Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 939 (7.9.1921)
- Date
- 1921-09-07
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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« Seite S Wien, Mittwoch fr--—— '11— J * .Die Arbers. Zeitschrist des DeutschmLandrsverbandeS Hapoel Hazair. Berlin N 244, Anguststraße 17. Das dritte Heft des laufenden Jahrganges, das soeben erschienen ist, ist dem Äonistenkongreß und der aleichzettia. in Karlsbad stattfindeodm ll. Weltkonferenz des WeltverbandeS Haporl Hazair- Zrirei Zion gewidmet. In dem einleitenden Artikel „Krieg oder V e r ft ä n d i g « n fl" setzt, sich Robert ,W e N s ch w't dem Plan der Gründung einer jüdischen Legion in Palästina auseinander. Er wendet sich mit Entschiedenheit gegen diesen Man und gegen die Denkungsart, welcher er entsprungen ist. Der Programmfrage des Havoel Hazair gelten drei Aussätze von Georg Landauer. Rudolf Samuel und Rodert Weltsch. Darin wird das Programm einer auf Pionierpeännung beruhender, politischen Bewegung untersucht und eine Prvgrammformulrenmg nn Sinne der Idee des PioniertumS und des konstruktiven Sozialismus gefordcr:. In einem Artckri von Dr. Sregfrred Bernfeld über den Begriff der souaüstlfchen Erüehung werden in sieben ausführlich begründeten Thesen die Grrmd'orderungen. welche eine sozialistische Grupp: an jede Erziehung stellen muß. rargelegt. — Eme Anzahl von Glossen zu den Tagesereignissen beschließt das reichhalt ge Hett. * Bereinigte Hebräische Schulen. Die Einschreibungen für die Hebräischen Schulen finden sowohl für K'.nder wie Erwachsene. Anfänger und Vorgeschrittene in den nachstebeno angeführten Lokalen und Stunden statt: a) für sämtliche Schulen: II., Große Mohrenoaffe 16/22, an Wochentag»» von 5 bis 6 Uhr nachmittaos und Soun-ag von 9 dis 10 Uhr vormittags: t>) speziell für die Schulen im XX. Bezrrk: in der Schule XX., Ochmargasse 46, an Wochmtaaen von 5 bis 7 Ubr nachmittags und Sonntag vormittags. Es wird eisucht, dre Einschreibunaen raschestens vorzunehmcn, um Störungen und Verschleppungen zu vermeiden. * Unentgeltliche jüdische MäVch«»fo*Lbild«ng. Die Einschreibungen in den I. Jahrgang der Frauengemei beschule für Kleidermachen und Werßnähen für das Schuljahr 1921/22 finden vom 12. bis 16. d. M. von 11 dis 1 Uhr mittags statt. Die Ausnahme in den e.njähngen karttmänruschen Fortbildungskurs an der H>rndelsschule erfolgt Dienstag den 13. d. M. von 3. bis 6 Uhr nachmittags.' Der Untewcht wird in allen Abteilungen unentgeltlich erteilt. Au'nahmßbewerberinnen — uuitcltofc jüdische Mädchen —i die das 14. Lebensjahr -uriickgelegt haben, können sich in Lcgleilung^ihrcr Ellern oder Obsorger in der Schrilkrnzlei, lX„ Seegas s e 16 a, melden. Bclzi'.b'.iiigen sind Entlassung?