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Wiener Morgenzeitung · 1921-09-04 · Heft 936 (4.9.1921) · p. Seite 12

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 936 (4.9.1921)
Date
1921-09-04
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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Seite 12 Wien, ®onnt% Wiener Morgeirzettrrng 4. September 1921 dürfte. Betont muß natürlich werden, daß alle diese wirtschaftlichen Folgen erst in Ler Zeit nach der Messe eintreten werden, da ja. die Bestellungen und Lieferungen das Rad des Handels nur langsam und allmählich in Bewegung setzen können. . . Verlegung des Sitzes der AnglobanK nach London? Wie im Falle der seinerzeit beantragten Sitzverlegung der Länderbank, brachte die Regierung im Nationalrateinen Gesetzentwurf über die Verlegung des Sitzes der Anglobank nach London ein. In dem Gesetz sind verschiedene Kantelen vorgesehen. Die Bewilligung kann nur erteilt werden, wenn die Gesellschaft sich verpflichtet: 1. Bei der Ausübung ihres Geschäftsbetriebes , in Oesterreich den inländischen Vorschriften.'nachzukommen; 2. mindestens den bisher deni inländischen Geschäftsbetrieb gewidmeten Teil .ihres Eigei^ermögcns 'auch künftig diesem zu widmen; 3 gegen österreichische Schuldner keine . weitergehenden Ansprüche zu erheben, als sic ihr ohne Sitzverlegrmg zustünden, und überhaupt all?s zu llitterlass'n, wodurch die Rechtslage solcher Schuldner verschieß t.'rt würde, ferner Erleichterungen . oder Begünsii^uttgen, welche die Gesellschaft von ihren ausländischen Gläubigern anläßlich der Sktzperlegungerhalten sollte und auf deren Weitergabe der österreichische Schuldner gemäß den gesetzlichen und sonstigen Bestimmungen über dia Regelung der B o r k r i e g s j ch u l d e n Anspruch hat, ihren österreichischen Schuldnern in demselben Ausmaß weitrrzugeben, als ob eine Sitzverlegung nicht stattgefnnden hätte, insbesondere ihren österreichischen Pfundschuldnern vom l.Aug. st 1914 bis 31. Dezember 1923 - nur 5 Prozent Zinsen anzurechnen,: 4. nach AnsheRmg der Sequestriermlg -ihre. Niederlassung in Großbritannien die österreichischen Staatsangehörigen gebührenden Vermögenswerte nur mit Zustimmnng des öftrr^cichi scheu Abrechnungsamtes. Wn.'tpapie e der im Ge^tz v '.u 4. Fuli 1919 bezeichnete^ Arr ntzr mit Zustimmung der österr.nchi,chrn Devifenzentrale"oder des die.bezüglich an deren Melle. 'tretenden 'Organs auszufolgen, es sei denn, daß di: Gesellschaft durch behördlichen Ausspruch zur bedingungslosen AüSsolgung''' verhalten würde. — Die Startsau^'.cht wird durch einen »von bsr Bundesverwaltung zu bestellenden Staatsiommiffär ausgrübt, dem. hinsichtlich des inländischen G-eschästsbetriebes'der Gesellschaft dir gleichen R-euste zustehen wie gegenüber inländischen Bankunternehnrungen. — Die .Bank hat' beim Umtau sch der alten auf $r oh en.'laute nben-Sf ftieit ln neue auf englische P f u n d w ä h r u n g lautende Aktien für jede alte Aktie, welche: ohne Gewinitrnteilschein« für die Erfchäitsjahre f:it. 19,14 zum Umtausch kommt, 10 Prozent de-o Nenuwert.s der nchuen, -auf englische Pfuno'währung ge? stellten Aktien an den Bund zu zahlen. — Die Bank" ist berechtigt, sich beim AMeiurmtausch von den Besitzern der alten Akt ien diese 10 Prozent vergüten zu