Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 953 (21.9.1921)
- Date
- 1921-09-21
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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Veite G SBifir, Mittwoch SNisner MorgerizeitrrnA 21 Septemver 1921 * Bes«L»«tffe am fcewtffleitSEane. A l t e r F r i e db » i: iO Uhr Reiß Sinn — N euer Friedhof: 9 Ubr Millarom Liebe. 9 Uhr 20 Min. Purner Ignaz, L Uhr 40 Mm. Hosfmann Nnchim. 10 Uhr Kaufmann Stmom * 50.000 Mark Manntogage. In Lemb'rg bat eine Brrsamwluna der Siaaissugestillten - siattgefnnden. in der als niedligste Entlohnung für »'inen St»alsangesielltrn 50.002 polnisch» Mart verlangt wurden. * Eine tscMe Autobuslinie i*t der Levpoistadt. Der Gtadsienat beschloß oesiern rach einem Antrag drS Bizebürgrrmersters Emmerling, e.ne neue Autobüslnue in der LeopoldflaDl z-i fuhren. Tie soll vom S'ephanSplatz ansaehrn. Über Tncblcirrbkn. Saljtorbrück' (Sirvbanichrück:) und HollandMiße m d:r Dichtung der Malzgasse führen. W * Grüntz««« einer jrrvifcheir lnftorisch-ethno- «raphische« Gesellschaft in Litauen. Auf Jmtiativr deS Milllsiccs jür indische Angelegenheiten, Dr. S 0 l 0 w e j ts ch i?, des L tc B -a ch - M a ch s ch 0 w e s und I A. L e i s e r 0 iv i tz' wurde in K 0 w v, p eine jüdische bistorisch-ethnograpdischr Gesellschaft gegründet. Es wurde gleich an daö S.umueUi aller bisiorischm und ethnogravischen Matera'.'.en ber.'.rigeteeieri, die sich auf das Lebyn der Juden in Li'anen beziehe". Ein an die jüdische Bevölkerung gerichteter Aufrnf fotbc:t diel lbe auf. dir Gesellschaft in ihrer A'beit zu unterstützen. (I. E.-B.) * Neuigkeiten oo« Tel-Amiw. Die jüdische Gemeinde von Tel - Awlw bei Jaffa bar jetzt den zweiten Heil ihrer Broschüre „Neuigkeiten von T e l - A » i w" ve,- öffeniUckt, der zahlreiches interessantes Material enthalt. Das 1. Kavttel behandelt Die traurigen Ereignisse vom 1. Mai und :bre Koniequeiuen. wie Errichtung von Baracken für die Flüchtlinge. eilige Bauoperationen usw. Die Broschüre enthalt unter andrem anch rne Karte von Tel-Awiw. dessen legale Grenzen, neue ^rroidnunaen. die durch de« Jasfaer Gouveutnenr avproinert wurden. Adimn'tte über interne Organisationen, Budget und Taxation, Polizsiorgannation, wichtige Resolutionen von den leuttu Versammlungen des G msindr-Komitres und »Rats, verschiedene Rotiz-n und zum Schluß einen Artikel über Bauerkeichterungen. * Wetterbericht. In Tirol herrscht trübes, regnerisches Wetter. Wetter oft! ch herrscht in Oesterreich schönes, sonniges Wetter. Früb war es wiederum sehr kühl. Zwettl hatte leichten Frost. Tagsüb-r wurde es mäßig warm. Auch in Deutschland ist es heiter. In, England. Frankreich und der Sckwuz ist eS trüb«, aber vnbälmismätzig w-:rm. — Boraussage: In den westlichen Teilen Oesterreichs trübe, in Wien noch Schönwetter. Früh sehr kühl, tagsüber mäßig warm. * Ei«e attagyptifcht K«nfta»mftellu«g In Lsndo». Der bedeutendste englische Verein von Kunstfieunden, der Kurlmgtou tin« ^rts 6Iud. bietet seht znm .zweiten Male in den 85 Jaknen seines BeftebeiiZ eine Borführnng altägvvtischer Kunstwerke dar. Auf die'er Ausstellung, die ein'« , überraschenden Reichtum von Denkmälern des Nillandes vereinigt, sind mehrere offuieHe wffenfchastliche Institute vertreten So hat die von Piofeffor Flinders P e 1 r r c acleuete Britische Archäologische Schule in Aegvpten c,ne Answahl ihrer neuesten Ansgribungen ausgestellt, dann daL Eion-Collepe, daS die schöne Eammlnna Myeis besitzt, dos Univeriilu-Cosiegr von London, das Univcrsitäts- Musernu vsu Manchester und das Aerhp'iichc Museum von Brüssel. Ihr? Hauptbedeutung erhalt aber die AnSstellnng dadurch, daß. sich unter den 86 Ausstellern alle hervorragenden englischen Ptivatsammler altiigyptischer Kunst befinde« und «an erhält erst jetzt einen UebrrbUck davon, welche gewaltigen Schätze ans diesem Gemet IM Laufe eines Jahrhunderts von En-ländem zusammengebracht worden sind. * Internationales Schach-Meisterschaftotvrnier. Dainternationale Schach-MeisterschaftSturmrr wurde heute beendet. In der letzten Runde siegten Dr. Tarmkower gegen Schwrigtr. Balla gegen Sieiner. Die Partien Aliechin—Grünftld. Kosi'.ö—Boboljubow, Euwe—Vacha uud Sänsitsch-Steiner endeten remi«. * Die Wohnnngsnrrt in Petach-Tikwah. Die Woh-- vungsnot ist in der palästinensischen Kolonie P e t a ch ' T i kw a h sehr akut geworden. Eine allarrneme Versammlung von Bauuniernebmern und Mietern fand statt, auf der über die Borickläae der H a b 0 n t h-Daugesellschaft verhandelt wurde. Diese Gesellschaft wünscht sich mit 60% an dm Baukosten zu be- :e'üigen. Die Bildung eines B a u k 0 m i t e es wurde beschlossen und jedem Mitglied die ifahluna eines Monatsbeitrages von 5 rürk.schen P>und zur Deckung der Kosten der Vorarbeiten «uftrlegt. * Fee«dsprache»-rtnterricht. An der staatlichen Lehranstalt für orientalische Sprachen »erden tast unentgeltlich zehn fremde Sprachen geledrt. B-sher find in den Lehrplan aufaenommen: Albanisch. Russisch, Arabisch. Bulgarisch. Neugriechisch, Persisch, Rumänisch. Serbo-kioatisch, Spanisch und Türkisch. Jede Sprache wird in zwei Jahrgängen »0« Mitte Oktober bis Ende I « n r wöchentlich 4 (oder 8) Stunden gelehrt und zwar an je zwei Wochentagen abrndS -wischen b und 8 Uhr. Als Emfchreidgebühr und Schulgeld für das ganze Jahr haben O e st e r r e i ch e r st 130 (oder st N0) für dm Lehrgang bei der Einschreibung z« erlegen. Die Einschreibung, bei der versöritiches Erscheinen notwendig ist, wird vom 22. ö. M. bis 6, Oktober an Wochentagen von 6 brs 7 Ubr abendi» der Anstalt, Wim, VII„ Kandlgafse 39 (Direklionökanzlei, vorgenommen, wo alles weitere mitgeteilt wird. Ausgenommen werde« Personen beiderlei Geschlechts, die das 15. Lebensjahr »uräckgelegt und «eni,ste»r dir Biiraerschule ourchgemacht babcn. Bei Zweifeln wende ma» sich schriftlich (mit be-ayuer Antwort) oder telephonisch (3S>1-4?) an den Dereltor, Regier«ngsrat Dr. Friedrich 8 a d e k, Wie«, VIII., Kandlgafse 39. * Di« fteüfl»a«o der jüdische« Bottsschwle«. Die »euerrichtete ein k lässige jüdische Volksschule, N.. T a b 0 r st r a 9 t 33 (vormals Privat-Realgvmriasium Benger), ivivie die jüdische Volksschule nt bet Brtgirte« an, H.. DeniSpasse SS (l. «nd H. Klasse', wvrdm Montag den 19. d. M. eröffnet. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß in b e i d e n S ch u l e n noch einigePlübe frei sind, und daß die Eltern, die ihre Kinder in die jüdische Volksschule schicken wollm, diesclhe« umgehend im Sekretariat des Jüdischen Schulvereines. H, Tabmstraße 20a, oder m den Schulkanzkeien täglich 1« dm BormlttagLstunden eivschreibm könne«. * ÜtntiaUStino, II., Tahorstrotze 8 a. Prolongiert über allgemeines Verlang«: Der XU. Zionisten- Kongreß in Karlsbad. Die promiueiitesten Persönlichkeiten deS KoriarrffeS find in di^e« Film zu fehm. — Weiters daS Gesellschaflsdrama ..Arme Vtoletta" mit Pola Negri 1» der Hauptrolle und daS übrige Programm. * Urimia. Heute. S Uhr (Großer Saas): Shackletons Ändpvlirprdilion. — %8 Uhr: Die Zither als Konzertinstrnmrnt. Elmer-Zithervereinignna. — V»6 Ubr (Kleiner Saal): Unio.-Prof. Dr. Emil Schwarz: Das chemische Uhrwerk rm mmschlrchm Organi-nins U. -- %8 Uhr: Dr. Erich Veidl: Wandertage an der italiemschku Riviera, — 7*8 Uhr (Kurssaal): Dr. Hans Kapper: Willensfreiheit oder kausales Geschehen im Lichte der Lehre Artur Schop-.nhouerS. U. — 7,6 Uhr tKlubsaal): Prof. Dr. Hugo B ran: Borlesomo humorifttsch-fatirischer Werke «on Gustav Meyrinct. Vereinsnachrichten. Jugendverein A h a w a t h Zion. II., Kleine Zufahrtsstraße 160. Heute, 7-8 Uhr abends, M. Hacker: Vorlesung Ms BialikS Schriften. __ Der Marktbericht. Die aute Beschickung der Märkte in St. Marx bewirkte gestem im Großhandel einige kleine Preiset Mäßigungen, die jedoch im Detailhandkl noch nicht in Erschrtnnng traten. Esermäßigten sich m der Grosimarkthalle die Preise für hinteres Rindsieisch um st 5 und für Kälber »m st 10. Im Detailverkani blieben die Preiseunverändert hoch. In der Grvßmcirkthalle waren über 74.900 feg Rindfleisch angcboten, die kür den Bedarf ausrei.chtcn, twtzdcm lebhafter Verkehr herischte. Mit der Bahn find heute keine frische« Zu>uhien eingelanat. Auf den Glüliwarenmärkten waren sowohl GemMe als auch Obst m genügenden Mengen vorhanden. Die Preise blieben «nveründerl. An Eiern herrscht nach wie vor Diangrl. Die Vrot- «nt» MehlpreiSstaffel««g. Es wird aufmerksam gemacht, daß die Erklärungsdrucksorte für Dienst-, Lohn- und Ruhebezvgsgeber nur mehr beim zuständigen magistratischen Bezirksamt erhältlich ist. Freie jüdische Volksbühne KSLL"'"".':«? Heut* FISIK SCSI EF TEL Drama in 8 Akten Vs8 Uhr: 1 O WS1 M» * ■ E« k< von Da-vid Pinski Bühne und KrrnA. Ans den Theatern. Im Burotheater gelai'.u morgen, Donnerstag, „Torquato T a s s o* zur Ausführung. Im O p e r n t b e a t e r geht morgen, Donnerstag, „D i e tote Stadt* in Szene. Anfang 7 Uhr, Lfn der V o l k s o p e r sinat infolge plötzlicher Erkrankung deS Fräulein Wagfchal rn der heurigen Vorstellung »M a d a m e