Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 947 (15.9.1921)
- Date
- 1921-09-15
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
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(Seite S~ Wien. Donnerstag Besichtigung der „Be8a"sSchuhfübrik. 2lns «maß der Söiencr ^lUcmattoualm Mustermesse fjat fite bekllniite Schuhfabrik Beta iu MoPliNg alle ihre AlleickverkKUfer zü einer gMiWiitsameu U «ssptächö eingeladen, wöbet auch öle Vertreter der LL i e »i c x Presse das llntSrnehmeck in alten seinen Details zu besichtigen Gelegenheit ' hattet?. ( Die Fabrik ist ganz nach n me r i kan isch e.nr M tt ste t eingerichtet. Der Chef der Firma hatte im Vorjahr in Amerika selbst an Ort und Stelle in den dortigen GroßbetriLbejtt Studien gemacht. Das .System bet ah t Nus det extensivsten Ausnützung der Maschinenarbeit Jede Maschine verrichtet nur cind Spezialarvett, Und so durchläuft jeder Schuh bis zu seiner Kettigstellnng etwa .165 vetsch'edickw Stadien. Hoch^ interessant ist, das. Werden eines Schuhes zu beobachten: Im obersten Stockwerk der Beka-Fnbrik, wo die Zuschneiöerri und Stepperei NNtetgebracht sind, wird das Oberteil des Schuhes yergestellt. Im untersten Stockwerk, wo die Sta.izrtrr eingerichtet ist, wird zu gleicher Zeit daS komplette Sohlenmatcrial vorgerichtet. Oberteil- und Boden material treffen gleichzeitig im Zentral- UNd Lsiststtlageit zusaiNMeN, wo wwder die dazugehörigen Leisten znsaMMengrMlt werden. Hierauf passiert der Arbeitswagen,'der jedesmal eine Post von 24 Paar Schuhen enthält, Maschine nM Maschine. Nach dem Perl.ssen des letzten Apparats, der Bügelmaschine, gelangt der Posten Schuhe fix und fertiggestellt und kartonniert in die Expeditions- und Verkaufsräume. Alles, vom Zuschneiden des Leders angcsangen bis zUlü strtiggepacktkn Karton wird maschinell durchgeführt. Der komplizierte Arbeitsvorgang wickelt üch niit einer staunenswerten Präzision ab. Täglich übergibt das Fabrikscomptoir der Betri.hslcitung Arbeitsz.ttel auf 1200 Paar Schuhe, täglich liefert bis Betriebsleitung 1200 Paar an die VerkaufSübtetlUUg ckb. Die LEistUUg von 1200 Paareck ist aber nur bw «derzeitige PkodukttdUskapazität. Um den zahlketllM Ncksttägen gsNügen zu köhtt^tt» wird eben ein Erweiterungsbau ßur Bekäi-Schtltzfabtik errichtet, der das Unternehmen in den StÄib fetzeck wird, 2000 Paar Schuhe täglich gu erzeugen. Der PergtößskUilgsbau wird bereits am 2. JäUuer 1922 fix UUd fkrrigeefiellt sein. Außer dem Zuban zum Fabriksgebände fltib ArbeiterwohnhäUser im Bau begriffen, wvfür das Uiit,vnehcktei1 den Betrag von 10 Miktionen Ktottsat ptülirUinistt hät. Die Arbeiterschaft verfügt außerdem über Schrebergärt.n, die eine Gesamtfläche vock 50,000 Quadrattnetet bedeckest. Dör Rundgang durch dieses Unternehmen, ließ erkennen, welch Harmonisches Verhältnis zwischen der Fittna und all ihren MitärbkiterU, Beamten und Arbeitern herrscht. VoN der gesamten Produktion des Jähres 1931 wu den 90 Prozent im Wege der Bekafchen Alleinperkaussstellen dein Jnlanöskonsnm zür Verfügung gestellt. Die restlichtzN 10 Prozent wurden zu bedeutend höheren Preisen ists Ausland verkauft, wodurch es möglich gewacht wckkde, dasj die für das Inland bestimmte Ware sich wesentlich billige.' ste.lte. Mitteilungen ans dem Publikum. Josefine Gänger Heinrich Goldberg "Wien Prösäbufg empfehlen sich als Verlöbte Wien, im September 1921. ÄBBÄZIA HOTEL PENSION HAUS I. RANGES HAUS I. RANGES Angenehmer Herbst-und Winteraufenthält Ganzjährig gtzöffhtzt Messeiteilnehmer Begünstigungen Direkte Expresszöge ab Karlsbad und Wien C3-es. neu “b- 3~C_ Wien» VHI., Alserstrasse Nr. 23, Mezzanin Besuchen Sie uns zur Wiener Messe! Hofstaliungen, Stand Hr. 219 (Gruppe 7) Gfcjanierii-, BjjöütfcrieN Blfönbeiitwaren HorsfaMungan, Stand Nr. Ö9ä A JOrtippe. 