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Wiener Morgenzeitung · 1921-08-22 · Heft 923 (22.8.1921) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 923 (22.8.1921)
Date
1921-08-22
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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✓ Ät. 928 Men- Montag Arnvelerteirr-recher mit Revolver. Ein verwegener Einbruch ist am 20, d. M. abends im Hanse 1. Morzinplatz 5 verübt worden. Die Täter hatten es auf das im vierten Stock befindliche Juwelengeschäft des Ludwig Engel abgesehen. Gegen % 0 Uhr abends fuhr der Portier des Hauses Johann Bernhardt mit dem Lift in das sechste Stockwerk, um den Motor zu reinigen. Auf dem'Da che huschte plötzlich ein Mann ohne Fußbekleidung und ohne Rock an ihm vorüber und Berger wollte ihn festnehmen. Im selben Augenblick zog der Fremde einen Revolver, setzte ihn Berger an die Brust und drohte ihm mit dein Erschießen, wenn er einen Laut von sich gebe. Durch diese Drohung eingeschüchtert, mußte Berger ans Befehl des Strolches eine vom Dache zugängliche Bodenabteilung anssuchen. Gleich darnach tauchte ein zweiter Manu mit Zwicker, neuem graugrünen Anzug und Sportkappc gleicher Farbe auf. Ihm rief sein Spießgeselle zu, er solle Berger »nur nieder machen!" Doch der Elegante mit dem Zwicker befolgte die grausame Aufforderung nicht und verpackte vor den Augen des Hausbesorgers Einbrnchswerfzeuge in einer Tasche. Als das geschehen war, forderte der Barfüßige den Berger auf, sich durch zehn Minuten lautlos in der Bodenkammer zu verhallen, sonst werde er nicdergeschossen. Sie sperrten den Berger in der Bodenkammer ein. Er hielt es aber bloß etwa vier Minuten in der Enge aus, öffnete daun mit einem Ruck die Türe und lief den beiden 'nach, oh,re sie einholen zu können. Die beiden Einbrecher hatten bereits ein großes Loch in den Plafond gestemmt, um in das Juweliergeschäft zu gelangen, als sie durch den Portier in ihrem Vorhaben gestört wurden. Gestempelte Krone —.60 Centimes. Auszahlung Wien --- —.70 Centimes. In Zürich notierte: die öüerreichrsche Krone . . . —.70 (—.70 am 20. August) die öüerr. gestempelte Krone . — 60 (—.60 am 20 August di, tschechische Krone .... 7.05 ( 7.07V, am 20. August d<e Mark. 6 80 <68am 20 August agram. 330 ( 8.40 am 20 August) Bukarest. 720 ( 7.20 an 20 August Bnoaveü ......... 1 Bö ( 1.-2'/, am 20. August) Warschau ....... . .*-27 ..—.27 aat 2j August) * Harry Wakdens Berlaffenschast Die »Wiener Zeitung" verlavibatt: »H a r r y W a l d en, r e t t e S ch r < i c x, Schonwieler, VI. Manahilferstraße, Hotel Kummer', ist am 3. Juni 1921 gestorben. Alle, die an du Verlastcnschaft eine Forderung m stellen haben, werden aufgeforderr, ihre Ansprüche bei diesem Gericlue am 20. September 192l. vormittags 10 Uhr, Zimmer 14, mündlich oder dr8 >u diesem Tage schrsimch-anzumelden und nachznweisen. Sonst wird d n nicht durch ein Pfandrecht versicherten Gläubigern an die Vcrlasscnschast, wenn sie durch die Bezahlung der 'angemrlcenn Forderungen aUBto-t würde» fern weiterer Anspruch zustchen. Bezirksgericht Neubarl, Abt. 10, Wien, am 10. August 1921." * Sittliche