Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 960 (28.9.1921)
- Date
- 1921-09-28
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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Gelteb Sßieit, Mittwoch -rbvren 12» April 1881 in Wien, Vrivatbeamter. TII., BuraflflfTe 48. — Läufer Stephan, geboren 21- Jänner 1903 tn Wien. Gymnasiast, lX, Por:ell.iücmsse 45. — Scheuer Elsa, geboren 28. November 1838 in Mäliv.sck-Osirlnr. Private. IX.. Mechtensteinstraße 96. — Ziffer geb. Willner Laura, Keboren 81. März 1876 in Wien, Beamtin, IX., Porzellangaffe 22* — Brecher Gertrud, rrrbvren 4. Jänner 1889 in Trovpau, Private. IX., Almbachstraßr 41. — Dr. Zimbler Otto, neboren St. Oktober 1890 in M'tn, Rechtsanwalt. IV., Paulanergaffe 14. — Sacher Simon, geboren 1. November 1881 m Jarosiau, 5Seiuetcr, IX.. Lcchtttisirinstraße 127. — Winterstein Erwin, grborcn 19. Avril 1891 in Wien, Handelsangestellter. IX., Glasergane 5. — A l 1 a r Leo, geboren 6 Jul. 1894 in Proßmtz. II.. Rembwi'dtsirase 41. — Lang« tu (\ ß Eduard, geboren 16. Jänner 1869 in W>eu, H., Obere ^ufiortenflraK« 7?. — Tauber Eiegmund, geboren 27. August t-884 in B!s-n;. II., Fug>'achgasse HX— M a v e r geb. Steiner Nenöe. geboren 9. 8pr l 189! in Budapest, Fabrikautensgatlin,!V., P.inz Eugcnffraße 80. Die Ernährung. Der Marktbericht. Die P'.eiSers'ähungen nehmen noch immxr kein Ende. Gestern wurden m der Großmarkthalle in UrbcreinstimmMg mit der Zeigenden Tendenz auf den Märkten in St. Marx die Preise für Fleisch nenerdings Kinanfgesetzt. Auch im Kleinhandel verteuerte stch Rindfleisch nm X 10. Auf den Grünwarenmä'kten reichten die Vorläte für den Bedarf. Sowohl Gemüse als auch Obst bliebe» im Preise r^mlich unverändert. Auf dem Nascbwarki waren Zitronen, das Stück X 13. zn baden. Ganz geringe Mengen von Eiern zum Stückpreis von K 15 waren auf einzelnen Märkten bald ve>. griffen. __ Zrrr Brot- «nd Mehrpreisstaffelung Um, vielfachen Zweifln zu begegnen, wird aufmerksam gemacht. Last bei den Brot- -.ind Meblverkäüfern in allen Fällen nur ein einbeckiicher Preis Tür Brot oder Mehl für alle Parteien zu zahlen ist, da die Parteien der Mittel- und Obergrnpve die Differenz vorauszahlen. Es ändert sich im Enkanf also n ch ts. Ein Abdruck der Kundmachung de? Wiener Magistrats, weicher durch Bei!viele erläutert, die zur richtigen Ausfüllung der Erkla urigen nötige Anlcüung gibt, m im Amtsblatt der Stadl "Wien. I., Neues Rathaus, I. Stock, von 8 bis 2 Uhr, zum Breis von X L erhältlich. ,Woin"-MittelftandsttLchen. Die von der .Woja*, Wirtschaftliche Organisation jüdischer Angestellter, seit dem 1. August l. I. vom American Joint Distribution Committee übernommenen Mittelstandskückien, IX., Roßauerkasrrne und I., Grieckeugaffe 3, wurden dieser Tage von Professor Doktor Malter aus Philadelphia besichtigt. Derselbe äußert seine besondere Befned gung über die mustergültigen Einrichtungen der Küchen und versprach, die ioienüoe Förderung dieser Mitlelstandslnstrtution >n de» Vereinigten Staaten anzuregf». fsSiS..j0ölZCll8.V^ Beate S Uhr Eri&Bif «KfSSJSTFTFI Drama in , Akten und V,S Uhr; ■-■«»■■V I C.I« Ton ßa,id pin„ki Buhne und Kunst. Reuaiffanee-Dsthue. Franz