lassen. . ' ' , Für das Jahr der.Sitzverlegung kann von der Finanz- Verwaltung als Sieuergrundkrge die um 20 P o zerr t erhöhte, bisher höchste Steuergrundlage der Bank angenommen werden. Sollte ab5r für das Geschäftsjahr 1920 eine höhere Dividende verteilt werden :als für jenes, das die bisher'höchste Steuecgrundlage hatte,- 'jo erhöht sich die Steuergrundlage im gleichen Verhältnis. / Der Bundesminister, für Finanzen kann sich aber für bas Jahr der Sitzverlegung und für die drei folgenden ^Johre^ dafür entscheiden, daß statt, der im vorigen Absatz'bezeichneten Stenergrundkage als.. Steurgrundlage ein Zehntel des in der H a up t b rlanz d er Gesellschaf-t'-austzew res Liren Reingewinnes angenommen wird. Die neue Gesellschaft ist verpflichtet, von dem dem österreichischen G-schästSbetriebe gewidmeten Teile ihres'.im Zeitpuntte der Sitzverlegung bestehenden 'Aktienkapitals eine Ad m i, si o n sg e b n h r im Pauschalbeträge von 25 Milt tonen Kronen zu entrichten. — Was die Bankhaus Dr. Grossfeld & Co. Wien, IX«, Peregpingasse I x Telephon Nr. 16-3-43, 19-3-46. — Telegr.-Ädresse: Grossco. DurohfUirang’ aller Banktransaktionen. _Annag 'Vericaittf^vöa Psvleen,itn<l Valuten, 895 Auslandsschulden der Anglobank in Kronen betrifft, so sind sie gegenüber dem ursprünglichen Schuldbeträge um etwa das. HundertsieKzigfache gestiegen. Die. gesamten. -Pf n n d s ch u l d e n der . Bank belaufen sich, auf ungefähr 3,580.000 Pfund Sterling. Bon.den. Schulden der Londoner -Filiale sind - nach, dem Gutachten. Vvn Sachverständigen 1,25 Millionen Pfund Sterling gedeckt, von denein der Zentrale 1 Million Pfund Sterling. Die Einbringlichkeit der Forderungen kn Rußland wie auch die Eindringlichkeit der Zinsforderung ist un l-'wiß. Lrivatberkehr. Die gestrige Versorgung. bei welcher für Skoda-Altim ein siebgeld bis 3(> bezahlt wurde, gestallte sich l-ichl bei siüffkgcm Geldstande. Im Privatverkedr wir die Tendenz sehr fest, der Verkehr jedoch gering. Es no'.icrten: Alpine L 8640. Sätts- -bahn K f 210, Südbahn-Ptio'itätm 3670 und Skoda gesucht bis Li 7020. Bon den lremdm Z.ihlm gkmüteln waren D ollarnoten wesentlich höher, bis Li 1143/ tschechische Noten K 13.90, polnische M a r k Li 38.'v, dagegen deutsche Marknoten b-s K 12.&5. Börsen-KommlssionsgeschStt und "" WecHselstube R8 A G I D & Co. Wien. I,, Hohenslauffengasse 11 686 Krise auf dem tschechischen Kohlen- und KrrustdiingermarktL Di- Mährisck-Ost'.aurr „Mngenzeitung^ melket: Die Krise auf dem Äobleum irkt prei t weiter am sich. Nachdem die Direktion dm Nofdbahngiu,en die Förderung am Samstag ein-.cfteflt hat, gehen rach und nach auch die anderen Bergwerksunte». nehmungen. daran, die Produktion wegen Äbsatzmangels einzuschränken. Die Direktion der Wnkowitzcr Sternkoblengruben gibt bekannt, daß sie vorläufig die Förderung vom 8. bis 13. d. M. aus allen ihren Zechen zur Gänze einstelle. D e Koksöfen der genannten Gesellschaft wcrden währe', d dieser Zct nur in äußerst redupcrtcm Maße in Betrieb gehalten werden. Auch die Dirckdon der Alpinen Montangesell'chyst hatte die Absicht, schon in der laufenden Woche Feierschichien einmschübm, ist aber vorderhand über Ersuchen der Arbe'rierschatt von diesem Vorhaben abg-kommen. Es stcht außer Zwciscl, daß auch die übngen Gruben sich der Einlegung von