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Wiener Morgenzeitung · 1921-10-18 · Heft 977 (18.10.1921) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 977 (18.10.1921)
Date
1921-10-18
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Gene h Wie«. Dlensrahielt b?r grfchciftsführende Vizepräsident der Hakoah, D'oktvr Körner, der in deutscher Sprache begann und tschechisch, fortsctzte. Für die Sparta sprach der Präsident Herr Sachsel, natürlich tschechisch, nach dem sich dann auch der Wiener Schiedsrichter Komar zu einer tfch echifchen Ansp rache , an die beiden Mannschaften veranlaßt sah. ' Schiedsrichter Komar hätte die Leitung des Spieles niemals übernehmen dürfen, da er von Hans aus als befangen gelten mußte. Wir wollen ihm keine böse Absicht unterschieben, darüber ist aber nicht hinwegzukommen, daß er durch die Anerkennung zweier Oss stde-Tresfer seinen Konatioiralen zum Siege verhalf. Am Sonntag wurde der Hakoah die seltene Ehre zuteil, ihre Tlnhängcrschar durch die Parteigänger der übrigen, wiener Vereine verstärkt zu sehen. Ihr Lokalpatriotismus ließ sie gegen die Entscheidungen Koymrs Stellung nehmen. Die Hakoah-Mannschaft hatte nach hem Spiel Mühe, den Schiedsrichter in Sicherheit zu bringen. Bei dem am Abend stattgefundenen Bankett äußerten sich die Redner der Sparta in den Worten höchster Anerkennung über die Spielstärke der Hakoah. , Das nächste Zusammentreffen der beiden Vereine fi det im Frühjahr in Prag statt. Ha-mnurn — Weifte Elf 0;5 (0 : 0). HaSpion?- wußte in diesem Kampfe eine unverdient hohe Ä edrrlage in Kauf ncblne». Das Resulinentspricht keineswegs dem Kräfte, Verhältnis. Drr Schiedsrichter Stöckl stand zu diel mit se-nrn Sympathien auf Seite drr Weißen Elf. Mit d-eser Fest" stellung soll die Leistung der Weißen Elf aber ke-netwrgs geschmälert, wrden: sie waren e« der zweilen Halb;eit die Besseren und habrn einen Sieg verdient. Bei H..Sin»«ea versagten die drei Ersatzleute. Die Halt'rrihr stand das Trmpo nicht durch. Der Sturm hatte das Pech, seinen Goalgetter Schrrok gleich in der 10. Minute durch eine arge Berlrtzuna zu verlieren. Im Anfänge bedrängte Hasmonea; ein Hands der gegnerischen Verteidigung im Strmraum, wurde vom Schiedsrichter nicht geahndet. In der 10. Minute wird Schirok verletzt und muß vom Platze getragen werden. Nach Srueywechsel bedrängten die Weißen Elt. In der 22. Minute erringen sie die Führung. Bald darauf findet e n klares oll-siäe-Goai dre 'chirdsrichterliche Anerkennung. Ein micierech'tfcrtigter Elser verschafft den Weißen Elf den dritte« Treffer. Hasmonea. stark deprimiert, gibt das Sviel auf. Ei» Egengoal bringt den Stand ans 4: v. Bold dm auf fällt das fünfte Tor. Hasmone« (Akademische Gektiww). Die -Stag,'/»« Uhr, Volldersammlnng. Samstag Meifierschnst mit zwei. Mannschäften gegen Judäa. Schachsektio« der Hak-ah. Freundschaft Siviel gepe» La nd st raver Schachtln b. Erste Mannschaft (15 Spieler) Samstag dm 22. d. Dt.. 7,6 Uhr. im Klublokal des Landstraßer Schachklub Cafö Ständige, Hl.. Radltzkhstmße. Spieleroersammlung und Aufstellung Mittwoch den 19. d. M., 8 Uhr abends, in unserem Klublokal. Nur Anwesende werden brritcksichtigt. — Turnier um die K l u b m e i st r r s ch a f r. Genauere Bestimmungen am s.t..Warzen Bretr im Schachzimmer. Ncnnnngsschlu» 24. d. M. Versammlung der Telnehmer und Auslosung 28. d. M. Turnierbeginn 2. November. Bankhaus M. ROHATYN Wien, I., Maria Theresienstraete Nr. 10 Telephon 20-3-63. «4 Durchführung sämtlicher Bank -Transaktionen. . An- und Verkauf sämtlicher Devisen und Valuten. Der Volkswirt Gestempelte tarnte -- -.21 Centime«. Anszahlnng Wie« — —.27 Centime». Neuer Kurssturz de» Mark. I« Wrich notierte: sie österreichische Krone.