Butterfly" Frau Berta Ä um no vom Overniheater als Gast die Partie der „Csio-chy-'an". Die übrigen Rollen sind mit den Damen Wriner, Dretjen und den Herren Rusersheim. Brand. Beer. Tauber und Bonwann bkseht. Ditigent Herr Krauß. Beginn 7x8 Uhr. Im Deut5ch.cn Volksthxater gelangt Donnerstaq den 82 d. M. Shakelpearrs Trauerspiel ^Othello, der Mohr von Venedig", mit Alerand-r M o i s f i. der die Titklrslle überhaupt zum ersten Male sp elt und Ferdinand Bonn als Jago zur Aufführung. Der Direktion der Neuen W t e n e r B ü h n e ist es gelungen, Heinrich-Epenbach für ein kurMüigeS Gnsifviel fsir die Nichtvorstelluna ab Freitag den 2S. d. M. (10 llt>vi zu gewinnen. Zur Aufführung gelangt das Dramolct ..Smiulation*, der Schwank „Hochzeitsreise" und d-e Komödie „Der Wüstling*, i« welcher Herr Eilenback sieben Rollen verkörpert. In der Renaissance-Bühne wird als nächste Premiere die dreiaktige Groteske „D e r H e r r V e r t c i d r g e r" von Franz M o l n a r vorbereitet Die Premiere sinder am Sonntag den 25. d. M. abends 7 Uhr statt. Im Carl-Theater gastiert beute Mittwoch Mizsi Z w e r e n z als vinnerl in der Operette „Alt-Wien" und morgen Don«erStag als Helena in der Operette „Polenblut*. Frei>ag abends gelangt „Der Bcttelstudent" mit Karl Meister als Symon z»r Aufführung. In dec R o l a n d b ü h n e (Gastspiel der I ü d i s ch e n Bühne, Direktion Podzamcte), II., Pratrrst'aße 26, gelange demnächst „Tiefe Schmerzen*, ein Drama in drei Aktm von Anna Beer, zur Erstaufführung. Egon Bracher in Nen»-Do,k. Ego« Brecher, von seiner Wirksamkeit an den Jarno-Bühnen, vor, allem aber durch seine hervorragende Tätigkeit an der „Freien jüdischen Volksbühne", deren Mitbegründer «nd L iter er war. wohlbekannt «nd in guten Andenken, ist. wie der New-Borker Preffe zu entnehmen ist. in N e w - D o r k ringelroffe«. Do> t wird er i« dieser Saiso» als Regiffmr «nd Schauspieler am jüsischen Irving Place Theater wirken, welches unter der Direktion von Max W i l l n e r «nd der drama'nrgischen Leitung von Ossip D y m o w steht. Seine erste Regiraufgabe ist MolnarS Schauspiel „Lilivm*, daß znm ersten Male in jüdischer Sprache aufgeführt wird. Brecher spielt die m Wien von ihm kreierte Rolle de- Ficlur. Ferner wird er in einer jüdischen Ausführung von LessingS „Nathan* die Titelrolle spielen. — Die New-Aorker Blätter haben Brecher einen überaus freundlichen Empfang bet eitet. Im „Vorwärts*, in dm' „Jrwifh Daily News* und anderm Blättern wird darauf hingewiese«, welche Bedeutung Egon Brechers Wiiksamkeij in Wien für daS jüdische Theater hatte. In der New-dorker „Zeit* widmet ihm der berühmte Dramatiker Dapid P i«s k i einen Artikel, in dem es unter anderem heißt: „Eine merkwürdige Laufbahn. Ei« Schauspieler mit einer Mission, mit einer Anfgabe. Er hat es in Wie» unternommen, das deutsche Publikum mit dem jüdischen Drama bekanntzumache». Ei» stolzer Jude, stolz auf die Schöpsnugen der jüdischen Literatur, die er der weilen Welt voriühren wollte . . . Egon Brecher begann