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Wiener Morgenzeitung · 1921-10-09 · Heft 969 (9.10.1921) · p. Seite 11

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 969 (9.10.1921)
Date
1921-10-09
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Rr. 969 Wen, Sonntag Vme kongeniale Aufführung. Scharfkantig' und' kraftvoll, wie die Dichtung, ist eine zackige, Oeffnung in die Bühnenwand geschnitten. Hier huschen die Szenen vorüber, bald schwarze' Silhouetten, bald färben satte Bilder, aus Nacht geboren, in Nacht versinkend. Md ein klagender Trompetenchoral singt dem Wehrmann Woyzeck das Gvaülied. . > -. ^Eugen K'töp fdr, der als Spielleiter eine 'Gesamt-' leiftung allerAkteure herausbrachte, wie..man für nur selten gsnießerr darf, spielt den. Woyzeck uuvcrgleich- M\ schlicht mrd erschütternd. -Die Darsteller der-anderen männlichen Hauptrollen, der gemütlich - ordinäre Hauptmann Ludwig Stcircks, der urwüchsig-rabiate, kraftstrotzende Weihermensch Rudolf.ZeiselS,der.vergilbte/ lalre Doktordes Herrn-Robert Mar litz. sind durchaus hervorragend und neben dem humorvollen, überraschend' glücklichcharakterisierten Handwerksburschen Eduard L o i b n e r s sind noch die Damen .Greil Witz m a n n und.Rosa Fa ff er.sowie die Herren Oskar Homolla, Felix H ö r b i ge r und Martin M ü l l e r besonders 'nennen. Rosa Kaö l« in der weiblichen Hauptrolle allzu herb und zurü'ckhcrlterrd. Aber diese Künstlerin, rst eigenartig, eigenherrlich urrd macht Eindruck,.auch i.penn sie-verschlossen bleibt und mit ihren Gefühlen kargt.. Neuerdings ein großer Erfolg der jungen Wiener Bühne, ihrer Leitung und ihres vorbildlichen Kunststrebens..' ___ Otto Abeles^ B«rgtheater. ,"'.;(5D.cr. norkiu szenierte Wilhelm Tel l".) . Der-fixe Bühnenrahmen: Einfahrt in. die Grolten-- 5 ahn. spitzes HöhleugezackL ragt vom Boden hinauf, von der Decke hinab, bohrt sich' von den. Herten in den Luftraum und daß der Stil nicht durchbrochen fei, ist^auch' der Souffleurkasten mit kühnen. Steingebilden überkrustet. Man ist verdutzt: Schillers '„Tel!" spielt doch' tu der Schweiz und nicht in der Adelsberger Grotte; Hinter diesem Prospekt wechseln Bühnenbilder, die beileibe überraschen. Das erste, mit dem rasenden See, der sein Opfer haben will, ist ein bösartiger Gebirgskessel. Soweit, das Auge reicht — es reicht in , her schauerlichen Finsternis nicht weit — wildzerklüftete .Karstlandschaft. Nicht Moos, nicht Strauch, nicht Grashalm. (Anmerkung: In seinem Brief anJffland vom 5. Dezember 1803 ordnet Schiller für diese Szene an: . . über den See hinweg sieht nutu die g r ü ien Matten im Sonuenschein liegen.") Das Haus Stauffachers: Knusperhäuschen in Riesenforrnat._ Duftet förmlich' nach Lebzelt. Davor eine Phantasielinde von unerhörter Kühnheit der Formen. Der nämliche Märchenbaum ist später in einer Landschaftsszene wiederzusehen und wird natürlich vom vergnügten Publikum sofort erkannt. Saal