Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 940 (8.9.1921)
- Date
- 1921-09-08
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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Wiener MorgenzettunS 8. Septembe; Mi Seite 7 R^r. 94G Wien, Vonnersmg Pje zivnMche Organisetts» «der eine von ihr bestimmte Ir». sistiD»» fskl durch Urbenrahme von 101 G rüntz eraktien Recht der Ernennung des GoverporS erhalte«, i' Die zweite «rßerordentliche Generalversammlnng, die rach he« Mglischrn Gesetze zur Arndernng der Statuten vorgeschrieben H, ivird m Donner S t a g b. e n S 9. d. M-. 8 Uhr vbendS, « den Räumen der Zionistischen Vereinigung, Per l i v. Sächsische Straße 8, stattfinden. Zur Vertreibung der Mische« Lehrkräfte au» de« Budapest«« Schule«. Anö Budapest wird uns berichtet: Die blindwütige yerfvlgnng der jüdischen Lehrer und Lehrerinnen dauert fort. Wckgisiratsrat Eugch»-Z »l ahi-Kiss, Chef der hauptstädti» scheu Unlerrichtssektion, rechtfertigt vollkommen die vom christlichen Kurs an seine Tätigkeit K-ekuüPften Erwartungen. Dieser Ehes des horthy-uugarischen Kultur- und Erziehungs- Her berüchtigteste. Kon^nnkturpMi.tzr, der je nachdem chie eS opportuner und einträglicher war, bisher schon särnt- Gch'-e,$arteirichtungen, selbst den KvmmunisMNs, tzertreterr hat, begnügt sich jedoch nicht m^hr mit srinen bisherige» Erfolge« .Nach der Entlassung'der jüdischen Fachiehverinnen und ■ der Degradierung der jüdischen Schuld direkteren müssen jetzt die ' jüdischen. pro v i s o r i scheu Lehrkräfte an. seinen christljchnationqlen Patriotismus glau-pen. Lehrer «rb Lehrerinnen, von denen vic^e schon se i t langen Ia h reu" im Dienste der Hauptstadt 'stehen v, •uifa die stets gewissenhaft und tadellos ihre Pflicht erfüllten, werden wie schlechte' Dienstboten einfach mit der, nietet« tt^chtfigen Begründung davongejagt, daß - sie u n z u v e r-- sd'ssig seien und eine destruklrve Tätigkeit «ntfWlch». Diese sadistische Verfolgung derjüdischen Lehrkräfte bringt sogar den sonst lammfrommen „Pester Lloyd" in Harnisch, der nach Schilderung der Vorgänge: in der Buda-- tzester Unterrichtssektion schreibt:"„Wäs soll nun'aus diesen bedauernswerten Lehrern und Lehrerinnen werden? Sie hftbe« nicht einmal das Recht, gegen diese grausame Maßregel tz^MckerwichtSsektion zu rekurieren. Allein, selbst wem» sie dieses Recht hättest,- würden sie gewiß nicht'viel erreichen; wie', wir von informierter Seite erfahren, berief sich das Hntierrichtsnüui stermm, als ihm der Rekurs der - degradierten Vchsrldirektoren vorgelegt wurde, a u f die Au tono m i e de» Hauptstadt, die respektiert werden müsse. Die arme Autonomie! Wann wurde die je berücksichtigt?'Ich», da es sich um die Existenz von Hunderten jüdischer Lehrer -.handelt, gelangt plötzlich diese armselige. Autoriomie-.zu y'stllen 'Ähren!" — Eine Verfolgung milderen Grades erführe,» auch tzie^ j üb i sch en- Hau dels schu lp ro s^e fso ren; die meisten dieser! Ppofessoreuwurden att'l'VBürgerschullehrer eingeteilt. _. Eine Abfuhr der Gikotzwardeiner Afsimilanten. . 