-, Ge'omts- und Witdecimpiungszeugnis. , * Eine neue Hniucvfitäfc für Sieben bürge«. Die rumänische Recnerulig bat dem ..Pragai S:emle" zufolge der magyarischen M nderheit in Siebenbürgen, die Errichtung einer interlonlessio nellen Univer iität ■ in tltf au sväsärhely gestattet. Die neue Uarversität, die den Titel ^Marostzksärhely-Umveriität" führen soll, wird voraussichtlich am 15. d. M. eröffnet werden. * Urania. Hurte. Mittwoch, 5 Uhr (Großer Saal)' Sbackletons Siidpölexpedittou. dasselbe l/zS Ubr. — V-8 Uhr (Klemer Saal) Dr. Colin R o sr: Durch Süoamcrika. * Eröffnung der III. Klei«gakten«usstell»rrg. Donnerstag um //JO Uhr vormittags wird die im Rathaus startsiudende Ul. Kleing'rtenausstellung durch den Bürgermeister im Beisrrn von Vertretern der öffentlichen Kö perschatten, den Ministerien usw. eröffnet werden. Die Ausstellung wird um 10 Uhr für den allgemeinen Besuch ireigeaeben werden. * Spe»de»a»SrveiS des Jüdischen Nationcklsonds für Oesterreich. Sonntag den 11. d. M. erscheint in unserem Blatte der SpendenruZwcis Nr. 16 vom 16. bis 31. August d. I. Bon nun an erscheinen reg.lmaß:g zweimal monatlich die Ausweise des Jüdischen N a t r o u a l f o n d 5, Zeutraletnr Oesterrercb, Wien, ll. Taborstraß e 59. Der Spendenanswe's Nr. 13 (vom 1. bis 15. Juli) erschien in der H e r z l - F e st n u m m e r des Jüdischen Nalionasionds. die SpmdenanLwrise Nr. 14 und 15 (vom 15. Juli bis 15. August) in der K o n g r e ß n u m m e r der Mitteilungen des Jüdischen Nationalfonds. Die Herzl-Festrmmmer und die Äongreßnummer der Mitteilungen des Jüdischen Naiivnalfonds sind zu h iben: Brr der Zentrale VcsJ ü d i s cb e n N a l i o n also nd s, II. Taborstraße 59, und rn der Buchhandlung Läwitz l. Rotcnturmstraße 22. * Zur Gründung eines republikanischen Frcrwil- Iigeuü»rps hat sich ein Komitee aebrldrt unter Borsitz des Bolksschrrststelleis Karl K e n d e. Das Komitee nimmt täglich Anmeldungen wehrfähiger Männer von 9 bis 12 Uhr vornnltags im Caf6 Ecker, VIII., Lerchemelderstraße 19, entgegen. * Große UuLerschlnguugen eines russische» Vertreters. Aus Kopenhagen wird gemeldet: Der h esige Vertreter der Kooperativ-Gesellschaft „Arcos, Gregori I g n a t i e w, ist unter der Beschuldigung, riesenhafte Brtiügereien begangen zu babm, vrrhaftet worden. Er soll Bestechungsgelder dänischer. Firmen entg-gengmommen habm. Die Verhaftung erfolgte auf Veraulafsung des Vertreters der Sowjetregierung. Professors Rabrnowitsch. * Wetterbericht. Während die Luft über dem Festland nach Südwesten und Südosten absireßtz haben westliche Winde über der Nordsee biS Dänemark vorgestoßen. Das Wetter ist in fortschreitender Besserung begriffen. Niederschläge sind gestern in Oesterreich nicht mehr gefallen, die BewöÜnng rnmmt ab. Boraussage: Schöutvetter, etwas wärmer. * Arbeiterkra«alle bei der Alpine« Moutan-Ge» feSschuft. Aus Eisenerz wird gemeldet: Wegen Entlassung eines Arbeiters beim Hochofenbetrieb der Alpinen Montan-Gesellscholt kam es gestern abends zu Ausschreitungen vor dem Gebäude der Wertdirektion. Mehrere hundert Arberier verlangtea die Zurücknahme der Kündigung; sie drangen schließlich in die Kanzleien ein und richteten dort Schaden an. Sle vergriffcn sich auch an dem Werksdirek'.or Ingenieur Z a b l b r u ck n er. sowie drei anderen Beamten und erzwangen die Wiederanstellnng des gekündigten Arbeiters. Die Gendamerie war mit Rücksicht auf die große Zahl dem