—.27 (—.27»/, IS. Oktober) dir osterr. gestempelte Kreme . . —.20 (—.20 am 15 Oktober) dir tschechische Krone...... 5.70 l 5.75 am 15. Oktober die Mark.3,20 ( 3.80 «, 15 Oktober) Agram .185; 1.90 am 16. Oktober) Bukarest.. . 3.85 3.90 an 15 Oktober) Budapest.. . —.77 —.80 am 15. Oktober) Warschau.— 12 —.15 tw 15. Oktober) Znr Frage de, kommerrielle» Kredit». Wen inan in der Vorkriegszeit die Bilanz einer öfterreichischen Mobilbank ansah, formte man regelmäßig feststellen, daß sich das Börsengeschäft, der Wiener Banken 'n sehr engen Grenzen hielt, daß es, verglichen mit dem ^laufenden Geschäft", de» Konti „Debitoren" und „Kreditoren", mir ebnen ganz bescheidenen Prozentsatz ausmachle. Dabei umfaßte das Konto ,LvnsortialbeteUigungen" auch sehr viele reelle Gründungsgeschäfte. Andererseits war die Kreditgewährung der Banken sehr liberal; es war so leicht, Kredite zu bekommen, daß auch tlereinzelt lebensunfähige Unternehmungen gegründet werden und andere, die längst jevs solide Basis, alle wirtschaftliche Kraft und Daseinsberechtigung verloren hatirn. i«ch lange fortvegetieren konnten. Das alles ist seither von Grund auf anders geworben. D'ie in allen Urten von Spefulationsgeschästen■ — EfMerr, Devisen, Valuten — gebundenen Mittel der Banke» sind derart groß, daß ein einziger Faiseur imstande war, die Banken um eine Summe zu prellen, welche die eigenen Mittel der meisten Banken, sicher aber auch die Beträge weit überstiegen, welche die Banfon heute «u Kreditgeschäft gefunden $£*. Fall _^Wiewer MsrqenAertmrA Dnim hat in dieser Richtung allerlei lehrreiche Aufschlüsse gegeben. Wenn heute ein Industrieller oder ein Kaufmann Kredit haben willso gewährt ihm die Bank einen solchen, bloß in dem Falle, daß er protokolliert ist und die besten Sicheryeit-sn bieten kann, aber auch dann nur zu einem Prozentsatz, der früher als glatter Tatbestand des ^Wuchers aufgefaßt worden wäre. In sehr vielen. Fällen bekommt aber ein Industrieller oder.Kaufmann, auch wenn er alle diese Bedingungen erfüllt, noch immer keinen oder wenigstens keinen ausreichenden Bankkredit. Die Ursache hiesür liegt in der bereits erwähnten Bindung sehr bedeutender Bankmittel im Börsengeschäft, so daß die Banken für kommerzielle Kredite,.«die niemals so hohe Gewinne abwerfen können wie hie Spekulatlynsgeschäste, einfach keine Gelder mehr verfügbar haben. Die wirtschaftlichen Folgest dieser Kreditpolitik der Banken sind gerade ün gegenwärtigen Zeitpunkt die denkbar bedenklichsten. Es herrscht schon derzeit bei der Industrie, die jetzt ungeheure Summen allein für lausende Ausgaben, benötigt, eine arge Betriebsmittelknapp heit, die Investitionen sehr erschwert. Die Neugründung eines noch so woHlsunoiecjen industriellen öder kaufmännischen Unternehmens begegnet in der Regel so großen Finanzierungsschwierigkeiten, baß solche Gründungen, auch wenn sie volkswirtschaftlich noch so wertvoll sein mögen, in vielen Fällen unmöglich werden. Wenn bisher nur wenige Unternehmungen zu Falle gekommen