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Wiener Morgenzeitung · 1921-10-14 · Heft 973 (14.10.1921) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 973 (14.10.1921)
Date
1921-10-14
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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€&SrV. ...Wie«. Freitag » Anläßlich bei: Tagung des Genaralratcs der Dölkerbundligen fand gestern beim Bundespräsidenten H a x w ewt feierlicher Empfang statt. $te Inb«strieko«fere«z. Der.zwiüte Tag der Jndustriekonfervuz beschäftigte sich» nrit> eventuellen Abänderungen des Gesetzes -über die Z w äu g sein fiel ln n g Arbeitern in in-.u^rielbe Betriebe. Die Zwangseinstellung muß bis 15. Noveniber aufrecht bl-iben, doch machen sich' von -seiten der Industrie und des Gewerbes starke Widerstände gegen die Verlängerung des Gesetzes geltend. Di- Äälionalräte H a n u s ch und W i d e n h o f e r erllärtou, daß angesichts der bereits bestehenden Arbeitslosigkeit' an der Verordnung' nicht gerüttelt werden köMe. Degen die Verordnung sprach *ich Direktor T re b i't s ch aus. Generalsekretär.Dr. M a r g a r e t t a belopte den: Mangel an qualifizierten Arbeitern. Die Teilnehmer der Konferenz hoffen sich' ans ein Kompromiß zu einigen. Zuletzt beantragte der Präsident der Arheiterkamnier, Nationalrat D vin e s, zur wei- 1sl,en Erörterung der Frage eine Immission einzusetzeru v.- - Beratungen der Grotzdeutschen. Parteiamtlich, wird vrrlautbart: Der Verband der Abgeordnete» . der Großdeutschm Volkspartei hielt gestern unter dem Vorsitze seine- Obmannes Präsidenten Dr. D i n g h » f e r eine Sitzung : ab. Ab geordneter Dr. Frank berichtete über die Wunsche der Staatsvensionisten anläßlich des neuen PensionZgeistzeS. Äbgeörd-eter Dr. Straffner berichtete über den von de^ Partei vorbereiteten Entwurf eines Ersetzeüber die Kranken Versicherung der Privatangcstellten. ' Auf Grund eines Antrages deS Abgeordneten Dr. H ampel mitit. ^schloffen, de» Entwurf eines Theatrrgesetzes in der nächste-»^ Si^»g des NationalrateZ einznbtingen. Dr« Hampel scrtchtete auch über die bei der Negierung aufregenden Maß' regün> om dem Ausverkauf Oesterreichs Emhalt zu tun. Der' Verband befaßte sich sodann mit der in letzter Zeis wieder..zur erhöhten Regsamkeit erwachten k a r l i st i s ch c n B e.g v n g. Abgeordneter Dr. U r s'i n berichtete über, die?n unternehmenden Schritte. Der Verband beschloß, in dieser An-grlrgchheit eine Anfrage an die Regierung zv richten. - Wie die BetHarenpresse lügt. ... T-ix^Psütlschr Korrespondenz* schreibt: „Viradat", das -Organ des Abgeordneten Friedrich, veröffentlicht ein angebliches Wiener Telegramm, dessen Inhalt durch die von dem Blatte der Meldimtz »vrangefetzten benfationLtitel gekennzeichnet ist: Belagerungszustand in Wies. -Die Rote Garde hat die wichtigeren Punkte der Stadt besetzt. Maschinengewehre an den Straßenecken. Die wohlhabenderen Einwohner flächten nach dem Ausland. " vnttr'den vielen in den letzten Wochen von Budapest aus verbreitete» Falschmeldungen darkdir des „Viradat* -datraurige Verdienst "beanspruchen, eine nicht mehr zn 8berbietende Rekordleistung 'bedenkenlosester Teudenzmache darzustellm. Es ist selbst dem- An-land gegenüber - überflüssig hervorzuhebe»,' daß die Schaaermeldrmg vom erstes -bir zum letzte» Buchstabe» er» 'linden ist.- -- Neue österreichische Ksnsülate. 