Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 930 (29.8.1921)
- Date
- 1921-08-29
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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<UUtil, s*Un)Uiuy J <*<ai L Mnde raubten. Einem amerikanischenKonsularpeamten wurde das goldene Gebiß aus dem Kunde gestohlen. Dann ergriffen die Gauner die Flucht. Vereitelter Mordanschlag auf Prinz Georg von Serbien. P r ü 3, 28. August. „Narodni LisLy" i«eV: c«, dass gefteru abends in der Nähe der onParKany ein Z5jähriger Serbenamens Jaliob D oft mMt dem Verdachte verhaftet ts-urtCt Anschlag gegen den serbischen Prinzen Georg vorbereitet zu haben, der die Station auf der Fahrt nach Karlsbad gegen Mitternacht passierte. Die näheren Sinze! Herten werden geheim gehalten. Inlands Zinanzminister Dr. Grimm reist nach London. Wie verlautet, hat sich Fiiraitzminister Dr. Grimm auf Einladung heute von Paris nach London begeben. Es handelt sich darum, daß der Vorschuß auf die Oesterreich zu gewährenden Kredite von I fünf Millionen auf neun Millionen Pfund erhöht werden soll, und zwar sollen die vier Millionen Pfund, die Über die ursprünglich geplante Summe gegeben werden dürften, dem Restbetrag des Relief-Found entnommen werden. Tagesbericht. Gestempelte Krone ~ —.58 Centimes. Auszahlung Wien * —.6? Centimes. In Zürich notierte: mann, 1H, KgOÜ. Herr Ludwig Etvuer, II, K 50. Herr Richard K > « b, III, K 50 Hcir D. Nrnpitz,!'!,!l itc. Fsima He! ler L A s k o i> a s, l, X I>0 Anouvm, Monatsbsstrag KJ)0<?. C o m i t 6 roordoKinderen, K 2ö.t 00. Herr Siea« frttb Goldschmied,!, K -00. Herr Dr. Schallt, IX, X 50. Firma Brüder Wiener I, >< 50. Herr Max Brasl, elm. VH, K BfO. Frau Reim S cb 8 n b a d, Vir, X 200. Elsen- und Stah l-Ä.-G. X 500. E'.n Ungenanntseinwolleudrr X 10.000. He-r Direktor Hans Engel X 200. Herr I. H. S ch rr es ch ew s l y, K 70. Frau Anna Landan I. X 1OO. Herr M« Schenker-Gottes mann, ll, X 240. Herr O. S ch n e h e r. X, X 20. Frau Josefa E i r e f. >X tMoriatsbeitlag Auaust). X 160. Firma G r ü n b 11 fl & (£o, X 5o. Früherer Ausweis X 78.6^4, zufamunn X 114.004. * Dsr tödliche AutonNfaL des Direktor Föestr« der Masfenfabrik Steyr. Wie 1'erliHet, fiat sich am Sainsiag den 27. k>. M. ein furchibaier Automüall ereignet, der dem der Prokurist und Diiestor der Wasi/nfanik n Stchr, Herr Rodelt Förster, den Tod fand. Die Eihebungen bnben noch folgende Einzelheiten ergeben, die den Hergang nnnmchr klarstellen. Dcr Unfall hat sich Samstag zwischen 12 und 1 Uhr mittaas am der Straße zwischen Kliue und Steyrlina ereignet. Der Wagen fuhr in raschem Tempo über eine Ka've, als der Pneumatik dcs linken Vorderrades vlatzte« Der Lenker bremste daher mit aller Macht; der Wagen ftcuie sich dadurch für emen Augenblick quer. Durch den starken Stoß will den die Iwassen, Direktor Förster und 'eneGat'm. aus dem Wagen ae'chleudcrt und Direktor.Förster siel unglücklicherweise mit dem Kopf gegen einm Baum- /Den schweren Verletzungen, die er h ebei erlitt, ist der Unglückliche nach wenigen