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Wiener Morgenzeitung · 1921-08-16 · Heft 917 (16.8.1921) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 917 (16.8.1921)
Date
1921-08-16
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Ät 51'f Men, DIenssag * Oesterreich se«chenfrei. In der Woche vom 31. Juli tu? c,. b M. wurde beim Volksgewnvheitsaml im Bnud.es>- minist-uum für soziale Verwaltung weder eine Neuerlrankung an Blauern noch an Cholera und Flecktyphus angezeigt. * Eine falsche Kommission Nach einer kürzlich ernn!'!r'i Arne'ge rrschi.-nen am'7. Juni ber der Hausbesitzerin ilh m.i H u n n a. XIX., Grinzmgerftraße 42, fü.'f Männer nnd stellten sich cüs^ eme ^n n g a r i > ch c O t fkziers-! o m m i s s i o tt" bot, die nach einem ungarnchin'Flüchtling N '.ckchciu halten muffe. Sie sperrten die Wohnung eines dort wolmrnden Nvgarn auf, vsfntten dann verschiedene Laden nnd ’VvHett bei der Gelegenheit Kl .OCO. Mit dem Geld verschwanden die Gauner. * Das Alibi. Kl'inlich ging durch die Blatter die aben-h lene, liehe Nachi'cht von einem angeblichen Putschversuch des bulgarischen Exkönigs Ferdinand. Die Nachricht ist zwar dementiert worden, aber gegenüber dem Mißtrauen, das jedem Dementi begegnet, kann sich rct: (frfÖRtg r.ttt d m folgenden hübschen Alibi answeisen: Die in K r: 1 m b a ch in Bayern erscheinende ..Bayri'chc Rundschau" brachte nämlich über den kritischen Tag die nachstehende Noiiz: -H o h e r Bein ch. Unter dieser Spitzmarke wird uns von cintm L;'<cr nihtfercU: Am Moniag weilte der ehemalige.Äönig llr d ' ti a n d von Bulgarien, der bekanntlich jetzt st inen Woliiintz in Ko bürg hat, ohne alle Begleitung in unserer ^tadt. besichtigt'' dieselbe, brrfc iife in jovialster Wcise mit einer A'i'abl lnesiger Bürger, ließ sich in einigen Wirtschaften ein Glas Kulm acher gut s^mccken und verließ uns wieder mit dem nach Ubr von bier abgchm"en Zuge." — Zar Ferdinand bemühte Rrialso nicht n m eine Nestauration, sondern r n einer Restanrat'.oii. i * Ei« Naubzng gegen Philatelisten, Fn europäischen VMlatclis^'chkn Zeitungen ctfdticn ein markt'chreieiisches Ja!erat. ' inzuiolg: die „P i ctorial Map Company" m 14.31 Broadway, gegen soforliae Kaste Brieimarken stiuf'. Sie ma l te Än'p.uch nur auf tadellose, teure und bessere st,- -''marken aller- Länder und zahle. hieß rS, ch.reitwilligst aller- ''ochst: Preise. Sie hob weiter hervor, daß sic zwei Millionen Mark,n Bargeld z„ einem Cant per Mark erworben habe, daber dicke Summe und mehr in Dollar zum Ankäufe guter Briefmarken verwenden könne- Sie wünschte besonders Mrcimgtc Staaten, Alt-Emova, Alt-Dentschlamd und' Kolonialmark n «ud lehnte Sendungen unter in Dollar und billige M'affcnmmten ab. Nlm stellte sich heraus, d.,ß die „Pictorail Map Company" ein S ch w i n d e l u n 1 e r n e h m e n ist. das wobl Sendungen rntgegcnninimt, aber keinen Cent str'ur' aohlt. Sie war bis 15. Dezember v. I wirtlich in Nern-Jork. Broadway 1431 rtablert. In Anhoffnng der B zahlimg in Dollar scheinen sich aus aller Welt viele B, c maikenbefftzer an die Gesellschaft gewendet zu .haben, E ndungen gingen ihnen in Fülle zu, aber keiner der Emnder erhielt Geld. Die ganze Neklmie hat einem Schwindclnitteinclnnrn gegolten Dem schwedischen Generalkonsulat in Newillork. das die österreichischen Interessen vertritt, kamen Beschwer den «uehrerer Ocsterreicher zu. die ihr gutes Geld an die stiolorial Map Company verloren haben: so hat Josifine L ä ch e.l b a u e r, IX, Michelbeuerngasse 3. Briefmarken um 75 Dollar und der Pap'.