Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 974 (15.10.1921)
- Date
- 1921-10-15
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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ikMe 4 Die», Tamskag ^Sgfärge der Anstalt bringen die Energie auf,, sich selbständig;m Mchen, obwohl auch das vorkoimnt zuck irr einem der. ' KeArrke Wiens ein blinder Bürstenbindermeister mit Mnf >LiLrbetr-iNesellen, alle .Schüler der Anstalt,, arbeitet. .Oie Meiste« aber übernehmen Heimarbeit oder beschäftigen sich «rrnrit dem Vertrieb von Bürsten. Die Korbflechterei itrllt, tvenn sie fuH mit ZierNeflochtw befaßt, fcoäjT p viele Ansprüche an den Geschmack, um den Blinden volle Se!b- »länaigkeit z« gewährleisten, und das Klavierstimmen ist vom musikalischen .Gehör, abhängig.. Ein Kriegsblinder, der bis letzt warten mußte, wird zum Klavier stiynner aus gebildet nnd träumt sogar schon vom Heiraten und einer gesicherten Erisienz/.l'Mie Ee, die das - Schicksal so schwer getroffen, Hoib ruhig, gleichmäßig, fast heiter. An dieser wieder»-- .^rruygennp Gelassenheit erst kann man erinefsen, wieviel ^iese.MMche«.' gelitten haben müssen, ehe der - HoffmrngKs<bnnuW,der geregelten Tätigkeit wieder für-sie aufleuchtete, ilrid daran kann man auch ermessen, welchem Jammer ohne Grenze,-! .welche? rasenden Verzweiflung die anderen überliefert., sind., di« warten müssen. Warten, weil die Ällgenrem- .Juden wie Christen, keine Lust und keine Muße haben, oes HtzrSs -v?r. Späterblindeten zu gedenken. Der drahtlose Karszettel. - '?ieüc Dinge bereiten sich vor, die mit der Entwicklung ccc vraMosen Tclaphonie in innigstem Zusammenhang stehen. Usvei.''^ ihrdngegerüväriigeu Starck und ihre zukünftigensichte;: gab'im „ÄtautikerEnnd" irr Berlin, einer Ver- .'inigünff--'ehemaliger -Offiziere und Kapitäne der Handelsmarine, Oberingenieur Kohlbauer von der C. Lorenz - Ä.-G'. einen" üÄsafsenderr Ucbecülick. Er wies darauf hin, daß die Best r'eKuü'gÄ für die weitere Ausgestaltung der drahtlosen TeleöÄönie gegenwärtig dahin gehen, es zu ermöglichen, durch sie dieselben Entfernungen zu nberbrücken, wie mir der drabrlosen Telegraphie. Man hat in dieser Beziehung hfnnt sehr große Fortschritte gemacht. Die Telephonie bietet Gegenüber der Telegraphie auch eine sehr erhebliche Anzahl nun Vorteilen. Vor allem ist bei ihr die Bedienung. eine ine! einfachere. Jeder Laie kann sie überriehmen. Es ist keine '-Keuntnisder Morsezeichen nötig. Der Verkehr. vollzieht sich ririajer umS gestattet vor allem eine utunittelbare Aus-, spräche. ........ Alls 'Gründ der neuesterr Erfahrungenkönnen Gespräche! von MÄn gewöhnlichen Postielephon ansgeführt und damit ancn "enlpkMrgen werden. Die Erfolge sind vor allem auch ver AüWslünng des Lorenz-Poulschen-Senders zu verdanken, die vondeutscher Seite geschah. Mit dem gleichen System ist -nun nnr Ausland, zum Beispiel in Frankreich, wo es au» s-r S-'arion Lafayerte verwertet wird, noch um zehn' szadre-'- im Rückstand. Das deutsche System verwendet jetzt mtf'-n'fldjein Mikrophon während man früher viele nehnren mußte, .Es ist für jede Station ohnewe'iters brauchbar. Gegenwärtig ^werden bereits zwischen Berlin und Kopeniuraeu .prahfiose Gespräche geführt, und' zwar', beiderseits, öl?j durch Sprechen und Gegensprechm. F)ie Teilnehrfiev ahnen, dabei gar nicht, daß sie drahtlos verbunden sind. Es liegt hier der erste. Versuch vor, mit dem gewöhnliche;! Boh mparat drahtlos ins Ausland zu sprechen. Damit ist crwr.senr daß die drahtlose Telephouie mit Hilfe des Lorenz- Voui:-..