Demonstranten außerstande, die Ausschreitungen rü verhindern. Im Lause der Nacht wurden entsprechende Vorkehrungen getroffen, um eine Wiederholung der Exzesse unmöglich z« machen. * Der Schulanfang stellt wieder hunderte Mutier vor die Frage: WaS für Stiesel ziehe ich memem Kinde o«? Dcl-Ka- Schulst-efel müsse« selbst den größten Anforderungen einer jeden Mutter entsprechen, den die Billigkeit und Dauerhaftigkeit derselben find unübertroffen. Kindrrstrüwpfr in allen Größen. * ^Hatechija", Vertretung jüdischer Verlagsanstalten, Wien, ll,. Tzernmgaste 19, ist allgemein als leistungsfähigste Bectriebsstelle hebräischer und jüdischer Bücher, Zeitschristrn,. Zeitungen, Musikalien, Bilder. Palästina- und Künsilerkarten anerkannt. Sie steht in Verbindung mit allen Wellte len, lieierl prompt rmd starmead billig. Wir machen unsere geschätzten Leser auf die Inserate dieser Firma besonderaufmerksam. . Dereinsnachrichten. Akademischer Verein jüdischer Medizin c r. Die.nach Pole« -»ständigen Aerzte und Absolventen der Medizin werde» zu. der am Freitag den 9. d. M. um 7 Uhr abends im Caf4 Ktmik ßaMldMm Beivttchusa d«. R strisikgtio« .eumchchW, > Wiener MorgK«zelttt»s „ 7. Sepkember 1921 Nr.' 933' -V Soeben erschienen An den Schaltern der „Wiener Morgenzeitung“ erhältlich der Ali^anacli naaf das JaSie' 5682 (V. Jahrgang) Redigiert von OSfio Abeles und LucSwig BqIo Das reichillustrierte, vornehm ausgestattete ztonl« stische Jahrbuch ist eine wichtige, über den Stand der jüdischen Bewegung orientierende Publikation, die auch zu allen brennenden Fragen Palästinas lind der Diaspora Stellung nimmt. Verlas (Mtorgenseiifiumf;** Preis eines Exemplares: Für Oesterreich mit Postzustellung K 150, iür die Tschecho-Slovrakei tschech. K 15, für Deutschland Mb. 16, für Polen mit Postzustellung poln. Mk. 280, für Jugoslawien Dinar 10, für Holland holl. II. 1, für das übrige Ausland 3 Schweizer Franken, 686 Bestellungen Kt« au die „Wiener Morgenzeitimg“ oder an dio EucJs^andBiaTig Löwlfi, I., Rotenturmstrasse 22 Bestell«-ißc« werden nnr?et?en Vor« ausbezahiang effiekfniert, Die Lebensrmttelmärkte. Die Fleischv?rsorgung ist nach wie vor für dm Bedarf ausreichend, h* Nachfrage im allgemeinen schwächer. Bloß im Großhandel hcrrschtlkbhaftec Verkehr, da Gastwirte und Hoteliers mtt Riickficht anr dm Fremdenzu ström Vorsorge ticffcn. Im GroßharDel veucuerie sich Rindflersch gestcrn in der Großm.rvtthalle um X 5, Kälber wurden um K 10>tt Kilogramm teuier- Fctl war wohl in bedarfdcckender Menge vorrätig, doch kann von einer Bchrbnog der Fettknappheit keine Rede sein. - Aus den Grü'.iwareimlärlten waren die Zufuhren von Gärtnerware knapp ausreichend, die Folge davou^ war, daß Qual'tätsgcmüs: voetkv im Preise anzog. Feldmäßiz gebaute Gemüse und K a.r ross e l n waren - reichlich verlretm. Die vor einigen Tagen, unleichundene. Zufuhr .von Gemüse und Obst auS U n g a'r »'ist augenblrckllch wieder cheboben. Gestern un2 vorgestern lamm mit der D st b a h N 75 Waggons mit Gemüse und-Obst an.