di: Damen Wagner. Waidow« Mchkns und dje Herren ZeteuiuS und Nowotny. Spielleiter Hans B r a h m. '!' In den K a rn m e r s P i eck.e n wird wegen Erlrankmig i'es Her u .1 ck u c v beute statt des Lustspieles „Am Teetisch', .st ub ei. ntaiinS Komödie .,D e r gute Ruf" grspielt. . In der F r e v e 11 j^ü dis ch e-n^ B 0 l k s b ü h u r n ituigt mürgnr, Donner Star, ‘«tri# S z ent g e. 1 etzt Sedalsm Asch-'. rremkffgrS..Schamvrrl' „<&.o.t-t d e r N a ch e" uir Ärliführtiug. Deru Ianftl Schapsckowicz. spielt zum . ersten Mate Herr B a r n ross (Ben-Zi»t), Beginn ‘/»S .UIjr, Die Mitglieder des Mo'sksuchr .Kü-nstlex'- t h e a t e r s, die morg.'ir ihr Gastspiel im W r e ü e r S1 a dckt h e a.t e r mit -Tschechows ^Derch.'Kirschgarten" -. beginne», sind aus der Tschecho-Slswakei, choo sie zuletzt mit großem Erfolg austraten.- hier bereits erngetrosien : Dre Proben zü de» Wiener Ncuauffühnmgen — Ost'.owskys „Jede Weisheit hat ihren Haken" und Gurgutschows ..Herbstzelgen" — und zu der von Bochslawstp und Frau Litswtzewa inszrniert.en „Hamlet"-Vorstellung.. find in poilem Gange. Herr BoleSlawsky und Fra» Lrtowtzewa sind, aus Moskau kommend, erst kürzlich zu der Trüvpe gestoßen, der die vo«' letzten Gastspiel her den Wienern bereits gut bekannten Dam7n Knipper-Tschechowa und Gmnanowa sowie die Herren Kalschalow, 'MMlrttnvw, .Bersenew, Paschajew "««d Pawlow auch weiter angehbren. __ Die »ltL-yptische Kult«» »«d Krruff i» ihrer Bede»t««rg für die GesenMKrt ist der Gegenstand des zweitms Freitag den 21. d. M., %& Nhr,. mt Kleinen Saale der Nrania statrfirrdcndrn LichtbildervortrageS von Prof. Dr. R 0 e d t r, Direktor de§ ägyptische» Pelizäus-M«se»ms in Hildrsherm. Gr»tzer Psalmen-- »nd Praphetenabenh. Z« diese« am 1. November d. I'. im Große» Konzerthaussaale vom -Kon« zrrtbarea» Har nach ver snstaliete« Abend sind - die..Mitglieder deS Deutsche» BolkstheaterS Erika Wagner »nd Ferdinand O«« 0 aewoune». weiter- »erde» Mitwirken: Prof. L.ou'S D i t e (Orgel), Person M arg « l r e S (Gesa»»), Prof. B r a » l a w s k h mit de« H a k 0 a h -Orch e - e r und dem Jüdische» G e s a n » * 111 i». ^; Da eine a»tzer- - ordentlich »rode Nachfrage »ach Karte» zu dieser überaus müreffante«' Veranstaltung zu erwarte» ist, echvsiehlt rS sich. Karte»« bestellnnge» umgehend a»' der Kaffe der „SB r e »er M o>rg e«- Leitung- »ormerkem z» lassen. Die MrkaufSstelle» werden i» den nächste« Tagen dekanntgegebe«. Mirr« S»kolsk»j«, welche i« Wien d«rch den Vortrag jüdischer Lieder populär wurde «nd rm Kabarett und rn eigene» Konzerte» großen Erfolg erzielte, gibt üm 25. >. HR. im große» Saal« des Hotel Continental einen jLdcks che» Lied e.rill b «.» d, der welchem, sie »»ter anderen r>«rge weMg bekannte BolkSllkder zum Borträg brinoen wirb.. Dir Gelänge heglritet diesmal ei» Trio. Scho» diese. besonSere A>t der Gesang--' begleitü«- sichert de« diÄ«aligev Konzert der Künstlerin -rose- Jutrreffa.