-n Lenders für den Weltverkehr geeignet ist. Bei der - nn .stieler Messe wurden so die Devisenkurse von Berlin na«-, dt -e.! gegeben, wo sie bereits um 11 Uhr 15 Min., .also' u-eaige ^Minuten nach der Feststellung, bekanntgegeben werden d'.-attöm. y ' ■ ' Ec-' ist. beabsichtigt, - eine Art von drahtlosem Kurszettel '.nttiren. Die Post vermietet dann 'plombierte Kästchen, üv in Geschäften usm. an die Wand gehängt werden. A-nnür man den Hörer ab, so leuchten zum Zeichen, daß der un Avvaxär' befindliche Verstärker eingeschaltet ist, Lämpchen c::', und chann kann der mündlich und drahtlos in die ni gegebene Kurszettel ohneweiters sofort abgchört werden. Lyhnsorder«nge» iE der Konfektio«sindrrftrie. Dem einsinnmigen Beschluß einer sehr erregt verlaufene» Vertrau-nsmannerversammlung der in der Engroswie Detail- Konfektionsindusirie be'chäsrigten SiSckmeister znfolge wurden gestern den Unter nehmervrganisatione» dieser Industrie Lohnftrdernugen.i« Umfang einer l00°/oige» Erhöhung der Miuimalüiicklöhne in der Hrrren- «nd Damen-EngroS- »nd Detail, rruirttio» wie einer l2(?/»igen Erhöhung der Stücklöhne für Äinsertleider und Paletots überreicht. Diele Forderungen wurde» m-.r der eyoimm Bertenernng der Lebenshaltung sowie der GäS-, Lr,o.m- und Kohlenpreise begründet. Die Stückrurister sehr« bis 18. d. M. riner Erledigung ihrer Wünsche entgegen. Hiezu wird nns aus Untermhmerkreisen mitgeteilt: Den l.'ohnfordernngen — 100,-berrrhungswrise 130°/» Zuschlag aus die gegenwärtigen Ärinimalstücklöhnr — dürfte glatt entsprochen werden, de«» es gibt schon seit langem keinen Stückmeister, der zum MmiMüllvh» arbeitet und keine» Industrielle», der nicht de« zwei- »nd dreifachen Minimallohn schon längst bezahlt. Uebo.pens drohe der Konfektionsindustrie in allernächster Zeit Hm empfindliche Arbeitslosigkeit. Den Unternehmer» ist eS «nmöglich, zu den enorm hohe» Kursen die Stoffe im Luslande zu beziehen, hier verarbeite» zu lasse« und auf Lager 3» lege«, ohne eine Sicherheit hiesür z» haben, i« Frühjahr :diL Fertigware aus Grund , der gegenwärtigen, enormen Gestehungstoste» verkaufe» zu könne». Darauf sei rS auch zurückzoführr»» d a ß s e i t M o » a t e n schont ein e Ei nf«h ransuchen für Stoffe gestellt «nt de ».-Die vorhandenen Stoffe werden noch für Lagerwyre verarbeitet, «e»e Stoffe aber zu de» gegenwärtigen Kursen nicht '«kzsgtn. Die Stoffvorräte der Industrie werden in Bälde erschöpft Wirker M»rgenzeit««g 15. Oktober 1921 Nr. 974 Mitteilungen ans dem PnblilnA. ft ermann Lcharge Zratuliert herzlichst dem Brautpaare «« Emantiei Seif und Else Rosenstreich Echte JSgepwSsohe Albert üföatznei*, Wien,!., Kohlmessergasse 8 Streng rituell! JijnW [ HOTEL RESTAURANT BARSGHAK Vorzügliche polnisch-ungarische Küche Wein- und Bierspezialitäten Wien, II«, Grosse Schiffgfasse 3 IW Zionistische BezirKssektion „Inndsinisse“ Heute, den 15. Oktober, präzise 7-8 Uhr, findet im Vereinslokal, iH., Untere Viaduktgasse 18, die diesjährige ordentliche Generalversammlung statt. Tagesordnung: 1. Berichte. 2. Wahl des Ausschusses und der Delegierten zum Parteitag. 3. Vortrag des Präsidenten der österr. Org. Herrn Ing. Robert Stricker. 4r. Anträge u. Eventu alia.