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Wiener Morgenzeitung · 1921-09-30 · Heft 962 (30.9.1921) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 962 (30.9.1921)
Date
1921-09-30
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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511. 952 Men. Mevag her Urologie beschäftigt«». Nur im Zusammenhang mit der Chirurgie könne die Urologie Großes Listen. Zektwnschef Dr. Helly wünschte namens des Volks-- gesundheitsamtes Mt Verhandlungen des Kongresses einen glücklichen Verlaus. Professor Tandler begrüßte namens der Stadt Wien den Kongreß, der sich hier versammle, in einer Stadt, die auch in schweren Zeiten ein Zentrum der Kultur und der medizinischen Forschung geblieben sei. Hierauf wurde in die Fachverhandlungen ein-- gegangen. Professor H. Alb rech t erhielt das Wort zur Darstellung der-Pathologie der Sackniere (Hydwnephrose). In meisterhafter Weife, unterstützt von der Demonstration außerordentlich seltener Präparate, wußte der Vortragende bas schwierige Gebiet außewrdentlich klar darzustellen und erleichterte es seinen Mitreferenhen,, 'Professor O.'Rumpet aus Berlin und Dr/ Oehle cker aus Hamburg, über die Diagnose und die Therapie zu sprechen. Der Bortrag des Lamburgischen Arztes zog durch die mustergültige Art, wie im Lichtbild die Operationstechnik bargestellt wurde, das . allgemeine Interesse auf sich und trug nicht wenig dazu bei, daß vielumstrittene Fragen einer Klärung zu geführt wurden. Z«ter«atioi»aler Kongreß der Kriegsopfer aller Länder. Zu dem morgen beginnenden zweiten internationalen Kongreß der KrirgSopfer aller Länder find im Laufe des heutigen TageS zahlreiche Delegierte aus Deutschland. Frankreich, Italien, Belgien, Bulgarien und der Schweiz hier eingetroffen. Unter ihnen befindet! sich der Vorsitzende des Kongresses Generalsekretär Henry Barhussr, der als der Schöpfer und Träger der nternationale» Föderation aller Kriegsbeschädigtorganisationen auf mternationaler Grundlag, die markanteste, -bedeuffamste Persönlichkeit des Kongresses ist. In seiner Begleitung befinden sich der zweite Sekretär Charles Borusse (Paris). Frau Marianne M a u g 6. Mitglied . des Internationalen Komitees (Paris); Fräulein Margarete B i e n z, Sekretärin des Internat onalen Bureaus auS Montreux; Vertreten sind terner: Der Internationale Bund der Kriegsopfer Deutschlands durch den Vorsitzende» T i t t Berlins der Reichsbund der Kriegsb'schädigten und Kriegsirilnehmer durch ersten Sekretär Richard K a r o k e. Christof P f and e r e r, Berlin, Peter B o s a w e. Köln, und tl. Kalosi. Breslau, der Friedensbund der Kriegsteilnehmer Deutschlands durch H. Duderstadt, Berlin, die belgischen Organisationen: durch Albert Marteaux und Pierre Schlosser, Brüffel, die bulgarischen durch Georg I a n k o, Sofia, die tschecho-slowalischen durch L r p v r n, Reicheuberg, und das Jnteenationale Arbeitsamt Genf durch Sekretär T i x i e r«. Für ein jüdisches Schulhaus. Anläßlich der hohen Feiertage erläßt der Jüdische € chuT verein nachstehend'« Aufruf: „Dank den intensive» kulturelle» Bemühungen des Jüdischen Schulderer«-, insbesonders dank der materiellen Opferfnud-gfeit!emiger>'hervoragend lätzarr Mitalieder gelang es. eine Neide mustergültiger jüdischer Erziehungs- und Unterrichtsanstalien zu schaffen, die für di^ Erz chung der jüdischen Jugenn und in. weiterer Folge für den gerstlgen Wirdcraufbau des JudeutümS von grundlegender Bedeutung sind. Das Schulwerk des Jüdischen SchulvereinS ««faßt gegenwärtig folgtnde Lehranstalten: Jüdisch S Realgimvasium (I., Drahtgaste 4), ^Hebiäi chlS Pädagogium lll. Obere Donausiraße 31), Jüdische Volksschule (XX., Denisgafie 33), Jüditche Volksschule (kl., Taborftraße t?9), , Hebränche Sprachkurle für Kinder und Erwachsene (H. Große Mohrengaffe 16). :f , \ Da die durch das natürliche Wachstum des SchulwerkeS bedingte räumliche Unzulänglichkeit der uns bisher zur Verfügung stehenden Mietswobnungm von Jahr zu Jahr drückender wird sittid yiedu'.ch die Existenz dieses so entwicklungsfähigen Werkes mißerordenilich gefährdet erfchemt, sieht sich das gefertigte Kuratorium des Jüdische» Schnlvrrems veranlaßt, an die )ndi>che Oeffentlichkrit den Appell z« rickte», dem Jüdischen Schulverein die Erwerbung eines eigenen SchulhauseS. in dem «üe bestehenden jüdische» Schulanstaltcn verei»rgt werde» sollen, k» ermöglichen. “ '! Die Mittel z« diesem über alles politische TageSgetriebe erhabenenkulturelle» Zwecke sollen dn/ck eine um'affende.B a uj!t e i n a k t r o u für e t« jüdisches S ch n l b a u S. ün der weiteste Kreise der Wiener Judenheit ohne Rücksicht auf Parteimgehörgkcir mitzuwirken hatten, aufgebracht werden. / Au sAnlaß der hohenFciertager «f e n wir die ganze volksbewußte Wiener I u d cnheitzur Erfüllung ihrer heiligsten ibtlicht gegenüber d^e r jüdischen Jugend, der Zukunft des jüdischen Volkes und erw a r 1 e n, d a ß j r d e r I u d e b e i tn Aufruf zur Thora sowie bei a n d e r r n G e l e g en h ei t e n!d e m j ü di scheu Schulwerk in Wrennamd a f.t r Spende» widmen wird- 1 Wien, Erew Tischri. Das Kuratorium des Indischen Schulde r e i n S. Ein Sammettag für die Rettrrrrgsgefellfchaft. , DqS Aktionskomitee der Rettungsarfellschaft hat für vorgestem »'lne.Vet sammluug von Vertreter» aller Wener Bezirke in den Saalder Samariter schule gebeten, »m über eiue Veranstaltung z« beraten, d e der Gesellschaft wieder einmal die Mittel für den Weiterbestand der RettungSgesellfchaft gewähren soll. Der Präsident des Aktiovskomitees, Polizeipräsident a. D. G o r u p, begrüßte' die Erschienenen. Um die Rettungsgesellschaft für das nächste Ähr zu er-halten, hat Bürgermeister Reumann grundiätzlich einen Sammeltag bewilligt, der im Oktober stattfinden soll. In der hierauf folgenden Debatte wurde von. den Versammln« gs- ^ilnehmern für und wider eene Straßensamnilimg gesprochen SBieitev *%9*9ett§eitirag 30. Teptemver T9Zf ■ JEDER JUDE THORA JÜDISCHEN spendet beim Aufruf zur heuer für den NATIONALPONDS für die GEULATH HAAREZ 3198 ■ HB■■■■■■■■■■) SBBBBI■■■■■■«■■■ ««■ ■ Zugunsten des Jüdischen Natfonalfonds findet ein ■ MM JL n{ st n. ■ im Restaurant Bayer, II., Venedigerau, statt ■ Karten von 200 bis 300 Kronen erhältlich bei ■ J. B. Gerstl, II., Mumbgasse 2, Tür 23, und beim 2 jüdischen Nationalfonds, II., Taborstrasse 59 ■ ■ ■ RIHg » m m m M ■ «5 SB M M ■ 1. Von einer Straßensawmlung Heuer abzusehen, 2. eine Haussammlnng durchzuführen und die Ausführung den Bezirke» zu übeilassen und 3. auch irr öffentlichen Lokale» an: Sammeltag zu sammeln. _ Großer Gold- ««d SilberschM«ggel o» der tschechisch-rumänischen Grenze. Aus. Klausenburg wird unS berichtet: Die Polizei hat einen großzügigen Schmuggel von Gold- und Silbermünzen über die rumänisch-tfchecho-stowakffche Grenze aufgedeckt. Die Erhebungen ergaben, daß wahrend der letzten zwei Monate allein für m e hr als 10 Millionen Lei Gold und Silber über die Grenze gebracht wurde. Es handelt sich um den Schmuggel von österreichisch-ungarischen Gold- «ad Silbermünzen, die ins Ausland gekrackt «erden, «m dort als Spekulationsobjekt