im Schloß Attinghausen: Bunte, kubistische Spukgestalten an den Wänden, in so rdicher'Fülle, daß man mit dem Begucken nicht fertig wird. Die Stube Walter Fürste ns: In der Wand eine viereckige QeffnunH, die zunächst den Eindruck eines leerstehenden Bilderrahmens macht, bis man sich, entschließt, sie für ein Fenster z-u halten. Die hohl« Gasse: Min Steinbruch', in dem augenblicklich nicht gearbeitet wird. Spaß beiseite: „Dell" läßt sich nur auf der Stilbühne spielen oder iu rich tiger S chweizer Land schlaft, oder man mengt beide Niethoden. Aber so nmß jedermann seufzen: Arme Schweiz, wie hast du dir verändert. . . . H er t er ich', der „Troerinnen", „Libussa" und „Die Braut von Wiessina" wundervoll inszeniert hat, scheint uns diesmal danebengeh aut zu haben. Einwandfrei schön und stimmungsvoll die Rütli-Szene, aber im Deutschen Bolkstheater war sie Höner und stirnrnungsvoller und die Gesamtansführung stand dort auf höherem Niveau. Herr Reimers als Tell ist bloß ein genlütvoller Papa zweier prächtiger Buben, mit .Ansatz zum Schmerbauch- und Mesenstimmes aber ohne Feuer. Herrlich'. Herr D'evrient (Attinghausen), Frau Wo h lgent.itt h (Berta) und Fräulein Maier (Armgarb), die für Fr-au Medolsky eitrsprang. Trefflich noch die Herren Zeska dev Jüngere, Siebert, Seidelman n und ganz besonders Schott (Rässelinanrr), der edelxAw sprechen weiß, sowie die. Franm B,le i b.t^eu .un!r-'N o s a r. — Es ging.langsam, aber slchcr - vKMrt'sHAei '.der Rütli-Szene^ hatte sich auch die »zahlreich wersaiu melie Jugend au die ulkige Schweiz güwöhnt-und speftdete fortab begeisterten Beifall-. Wiener Stadttheater. ,Zurrt erste« Male':'' „Ein ^Gasfenmädi", Komödie in: drei Akten von Dario Niccodemi.) Im Italienischen heißt die Komödie, welche gestern zum ersten Male im Stadttheater zur Arlfführnn-g gelangte, ,/LcanrPülo". Das bedeutet erneu kleinen Tuchslicken, den mir» achtlos fortwirft. Diesen Spitznamen führt ein eiternloses römisches StraßenNnd, welches als Wäscheausträgerin Z'.r dem von der Armut-und einer unausstehlichen Geliebten geplagten Ingenieur Fantt. hmeü^eschneit kommt, durch feine unverdorbene Jugend, Wahrhaftigkeit und Güte sein guter Hausgeist wird,,.ihm einen chedrohlichen Flirt mit der Frau seines Freundes aus dem Sinn' schlägt, ihn von .dex Haus-, plage seines Mrhälhn'sses^ (befreit, und ihn ganz für-sich gewinnt:' Fante nimmt am Schluß mit dem ersten Kuß von seinem Scampvlo Abschieds.um eipen PaHnban, in Tripolis' zil übccnohmm. und '-ft» eröffnen sich - allerhand ehrbar-gerechte 'Perspektiven auf die Zukunft-! des' Straßen-^ .fttifftö und des JngeiiisurK.'' So kann eben in einem „Scam.