Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 964 (2.10.1921)
- Date
- 1921-10-02
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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6«ie 10 Lvien, Somttag Wiener MorgenzeitrmK 2. Oktober 192L inrns Anläßlich Rosch-haschanah richtet das F ü rs 0 rgckonriree für jüdische Emigranten folgenden Appell an die jüdische Öffentlichkeit: \ i. * * ' Die Leiden der jüdischen Emigranten sind eine brennende Wunde am Körper des jüdischen Volkes. Die Erbiete der jüdischen Masiensiedlung im Osten sind durch Pogrome nnd. Plünderungen in Trümmer geschlagen, die gesamte jüdische Wirtschaft ist vernichtet, räglich fluten Massen alter und junger Emigranten über die Grenzen nnd suchen eine -neue Heimat. Amerika, West- und Mitteleuropa sind durch Gesetze und Verr.rdnrmgen fiir den jiidischen Wanderer gesperrt. Nur Palästina, Ercz Israel, steht ihm offen. Ueber Wien gehen monatlich zirka tausend der Besten unseres Volkes und nehmen hier zwecks Besorgung aller nötigen Visas nnen kurzen Aufenthalt. Das Fürsorgckomitee hat es sich zur Ausgabe gemacht, den Chaluzim und sonstigen Wanderern, nelche nach qualvoller Reise aus Rußland, der Ukraine und den Randgebieten, mittellos, oft ohne die nötigen Reisekosten, nach Wien kommen, jede Fürsorge angedeihen zu lassen. Es gewährtihnen Verpflegung, Unterkunft, ärztliche Hilfe und ermöglicht ihnen auch d e Weiterreise. -' Bisimn war das Fürsorgekomitce in der Lage, seine Pflichten zu erfüllen und die W^iterbefördev u it g rer Emigranten (4800 Pe r svuen).reibungslos dllrchzuführen. Es wurden in der Roßauerkaserne zwei Hei.me mit ejuem Belrgraüm von 150 Petteu errichtet uiti> in letzter Zeit ist es gelungen, ein eigenes Haus samt Gut in Kahlenbergerdorf bei Wien zu erwerben, wo ein schönes Heim und eine Musterwerkstütte für unsere Chaluzim errichtet werden soll. .; . . .; . : U in bicseis aufbauenbe, menschenfreundliche Werk weiterführen zu können, braucht das Fürsorgekomitee große Mitte-l. Bisher waren unsere Einnahmsguellen Spenden, Beiträge und Subventionen jüdischer Vereine > Und Institutionen. Wenn diese Quellen versagen, wird die jüdische Oefsentlichkeit die schwere Last der Verantwortung trägen müssen, daß unsere gepeinigten Brüder und Schwestern ausder Ukraine und Rußland hier in Wien verlassen und dem Hunger preisgegeben sei» werden. s - Wir appellieren daher an jedes jüdisch und .menschlich fühlende Herz, unser Werk tatkräftig und andallernd zu fördern, damit cs lveiier imstande sei, den letzten Wanderweg unserer Brüder, den Weg nach ^3 Israel, von Qual und Hindernissen freizumachen. Au allle Tempel-, Verhaus- und Vereinsvorstände, an alle Andächtigen ergeht unsere Bitte, ihre heilige Pflicht zu erfüllen und unseres Fürsorgewerkes zu gedenken. Palästina-Amt; .1 /' I.; Bauernmarkt 24. ■ Fürfior gekvmi t ec f ü r jüld. Emigranten \ - ' II., Zirkusgasse 33. ’’; ' NB. Wollen Sie sich gefl. des beiliegenden Erlagscheines r bedisnen. — Außerdem werden Spenden bei folgende» Stellen entgegengenonunen: Knltusgemeinde — Rabbüratskanzlei. Dr. Leopold Sofer, I., Kohlmarkt 10. Oskar Rosner, IX., Lackierergasse 9. Palästina-Amt, I., Bauernmarkt 24. „Wiener