Motnar braucht sich seines gemeinsam mit Alfred Halm verfaßten Juge-ndwerkes „Der Herr Verteidige r" nicht zu schämen. Eine liebenslvürdige rosenrote groteske. Diese drei kurzweiligen, frischen Akte sind sichtlich in bester Laune entwerfen worden und bringen die Hörer in vergnügte Stimmung. Sogar dann, wenn ein guter Teil der Rollen mit Kräften besetzt ist, die den Eindruck unbeholfener Dilettanten machen. Dafür konnte man sich-, an dem eleganten und aufgeräumten Spitzbuben Hanns Schindlers und an der Komik der hochbegabten Louise Lieb stoe ckl erfreuen, die schon durch Maske und Minenspiel zwerchfellerschütternd wirkte. Das Dubliium oimVieric sich königlich und spendete reichen Beifall. Freie jüdische Volksbühne. Aeberftedlnng ins Luftspieltheater. Dir Freie iüdischr Volksbühne, dir mit ihrer großartigen Aufführung des Pinskischen TramaS „Eistk Scheffel" neuccdiiwS einen ganz ungewöhnlichen künstlerischen Erfolg erzielt hat, übersirdelt am 1. November in daS Lustspielt h e <i t e r im Prater. Man weiß auS fiüheren Jahren, da die literarischen Abende, die Jarno auf dirier Bühne veranstaltete und die zu dm beste» Vorstellungen Wims gehörten, daß das Lnstspieliheater für intime Aufführungen ganz besonders geeignet ist. Die Freie jüdische Volksbühne, die durch ihre bisherigen auf hohem Niveau siehendcn Darbietungen nicht nur Anerkennung, sondern auch eine gewisse Berühmtheit erlangt hat, wird an diese» Theater voll zur Geltnng komm«n. Ein anderer großer Vorzug dieser Bühne ist die jtn* traleLageim Wiener Judenbezirk. Der jüdischen Bevölkerung ist hier an leicht erreichbarer Kunststätte Gelegenheit geboten, wirkliches Mesches Theater zu genießen und so ist zu dosten, daß die Freie jüdische Volksbühne eine ihrer vornehmsten Aufgaben: Erziehung der jüdischen Masten zur jüdischen Kunst, gerade an dieser Stätte wird erfüllen können. Dieses Moment war auch für die Mahl des Theatersaales ausschlaggebend. Ncbeu den zahlreichen bewährten Repertoirestücke» dieses Künülergemrmschaft wird eine Reche vyn Novitäten vorbereitet. Wir werden demnächst über das Aktionsprogramm der Freien iArische« Volksbühne au ihrer «ene« Wi rluu statt* ferichlm. _ An» den Theatern. Im B u r g t h e a t e r geht morgen. . DounerStag, »Hochzettstage'in ^ene. Beginn 7 Uhr. Än der S t a a t S o p e r gelangt morgen, Donnerstag, »Havs H eiling* zur Anfführrutg. Zu dieser Vorstellung gelange» nur Logen und Parkettsitze zum Verkauf. Anfang 7 Uhr. Heute. Mittwoch, w.rd m bei So l k § o v e r ,T o i» c a" ma den Damen Mutza». Weuur rad den Herren Rlttershei«, Wiener MorgenzeitunA Almanaoh auf das Jahr 5682 (V. Jahrgang) | Redigiert von Otto Aböles und Ludwig B a t o | Das reichillustrierte, vornehm ausgestattete zlonl- | stische Jahrbuch ist eine wichtige, über den Stand der | jüdischen Bewegung orientierende Publikation, die / B .auch zu allen brennenden Fragen Palästinas und der ■ Diaspora Stellung nimmt. ■ Jüdisches Kalendarium ■ Verlag „Wiener Morgenzeitung“ 8 Preis eines Exemplars: Für Oesterreich, und Polen mit Postzustellung K 160, für die Tscbecho-SIow*kei tschech. K 15, für Deutschland Mk. 15, für Jugoslawien Dinar 10, für Holland holl. ü. 1 für das übrige Ausland 3 Schweizer Franken. m Bestellungen |ri‘u» an die „Wiener Morgenzeitung“ ifcJS8 oder «m die ■ Buchhandlung Löwlt, I.. Rotenturmstrasse 22 2 Besteüa'^cu werden nur gegen Vor- 1 anshezalilang elfektulert. 