8«s f to ßH.a r;V; e i n wird uns' berichtet: A«f seiner- Wie.durch d»e nturumämichen Gebnie weilst der rumänisch^ Außenminister Tale Io » escu vor kurzem auch in Grobwardein. Unter -den vielen Abordnungen befand stch auch eine solche.. d.cr «evloge» assinrrlalorischen Iudenschast unter Führung deSQberrabinecsDr.Liopold K e cs k ein eti. Dr. Kecskemrti, nebenbei bemerkt, inzwischen von der Budapester neologen Pechemde zum Rabbiner gewählt wurde, was, wie. in dem Vorstand-beschluß der Budapester Gemeinde, besonders hervorgehoöen Made,-zum Zeichen der Anerkennung seiner magyarischv « t r i o t i \ß e n Ges! nnu '» g geschah, hielt an dm rumänische» Außenminister eine Ansprache, in chtlHer er bat, den Juden der ehemals ungarische» Esetirte . de« Gebrauch der ungarische Sprache iy icher» Schulen und Aemtern zu belassen. Mit einem taktlosen Seitenhieb aus den Zionismus und Pie in Siebenbürgen ««-sich greifende.jüdischnatiovale Bewegung tagte Dr. Kecsstcheti:.^W»r.bitten nur emeS: Man möge die, Heiligkeit, unserer K,Ptlen nicht stören, man lasse unS unsere Sprache, und zwinge MS nicht, auf Grund iigrnbwelcher Theorien eine andere Sprache sür die unserige zu bekenn in, als drcjenige, in deren herrlicher Kchtur wir erlogen wurde«. Wir bitten den Herrn Minister, so wie er seine eigene seelische Froheit verteidigt, auch nicht zuzugeben, daß unS an Stelle unserer innigsieu Hefühle fremdortigr Sehnsucht und unfremde Wünsche aufoktroyiert werden." Außenminister Take I o n e s e u betonte iit seiner Antwort, daß jede nationale Minorität selbständig darüber, entscheiden Aistne,. ob sie sich als, l> e s o n d e r e M i »de r hei t zu organisieren wünscht oder sich einer andere» Minorität anschließen wU Den Iirdezr. stehe es frei, sich als I « d e n - z n » r g? n »s r e r e*» oder datüber. schlüssig zu , werden, welcher kulturelle» und sprachlichen nationalen Minderheit sie - sich iflschsjeßr«. Der Minister ließ aber Dr. K e c 8 I c m c 11 und syUM Anhang darüber nicht im unklaren, daß die rumänische Rchserung im eigenen Interesse der Jude« es lieber schm und f$c ehrlicher halten würde, wenn sich; die Juden auf jüdisch. «Nt» o.naler Grundlage organisieren und als nationale Mi n d e r h r i t ihre Rechte verteidigen würden. Warnung vor der Auswanderung nach Mexiko. ' Die llsdrsv lwmigration Aid Society in Nnv-Uork hat bpr einiger Zeit eine Kommission nach Mexiko entiendct, um anlßßlich der von «exlkaulschrn Regieu,ngSkreise>» propagierte» Eintyc>nd<rungöagitation nach Mexiko die Zustände in» Lande zu prüfen u«i» festzustellen, wie weit eS möglich wäre, Grundlagen für die j ü h i f ch e Einwanderung zu schaffen. Diese Komtzisstp» der,HraS" ist mm, wie aus New-Uork' gemeldet wird. SöleluniilM alter Art sowie sonstige bankmässige Transaktionen übernimmt fl» 4 a ■ M *■ B I- M I WIEN, I , WIPPLINGERS TRASSE NR. 16. (Eingang Schwertgis«e 8) Telephon: 616 22 intcrurban. Strümpfe und Socken : transit und für Export