Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 967 (7.10.1921)
- Date
- 1921-10-07
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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7. Oktober 1921 Erstes Lvrener Msr.'zettzettrmK mtrm Die ErnLhnmg. Der Marktbericht. Weiter«« Hi«aufschueSeu der Preise. Gestern tt/srrn m der Großmarkthalle aßmhflfte Preis* crhüdnnflnr M verzeichne«. Im Kleir Hantel hat sich Kalbfleisch n« 8 20 per Kilogramm erhöht. Der Mangel an Fett macht sich weiter überaus empfindlich geltend. Bor den Berkmrfsständrn bildeten sich lange Reihen von Ängesiellten «nd einzeln; Händler vevlnchtrn, die Fettnot?u Peeirtreibrrr'en zn benützen, «nd so mnüte das Marktamt in mehreren Fälle« einschrriten. Die Grllnwnrenmärkte hatten verhältniSmähig günstige Znm-rm erhaben. An Kartoffeln herrscht kein Mangel. Die kreise blieben unmi ändert. Die Obstzufuhren sind gut, trotzdem baden sich Weintrauben um K äo verteuert. Schöne Trauben ^sieter, im Grosrbaudel 190, ans dm Märkten K 210* für I-L De irksgesihäfte ist ein Kilogramwprris von ll 230 festgesetzt. f;ic fehl n fast vollständig. Beffernng der Milchzufuhron. letzter Zut ist eine E l'i'h'.urg d?r Milchanlirirrnna nach Wien srstmstellen. Die i! obnittli^e tägliche Milkbrulieffiung bat sieb ans dnrchschn.it>-! Ils.ooo I erhöht. Da gleichzeitig infickge der kühleren T;m> vtra-.v di.* Menge der in saurem Zustand ringünngten?.bblch no* dnrü'schn; tlich 37.0^0! täg'ich ans gegenwärtig 13.7l.V I jäal'ch. *otrit tun itn£ir?n!'T 6^".', gesunken ist, ist eine leichte Beste' rnng am Wiener Milchmarl' nngckrttcn, bts nunmrbr die v^lle ^e'ncknanng der Säuging« und Schwerkrauke» mit süßer Frischmilch ermöglicht. m Frsie jüdische Volksbühne P1SIK SCHEFTEL Äffi BHhKT?md Freie jüdische DoLLsÄsch»s. LS. MalOHGrftk Schrftel". — Ei«e A»spenü<c des Direktors Deutfch. Eine Festvorftellnng, di; nicht gewöhnliche Bedeutung hat. .,Eisik S chefte!" wurde von den Künstlern oer Freien; üblichen Volksbühne gestern zum fünfimdz.vauziqften Ma"e gespielt. Kein« „Schlager Operette", keirie schwülen Sensationen, pikanten Entkleidungs-- szenen und reine glanzvolle DoileLterevue zog bas Pub.lkum an fün'undzwanrig einander folgenden Abenden in den küinen Theatersaal, sondern die Darüellung einer prüfend traurigen Episode aus dem Pr-il-.'.arierl«l,en. Die Besucher der Premiere fühlten*. Ein künstlerisches Erlebnis. Sie verbreiteten in ihrem Krejie, wie tief die Vorstellung aus sie gewirkt habe. So lam diese Serienansiührung zustande, diese Jubi- Uirunövorstc-llung eines längst bekannten, längst mit dem Merk'.esth-n „abgespielt" versehenen Arbeiterstückes. So hervorragend auch die Einzelleistungen bestimmter?tk^ure sind, ließ sich dieses Ergebnis nur durch die begeisterte Hingabe einer künstlerischen Gemeinschaft erziel-:,!. Die Freie jüdische Bühne hatte schon früher nach Monaten zähesten Ringens und — der Verzweiflung (weil inan länger, als es zu erwarten wa^ und zu verantivorten ist, selbst in den Kreisen dez bewußten Judentums, die kleine Bühne in der Augartenstraße übersah) plötzlich Berühmtheit erlangt und eine ganz«! Reihe .künstlerisch bedeutsamer Vorstellungen geboten. Aber mit bem „Eisik Schestel" ist ihr weit mehr ge^ langen. Es ist die Leistung einer Musterbühne, die Schule machen wird. Man würde David Pinski, der in Arnerika weilt, wünsch-n, daß er sein Jugendtüerk in dieser wohl einzig dastehenden Wiedergabe sehen könnte. Das Ensemble spielt jetzt