- D.e Obstziisnhreu sind gleichfalls, gut. Besondcrs groß sind die Mengen von Zwetschken, die auf den Markt kommen. Die Feit- «nd Fleischpreise. Nachdem der Preis sinaweri'anisches Fett eine Ze'ülang von 35 auf b2 Dollar per Meterzentner gefallen war, ist er in der letzten Zeil durch große Käufe Englmrds, wclchcS ganz» Schiffsladungen Fett nach' Rußland führte, wieder ein wenig gestiegen und beträgt heute ab Lager Wien 3.V20 Dollar. Welche Summe dies in österreichischen Kronen ergibt, kann man sich bei dem gegenwärtigen Dollarkurs leicht ausrechnen. Es ergibt sich für den Augenblick ein Preis von etwa ll 500 fite das Kilogramm. Im Detailhandel wurde dieser.Preis selbstverständlich noch nicht erreicht, da immer noch Waren in Betracht kommen, die zu brllrgereul Kurse gelaust wurden, doch ist eine Stcigerung der Fcttpreise im Detailhandel voraussichtlich. — Tie Preise für Lebendvirh sind aus dem gestrigen Zitndermarkt um X 15 gestiegen, teils we-l der Austrieb etwas schwacher war, teils auch, weil man von der Mcffewoche einen größeren Verbrauch an Fleiich erwartet. Tie neugegründete Fleischbankacsellschast, welche die Konsamverrine gemeinsam mit der Großschlächterei gebildet haben, w rd nichtsdestowemger Rindfleisch zu unveränderten Preisen ausgcb.n. Freie jüdische Volksbühne ^SSSSSST^SA DevXiaiaidsmaim tim Roland-ühne. Ztx Hobe Rabdi Leib bm Bezallel ist unschuldig! Er hat, zuverlässigen Ber chten nach, seinem Golem die Lebenskraft, die er ihm Verliehen, auch wieder genommen, sobald er seine Dienste nicht mehr benötigte, damit die menschgewordene Merschine kein Unheil anstifle. De« Rabbi trifft also keine Schuld cm dem Unheil, dasder Golem in unseren Tagen anrichtet. Begonnen hat es mit feiner Verfilmung, dann fand der unheimliche Spuk in der hohen Literatur eine sensationelle Fortsetzung und schließlich landete der jüdische Homunkulus — jeder Kenner sah diese Entwicklung voiavs — ans der Operetlenbühne. In dem Singspiel #5) er Golem v o n Prag* von P r i s a nt t n t nnb M eise l s fingt der Golem nicht und er tanzt auch weder Walzer noch-Jimmy. Das ist einer der Vorzüge dieser Operette. Leider aber tut. er auch sonst nicht viel im Sinne einer theatermäßigen -Handlung. Einmal verjagt er eine Pogromistenhorde, daun rettet er eine jüdische Braut aus der GewaÜ eines gräflichen Intriganten. Beides ist. sehr schön und nützlich, aber für vier abendfüllende Akte zu wenig.- WaS der Golem sonst^ noch an Wunderdingen vemchtetz sehen wir nicht auf der BLl>ne, sondern .wir vernehmen eS.aus dm grotesken Aufschneidereien zweier Tempeldiener, die — von dm Herren Zucker u«d W a! d b e r g entsprechend dargestellt — cJätJ&äaa des QvlnIKMvivrs in Wort, Lied M Ta« find. Die übrigen Akteure deS Stückes, der Rabbi Leib (Herr Katz) und sein Weib Perl (Frau Dreiblatt), deren zwei ^Anfziehkinder" * (Frau Kamelvska und Herr Breilmann) und der kaiserliche Rgt Meisels (Herr Tailowski) sprechen und singen durchaus ernst und - feierlich. Dabei fällt ihre fortschiiltliche Gesinnung auf, die sie sich E beim Srudinm der Rabbata bewahrt haben und die nicht nur politisch — im bewußten Bekenntnis zum Zionismus — sondern »,■ auch rituell zum Ausdruck kommt,zum Beispiel.ru dem weiblichen Tempelchor des ersten Aktes. Der Wohlklang dieser Stimmenentwaffnet freilich die Kritik, die dem Prag des Golems, dem Prag um 1590, nicht so viel Freisinn zutrauk... H. Sp.. Wiener Stadtheater. Sudermanns Einakterzyklus »Rose u" ist keine ange>- nchm: Wrederbcgeguung. Fast scheint cs, Jarno habe den ver' staubten Kitsch hervorgeholt, weil er seinem spielhungrigm Ensemble ein ganzes Füllhorn größerer und kleinerer Rollen beschert. Es war ein Aufmarsch, wie bei Vorstellungen von . Schauspielschulen — leider zum guten Teil auch der Qualiiät «ach. Umso leuchtender trat das edle Wesen eines jungen Mädchens hervor, das uns eine große künstlerische Hoffnung z« / sein scheint: Irmgard Richter gab das junge Weih im ^Letzten Besucht mit solcher Hoheit und mit so stolz verhaltenem . Frauenschmerz, daß man den Abend gerne in den Kauf nahm., Sonst spielten noch die Herren B e r st l, I u ch s, V o l k e r und G l o ck n e r, die Damc» S o r m a, M a g d a Schl o ß «nd Schleinitz recht verdienstlich. Als Gast begrüßte. man iw Schlußstäck die anmutige und feine Valerie Marten die leider von ihrer früheren, vornehmeren Wirkungsstätte, dem Burgtheater, verbannt ist. Aus de« Theater». - Im B u r g t h e a t e r gelangt morgen, Donnelstütz, - e r S ch w a n" zur Aufführung. Anfang 7 Uhr. Im Overnthcater geht morgen, Donnerstag, ... „T a n n h ä u f e r* in Szene. Anfang 6 Uhr. In der V o l k s o p e r geht heute. Mtttwoch, unter der. musValischeri und szenischen Leitung Dwektor Weingartners »Die) Zauberflöte" neu in Szene. Beginn 7 Uhr. Der Direktion der Neuen Wiener Bühne ist es aclnngen, Frau Gisela W erb e z i r k für eine VerlängemUg ihres Gafisprels in „Betty K a l ra n S.M .. bis 20. d. M. zu gewinnen. Das S'.ück gelangt bis. dahin täglich um 10 Mc abends als Nachtvorstellung zur Aufführung- , Grete Sedlitz hat ihr Münchner Gastspiel abgebrochen und wird am 8. September im C a r l - T b e a t e r in der jcxilich umgearbeiteten Johann Straußschen Op crettc »Faschi sifl sh o ch ei t" zum ersten Male die weibliche Hauptpartie der , Lona singen. _ , Das Gtehpartevrr im Gvofrs» MnstkvereivZt faal, daS bekanntlich dem kunstverständigsten,, wenn auch am - wenigsten zablkrästig'N Teil des Publikums ermöglichte, den Konzerten brizuwohnen, halte völlig a b a e s ch a f f t werden sollen. Dagegen hat sich ein berechtigter Slurm der Entrüstung erhoben. Die Gesellschaft der Musikfreunde bat nun de» Rückzug^angctreten. Sie teilt mit, dass es jeweils der b e t v e f f e u- ' d e'n K o wz e r,t u it.t erneh m.u n g, «herlassen bleibt, das S t e h p a v t e r r c/.itt seinem bisherigen Ausmaß b t i z u b^etz a l kfn odec'an seiner Stelle SttztteiyenäZfzMkllen. HoffeMüh f werden sich die Konzerldircktiomn, wie es^dre Direktion Heller bereits getan hat, für das S t e h p a r t e r r e entscheide». > - „Das jüdische Lied". Unlec diesem Titel veranstaltet das Konzerlbureau des Har» ach am 17. d. M. im Carl« Theater feine erste Veranstaltung, für die M a l i P i c o n und I a k