—Erscheinen der Mitglieder ist Pflicht! oi¥S Der Ausschuss. •t>' ff, „STRDHPFWEP VII., Kirchengasse Nr. 12 (Ecke Lindengasse) »so 1 ■=: Fernruf 35238 -------- sein, einige Betriebe haben die Erzengnng von Lagcrware überhaupt schon eingestellt. Die Industrie beabsichtigt, insolange nicht eine wesentliche Derbilligung der Stoffe eintriit, Konfektionierungen nur aus Grnnd direkter Bestellungen seitens der Kunden andznfiihren. nachdem die Erzeugung von Lagerware «it einem zu großen Risiko, eventuell mit riesigen Verluste» verbnndeu sei. Neuerliche Preiserhöhungen m den Kaffeehäusern bevorstehend. Zur^Beschlußiclffung über die neuen Grhilftnfsrdrrnngrn fand gestern eine Versammlung der Genossenschaft der Kaffeesieder im Saale „zum grünen Tor" statt. Herr Wilhelm Aldor berichtete über die Lohnverhandlunge», welche eine dvrchschnittlich 70*/<,ige Lohnerhöhung zeitigtew In der rrsten Gruppe erhält »nnmehr ein Zahlmarkör einen Wochcnloh« iu der Höbe von K1000» der Zuträger im ersten^Jahre K 17c0, im zweite» Jahre K 1950, nach dem zweite» Dienstjahr L 21bl), die Sitzkassierinnen L 39'0, der Kafferkoch K 4000. Ueberftunden werden mit 2°/o des Wochenlohnes vergütet. Die sonstigen Regien sind gleichfalls um mehr als 100% gestiegen. Um die Preise für die verabreichten Getränke «nd Speisen mit den erhöhten Löhnen und Regirn in Einllang z» bringen, müßten sie «m mindestens 1VV°// erhöht werden. Die neue Belastung, die den Kaffeesiedern au§ den riesige» Lohn- und Preiserhöhungen erwachst, werden sie kaum mehr ertragen können. Redner empfahl schließlich die Annahme der neue» Lohnsätze, welche ohne Debatte einstimmig angenommen wurden. Bezüglich der vsrznnehmrnden Prrisregulierrmge» einigte sich die Versammlung dahin, dieselbe» in Bezirksversammlunge» dnrchznführe«. Erhöhung der Kino-Eintrittspreise um 100 Prozent. Die Unterhandlungen zwischen den Vertretern deS Bundedsc österreichischer Lichlspieliheater und der Kino industriellen wurden geftern^ beendet. Nach fast dreitägigen Unlerhandlnngen kam eine Einigung auf Grundlage einer 70- bis 75°/»igen Erhöhung zustande. In einer außerordentlichen Versammlung tes Bundes der österreichischen Lichtspieltheater wurde de» Kinobesitzeru empfohlen, mit dem heutigen Tage die Eintritts' Preis e. u m u n^g e f ä h r 100*/» r» erhöhen. * Wie FvMkwokkhi seine Arbeitslosen beschäftigt. Das „Zhrurnal des Dehaks" schreibt: 35.000 Stahlhelme, verbeult, verrostet, wurden verpackt und in das Magazin von O'. geschickt, wober ausschließlich Arbeitslose beschäftigt waren. In O. konnten diese Helme nicht repariert werden cs mangelte an Platz man überführke sie also nach' dem, schon längst äufgel-assenen .Friedhofvon Saint-Jean, ließ die dortigen. Baracken Herrichten, Elektrisches Licht yjtvointieten und, engagierte Arbeitsloses um zu polieren, grad zu klopfen. Die Helme wurden wie n:u. Man schaffte sie «rach^Cherbourg. Dort lagerten sie auf den/Käis) dem Wind und Wetter'ausgesetzt. Drei Monate lang. Alsdann kam ein höherer Inlandanturbeamter mit fünf goldenen Litzen — der Mann will doch auch was für seine Gage tun — sagte, die „Dispositionen" seien geändert worden, die Helme müßten zurück nach O. In O. war indes der Platz immer knapper geworden, man spedierte die Stahlhelme nach dem ausgelassener Frieds Hof von Saint-Jean/ Auf dem Friedhof von Saint-Jean erschren em