- x"'i: MerichikssaM. Der König der Tabakfchmnggler. -' 'Äer gestrige zweite Berhanvlungstagi iw gegen- Miß und Kremier bestätigte den Errchmck, - nach, der Lektüre der Anklageschrift und »ach hyw -.lWHKtz der-beiden Angeklagtem gewinnen mußte. gegen-' chrö Geschäftsgebarmrg der Dabakvegöe MühptE> auf das schwerste kompromittiert erscheint. Geste» ßagtr Zeuge' aus, er sei im Besitze einer Legitimation der -Tabas-^' regle," die 'ihn zum Verkauf, von Zigarettew im Jnlamd bv« - rech'tigt.' Das zeigt die'v Durchlöcherung 'des mchdie Abfindung mit dem Schleichhandel! < : Gestern - wurden, zuerst die KompagM)«s mrd., kPdWWfreunde 'der Angeklagten,' dann kleinere Beamte der Tabickrrg^e ' einvernommen. Werdings-kormte der erstewichtigeZeuge hissser » KategoM'nicht vor .Gericht -.erschein«,»; er befindet jichip einem. Kurort. Heute und morgen sollen höhere Zruiktrouare der Tabakregie und. der Finanzverwaltung als Zeuge vernommen werden, . darunter der gletveseere Generaldirektor der Tahakregie S. ch e u ch e n st »1 e l, Sektionschef Do r e k, .. .HjHpefi Dr. Baldrian, die Direktoren der TabaksabrWch »Ktz». - Nachstehend die "Fortsetzung unseres Berichtes: Der Präsident Hofrat Barrasch eröffnete d« Kttz» . Handlung^ und rief die vor geladenen Zeugen auf. Dey . Jnspekror. Max Gul k, .der, wie bekannt,, die LebeuHMttLlgeschäs-te mit den Angeklagtenabgeschlossen hat, ist nscht wesend.. urrd der Präsident gibt bekannt, daß. ihm -hch. ladmrg. nicht zugestellt werdenkonnte. Dem Gssrichd Mtrhs - . pritgeteilt, daß Culk derzeit, nicht in Wie« sei. 1? ' l Ein Beamter..der; Tabakregie. gab Lekawat,- -dqß' T«Lß sid^ in Gleichenberg aufhälte.^Er habe «irr Gesuch' seine Vorgesetzte Behörde gerichtet, i« dem er um DerlÄngerpug seirzes Urlaubes um-Ärer.-Monate bittet. Dem .Gesuch lag er« ärztliches- 'ZeuMris- -'-bei,^.-.chr^ drmraNjgefuhrL wird, haß ßiuLk . an. hochgradiger Neurasthenie und an Platz furch t leidig, -Präs.: Platz.furcht, das . mag stimme«! (Heiterkeit.) -■ ■ . Der Gerichtshof beschloß, durch die . Geuharmerbe-, rn ..,. Gleichellberg Cult -zerveranlassen, sofort nach B««-. M.. . k-omm«m. Sollte dies.-nüht möglich feizr,- wird seM^Wr'sLgjk/' - zur Verlesung gelangen. '' ' Verteidiger Dr. Preminger stellt eine Reihe, , BeweisantrLge», dahmgehend, daß Reiß «P ü» Jahre 1918. mit'M: Tabakregie in Verkehr getreten sei, als beavitS, der.. . Not der Zeit entsprechend, der KomP^atkouSveiHehr in ' , vollem Gange war. Die Arbeiter erhielte« aE .GnG fchadigstng größerer QuanÜtäten von Tabak, di« fie verkauften'. .'Dadurch wurde das Mono Pvlrech t des Maate- . durchbrochen, also nicht allein durch' di« Arrgeklagtzd», wie-es: d« Anklage behauptet. Me frühere« Ko«pagno«s.'.;;.