Fsieüchichten werden anlchließen muffen, da die Lage auf dem Kohlemnarkt für abschbare Zeit leine nennenswerte Besserung versprich». » Auch die Situa'ion auf rem Kunstdünget markt hat sich in der letzten Zeit derart kritisch g staltet, daß eilte radikale Amde' rung der bisherigen Bcwirt'Hastupg, mit. Kunstdünger dringend gebo'm erschent. H.'ute liegen bereits über 64- Millionen Meterzentner Ammoniumsulsat im Werte von Millionen unverkäuflich bei. den Koksanstalten und sind dem Verdcrbm ausgeietzt. Auf neuerliche dimgendste Borstellungen hat sich die Regierung bereit erklärt, den Handel mit Kunstdünger in den allernächsten Tagen lreizugebm. _ ILvsährrges Zubilnum der Wiener Börse. Beider' gestrigen Kundgebung anläßlich, des Ibojahrigen Jubiläums W Wiener Börse hielten Btzekaozlec Dc. B r ei s k y, Sektionschef Dr. I o a s, der Vizepräsidenr der Handelskammer Herr V r n z l und der Präsident der Börsekammer Herr Popper- A r t b e r g Ansprachen über Wrien und Bedeutung der Börse. Hierauf würde der Saal der Wtrmbör e eröffnet.^ Günstige Getpcidcernte in Frankreich! AuS Paris wird gemeldet: Im heuüaen Mmisterrat lettte Landwirtichas'szninister L e f ö v r e mit.' daßder Ertrag der Get-.eldeernte sich aus. ungefähr Millionen Meterzentner belanien werde, eins^licßlich der 2 Millionen Meterzentner aus Elsaß-Lothringen. D.er: Ertrag stelle einen nooh nledagewe lenen Durchschnitt von 16'4 Mete r z e ist «■« t n pE Hektar dar. s! Neue Zollaufgelderhöhung 1» . Ungarn. Wie das „Haiid-lsmuseum" mitteilt, wurde durch Verordnung deS ungMq scheu Finanzministecs, Habt 3922, mit Wirlsaprkeit vom 4. d. Äk.', das bei Zahlung des Zolles in Papiergeld zu' entrichtende Au> geld auf das 6lfache des Goldzolles (bisher das 12-. 35fache) erhöht. __ ... Börse für landwirtschaftliche Produkte. M Die Weltmarkilage -st als durchaus fest zu bezeichnen, nachdem die andauernde Trockephe'tt in den letztey-Wochen die ErM« ausuchten wesentlich verringelt hat. Insbesondere das Ergebnis der europäischen Maisernie ist wenig befriedigend und speziell-'die Hoffnungen in Rumänien muffen'stark berqbgeseyt -weiden. deND das wirkliche Gesamtergebnis in Mais bet-.ägt dort 2,000.000 g, Auch in Ungarn ist die Maisernte schlecht ausgefallen, so daß Hg Konsumversorguira bei uns setzt schon in / der Hanvtsache ijg argentinischer Ware erfolgt. Unter diesem Gestchlspunkt gewapy die Tend.nz an der Wochenbörse an svestlükett, zumal auch 'das Angebot in te-nem Aitikcl reichl'chen Umfang auswies. Die geböte in jugoslawischem und rWnän'sckem (der Bezug letzterer H infolge der neuen Regierungs Verfügungen - seht schwierig) Mcirs sind spärlich und viel zu teuer, so daß sich der Konsum wohh> feiler m t La-Plila-Ware versorgt. Di? Preise, stellten sich M rumänische Ware 3.65 Lei Wien, für süd'lawische iugosi. Li 7;QÖ «x Schlepp W-m und für Plata 3 bis,3.05 Mark ab HambursL In letzterer kam eS zu besieren Abschlüssen. Gepie blieb uNW reichtn?> offmirt, bi? Kaufsiiunnuna war freundlicher und crziestr nieder österre chische Braugerste K 70, während ausländische in htzsx Prerslane von 1! 