Morgeuzeitung^. II., Taborstraße 1—3. F ü r so r ge st e lle, II., Zirkusgasse 33. Verm'ttlimg eines Korvettenkapitäns, Wilhelmshaven, Viktoriamaße 2!. folgendm Kartengrnß erhalten: ^Zurückgkkehit von einer Re se nach O e st e r r e t <5, wo ich Gelegenheit hatte, unseren ehemaligenChefzn sprechen, der sich eingehend nach allen früheren Brigadeangrhöngrn erkundigte und mich ausdrücklich fecbettn bat, nach Möglichst jedem einzelnen sssne besten persönlichen Grüße;u übermitteln, nehme ich diese Gelegenheit wahr und löse ans diesem Wege das unserem Chef gegebene Versprechen ein." Die Karte zeigt auf der Vorderseite einen Landsknecht mit webender KriegSflagge. Aufschrift: „kl. Marmebrigade. 17.2. 1919 bis — das Vaterland uns nicht mehr dranch!." * Royal ALll'HilsSaktion. Durch das besondere Entgegenke-irnneir der könrgk ch englischen Schiffahrtsgesellschaft ,1bs stoyal Mail Steamship Cy." in London ist es österreichischen Slaatrangehoriarn ermöglicht, die ihnen von Verwandten oder iyrfunben geschickten Pakete von Nrw-Dork bis Wien-Babnhof gratis befördern zu küssen. Die Durchführung dieser Aktion in Oest-'r-.e'ch wurde den rereinigtrn M ttelsiandSorganisationen .Zentralrat der ge-.stigen Ardeiter Oesirrreichs", «Verein der Wirt- Ichafisocrdände der oeistigen Arbeiter" und ,Mntelstand§-Deleoatisn" Übertrags. Zur Erlangung dieser Mvhlfahrtssprndr bat jedes brdmnise M-.tglied odgenanntec Verbände, das in Amerika Vrrwandte - oder Freunde hat, eine vorgedruckte Karte mit Transporti'ckiein in allen Rubriken vollständig »nd richtig aus;«- fnllen. Dieü Dovprlkarten und Transporrscheine sind im Wege brr Organisation, der das Mitglied angebört, zu haben. Die ausgeküllren Dopprlkarten und Transportsckcine sind laut Vordruck rm '^n?>albirrem der .Royal dlaU-HiksSaktivn", k.. Ho>b«rp, ^irckerbäckcrst'.ege, IN. Stock. Tür 34. durch d-e Organisationen abiiigeben. Die Zadl der für eine Person bestimmten Pakete ist auf eines pro Monat beschränkt. * «in 37 Jahre brennende» Kohle«* er-«rrk. I« Bezirk Söcking Baklev in Ohio brennt bereitseit 37 Jahren ein Kohlenflöz, ein Brand von einer Dauer, wie er wohl kaum j» an anderer Stelle vorgrkommen ist. Das Feuer soll von Ans» ständigen in boshafter Weise angelegt worden sei» und hat sich m trlrrweile aus eine Fläche von über 40 Quadratkilometer ausgedehnt M.m versuchte das Feuer zu löschen, und zwar bat man rrei Jahre lrng Wasser in d.e Schächte gepumpt, aber ohne Erfolg. An anderer Stelle hat man durch doppelte Ziegelmanern mit einem Erdkern eine nickt drrnuende Flache ring-um gegen die brennenden Teile abgeschlossen «nd letztere im Tagba« abmbauen vnsucht, aber auch bttle Absperrungen wurden vom Feuer umgangen und der Ä^bau mußte eingestellt werden. Wo die Kohle abgebrannt isi. bricht deS Deckgebirge m der Umgebung Mammen. eS bitten üch Svalten. durch die die Lust einbrrngen kann, und wenn a> f diese Art daS Feuer an einer Stelle erlischt, bricht es numittelbar daneben, durch den Luftzutritt augefackt. wieder aus. In d.