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Wiener Morgenzeitung · 1921-10-18 · Heft 977 (18.10.1921) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 977 (18.10.1921)
Date
1921-10-18
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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ftt. »77 . fCim, Diensta- Wimtt «Vvgerrzvtt»«- "■ „MMia.i.... .. i i i Von dem Grundsatz auszugehen, daß wegen politischer Vergehen verfolgte Personen aus Polen nicht ausgemiesen werden dürfen. Ein mysteriöser Mord in Moskau. Warschau, 17. Oktober. (Fuukspruch.) In der Nackt von. Samstag aus Sonntag wurde Fruckiewicz,Mitglied der polnischen Repatrsirruns-komniission, in seiner Wohnung in Moskau ermordet. Die> polnische Geiandtschait hat eine Uritersuchnng der geheimnisvollen Umstände des Morde- und Brstraiung der Schuldigen verlangt. Die Seq«estrier»«gen in Frankreich. Paris, 17. Oktober. .IoumslE befaßt sich mit der Liquidierung der feindlichen Güter, die für Frankreich. für die Kolonien und für Elsaß-Lothringen gesondert vorgenommen wird. Das Blatt teilt mit, daß das Ergebnis der Liquidierung von etwa 16.000 sequestrierten Gütern, darunter 4000 ö st e r r e i ch is ch e n, vorliege. Bei Abschluß des Waffenstillstandes fei der Wert der Güter auf eine Milliarde für Frankreich, 4800 Millionen für Elsaß-Lothringen und 50 Millionen für die Kolonien geschätzt worden. In 3000 Fällen sei die Aushebung des Sequesters erfolgt, da die Eigentümer der betreffenden Güter Nachweisen konnten, daß sie einem neutralen Staat angehören oder gemäß dem Fciedenrvertrag eine neue Staatsbürgerschaft erworben haben. 2000 Sequestrierungen ö st e r r e i ch i s ch e r Güter seien gemäß dem französisch-österreichischen Abkommen aufgehoben worden, da eine einverständliche Ordnung erfolgte. Die bisherige Liquidierung von 4000 sequestrierten Gütern ergab 850 Millionen, die in das Budget von 1923 eingestellt werden. In den Kolonien gehe die Liquidierung normal vor sich. In Matz- Lothringen habe der Verkauf bisher 1800 Millionen ergeben. * Vertraue«si»st«m für die griechische Regierung. London. 17. Oktober. (Tel.-Komp.) Meldungen aus Athen zufolge endete die Abstimmung in der letzten Sitzung der Kammer mit einem Siege der Regierungspartei. Die überwiegende Mehrheit sprach sich für das Verbleiben .des jetzige» Kabinetts im Amte aus. Die Unruhen in Indien. London, 17 Oktober. lTel.-Komp.) Meldungen aus Bombay besagen, dag sich die Unruhen weiter ausbreiten. Auch außerhalb der Provinz Malabar kam ,cs zu Erhebungen. In den nächsten Tagen wird eine 'größere britische Truppenmacht gegen die Aufständischen iaufgeboten werde». Tagesbericht. Der bekehrte JesnitenPRter. Im März .1916 erschien aus. der Feder des I^'suttenpaters Dr.. Alexander Martin »dich eine Broschüre, hie unter dein Titel ,>D>ie Judeyfrage" den schärfsten Judenhaß predigte und wie , alle ähift^Hle^ Verleurndungsschriften auf unzählige Male als Fälschungen nachgewiesenen sogenannten authentischen 'Duellen ausgebaut waren.; Dr. Martins v i <$,. der damals in Fünftrrchen Seelsyrge übte, wurde — .es war vor der Herrschaft,des christlichen Kurses — ..wegen dieser Schmähschrift von seinen'eigenen Gläubigen anergrifsen. Jetzt, nachdem FüpMrchen wieder an Ungarn zurücksiel, wurde diese.Broschüre von.