Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 931 (30.8.1921)
- Date
- 1921-08-30
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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GMVZ- «Bf «vrm, MkNSMA.. ' i1 »' »RI,« j««iip' Wt««« Messe. iWDR^ ^Wt»D«hef«ch emttßttch »er Ätesir. <%.:w j Nach «ft» Auzrich«, dir schon jetzt vorliegm, darf «a» , M «ae« fchr stark« F«md«Wzag «ach Mm anläßlich der Mvm Mteffr rechum. Sa» dm e-rmamSich« Berlreter» der Mer« Meße i» AaSkaud «vd dm dortig« Aaskunfts-ellm lanK» SgVch trlegrap-ifche Nachbefirllnngr» «rf MeffecmSvwtt« Zart«, dir -m» Gatritt m dir Wiener Messe berechtig«, cm. Ar Mm frSst dem»» täglich «ständische Reisegrstllschastm an, dir ich« Mm« Bureau der Messe. N., AsperubrÜckrugaffe S, MesteaaSvriSkart« kauf«. So ist heate eürr größer« BeseUchast v»u Frauzose» and Amerika»«» im MrAebnrea« «rfchimm» «m Befscherkarten m lös«. D^oadrrö stark ist dir Nachfrage «S der Tschrcho-Sktzwakei, a»S RmuLui« «nd «S d« Wrststaatm Europas. v« dm Andrang « dm Käst« d« MrstegebÄLr i« dm ersten Wrffetage» zu vechittr», wird dir Mm« Mrstr die Ausgabe von MeffranSweiSkartm für dir Mm« Mrffrintereffmtr» so stark als möglich drzenttalisiernr rmd bereits ia dm »Schstm Tag« tMttMtgrbe», arr welche» Stell« die Meffckartr» za haben fei» werde». I« WohmmgSnschweN herrscht andauernd em großer Andrang von Parteien dir Wohnung« für Meffebrsuchrr zur Berfüguug stelle» wolle«. Im tägliche» Einlauf befind« sich mehr als 1020 AvmrLduvgr». vis«»» find über ö0-S00 Betten in Privstwohmmg» für Meffebefucher angemÄdrt. Um dies« Material auszuarbeite» und die enifprecheude» Erhebungen g» pfleg«, ficht ßch d« W-hnmrtzSnachweis veranlaßt, ab 1. Setzte» der di« Entgegennahme vo« WohnungSanmelbunge» durch vermietende Partei« auf eine Woche m schließe«. tzttatzvermi^mrs gar Wiener «eff,. Jene Bewerb« um Plötze bei d« Wim« Messe, welche fttett avLdrückliche Abweisung erhalten haben, dabei ab« noch nicht in da Besitz d» ZulassungSbestätiguugelangt sind, werden «facht, sich so bald als möglich in der Zeit vo» S bis IS Uhr nt der Platzvermietung der Wiener Messe, Zimmer SS, e»zuß»d». _ Die Ernährung. ‘ 4 Die LedensmiLtelwärkte. ' Wie SWMmrtthÄle bot, wie gewöhnlich! «m Wontzch, eht MewM nchlM Wb . g& Nachfrage nach Fleisch war sehr gering. Die AMnfte waren sehr gut ausgefallen. Die Preise hielteu sich auf der Höhe des letzten Markttages. Geflügeland FischznaE waren ganz belanglos beschickt. Lebhafterer Bertehr war ans de» Gr 2 «Warenmärkte« zu beobachte«. Auf der» Naschmarkt hatten sich i7S Gärtmr eingefunberr. Wenn auch; die Zufuhren qü Gärtnergeeniise schwächer ausgefallen waren, so konnte doch lmg^uhtS der günstige Sendungen pn fvldmäßig gebauten Gemüse« LherE das Arrslaugeu gchmden werden. Auch: Kartoffel» warm in genügenden Mengen vorrätig. Aus der LschÄoMvwaöei sind größere Sendung« von Gurken auFekomme», ferner warm Zwiebeln und Knoblauch, Mais am Kvlbttr «nd Paradeiser in beträchtlichen Menge« zur Verfügung. We Preise -Üebeu im allgemeinen unverändert. Mit Obst sind die Märkte anhaltend gut versorgt. Bei Zwetschke» machte sich eine steigende Tendenz der Preise bemerkbar, dagegen wurde« heute Trauben minderer Qualität -uch unter dem marktämtlich festgesetzten Preise