zn dienen. Vor einigen Tagen wurden Schmuggler, die mit einem Waaen d'.e Grenze überschritten, festgenommen. Bei der Untersuchung stellte kick heraus, daß sich auf cem Wagen in Säcken insge'-amt iOO kg österreichisch-ungarisches Gold- und Srlbcrgeld sowie Goldklumpen befanden. Bei ihr m Vechör behaupteten die Schmuggler, daß sie von Sieben bürger Ei senaahnbe amten den Auftrag erhielten, das Geld nach der Tschecho-Slowaker zu bringen. ES verlautet, daß in dre Affäre auch hochgestellte Persönlrchleiten verwickelt sind, deren Verhaftung bevorstehe. Erzherzog Popper. - lieber das Auftreten Wilhelm Poppers, des Hochstaplers, der sich, wie gemeldet,- in New-Dork Äs Erzherzog. Wilhelm. ausgab und/uliter verschiedenen-Vorsp.iegeluiigen große Beträge leichtgläubigen Tschechen entlockte, schreibt Las „P r a v o Li du": Mitte 1919 trat in New-Vork rin Mann ans, der Fühlung mit tschechischen-Kreisem suchte-? Er gab sich Äs Frei-. williger dertschecho-slowakischen Armee ' aus, der die Würde eines Gener alb rig adiers erreicht habe und zahlreiche Auszeichnungen der alliierten Mächte besitze, dreimal verwundet gewesen sei und überhaupt eine Reihe der verwegensten Kriegstaten hinter sich habe.' Da der Marin tatsächlich Gen er alsu n iform trüg sowie die^ Auszeichnungen, von denen er gesprochen hatte, fand er leicht Vertrauen, das er sofort zur Herauslockrng von Geldbeträgen ausnützte. ' I Er erklärte, daß er aus ürilitärisch-pivlitischen Gründen (Konflikte während der sibirischen Kampagne) auf Befehl'der tschecho-slowakischen Armee depüxttert werden solle und daß er nur gegen Ehrenwort sich vorläufig frei bewegen könne. Er brauche nur einige hundert Dollar für feinein Advokaten, der ihm zur Vermeidung der Deportation Helsen solle. Der Häusler John Po ko r n h in New-Uork lieh Ihm daraufhin 660 Dollar. Mt Hilfe der Familie Poborny Wurde err mit anderen Fanrilien bekannt/ den«: er sofort aus. ssinckr militärischen und politischen Vergangenheit erzählte. Er behauptete, daß er Abgeordneter im alten österreichischer: 'Reichsrat geweserc sei — die Reichsratslegitimation hatte" er rasch bei der Hand — daß er Delegierte r auf' der Pariser Friedenskonferenz gewesen und mit' Dr. Kramarsch bekannt geworden sei, der vor feine» politischen Fähigkeiten erschrocken sei und ihn deshalb nach Amerika geschickt habe. Er wolle in Amerika Propaganda für die gegenwärtige Regierung machen. Er machte auch Arideutungen, daß er ossenbar bald tschecho-slowakischer Minister sein werde. Um sein Ziel, Geld zn entlocken, leichter zn erreichen, erklärte er, daß er in der Republik einen Besitz habe, der aus 64 Million«: geschätzt werde, nunmehr aber, fei er sequestiert worden, rein aus persönlichen Gründen Masaryks, Bene sch' und anderer. 50.000 Dollar würden genügen, um in der tschecho-slowakischen Republik und in Amerika einflußreiche Faktoren zu gewinnen, damit er seinen Besitz wreder zurückerhalte. Da der Hochstapler ein blendendes Austreren hatte und allerlei Belege für seine Behauptungen vorwies, gelang es ihm, .den Betrag aufzutreiben. Mit dem Gelbe fuhr er nach Floridas und machte sich' in der Stadt Orlando ansässig.. Hier gipfelte seine Tätigkeit darin, daß er aus Grundlage seines vorgetäuschten Reichtums Eingang in die amerikanische Familie Harrison fand, die 'ihm die Tochter zur Frau gab. Im März 1920 kam er nach New--Yiork zurück und begann wieder seine erpresserische Tätigkeit. Er gab vor.