8 Hagen. Markowsku. Baumann. Beer und Lazer gegeben. Dirigent: Herr Dr. Kaiser. Beginn V-8 Uhr. JmDentschenBolkstbeater verabschiedet sich Freitag den 30. d. M. Alexander Moissi. Er spielt die Titel'olle in Shakespeares Trauerspiel »Othello, der Mohr von Venedig". In d.n Kammerspielen gelangt Samstag den 1. Oktober. 10 Uhr, die erotische Komödie »Die unberührte Frau* von Gabyela Zapolsra als Nachtvorstellung zur 100. Aufführung. Au der N e u e n Wiener Bühne finden die ganze Woche als Abendvorstellungen (7 Uhr) »Betty Kalmus", mit Gisela W e r b e z i r k in der Titelrolle, und als Nackt» vorstellunven (lO Uhr) ,.D e r Wüstling*, mit Heinrich E i s e n b a ch in der Titelrolle, »Simulation" und »Die H o ch z e i t s r e r s e*, statt. Das neueste graphische Werk von Urtel Birnbaum. „Weltuntergang". 12 Originallithographie«, ist soeben erschiene» und durch alle Buch- und Kunsthandlungen und durch dm Verlag Karl Kovegm, I., Opemrivg 8, zu beziehe». de» Akademie der bildenden Künste wurden, wie die »Hochjchul-Korresponhrnz* mitteilt, einige organisatorische Aenderungen vorgenommen. Die Spezialschule heißt fortab „M e i st e r s ch u l e*. In dir allgemeine Maler- und B>ldhauerschule werde» nur Schüler ausgenommen, die daS Reife« zeugniS einer österreichischen Unterrichtsanstaltaa'weism und den Nachweis einer über die Elemente der bildende« Knust hrnausgehende Ausbildung durch eine AufnahmSprüfnng erbringen. Wenn diese Meldung der »Hochschul-Korrespondmz* dm Tatsachen entspricht und sich das hervorragmde Wiener Aunftinstitut tatsächlich auf Ausbildung bloß öfter« reichischer Mittelschulabsolventea beschrönken will, so setzt sich die Wiener Akademie der bildendm Künste selbst z« einem Provinzinstitut herab. Der internationale Stottgtefe sür Kunstgeschichte ist in P ariS gestern eröffnet worden. Es nahmen aber bloß Delegieltr der alliierten und neutralen Länder teil. — Daß auch bei wissenschaftlichen Kongresse« die „besiegten Länder* noch immer ausgeschloffen sind, ist gewiß traurig. Ei« Denkmal für Eesare Lombxoso, dem große« jüdischen Forscher, wurde gestern in B e r o « a enthüllt. Sport. Ei» beispielloser fsßballsportlicher Gewaltakt Der Sportklub „Hagibor* in Lliy (Klausenkurg) n«f fünf Monate suspendiert l Der Sportklub „Hagibor" in Klansen>mrg, rin Zentrum jüdischer Geistes- und Äöiperkultur, ein Mittelpunkt der jüdischen Renaiffancebeweguug in Siebenbürgen, ist das Opfer eines in der Sportaeschichte wohl riazig dastchcndeu Terrors geworden- Bekanntlich hat der „Hagibor* die Mersterschaft feines Distriktgewonnen und ist fomit unbedingt eine der besten Mannfchafien Großrumäniens, wenn «icht seine beste überhaupt. Kein Wunder, daß der großartige und rasche Auistieg dejungen Vereinevielfach große« Lufenivunge« begegnet und ihm alle mögliche» Schwierigkeiten in den Weg gelegt werde». Wen» auch ein Teil der Klaujenburger Vereine sich m sportlicher und durchaus