sein« Arbeit vor zwölf Jahren ... und wer die Seele dieses Unternehmens, der Regiffenr, der Hanptschauspieler, die treibende Kraft, aber auch der Hauptkämpfer gegen die Not und noch mehr gegen die Feindschaft, die gegen alles herrschte, was jüdisch ist . . . Aber er entsagte semer Aufgabe nicht, bis dann, spät aber doch, der Erfolg kam . - . Egon Brecher bringt den starken Willen mit sich, der jüdischen Kunst zu dienen. DaS ist hier in New-Rork von größter Wichtigkeit. Hoffentlich gelingt es ihm auch, seinem Willen treu zu bleiben. Seine an Opfern reiche Laufbahn ist wohl die beste Gewähr dafür.* Es iß g» erwarten, daß Egon Brecher, der ausgezeichnete Künstler, dem das Wiener jüdische Theater viel zu danken hat, in New-Vork fick bald ein« fdU küMeniche Pafitw» mtsotn wird. Nr. SÄs »tt---ni| Sport. De» Stand der Fußballmeisterschaft. Nunmehr haben sämtliche Vereine in die Ereignisse de« Meisterschaft ISTl/AS emgegriffen. D»e Mebrzahl der Vereine hat dz ei Spzele absolvier i einige sogar vier. Obwohl der Meister-, schaftsdetüeh kaum ein Vkonat m Gange ist. sind nur mehr vier> Vereine. RgP>d, Amateme, Spo»tkli>b und Hokoah, ungeschlagen.^ Die Dornbacker hibm allerdings erst ein Spiel zur AuStragunggrbracht. Ebenso wie im Vorjahre tritt auch hener wieder daS aetinge Schußvetmögen der Hakoab-Stiinn^r aus der Tabelle klar zutage. Während Rapid und Amateure je 11 Treffer rtzielt. heben, wrrst die Hakaah nur deren sieben ans. Vollkommen ohne Punktegttvinn blieben nur Simmering und Ostmark. Auch soM welsi d>e Tabelle manche intrrrffante EiN'elheit auf, wenn man e toten Ziffern nur richtig zu lesen versteht. Mannschaft.A C» g f| ß § Ton « ® §§ ®- *.I Rapid... 8 Amateure » Hakoah .3 W. A. F. . 4 Admira . . 9 Wacker . . 4 Hertha . . 8 Sportklub . 1 Rudolfsh. . 3 Wenna . . 8 Floridsdorf 8 Simmenng 2 Ostmark. . 3 S - - 3 - - 8 1 - 3 — 2 i i i 11 2 ixt 1 — - s 1 - 1 3 1 8 — 3 - — 8 11 2 6 ll 8 8 7 4 5 8 13 4 8 9 3 7 10 Z 3 5 8 4 1» 1 4 9 2 8 1 3 5 1 3 6 — 16 — Die sonntägifie« Meisterschaftsspiele. Am kommende« Sonntag sinken folgende Meisterschaftsspiele statl: Hakoatz- Wacker. Admira—Hertba. Simmering-Sportklub, W. A. K.— Floridsdorf, Ama'eure-Vienna. In der IV. Klaffe büdost finden am Sonntag unter anderem foleenre Meisterschafts p'ele statt: Kadima—Feuerwehr, Hgsmonca-Heckawer, Hazrir—Wrrße Elf. Hakoqh.Nochrichten. Die Leitung der Hakoah gibt bekannt, daß während der Einrichtung des neuen KlnbheimS keine Verern^nachiickten erscheinen. Der Sporrklub Hasmouea wurde sowohl in den Leichtathletikals auch in den Schwimmverband als Mitglied ausgenommen. Akademische Sporlabteilung Indsta Bei der am 15. d. M. stattgefundenen Vollversammlung wurde nachfolgende Leitung gewählt: Leiter: Dr. Paul Geraer; Schrr'lführer; Meise!; Kas ier: Dulberg; Spielreferent: Mandl. Anmeldungen werten Dienstaa und Donnl-rSiag von 11 bis 1 Uhr im Sportreferat des Jüdischen Hochschulaüstchuffes, IX., Mariannengasse 83, Zimmermannplitz 8, entgegengenommen, wo auch alle andrrrn Auskünfte erteilt werden.' Sportklub Moriah. Heute. 