höherer Offizier U ffrn'f golbenen Litzen. (&? ließ die Baracken wieder herrichm —durch Arbeitslose —! bas bereits abmontrerte elektrij« Licht neunrontieredr ' brirch'. Arbeitslose. Dannschälte Van die Helme aus ihrer Umhüllung. Sie waren natürlichim^ife total verrostet. KW Heer von. Arbeitern und SCtBeihWu-ett wurde zumj Ne»- polieren eugggiert. Ausschließlich ixbeitslose. ^sich z« helfe«A»ifse» \ Wir lesen i» ».Cn de Pans : „Kürzlrch starb ein Oberer Mimstenalbeamter, Herr?). Der Seküonscbef suchte den Minister auf, «m ihn »m seine ^DrSpositionen" bezüglich be5, Leichenbegängnisses zu bitten. „Wie gewöhnlich!" sagte der Minister. „Lieber Freund, immer «nr hübsch nach de«- alte» Schnmrl! Ich kaffe «ich vertreten, der Vertreter spricht am täem» Grabe, Kranz mjt Schleife: ^Seinem unvneßlichr» Mitarbeiter — der Minister." Sie Jhrerseitl kaffe» de» Ko«*" dolenzbrief an die Witwe anssetzen, iÄinterschreibe, Punktum, Streusand drauf. Einen Augenblick! Der Mnn war ja wohl dreißig Jahre im Dienst? Nehmen Sie Papier «it hwarzem Rande!* DaS wird nicht anoehe«!" warf der SettionSchf em. hatte sich m letzter Zeit stark komvroUrttiert — Sbmiergelder von einrm Fabrikskonzern angenommen — wir l«e» ihn disziplinieren müssen — nun ist er freilich tot — aberPapier mit schwarzem Rand? Das wird nicht angehrn!" »Fatal* sagte der Minister« ,.Der Mann war doch emmal'dreißrg Jahrei, Dienst — von einem FadritSkonzern sagen Sie — man mäße da einen Ausweg finden — von welchem Konzern, lieber Freund— .Vom- Schokoladekonzern, Herr Minister!" ^VorttMch! D«m» nehmen wir einfach Papier mit braunem Rande!" * Wiedererschekne» einer autijüfische« «rabifcheu Zeit««-- i« Damaskus. Nach kurrer Utterdrechung begann di« aradiichc Zeittmg ^Alif Ba" wieder M eicheinen. DaS Blatt teilt seinen Lesern in Palästina mit, daß esdaS V o st d e b r t für Palästina wieder erhalten har, und erklär bei dieser Gelegene heit, daß die Redaktion rs sich zur Hanvpufgabe stellte, die B a l f o u r - D e k l a r a t r o n vor de Schaffung einenarionalen Heims für die Juden in Palästine * Für ei« hebräisches Lehrers« Der jüdische Pbilanthrop Arnold W e i 250.0^0 Lei zwecks Ankaufes oder Aufbaues z» bekämpfm. uinar i« Jassy. rauch spendete , eines Objekts für Lehrerfemiqar in Jaffh. .das hebräische (I. C. B.) * Die Einwanderung ix Palästina. Offiziellen Angaben zufolge landeten in Palästina rn derZeit vom 1. August bis 13. September l. I. 693 Immigranten, von welche» 44 über Kawara und 649 über Jaffa und Hais« angekommen sind. (I. C. B;) * Schließung der palästinensische» Abteilnng des Avint. Dr. d e S o l a P o o k. der bisherige Leiter des Joint in Palästina, terlt mit,.daß mit Ende Septewber dar palästinensische Bnreau vollständig geschloffen wird, nur die vo» seitm des Joint gegründete B o r s ch « ß k a s s e wird »uter der Leitung vör^-Dr. P o o l weiterbestehen., * Ahachath Zion i« arabischer Sprache. Herr Selm D a v n d i, Kairo, teilt mit,, daß er eine arabische Uebersetznng von M a p u s berühmtem Roma» „Ahawath Zion" herausgegeben hat. Dies wird dar erste in arabischer Sprache geschriebene z i o n i st i s ch e Bach sein. (I. E. B.) * Ei« jüdische-Spital i« MnakaSev». AnS Mnnkacevo wird uns berichtet: Die Leitung des ameriksnüchen Joint widmete 10000 Dollar für dm Ba» eines jüdische» Epitals in Munkaöevo. . * Jüdische LehrlingSabe«dsch«le. Die