Verfehlungen einer Frau. Die 39jährige PflasterermeisterSgattin Johanna W. in Ottakring wurde am 20. d. M dem LandeSaericht eingeliefert. Sie ist dringend verdächtig, feit mehreren Monaten an Kindern aus der Nachbarschaft sich sittlich vergangen und sie zu unzüchtigen Handlungen verleitet zu haben. * Gin Ne verfall. Gestern abends kam die 26jährige Schneide, >n Marie Haderer, il., Sebastian Kneippgafse 8, ans die Station der Nettungsgrsellschast vnd gab an, in der FranzenSbrück nstr-rhe von einem undckannt'n Burschen ohne jeden Grund mit euiem. Stoch,geschlagen worden n sein. Sie wieS eine Riß» qneljchwunde am Scheue! aus und wurde von dem JnspektionLarzt verbunden. * Lebensmüde. Gestern nachts hat sich die 28jährige Bankbeamt'n Alice Poppcr rn ihrer Wohnung, VH., Sigmundfltiffc 9, mit L uchigas >,u vergüten versucht. D°c RettungSgksellichaft brachte sie in das Allgemeine Kranlenhans. * Auch ein Samariter. Die ZOsiihrigc Beamtin Pcpi Reumann. V . Gart-wl-asse 13. wuree gestern abends, auf der Uiateiftiafte von Unwohticin beiallen. Diese Gelegenheit benützte ein Gauner, um ihr das H.mdläichchen mit K. Ir 80 m entwenden. Als die Reumann sich erholt hatte und den Abgang rhrrs Handtäschrh'.ns bemerkte, wurde sie neuerdings ohnmächtig, io daß die Rettungsgesellschast kcur'm werden mußt-. Der Taschendieb fouittc bei der großen Zahl der Neugierigen leicht entkommen. * E«« Fahrraddieb. Zlm 20. d M. wurde der 2> jährige Hilssarlieirrr Eduard Bitteraiaun, X., Knöllgasse 38 wohnhast. »regen Fahrradaiebstahls dem LandeSgerickt erngelief^rt. Er hat am 13. d. M. dem Hil'Sarbeiter Alo>S Größ, XlX.. Hochschulstraße 25. im H>use I.. Tuclilanben 11, ein Fahrrad rm Werte von X 5000 und am 18. d. M. dem Invaliden Johann Pevnis, XU.. Ratschkyaaste 22, im Flur des Hauses I., Wipplinaerüraße 13, ein Fah'tad um X 8000 gestohlen. Beide Räber wurden zustande gebracht ' * ©tu betrügerischer IahntechuiLer. Der 56jäbnge Zahntechniker Heinrich C r r n y. VIIT., Lcrchcnoastc 3 wohnhaft, rst wegen betrügerischer LebmSmittelgrschäfie mit 1'/» Jahren schweren Kerle, S vorbestraft. In der letzten Zeit hat er in feinem Berusr mehrfache Betrügereien verübt, indem er se-t etwa einem halben Jahre einer größeren Anzahl Patienten, die sich ,» le ne Behandlung begeben hatten, X 150.600 für noch ausznführende Arbr'ten herau-lockle. Ceiny wurde verhaket und dem Landesgericht eingeliefert. DaS heransgelockte Geld verwendete er iLr sich. 'Er lebte auf großem Fuß und vergeudete Unsummen im Kartenspiel. * Aufklärung größerer Einbrüche. In der Zeit vom 6. bis 8. d. M. wurde die Wohnung des Dr. K ö st l e r, ltt., Hainburgerstiaste 56. mrt Nachschlüssel geöffnet. Gestohlen wurden Weit acken m der Höbe von U- 800.000.' Das Po1izeikomm>ssrr>at Landstraße stcÜ.e durch Erhebungen fest, daß dm Einbruch der 32jäbrigr. wcgen Diestahls mehrfach vorbcstraste Jnstallateurgehilfe Eugklbeil Mayer in Gesellschait dreier bisher unbekannter Burschen verübi hat. Mayer, der nnterstandslos war und aufgegriffen wurde, gestand die Tat e n. Rack seinen Diebsgmossen wird geahndet. Dezente konnte! rmstaudegebracht werden ~ Am 9. b. Üll. wurde