das Stück ohne Souffleur und zcstgt ein Zusammenwirken, ' das man klassisch nennen möchte. Reben den Herren Ben Zwi, D e it t) ch, dem unvergleichlichen Charakterkomiker Reis mann sowie Frau Nathan, ber rühmlichen Darstellerin von Eisiks Frau, habrn alle anderen Mitwirkonden, ohne Ausnahme, Anteil an diesem nachhaltigen Bühnenerfolg. Das Publikum der Jubiläunisvorftellung war in seitlicher Stimmung und spendete nach dem meisterhaft gespielten zweiten Akt so lange begeisterten Beifall, bis sich entgegen dem Hausgesetz der Vorhang hob, Herr Direktor Isaak Deuts ch, umgeben von allen rnitwirkenden Künstlern, auf der Bühne erschien und eine Ansprache hielt. Er dankte dem Publikum, das sich selbst! chre, wenn es eine Serienaufführung einer Tragödie ermögliche, er dankte seiner getreuen, opfervollen Künstler schar, die mit ihm schwere Monate des Kampfes um Geltung und um die Existenz der Bühne mitgemacht habe und er dankte dem Dichter David Pinski, der nir die Freie jüdische Volksbühne ein Symbol geworden sei. Die schlichte, eindrucksvolle Rede wurde mit stürmischer Zustimmung ausgenommen. A. A»» de« Theatern. S urythrater gelangt moigen, Samstag. ne« em'. .r 7 .* und ne« inszeniert «W i l h r l m T e l l* zur Auf- -öbnu'g Anfang '/s7 Uhr. In der S t a a t S o p e r gcht morse») GamStag, .M a n v n" in Szene. Anfang 7 Uhr. Heute, Freitag, grht in der V o l k s o v e r im Nahmen der Vorstellungen m ermäöigten Preisen unter der Gcsamtieitung von Dircktor Weingartuer ,F i d e l i o", mit den Damen Biuha, Wag chr.l und den Herren Markowjktz, Hagen. Cchürmcmn, :;r.3 Prenß, in Szene. Beg-nn 7 Uhr. — Instlgr ttchmschec ^chw cr;gk-iirn muß di: für hrute/ Freckag. vlig^üi-irgt: östei'kdch; Ge«er»lvr«be von Wei«a».vtv«s J& t» t \ t »4" » n t e r b l e i b e n. Die Premiere sind t. wie bereits bekanutgegelien, Samstag den 8. M. statt. Begrnn Hz? Uhr. Im Deutschen DolkLtbeater svielt in der Montag den Io. d M.. 7 Udr, stattfindendrn Avfiührnng von GrittparzerS stusispiel „Web' dem, der lügt" Herr Nowotny zrrm ersten Mal? den Küchmj»nge Leon. Für die Vorstellung gelten volkstümliche Preise ohne Borttierkgebühr. ' Verein Freie iüdische BolkSVÜhue. Sonntag den 9. d. M. gelangt als Freivorstetlung „<E i f 11 Scheitel" zur Aufführung. Beginn?. Uhr nachmittags. MiV glicde» erha'tcn Freitartcn. Zur Nachmitmc>svorstellnng am Sawstng den 8 d. M..«halten Mitglieder keine Freikarten, sondern die zn ten Abeudvorstellungen üblichen Begünstigungen. Robert Kopal, der nngiücklichr Wiener Echriftfieller, der voraest-nn fr*'r,Mig aus dem Leben giskbieden ist, war der Autor einer G vteske A) impf t", dir im September 1S19 an der Renen Wicrer BÜhnr einen Achtungserfolg erzielte, und wsbesoudcre im erüen und -weiten Akt nicht gewöhnliches ckatkrisches Talrnt verriet. Der Inhalt deS Stückes, das aüsgezeichnvt gesuirlt wwde. war folgender: Gin Schriftsetzer hat in seiner Wohnung das fertige FreiidrnhanS und weiß nichts davon. Wenn er zur Arbeit »ch*. sviel* die Mutter sein« Frau die Äuplerin und in Dimpsls Schlafzimmer wird fleißig ' die Ehe gebrochen. Eines Abends streiken die Setzer, der gehörnte.Ehega'te platzt zu Haust in den vollen Beüi b bi ein und knallt seinen aügenllckl'cheu P'atzhal'er nieder. Der Advokat, der den Toffchlägcr v-rteidigt. hat seine liebe Rot Pirnpil w'll die volle Wah> tzrit sagen: Daß er aus Notwehr geschofftn hat, weiter den D'.itien mailich Hir eneu Einbrecher h elt. Aber eS gelingt dem Anwalt. Dimpll solange;n bewbeben, bis er im Gcr>cht§- saal den »Rächer seiner Gatienekre* m*mt und fieigetprochen wird. Er gerät nun in den Mittelpunkt des FnlercffeS Zum Schlnn sieht mau eine Dame liistern nach dem trrigrsprochen.