-den "mit.',der Nationalarmee eiügezvgenen ,,ErMchvlldey.. Ungarn" m öftrer Neuauflage in den.SjMßen Fünftirchens uneu tgeltlich,.verteilt..-Das-.Budapests«- jüdische.. Watt „Egyenlöseg", welches diese.: Tatsache festnagelse, erhielt nun. von dem Autor JesuitenpaterD>r. Mar- -tinovich ein ^Schrechpn,, wetcheswegen - seines ^uhült^ und /seines Autors politische -Bedeutung besitzt .und schon deshalb -auch hier wiedergegeben werden soll, weil man nie wissen kann,'ob nicht der geschmeidig« Jrsüitenpater nach' einiger Zeit'auch die i». diesem' Briefe bekundeta Gesinnung widerrufen' wird. Doktor MarUiiovich "erklärt, daß er dieser Aktion fernstehe- und die Neuauflage nmd die Verteilung der Broschüre als einen Mißbrauch "verurteile, und setzt-.dann fortr „Sott dem Erscheinen Meiner Broschüre im-März 4918, hat die Welt große'Veränderungen erfahren. - Drei Jahre sind eine lange Zeit'im ernüchternden Wellenschlag der'ivetterschüite/nben Ereignisse. Dieser. Wellenschlag warf auch den Autor der „Judenfrage" zu, Mer ideellen Höhe einpor, wo man/alles klarer, sehen kann und die Dinge ruhiger ermessen werde können.-Dev erweiterte 'Gesichtskreis hat ihnr aber die neue, unehrliche Situation. enthüllt. Er vermochte rmn klar zu sehen, daß in der. neuen Aera di« Judenvexfalgung nicht nur Ruhm--und schriftstellerische Lorbeeren' bringt, so ndern auch materielle V o r t e i l e sichert.- Deshalb reißen nicht nur die Mutigen, und. Männer von starker Ueberzeugnng die. fl,erbende ' Fahne des . Antisemitismus ansich, es sindsehr oft Streber und! Opportunisten unter ihnen. Für viel« wurde Antisemitsein ebenso eine gastriologische Frage wie zum Beispiel die Frage, ob man sich in irgendeine Konsumgenossenschaft einschreiben lassen soll. Es ist daher kein Wunder, wenn die anfangs unter idealen Schlagworten begonnene geistige Bewegung zu einer lärmenden Demagogie erniedrigt wurde, welche das moralische und wirtschaftliche Niveau unseres Landes vor den Augen des Auslandes in hohem Maße herab gedrückt hat. Der Antisemitismus der letzten Jahre ist nicht nur unzeitgemäß und taktisch verfehlt, sopdern hat eben wegen seines demagogischen Charakters zu Uebergrifsen und Auswüchsen geführt, welche der christlichen Liebe geradeaus zuwiderlausen. Deshalb geboten mir-mein Christentum/mein Ungartum und meine Stellung als Geistliches jede Interessengemeinschaft Mit solchem Antisemitismus abzulehuen. - Ich konnte daher auch an diesem auf der Straße mit meinem Namen getriebenen Mißbrauch nicht wortlos dorübergehen, umsoweniger als diese bessere Einsicht nicht erst jetzt in meinem Hirn entstanden ist. Mich hat nicht die letzte lärmhafte Entgleisung des dem Bankrott zueilenden „christlichen Kurses" zum Bewußtsein geweckt, ich war schon vor einem Jahre im klaren über meinen heutigen Standpunkt, damals, als der Haß noch im Mantel des Christentums Orgien feierte, schon damals, als verrückt gewordene Zeloten es beliebten, auch das Straßenbetharentum in den Glorienschein der patriotischen Heldentat zu kleiden. Schon mr vorigen Herbst mußte ich die Kanzel der Herz-Jesu-Kirche verlassen, auf welcher es verboten war, mit christlicher Offenheit für die Unterdrückten Partei zu ergreifen. Ich wiederhole also, daß in der „Judenstage" nicht ich m den .Straßen Fünfkirchens in „zweiter Auflage" erschienen bin, sondern die Beschränktheit, die'aus den traurigen Ereignissen der drei Jahre nicht lernen will." Kongreß für Soziologie. Turin, 17. Oktober. (Funkspruch.) Der hier tagende internationale Kongreß für Soziologie nahm eine Tagesordnung an, tvorin er die Errichtung einer .internationalen Univerfität m Brüsselbilligt, die Gründung eines politischen.