'Las österreichische DundeLmmisterinm für AenßereS beschloß, o-.e Pa «stellen in Brünn, Mahrisch-Ostran «nd Prrßbmg in Konsulate umzuwandel«. DaS Konsulat in Brünn wird vorläufig vom bisherigen Direktor der dortigen Paßstelle, Konsulatskanzleidirektor Gastou -B e » e z i a » r. geleitet. Zum Vorstand des Konsulats in Mährisch-Ostra« wird der bisherige Direktor der Paßstelle in Krakau, Konsul Juliu- 2 e d i n e g g ernannt. Mit der Lotung des LsnsulotS in Preßbnrg wird der bisherige XtreHoc der dortige» Paßstelle, Vizekonsul Georg A l r x i ch, betragt. \ _. FKx Mie» als Sitz des Völkerbundes. ., LoMon. 12. Oktober. (Bericht der „Wr/ Morgcn- ^'üMng^'.Dtzm Londoner „Observer" .wird von. seinem ^pe^üttKorrespöndenten aus Genf mrsführlich über die- W.ah l d'?s Srtzes.dcs Völkerbundes berichtet. sei zu. abgelegen; es kämen noch Brüssel, Wien und eilt Zentrum in Frankreich, zum Beispiel Fon- : nnebleäu oder Versailles in Betracht. Nachdem der .'iorrespendent die Vorteile Brüssels erörtert, bespricht er die" Wahl Wiens und sagt: „Jeder. Grund, der zuannsten Brüssels spricht, spricht in weit bedeutenderem Maße z u q un ste n W i e n s. Wien ist viel eher ein, Handelszentrum,-, als es Brüssel jemals werden kann. Wichtige Eisenbahnlinien strahlen von Wien nördlich! und östlich, südlich und westlich aus. Es kann mit ebenso gutem Recht wie'irgendeine andere Stadt von -Bedeutung Anspruch daraus erheben, als politischer XH it te ftp-tt n It Europas-angesehen zu werben. Die "L'i'e-vaü London oder .Paris nach Wien dauert länger as->' diPemge nach' Gens,-aber fast von. jeher anderen europäischen Hauptstadt -ist die Meise dahin kürzer als nach den-gegenwärtigen Sitz der Vötkcrbundliga. Ueberdi?s gibt es in Wien ganze Straßen voll von unbe- -,'ühtrn Regierungsgebänden, die für das Sekretariat <nr ideales Quartier - abgehen würden. Endlich würde d'r..wirtschaftliche Vorteil für diese unglückliche Stadt durch .-dis' Sitzverteguug der Völterbuiidliga dorthin gr-oß'-fE.' Ich glaube, daß ich einer ziemlich allgemÄnen Meinung Ausdruck gebe, wenn ich erkläre, daß, obwohl ich mit Genf zufrieden und iH als Engländer für ble Verlegung, nach Brüssel wäre, von einem weii'ren'^GeNchtspunkte aus gesehen,.doch Wien vor allem dii! Stdtzk ist, wo die Liga ihren Sitz haben soll.-* . HUrii TO9r$ettgetttttt$ Telegramme. Reise Sokylows «ach Amerika. London, 12. Oktober. (Iöd. Korr.-Bur.) Wie mir erfahren, begibt sich Nahum Sokolow, Präsident der Zionistischen Exekutive in kurzem nach Amerika, um der Ende Oktober stattfindenden Keren-Hajessod-Konferenz beizuwohnen. Es wird angenommen, daß auch B i a 1 i k sich dieser Reise anschließen wird. ■ * Reuarganisatia« der Gerrdarmerie i« Palästina. Jerusalem, 1l. Oktober. (Jüd. Korr.-Bur.) Die vor zwei Monaten begonnene Organisation einer Gendarmerie in Palästina ist nunmehr beinahe zum Abschluß gelangt. Es besteht derzeit ein Lager bei Rosch-Pinah (zum größten Teil Juden), ein Lager in Dscheinin (zum größten Teil Araber) und ein Lager in Jerusalem, in dem zirka 100 jüdische und 100 nichtjüdische Gendarmen untergebracht find. Aus diesem Lager geht demnächst eine größere Abteilung von Reitern nach Semach am Kinereth-See ab. Ander Spitze der Gendarmerie steht ein General. DieDienftspracheu sind englisch, arabisch und hebräisch. Arabische Dörfer mtt Beduine« überfallen. Jerusalem, 10. Oktober. (Jüd. Korr.