b,c Wc>'',iung der Wally KontorsaiiCvi, V!,^LürlltgrubengaI>e 25, erbrochen, während die Dame Mitteilungen a«S dm PublillM. Ei» KHsÄisiriss «oUvisss WsiÄ» Wiener Fabrikat, SOfflO Kconen ALBERT SRATZ3EB, . in ihrem Geschäft weilte. Aus einer versperrten Lade wurden Bargeld und Juwelen im Gesamtwert von mindestens X 600,000 gestohlen. Durch dn E'hbungen des Komrmstcwts Mariabils wurde eimükklt, daß die Urheber m der Tat vrc 17jährige Elisabeth Bauer, die nn Vorjahr .btt der Frau Kontorowicz als Hausgehilfin bcdienstel war. gewesen ist. Als sie brr ihrer früheren Dienst^eberin zu Besuch wollte, batte si: sich heimlich einen Abdruck des Doscschen Schlosses der EingangEr verschafft. * Diebische Gknrrrleiteekrr. Gegen di? SSiähriae Schneiderin Antonia Nowotny, ohne Unterstand, waren Erb bungen wegen Verdachtes des Einmicteüicbstahls eingeteitet. Es ^wm. e tesigestellt, daß sie gemeinsam Mit ih^em Gclirbten, dem LliShrigcn Otto Auböck, der zurzeit beim Kre'.Sgericht m Krems in Untersuchungshaft ist, seit drei Monaten n, Wien IV. und t» Hohenwart in Niedrrvstcrreich einen Diebstahl begangen hat. Der Schaden beträgt etwa X 30.000. Die Beute wurde verkauft und aus dem Erlös bestritt daS Paar seiuen Unterhalt. Ein Teil wurde sichergcsiellt. Die Nowotny, dir geständig ist, wurde heute dem LandcSgericht eingeliefert. Gin diebischer Diener. Durch 18 volle Jahre war der jetzt 58jährige Ignaz Wagner, zu Dürnstein geboren, lX., Rögcrgaffe 36 wohnhatt, der der Gckammewarmfirma Wellrsch, Frankl & Komp. l>.. Flerschmarkt 22, als Geschä-l§- dieuer angefiellt; er erfrcntL 'fich schon mit Rücksicht am seine länge Dienstzeit großen Vertrauens. Am 20. o. M. wurdr er nun ertappt, als er der Firma Galantcriewarcn im Werte von mehreren tmsend Kronen stahl. Wagner wurde verhaftet und gchanb. sert drer Monaten systematisch der Firma Waren gcfiohlen und ste im Gasthaus Anibros in der Növergaffe 31, wo er Stammgast war, unter der Hand verkauft zu baden. Weit und breit war bekannt, daß man dort billig Galanteiiewaren kaufen könne. Es besteht der Verdacht, daß Wagner die Diebstähle seit längerer Zeit verübt und daß er auch der eurem Einbruch, .der am 19. Juni d. I. bei der Firma Wellüch. Frankl •& Komp, verübt worden ist, semr Hand im Spicke gehabt hat. Damals waren die Schlöffcr mit Nachschlüssel geöffnet worden uud Wagner hatte gewöntich die Schlüffel m Verwahrung. Bei dem Emb.uch sind Waren rm Weite von K 150.000 gestohlen worden. Wagner wwd dem Landesgericht ringelrefert werdin. . * Sammlung für das notleisrnde SMal in Tarnow. Gesammelt wurde durch Chi ei P e r l st e i u, Wien: C. Perlstem pol». Mk. ^000. Smja Silberpsennig poln. Mk. 50 r)60, Jules Gourary poln. Mk. 5n0 >, Josua & Josef Safier poln. Mk. 5000, Prnkas Remhold poln. Mk. 1000, Davrv Blumenkranz poln. Mk. 2000, Salomon Holländer poln. Mk. 20)0, Isidor RutzerSdorfer poln. Mk. 1090; es spendeten ferner Jakob Sprkulitzer K 1000, Abraham Brandstätier L 10; 0, Elias Eckstem K 1000, Siegmund Schräger Kl'00, Julius Singer L 1000. Samuel Sasier X 1000, Wilh'lm Schackne Landau K 4000, Heinrich Koschcs X L000, Josei Safir K 500, TobtaS