M nuten erlegen. Seme Gattin ist nur unerheblich verletzt worden und dürt e nach Ansicht der Aetzte binnen kur eia wird/rhergestellt >' in: Der Chauffeur, der auf rem Fist'! ersitz verblich und den Wagen wenige Meter nach der!In> lücksstelle zum Stehen geb acht hatte, erlitt led'gliH eine, blu'ende Quetschung NN der ^HuNd. Der Wagen blieb unbeschädigt und fuhr nach dcr Taftestanes-- aufitaltme bin cf) d?e aiif der ll nalücksstelle erschienene GektchtZkvmmission noch am selben Nachmittag nach Steyr zurück. * D§r grstyhlene Hut. Ein unangenehmes Abeütcüer batte am 2?. d. M. um V,l0 Uhr abends der Tischlermeister Markus Godel, XX., G^isencckergaste H wohnhaft. Er ainfl durch die Heinzclmanngnste, als plötzlich zwei Burschen auf ihn znsvrangrn, ihm den Plüschhut im Wene^ vvn X 1300 vom Köpft riffen und mit der Beute in der Richtung gegen die Wasne^asfe verschwanden. Die Erhebungen sind emgeintet. * De* erste Mesielchwindker. Gestern zeigte eine RechiSanwnüsw twe beim Stadikuinmistariat a-i^ daß sie das Opfer eines Betrügers geword:» ftr. Vor drei Tagen sprach berühr, die ein Zimmer für die Meffezeit zu v Met n bat. en elegant acklefteter Mann, der sich!ür e>nen dem ichr« Obe leutnant zur See "iisgad. vor und nahm das Z>mm?r für die Meffezeit mit der Der nbanrug täglicher Bnw'ltmg auf. Er zog alsbald em. zahlte aber durch drerTage. en'gcgcn der Vereinbarung, nicht. Als ihn Sonntag mittags die Damc an die Miete erinnerte, tat der ..Oberleutnant" sehr atl: üstet, sprach von den üblen Erwürungen, die er in Wien gnmacht habe, und entfernte stch dann aus dem Häuft, mit dem Bedeuten. in einer Viertelstunde — um V-2 Uhr -- wiederzukommen und den Zins zu begleichen. Er kam aber nicht mehr wieder Die Dame erleidet, da ste dem Gast auch Mah!>ecke:i und Zigaretten auf Pump gegeben hat. einen Schaden von K 1450. * Die GesschMe eines Neunzehnjährigen. Der 10jährige Franc Gump.nftr. XXI., Anton Boschgasse 1« wohnba t, bat stch als Holzhändler versucht. Ec oeisprach verschiedenen Part ien, darunter auch der Klosterverwaltnnq des ^Marienheims" der christlichen Srlmlbrüoer in Strebersdor', Holzlieferungcn uno torderie die Leistung von Alrz.chlungen ohne folz zu liefern. Die Klostecverwalkung ^erscheint dadurch um ILbOj und b-i Mobelhändler Ignaz Fnschmmn um X 48.000 geschädigt. Gnmpingcr wurde v rbaftct, gestand ein. Holzbestellungen entciegengmoinmen und nicht geliefert zu baden, bestreitet aber jede lietrttoerische Ansicht. Er hat über se ne Geschäftsgebarung keine Bücher gefübrt. Gegen ihn stad noch Forderungen m der Höhe von mehr als einer halben Million Kronen autzhaflend, über die das zivilgcrichtllche Bollflrccklmc.sverfohren eingelcitet ist. Gumpinger wurde dem Landesgekichte eingeliesert. * D«-'r Schrerken ve« Kleine«. In ddn westlichen Bezirke« tr eb seit Wochen eine junge Frauensperson ihr Unwesen, die wirklich als der Cch>eck«n oer Klemcn zu bezeichnen w iv. Sie verstand e§. rurch süße Worte und Beisprrchungcn auf dcr Straße kleiur Mädchen an stch zu locken, führte ste unter