^rbändler E B a r f u ß aus Wren, lX.,Mrchelbm ".ngaffe 3. Bnefmarkm um lt;0 Dollar erngebüßt. Es ist anzunchmen. daß sie nicht dir einzigen Opfer sind. Bisher »st es den New-Aorker Behörden nicht gelungen, der Gauner habhast zu werden. * Die bestohlene HUsomiffio«. Die englische Kinder» h'.lismission in Wien Zeigte an, daß der dort als Magazineur beichäfligie Sljäbrige Friedrich M o stl e r. zu Frankfurt o. M. geboren, am 29. v. M. zehn 'englische Pfund zum Einwechseln erhalten habe und damit nicht zurückgekchrt sei. Das SicheiHerls» fi in eaa leitete Erhebungen ein, und am 14. d. M. nahmen Kr>mnal» b .'amted en Mann fest, als erebeninseineWohnuna,Ul.,Trubelgasiel2 zin ückkelwte. Er war in der Zwischenzeit überwiesen worden, der engl schen Kinderhilfsmission G ldbrträge in der Höhe von X 55.000 vcruutreut und für sich behalten zu haben. Mostler gab die Verfehlungen zu und stellte sich als Opfer des Turfs dar. Er sei durch das Spiel beim Totalisotiur out Rennplätzen in Schulden geraten, uns habe keinen andere» Ausweg gesehen, als sich an den Geldein der Hittsmiffion zu vergreisen. Nach seiner Flucht will n seine Schulden gezahlt und sich mit dem Rest aus dem Semmering und im Schneeberggebiet ausgehalten Habens als er von dem Gelbe Zichts mehr hatte, rst er nach Wien zurückgekehrt. Einen Tag danach wurde er verhaftet. Am 15. d. M. wurde cr dem Landesgericht eingeliesert. * Messerstechereien. Im GastbauShXlV., Hütkeldorfer-- straße 99, ist in der Nacht zürn 15. d. M. em Raufhandcl unter mehreren Gasten entstanden. Dabei erlitten ber 43jährige Schuhinachrr Johann Legat Stichwunden an der rechten Achsel, an >e>. rechten Brust- und Lendenseite und der 37jähuge Gastwirt .kobann L e wo m a r einen Stich durch d>e lmke Hand. Die Rettnngsgesellschaft leistete beiden erste Hilfe und brachte Legat ins El'sabeth-Svilal. — Am 14. d. M. gegen Mitterpacht entstand X., Neilreichgasse, vor einem Gasthaus ein Ncntt- Ivrndel zwischen meh> eren Personen. Dabei erhielten 'er 33iü'hrige Kriegsinvalide Johann S t a m e k, X., Fernchrngaffe 38 wohnhaft, eme klaffende und ' trete Stichjchnittwunde an der linken Halsseite und der 24jährige Gußputzer Franz Kovacs, Jnzersdorferstraße 75 wohnhaft, eine lassende und tiefe Stichwunde an der linken Halsseite unter dem Kitter. Die ReltungögeieUschaft brachte beide ins Franz Josts- Lpital."Der Messerheld, der 32jährige Hilfsarbeiter Karl Janak, K.. Weiden gaffe 4 wohnhaft, wurde auch übel zugexrchtet. Er lut Blut beulen uud Wunden. am Kopfe und wurdevon der i'iettuygsgcsellschart zum Polizeikommiffarrat Favoriten gebracht. * Me mam MMwinLr wirb. Wie leicht es ist, heutMtage WilliMar zu werbeir, zeigt eine im Ostbahnhof durchgeführte stv'ttöhürtdtt>.ng wegen 'Valutenschntuggels. Gestern um, halb 10 Uhr aöeirb's sah der Rcvierinspettor der GendarmeriHrbt-ilung ' O'stbahichnf, Wenzel Lippert. nächst " deralten Wügentemise einen Zivilisten, der rm Rayon des Frachtenhalmyvst? der Ostbayn nach dem Aufstellungsort des ruxnäni»- jchen'Speisewagens fragte. Das kam dem Gendarmen ver- >ächtitz'' vor und sr hielt den Fragesteller an. Er fand in seiner 's Handtasche «litt größere Menge österreichischer Banknoteitau. 