o b K a l i ch gewonnen wurden. Der Kartenverkauf, wird in. fati nächsten Tagen eröffnet, doch empfiehlt es sich, angesichts dcs allgemein regen Interesses, das. diesen beiden amerikanischen Künstlern entgeg^ngrbracht wird, sich auf Karten sofort vermerken zu lassen. Vormerkungen werden an der Kaff: drr „W i e n e r M o r g e n z ei t u n 8* entgegengenommcn. ^De« Wetilanf mit de« Schatte»"» ein eigenartiges Spiel des feinen Wilhelm v. S ck o l z, wurde von der B e rliner ^Tribüne" aufgefübrt. Das oft behandelte Problem, daß der Port die Menschen inimtiv kennt, ohne sie erst erforschen zu müssen, ist hier neu abgewandelt. Ein Nomandichter hat.in dein Werke, dar er schreibt, haargenau einen Fremden-b'eschrieben/ dessen Schicksal mit seiner Romanfigur identisch ist. Aber auch das Schicksal seiner eigenen Fra», das mir jenem des Fremden früher verknüvft war. hat er i» der Dichtung geschildert. Es kommt znm Kampf zwischen dem Dichter «nd dem Fremden mit das We'.d, das stck für den Dichter entscheidet. Aber ihre Lied'' ist fürderhin mit Hass und Vorwürfen belastet. — Das Stück ' hatte starken Erfolg. Sport. Sportfest in Göderrg. Im Rahmen der Feierlichkeiten anläßlich des, vsirzig-- semestrigen Stistmigsfeftes der Jüdisch-akademischen Ferialyerbjndüng Gamala veranstaltete die Sportsektion Makkabi (Göding) einen Sporttag, der lehr anregend verlief. .Es gelangten verschiedene leichtathletische Wettbewerbe «nd anschließend ein Wettspiel Makkavca Bratislava—Mokkabi Goding statt. Nachstehend die wichtigsten Ergebnisse:. Krnderlaufen über 60 m; Sieger Rudi Schlesinger. — Laufen über 100 m: Sieger Zweigental (Ungarisch- Hradisch). Rosncr (Bratislava) 8. Reich (Makkabi, Göding) 3.— Lause« über 200 m: Sieger Scheu (Hakoah Wien, derzeit Ungarisch-Hradisch). — Damen'lausen über 60 m r - Siegerin Frl. Irene Hohenberg. — Stafette, 4X100 m: Aufreaender Kampr zwischen dm Stafetten Ungarisch-Hradisch^ und Gödiiigs, den schließlich dietz radischer für sich emfchelden. --- State t t e ^t X60 m: Junioren gegen Damenstäfette: Die JuNiorenstafette passiert als erste das Ziel. — H o ch f P r u n g t Scheu.Zweigental (Ungarisch-Hradisch) und Neugebaoer (Göding) erreichen die gleiche Höhe (1'4-0 rn). Das Los «»scheidet für Zweigental,(Ungarisch-Hradisch). DaS Weitspringe» entscheidet Jucker (Göding) zn seinen Gunsten. Anschließend an daS leichtathletische Meeting fand das Wettspiel Malkabea-Bratisiava gegen Malkabi'Gödmg flait, welches Bratislava 4:1 gewann (Halbzeit 1:1). Gvliing erreicht gleich vom Abstoß nach einem idealen Zenter Rybas kl den ersten . Treffer, dem jedoch die schiedsrichterlich« Anerkennung wegen angeblichen Outs vor Abgabe des Zenterballes versagt blirb. Einige Minuten später erreicht Jokl den ersten gültigen Treffer Gödings, der auch der letzte sein sollir. Schon zwei Mmuicn später gelingt es Bratislava, gleichzuüehen. hei weiterem durchwegs offenem Kampfe wird daS Ergebnis nicht mehrgeändert. Nach Halbzeit .macht sich die überlegene Technik und. größere Durckschlagskiasi des Gegners bemerkbar, dem.eS.noch dnival aelinat.