Leo Süssmanii, Wien,!., Wipplingerstraße SS (Eingang Schwertgaase 8) 4?7 vor kurzem dorthin Mückgekehrt und/ hat ausführlichen Bericht erstattet. Sie ka»u auf Grund eingehender Studien der wirtschaitlichen und politischen Verhältnisse in Mexiko zur Elkenntuis, daß Mrxilo kein günstiger Ort für die jüdische Auswanderung ist und daß eS jüdische Emigranten deshäib vermeiden solle»,, dorthin auSzuwaledern, um nicht sich neuerlichen Leiden aus-nsetze«. Die qHias" wird d:mnächst auch spezielle Berichte über die Ein wanderungsmöglichkeiten nach anderen Ländern, znm Veis-stl K u b a, B r a s i l i e n »sw., veröffentlichen. Dom Jüdischen Nationalfonds. Ans Grund e>nrS BefchlusicS der Weltkonfcrenz des Jüdischen Nationalfonds in Karlsbad wird ab 15. d. M. der Pre>S der B a u n» s p e n d e von K 100 auf K 500 erhöht. Bereits begonnene Gärten im Jaar Austria können bis kängÜcuZ 1. Oktober mit 100-Kroncn-Beträgen komplettiert werden, während fpälrr auch kür dieses 560 per-Baum zu entrchlcn sein werden. Es liegt daher im Interesse aller, die den J.iar Austria zrr fordern gedenken, ihre Beittäge möglichst raschen uns adzn^ führen. Ferner ergeht an alle Inhaber von S a m m e l b ö g e n und Q u i 1 t u n g § b l o ck S die Anfforderung, in den nachst-m Tagen deren Abrechnung in unserem Burean, U., T a b o r st r a st c 59, vvrzunehmm, da ab 1. Oktober die iin Umkauf besindlichcn Sammelinittkl ihre Gültigkeit verlieren und öfli'jj neu: Formulare, v rsehcn mit unserer ueneu Airesse, au§- gegeben wwdnr. , Not iu Wieu. Am Tor und im Innern'der Ersten Ottakringer Psandleihanstalt in der Neulerchenfelderstraße im 16. Bezirk .wurde von der Leitung der Psandleihanstalt folgende Kurrdmachung angebracht: „Wegen Ueberfüllung der Ma g a5 i n c können E f?e kte n - P fandposten (Klei er und Wäsche) nicht irr e h r angenommen werden. Die Partele-n. werden gebeten, in das Versatzamt 8; Bezirk, Feldgasse 6—8, zu gehen. Dagegen werden .G' o l d-, und Sikbergegenstände höher belehnt u»rd auf sämtliche versetzten Pretiosen große Aufzahlungen gegeben." M-. .Aehnliche jZustände iherrschen in fast allen.Wiener Psaxrdleihanstalten. Sie charakterisieren beredter, als es die wortreichsten Schilderungen vermöchten, das in Wien hauptsächlich unter den Pensionisten, aber auch unter dem Mittelstand herrschende Elend. In diösen Tagen rüstet Wien zur Messe. Die Magazineder Kausleute strotzen vor Waren, die, Zeugnisse des heimischen Gewerbesleißes, des Käufers harren. Ein trauriges Pendant hiezu bildet die Ueberfüllung der Psandleihmagazine. An ihr Bergungsgrit knüpfen sich nicht die -stolzen Hossnu ngen, Ware gewmnbrmgend loszuwerden, sondern die zitternde Augst, unentbehrliche »der doch liebgewordene Gebrauchsgegenstände sich oder wenigstens den Kindern erhalten zu können. Man will fie nicht verkaufen, sondern verpsäudet sie bloß, um sich wenigstens die Möglichkeit vorzuspiegeln, die Pfänder eines , schönen Tages wieder auslösen zu können. Leider macht die wahnsinnig fortschreitende