-internationalen Organs unter dem Schutze des Völkerbundes empfiehlt und die bürgerliche und politische Rechtsgleichheit der beiden Geschlechter bekräftigt. Der nächste Kongreß wird in Prag ab gehalten werden Die Sch«i«tzel»irtschast kei der Wiener »»-«rische« Gesandtschaft. Wie »i, Züricher D»vise«lr«»se ««ch B«tzapest iiSe»- «ittolt MArVe«. Budapest, 17. Oktober. Wie die BlLttrr mtftttt. habm bi« tön der Polizei länger Zeit hindurch grpflogeur» Erhebungen ergebe», daß der Chef der Wiener ExpositNr der Futur« A.-B« Alexander Magurauyi, ei» ehemaliger Beamter der Wiener ungarische« Gesandtschaft, sowie der Chef der Wie«rr Firma Friedrnstein & C ». unter Mißbrauch »on AmtSteleph on«» d e r W i e »r r « n % ö r x f ch e» Gesandtschaft in staatlichen Gesprächen die Züricher Devisenkurse an einzelne Budapest» Großbanken abgaben, und zwar oft zn einer Zeit, wo diese Kurse dem Ungarische» Telegrtphen-Korresvo«dru»-Bnrea« noch nicht -»gekommen war«». Frau Rechrtttzer kehrt z«rück. Trotz Krieg, Revolution und Umsturz könne» viele Leute nicht von dem Wunsche lasten, in bester Gesellschaft gedruckt zu erscheinen, auch wenn die Geschichte nicht billig ist. Nun gibt es erfreulicherweise Organe, welche diesem wichtigen Bedürfnisse Rechnung tragen. Ein solches Organ ist das „Wiener Salonbsatt". Freunden gediegener Unterhaltung kann die Lektüre nur wärmstens empföhle» werden. So entnehmen wir der Nummer des Blattes vom 15. Oktober folgende „Per,fonalnachrichten": Am 4. Oktober verbrachte i» Remllh-fnr-Srine Ihre Majestät dir Königin Marie beider Sizrlienin völliger geistiger Frische ihren 80. Gebnrl-tag. Kronprinz U « dert» »o» Italien kehrt« vo» seiner Mittrlmeerreise nach Ro« zurück. Prinzessin Helene von Serbien weilt -egenwärtig in Brüssel. Frau Helene R e ch n i tz 11 -ehrte an» der WVa Rechuitzer in Kktzbtthrl in Tirol wieder „ch Wrrn, Kim-rtr.erstraße 51, zurück. Gott sei dank! > .-., D«» Ui»drrfter»e» I« 9Uj}t«»>. 17. DltoSet: (Funkspruch.) Im Bottskommissarrat für Unterricht find folgende düstere Meldungen über die Lage der Kinder in den Hungergebieten eingelaufen: In verschiedenen an der Wolga liegenden Städten 'stürzten sich Eltern mit ihren.Kindern in den Fluß. Vielfach, haben Eltern ihre Kinder erdrosselt, um sie von den Lchben des Hungers zu erlösen, Viele Kmd«er flüchteten in die Wälder, wo sie sich von Wurzeln nähren. Die Kinderheime weisen schon dreimal soviel Kinder auf, als ursprünglich dort untergebracht werden sollten. Die Zahl der Kinder, die von ihren Eltern verlassen werden, mehrt sich von Tag zu Tag. Für die Evakuierung der Kinder aus den Hungergebieten hat das Volkskommissariat für Unterricht 28 'Millionen Rubel bewilligt. Ein Viertel dieses Betrages ist bereits übergeben worden. Die Zahl der in der Dartarenrepublik zurzeit hungernden Kinder beträgt 18. Oktober 1921 Seite 3 über eine Million. Von diesen Kindern werden! 