-! eine zezp.!we Sandnnu zu haben und redet« Polornhschließlich'' ein, daß er aus der österreichischen kaiserllch^en stamme, daß er eigentlich Erzherzog Wilhelm Franz Feckönand sei. Im ganzen mtlockte er von tschechischen Amerkkanern 50.000 Dollar. Am meisten wurde Pokvrny Lvschäbigt, der ihm 20.066 Dollar lieh und Wr auch noch zum Verwalter seines Vermögens machte, ' Als seine Stellung in den Augen der amlertkanische« Tschechen unhalb ar wurde, fuhr er Ende Juli nach' Böhme» und mit ihm verschwanden die Bestätigungen über die ihm von Pokornh geliehenen Beträge. Irr Böhmen hielt sich Wilhelm Popper in seiner Gebnrtsstadt Bechh» auf. Fm März, dieses Jahres fuhr er nach Prag, wo er als Millionär auftrat. Er mietete eine Droschke, fuhr mit dem Kutscher zehn Tage herrrm und lieh sich dann von ihm 3000 Kwnen aus, Als aber Popper das Gell, nicht zurückstellbe, ließ ihn der Kutscher verhaften. * Kanzlereröffuuug. Rechtsanwalt Dr. Cb. W o lf-- man» hat seme Anwal-skanzlei m Wien. IX., Maria Theresjen- , flraße Nr. 11, Telephon 22-2-10, eröffnet. r * Auf Verschiedene Zuschriften! Briefliche Erledigungen von Anfraaen'an die Rr» daktiv» können nur in besonderen A«tznah m § f 8 l l e « ertolgr». Zuschriften ohne Rückporto müssen aut jede« Fall unerledigt bleibe u. Anfragen an unsere Redaktron werden in dem allmontäglrch erscheinendenBriefkasten erledigt. * Eine Sammelschrift, die jeder Jnde lesen mntz. ist der I ü d i s ch e N a t i o n a l k a l e nd e r(Alman«ch) auf dasJabr 5682. Die Geschichte des Zionis» m ü Z in der jüngsten Epoche und die brennenden Fragen des Judentums sind von den bernfinsten Publizisten darin behandelt, bedeursame Aussätze sind jüdische« K u l t u r f r a a e n gewidmet und reicher, gediegener sch ö ngeistrger Lesestoff ,st in dem vornehm ansKestalteten illastrierten Jahrbuche geboten. Es weist folgende« Inhalt ani: Ludwig B a t o, „Die Jahre 5680 nvd 568I-. — Dr. Ostas Thon. „Geschichtliche Peripetien^., — , Adolf Böhm. „Jüdische und allgemeine Wirtschaft in Palästina". — Dr. Max D r a m a n t. „Der Kampf Mr dir jüdischen Minderheiten". — Dr. Z. F. F i n k r l st e i N, „Adolf Stand. Ein Gedentblatt". — Dr. Egon Zweig. „Der jüdische Bolkssckatz in der neuen Aera". — Dr. Siegfried S ch m.i tz, „Leo Piniker".. — Dr. Z. P C b a j e s, ^Die Bibel und dir Jugend". — Otts Aböles, „Ein jüdisches Heldenepor^. - Hans K o h u, »I. L. Perez. ein Profil". — Sngfried A b e l e S, „Altjüdische Märchenmolive". — Moscheh SMilans kh. „DaS Land". — Otto A d e l e s, „Sang an Krakan". — David Rot h b l u m, „Die Geschichte vom Zeloten Do»^. — Ernst Müller, „Altjüdische Weisheit". — Eugen H o estich, „Sterne". — Marek S ch e r l a q. „Dem toten Kinde".-. — David I g n « t o w, „Im Talkeffel". — Eugen H o e f l r ch, „Ich bin ein Kadn ..." — Jakob Fing ermann. „Chaswin". — DaS Werk enthält ferner sorgfältig gewählte Kernw orte zur Juden frage von Achad-Haam, Z. P. Chaj-s, Albert Einstein. Moses Heß, Gustav Landauer, Salvmon Schcchter, Jakob Waffeimann, Arnold Zweig und schließt mn einem vollständigen jüdischen Kalendarium, ergänzt durch die nationalen Gedenktage. ES rmvstehlt sich als Geschenk für die kommenden Feiertage- Mir verweisen auf daS Inserat. * Die Antisemiten «olle» Jndengeld. Man schreibt nns: Ick und mit mir zweifellos unzählig andere Inden, brnebungswelfe jüdische Firmen erhielten dieser Tage de» Amruf der „S ü d m a r k". welcher sich zugunsten der burgenländische«. , Flüchtlinge an alle Deutschen wendet. Ebenso wie dieser Ausruf. jed:n Hinweis darauf, daß Spenden nur von Ariern erwünscht sind — vlakaticrte Tmnfesteinladungen erktärkn immer, daß mu- Arier Zutritt haben — vermiffeu