Teuerung den'Attbruch dieses schönen Tages illusorisch'. Dafür rückt ein anderer drohend näher: b»r Tag, an dem das kostbare Familierrgnt — kostbar meist nur, weit eS das letz te Gut der Familie ist — unter den Hammer kommt . . . Darum üst die drohende Schließung der Psandleihmagazine wegen Ramnmangels fssr das heutige Wien symptomatisch. Sie bergen mehr als Waren: sie bergen Illusionen. Und für solche ist »n dieser freudlos gewordeiren Stadt kein Renm , mehr ... _ . Die Wiener Messe. OefsentlSHe Reitprsdnktion. Nirlfach geäußerten Wünichm Rechnung iragend. stndet -ankäfilich der Wiener M esse, und zwar an» Dicnötag den '18-, Freitag den 16. Und Freitag drn 23. d. M. je »un 3 Uhr nachmittags, eine vffentlrche R e i t v r o d u kt i o n in der Spanischen Reitschule statt, zu welcher Karten von K 200 biS K 1000 zum Verkam gelange werde». Der Kartenverkauf beginnt drei Tage und die Vormerkung auf Karten vier Tage vor der Produktion von 8 Uhr vormittags bjs 5 Uhr nachrn ttags rückwärts un Hofe der Siallburg, l., Rcitschulgasse 2. Lee Wiener Kaufmännische Gesangverein und die , , Mrstse. ' Anläßlich der W'cner Messe veranstaltet der Wiener Knus- 'männische Gefangvercin Freitag den 9. d. M. um 7 Uhr abends . in» G r o ß 'e n M u s r k v e r e r n s s a a l unter M twirkung - htrod^'. agendcr Kunstkräfte der Wiener Oper und deZ Symphouieofche!)ers rin großes Fest louzert, j»t welchem Karterr bet allen offiziellen Messesiellen zu haben sind. Auch bei der E.vn'nungSseter der Messe wird ter L?ansmän«ische Gefangvercin Sonntag ben 11. d. M. durch Vortrqg eines FcstchorS in der Rotunde ntitmirken.-' ' Mkssezubuße für di« Raucher. Von der Fin.inzbezirksdirektion Wie» wird verlanlbact! Das Ausmaß der in der Woche vom 12. bis lg. d. M. auf ein^n jeden Stammkunden in d:n Trafiken des Sladtgeb etcs von Wien anläßlich der Wiener Messe entfallend: Z.lbuße (Exportware) wird mit j-: sieben Stück ägyptische» Zigaretten HI. Soit: zum Presse von K 10 per Stück und drei Stück Pr.rizesas-Zlstariktm zum Preise von K 8 per Stück fAses'tzt. _ * Die Freundin. F, aal man verzweifelte Mütter, LrttS Töchter auf Abwege geraten sind, w'e das geschehen konnte, so bekommt man fast immer die gleiche Antjpott: d»e Freundm. D»e Freundln, gewöhnlich die eNvos ältere, jedenfalls aber erfahrenere Fr'und n hat das Mädeln^ in den Kreis gel wen, der Reckt von Unrecht nicht mehr zu unteischciden weiß, sie bat erst Ratschlage erteilt, dann Gelegenheiten geschafsen, schließlich die Bemanielung. das. »»tivendigc ,Alibi", ael'etrrt. ' So erzählen die Vtr»chen und die Aemin, die Geb'ldet-n m»d die Nr gebildeten, die Christen und leider auch. schon die- Juden. Die Erscheinung ist canz arlremern, - ja, man mochte, fast glauben, sie müßte international-iei»e, O'o diese F>enudm dre Siudcntm ist, die ichon dre Hochschule besucht und sich mit der Gymnanastrn unterhielt oder od sie die „IluSgAwnt^ ist. die das LaufmadÄm unter ihren Schuh, nimmt — daS sind nur unwesmtuche Deiails. Auch der Vorgang ist