abge-geben. Sie notierten im Detailhandel auf dem Naschmcactt mit 138 At«ntn, Üt den KetzirkStzeschaftm mit 148 KtemeU. Zuckermelonen, die in große« Menge« augedvten wurden, notierten aus bern Naschmarkt im Großhandel mit 40 ÄS 58. Kronen, im Kleinhandel mit' SA M .79 KronM. per Kilogramm. W. A. W. DovNttStäg dm 1, Septembn, 8 Uhr nachmittags BertranenSmäunerversammlnngiktt JoStnaWe»z>rm»er des Nationuiraies. Tagesordnung: 1. Die Wirtschaftslage. S. Die BehchnngSakrion 1921/33. Mit Rücksicht auf die besondere Wichtigkeit d« beiden Verhandlungßgesenstiiude vollzähliges Erscheine« erbeten. -- Freitag den 3. September, 9 bis 11 Uhr, rot. bla», gelb, grün. Samstag de» s. September, v bis 11 Uhr, weiß, rosa, orange» gra». Dührre mrd Kunst. FrettrchiiMffÜhru«^ vou „Der Bajazzo- 4t# elvrdere. A»läßsiH btt Eröffnung der Theater- und Kiuourtffe findet Gormtag de» 4. September im Belvedere ei« Gaststzftt de» Wievrr BvllSoP« mit einer FrcklichtausiÜhrnng ,D« Bssitzzo^ statt» Jvszrwerungr Herr L»stig-Preav. Aus de« Theatern. \ e r. Heute, DieuSlag, ^langen" grschett. werden »»Hoff« Ssk- »»»ns \ bta 8. GrotzSre Mw * * j t» n c ar a i a o w. ran «texano« oJ4 Hevrtz, nrn nnstudirrt und L«o Tolstoi- KoslfiVie „E r ist a » allem s ä «l d-, mit M o i s s i als Wa»d«b»rsÄe«, Airät rrstta Male in Szene. D« Karte«vvrv«la»f für diese Vorstellungen hat bereits begonnen. Inder Re«<« Wiener Büha^ watde die Premiere dtt ar t» , mit Jda R o l a » d in der Triers lle, voy Mittwoch m DouuttStas, d«1. September vuiegt. Du bereits gelöste» Bmette behalten Ihre Gültigkeit. fo Jsk Ächste.Leit ist «u b^«Gm1«s Gastsvtzl d« ameMmflch« LaroimfKmrspielttm Mau V r e v % welch, t« Rühme» dtt Juvischen Bühne die Hauptroüm vrnrk, ebe» awS -»ei» hätm .«ckd., dtNMchr am scojtntt vrrvrgrAsermuT iiwwiwnwMarM .. .. ... ..••Jt&gmHmmemmmMvte m 9m Zuge d« durch bic hohe« materiellen Asien bedingt« Umwandlung vo« Mnstbm Sprrchkheat« in Wie« wird am 1. September auch dir R o l a n d»B ä h n e in d« Praterstraße als eine ProfabÜhnr «öffnet. DaS Theak«. das auch weiterhin «nt« der Leitung des Direktors Richter-Roland, dem als Mrtdirektor Ferdinand Schmergel zur Seite steht, verbleibt, hat rS sich znr Ausaabe gestellt, vorwiegend das Volksstück und <t« ne«eS dramamcheS G«reS, die «msikalische Legende, zu pflegen. Dir neue Gprechbühne hat auch anßnlich wesentliche Beranbervna« «fahren: Klavpsrffel find a» di« Stelle der biSh«ig« Tische getreten. Das Rauchvttbot wurde auf alle Räume des Theater» ausgedehnt. Im Rahm« d« Wen« Theat«mchse find« Bühnenfestspiele der Wiener Kammrrkaust im Große« ÄonzrrthauSsaal statt. Sr gelangt Sonntag de» 4„ Montag bat 6. und Dim-tag dm 6. Septembn um Ahr abends Goethe- .Faust in seiner Urfjf s» « 6*. mit LKkar Bvreg i als Faust m Aufführung, Mittwoch den 7. September' daS Myflnwm .Ackermann « « d T o d* von Johannes von Saar, DormnStaa den 8. «nd Freitaatze» S. September das altflümrsche Mirakel .M ariech en v o » R v m w e g e n". Karten Md Prospeltr ab henle in allen Kartmbmrav-, nn besondere» im Zeutzglkartenbureg» der Theatermsse, t, Grabe» 38. ■ . Bo« jLdische« Theater t» Lvudo«. Der jüdische Schriftsteller Joel Mastban« gibt im »Momentein kleines jüdtfch-kulturelleS Bild Londons »nd sagt dabei Über daS