- , polo"- ein-Schatz stect^n. - - ' f q&ientt Morgerrzertrmg : Die Komödie ist reinlich gearbeitet, Hai manchen netten, gepslegten- Dialogeinsall und ist - muerhaltsam, ohne über die Rührung hinaus höheren Flug zu nehmLn.. Sie gibt aber Fräulein Martens, welche als X^ast das Strai'wttlinb darstellte/ Gelegenheitden gauzen Liebreiz ihrer . natürlichen Begabung zu zeigen. Die ausgezeichnete Leistung des Gastes machte das Stück zu einem Ersolg, der' sich in nicht endenwollendem Beifall kundgab. Als Jngsnieur Tito Fanti warf Direktor Ja n.uv' -einige 'ferne. Diafogstellen. mit der pointiert-nachlässigen Leichtigkeit hin, * welche fc-itc Darstelknngsknnst arrszeichr/et und ihn zum .angruehursien-. helfendsterr aller Partner für G'asti.'Meu imacht.. DaS unausstehliche Verhältnis wurde von Magdi Karmen vorschriftsmäßig' dargestellt. Es herrschte eineangenehme A m»-' sphäre über diesem ganzen Theaterabend, die — was heute besonders vermerkt zu werden verdümt — etwas Kultiviertes an sich hätte. - ' i 8. 8. Freie jjüdische Volksbühne Heute-3 TJtir Rr*OH^ ßßMFrTEB / *>«» in n Akten nnd Uhr: 8 miwm! Ton FinÄki Arrs Den Theatern. * . f Lm Bürgt lreater gelangt nwrant. Moniag, „Cäsar u n » K l e o p a t r a" zur 'ftutsnhrnng. (Kein Karlenocckauf.) Anfang 7.Uhr. . ' - . In der S t a a-.t-S »Per gehen..! morgen, ' Montag , W x c n t x Wal z-e'r", „P u v v e n f e tf und „D onne u n d E r d e" in Szene. Anfang 7 Uhr. )! Heute. Sonntag, geht in drr B o l k/so per unter der mnfikalischen Leitung, von Direktor 'Wemgartyer ,.M a dam -e B u 1111 f l y", mit den Damen Wagschal, Werner, Deetjcn. Linke und den Herten. RitterZhe-u:. Hagen. 'Lreuß, Tauber, Kaplan und Lazer, in ISzene.FBrsmu H8fUhr. — Morgen, Montag, wird in der Bolksoper im Nahmen der Vorsiellungert -s» ermäMe»' -'-'Pt.eife«.- 't Z 'a-.u'W^ W-b'ö t e" nttt den -Damen Gew, Hubern Vftff r. .Kux, -ZÄtteü,- Wagfchal. tzinle. Weil. Bleckmann und - den Herren Kaplün, Lußmann. Hagen, Markowskh, Beer, Dr.-Kröaler- und .vcher gegeben. Die Borstellung steht mnsikälisch und szenrsch unter'Leitung Direktor Weingartner». Beginn 7 Il-rr. '? - Im D e u t s dj e n B o l k stbeiater gelangt Donnerstag den 13. d. M., 7 Uhr,Anton Wildgans' Tragödie „Lteste", mit Herrn Onno. der nach »einem Urlaub zum ersten Male wnder austrttt. m der Roll-: des Mai/m, zur Ausführung. In den übt tarn 'Hatlptt ollen und beschädigt die Damen. Schilling, Dchweighofer. Wessely nnd Hctsey und die Herren Nowotny und Zeten'Us. Inden K a m m e r s p i e l t « w>rd als nächste Neuheit das. Lustspiel: 11 f ünf F r « n i f, u r t c r" von Karl R o ß l e r vorbereitet. Die Etsta»Whrung ist für Montag' den 17. d. Mi angesetzt. Spielleitcr Josef Danepgrr. — Mehrere Hauptrollen der als Nachtvorstellung, um 10 Uhr zur Auffiihrnng gelangenden erotischen Komödie -»Die unberührte Frau" von Gabtyela Zapolska sind neu besetzt word n. Es spielen nnnurehr die Titelrolle Frau Wagner, die Fila — Frau Volämar. den. Prostfsor Halfst — Herr v. Kliukowstrrlm und den Redakteur — Herr Nowotny. An der N e u e n W i e.n « r B u h.