900.000 durch die Hoover-Hilfe und 70.000 vom Staates verpflegt; 30.000 sollen evakuiert werden. Bisher sind! 200.000 Menschen infolge Hungers und Unterernährung' erkrankt; 10.000 Fälle sind tödlich, verlaufen. Keren-Haiessod-Arbeit in Amerika. Wie bereitgemeldet, soll C o k o l o w demnächst nach Amerika kommen, um an der für Ende Oktober einberufenen Keien-Hajessod-Konferruz trrlzunehmen. Auf der Monalssitznng des provisorischen Kereu-Hajessod-Exekutiokomiteeg unter Vorsitz von Joseph B a r o n d e ß. wurde e-n Komitee, bestehend aus Apel, Judge Rysrnblatt, Dr. Wachsmamr, Baruch Zuckermann. Grobelskr, Cd asm und Morris Margvlies eingesetzt, um diese Krren-Hajesiod-Ko»ferenz vorzubercitcu. Das Komitee hat sich auch mit dem Vorschlag zu befassen, den Zusammentritt des jKdischen Kongresses zu beschleunigen, um die Keren- Hajessod-Arbeit zu orgamsirren. Zugleich wurde befchloffen, daß die kleinste Gabe für den Krrm-Hajessod 25 Dollar pro Jahr be« trage, die auch in Raten abführbar sind. Kleinere Gabe« werden zwar ebenfalls angenommen, aber nicht als M a a s s e r, zu de« jeder Jude verpflichtet.ist,, betrachtet. j .v i . ./• * AL. Lkttoder — Sammeltag f8r die RettungSgeseK» schaft. Die HauS'ammelbogkn für den Sammeltag am 22. d. M. sind dnrch die Bezirksverttetuugen größtenteils schon an die Hausbesorger auSgegeben. Die drei Organisationen der Hausbesorger haben ihre rückhaltlose Mitwirkung bei der Haus' sammlung zngrsagt nnd darin schon ist die Gewähr des Erfolges gelegen. In ollen 41.000 Häusern der Hauptstadt wird sich wohl kein Mieter seiner Pflicht entziehen und wirklich nach Kräften! spenden, soviel er erübrigen kan«. Es fehlt nicht wenig von hunderttansend Krone«, die'ein Tag deS Betriebes jetzt . die Rettungsgesellschaft kostet. A« dieser Ziffer allein kann maa? ermeffe«, wieviel Geld nötig ist, um — nach dem jetzigen Stande der Tenerung — das Leben der Gesellschaft für Jahr zu friste», «nd deshalb ist er erforderlich, daß jeder Bürgrr der Stadt so viel beisteuert, als er entbehren kann. Wenn früher zehn »der zwanzig Kro«e» eine immerhin ansehnliche Spende waren, wird er diesmal — noch dem leider schon üblichen Schlüffel — nötig sein, daß daS Fünfzig- bis Hundertfache gespendet wird. Und die alte» »«d neue» Reichen werden es als Gewissenspflicht erachte«, nach Lausende« zu gebe»; Besitz verpflichtet. * Gin Kk»»re»s«rgesetz. Bor kurzem wurde im Rationalratein Gesetzentwurf über die Prüfung vo« Laufbilder« (Filme«) für Lichtspiele (Kmozensurgesetz) em- Jebracht. Dieser Gesetzentwurf enthält unter anderem nachstehende Zestimmunge«: Filme dürfe» nur daun öffentlich vorgesührt werden, wenn sie vo« de« PrÜfuugSstelle« zugelaffen sind. Die Zulaffrrng emrS Filmerfolgt auf Ansuchen der Filmerzeuger oder der Inhaber von Verleih- oder Vertriebsstelle«, welche Läüfb ilder m Verkehr bringen.Den zur Vorführung vor E r w a ch f e n e n , bestimmten Laufbilder« ist die Zulaffung zu v e r s a g e n. wenn die Prüfu»g ergibt, daß die Vorführung geeignet ist, die öffentlicheRsheundOrd««ugzu gefährden, i>ct$ r «Li giöse Empfinden zu verletzen, unwahre Vorstellungen vom Leben zu verbreiten, verrohend oder entsittlichend zu wirken u«d daS A n s e h e « Oesterreichs oder seine Be-iekuugen z« auSwartigenStaaten z « sch L d i g e «. Für I « tzendvorftellung e n sind nur solche Lansbilder zuzulaffr«, welche entweder