fast immer derselbe. Sehr häufig ist die Freundin selbst rbensästsi cm , pür errogenes und überwachtes junges Mädchen, das erst mit seiner größeren Eifrhruug nur eut täßcheu fluvkcrt. dann vom Sirom rcs V^gnngrns Mitgenssen wird und sich bei djesem ersten Schr-itt nur der., schmen Bahn inst'nstmäßlg eine Gefiihrti» wcht. Ist die erste NntrrnehMtMg vielte-chl ein ganz harmloscr Scherz — der eiste Betrug der Eltern einmal gelungen, dann feuern die berden Ueber-> mü lgen einander natürlich gegrnseiiig immer wertem.an und wenn die ein,. Zaghaftere, zmückmeicken möckrte, reckt d.e Kameradin sie immer wieder irr den Wirbel 'hinein. Mitunter freilich hat auch die Freundin wirklich schon die „Laufbahn.betreten^ die jetzt nur allznoiele junge Mädch m anlock', und hegt den' begrtlfiichrn Wunsch: die andere soll nicht besier. nicht reiner, nicht sicherer sein als ich. Dann w:rden alle Hevcl in Bewegung gefetzt, dir Kameradin auch fo weit zu bringen, daß ue aste Bedmken beife-'e fest, dann wird miraffcu M tlein der L st und der Ilederreduna gearbesiet. der Gefaiietcu die ^F.rdheu so heißt ia Zucht und Ruuhe'st l-äder heute für viele nmze Mädchen — abzugewöhnen. Es gelingt zumerst nur au^uleicht. unterstützt doch die carz: Atmosphäre schrank nlchen Genusses, die allüberall herrscht, durch. allgcm'me Ziraelnnd'Dckz'Plintosic'ktit. Und die ahnnnaSlosrn Wern stehen ruh'g neben diesen Vorgängen, lassen f?ch nichts davon träumen, w'leben Geinhreu ihr K>nd ausqesetzt ist durch den harmlosen ^erkehr mit der harmlose« Gesiilirtin- Glauben doch dre meisten Dlüttcr, ihren Pssichten völlig Geuirge getan zu lrabrn. wenn, sie den Verkehr ihrer Töch'er ,. mit jungen Männern Rl-erwaclst'r. dieser W-irmrug roll sicher nicht rede unschuldme Baafi-chchenfreundichaft a!s Gefährdung der Tugend dar gestellt werden, ^.-as Svstem: DieMwler.rst d^e beste Freund ,n!ü die Tochter, ist rrch .'rlrch kem gutes System- Penn jrd.rr jung: Mruich braucht Gefährt ri leckes Alters und ein Mädchen, das von ihren Kameradinnen kiinstlrch ferngchalken wnrde, pinee wohl eirus großen J^genörcchtes mrlustig. So weck muß'.Man aber auch die Vorsicht gevin n chr tre.br». Es «äir nur zu wunsben,^ daß, die Mütter auch den Freundinnen ihrer Tochter e n wenig Aufmerksamkeit zuwendst'n und nicht blinvcs Vertrauen erwielea, we l daS Mädchen »ans. so gutem. Hause" »st. Nickt auf dre Abstämmnug kommt <s ssan, sondern aus bi« Sinnesart. Die allgerneinen sozialen Aerdä>tmsse. der tolle LuxuS, die Geldgier.-die Vergnügungssucht, der Mangel an harmlosen Freuden - baS alles begünstigt tue Srrtenvkrlotterung. Auch der groß: Fremdenverkehr ist. sicherlich; kern gleichgültiges Moment undes läüt sich mt' ermger Srcherhert berechnen. dass die ^Wiener Messe" nicht nur eine neue TmerungZwelle-mir sich bring »» wird, sondern auch eine neue Welle der Verderbnis. Da gilt eS auf. der Hut zu sein, auf der Hut auch vor — der-Freundin. .8. LI. * Giue EhrendeleidiHungSklage des BnnLesminifters Vaugoi». ./Per LundeSnr.nister