*» Otbello angrln. In rrn \v\ Akten bitte man mir spmvathiscker llr-sche über Justiz. Eb-*. Tr'uc, Staat. Gestll'choft nach der Art Max BurckhaidtS räsonnieren. Der Veifafier konnte damals vor der Ramve rrschrmen und iür lebhaften Beifall danken. — Jetzt, wo sich drr Unglückliche, kaum 42jäl)riae Dramatiker^ daS Ve'.-en g-nommen hat. erinnert man sich mit Wcbmut a" jruen an-mie.ten Thraterabend. der jedenfalls eme starke Talent- Probe war. ' BrucKner-Berer für die Wiener Das.Volksbildunktsanik des BundeSmiiiistcralms für Inne!Ä*und Anterrichr v rnnstaliet anläüiich d?s' 2o. Todrstagcs B r u ck n e r S Mittwoch den 19. d. M. um 8 Uhr nachmi tags >m G.oßcn Musitvrreinssäü *ir B r u ck ci e r - F e i e r für d i e W l e n c r B ü r c i rr. n d M i t t e l s ch Ü l e r. In diesem Kon-crt. das durch i; f?rc>kl'ug>? von Bach »Pröfrffor Schütz) e-ngkleitet wird, 'omno Vr»ckn*rs romintische OS.) Stimpkonie (Shmv ontorchester ä r. $ ~vabO mr Ariffübrnng. - E'.nl'itende Worte wwd Pro eff-,r Dr. Konti ip 'chm. Karten und -m W??e d:r Cchuidrrekiioi'.rrr am IN. d. M. beim LandeSschuüal zu beziehen. Festmattvee deS Hsrnach. In der am 16. d. M. 3 Uhr. im Mölleren Kon,ntbaussnü stat.sindeudckl Fcst:r:.'.tmci*. m d?r Proseffor M v t ' i » h n, M.rjam Schnöde!- Hoeflick und Gerson M a r er >; l i e S g-wornw sind.!: den tz'e M tglieder des Harrrach ka-t Brzno-recht auf ist «mc 'rnlllß gte Äiu’.c, wenn dasstwe b*S 15. K M.. m.ttags an der Kaffe der »Morgmäcitling" geltend gemocht Wad. Tine zweite «Assische Ttzertertruppe in ^rog. Einige russische Schrrfrstell r, »mb. (Surgnr'chrw. Meschtschcrstii >md ander--), die p-genwülm in Prag leben, bereiten, wie ,Rdovo N^vmy" niitteil?«. de Oe.-arsisation ene> insfischeu S^^au^p^-^lgeff!I^ch^^I!I mit ötiit Sitz ui Prag vor. Nach ihrer Ansicht deschiänlten sich die M o s k a n e x Künstler aus ein bestimmtes Rivertoire, in dem neuere Thratcistücke und moderne üstite fremdcr 8tt:rn{iuat, dewiid-rS ecr t chechischen. krnen Raum Huben. Daher bernstn sie bedeutende Künstler nach Prag, die oeg'uwärtig über ga >z Europa-erst,eut stlio um ein n?»es KünstUrtdeater ins Leben m tnftn. Für das R pertoire werden vorbei ecket Tolstois des Iörgrren „Die ^*,!f>« - ein coldeneS Buch", Nuichirvins ,.Die Vcrsuchui-A in der Wüste", Surgntschrws »An dm badh'oinichen Gewätsern". Lav-'reivstiis ,Nachtvögel^, ein neues Stück Bunius »vd ti? Ue' ersetzung „Don Cailoö" von Kuprin und üoeidreS eine Reihe modeincr rtchrchischer Werke. ' Freies Geleite fßv StsAs Jervsalem. AAsgleichffmrt den Glm-rbizerr». Vor dem Zivillandcsgericht unter Vorsitz des HofrateS Dr. D o n n e r/war für gcste>n die Verhandlung über den ersten der Valirtaprozeffe angesetz^, wrlche derdMaffeverwalter Dr. Bcrthvld S p i e g l e r namens, der Gläubigeischalt im Konkurse Stella J e r n s a l e m gegen einzelne Valutagläubiger der Kridatar iu angestrengt hatte. Die anhängigen Prozesse machen emen Klagebetrag von zusammen 25 Millionen Kronen anS. In dem gestrige« Prozeß handelte es sich um 3-5 Millionen Kronen. Eine Klage auf diesen Betrag hatte Dr. Spiegler gegen den , Äassmann HanS P r « g g e r eingebracht. Der Maffrvnwaltcr vertrat in der Klage drn btanbpuvkt, daß diese angebliche Forderung des Herrn Prugger wcht zu Recht