läßt, unterlassen die Herren ■ auch, sich vor Absendrmg des Ausrufes aus „faßlichen Merkmalen'! zu vergewiffern, ob der Angerufene nach „Raffe und Sprache" zu ibnen gehört, dies m einer Zeit, wo wider Nrchr. Geietz - und Menschlichkeit tausende „bodenständige" Juden es tchwarz aus weiß in die Hand bekommen, daß sie nicht wert find. -> Staatsbürger zu sein. Wenn sich die Herren auf die Humanität berufen sollten, könnte man wohl nchtig frag;», ob sie sich wohl an'irgendeiner Aktion für die „östlichen Flüchtlinge", wenn es- Juden waren) beteiligt haben oder hätten. In Baden haben . „südmärkisch" Gesinnte neulich plakatiert, kein Arier mö^e zugunsten der jüdischen Pogromwaisen nuen Heller spende»! Die burgenländischen Flüchtlinge haben es jedenfalls nicht deri dient, daß gerade bie Südmark!ür sie jüdische Hilfe avrufe« mH. * Die Veewe«d»«g der Wiener Hofburg. In der - kommende» Snson werden in der Hofbarg 45 Prunkräume verschiedenen Veranstaltungen zur Verfügung gestellt werden. Die baulichen Vcrändeiungen, die in den letzten Monaten in der Bürg durchgeführt wurd'«, gestatte«, daß die gerannte» Festrtzumr sowohl in einem als auch , einzeln benützt werden können, so..daß in allen drei Teilen eine einzige Veranstaltung oder daß zu gleicher Zeit in jedem der drei Säle mit den zugkbörigen Räumen eine gesonderte Veranstaltung ab- ' flkhalten werden kann. Es sind nämlrch außer zweckentsprechenden Garderoben auch neu« Stiegenanlagen geschaffen worden. Dcr große neue Festsäal wird seinen Haupiemgang am Heldenplatz erhalten, die cherdeu anderen sind über die Botschasterstieae aus dem Schweizerhof zugängltch. Unmittelbar bei den Eingängen, die gegen Zug geschützt sind, sind hier wie dort ausreichende Garderoberäutne «mgerichlet, die eine Verteilung und schnelle Ab^ fertiguna der Besucher begünstigen. Ebenso ist nunmehr für die Moglichteit einer Verköstigung der Besucher banUL jede Vorsorge getroffen. Zu diesem Zwecke wurde» nämlich groß« und anfr modernste eingerichtete Küchenavlag'n geschaffen, dir derart angelegt sind, daß für jeden der drei Säle nebst Nebe»-- laumen je eine eigene Restauration zur Verfügung stellt, die ihrem Faffni g raum nach der Höchstbesucherzahl der Festsäle vollkommen entspricht. Der große und der klrrne Rittersaal samt Nebenräumen werden bereits vom Monat Oktober a» der ‘ öffentlichen Benützung überaebrn werden. Ansuckett um Üeber? 'affung von Sälen sind an die Burghauptmannschaft 5« richten. * Hotelierötagung in Wien Gestern vormittags wurde in; Hotel Bristol dre vom Zentralverbande der Horeliexö, de» Reicksvrrbandes gastgewerblicher Genoffenschaften Oesterreichs und der Vereinigung Wiener Hotelbesitzer einberufrue Tagung der Hotelindustrie eröffnet. Generaldirektor Lebner (Hotel Imperial) sprach über die Hastpsticht der Hoteliers. Im Gesetzgebungsweze muffe eine Wectgrenze zur Haitpsiicht festgr setzt werden. Die von. maßgebender Stelle angeregte Ernsührmig von Haftpstichtreirrven würde zu sortwährenden Differenzen mit dem reffenden Pnbl'kuw führen. Präsident S u k f ü l l (Baden) erörterie d,e Fragen des Fremdenverkehrs. Der Rückgang im Hoteliergrwerbe kann nur beseitigt werden.' wenn alle störenden steuertechnischen Maßnahme beseitigt werden, wenn für die llkeuerrichtung von Hotel-, di« Ädaplierungs- «nd Renovierungsarbeiten bcstcbender Horels die Stenerbefreinng erlnöalicht werde Jrsbesoneere 'ellen die Gemimten aus die Einhebnu? von F r e ru L c u st e « c r n . und ähnlichen Auslage» p*?-'..'

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