sind, so liegt das sichet nicht an der Unterstützung durch hie Banken, sondern daran, haß eine günstige Konjunktur Valutengewinne gelegentlich des Warenexports es Industrie und Handel ermöglichten, auf die Kredithilfe der Banken bis: zu einem >hohen Grade verzichten zu können. Alles in allem ist das sicher ein ungesunder und auf die Dauer unhaltbarer Zustand. In dem Finanzprogramm Dr. Gürtlers, der die finanziellen Lasten des Staatshaushalts aus alle Teile der Bevölkerung gleichmäßig zu verteilen, beabsichtigt, vermissen wir daher ein Projekt, das geeignet wäre, einerseits dein nqtleidenden Sfoate beachtenswerte Einnahmen zuzuführen und andererseits der Industrie und dem Handel, die heute den wichtigsten Faktor im Wirtschaftsleben Oesterreichs darstellen, die nötigen Kredite zu verschaffen. Man könnte nämlich die Banken nach dem Verhältnis der Mittel, die sie einerseits im Börsengeschäft, andererseits im kommerziellen Kreditgeschäft arbeiten lassen, sowie nach dem Verhältnis der Gewinne, die sie aus diesen Geschäftszweigen erzielen, in Kommerzialbanken einerseits und Spekulationsbanken andereresits einteilen. Es gibt noch ärgere Möglichkeiten als die Bilanzen, um dieses Verhältnis zwischen kommerziellen und spekulativen Geschäften bei dem einzelnen Bankinstitut zu ermitteln. Die Banken, die zu einem bestimmten Prozentsatz, jedenfalls aber überwiegend Kommerzialbanken sind, könnte man, so wie bisher, die besondere Erwerbsteuer entrichten lassen; für die Spekulationsbanken dagegen, die ungleich höhere und leichtere Gewinne erzielen» konnte man einen Zuschlag zur besonderen Erwerbsteuer oder überhaupt eine Erwerbsteuer auf anderer Basis und mit bedeutend erhöhten Sätzen einführen. Wenn der Staat an den Gewinnen der Exportindustrie beteiligt werden soll, so ist nicht einzusehen, warum der Staat nicht an viel mühe- und gefahrloser erworbenen Valuten- und Effektengewinnen partizipieren soll.' Eine Sonderbesteuerung der Svekulationsbänken würde nicht nur dem Staate eine neue ergiebige Einnahmsquelle eröffnen, sie hätte auch den Vorteil, daß durch einen harten Steuerdruck eine Reihe von: Banken wieder das volkswirtschaftlich so wichtige kommerzielle Kreditgeschäft stärker pflegen würde. ' Die Schwierigkeiten, die der Verwirklichung dieses Vorschlages entgegenstehen, sollen keineswegs unterschätzt o der verkleinert. werden. Aber die Durchführung dieses Projekts ist möglich und würde nicht nur für den Staat und für das Wirtschaftsleben Oesterreichs, sondern schließlich auch für die Banken selbst von hohem Werte sein, deren Geschäfte sich dann auf einer solideren Basis abwickeln würden. Weitere Steigern«, de» Banknntennmlnnfe». Am 31/, fKilitrfettt £?*new. Die OesteneWsch-rmgarische Bank teilt uns mit: Der Stand vom 7. d. M. zeigt eine Zunahme des Banknotennmlaufes von 3621 Millionen» verursacht durch die bedeutenden kommerziellen Ansprüche von 1292 Millionen und die staatlichen Schatzscheineinlieferuusen von 2719 Millionen, welche Mittel zur Fortsetzung der i» der letzten Septemberwoche nötigen Maßnahmen aus dem Gebiete der Lebensmittelbrschaffung dienten; die Grrognthaben erhöhten sich um 389 Millionen. > - ‘ ■■■ - Die Balntenknrse. . Nach emPftndttchO« fitJUfctingen Gefestigt. 