em Haustor und nahm ihnen die Ohrgehüngaus den Ohien. Anzeigen gegen dft Diebin lind zu Dutzenden eingclaufen. Am 26. d. M. wurde nun die 38kähklge Ti'chlerqehilsensg^tt n Hermine P f e f f e r e r, V., Arbeitcrpassc 19 wohnhaft, ans dcr Ächinelz angchalten, als ste eben ciivtn 7jährigeu Sfin'c die Ohrgehänge <ui£ den Ohren ziehen wollte. Durch die Erhebungen des Vokizeikomwiffaiia's Schmelz wurde f'-stgestcw, bau d e PftHerer lie lange gesuchte Orgehänged.e'-in sein dürfte. Sie erscheint in nicht weniger als L0 Fällen der Tätcrschiift verdä' t'-g. Der Schaden beträgt mindestens X ‘j:\000. Geschädigte können stch beim Polizeikommffariat Schmchz melden. Die Pfesferrr wurde am 2S. d. M. dem Landesgericht eingelieferi. * Straferekrenntr iffa des KriegSUrrrchrramtss. Das Kriegswucheramt hat r'chtskröftlg hcftiait: Wegen Schtelchhandcls mit Zigarrettcu dcn Schlosser Karl H e n n l g. ll., Engertbstraße 2,7. mit einer Woche Arrests wegen Schleichhindels mit Mchch die Hilfsarberlerin Aule Lenglachner, XVlt.. Rötzer» gaffe 3. mit einer Woche Acrests den Hiliarbeiter Karl W o rl i t s ch e k. III. Moksgaste 7. wegen Schleichhandels mit XHeingebLck m>t drei Tagen Ärrcsts. wegen Er eagung und Verkauf von Kleiugebäck die Bäcker Ju! uö V u b l: k. V., Keltenbrückcngasse 20. mit X 1000, evenlnell acht Tagen Arrests und .Ioset M v ck, V'H., Neustistgaste 85, mit sieben Tagen Arrests, und wegen Verkcurfes von Kleingebäck den Gemrschtivarenhändler Emerich K o h l f e l l v e r. XII. Wilhelmstralre 3. mit X 1500, eventuell 10 Tagen Arrests. Der KastechiauLbesitzer Johann Menzl. IV.. Starhembcrggaste 47, wurde wegen Nberschrciiuna der Sperrstunde i« eme Strafe von X 30.000. eventuell einem Monat Arrests vezsäüt. Der Eiiendrchcr Iobann K o n d e l a, XIV.. Schwegl rstraße 12, w.tch r bei oer Weitergabe se-ner Wohnung eine Ablöse von X fOcO ve lanatr, wurde wegen Uebeitretuna des Micterschutzgejetzes m t X 20.0 eventuell 14 Tagen Arrests bestraft. * Gi« DÄtowildluea. In der Nacht zum 2i d. M. um Vß Ubr wurde vor dem Burgthcaier dc>. Siraßcn'chrer Karl Dvrsner. IX., Liechtentairrgasse 44. von entern daherrasenden Auto lliedergcstoßen und schwer vecletzt- Der Chauffeur, der dm Unfall wahrgenommen halte, entzog sich durch schleim gste Flucht der Verantwortung. Er raste, von Paffantur und Wache ve> folgt, m Ichucllstcm Tempo über den N-ng durch die Uniorrstt-älSstraste gegen Hernals davon. Auf dem Wege erlitt cr einen Pneumatikdeffckt und cs schien fast. ai3 müßte er geaellt werden- Obwohl ein Schlauch und ein Atantel verloren gingen, mäßigte der Auto- Wildling sein Tempo nicht und raste davon. Am Auto ist d« dem llnfall kir.e Fcrster'cheube in Trümmer gcg ,n^-'. EZ still ein offener, schwarz lackierter Wag'N gewcs n feit. D.