1000 Knoneit. Der Man« legitimierte sich als der 39tährige Kellner der Eisenbahn-Schlaswagengesellschaft ilosef K o m a r i k, zu P'reßbuvg geboren, 2. B -zirL, Berchnspa-fe 27 wolmhastz. Iut Verhör gestand der Mann, daß er i'aiC (i do aus seinen Dienstfahrt mit dem um 28 ..Uhr ■15 Mi,in teil abgeheuden Zuge als Schlafwagenkellner noch iniiiarest habe mituehmen wollen, um es dort gegen Lei ninrübauscheu. Die! Zer hätte er bei seiner- Rückkehr , nach Lieu. gebracht und hier mit namhaftem Gewinn weiteriu'jcvt. Bei einer genauen Durchsuchung des Speiferva.^rte' wurden nun große Summen in österrerchischem-Gelbe and in ausländischen, Valuten gesunden. Die Erhebungen ertal>c,,', daß außer Komarik au 'dem Schituiggel noch der!■\üf)iißc Oberkellner dieses Speisewagens, Franz.Strobel, Äczirk, Darwingasse 87 wohnhaft, «nd-der in der gleichen i timitkahrenb«: 38stihrige Koch Frnqz H« che r, L.Bezirk, - 2t i.i-rstr 13 wohnhaft, beteiligt waren. Sie haben schon seit . ... sj<lr mit iiftu Vatutenschrtt-uggel besaht . und h ", b - o:ti ' d,'h;>. i'.Kijviibnt Fahrten "minvrftens 1 M i I- -;i ii"Ärraitif.ilici' ' ÄroALN alldöeMrt u«o irr ' RnLrreÜ TDretrer Morgenzektu«g -VflCtvr&VONBU' zu haben bei Zinader 6t Co. 16., lerchenfeldergürtcl 29 Zu erreichen mit Linie : 46, 5, (TI 168 gegen Lei umgetauscht. Alle drei wurden nach ihrer Einvernahme und nach Ablegung des Geständnisses wiederum Dienst belassen. Die bei ihnen gesundenen Betrage machen 1,675.081 .fronen österreichischeu Geldes, 3866 Lei nnd 1416 Mark, zusammen I2/4 Millionen Kronen, aus. Bei einer Revision in ihren Wohnungen wurden'bei- P ucher eine größere Menge Zigarettentabgk, bei Strobel außer mehreren Kilogramm Zigareitentabak eine beträchtliche Anzahl von Dollar, Mark, Lire, Schweizer Franken und englischen PfundnoteN grstürben uud beschlaAiahmt. Sie stellen einen Wert von 260.000 Krauen dar. Die Anzeige an die Finlinzbezirksdircktion wnrde erstattet. DLreinsttachrLchteK. I n a e n d v e r e i n A h a w a t h Z i 0 n.!L, Kleine Zukahrtentaße 160.- Heuti; 8 Ubr ab-ndö. Bvriraa Jizchok Laufbahn aus Patästin 7. — H r r a cd d u t h. Mittwoch den 17. d. M. um h§7 Uhr abends im Lokale, U, Glockengaffe 30, findet eine Mttgliederversammlung stakt. Tagesordnung: Die bevorstehende U. Weltkonscrenz der Hiiachituth in Karlsbad. Neferenien: E. Kaplan, I. Laufbabn, Redakteur des ^Hagoel Hazair, Dr. Ch.^artakower, S. Picker. Briefkafte« der Redaktion. Rg, 4. Nein. — Gronrnster. Er>stiert seit 2g. April 1920. die betreffenden Nummern in der Exvedition erhäültch. — A. G- Der Betrag wurde techtwäßia eingehoben. — L. 3, Wir haben nichts, derartiges verönentl'kbt. --- Ch. T. Strsoro. 1. Die A. C -Mitglieder muffen rewäblt werden. 2. Bon der zionistischen Organisation. 3. Alle Genannten dürsten terlnehmen. — Zion 414. 