3*t gefttäfen Berkehr waren namentlich M a r t n o t r« stärker u«k fielen »« 800 Punkte, ferner ermäßigten sich D s l l o r N v t e n bis kl 2360, auch die übrigen fremden Zahlungsmittel gingen i« Preise zurück. Späterhin trat eine Befestig»»- ei», doch bliebe« dir Werte gegen die lehtgemeldete« RoKernngen, wie nachstehende offizielle Schlnßtnrse geige»,, schwächer: Amsterdam 85 200.— Geld. 85.300.— Ware (pfflfit 14. Oft. 89.950.- Geld, 90.05,.- 898.-, 909.-1*68^ „ 18. Oktober 1921_ 972,—), Belgrad 3590.—, 8610.— ($862.—. 3882,—) «erlist 1622.- 1628.— (1922.-, 1928.-), BriiNel 18480. m530.- 19.080.—.19.120 —). Bndavest 893.50, 396.50 (199.—, 402.—), Bukarest 1937. 1945 rr (19Q5.-, 2005.-), Ehrisi.ama 30.775.— 30.825.— (32.975.—, 33.026.—), Kovenhagen 48.975.—. 49.025.— (50.275.—, 60 325.-), London 9990.—, lO.OlO.— (10.090.—, 10.110.—), Mailand um Triest 9940.-, 9960 — (10,065.—, 10.085.—), Rew-Borl 2618,-, 2617.— (2665.-, 2669.—). Paris 18,780 - 18 8Z0.- '19.180.-. 19.220.—), Praa 2732.-, 2738.— (2859.50. 2865.50). Sofia 16(5.—, 1655.- (1695— 1705.—), Stockholm 57 570.-, 57.630.- Warschau NN)' Krakau 61—, 63.- -60.50, 62.80), Zürich 48.975.—, 49.035.- (49 975.-, 50.025.-), Madrid 35.060-, 36.140.- (35 460.—. 35.540.—). Dollarnoten 2588.—, 2592— '2685..-T-, L639.-),Belmicke Noten 18.330.— 18.420.- 18.980.-19.020.—), Bulgarische Noten 1^95 —, 16(5.— 1545.—. 1655,—), Dänffche Noten 48.475-, 48.525— 49.776.- 49.825.-), deutsche Marknoten 1627 -,, 1663.— (1982.-. 19,8 -). englische Note» 99409960 (10.030 10050.—). franz. Noten 18.680.-, 18.720.- (19 000.-; 19.040.-). holländische Noten 84 95V.-. ^5>6S0>- 89,700.— 89.800.—), italienische Roten 9790.-, 9810.—.(9790.—, 9310,—.), unabgestempelte jugoslawische Roton 8580.—. 36< 0.— (3791— 3811.—). norwegische Noten —, (32.575.—, 32.685,-—), voknische Marknoten 69.80, 71.50 (65.—, 67.—), fkmnänische Noten 1945.—, 1955.— (—.—, —Russische (Nom.) —(— Schwedische Noten 57070.—, 57430 — (61.280.—, 61.280.-—). Schweizer Noten 48 875.—, 48.925.-. (49.845.- 49.895.-\ tschechoslowakische Noten 2697.-, 5703,— (2822.-, 2828.—), ungarische Noten nener Emission —(899.—, 408.—), Spanische Rot« —.—; —, —.—). Die Wirtschaftslage in PalLftiaa. Offiziell wird verlautbart: Der Preisabbau land^ wirtschaftlicher Produkte macht sich sehr bemerkbar. Die Sommer« rrnte wird als ftimlich mittelmäsiig geschätzt, insbesondere di; Sesamernte. Die Maudelernte macht rasche Fortschritte, dank den cus Amerika impvrtiertm Mändelpfisickmaichinr». Der Traubenexport nach Aegypten erlitt einen neue» Rückschlag und können die Win er nur mit Milbe Käufer für ihre reiche Traubenelnte finden. Größere Abschlüffe in Melonrnexporte« wurden nach Syrien und Aegypten getätigt. Dir Flrrschpreise sind fiark gesunken. Anch dar gesamte Wlntergctreide wurde einer Schätzung unterzogen. Danack ' stieg insgesamt der Ertrag der Hauptgetreidearten «m 10«/, gegenüber der lehtlährige« Ernte. Ab« die Preissenkung im Gr treibe und die dadurch erfolgende Hrr-> mindrrung de8 Erlöser wird eine Verkleinerung der EinkstnsteddeS ZehrntS nack sich ziehen. Die allgemeine Geschäftslage yat sich, wie offiziell verkant* bart wird, bedeutend g e b e f s e r t und d'e Kaufleute haben den Handel mir dem Anslände, hanplsSchlich mit Deutschland, von wo Waren in größeren Mengen bezogen werden, wieder anfge- Nvwmen. Die im Juli nach Palästina importierten Warm brlausen sich ans 437.392 Pfund, die exportierten auf 51.802 Pfund Der