-Vur.) Das arabische Dorf Miron wurde von beduinischen Banden überfallen und geplündert. Englisches Militär mußte zum Entsatz des Dorfes eingreifen. «. Ein polnisches Statut für Ostgalizie«? Warschau, . 12. Oktober. (Jüd. Korr.-Bur.) Gerüchtweise verlautet, daß die polnische Regierung demnächst dem Sejm ein Statut zur Sicherung der Rechte der nationalen Minderheiten in O st g a l i z i e n vorlegen werde, um eventuellen diesbezüglichen Entscheidungen des Völkerbundes oder des Obersten Rates vorzugreisen. Die Initiative hiezu geht vom polnischen Außenminister S k i r m u n t selbst aus. Die Weltwirtschaftskrise. London, 13. Oktober. (Wolfs.) I» der heutigen Sitzung dr- Kongressefür dir wirtschaftliche Wiederherstellung und den Weltfrieden erklärte der.englische Finanzsachverständige Paish, rs sei ein Fehler, zu gWben, daß die Krise im Handel im Abnehmen begriffen sei. Nächste- Jahr um diese Zeit werde die Zahl der A r b e i l - l o s e n das Doppelte wie gegenwärtig betragen. Die Lage, dir heute in Rußland herrsche, werde bald in ganz Europa herrschen. Der Ksngreß nahm eine Entschließssg an, in der der Nirdergang der Industrie und die Arbeitslosigkeit in vielen Lander» unter anderem auf die künstliche Beschränkung deS Händel-, der RüsiungSasSgaben und die übertriebenen Reparation-fordernvgen zurückgef-hrt wird. Die Regierungen nutz der Völkerbund werden anfgefordert, die Herstellung deS Handels und der Industrie zum Hauptziel ihrer Politik zu mache« «nd zu diesem Zwecke eine internationale Anleihe unter de« Kuratorium des Völkerbundes an-zufchreiben. Tod des Senators Knox. Washington, 18. Oktober. (Rentrr.) Senator K u o x ist einem Schlaganfalle erlegm. Senator Knox war einer der einflußreichsten republikanischen Politiker in den Bereinigten Staaten. Seinem Beruf nach Advokat, gehörte er als Gemralanwalt den Verwaltungen der Präsidenten Mac Kinley und Roosevelt an und wurde 1905 in den Senat, gewählt. Unter dem Präsidenten Taft war er Staatssekretär- In den letzten Jahre» war Knox einer der Träger de- Widerstandes 'gegen den Präsidenten Wilson «nd den Beitritt Amerckas zum Versailler Vertrag. An der Resolntion Knox scheiterte im früheren Kongreß die Anuahme des 'Berfailler FriedknZvertrageS. Senator Knox hat ein. Aller von 69 Jahren erreichte Der Marla8dker Sozialiste«Ls«gretz. Mailand, 13. Oktober. (Stefani.) In der heutigen Sitzung de- Sosioliftenkongresies verteidigte der der III. Jntrrriaiivuale angehöre«de polnische Delegierte W o 1 o d s k i die italienischen Kommunisten und Torbecte. die Ausschließung der Richkevolutionären, waS einen g r*o ß'e» T « m u l t hervonief. Der Deputierte M a t t e o t t i, sprach^über die Notwendigkeit einer Einigung der verschiedenen'Fraktione« der Partei. S essati griff Lazzari an, der a»S Moskau die Weisung zur Spaltung gebrächt habe. Das Llalienische Königspaar Lu Südtirol. Tneut, 13. Oktober. .(Privat.) Der König von Italien empfing gestern nachmittags die Vertreter von 300 Gemeinden des T r e n t i n o sowie die Vertreter verschiedener Körperschaften. Der Vorstand des Wirtschaftsamtes überreichte dem König eine Denkschrift, in welcher daraus hingewiesen wird, daß die Einlösung der K ri t gsa nie ihen und der Postsparkassäguthaben eine wirtschaftliche Notwendigkeit sei. MinisterprWdent B v n o m i versprach eine weitgchende Berücksichtigung der vorgebrachten Bitten. Auch der König sagte eine günstige Lösung der Finanzprobleme zu und verwies darauf, daß bereits ein Gesetz in Vorbereitung sei, das die Einlösung der Kriegsanleihen in Aussicht nehme. Heute morgens ist das Königsp.aar, in JB .o.z^rr Mgetroffen. . 