^ v.c; «um-Do von der.Nettungsge>eilschast auf die U. Unjaltsstativn gevrocht. * SS LOS Krvrrs» tn acht Tage" verjuxt. Ein unttrstandslofes AedcSpaar, der S6jährigc Schnhmach'rgchilfe Johann Mattes und dlc,27jähl's.e postenlose Hausgehllstn Marie Kiame, die ans fünf Jahre von Mr« abgrfchaffr ckt. haben am 17. d. M der Firma Manano. VI., ftinke Wiecz^ilr Nr. 12, einen Betrag von X 8£»0o0 velUnirenr. Am 25. d M. konnte das Paar im Hotel Spinne aus der Lündstraßr vcrüaftct weiden. Er und ste gestanden dft Tat ein, sie haben daS Geld bis nnf X 74, die man noch bei ihnen fmü, in acht Tag'n durchs'bracht. Das Paar wurde dem Äandesgencht eingsiechcir. Briefkafte« der Re-aätis«. Abonnent XX. Sie muffen eine Handelsschule v' l einen Abendkurs einer solchen besuchen. -• A« mehr re. Anouynle Anfragen beantworten wir nicht. Ebeniow-mg -vnneu wi-,- bestin-mtc Finnen, Anstalten us>v. empfehlen. Abonnent. Wegen der Aktion wenden Sie sich an die Union-Bank. Wc-ftr tzer gefragten Bücher fiägen Ste am besten in einer c-uttti Buch' a dlang nach, die Ihnen Oceigueres urr Wukl vdileg n ck mn. — Kuckirrmann^ j. Kalender -- voln. Mark 280. 8 Die »Mu ag e Bctliner Adreff' fft uns nicht bekannt, doch dülfie bl'^er N me a-mstg'n. 8. Das GcwerbeförderungSamt hat nur Kare, a»-r I ine c.genr Schuft. Fragm Sft dort noch duckt s, nan r-17 Adresse lll., Tabvi.stiüße 20n. 4. Technikum Dilttwcu.a, Leut!ch» lani. Dbonnettt 1« IX. VeztrU. Wir haben die Frage m mehrfach ganz in Ihrem Sinne behandelt. -- Fit. Ihre Anfiage haben wir unserem Stenelfackimattn zur Eiled'gtrng Üb rwirieu. E>hen .r^e in deffctt Antworten nach. 4L. SchaPtiea. Anüefta..te Bücher stnd beim Schalter unseres Viattes za fabm. GLe«srfrageKafte«4 (Smfcammcn. Geldsendungen JbreS ManarS ans Aiu <\ . die Sie hier für Ihre Wirlfchatr verwenden, bilden 'oel Imfta stcuc,vflicht-ges Einkommen. Wenn Sie jedocki Nachweisen löw'. u. daß Sw cas .Geld nicht für stch ei hallen, sondern tür ' Iur rn Mann hier anlea.n. fo btstrht keine S'.euerpsticht. — H " T:e Eiakommensteuer fih 1021 ist vorstinstg. auch ohneIabluagSzuf rag nach der leyira Eemeffuno zu bezahieu. Eine Ermäimatu kann Ihnen nur bcmlllgr werden, wenn nch Iar Elnkomlnea durch außeroldentlichc 1li>,stäi:do auf wcrtigcr als ^wribrittel vrrmiift) rt hüt. — N<ik-de«skr»n«rt. Auch wenn Ihre Schuld ntck Krouen lautet, so ist stdoch -n die ircinzöstsche Wähiuva zum Fric^n * km's umz-trechcie» um n, .^rantf zu bezahlen. Bon dem Un rscbied zivechen dLM Fl eDenSku s und dem jetzigen Kurs ztttzlr» Sie jchoch nur die Hälfte, den Nest trägt der Staat. Atzva« nenc kX Sic sind verpflichtet, die Anfrage der Steuerbebözdo zu beantwoiten. sonst kann y>e Schätzung von Amts wegen telgeu. — SLektzaes K. Del Pachtzins, den Ihr in Deuü'chi rld wohnender Brüher aus einem östeireichifchen Grundstück bez echt» unterliegt hier u-.cht der Euikom mensteUer. — Kurs. Ist steurrpfl'.chtig-s Einkommen. Wenn S'e bei abnlichen Gesch'ffttn auch Bet!uue er(u?cn haben, fotmcit Sie diese bis zur Höhe >'cs Gewinns vonl Eiulommen ab.stehru. Der HsnsarzL. Ärdi-wri vs« Dr. EaneL Äser. Die NsrLose. Zu den größten Wohltätern der Menschheit g-chören wohl die zwei amerikanischen Zahnärzte Wells nnd Morton, denen die Heilkunde die Einführung der Art!'"