Zoll an ausländischem Tabak brachte 12.707 Pfund. Die Thesaurierung von Banknvten. Eine Alnssenerschein«»-. Heute erfolgt die Ausgabe der u e u e n T a u s e n dkronennoten. Wie jedoch die Korrespondenz Herwri von gut informierter Stelle erfährt, rechnet man schon jetzt mit der Tatsache, das; ein Großteil dieser neuen Tausendkronennoten bald aus dem Verkehr verschwinden wird. Diese Erscheinung wird lchon seit geraumer Zeit beobachtet. Wohl gab er auch in der FeiedenSzeit »nd in den Kriegsjahren am Ersten eines jeden Monats, wen» die Gehälter der Ar gestellten ausbezahlt und von den Geschäftsleuten die Lieferungen beglichen werden, eine kleine Geldknappheit, die aber immer zehn Tage nach dem Ultimo vorüber war. weil dann das Geld in die Orsieirnckisch-ungausche Bank wieder rmSckströmte. Jetzt steht die Sache aber' ander-. Zwar werden immer mehr Banknoten gedruckt, aber diese verschwinden zum große« Teile ans dem Verkehr «nd kommen nicht mehr zurück. Anfang- Oktober wurden etwa 2 Milliarden Zrhntansendkrvnen-, Vf, Milliarden Tausendkronennote« urd weitere kleinere Noten ansgegeben. Von diesen ist nur ein Bruchteil im Verkehr, die weitaus größer, Menge der großen Noten wurde gehamstert. Namentlich sind ,8 die Zehnlausendkronennoten, auf dir rS dw Nvtenhanisterer abgesehen haben »nd fklr die sich auch ans der Provinz eine rege Nachfrage zeigt. Vollständig vermigin sich die maßgebenden Stelle« diese Hamstern»« von großen Banknoten nicht zu erllaren.Jmmerhin ist anzunehmen, daß die Hamsterung einerseits zu spekulativen Zwecken geschieht, andererseits aber die Leute aus Angst vor einer Depot» spirre und anderen Maßnahmen die großen Banknote« thesan* rieren, zumal sich zum Beispiel die Zehntäusender leichter ansbewahren lasten als die kleinere» Noten. Wie man diesem Uebrl steuern soll. darSber wurde in letzter Zeit oft berate», ohne daß jedoch hiesür ein geeignetes Mittel ausfindig gemacht worden war«. VraudanK A.-G. Auf Grund der der Union-Bank, Wien, der Allgemeine» österreichischen Bodcn-Credit-Anstalt, Wien, der Bank für Oberöstrrreich und Salzburg. Linz, den Herren Heinrich K i e n e v Brauindustrirller in Salzburg, Martin Bartrnstein, Brayindnstrieller in Linz, und Dr. Ferdinand Fälkens a m m e r, Großindustrieller, WelS-Wien, erteilte» Konzession hat am 16. Oktober d. I. in Linz die kvnstitnierende General- »e'sammlnng der Branbank A.»G. fiattgefundrn. Das Aktienkapital' der Gesellschaft betrügt K 70.000.000 und wurde voll eingezahlt. Die Braubank A.«G. wir» sich ausschließlich in die Dienste der Brauereiindustrie und der mit derselben |usam«enh8ngrnden HilfSindustrien stellen. Sie beabsichtigt, die Erzeuguug-- »nd Absatzkostcn drr ihr angrschlosienen Branereidetriebe »u vermindern, welcher Zweck durch zentrale Verwaltung drr Brauereien, durch zweckmäßige Arbeitsteilnng, gemeinschaftliche Beschaffung und Verteilung der Roh- und Hilfsstoffe, Bermindcrnng der allgemeinen Unkosten und zweckmäßige Belieferung der Kundschafte» unter Berücksichtigung drr bestehende» Frachtsätze erreicht werden soll. . Bisher erscheint der Anschluß der Poschacher Brauerei in Linz Ä,-^„ der, Linzer Aktienhrauerei und Malzfabrik, drr Wieseldnrger Aktienbraiterei, der Brauerei Kaltenhausen «nd drr Salztammergntbrauertl « Gmunden A.-G. an du^m^ek g^ch«l.

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