- '/..Es wird hieraus als erster Zengs der HarrdrZiBasen- ' Heinrich . Schlö) s.el-G'artv«bergvorgerusiek.... —. Pr ä st: Wie sind Sie mit der Tabakregie und dein Wv», geklagten irr-Berbmdmrg -gekommen? —-Zenge: -Ich lieftr« .. zuerst, der Tabakregie Lebensmittel. — Präs .: .Mgen Geld ^vder Tausch? — Zeuge: Ja, gegen ^Tausch wn . Tabak. Ende 1919, also nach acht oder zehÄ Mvnate». , hat.'.der Konrpensatiorisversthr, aufgehört, P. r « s.: Wv hat Ihnen das gesägt? —"Zeuge: Hwcr Cnlk, Mb «ch . habe'-erfahren, daß tatsächlich mir mehr Fleisch' Mlieftrt wailW. ' - P-r ä s. Haben Sie mit der ,D.örsa^ - -Gr Häv-än$tfthö-f etwas zu tun gehabt? -* Zeutze;vDÄVVN weiß ich nichts. Ich .habe mich nicht darum tzekünwwtt. .# ■■ Hxä s.: .Sie sind abgesertigt worden? — Aevgv r Ich' tvollle meiner: Teil an der Wohwave, aber ba$ g«tg -wicht, weil sie schon in Berarbeituus ivar, und so wurden mir/ Blonsky und Wolf je zwei MNsiM« ZigaantLn in Hamburg angewiesen. -^Da aber die Zigaretteust tzr tzr«ß!eu Kisten-verpackt waren, haben wir statt der ZigavMeu KM bekommen. Ich zwei Millionen KÄweui- — Prass.: Haken.- Sie? .sich um die weÄevyr Geschäfte der KvnchaKUw -«L i gekürnmevt? — Zeuge: Nein. — K. r ä f.: Ob. die Ziga^ retten auf dem Veredümgsverkehr im Ausland «h«v iwr Inland vertrust wurden? — Zeuge; Die grg'aEnr, die wir erzeugterr, waren ja im Anslchrd. Sie sind für «rtK'! m' Hanrburg und Berlin gelegen.' — Präs.: Sie Wvrr in, der BorrmtersuchMg gesagt^ daß Culk Reiß Md' Kreutsr 'auffällig bevorzugt hat. — Zeu ge: Ich'habe trNx' -drestw ’ Ansicht Ausdruck gegeben, weil ich dem Culk mrsympaLhisch' mxi-- st - Der nächste Zeuge ist der Kchtfnrawn Emil B.l vnck-k Y^ Er trat im Dezember 1'918. als Lebensmitte'llieseraNL Mit ' dxr Tähakregie in Verbindung, ckvestrte zuerst im Läuschwiegs' gegen Rauchware, später' gegen ' Geld.'P r L s. r - Me Z^erLindüng mit der Tabakregie hat 'Ende.119.13plötzlich, «ist gehört rrnd war bis zum Herbst .1930 unterbuochew'? Zeuge:'Jawohl. — Präs.': In der tzleichen iZert hat' Reiß der' Tabakregie Lebensmitiel geLiefärt. Hat tz-r Alligeve Preise gemacht? — Z e n g e: Er hat ' dieselben' Preise "-8** tonrmerr wie ich. — Präs.: Sein Offert ist ülsö SM)rzuHt . wdvden. Wissen Sie dew Mmrd? — Zeuger ZÄtz' WLkß . ich Nicht. — P rä s.: Haben Sie auf der Börse Lv-bachtÄ, daß Reiß - und - Krercher als Verkäufer dort ’ anfgetrehs»? — Zeug e : Reiß und jkrerchtjer ' nicht, Spergel. -««&' Diamant. Der Spergel hat auf der Börse im HadÄlMlhdff^ der Diamant irr ter Börse am Reirrnweg verkauft, ^- S r ä s^: ' Hat es'sich.' da um Ware des Reiß gehandelt? — Zeuge: Sy wurde allgemein, geriet. . ... ... Präs.: Jir welchen Qua-rtitäterr wurde die Wate dü ausgeböten^ in ^chäch'Mnvder Kisten? —' Z eu-gä.-: Mr ru' KHen'. — Pr äs.: Sie hübet», -»---'der' BortnrierftwWW angegebÄ, daß' Reiß MN»» 'Kgenüter -tz«'-''Lemrr>sjitz.. '

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