belehrenden oderernste«, jedoch dem Seelenleben der Jugendliche« entsprechenden »nd gehaltvollen oder a«ch naiv-bumoristische« Inhalt aufweistn.' Unbedingt ist die Zulassung solcher Lansbilder zu versagen, von deüen eine schädliche Einwirkung ans die sittliche, geistige oder gesundhritücke Entwicklung oder eine Ueb erreizung b e t; Phantasre b e r Jugendlichen zu be« fürchten ist. Jugendliche «nter 18 Jahren dürfen nur Borsührrmgen besuchen, welche ausdrücklich als Jugendvorstellungen angekündigr find. Die Verwendung von i l l « st r i e r t e » Plakaten sowie von Wiedergaben einzelner dem Laufbrld entnommener Szene« al§ R e k l a nt t nt 111 c I und dre ÄRSgabe, von ge-' druckten Jrhaltsangabkn ist « n z «l ä s s r g. \ * Äcmr Z»8erhöh«»>r» ffit lebe»»«ith!ttse Artikel. Wir werden von amtlicher Stelle aufmerksam gemacht, daß einrel«e Kausleute die Preise von lebenswichtigen Artikeln mit der Begründung erhöhe«, daß die Zölle für die Artikel erhöht wurden. Diese. Behaupt««, ist unwahr u»d es wird amtlich erklirrt, daß alle lebenswichtigen Artikel vollkommen zollfreisinds * $«wfti0|K«ietttffe Erhöh««- der Telegraphengehsthre«. Eine Mitteilung der Telegräphendirektiou für Niederösterreich besagt, daß vom 15. d. M. an im internationalen TelegrapheNvrrkehr eine Erhöhung der Telegrammsebühre» in Kraft tritt. Diese Erhöh««- beruht aas der Umrechuanz der Wort» gebühre« für Telegramme «ach de« Ausland im Sinue des mternationale» TelegraPhurreglementS «ach dem mittleren Kurswert deS Franken von K 165 gleich eine« Franken während der Vierteljahres vo« 1. Juli bis 30. September 1921. Aus Grunds dieser «ene« Umrechnung erhöhe» sich die TrlegraphengebÜhre« um genau 50°/#» E» werden daher künftig Telegramme «ach Drutschlaud. der Tschecho-Slowakei, Jugoslawien «nd Ungarn mindesten» K 80, »ach Italien «nd der Schweiz (!) K 100, nach Holland und Dänemark r »63, «ach Schweden, Norwegen und Polen (!) K. 418, «ach Frankreich K 355. nach England K 570, nach Aeghptt«, je nach der Zone, L 2063 big 2723 und nach New-N»rk L 2590 bis 8020 kosten. Der gewöhnliche Staatsbürger wird eS allerdings nicht begreifen, warn« eiu Telegraphentaxif für Telegramme nach der Schweiz Mindestgebühren von K 100 festsetzt, während solche nach Pole« mehr als dar Vier« fache koste». * Erhöh««- dar Tahabpreise. Die Tabäkfabnkate werden rn Kürze bedeutend verteuert werde». Bezüglich des Ausmaßes der Erhöhung der Labakpreise sind »och keine sachlichen Vorschläge gemacht worden. Schon bei der letzten Erhöhung der Preise für Labakfabrikatr, die im 3«ni dieses Jahre! erfolgte, wurde eine «euerlichr Steiaerung im Herbst geplant. Maßgebend für eine Erhöhung der Verkaufspreise aller Tqbake «ud Tabakerrruaniffe ist aber nicht in erster Linie die Frage der Bedeckung der veamtengehalte, sondern valutarische Einflüsse. Seit dem iahe» Sturz der Krone ist die Frage immer akuter geworden.' Ww beziehen Zigarrentabake aus Holland. Zigareltentabake au» de« Balkan und bol Rohmaterial für Virginier aus Amerika.; Bei dem ständigen Ansteiae» der ausländischen Valuta ober wird! riue Regulienmg der Tabakpreise zur «nabweiSliche» Not-; Wendigkeit. chpslklshssx und billigst im Warenhaus Brader Schiffmann lljaborstrasse 48> Engros; Tolephou 47J79 ~ L» disKM«

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