1?' Oktober1921' Nr. 97ä Tagesberm. Wiener Gemeindest. (Sitzung am 13. Oktobers Die Erhöhung der Stratzembahutarifh^schloFe«. Der Gemeinderot hat gestern Nach' längw Debatte bi» ' vvN uns bereits gemeldete Erhöhung der Sißenbahntarise angenommen. Vizebürgermeister Emmerling, vcher zunächst über die ZutvcndungMan, die im Kollektivveiag stehenden Funktionäre, Bediensteten "und Arbeiter der ^aßenkahnenunt> Kraftstellwagemmternehmung und dann ier die sich! hieraus ergebende Regulierung der Fahrpreise <M)er Straßenbahn als -Bedeckung für. die Zuwendungen an ditzlng^telltm sprach, erklärte in seinem ausführlichm Referat mächst, daß die Mehrkosten, die durch diese Zuwendungen tzstehmr, die. Steuern inbegriffen, rund 650 Millionen Krovr, die für die Funktionäre mit Einbeziehung^ der VerwerungsKulage 8.08 Millionen betragen. Diese Mehrbelastungen nssen durch- Tarifrogulrerungeu hereingebracht werden, da esunmöglich; sei, andere Gelder zur Deckung eines Gebarungsaranges bei der Straßenbahn 'in' Verwendung zu. ziehen. ' In der Debatte, die sich an bas Referat knüpp, der Tscheche Klimesch, daß seine Pavieig«wssm vohl einschen, daß eine Erhöhung notwendig sei, aber ft könnten für die Form der Erhöhung nicht ein treten. j Die Sozialdemokraten Hieß wÄ> Skwt' trelrdr in warmer Weise fiir die Vorlage ein, deren Novendigkeit sie durch' die gegebene Lage befürworteten. ' Die De utschnatronalen erklärten sich Ir dieEr» Höhung, indein sie einige Anregungen und Wünsche vrbrachten.- Die Ch ristlich sozialen erklärten sich^ vgvr die, Vorlage. Kunschak sagte, es handle sich ihnen uG darum,' uachzuweisen, daß eine Erhöhung der Straßetlbahnbcife überhaupt nicht zulässig sei, sondern darum, ob die TErhöhungi das einzige Mittel sei, um den Haushalt der Strßenbahrr. in OiLmmg zu bringen und ob die Tariferhöhun> in deir Verhältnissen überhaupt -begründet sei. ' -Der Recher greift dlym auf die''hohe Politik über und wirft den Schialdcinokraten.Mangel an sozialem.Empfinden vor. Gemeinderat Dr.. Bnrno- Pollack bezeichne es' als das . Verdienst des Finanzreferenten, baß' gegeruvärtigim 'Söadt- , Haushalt kein Defizit herrscht. Diese Tatsache sei besonders im Hinblick -auf die gwßzü'gigen Arbeiten und wirtchastlichen.. Werke, welche die Gemeinde auszuführen gedenkt, vm großer Bedeutung. Die Gemeinde werde, da im Stadthauchalt Ordnung herrsche, für die zu investierenden '(Summet leichter^ Auslandkredite bekommen: Ein Verdienst der sozstldeutvkratischen Partei sei es auch, daß' sie als Oppositionelle einen Finanzplan verlegten und damit zur aktiven. Mitarbeit sich! bereit erklären. Die.Republik Oestttreich befinde sich in einem Zustande, der die ZusammensasstMg aller.Krßfte unerläßlich macht. Deswegen begrüße es Redner mit Freud'irh baß Finanz-, minister Dr. Gürtler den Dr. Rosenberg als Mitarbeiternicht entbehren kann. Ich begrüße es, daß »die Führer der Christlich sozialen so vernünftig waren, in diesem Falle , nicht an die Konfession zu denke»:. Gegenüber.der Behauptrmg des .G'emeinderates Kunschak, daß die Stadt Berlin ursprünglich ein Defizit von 20 Millionen 'Mark hatte und jetzt kein..Defizit. mehr habe, bemerkt Redner, man:, dürfe nicht vergessen," daß die deutsche Kohle im dritten und vierbnr. Quartal des Jahres 1920 teurer gewesen und schon im. ersten Semester 1921 billiger geworden ist. In Wien jedoch lagen'die Verhältnisse infolge des Kurswertes der Krone ganz anders. Die Kohle ist hier jetzt-viermal so tensr gewiordeni. Das einzige Mittel, mrserein Wirtschastseleilch 'abzuhelsen/ wäre -eine Vcrbesserung.