- « narkose im Jahre 1846 verdankt. Bald daraus entdeckte man die betäubende Wirkung des Chloroforms. Erst seitdem man durch die lähmende Wirkung. b:v flüchtigen narkotischen Substanzen die Funktionen dcs Gehirns und Rückenmarks ohne Schädigung der Atnumg und des Kreislaufes ausschalten und so völlige Uneinpsii'v. lichkeit und Schmerzlosigkeit erreichen konnte, begann d»r Aufstieg der chirurgischen Technik, die h?u!e wahre Triumphe feiert. Dadurch, daß das Betäubungsmittel durch Einatmen in die Lungen dem Blute in bcstinnnt'-r Dosierung zugeführt, die berauschende Wirkung ans daß Nervensystem genau beobachtet und die Zufuhr des Giftes jederzeit abgebrochen werden kann, beherrscht man dri; ganzen Vorgang im Gegensätze zu den früher ang-'.. wendeten Berauschuugsmitteln, die, wie Mondraaora und Alkohol, vom Magen'verabreicht werden mußten, wobei es unsicher blieb, wieviel vom Gift verbraucht wurde. Die Narkose wird heute in der Weise geübt, daß. der Patient Aether oder Chloroforin einatmet, welche ans eine Maske langsam aufgetropft werden. Zuerst^ stellt sicki ein rauschartiger Zustand ein, wobei daL Bewußtsein stur lei'üt getrübt, die Schmerzemystndung für kleinere Eingriffe schon jetzt erloschen ist. Dieses Erregungsstadium, das sich bisweilen in sinnlosem Schreien und Lachen äußert, sich manchmal bis zu tobsnchtartigen Anfällen steigert, ist verschieden lang, bei Kindern und Frauen kürzer, bei Trinkern länger. Je mehr des flüchtigen Giftes zugesührt wird, desto tiefer wird die Betäubung, die Muskulatur erschlafft, die meisten Reflexe erlöschen, nur der Gaswechsel in den Lungen, der Stoffwechsel c er Gewebe bleiben fast normal. Die Kunst der NarkvtisierenS besteht darin, zu verhindern, daß die betäubende Wirkung ans die l<bcuc-- wichtigen Zentren der Atmung rmd deS Kreislaufes Übergreift. Daher hat der Narkotiseur seine Aufmerffamkeit nnuftterbrocheu auf das Gesicht und die atmende Brust des Patienten aerichtet und beobachtet hier jede Veränderung. Denn ein plötzliches Erblassen und Blau, werden des Gesichtes, eine plötzliche Erweiterung der Pupillen, die normal im Rausch eng werden, weisen auf einen störenden Verlauf hin, der sich meist bei einer zrr raschen Uebersattigung deö Blutes mit dem berauschenden Gift einstellt. Da heißt es dann eiltpe« Aussehen der Narkose und Einleitung künstlicher Atmung, um eine Wiederbelebung zu beschleunigen. Trotz aller Vorsicht ereignen sich in seltenen Fällen Todesfälle in der Narkose. Die Todesursache liegt selten in einer übermäßigen Zufuhr der Norkoscmittel, rneirt handelt es sich um Tod durch Schock oder augeborerre Minderwertigkeit. Nicht gleichartig sind die Folgen der Wövfojr. Während sich beim Aetherrausch auf viele huudkrttauseud Narkosen ein Todesfall ereignet, ist eine Chloroformnarkose gefährlicher, 0?ki: Chlon"'o'.'m eine ungünstige Wirkung auf Blutdruck uns Herz aus, weshalb man die österreiHlsche Krone . . . —.67 (—.70 am 27 Auflnü) die öftere, gestempelte Krone . —.58 (—.58 int 27 August die tslhechrsche Krone die Mark ..... Agram ...... Bvkarest. SJuhareft . . . Llrarfchav. 