7 Uhr, /in Nohrers Gasthau*. ll., Zbbsstraße 35. Auöschuüsitzung, anschließend Bortrag. Morgen Training aller Mannschaften. Beginn 7,4 Uhr am Alhm-Platz. G e a n e r gesucht für alle Termine ans iremden Plätzen. Erst- und zweitklassige Jung- und Scküler- Mannschaften bevorzugt. Zuschriften an Heinrich Mohl, Arneuhoserstraße 11/2. _ Der Volkswirt. Gestempelte Krone —.38 Centimes. Auszahlung Wien -« —.55 Centimes. " Nrner Rückgang von Krone nnd Mark. In Zürich nonerre: Die österreichische Krone . . . —.55 (-.57 am 19. September) die österr. gestenrvelte Krone. —.38 ' —.42 am 19. September) dir tschechische Krone? . . . 6.90 i 6.95 am 19. September) die Mark.. '5 50 ( 5 72 am 19 September) Agram . ..Y. . 2 40 i 2 40 am 19 September) Bukarest.. 5.65 . 5 90 am 19 September) Budapest ..1.05 ( 1.10 am 19. September) Warschau.— 18 —14 am 19. September) Zu den Demonstrationen vor der Börse. Bon den gestrigen bedauerlichen Ausschreitungen vor der Börse kann nur gesagt werden, daß sie sowohl Ziel wie Zweck verfehlt haben. Derartige Demonstrationen können an dr» hohen Kursen der ausländischen Zahlungsmittel blutwenig ändern. Schuld an der gegenwäitigen, traurigen Lage der Krone tragen vor allem unsere zerfahrenen politischen Berhaltniffe, die Schwäche der Regierung, die häßliche Demagogie, die bei uns geübt wird. DaS Ausland kann kein Vertrauen zu uns saffen, wenn eS neuerdingS von antisemitischen Demonstrationm hört. Während wir die letzten sind, die daS Spekulantrntum der Kaffeehäuser in' Schutz nehmen, können wir nicht umhin, sestzustrlle«, daß gestrm^ Christlichsvziale und Deutschnationalr als Spekulanten ausgetreten sind: sie spekulierten ans die Entfeffelung vo« Pöbelinstinkten. Diese demagogische Spekulation ist im Grunde genommen mißlungen, denn mit der Prügelung einiger unschuldigem Bankbeamten ist kaum ei« Abbau der Valutenpreise zu erzielen- Dagegen ist es ihnen wieder gründlich gelungen, nur im Auslands zu diskreditieren nnd die Kreditgewähiung z« erschwere«. Nichb einmal Optimisten können annehmcn, daß die gestrigen Vorfälle! den KronenkurS t« Zürich und Amsterdam günstig breinfluffeu werden. _ Die Valutenkurse. Auf der gestrigen Börse kam es zu einer neue« Aufwärts bewrgung der Balutenknrse, doch war das Geschäft wesentlich reduziert. Dollarnoten erreichten 1629, Deutsche Mark 15'64, englische Pfund 6080, Lire 67 86, Schweizer Francs 286*25, tschecho-slowakische Kronen Ist 22. Im übrigen verweise« wir ans die nachstehenden offiziellen Schlußkurse. j Amsterdam 52.600.— Geld. 52.700.— Ware (gegen 19. Sept. 49.650 - Geld. 49.750- Mare). Agram 738.—, 732.- 702.-, 706.-). Belgrad 29« 8-, 3988- <3806.-, 2826-) Beclm 1567 - 1678.— (1.547.—, 1553.- '. BrüUel 11,505-. 11.646.-j 11.065—, 11.096.—j, Budapest 278.50. 281.50 ^283.50. 286.50),' Bukarest 1570.-, 15SO--(1550.-. 1:60-), Christian,a 21.175,' 21.225 Kopenhaaev 29-275-, 29.325.—. (27.525.-. 27376.—), London 6105.- , 6125.- . (H8-0.-,