4) Luxuswarefi — W^iiejr Hölniindüstrlc Alte HsndelaakacieiMtt; Stand Nr. 2984/ChUppd 23,24) Photos DSntäl-* rtied/tmrürg, Artikel «awnds, Stand Nr. 569? (Ohippe.äS) sm Cherti.-pharm. Artikel A-ll6it3^r«r4tä.eifer ffir daö -Ä.ti*»l&fad. grfirtiaiil; i Veiour-Httt© für DsWc* uhd Hilf«« BiGer^StumpezI Farben Hutfabrik Gustav St^ansky ,?s Kultus- und Jdhtjilalare;owip lJärette, vofrltij ori. uacHMAÖ, l)ei(rtSpe>.iAH!rtSflZf^liJb- OrtlfÖhrltellAeider RUDOLF GOLDSTEI* feÄÄgim Orttti» Lager fehttf Stoff« fflr MsLtftbe4tollua£iäN Ttl Pto^(kz'l'iihr«»a<S Am CiiÄasflÜSMi .Jm Ugidj^&*yyL Afpt^naf V9T WfWW p^W* IWf Willi VQtWT VtVWfWIh Lvie«e« MvigenzeitunK 15. September 1921' mm Das» Pröhletn ist ticLgesc», Mit Hel#on»F«ntä« Pat. angem. Statid-Nr 6009 Rotunde Horö portal \ * Die Fontän w3i6hf Allein, ohne Aufsicht, die ^ä^cbi blend«fld Wciss und niaclit Sich iii eine« ff fiRfl kttfW, Vorfflhrung u. Probe- Vasebtagdetalilt. Preis voh Ws#** laschen ohne Ksufzwing «Sgl. van 4 bis 6 Uhr. ttgiflöttt Ojin.b. 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Dr, * Karl * Lueger« f»l atz 4 Telefon 14.1Ö4, 23.057 KÖMMANDifE der Iritefhafiönäteh Härtdelsbäftk, Wien, Banque des cefeälistes, Bukarest Ost-Bank Ä..ö4, Gzernowitz 5 Etaföhfühfüilg : säintllehef Baftfettäfiöäktiörieti Im lh* urtd l : . Auslände. S :! ■ «w ■ *V SpeditiönB- und Lagerhans-AktiänfeeseHscfcaft I., Deutschmelsterpfätz 4 / TeL 23941 bis 23945 Mntt—Mm®—ia—Hnst £tlferkdhre mittal» Begleiteter Sammelwaggona Wöchentlich mehrmalige Verladung . Laufzeit Buchs—Wien dr«. Tage Vertreten durch Danzas & Cd. A. G.„ Zürich, Bucha, Phris ivßg Spezialverkehr nach Triest und Mailapd sowie umgekehrt fiegelmässige Sammelwaggons fürNormal-ttnd Spezialgut und Spezialdieüst riäch Uebersee bei.besonders günstigen Bahn- und Seefrachten . Offizielle Spediteure der Messe A.-G. und der ISessebetriebsgesellschaft m. b. H. Spezialorganisation fürMessetranspnrte Verbot des Hebräische» A«terrichts ist Sowjelrutzland. ' Riga, io. SchtcrUbrt. (Jüd. Korr^Bur.) Auf BebeNrd der lrkalen jüdischen SektisU der rnsfifchsn komymuWchen Parter wurde der Hebräische Unterricht im jüdischen Gtzmuasiu« in G « ö l e n f k verboten, Der vom Leiter des Ghmnafiwns an die rusfischen ZentralsowjetS gerichtete Protest wnrde z »4 rückgrwiefen. _ DolkszäHlunge« und Bevölkernngs« Probleme. Im ^ÄVAnti" schreibt Aleffandro S ch i a v i: Eine NÄ große Bedeutung unter den Gründen, die zu« Weltkrieg grfiih^ haben, dem Bevölkerungsproblem zukommt, ist bekannt, beginuen die Ergebnisse det Volkszählungen, die in eim Ländern nach dem Kriege vorgenomme« wurde«, herv»! üttd werfen Piobleme auf, die wir Nicht ohne HrrKektnmnH! deirachten können. Man erinnere sich, däß England von 14 Milliöne^ im Jahre 182t auf 41 MiÜioneu im Jahre 1911 gewachsen — mit einem Äoden, der nur einen Bruchteil der Bevolkrrmrgzu etncihren imstande ist und ii öil die Beherrsch»«- der Mrera ^ur Verpsisgung seiner Äev^lkerNÜg, züt Einführ VN« silohstosfe«! «nd zur Ausfuhr von Fertigfabrikaten weist; daß D eÄ t^ch-4 l a n d von 40 Millionen im Jahre IM äuf 6S Millionen im! Jahre 1914 gestiegen ist und zur Ernähksntz dieser riesigen ZM einer imtüer schnelleren ü«d intensiveren EntWmttz seiver Jndnstne> bedürfte i daß RUß k a N d jäh von «0 MiAoneU i« Jähr> 1Ö?