bestehe, weil sie a u s unreellen Geschäften der Krrdatarin Stella I e r » s ä m h e r r ii h r eIm Jahre 1919 habe Stella Jerusalem mit dem Geklagten Transaktionen in allergrößtem Stil getätigt. ES bandelte sich zumeist nm Dollarlieferungen. wrlche sie ihm verkatrfte. Durch den Tod ihres Gatten erfuhr die Verbindung der Jerusalem mit ihrem Lieferanten ein: unvorhergesehene Unterbrechung, so daß sie mit ihren Lieferungen an ihre Valntagläubiger in Verzug geriet. Sie ließ sich aber in der Fortsetzung ihrer Transaktionen nicht abhaltr». Da sie die entsprechenden Mittel nicht hatte, mußte sie Schulden-machen, konnte aber in der Folge die entsprechenden Mittkk nicht mehr aufbringen. Große Differenzen ergaben sich durch die inzwischen eingetretrne Kursstei^runa der Dollar- In der Klagebeantwortung wird der Anspruch des MasseverwalterS bcstrilte», da er sich nicht um B.ilntagcschäste, sondern um D a r l e h e « handle. Beide Parteien baten um Vertagung der Bilbandlung. weil ein Ausgleich im Zuge sei. Stella Jeiusalem hat nLinlich durch ihren Verteidiger beim österreichischen Justiznnnistrriam »m freies Geleite ersucht und will in 14 Tagen nach Wien kommen, um sich mit ihren Gläubigern attseinander'- zusetzrn. Sie hatte ihren Wohnsitz in Ordenbnrg aufgrgeben, wo sie befiirchtrte, daß sie bet Uebernahme des Burgeulandes durch Oesterreich verhaf et würde. Der Mesieverwalter -Dr. Berihold Sp eglcr befürwortete ihr Ansuch:» um freies Geleite, di, rS tm Interesse der Gionbrsetschaft lies!. persönlich mit de» Gemeinschuldnem in Verkehr zn treten. Mit Rücksicht ans düse Umstände v e r t a g t e der Gerichtshof die Verhandln«^, da ernste AnS« gleichsverhandlunge« im Zuge srien und den Partei«« Grl«gt»h«il zum AnSyleich mit Stella Jerusalem gegeben werden wüste. Sport. Zstm Haksah—Aapid-Spi«le. Dir MaMchchst dr, Hakoah für das sonntägige schwere Meisterschastsspi'.l steht noch nicht fest. Vor allem ist'die Muwirkung Sche«eiS ungewch, der b'S beute trotz intensiver Behandlung noch nicht völlig hergrstellt ist. Dt Angriff dürfte eine Umstellung rlfahren, da NemeS als NechtSaußen und Kireger alS M'tielstvrmer spielen soll Zwischen beiden würde Gansl tätig sein. Die Mannschaft wird erst morgen definitiv aufgestellt. Der Vorverkauf zum MeisterschastSsviele Rapid gegen Hakoah ist bereits eröffnck. Mit Rücksicht auf die geringe Anzahl der zur Verfügung stehenden Sitzplätze dürften alle Karten bereits im Vorverkauf abgehe». Die SchiedsrichterLesetz«r,A fidr SowWtag. DaS Schicdsrichterkollegrnm hat für die sonntägigen Wettspiele folgend« Schiedsrichter «ominiert: I. Klaffe: W. A. F.—Amateure: Hayoö, Reichert. Rudoltshügel-Admira: Meist, Frankenstein. Vienna-Sportklub: Sternfeid, Schaffer. Floridsdorl—Simmering : Lorenz. Schweidler. Hakoah—Rapid: Retichury, Bugno. W-cker—Hertha (SamStag) r Preßler. Haberleitner. Wacker— Morayfka Stavia: Kozmy. — ll.Klasse: Dona«stadt—Rurdorf*. Nemetz, Gutfreund. Bewegung-Gersthof: Adler. Hirschberoer. Rennweg—Slovan: G. Schmidt, Kulf. W. Ä. E — Strirtn 11: Schönbrunn, Angst. Cricketer—Ottakring: Naplawa. Stvckl. Slmmeringer Sp. B.