-u e beendet Heinrich Erfenbach Montag den 10. d. M. sein Gastsvtel in der Nachtvorstellung (10 Uhr) in dem Sketsch „Der Wüstling". — Dienstag de» 11. nnd Mittwoch den 12. d. M. entfallen wegen Vorbereitungen die NachrvolsteNungen. — Donnerstag den IS. d. M. gelangt zum ersten Male im Rahme» der Nachtvorftcllungen ,D e x u e l l A u f k l ä r » n g" von Ignaz Ntkorowic:, ,.D e r r o t e S 11 i ch" von Armin Frirdmann mtt Hugo W e r n e r» K g h l e als Gast und „Das g o l d e n e W i e n e r h e r von M. A. Maday mit OSkar Sachs als Gast zur Auffütn.ung. — Als Abendvorstellung geht täglich. 7 Uhr, e t t y Kalmus" mir Gisela Werbezirk alS Gast m Szene. ' _ Aktionsprogramm des Durgthealevs. Als nächste Premiere o/cht untcr Heine S Regie Gerhart Hauptmanns «Und P i p.'p a t a n z r" in Szene. Hierauf folgt ..M a d a m e L.e g r o §u von Heinrich M a n n mit Frau Medelskv in der Titelrolle. Für Anfang Dezember wird die Neuewstudicnm^ des v r i v l a n" angefetzt. „Nathan d e r W e i f e'" wird neu einstudrert. Eine Girardi-Remiuifzenz. Anläßlich der hundertsten Jahreswende der Geburt des ungarischen Dichter-Schauspielers Josef S z i g e t i wird im »Pesti Hirlap" eure interessante Girardi- Reminiszenz, erzählt. Der ungenannte Artikelschreib er traf, wte er mittefb, vor einigen Jahren in Wien mit Girardi zusammen. Das i Gespräch bewegte sich natürlich um Theater und Schauspieler. Girardi kannte alle großen ungarische« Schauspieler und Schsuipielerinuen nnd sptach voll Lobes vou ihnen. Plötzlich stellte er an seinen Gast die Fcage: „Könnten Sie mir nicht sagen, welcher Nalion der Versaster des Theaterstückes ,Der alte Infanterist und sein Sohn, der Husack ist?" „Warum fragen. Sie? Es. ist ei» ungarischer Schpiststeller." „Ein Ungar?" rief Girardi aus. „Großartig! Dann könnte» Sie mir auch vielleicht darüber Auskunft geben, auf welche Weise ich mir dieses Stück verschaffen könnte?" Auf die Frage, wozu er das Theaterstück brauche, antworteteGirardi: »Einfach deshalb, weil ich seit fünfzig Jahren immer drn Wunsch habe, den altenJnsanterrsten spiele» zu kannrn. Vor fünf-' .zig Jahren etwa wurde dieses Stück in Graz, wo ich erzogen wurde, gegeben, und ich war an zenem Abend im Theater. Fast jeden Abend war ich oben auf hem Juchhe, wohin ich mich entweder hirteinstahl oder für sechs; Kreuzer meine Karte löste. Damals wurde, wie gesagt, „Der alte Infanterist" gegeben und an jenem Abend «wachte tu nix der Gedanke, Schauspieler zu werden. VoF jenem Abend an war ich von der Schnsucht gepackt, diese großartige Rolle, derMgletchrn ich seither weder gesehen »koch gespielt habe, einst selbst spielen zu können. Der .Name des Autors war inzwischen meinem Gedächtnis eutschwnndrrt, das Schicksal verschlug mich auf die Opereitenbühne, und erst jetzt in meinmr alten Tagen komme ich in die Lage, meinen schönsten Jngeirdtraum, der mich auf meine spätere Laufbahn führte, erfüllenj zn können." Dreier Jugcndtraum ist, wie man weiß, nicht in ErfUnng gegangen. Girardi hat wohl das -Oprretftrnheüter mir d:r^Burg. vertauscht, oder .ein Jahr, später ,1 starb Girardi, ohne. -W alten Infanteristen njfoiclt nt habe«. 