Ö Qtii 15Ö Miüiönest bei Kriegsausbruch emporschneüte üU »letzt den unheimlichen Geburtenüberschuß boN Zwei m IiiW Mwits. WeU« ättch heute die Zähle« fnr Deutschland ünd Nrtßlanh nach frhle«. ss fennen wir ddch die vo« sechs ««deren Äludenh, ktiegsührenden und neStrM, and kenne« dor alle« denWstchstuMSköessijieNtfN vd« zehn z« zehn Jahre« (mit ÄNsnähme vo« Japan, für das die letzte Vergleichszahl die von 1908 ist) t Jährliche prüßkütnelle Zunahme r Schweiz 3'4*/«. Grstzbrit^nitN Schwedin 6-7*/*, Vtttinitzte« Staaten 14H'/», ItchäN Fr««kk!ch ö‘s*/e (bdl heißt Abnahme n» sE Htüte, nach dem Äriege, kan« Frankreich, dss eigenen Gebiet fast dm gä«zen fstöhstostdeMf seiner JndMi! besitzt und (in reicht AgritullütlaUd ist, sich der freiwillig BischkäuMg stziMt Gtbukkmzähl fkknen, das ihm i« diesem Mt-i Punkt gestattet, fast 8M ««S Eigenem seine K«vlkeiMg. zn ernühten- '{ Die beiden grdßr« Rivalen Gkößbritkinmen und DeMschlavd scheinen bereits auf dem Gipfel ihrer BevölkernngsoMNchs rung angelangt: Deutschland wies 1918 infolge des ®e6ifurtttt« rückganges litib des lleberwieMö der Tüdesfalle gege« ÄNsang l9il eint Abnahme ööii 2.760.000 Einwohnern a«f; England hat zwar zwischen l81l nnd 1921 üm 1,936.134 BMühtter i%> genöMMtn, feint ÄZächßtUmskotfsizitNt Ist ckber vön itttl Jahkzchnt 1901 bis 1911 ftiif 4*7% im folgenden Iahpzth^ zurütsgegangen, dctß ist auf den niedrigsten Prozentsatz fest hiwj ersttn Zählung. DagetziN sind die Länder, deren Bevdfkeruug M rafchest-M wachst, die G e 1111 n I fl t e tt Staate« und Iä p a n, die! beiden größt« Rtvült« für die Eroberung der Weltmarlte... j Die eben veröffentlichten Zahlen der englischen! Volkszählung werfen zwei andere Probleme ans. (Sitt*! mal das dek W 6 h n ü n g t ü. DöU 40,881.336 ist die BevolltitMg auf 42,737.830 gestiegen, es sind also rund 2 Millionen! Mensche« Möhr zit behausen als 1911. Die Wohnungsnot, die schock ckök dem dtiMckd rtutf, ist'k dtastrophkrl gewordtm > zweite Problem jst -zZ des % r a it i n ii b e rt sch ckffes. 1.9Ü gab es ick Giößbtithnckitn 1.179.276 Fräcken mehk cklß Männer, lSgl sickd es 1.900.00Ü; däs heißt Mit ätldkren Woklkck, 1911 katntck änf st I0d0 Mäncket I0K6 Fräckeck. htute 109Ö - in Engiackd alleitt sogar 1101, itt sticke« fläbtischeck Btz«rktck ÜU, in dkr Grafschast CUssrx 1273.. E>äS Problem der p i n st e r s, der hnverhnratcten) daS fchön früher ftir England charakteristisch war, drängt sich somehv aus als je Und iuit ihm das inueilich verwandte der Frauenbewegung, des ^ra'ueiiwählrcchts und der außerhäüslichen ÄraNenarbeit. Zwei Millionen unverheiratete Frauen, tzu denen viele ^rstgswitwsck und -W«üsen kommen, werden in ihrem^ ..rigeckilichen Beruf als Hausfrau nnd Mntler'' keine Verwendung! fickdeck m zü ilfftri ttcktirSalt «lif die äckdetweiilge UusnMunam wmmmMi. ’m» 30