-n Spalten kann man die rotglühende Erde sehen und d,e .schür ist so prvß. daß die Quellen in iener Gegend selbst bn der strengnen Wintrrkälte heißes Wasser oeben. Sachverständige glauben, da', das Feuer noch lange andaurm kann, ia daß es erst jetzt richtig zu brennen ansängt. * 6ittf«g«tt§ der Stadtverwalt««» «»» Tel-Awl«. Die Vcvölkerung von Tel-Aw'w bat ru »fsiztrller Weise rhre Stadtverwaltung eingüttzt. Die Stadtverwaltung veranstaltete in den neuen AmtSrauwen einen Empfang, an dem samtliche Miigludrr der Stadtmrwaltnng wre auch dre gewesene» Mitglieder des Trl-Awiw-RateS leilnahmen. (I.C.D.) * Reif« pol8M«e«fischer Rabbiner nach Amerika. Eine auS de» Rabbinern I. Charlap. S. Epstein. I. G. Hurwitz und F. Porath bestehende Rabbinkrs'leaatron begibt sich demnächst nach Amerika, um für eine Anzahl orthodoxer Erziehungsanstalten, diemit finanziellen Schwierigleitkn kämpfen, die z« chrer Erhaltnng notwendigen Mittel aufzubringen. (I. C. v.) * Jüdisch« Lanbbauern im Odefiaer Kreise. Dem Moskauer „Dines" zufolge benndrn sich in den 32 Dörfern und Fleckrn des Odrssaer KrerfeS 200V jüdische Fa m \ l i t n. die sich ausschließlich mit Landwirtschaft beschaMgrn nnd deren Arcker genau so gut wie die der nichtjüd'schen Landwirte bestellt sind. Die Juden find auch gute GSrtner und Tabalpflanzrr. Sie leiden jedoch sehr an Jnventarmangek. ES in daher dringend geboten, eiuen B o de n 1 0 n d S für Mücke Kolonisatro« zu schaffen. Liese Kolonisation könne am besten in den GvnvernrmentS I e k a t r r i n o s l a w und Xiaii-tn durckgeführt werde«, sie ist das-beste Mittel zur MÜndernni der jüdische» L«s»a»deru»g. * Da» Wieberauflebe» de» Kleinhandel« in dev Ukraine. In. Polen eingetroffeue Flöchtüngr aus der U k r a i n-e erzählen, daß rnfolge deS neue« Wirtschaftskurses der Sowjetregierung der K l e r « h a n d e l, der größtenteils in jüdischen Händen war, wieder a «s z » l e d e n beginnt, urLbrsondere >» Lea Städten mit großer jüdischer Bevölkerang. « * Bearabaiffe am hevtige» Tage. A l t e r F r i e db o fr 10 Uhr Fleischer Max, 11 Uhr Dr. Riemer Leo. 12 Uhr Boseer Janette. NeuerFriedbof: 9 Uhr Url-etzly Panla, 9 Uhr 40 Min. Weiß Heinrich, 10 Ubr Friedländer Karl. 10 Uhr 2v Min. Günsberg Karoline. 10 Uhr 4V Min. Landsmann Adolf, 11 Uhr Hirschl- Ignatz, 12 Uhr Anfricht Julius. * Wett ««bericht. Wetter und Wetterlage sind im allgemeinen unverändert. Morgentemperatvr «übrig, 2 bis 5°. Die MittagStlMveraturen waren etwas, höher als gestern, Wien 16°, Innsbruck 19°. Voraussage : Noch^leine weseutüche Aeuderung. * Die H»ssn««gen de» jüdische« Wader»« dewege» setzt ave A«dr»....Zltder .will fick über den Stand der zionistischen Bewegung, über jüdische Kultursragen nnd, über das Problem dejüdischen Minderheitsschutzes informieren. Ein gediegenes Buch, das zur jüdischen Jahreswende erschienen ist. kommt diesem Bedürfnisse nach: Der jüdische Ratio «a Hakender (Al mansch) auf das Jabr 5682. Die Geschichte deSZionism»s in der jüngsten Epoche nnd die brennenden Fragen des Judentums sind von de» ber«ft»str« Publizisten darin behandelt, bedeutsame Anssatze find jüdischen Knltnrfragen gewidmet und reicher, gediegener schönst ei stig er Lesestoff ist in dem vornehm anSgestalteten illustrierten Jahrbuche geboten. ES weist folgenden Inhalt auf: Ludwig B a 1 o, „Die Jahre 5680 uvd 5682*. — Dr. Osias Thon, .Geschichtliche Peripetien". — Adolf