Schwarz K 500, zusammen K 13.000 und poln. Mk. 68.600. BrieMaste« der RetzsKtrv«. Be» Jakob. Wir glauben nicht an die Möglichkeit; wenden Sie sich mit einer schrifilichm Anfrage (Rückporto) an die genannte Anstalt. — R., Schnleri«. Ihre Anfrage ist zu unklar. Meinen Sie ein Lyzeum? Vielleicht die Kurse in der Urania? — 9t. W., Bruck a. d. Leitha. Nicht gezogen. — Dr. Friedl, Drohobyrz ») Heutiger Weit K 180, b) Kein Kurs, c) Heutiger Wert K3?. ä) Heutiger Wert K 65. e) Heutiger Wert K 50. f) Kein Kurs, g) Heutiger Wert K 87. h) Heutiger Wert X 420, i) Heutiger Wert X - 600, Gewinnscheine K 70. j) Heutiger Wert K 4500. k) Heutiger Wert K 500. Sämtliche nicht gezogen. Paul Jakubowiez, Moses Rosenbaum, Stryj. Nicht gezogen. SSeuerfrageLafte«. Dirdttstrke. Sie können Abschreibungen am B°triebs- Inventar vornehmen. Ob ihre Höhe berechtigt ist, prüft die Stcncrbehörre gegebenenfalls durch Sachverständige. Wenn Sie aber zugleich Auslagen für die Erhaltung des gleichen Inventars oder für ErsatzanschaffuNgr» in Ausgabe stellen, so wird die Sieu^bchöide entweder nur diese Auslagen oder nur die Abschreibungen gelten lassen, da ionst dieselbe Abzupspost zweimal berüclsichiigt würde. — SLrurr. Bon K. 500.000 Einkommen beträgt die Einkommensteuer für 1920 £ 123.000; für 1921 K 74.9 <4, even'uell weniger, wenn der Hanshalt auS drei oder mehr Personen besteht. — S- S. 1881. Sw sind nnr. abgabepflichtigvon Ihrem inländisch gebundenen und von dem durch Ihr Handelsnnielitthttlcti hier ^wordenen und angelegten Vermögen. Falls Sie solches Vermögen in einem K 30.i00 Üb ersteigenden Vetiag besitzen, so wären Sie verpflichtet, ein Bekenntnis eiuznbringcn. See können es noch ietzt rinbringen Md entgehen dadurch jedenfalls einer Steuerstrafe. — Purkersdorf. Nichten S:e fojoit an die Stenerbchörde eine Eingabe, in der Sie an e gen. daß Sre die 'ällige Rate nicht bezahlen können. Md eirrcn hinreichenden Enifchuldigungsgrund angeben. Sonst kann die Geldstrafe m eine Arreststrate umgewandelt werden. — Ludwig R. Nach d m Vorkriegs!chuldengesetz sind Valutaschulden eines österreichischen Schuldners an einen österreichischen Gläubiger, falls Sie aus dcr Zeit vor dem 10. September 1919 stammen, in geint gleichen Halblahresraten abznstatien. Die erste Fälligkeit ist noch nicht bestimmt, wird jedoch noch ins Jahr 1921 fallen 21. Dienstboten gehören nach dem Personaltteuergesctz nickt za den Hanöhaltungsangeböripen. Als solche kommen im allgemeinen nur die Ebeaatt'n, die ständige Lebensgeführt!«, dann Eltern, Kinder und Enkel m Betracht. Der Hausarzt. Redigiert von Dr. Sau«! Beer. Der graue Star. Zu den Krankheiten, von denen bas-Mer häufig, genug befallm wird, gehört der graue Star. Mau erwirbt ihn fast so sicher wie das Grauwerden der. Haare, wenn man alt genug wird. Das Leiden hat seinen Namen von der grauen Farbe der Pupillen, des Sehloches, das sonst schwarz erscheint, und besteht in einer Trubimg der Linse, welcher einen halben Zrntinreitzr breiter und einen Zentimeter langer durchfichtiger Körper zwischen Negenbo-icrU.i-iNt und Glaskörper liegt. Bis ins 18. Jahrhundert war die Natur oes 22. AuMI 1921V . - Seite 3 - —^ . i— -—* grauen StaiS nicht erkannt, man die hinter dev» Srhhoch hesinvliche Trübung für gin.HÄntchen,, pßä /ich wie ein Wafferfalk vorj oben Zierat vor ' die Linse [«n fe, uni) bezeichnet^ es als Katarakt, w«Icher N anre l> is heutv üblich ist. 