jüdische Theater: »DaS jüdische Theat« in London hat kein Glück. Entsteht einmal eine Tb«at«gesellschoft «it dem Zwecks die jüdische Bühne za entwickel«, so löst sie sich bald auf. Bs« Zeit zu Zeit kommt eine Wandertruppe mit unbekannten Leuten nach London «nd kündigt laut und vernehmlich an, was sie alles leist« will; aber »ach drei bis vier Vorstellung« verschwindet sie lavtloS. Bor kurzem gastierte hi« die bekannte Schaufpielerin M«e. L o b e l l a«S Amerika; sie brachte es in den heiß« Sommertagen in dem vornehmen Scala - Thert« auf zehn bis zwölf Vorstellungen. Das Bild der Künstlerin prangte auf allen Litfaß-Söuleu; Mme. Lobest selbst hielt Rede» über daS jüdische Theater; der Direktor schleppte alles,, was in der Londoner Jndenheit Klang und Namen hat. becbei, um das Publikum fürs Theater z» gewinne«, und doch müßte der Borbang des schonen Scalatheakers bald fallen. London hat überhaupt für ein ernstes Theater wenig übrig. Ab« daS jüdische Theater hätte dort doch einen Boden, vielleicht sogar «neu guten. Doch es fehlt an guter Orpanisativn und Repeltoirebildung. In London fehlt auch der innere Nerv für das lüdische Wort, die Organisation für das ganze jüdische Leben. Doch ein jüdische- Theater könnte geschaffen werden. Käme zum Beispiel die Wilna« Truppe oder ei« anderes hochstehe«d«s Ememvle hin, fo könnte eS am sich ein gutes Publikum sammeln.. .* Bo« jüdische* Thealru in 9tew<$9«fc. Ja d« neu« Saison wird New-Aork elf jüdische Theat« vud ei» jüdisches Vaudeville-Theater haben. Die meisten haben Singspiel-, Operetten- und Melodramenrevtttoire. Das Theater m der 14. Avenne, welche- Tomafchewsfi Übernommen hat. wird ausschließlich als Sprechtheater geführt werden: Das Jrring Plsce-Tbeater steht unter der künstlerischen Leitung de- Schriftstellers Ossip D y m o w und wird hauptsächlich seine dramatischen Werk zur Aufftlhruna briuaen. Morris Schwarz «- öffuet sein Neues jüdisches Kunstthealek noch im September mit S. A n—f k i S „D i b p k". Die HanptroNk» spielen Julies Adler (Cbunen), Morris Schwarz (Mrschulach) und Rudolf S.ch i l v k r a u t (als Miropoljer Zadil). Kichtraftellung. In Nttserer vorgkstrigm Würdigung Ludwig Thomas hat sich ein sinustöreuder Druckfehler emaeschlichen. ES soll nakärlrch richtig heißen - »In Thoma har das deutsche Volk eine« fein« größten HumoeHe» verlören/ Sport. Die Heeresmeisterschaften. Am SamSkag wurden im Militärstrandbad Alte Donau zum ersten Male die HeekeSmeiflerschaftcu im Schwemmen und Springen, verbunden mit einem nationalen Schwimmeeting, ansgetragen. Die wichtigste« Srgebnisie warm: Heeresmeisterschaft üb« 10) ro, MaZor Bern atz (1:19*6) 1. Plawinger (1:28'Z) S. Hittrml« (1:60'3) S. Damevschwimmen Üb«800 w. Pollak(W.A.C. 6; Sb) 1. HeereSMeisierschafttmKnnstspringe« Bematz Olatzz. Nl) 1. Julian (Platzz. Vl) 2. Rudolf (Plahz. VH) S. Heerr-meisterfchaft im Brustschwimmen über 200dü. Bachmaun (S:S7) 1. Schmrrbach« (Sr418) r. Plamingrr (L:44'8) 8. H er r e«-S tz riu t st a ffe l 4X60 m. Änstriä (2; 14'1) 1. W. A.C. (2:20) 3. KombinierteHerren-nndDamen-Bruflfi a f f e l 6 X 50 m. W. A. T. (4 - 48*6) 1.!. W. «. S. K. 3. Donau 8. H t r r es m eiste pf ch a ft im Schwimme« überöSm in Ausrüstung »nd Bewaffnung. Plaminger »nd Schmnbacher im