6.90 6.70 835 6 95 1.47 -25 ( ( 6.72V, ( S 80 V 7.07 ( 1..60 '-.23 am 27. August am 27. Auaust am 27 Aucmst) am 27 August am 27. August) am 27. August) * Die TLn^erk«. DaS ist nämlich das Allerneueste: Die lm'gen Mädchen aus gebildete« Kreisen werden Täuzeriynen.e Natürlich nicht Ballett, sondein Charakter. Weil hier allein di tünstterische Eigenart, die geistige Pel-önlichkeftinnt, und fo weit er. Es-wird ja sicher!^ nicht mehr lange dauern bis Kant und Hcgel getanzt wird. Kein Wunder also, wmn d'e Backfifchchen, die stch bisher damit begnügten, zu dichten, das Klavier zu belästigen. mehr oder weniger Oelfarben zu vecschwenden, nun eine neue Betätigung für ihre künstlerischen Instmkte stnden und tanre«, nicht nur Fomott unc> Jazz, was zwar geschmacklos, aber sonst ganz ungefährlich ist, sondern, wie ge'agr, Kunst und 'l^ilosophle. Und da die Großstadijuden ja bei keiner neuen Mode fehle«, io ist es selbstverständlich, dast ste auch luer in erster Reihe mümaischieren. Wenn aber die anderen schönen Künste immerhin noch einen angenehmen Dill-tantismus erlauben, ist eS beim Tanz gleich grimmiger Ernst. Vor allem muß die Bemsswabl sehr bald getroffen w rden. denn man kann gar nicht früh ukNLg anfangen, zu tanzen. Auch muß man gleich zu den beste» Lehrern gehen, die überhaupt u finden sind, bettet die allein wissen deu Weg zum Erfolg. Diese Lehrer sind selbstverständlich nicht billig und daraus möchte man vielleicht schließen, daß die Tanz- Mode auf die Kresse der Besitzen dcn beschränkt bleibt, denen am Ende dieser Sport nicht viel mehr anhaben wird wie i der andere. Aber leider tr fft diese Annahme keineswegs zu. Wie jede Mode, greiit auch die Tanzsucht von den obersten in die avarenzenden M'tt-lschichtm über und macht da die jungen Mädchenherzen und Beine rebellisch. Jedes vierte Töchterche» aus gebildetem Judenhaui! fühlt sich heute zur Stellung einer Wiesenihal berufen, und wenn zum Unheil noch irgendeine Kapazität Talent zur Tanzkunst feststellt — ein Talent, das von zwölf Wiener Kinde-n sicherlich drezeh« besitzen — ' dann gibt es kein Halt.-» mehr. Dabei versichern die kleinen Älenerinnen immer noch treuherzig, Tanzen sei heutzutage die beste Lanfnahn, sozusagen der.praktischeste bürgerliche Berns. Aber während sie altklug die Chancen beiechnen. tehcn sie nur den Glanz und den Flitter, den rauschenden. p ahleueen. weltumfassruden Eifolg. Von allem, was diesem Erfolg vorangckit und ihn begleitet, von den Opfern, den Kämpfen, den C'nttZufchuitgcn. den DemVtrgungea, davon lassen sich die Schwärvt.rinnen nichts träumen. Und dir Bäter und Mütter sage« mit Stolz: meine Tochter wird Tänzerin. Frauenbund, Jüdischer pendenaus weis der * — - r. Herr Großrabbiuer Äsia stratze 11 /LS aktiv nfür Kinde lX (Monatsbeitrog Jnl>) ..üc3.\mbe\ i>- u m c i, ». »N'.au Josefa Ei, ef, 1». ** Bolr Frankl. XIX, X 60. Firma Klein äi Xi u K io/', Herr Dr. M e p e r h o s e r, K 50. : B ' \ K 50.?y«rma Jul uS Baumgarte« -O.Lcrr Jgugz Wt ess-.r.«L, .X160.Herr Dr. Oskar