65 bis 72 ausgenommen würde. Wes ntlich fest« lag Hafer, der in der Preislage von K 46.50 bis H leichtest Unterkun't ^and. Der internationale Exvortverkrhr -fstc Boknen bat ansflehölt und damit spricht sich die Tendenz M aunsim der Käufeaus. Weißbohnrn waren Iu ll 60- bis 61z ttsttwbohnen zu 40 bis 42 angeboren. Hirse halte iy dy Pre-slage vor K 3b ' rs 40 oünstigen Absatz nach Tschechtep. B-ein wurde mit L 53 un^ Mohn mit LI 170 hts 180 bewertet. E'bsen wurden exekutiv zu K 37 ab Wien verkauft. Für Klee» aatm ze-g'te'sich Nach'rage 'eilens des AuMndts. das alletd>E 'einen Bedarf nur teilweise decken konnte. Die PreisnolieruNM lallten r Rotklee bis K BßO, Werßksee bis zu L 60MrparsekieW ll 38 und Luze-ve bis m K 300. In Reis isMas Geschäft seD schwet'ällig, nichdem die Borrä'e der zwerieg HHd stark gelichW sind und der Bezug via Hamburg wohl etwias schwersälltg^isti. Die Pre le lauten: Burma ll zu 7.60 Mark ab Simbach, Sqtz, goori! 6 95 Mark, Siam Bruch 5.10 Mark ipaggonfret HaD, -bürg. Choice blue rose zu K 97 ab Lager Innsbruck- In MM l egen hochweriigeBu^avestcr Offerten mit ungar- K 34 ab BudM pest una Plvvinzangebote'mit X 34 ab G'renz'e vor. Die NaH fragt für prompte "JÜQre ist andauernd lebhaft und' der UmscH besrtedrgend Amerikanische Ware kommt derzeit infolge des bohm Dollarkurscs nicht in Betracht. In Kartoffeln/sind die AnkünH Heiner, Preise unverändert. Die Slrohpreise haben uifolflemangelnden?lngebotes neuerlich angrzogen. Riktstroh wird mtt ll ll und Flegeldrusch mit 13 bezahlt. - -..V _ Telephon öy^J-lS ... “ ^Postaeheckonfo 62423 Wien, I., WlpplinRferatrasse Nr, AS SPEZIALITÄT: F.rstklass. Farbbänder. Knri>onT u.Wachspiipfere 10.3Ä :©ic Devisenkurse. Vertt«» S. SePtember. (Devisenkurse.) Wien alt«S —l—Wien abgesiemvelt (10.28). Prag 106.10 (104.45), Budapest 22.17 .21,77). x,: Zürich, 3 September. (Devifnckvrse. — Mitgeteilt vou d^i Schweizerischen.Kreditan'wlt.) Berlin 6 57hl» (6.77Va* Holland 186.—(18625!. New-PoLk 587.- (583 - , London 21.79 721.86>, Paris 45.50 (45.95), Mailand 25.(>5 '26.80., Brüffel 44.25 (44.65), Kopenhagens 104.— ' ^104.25 . Stockbolm 127.— (127.10), Christlanch 78.50 -80.—) Madrid 76,25 (7640). Buenos-Aires 176.-* (175.—), Brav 7.05 7.65). Äaram 3.20 (3.251 Budavetz 1.45 .1.47V-). Bukarest 6.72V» (6 93'/-), Warschau -.30 (-« Ären Geld — .67'/- (—.69-, Wien Ware —(—.—). österr. gest.' Kronen Geld —.55^ (—.54). österr. gest« Krone» Ware -. — .*?' , . . i Amsterdam» 3. September. (Devisenkurse.) > London 11.72V4 (11.71V, .Berlin 357'/,!3.59>, Paris24.4<«4 (24.61), Schweiz 53 70 (5314'. Wien —.37'/, (-.37'/,). Kopeüi bogen 55 70 (55.60), Stockholm 68.25 (68.10), Christians 42.25 (42.40), New-Iork 315.— (312.—). Brüffck 28 W. (23.98-. Madrid-.-' (4080). Italien —(14.35', Budapest c--->-V Hochfeinste Uebergangrsröcke, Winierpaletots etc. mit tadellosem Schnitt kann ich meinen p. t. Kunden wieder zu massigen Preisen verfertigen aus den neusÄhgelangten eleganten, feinsten englischen Stoffen Ludwig Sp<erlinger Herrenschneider - 40 I., Wollzeile ‘Nr. 34, Mezzanin j ILTHUJ.W Hlllll.il WH in bester Qualität ab Wien oder translto ab Fabrikslager Solingen ständig bei 170 Heinrich Wyscher & Co., Wien, VII., Gegründet 1900 Telephon Nr. 36.165 Stollgasse 3 Messestand: Rotunde, Ostportal Gruppe XXX Sland-Nr. 5415 I TA und Zigarettendosen, Matroaenpfeifen; Zigarettenspitzen, Kamine Haarschmuck Taschenmesser, Zahnbürsten, Rasierpinsel. 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