^der Valuta.. Zu der« Stuken'.der 5krvne ' habe« auch politische Vorkommnisse beigetragen. Darunter die Behandlmtg der wsstungarischen. Frage im Natwnalrat. In der feierlichst 'Sitzungin der die Jttüörporieriutg des- Burgenlandes begrüßt, wurde, ist. ein deutschnationaler Abgeordneter.aufgestanden und hat erklärt, wenn der Anschluß an Deutschland kommen solle, werde man diese 330.000 Neuen Volksgenossen der großen detttschen Mölkerfamtlie zusühren können. Diese Stelle der Rede wurde im amtlichen Bericht unterdrückt. Aber die Ungarn haben davon doch' erfahren und sie Nach Paris berichtet und man kann sich vorstellen, welchen Eindruck diese Nachricht rn Frankreich, hervvrgrrusen hat. Das sind Unvorsichtigkeiten, wie sie tu. einer öffentlichen Körperschaft nicht Vorkommen sollen. Die Verschlechterung unserer diplomatischen Situation in der westungarischen Frage ist-auch durch diese Entgleisung mitverschuldet worden. Zum Schlüsse erklärt Redner, seine Partei, habe ein spezielles Jitteresse, die Stadtgemeinde akttv zu erhalten, uni) aus diesem Grunde werde sie für die Tariferhöhung stimmen.; ' ' / Hieraus-wurde nach dem Schlußwort des. Referentei: die Vorlage mit der Abänderung, daß Kinder bis zum votleitdeten viertelt. Lebensjahre fieie Fahrt genießen, gegen die Stintmon der Christlühsozialen und unter. Stimmenettthaltuilg der Tschechen angenonunen. Nach einem Referat Professor Tandlers, betreffend die Verpslegslostenerhöyung in den.slädtischen Versorgungsanstalten von 120 auf 130 Kronen pro Kopf und Tag und die Be- »visstgung von Zuschußkrediten pw 1920—1921 für den Betrieb städtischer KiUderheiine und Waisenhäuser, wurde»: die gestellten Anträge angenommen »rnd die Sitzung hieraus geschlossen. __ Exkaiser Karl bleibt in der Schweiz. Bern» IZ.Oktober. Die Schweiz. Depeschen-Agentur teilt mit: Ueber den weiteren Aufenthalt des Exkaisers Karl in der Schweiz sind in der Presse verschiedene, teilweise unrichtige Nachrichten erschienen/. Tatsache ist/ daß die spanische R e g i e r u n g 'zurzeit noch LetneAntwort über eine eventuelleAufnähme des Exkaisers auf ihrem Gebiete, erteilt hat und daß gewisse Anzeichen bestehen, wonach für die nächste Zeit eine zusagende Antwort nichterteilt werden kann, so daß die Schweiz voraussichtlich sich veranlaßt sehen wird» dem Exkaiser ein Asyl gewahren zu müssen. _______ B«m Jüdische« Rattonalfonds. Ra«e»»änreru«g. Ueber Beschluß des HauptbureauS des Kereu Kajemeth wird von nun au in alle» Mitteilungen statt deS Wortes Jüdischer N » t r o n a l s o « d - nur mehr der hebräische Ausdruck K e r e n K a j e m e t h L ’ i t f r o e t (abgekürzt: K K) ge--^ braucht «erden. Dieser Beschluß wurde unter anderem dadurch^ notwendig, daß der Keren Kajemeth nur unter diesem Namen in E n g l a » d offiziell registriert war u»d Spenden sowie Vermächtniffe, welche ihm gerade in letzter Zeit reichlicher .^fließen, auf.Sch«ieriaftjten bei.der.LegMMUg

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