1. Nein- 2. Nein. SteuerfrageKasten. Hermann F. Die Boremzahlung der E'nkommensteuer ist bis zur nächsim Bemeffung nach der letzten Zahrcsvoi schrei düng zu leisten.-Sie. haben also, trotzdem S e das Bekenntnis für 1920 bereits eiugedracht haben, vorläufig n»>r so zu zahlen, als wenn Sie auch in den Jahren 1920 und 1921 dasselbe Einkommen .wie 1919 gehabt hatten. D-e Steuer ist aber bereits naäi der neuen Skala zu berechnen. Es ist am besten, wenn Sie Ihren Rückstand be>,n Steneramt erfragen.Beamter. Wenn Sie glauben, daß^Ihnen zu vitt -Stetier abgezogen wird.l können Sie binnen 30 Tagen nach jedem Abzug eine Beschwerde an die Steueradm nistration des Bezirkes, in dem Ihnen der Gehalt auöbezahlt wird, richten. P. Z. Die Steuerschulden des Erblissers sind wie andere Schulden von den Erben zu bezablen. Sie müssen jedoch vom Nachlaß ber Berechnung der Erögebühren abgezogen werden. — Blarr-weitz. Im allgemeinen rst beim Kauf eines Hawcs die Gebühr vom Kanfprei's zu bezahlen. Sie können jidöck auch die gerichtliche Schätzung verlangen und eine Ermäßigung erhalten, wenn sich eigibt, daß Sie aus besonderer Vorlebe einen höheren Preis als den Schätzwett bezahlt haben.— Abonnrnt V. Um Stundung der.Einkommensteuer rsi ber der Steueradministration Ihres Wohnbezirkes, um Stundung der E>.werbsteuer dort, wo Sie das Geschäft haben, anzusuchen. Die Stundung der Gemeindezuschläge zur Erwerbfieuw müffen Sir be'onders beim Magistrat verlangen. — Gesellschaft. Eine offene Handelsgesellschaft zahlt ttlls tolche keine Einlommensteuer. D?r Gewinn rst auf b;e Gesellschafter nach Maßgabe ihrer Anteile aufzuteilen und von diesen als Einkommen zu versteuern. Reserven ans dem Reingewinn, besonders Berlustreserven, werden nicht zugrlaffen, vielmehr sind die reservierten BetV--ae ebensalls verhältnismäßtg zu versteuern. Die Ernährung. Die diesjährige Ernte. Nachstehend bringen wir den jüngsten amtlichen Saalenstandsbericht zum Abdruck, der über die Entwicklung der verschiedenen Kulturen Aufschluß gibt: Unter dem Einfluß der intensiven Hitze und der verstärkten Trockenheit begannen alle Kulturen sichtlich zu leiden. Strichweise Gewitter mit Wolkenbrüchen und Hagelschlägen haben überdies örtliche Beschädigungen verursacht. Roggen ist nahezu gänzlich, Weizen zum größten Teile eingebracht. Die Körner des Wintergetreides sind überwiegmd gut entwickelt, schwer und mehlreich. G e r st e ist in tieferen Lagen bereits unter Dach; sie hat schöne Aehren, das Korn ist mitunter leider etwas zu schnell gereift, Stroh blieb kurz. Bei Hafer hat die Kornbildung infolge Notreife mehr gelitten, die Stroherträge sind aber günstigere als bei der Gerste. Mais blühte rasch und vorteilhaft ab, die Kolben find ziemlich reichlich angesetzt und wachse» zufriedenstellend. Hülsenfrüchte beginnen zu reisen. Kartoffeln sind immer noch in der Entwicklung rückständig. Frühkartoffeln werden nahezu fast überall schon geerntet, befriedigen aber bloß in feuchteren, uiederschlagsreicheteit Gebieten. Spätsorten stehen bisweilen noch saftig im Kraut, beginnen aber abzuwelken und zu vertrocknen. Zucker- und Futterrüben sind nicht zeilgerecht entwickelt, der Rübenkörper ist zumeist noch recht klein. Der Nachwuchs auf den Kleeschlägen ist derzeit völlig unzulänglich. Da auch