B 5 h m, .Jüdische und allgemeine Wirtschaft in Palästins*. — Dr. Max Diamant, .Der Kampf für die jüdischen Miudnheitrn". — Dr. Z.F. Finkelstein, .Adolf Stand, Ein Gedentblatt". — Dr. Egon Zweig. .Der jüdische Bokkssckatz in der nenen Aera". — Dr. Siegfried Schmitz,. .Leo Pinsker". — Dr. Z. P. C b a j e s. .Die Bibel und die Jugend". — Otto A b e l e S, .Ein jüdisches Heldenepos^. — HanS K o h % .I. L. Prrrz, ein Profil". — Siegfried A b e l e S, .Altjüdische Märchenmotive". — Moscheh S m i« l a n s k p, .DaS Land". — Otto Adele-, .Lang an Krakau". — David R o t h b l u m. .Die Geschichte vom Zeloten Don". — Ernst Mülle r. .Altjüvlsche Weishert-. — Eugen H »eflich, .Sterne". — Marek S ch e r l ä g, .Dem tote« Kinde". — David Igna 1 ow, .Im Talkessel". — Enge» H o e f l i ch, .Ich bin ein Kahn . . — Jakob Fingermann, .ChaSwin". — Das Werk enthält ferner sorgfältig gewählte Kernwvrte »ur Judenfrage von Achad-Haa«. Z. P. EhajkS, Albert Einstein. MoseS Heß. Gustav Landauer, Salomon Schechtrr, Jakob Wassermann, Arnold Zweig und schließt mit einem vollständigen iüdischen Kalendarium, ergänzt durch die nationalen Gedenktage. Es empfiehlt sich als Geschenk für die kommenden Feiertage. Wrr verweisen auf das Inserat. * Preiorvhöh««- i« de» graphische« Gewerbe«. Die unaufhaltsam fortschreitende Tcuerung hat dre Arbettnehmcr* schaft in den graphischen Gewerben neueUich gezwungen, an die Untrrnrhmrr die Forderung nach Erhöhung der Löhne zu stellen. Die Unter«ehmrrorganisationen der graphischen Gewerbe (Bnch-, Steindruck- und chemigraphrsche Gewerbe) kamen der Forderung im notwendigsten Ausmaße «ach und bewilligten eine durchaäugige Erhöhung von 34*/. auf die Gefamtmindestbezüge des MonatS Jnli, durch die eine entsprechende Regelung der Druckpresse neuerdings im Gefolge ist. * Ej«e «euerliche Loh«be»«O»»s hn Gastgewerbe. Im Saale zum Grünen Tor fanden gestern vier zahlreich besuchte Versammlungen der Betriebsräte und Vertranrnsmänner aller Kategorien der Gast- »nd Schankgewerbe statt, in welcher beschlossen wurde, mit Rücksicht auf die außerordentlichen Preissteigkrun-eN ' in der jüngste« Zeit der Unternehmerschaft neue befristete Lohnforderungen vorznlegm und mit allem Nachdrucke z« vertreten. Die neue» Forderungen sind »ach den verschiedenen «ategorren abgesiuft. so »war, daß . die prozentuell größten Erbövnngen ans die nicht trinlgeldnehmende« Angestellten entfallen, während da- Personal mit Trinkgeldern ErbSbnngen deansprncht, welche 70 bis 120°/. Ser derzeit gütenden Lohnsätze btttaiu». /9t& 9Äl * Da» Sbelett bei Braten und Wri». A«S B » tz «» Pest wird berichtet: In der Gemeinde Sagbar bei KapoLvar wurde diesrr Tage bei der Demolierung einei« Ja-Hre 1800 erbauten HauseS ein grausiger Fund gemacht. Hinter vcr Keüermauer stieß man auf einen iV. **> breite« und 2 nt hohen vermauerten Hohlraum, in welchem ein männliches Skeletts eine Pfeife, ein Teller mit Resten eine- Huhns «nd eine Flasche Wem vorgefmiden wurde. Es bandelt fick hier offenbar um e»» altes Verbrechen und es scheint, daß die Verbrecher den zur Ein-> mauerung Verurintten durch das letzte Mahl verhöhnen wollten. D^r unglückliche Mensch scheint jedoch von dem letzten Abendniahl keinen Gebrauch pemacht zu haben, wofür der Umstand spricht, daß die Flasche Wein noch völlig unberührt vorgefnnden wurde. Der sonderbare Fund hat begreiflicherweise in der ganzen Umgebung große Erregung hervorgerufen. 