Schüler vom porige« Jahre treffen sich DonnexStag den 20. d. M., V»7 Uhr vbmdS. im Arbeitsnachweis, II., Taborstraße 59. Dort werden auch Neuanmrldnngen entgegengenommen. * Vereinigte Hebräische Schale«. Anmeldmrgr» m Teilnahme an den heblmschen Kursen werden entgegengeuomme«: für alle Schulen im- Sekretariat, H., Groß « M o h r e *« gasse 16/22, an Wochentagen 4 bis 6 Uhr nachmittag- «nd Sonntag vormittags, h) für dir Schulen im. XX. Bezirk im Schullokal XX, OtHmargaffe 46, an Wochentagen, 3 bis 7 Uhr, und Sonntag vormittags? Da der Unterricht schon begonnen hat, empfiehlt r» sich, die Einschreibungen raschest yorzunehmm.. Neue Kurse können nur m dem Talle eröffnet werde», wen» die Anzahl der Neuanmeldunzen dies erfordern sollte. * Wetterbericht. Das Schönwetter brachte in Oesterreich wieder Mittagslemprrature» über 22°, nur in Wien blieb eS etwas kühler (18°). Von England her droht de« nördllchrn Alpenländern rme leichte Störung deS Schönwetlers, die sich, iu mäßiger Bewölkung «nd leichlen Tempkraiurrückgängen zeige» , wird, doch durfte sich rasck wieder das klare Herbstwetter einstellen. Voraussage: Lechie Bewölkung, mäßiger Trmperaturröckgang, nordwestliche, vorübergehende, etwas auffrischende Wmde. * MoudeSfinsternis. Während der in der Nacht vom 16, auf den 17. d. M. stattfindrnden fast totale» Mondesfinsiernis ist die Urania-sternwarte im Falle günstiger Witterung So»ntag den 16., d. M. von 10 Uhr abends .<m vis °/«2 Uhr nachts «röffnetz Die Finsternis dauert von 10 Uhr 14 Miunteu bis 1 Uhr 34 Minuten. Die Demonstrationm am Refraktor und auf der Terrasse wird Profrffor Dr. Oswald Thomas leiten. -- '- * Mitzhandlung eine* Jnzenrenrs. In den WöllerSdorier Werken wurde gestern der dort beschäftigte, in Wien «ohnhasie Ingenieur Franz von einigen Leuten überfallen und mißhandelt, Ebenso erging eS dem Kantineur der WollerS- .rvrfer Werke, m dessen Wohnung K.nserl»ilder gefunden wurden. Beide wurden verdächtigt, mouarchrstische Propaganda getrieben zu habe». * St«zri«i« Eafö Fetzer. Unter Führung von Konzepts« beamten haben gestern nachmittags Krim>nalbeamte vnd Erhrbungs« orgaue des Kriegswucheramtes mt Cafe Fetzer aus der Praterstraßr riüe Razua nach Leuten vorgenommen, die der Valutenschieberer, des Kettenhandels und preislrelberischer Machenschaften verdächtigt waren. Im Cafe, dessen Ausgänge durchwegs besetzt wvrden, wurden 140 Personen angetrvffrn und perlustrrert, 85 von ihnen mußten zur genaueren Untersuchung den Weg ins Krirgswncherämt. antreten, wo Beamte des Amtes zuglerch mit Organen der Steuerbehörde und der 1 Fmanzlandesdirektiou sich mit den Angchaltenen befaßten., Mau 'fand bei ihnen rund acht Millionen Kronen in österreichische» Brnknoten und wehr als sieben Millionen in Wechseln und Schecks, dann beträchtliche Summen m ausländischen Valuten. -Die Papiere der Angehallenen wurden eingrhend durchgesehen, um : sesizustrllrn, ob sie sich mit unlautere« Machenschaften befaßt haben, des Kettenhandels oder der Preistreiberei schnidig sind. * Verhaftete Scheckfälscher. Die Polzei verhaftete am 11. b. M. den zu .Djakowa geborenen Hugo Mahler und einen aewiffen Leo K e r v n e r. Beide sind ans New-Aork nach Wim gekommen und haben große Scheckfälschungen am Kerbholz. . Moderne Herbststoffe ürAiiziqsuf _«t._L __S__* Karl Schwai*« & C= VI„ Windmllhlgasse Nr. 2 3441