für Heerweken Vaugorn hat gegen den verantworilrchen Redokleur deS »Illustrierten Wiener Extrablatr" wegen c neS am 7. d. M. in dieser Zeitung erschienenen Artikels ,D>c geheimnisvolls Autofahrt" und gegen den vcrantwortlrchen Redakteur der »Wiener Mittapszestnng" wegen eines, am gleichen Tage, erichlenime» Artikels „Der Kraftwagen des Ministers", die geuchtliche.Vsrfoloung wegen Bei gch-us .gegen die Sicherheit der Ehre e:ngelcilet. Tie Anklage wird durch die StaatZanwallschast vertreten. ' ' '.; ■- ■ * Antisemitische Reklame. Während die Rellvnse eines GeschäftZhauseS gewöhnlich tea Zweck verfolgt, Käufer anznlocken, will die Schreibmaschiveumma T h^e Rex E o m p.. mn.der ihrigen offenbar eine blstinnnlc Schickte von Känfeur ä bstoßen. Sie ve.öifintlickt in dm Zrüungen ein Bild, das jüdische Kaiikaturen barstellt, mit dem geschmackvollen Texi: „Herr Blau! Es fehlt « Tchre;brna'chm' und «och da-u d e inlle" Sm»th-Pros!* Dijüdischen Kausten e werden sich diew Verhöhnvng merkm und sich vor der Anschaffürig einer Schreibmaschine sagen : „Die Cinsth-Proö kanu uns gestohlen werden. * Die Trinkueldsrase iw Hotelnnb G«stxewcrbc Oeßferreich». Anläßlich der mn d. M-,ur Wien und'int Oktober in den Provinzen Oesteircichs statrfindendm!l r a l" st i »n m u u g über dir Äbichannug t-eS Trinlgstdivci'enS in den Hotels. Gast- und Kassechärssern. Kafs«'eschknkell,'Pensionen und Sanatorien fand eine Reche von Augestelltenversammlung n statt, in wckchcn über die Trinkgeldfiagc debalirerl rvn'.de Bemerkenswert ist, daß du Restreiurn in diesen Versainmluiige r keinerlei Direktiven für b:c A.bstimmnn^ gaben. Sie sprachen sich w e d e r f ü r n o ch g e g e n das Trinkgeld aus und dctonicn, daß diese Äbstimwung nur den Zweck Hab n soll, den Willen des Angestellkrnstnndes des Hotel- und Gastgewerbes über die Trinlgkldfrage znin Ausdruck zu dringen. * Die Loh»verhkr»blu«se« bei de» Schuhrnrichern gescheitert. Die gestern staltg-sundmen Verhandlungm zw.sänu dm,Meistern und den.-.G.h.lssuvctrklcru sind, gc'.ch itcit. Es^ dürste Nimm:hr zinn S treik lonimen. * Preiserhöhung in de» graphischen Gewerben. Die unaufhaltsam fortichrritende Teuerung hat die.Aibeiliichmnschafk der graphischen Gewerbe gezroungen, an die Unternchmer die Forderung nach Erholsirug der Löhne nr stellen. Die Untern chm .r kamen der Foreiernng ini «otwrudigsteu Ausmaß^ nach. Die Uniernchmcrorganrsutwneu de, granlnschen Gewerbe - <mfiicbcn. da >er, da ,an Kenntn'S zu nrhifien, daß mrt stlücksicht aus die L-cknuva sonstigen Pr.oduktionsckostenkrhöhungi'N mir 89. Auaust d. I. eine Erliödung der Drnckpre'ise um > bis 4G*/« (je nach dein anteiligen Ausmaße desHölinkoefsizlensen) einlreten muß. * Wetterbericht. Die Wettkrlage ist wenig verän tri, daS Wetter ist in ganz Mrtkclrnrop t und Frankreich heiter rind klau Voraussage: Schö«wetkrr anhaltend. inHerron* und D a m 4 n s t o f f e.n finden Sie jetzt noch von altem Vorrat zu- JbiUUen Pretzen io «irr fff* MT nur VI., «ss. 2 01310102320101220201000001