tote» Rennen 1. Herren- und Dsmen-Lagenftaffel. Ausiris <4:1«*S) 1. W. A. T. (4:84*8) 8. I W. A. ©. K. (4132*4) S. Herreumristerfchaft im Turmspringen. Majsr Bernütz l. Julian s. Hchwabrueder s. Das Wafferbsllsprel Austria—W. A. C. mußte beim Stande 8; 0 sür Austria weg« eiutrrtmdec Dunkelheit abgebrochen werden Si* *d*rS Aludhrim dar Halroah. Am SamStaa hat die Hgkosh ihr Klubheim in die Souturainlakalitäten des Eafö AtlaSbos,Mvrrnplatz, v«leat. Da Klubheim und Sekretariat Mglichst vollständig emganchtet wrrde» sollen, ergeht an alle Mnglirder rmd yr«»de der Hokoah, die Üb« entbehrliche Ein-? richtanMeamsttinde verfügen, die bringende Bitte, drelelbrn der Hakoah als Spende ober leihwuse, eventuell auch käuflich, zu überlasftn. Benötigt werden insbesondere Schreibtische. Kasten. Regale, Schränke, Stellage, Tische «fte Wegen der MumungS» arbeiten blecht das Sekretariat für die Ausnahme von Mitaliedern, EtMhliMge» «sw. dis Mittwoch geschlossen. wV&tA »LK SÄ iw» « Mstysrstandlrch sofort freigegebeu wmdt. Spurttlub Hakoah. Heute fistbet um 7 Uhr abindS im Eafö ÄtlaShof eine .Sutzersi wichtige Vttsammluvg der Bptrltt der erst« »ud.gweü« Mauuschast statt« - rw. MrgÄstMl Rr.M vaMi-;.- , - _ .. --- - . .. - . t . . . : Der Volkswirt. Gestempelte Krone — —.58 Centimes. Auszahlung Wien - -.«7 Centimes. s» Zürich notierte:. ,^ .' V die Zsterttichilche Kreme .«7 (~J0 m 87. AuguU die-.österr. gestempelte. Krons.—.58 (,-.58 «u 27. August) die tschechffche Kvpne^., . « » 6.90 ( 7.-- o« 87. August) die Mack 6.76 ,< 6.78% m »7. Augast) Agram . ^V‘*r»fcV 8.25 ( 880 am 87. August) ei»f«eß; 6.95 ( 7.07 um 87. August) Budapest . » •;«*#•,» 1.47 (1^0 tut 87. AnguÜ) Warschau . T-33 (-L3 ««s?. August) Die gegeuwkrtige Lage der Papierindustrie in Oesterreich. Unter diesem Titel veröffentlichte Her» Mann Erbes, ehemaliger Sekretär der Mpapierbommissio«, im ,^cuch«Vmuseum" folgende tnbevessmite AuSführnngen Wer eine dev wichtigste» Industries Oesterreichs. Me Papierindustrie OesterteM hat allerr Gefahren des Kvlege» rurd der Nachkriegszeit Trotz geb-ten. Schon kann ma« die größten SchtvierigkeiteN tu «er Materialbeschaffung' «nb in der HersteNung der Warm als beseitigt erachten; «Ue Zeichen weifen darauf hin, baff die Stet* hSltnissse der FrieöenSzeit fast vollstLnblg erreicht firnb. Mel half dazu, außer brr - LeiskunsSfckhigkeit der Papierindustrie selbst, die Stellung Wiens als Handelsplatz. Dort fftrmteat 61e Fäteil, die vor dem Kriege gesponnen waren, durch diesen wohl zerrissen, aber nicht zerstört werderc und' war«r daher leicht wieder anzuknüpfen. Von Bedeutung für den Ausbau der österreichischen Papierindustrie war aber auch der; Tie fstand der Krone. Er ermöglichte es der Industrie, die Preis» für bas Papier auf den Auslandsmärkten billig« zu erstellen, att ausländische Fabvikerr dteS tun kormten. Sobald die österreichischen Betriebe nicht mehr mit den Schtoierigkeiten iu dev Beschaffung der Hilfsstoffe z« kämpfen hatten, waren sie auch schon mit dem Auslände konkurreuzfähtg. Biele Waggons Papier wurden nach Italien, nach Ungarn unü> Polen, besonders aber in die Balkanstaaten g-eliefert. Dabei wird aber gegenwärttg auch der inländische: Markt trotz seiner groß«» Anforderungen ziemlich befriedigt. Mögen