'Die alten Äerzte hivüen jo die Lrnse fstv den wichtigsten Teil des- AuM, sin dem baB.^Veilllrche * Sehen stattfindet, das wit heute in die MNZavt -jasejogen, weshalb sie den Verlust der "Linse mit EcWnd.upig iämi$Sy zierte«, welche Irrlehre längst wlderl-sgt ist. .. / Was den Anstoß zur Trübung des * stM 'saMvion Kristallkörpers und damit zur Bernmiderrmg- H«r MchschD'^ gibt, ist ins Dunkel gehüllt. Zweifellos spielst 5-.öbett me» nährungsstörungen iw Auge selbst gewisse aWeM-Äre SLa'fwechselkrankheibLn eine Nolle. Bekanntlich tritt' Katarakt chäniig bei Nierenleiden und Zuckerkrankheit auf. Die Störungen, die bei Linsentrübung ^euGehen, sind ganz verschiedener Art und Yangon vom btomi -Sitz uitd Stärke ab. Eine kleine Trübung, die selbst^ in der 'Mi?te liegt, wird das Sehet: kaum bssinträchtige«, WÄHrend -gDsge Trübungen das Sehen vollständig auHebeu Vwasn. TtWungen, die hinter der Regenbogenhaut liegen, schädige« den Sehakt überhaupt nicht. Sehr unangenehm tobrfcn die subjektiven Wahrnehmungen, wie ÄaS Sehe« fifetzender Mücke, wobei der Kranke schwarze Punkte im GvfichtsMd Semerlt,! ferner das Vielfachsehen, wobei der WegsrDarck» doppelt uud! mehrfach erscheint. Manche Starkvanke Men Los Abends besser .als Lei Tage, was damit zusamMQchLwgt, daß ir.\ der Abenddämmerung die Pupille weiter ist, so daß Lei Trübung i« der Mitte der Linse die Strrrhdsr die Randpartien der Linse passieren könne». SMst Lei dem h-chsten Grade der Starbildung, wo die gantze Lvrse «rdnrWchtig geworben ist, bleiöt die Empfindung für Karbe und Licht erhalten, auch verläuft das Leiben fast stets schmerz!^. Der Wtrrsstar tritt meist «st «ach dem 50. BeKemsjaht auf und macht eine gewisse Entwickkung d«rch, indem die zuerst kleinen Trübungen sich immtzr mehr vergrötzer», wobei die Linse selbst «msquillt. Ist brr Zerfall inwocharb der Linse bis an die Linfenkapsel hvEigeidnnnen, st» baff sich die Linse leicht wie ans einer Tchak MrSlösen läßt, so spricht man von der Reife des Stars, wÄcher ZeApunkt zur Operation der geeignetste ist. Den« uaähher wird der überreife Katarakt zu einem unförmliche!» Brei «di» verflüffigt. Die Rücköilduugserscheinungen können st» wert Schien, datz der Kristallkörper verkalkt, schlottrig wird und in den Glaskörper ober in die vordere Augenkammer fällt. Zo tritt bisweilen eine Selbstheilung ein, die aber gewöhnlich «icht Äon langer Dauer ist. Der überreife War gibt weniger gute OPerationSresnltate. Neben dem Mveisenstar «ntvrfcheidet mV» Lei Mgeren Individuen noch angeborene Kataraktstormv« Und durch Berletzung (^ich, Schnitt) erfolgt Trübung de» Linse. WäS di« Behandlung des StarS betrifft, st», kann die Heilung im allgemeinen mir operativ«« Wege erfolgt. Nur in manchen Fällen hat man eine Besserung des bei der Zuckerkrankheit entstehende» Stars durch eine Karlsbader Kur gesehen, Medikamente sind