konekter Weise auf die Seite des Hagchor stellte, so ist e§ doch hauptsächlich den Quertreibereien d«s Hquptrwale», nämlich deS M. T. K. a«S Marosoasarhrly im Verein mit dem famosen Präsidenten deS sitbenbürgüchen Fußballverbaudes Herrn S « c i u gelungen, den Schandbeschlnß durchzndrücken, den Sportklub Hagibor wegen angeblicher Disziplinlosigkeit auf fünf Monate zu suspendieren und ihm jegliche sportliche Tätigkeit zn untersagen, »m damit dem Verein de« Todesstoß zu versetzen. Ter fiebenbürgische Verband halte nämlich daS letzte Entt'che:d!>ngSsp!.'l um die Meisterschaft, welches Hagibor gegen de, sMuuteu gewau», aunüllürt und eine» 28. September 1921 Nr. 960 —--——-—•-v, neuen Termin zur Austragung desselben bestimmt. Die Leitung de§ Hagibor hätte zu diesem Termin von seiner kompletten I. Mannschaft im besten F ille bloß einige Spieler aufstelleri können und teilte daher dem Präsidenten S v c i u mit, daß si^ daS Ma'ch zugunsten des M. T. K. absage. S » c i« bestand auf der Abhaltung des Spiels, worauf Hagibor eine aus Spielern der Reserve und Jnngmannschaft zusammengestellte Elf aulbrachte. Dies war d.rs Zeichen für Herm S u c i n, dem Hagibor ein« zu vcrsetzcn und einen in der Sportgeschichte gezadezu einzig dastehenden Beschluß zu provozieren, um die Existenz des tüchtwen, für die Hebung des Selbstbewußtseins der jüdischen Juoeiid Siebenbürgens eminent wichtigen Vereines zu untergraben, was ihm natürlich nicht gelingen wird,' denn die Spieler HagiborS und sein großes Publikum stehen fest zusammen. Uebrigens hat S u c i u seine Stelle n edergelegt und sein Nachfolger Dr. B o r s a n wird den Protest de- Hagibor wohl in objeitiver Werse behandeln und der berüchtigte Beschluß wird bald eine traurige Episode in der stebenbürgischen Fußballgeschichte gewesen sei«. Sie sonntägigen MelfterfchnftSfpiteke. Ostmark- Simmering (Brigittenau), Adm>ra-Amateure (Floridsdorf), Rapid—Floridsdorf (Hütteldorf), Wacker—Vienna (Meidtmg), Sportklub—Rudolfshüael (Dorabach), Hertha—W. A. F. (Favoriten). Die Hakoah ist spieltrei. Hasmonea Komb.—DüruKrnt 3:0 (2:0). Eine ander I. »nd ll. kombinierte Mannschaft gastierte in Dürnkrut, wr* sie nach schönem, fairen Krmpf dm dortigen Svortverein besiegen konnte. Bei Hasmonea bot Spira im Tor eine sehr gute Leistung. Die Verteidigung arbciicte .ausgezeichnet. In der Deckung ragte Daußner hervor. Der Sturm führte ein schönes Kombinationsspiel vor und war auch sehr schußfrmdig. Die E'nheim'schen haben ihren besten Mannschaftsteil im Brrteidi» gungStrio. Di? Tore ei atetten Fromm (2), Er'enmaper (1). Hasmonea H-Hl'chawer II 3:0. Hasmonea lll—Frem H 1:1, Hasmonea IV—Fiem III 0:0, Hasmonea-Jungmannschaft I— Jüdischer Sporiklub Achim 3:2. Hasmonea-Schüler l—Katholischer Jugendbnnd l .2:2, HaSmonea-Schülrr ll—Eheruth- Schüler I 2:0. Hasmonea-Schülrr lll—Achim-Reserve 1:2, Hasmonra-Hochschüler—Hasmonea-Senioren 8:1. Hasmonea N—Hechaweu 112:0 (0 : 0 Schone-,' faireS Spiel gleichwertiger Gegner. Tore für Hasmonea Pollack (2). Sehr gut Markstem H, Sokal und Lichtenstern. Bei Hechawer gefielen Weiß. Wirtickafter, Sicher und Flußmann. Schiedsrichter K o l i f ch (Hechawer). Heckawer. Morgen, Donnerstag, Training auf dem Viktoria XXl. Platz in Floridsdorf ab 3 Uhr nachmittags. Trainer Kurt Juhn. — Nächste Woche nimmt die Pingpongfektiou^ ihre Tätigkeit unter Leitung der Herren Bank und Wald auf. Jntereffenien mögm sich brr genannten Herren vormerken lasten.! Heute Leiiungssitzung, 8 Uhr, im Klubheim. Morgen, Donnerstag, Fußballausschuß, 8 Uhr. Akademische Sportabteilung Judäa. Donnerstag. den 29. d. M.» 7*8 Uhr abends. Spielerveriammlung im Cafe AtlaShof. Die Verbandsdelegierten haben am 29. d. M. um 6Uhr^ zu der im Fußballverband, l.. Annagaffe 7 anberaumten ersten Sitzung deS SptrlauSschuffeS der Hochschulmannschastru sich! einzufinden. _* Der Volkswirt. Gestempelte Krone —.32 Centimes. Auszahlung Wien ----- —42 Centimes. In Zürich notierte: die österreichische 5krone . . . —.42 (—.47 an 26 September) die österr. gestempelte Krone. —.32 (—.35 am 26 September) dir tschechische Krone .... 6.2v ( 6.30 am 26. September) die Mark. 4 80 ( 530 am 28 September) Agram .».,.»>.*!*. 260 ( 260 am 26 September) Bukarest .. 4.65 : 4.90 am 26 September) Budapest.0.82 ( 0.90 am 26. September) Warschau. (—10 am 26. September)- Die Lage der chemische« Z«d«strie ia -er Tschecho-Slowakei. «o« «nserem Brünne» L. L -Berichterstatter. Die bessere Beschästtguug der tschecho-slowakischen Textil inbustrfe, die in letzter Zeit teils für das Inland, teils für den Export eingetreten ist, hat ihr« günstig«, Wirkungen auch auf jenen Teil der chemischen Industrie nicht verfehlt, per für diese Branche in Betracht kommt. Daher hat auch di» vollkommene Stag nativn, die in den letzten Monaten herrschte und die meisten Werke M weitgehendenVerringemngvn ihrer Arbeitszeit und ihrer A.beiteranzahl nötigte, bei einem Gvoßteil der Industrie einer etwas lebhafteren Jn- Landsbeschäftigung Platz gemacht. \ Leider sind die Prvduktionsbedingungen unserer chemische» Industrie gegenüber der deutschen nach wie vor ungünstig, so daß neben dem Zoslschutz nur ein vollkommenes Einfuhrverbot bas Eindringen der deutschen Konkurrenz zu verhindeM vermochte. Diese ist seit dein Rückgang des Markkurses gefährlicher denn je geworden. Zwar sind seitens der deutschen Fabriken die Notierungen Khöht woroen, doch steht das Ausmaß dieser Erhöhungen in keinem Verhältnis zum Kurssturz der Mark. Für die chemische Industrie in der Tschecho-Slowakei macht sich vornehmlich der herrschende Salzmangel unangenehm fühlbar. Da der Staat bekanntlich über eigene Salzlager nicht verfügt, müssen ausländische Hilfsquellen herangezogen werden. Das Fabrlkssalz wird aus Deutschland importiert. Bei Lieferungen an ausländische Abnehmer wird ein Preis von 30 Mar? für 100 Kilogramm gefordert, während die deutschen Fabriken für dieses Quantum 2.50 Mark zu zahlen haben. Dieser gewaltige Preisunterschied macht besonders die tschecho-slvwakische Sukfattndustrie und die mit ihr zusammenhängende Salzsäuresabrikation gegenüber den deutschen Preisen vollkommen konkurrenzunfähig. Die teure Herstellung dieser beiden Artikel — der Konsum beläuft sich im Jahre auf einige tausend Waggons — wirkt wiederum lähmend auf -ine Reche mk Ltt-uHrM, die. an! diele LrMldktjSÜL aiWetviiesiN