—Germania: Strauß, Ganger. Red Elar—Blne Star: Gernhaldt, Schöckl. Hakoah—HaSmone« 5:2. Am Mittwoch batte die Hakoah den Sportklub HaSmonea in einem Trainingmettsviel?,um Geaner. Die junge jüdische Mannschaft konnte gegen die bt§ auf Halvern und Scheuer kompletten Hakoohner das Spiel offen halten und zeigte beachtenswertes Können. Besonders z ichnete sich der Tormann Meller aus, der mehrere Bombenschüsse Nemes' und, GanslS meisterte. > Gine akatzemische Seutoreasektio«, die vor allem Fußball treiben will, hat sich 6c; der Hakoah gegründet. Zum Leiter der Sektion wurde Herr Dr. I. Kcenberger gewählt, dem die Herren Dr. MenkiS, Dr. Wolfmann. Rosenthal, Spitzer, Eisler. Bollak, Baar usw. zur Brriügung stehen. Die Senioren- Mannschaft beginnt bereits iu oer nächste» Woche mit dem Sttauunfl. » Thernth. Morgen. '/«3 Uhr, Wettspiel: Cberukh kl. und Hk.koinbniiert—Monah U. und Nt. kombiniert. V.4llbr Ausschuß. Sonntag, tchr vormittags, Wrtispirt Ctzerrtth l. und ll. kombiniert-Mrr a^ I. und Isi kombiniert- Der BslkSWWt. . ÄestsMpe?te Krone -- —.22 CeNtimes. AuszahLurrg Wie« --- —.35 Centimes. Zn Zürich norie«e: öfirrrrichuche S!rone . . . . .—.3b i—,35 am b. Oktober) tsrr ßsterr. grstemvrlts KroAe . . —.83 (—.24 am 6. Oktober) r-ie ffchrchifchr Kronr. ..... b.95 { 5.90 am 5. Oktober) die Mark.. 4.60 ( 4.55 am 5. Oktober) Ür.ram ......... 8.30 21b rm 5. Oktober) Bukarest 4.75; 4.80 am 6. Oktober) Bnra; cst .0.82 < 0 82 am 5. Oktober) Äarscöau —12 — (• am 5. Oktober) Das e«glische Schutzzollgesetz tButi« drimplug) tritt i« Kraft. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Londo», 1: Oktober. Mit dein heutigen Tage beginnt die Wirksamkeit des Gesetzes zum Schutze der englischen Jndustrte, das heißt, neue Sichuhzölle von bisher nicht gekauter Höhe werden den Einsuhrhandel belaste-il und in kurzer Zeit eine 'Reihe..ausländischer Industrien, welche für Engloud gearbeitet haben, in die Lage versetzen, ihre Betriebe tin» schränken oder einstellen zu müssen, wenn es ihnen nicht gelingt, bald andere Absatzmärkte ausfindig zu machen. Gleichwertige Absatzgebiete heute ausfindig zu machen, wird aller, „bings nicht leicht fallen. Ebenso hart, wenn nicht noch 'empfindlicher, werden alle Handels- und Tvansportunternehmungen getroffen, welche am Verkehre mit England beteiligt sind. Das neue Gesetz gibt der Regierung das Recht, folgende Waren mit Zoll zu belegen: 1. Alle Erzeugnisse der sogenannten Schlüsselindustrie, das sind jene Industrien, welche der Ausrüstung und Selbstversorgung des Landes dienen und seine industrielle Vormachtstellung sichern. Die gesamte chemische Industrie, die gesamte FLrbwa ronindustrie, alle Lebensmittelindustrien, alle * hiezugrhörigen H ilfsindustrie», die Erzeugung von Waffen, Schiffen, telegraphischerk, telephonischen und optischen Apparaten usw. sind darunter verstanden; 2. alle Waren aus Ländern, deren Da luta gegen den Friedensstand um mehr als 33 Prozent gesunken ist; 3. alle Waren, welche nachweislich unter ihrem Erzeugnngspreis angebotan werden. Dieser letzte Punkt gilt vornehmlich für die brutsche Industrie, welche seit jeher, beschuldigt wird, durch maßlose Unterbietungen die englische Industrie aus dem Sattel zu heben. Die Regierung macht vorerst nur vom ersten Punkte des..Gesetzes Gebrauch und hebt gegenwärtig von den Erzeugnisseil der Sch.'üsselinbustrien einen Zoll von 33,33 Prozent des Fakturenwertes ein. Die Wirüing dieser Maßnahme wird sich in erster Linie in der Chemikalien- und Farbwaren-. branche bemerkbar machen, auch' in der optischen und mechanischen Industrie Deutschland dürfte in erster Linie darunter leiden/Ans die Ä.iwrndung der Punkte 2 und 3 verzich tet die Regierung vorläufig und erklärt in ihrer Verordnung, daß sie erst dann von ihnen Gebrauch zu machen gedankt, wenu die aualijche« Ludustriellv« sich über