9. Oktober 1921' f&fäTtfl ■- — - — — ■ —- -| M; , , Miriam Lchnabel-Hoeflich wird an der a« 16. d. Nk!' nm Z Uhr nachmittaas im Mtttleretr Kon.ierthaussaik mm, Kontertbrrrran de-S H a r t>. n ckl veranstalteten Frstakademie Mitwirken. Die^KnnArrm brutal in ihrem Programm'— Jüdische Liebes-.,und Triuklyrtk 7- .ncbrn beinahe'.un-ekannteu Dichtmrgr» des Mittelalters auch Luder von T f-ch'e r st-i ch 0 w f k v und B i ä l i k, die zum ersten Male — aus'dem Manuskript der Ucbelsctznng von Hans K 0 b n nnd Hugo K n 0 p f m ach e r -- in deittschcr Sprache vorgetiagm werden. Diese rrrteresiant« ' Br.ran'''alrvug, zü.d'er auch Professor B r a f l.a w f k y und Ober*, tanror :->ft a r « u l i e s gewonnen sind, ist Mchzeittg da? .letzte Konz rt Professor W 0 l f s 0 h n s vor Antritt seiner großen Kon»erttotmree. Näheres im Imnat/ in unserer heutigen Nummer. . ' ' ' Festkonzert. Das unter "dem Elrrenschntz. des Bündes'-^ präsldcnttn Dr. Micha-l Harnst ch stehende Festkonterr «st Orchchi-r aus Anlaß des zw trtz gjähr-gen Bestandes, des Berein-r S e t r l e m e n t sinket Donnerstag den 13. d. M. um 7 Übr abends nm ^Zeremonreni'aale der ehenraltgen Burg statt- Vrvg'ämmM 0 z a v t, Duiurtiirc zur ..^-nnberslöte" : M 0 z a r t. Arie: B e e r h 0 v e n. Biolntfonzert^ P r i tz n e r nnd Richard H t r a K ß, Lieder. Mirw-rt'ende:/ Kammersängerin Gertrnde F « e r st e. l - L i n k s. Hugo- Gotte 4 in a n n, das Symphonirorchester unter Leitung von Georg S z e l! (Darmstsrir). Kütten am Kassenschalter der Symphom.r .(Kassenlokal Guitmanu, l., ftämtncrring 3, Drttchgang». U., krnisr 'kMV M '_TR’B ^X,— Str«isenbahnHnieR Prinzewatlee 186 WM r-LL» L. H. H., 4 Keilte. Sonntag den 9. Oktober, halb 4 Uhr i ■eisterschaft RftPIO-HAKOAH Hilb 3 Uhr Ä (Relstereehaft Haft 2 Ukr Sl’UEM-W, A. G. .«« SPStt. Die heutigerr Meisterschaftsspiele. - Die Hakvah steht heute aus dem W. A. C.-Platz im Prater vor cinrr schweren Aufgabe, da sie dem Sportklub Rap gegerrüliertritt. Wohl sind die Hütteldorfrr lange nicht mehr die Men, doch ist die Haloah in ihrer Form noch wert mehr zuiückgegangen, als ihr heutiger Rivale. Zur Zeit ihres größten Könnens, im Herbst 1920, konnten die Blauen den Hütteldorfern ein unentschiedenes Treffen non 1:1 Toren liefern. In der Frühjahrssaifon 1920 unterlagen die Hakoahnrr nach unglückliche« Karnple mit v r l Toren. Die Hakoah. scheint aber derzeit schwacher als im letzten Spiel gegk» Raptd. Worauf es zurückzuführe» ist, d»ß derzeit, die Fußballsektion einen Rückschritt verzeichnet, entzieht sich unserer Beurteilung. Der vollkommen verfahrene Sportplatzban ist kein« genügende Erklärung. Die Mavnschajr der Hakoah krankt dara», daß sie leinen vollwertigen Mittelläufer und MirtrlMmrr hat. Dir Hakoah war »och kürzlich derjenige Verein, der de» beste» Nachwuchs