3 * Die Wirkungen deS Alkoholverbot» in Amerikas Welch ernste wirtschaftliche und soziale Folgen das Akkoholverbot rn Amerika hat, zeigt ein Aussatz von W. Lobmann in der .F r a ,u". Das erste wirtschaftliche Ergebnis. deS Verbots ist daS Uc berleiten der chcmals für berauschende Getränke aus gegebenen Summen in ander e Kanäle. Berichte von allen Jndustriezmtren Milden, daß die Wareuverkäufe fast aller Art in der nveiten Hallte des Jahres 1919 auf eine bisher noch me erreichte Höhe gestiegen sind. Nicht minder bedeutsam ist es. daß in tiner Zeit ungehemer Preissteigerung die Sparkasseneinlagen angi'wachsen sind.'^Wor allem aber zeigt sich die Wirkung drs Verbots in der StriMrmg der Produktion Niid Ersparnis von Menschenkmftrn dnrckHM^sana der Arveiisvtriäumnisse, Hebung der Selbstachtung und, Förderung des Ebrgeires. Die billigen HauseigentümerHttchten von eine» plövlichen Fallen ihrer Geschäfte. Leute, werche früher mit einem 10'Ceuts-Bett zufrieden waren, nehmen jetzt bessere Raume, be- -ahlen mehr für ihre Unterkunft und fordere anständigere Dehausungen. Nicht minder bemerkenswert ist die.Htzb»«g der BolkSgelündheit und die Abnahme der Krimmälitat. Während i« letzten .nassen" Jabre (1917/18) i» einer amenkaniscken Stadt von 900.000 Einwohner» (Detroit) 107 Todesfälle infolge von Trnnssncbi registriert wurden, waren es im.erste» „trockenen" Jahre 1218/19 nur 19. also rin Rückgang von 82°/o. Die Todesfälle durch Unfsll ginaen um 20 Prozent, die Zabl der Selbstmorde »m 33"/, z»rück. Die Zahl der aus öffentlichen Mitteln unterstützten Familien verringert sich um 25"/,. Die Gesamtzahl der Brrhaft«»ge» ging von 60.000 auf 26.000 zurück. > * Selbstmord. In btt TeletzhonMe des Caft Donan/ II., Praterstraße, bat sich hmte der 4bjährige Kaufmann Max M n r ch f e l d, II., Afperubrückengasie 22t aus unbekannter Uisache ans einem Armetrevolver eme Kugel in die rechte Schläfe gejagt und blieb auf der Stille tot. Die sofort herbeigerufene' Rettungsgefeüfchaft konnte nur mehr den Eintritt des Todes, feststellen. * Plötzlicher Tod. Heute nachmittags ist bei der Börse in einem Straßenbahnzug der Lmie ..40" der 60jährige Bankier Karl Abel, IX.. Lirchtensteinstraße 12 wohnhaft, infolge Herz-i fchlages tot zusammrugestürzt.! * Verhaft«»- ei«e» Geistliche». AuS Frank-! st r d t wird gemeldet: Wie die tschechischen Blätter melden^ wurde der Pfrrrer in K 0 g l 0 w i tz, P. Rudolf Raschka,! wegen angeblicher sittlicher Verfehlungen an Schulkindern der« haftet und de« hiesigen Bezirksgericht eingeliefert. * B«rhaft»«g eine« Bankbeamte». Die Budapester! Polizei hat den ehemaligen Beamten der Ungarisch-Italienischen! Dank Josef I 0 a » 0 v i c verhaftet, der mittels gefälschten! Br rfeS der Britisch-Ungarischen Bank und der Ungarisch-Jtalie-j uischen Bank £00 Foresta-Ältien herausgeschwindelt hat. * Verschwundene Kunstwerke. Dem Antiquitäten-^ Händler Philipp Schwarz find am 30. p. M. in einem Straßen-! bahrizug der Linien „38", „39" oder *8" auf der Fahrt S-evering—Margarrtrnplatz em Originalstich Dürers, ^DaS Wappen mit dem Totmkops", und ein Originalstich Lukas Cranachs. »Turnier", zusammen X 3V.0V0 wert, abhanden ge» kommen. Sie sind beim Oderdilektor Bartsch, Po!izeigebäude,i IX., Roßaurrlände 7, Zimmer 16 abzugeben. * Kaffecreinbruch im Penzinger Bahnhof. Heute! nachts wurde im Penzinger Bahnhof ein Kaffeneinbruch verübüj Den Tätern sind 14.000 tschechoslowakische Kronen und LvOvj österreichische Kronen in die Hände gefallen. H * Zionistischer Iugendverband. Mittwoch den 5. d. M.^ 7 Uhr abends, U.. ZirkuSgasse 33. Delegierteusitznns des Zionistischcn Jugendverba»des. Tagesordnung: 1. Bericht des Präsidiums. S. Bericht über den XU. Zionistrnkongrrß. 3. Staintmberalung^ 4. Eventuelles. Die dem Verbände angeschlossenen Organisationen! und Vereine werden ersucht, ihre Delegierten z u v e r lass r.--- zu entsenden. * Da» BerzeichniS der öffentliche« Borlefnnge« an sämtlichen Wiener Hochschulen ist zum Presse von K 50 imakademischen Verlag Emil H a 1 m L E 0. erschienen. A * Bo» de» Wiener Hochschulen. Da seitens de« Beamtenschaft der Quastur an der Wiener Universität die bisher angrwendete passive Resistenz eingestellt wurde,! werde» die Jwkripnoneu am Montag de« S. d. M. für diei Inländer fortgesetzt. Gestern wurde sowohl an der T e nischen Hochschule wie auch an der Tierärztlichen Hochschule und an der Hochschule für Bode »* knlt u r rn Wien die Jnskrivtion der Studierenden in AngriF: genommen und dauern die Einschreibungen dis Mitte Oktobers An der Hochschule für Welthandel haben gleichfalls die Einfchreibnngen begonnen und da»<rn dir 4. d. M. An der Akademie der dildenden Künste in Wie» finden die Einschreibungen am 1V. nnd 11. d. M. statt/ '] * Da» österreichische Hilfko«itee für die ukrainische» Po-romopfer gibt der Hoffnnn- Ausdruck, daß anläßlich der hohe» Feiertage in allen Kressm der nnglückliche» ukrainische» Pogromopfer gedacht werden wird. Spenden sind an folgend« Adresse zu richien: Oesierreichische» HilfSkomite für die ukraini«; schm Pogromopfer, Wien, K Settenstettengaffe 2, II. Stocks Stiftungsamt. \ * Urania. Heute, Sonntag, ^r3 Uhr (Großer Saal^ Shackletons Südpol-Exveditiov. — '/,3 Uhc (Kleiner Saal): Bon Mariazell über den Hochschwab. — */,3 Uhr (Akademie^ tbeater): »Der Alpenkönig »nd der Menschenfeind." — V-b Uhr lKleiuer Saal): Opernkonurie. IV: Lorzing. — 5 Uhr (Großer Saal): Shackletons Südpel-Exprdition. — '/.6 Uhr (KurSsarl)r! Dr. Ludwig K a r e l I: Hunger »nd Liebe rm Jnsektenreich. —i Vs6 Uhr (Klubsaalt: Robert Friedman: Philofophie deS Lebens, IV. — '/,8 Uhr (Großer Gaal): Zum 50. Male- Ferdinand Raimund. — 7*8 Uhr lKlnbsaal): Beethoven-Abend. — 7,8 Uhr tKurSsaal): Professor Dr. Karl Hans: Ziffer» und Zissernsysteme. — 7,8 Uhr (Klubsaal): Vorlesung Franz Karl E s c u y e r. — 7,8 Uhr (Arbeiterheim, XVI., Kreithnevgasse »1): Wiener Volksmusik. — 7 Uhr (Akademietheater) III* Afztstraße 1: .Kindertragöbie". * Bi««e« 48 Vtuuden liefert das Herren,nsdebau» A. Borenstein 4 To., Wien, II., Hollemdstraße (»either Stephanie-» straste) 10, Herrengarderoden jeder Art »ach Maß. 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