auch die verhältnismäßig großen Städte iu dom klsirmrk Oesterreich derwaltungstechnisch manche Schwierigkeiten bieten, für die Papierindustrie sind sie als Markt nur von Vorteil, eine Tatsache, die späterhin uoch mehr von Bedeutung sein dürfte, als es gegenwärtig der Fall ist. Der Behauptung, daß bi» inländische Papierindustrie öem innere« Märkte genügt, widerspricht auch nicht die ziemlüh bedeutende Papiereinfuhr, besonders ans b-r Tschechow Slowakei. Diese vom Großhandel, und vom d«r Wiener Niederlassungen tschechischer Firmen eingeführte Ware blieb WM geringsten Teil in Oesterreich; sie ging weiter in die südlichen und östlichen Länder. Vev österreichischen Handelstätigkeit gelang es, außer der inländischen Papiererzeug irng, die für die Ausfuhr fre'igegeben wurde, auch Kenilich bLkteutenbe Mengen vingeführten PapierS wieder in das Ausland zu verkaufen. Diese Tatsache ist für t&t bauernden Eefoltz der hiesigen Papierindustrie von mchk geringer Bedeutung. Die Krise, die schon durch Monate in den westlichen Staaten herrschte, unter anderem die slowakische Papier^ imdustrte zum Stillstand brachte und die übrigen tschechischen Papierfabriken zu Ärbeiterentlasslnigen und einschneidönden BetrkebseinfchränkungM zwang, macht sich nunmehr auch tu Oesterreich geltend. Die Krise ist, wie ittoat sagt, durch Mangelnden Absatz hervorgerufen. Ihre Ursachen liegen aber tiefer. In alle» Staaten, besonders aber in Oesterreich, stehen die Preise der Waren im argen Mßverhälttüs zum durchschnittlichen Einkommen des größten Leites der Bevölkerung und namentlich der geistigen Arbeiter. Es reicht vielstcch kaum hin, daS Notwendige zu beschaffen, und läßt für bas Miudernvtwendige wenig frei. Diese Erwägung zeigt aber auch' bas Wttel, bte Krise wirksam zu bekämpfen. Die günstigen DetkaUfSverhält' Ht-ff«, Me der durch den Krieg verursachte Warenmangel shervorgerufen hatte, sind vergange«. töte Papierindustrie muß sich wieder der Zustände ertttnern, die vv-r dem Kriege wären und ein sehr genaues Kalkulieren und unermüdliches Magen um den Absatz der Ware» erforderte«. Der österreichischen Papierindustrie wirb es nicht zu schwierig werden, daS Notwendige zu tun. Wshlgerüstet tritt sie iu die Zeit der Stagnation. Durch kluges Entgegenkomwtsn byn schädlichen Avbeiterbewegunge« bisher verschont, hat sie, geleitet von tüchtigen Männern, in den letzten Jahren trotz der großen Schwierigkeiten wichttge Verbesserungen und B e rtzrö ßernngen der Betriebe vorgenommen, Anlagen verschiederrer Art gemacht und üh,rdtes bedeutende Kapitalserhöhungeu vorgewommen. Da btt Absatz des Papiers s«S den schon dargategten Gründen bisher tzine besonderen Schwlerigkerien botwurye die österreichische Papierindustrie auch nicht, wte vtete Beiristbe onberev Wmtmr, mit größere PorrätM von d«r Krise überrascht. Ste kann daher her Sachlage NechMng tragen und Preise W ihre Fahrikgte fordern, die Geschäfte Mnöglichs», phne sich seihst decher unerträgliche hasten auserLegen zu müssen, Piele wichtige HgsKstofte such im JnlgM m hahMi ihre Preise Wwn«n hmr Petrhtzen Vgepaßt wachen, welche für tzi» Kextitzfahrikaty erzielbar sind. fWs werde auch -CVUM Mt M Kchwterigteiteu btete«. weil hqs Anbot, m Nah- M 1 HtlWMen. aller Art ei«, retchüches^ ist.