hatte, hoffentlich ist der nicht auch verloren gega»-r». Ans dicstm großen Sprelermaterial — sollte man zumi«dest glonöen — müßte der englische Trainer, der K 50.060 in der Woche kostet, entsprechenden Ersatz schaffen können. ■ Heute trete» wieder die alte» KLwpen «ms den Plan, die schou so oft der Hakoah. nicht nur i» Wie», sonder» auch im Auslande, Ehre gemacht haben. Wen» die Spieler die seinerzeit in überreichem Maße innegehabte Begeisternng wieder aufbringrp, dann liegt selbst em Sieg im Bereich der Möglichkeit. Tavsende Zuschauer werde« heute beim Spie! gegen Rapid anwesmd sei». Mygm sich die Hakoahner bewußt sei», daß sie Propagandapflichten zu erfüllen haben, und daß heute die gesamte Judenschast. soweit sie am Sport intertssiert ist, auf sie blickt. Eine empftndliche Niederlage würde nicht nur dem Lnsrhe» der Hakoah, sondern auch dem des Wiener jüdischen Sportschwere» Schade« zufügt«. Nach ehrenvollem Kampfe sich de« Besseren z» beugen ist aber keine Schande. Die Amateure sind Gäste des SB. L. F. in HStteldors. Nach de« btshcr.gezeigte» Leistungen ist «it eine« knatzpe» Erfolg der Ober-St. Beiter zu rechnen. Die B i e» n a tritt aus eigenem Platze de« Wiener Sportklub entgegen. Der Ausgang der Treffens ist *»1« komme» ungewiß. Die F l o r i d § d v r f e r, die auf eigene« Platze gegen Simmering spielen, dützjten beide Psnkte nach Hanse bringt«. R»dolf§hügrl und Admira spirle« in Fayo-' rite«. Die Hausherren sollten einen knappen Sieg erringe«. - D i e zweitklassige Meiste r s ch a f t steht ' heute folgende Paarung: Gersthof-Bewegungsspieler (Lehrer» Platz), Slovan—Rennweg (Rennweger-Platz), W. A. C.— Sturm 1914 (W. A. C.-Platz), Simmeriuger Sp. Vg.—GermaM (B. A. S.-Platz', Cricket—Ottakring (Rennweger-Platz), Dvnanstadt—Nußdorf lAdinira-Platz), Red Star—Blne Star (Red Star-Platz). * Die MoravskaSlavio trägt heute em Freundsschaftsspiel gegen Wacker auf deur neuen Platze des letzteren7 BrreinS aus. Auf das Abschneiden der Brunner, die i» rhter - Heimat sehr gute Resultate erzielen, dar! man gespannt sein. Ei« Rekovdsteg dee Prager Sparta. Der A. C. Sparlo, Prag, fieqie über den Galata F. C. 12:0. Schon in der Pause waren die Türken mit 0:6 im Nachteil. Die Bes»chrr des PraLer-Gportplatze»- werden vom Sporiklub Hakoah in ihreur eigenen Jutereffe ersucht, sich mögltchsi züttiä) auf dem Platze einzusinden, da unmittelbar vor den, Wettspielbkgin» ein kolossaler Andrang zu erwarten ist. Imübrigen findet um V-2 Uhr das Meisterschaftsspiel W-A. C. gegen Sturur 14 statt. _ Sportklntz Gide»«. Unser Mitglied Arnold M » r r - m auf tragische Weise ums Leben gekommen. DaS Begräbnis hat' Mttttvoch unter zahlreicher Beteiliamrg unserer Mitglieder stättgeiunden. — Heute' Meisterstastsspiel gegen Rlord um i r. Uhr auf dem Donaufeldrr A. C.-Platz. (17-rMaßeu)..-Kbr: > $ 6 Ufa, im «luhheim tcfeftiac Zusammevkunfl. >-

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