mac^brS. Bvrübergeheii» und nur bÄ gewissen Formen Mste« die auch im Botte als Wundermittel angepriLseiieir Belladvnmchräpavate. - Die operative Behandlung ist uralt. Es gibt drei Methoden. Die älteste, bis fast in unsere Zeit hinein geübte ist dte Versenkung des Stars in dien Glaskörper. Diese Methode des Starstechens, die für ihre Zeit sehr viel getan hat und vielen Tausenden daS Augenlicht wiedergegeben hat, ist heute verlassen. Die Star siecher, die ihre Kenntnisse geheim hielten, zogen im Mttelälter von Ort zu. Ort, ließen sich ihre Arbeit recht gut bezahlen. Daß viele Augen nachträglich durch Infektion zugrunde gingen, war selbstverständlich'. Der heute geübte Weg ist der der Entfernung der getrübten Linse. Dfiefe Methode, die später durch die Wiener Augenprofessoren Neer und Graefe vervollkonminet wurde, verdankt man einem ftanzösischLN Arftr Deviel, der im Jahre 1745 zum ersten Male biese Operation ausführte. Zurneist wird heut» »och ei» kleines Stück der Regenbogenhaut ausgeschnitten, um dem Licht auch seitlich einen Zutritt ins Auge zu gewahren. Mt einem linsenlosen Auge kan» der Patient allein Hemmgehen mrd sogar grobe Arbeit verrichten. Zum scharfen Sehen bedarf er Gläser mit ganz bestimmter Brechkrast, die die Linse zu ersetzen vermögen. Bei den großen Fortschritten der operativen Technik ist der Eingriff heutzutage ein sehr geringer und schnrerz-' loser, so daß bei Auftreten des Stars an einem Auge bas.-' selbe trotz guter Sehkraft des andererr sofort op -i / werden sollte. AerMcher FrsZskafts«. HvLener Ostjude. Man wächst gemeiniglich ■ b<£ <;i; 21. Lebensjahr. Mehr als intensiv Sport betreiben, können S e nicht machen. —- Aufmeeirfame Leseri«. Haarpflege mu-de ausiührlich im Montagblate vom 25. Juli d. I. behandelt Verschaffen Sie sich die Nummer m der Redaktion. — S. Gradeuweg, Krug, Ständige Abonnentin. Haa>ail?sall wurde in derselben Nunrmer 896 behandelt! — S. Gchuttvr.. 1. Machm Sie eine Arsenknr durch. 2. Portotose, Abbazia. 8. Die anderen Fragen fallen nicht in mein Fach. — Lehrer. 1. Die Folgen der Selbstbkfleckung werden un allgemeinen zu . siark überirieben. Aufhören damit und Vergessen fft das Beste; 2. Barbarin ist mir unbrkaunt, jedenfalls bei empfindlicher Hautnicht zu empfehlen. — S. H. <8. 1. Tuberkulöse Knoclrerr-- "erkraukungrn werden jetzt mit Licht behandelt. Ob nebenbei operativer Eingriff notwendig ist, kann nnr der behandelpW At^t entscheiden. 8. Dre Methode müssen Sie schon dem Ovrlareur überlasten, deM Sir Verträum schenken. — Istrien 38 Ais Behandlung im Hause werden sich Heilßuft (Apparat leicht zu im- . provisieren)» Mgssage und Salizylpräparate empfohlen. - SR. Weiß Mundgeruch kann, wenn nicht kranke Zähne schuld sind, durch Magen-Darmstörung bedingt sein. — Jet. Gegen die Würmer mästen Sie sich rin Mittel durch einen Arzt verschreiben chaffm. Kur sonst nicht ungrsährlick., — Leser B. G. Gegen das tlngrzrefer vollständige Desinfektion der Kleider -u einer Änstalt, Schunden der Haare und gründliche Korperremigung. vorausgesetzl, daß Ihre Umgeb,rng ungezieserfrei ist.

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