anderes Grünsutter fehlt, herrscht vielcnorts ein einpsiudlicher Futtermangel, der die Landwirte nötigt, Vieh abzustoßen. Die Wie sende u c r n t e hat sich ungemein lang hinausgezogen und fiel zumeist nur m ä ß i g aus. Wiesen find häufig bereits verdorrt. Weiden bieten fast nirgends genügend Futter. Auf . den Alpen tritt vielenorts Wassermangel ein. Bei dem Sommerobst stellte sich eine all gemeine Frühreife ein. Spätobst zeigt starken Fruchtabfall, überdies wurde viel durch Sturm und Hagel abgeschlagen. Aepfel halten fich-noch am besten. Frühe Pflaumen find mitunter g «t b e h a n g e n, reifen aber za rasch. Weinreben^ zeigen gu^tes Wachstum; die Trauben find bereits schön entwickelt und taffen hervorragende Dualitäten erwarten. 16. August ISÄ SeL'K _ - - - - - — - — - , —_ - ."1 In der „Sonn- und MontagSzeitung^ änßert M Sektionschef Dr. Wiktor Dcuts.ch über daS Ergebuß der Ernte: - ) »Die diesjährige Ernte kann als litte mitit-ti gute Ernte bezeichnet werden. Insbesondere ist.ihr E« gebnis, was die Brot flüchte betrifft, ein znfriebemi stellendes, während die Ernte der Hackfrüchte, mst Kartoffeln, Rüben usw., infolge der <Äwrmr>t Hitze, zu einem geringen Ergebnis geführt hat. Bedenklich gestaltet sich der Ausfall der FnLtrr» mitte lernte, die teilweise sogar als Misternt^ gelten muß. Wir gehen in Oesterreich einer neue« ge( jährlichen Periode des Mangels au Die hs.utt^ Mitteln entgegen, die umso ernster ist, als auch in dMj Nachbarstaaten, ja in ganz Mittelenrops als Folge der Dürre diese Futtermittelsnot in die En: scheinuug tritt. Ungarn und Zug 0 slaw i en haben, «ch ' 1 einer Verschärfung der Futtermittelnot in ihre» iLändem fft begegnen, bereits dieser Tage ein streu ges Ausfuhrverbot für Futtermittel erlassen und obwohl nicht zu erwarten ist, daß von Oesterreich aus der Export mit Futtermittel« überhaupt ins Auge gefaßt wird, hat sich die österreichifH» Bundesregierung doch auch genöttgt gesehen, die Lezsügnchtz. des Ausfuhrverbotes fiir Futtermittel zu treffe».. Wenn gesagt werden kann, daß die BrotfrnchÄM^ Mch schon mit Rücksicht auf die Schwierigkeiten, aut der die Landwirtschaft jetzt zu kämpfen hat, wie die durch tat Mangel an Kunstdünger, Unzulänglichkeit : der^ chch Verfügung stehenden Geräte und der Zugtiere geschähe« und die schwierige Erlangung der Arbeitskraft-, emegün» stige ist, so muß das Ergebnis der Biehfuttermittrlernch die Befriedigung am normalen Verlauf der Brotfrnchtevta stark beeinträchtigen. Die Folgen der fchlechtm Futtertnittelermtr - Mettak;fichß, vor allem in zahlreichen NotfchlachtNngLWl zeigen. Die Viehzucht, also die Fleischproduktion, erleidet infolge der Futtermittelnot einen schweren ^chlatz und leider muß auch wieder mit der traurigen Rückwirkung der Futtermittelnot auf die Milchprobnktio» gerechnet, werden. Der Futtermittelnot folgt ja stets der Milch Mangel. Der Mißerfolg der Futtermittelentte ist nMfv fes; trübender für uns, als es den österreichischen Viehzüchter« gerade in der jüngsten Zeit wieder gelungen war/ de» Viehstand zu heben und bei Zucht- und Nutzvieh immer bessere Resultate zu erzielen. Dem Eifer der Landwirte ist es zu verdanken, daß auf diese Weise auch ei« Regulierung der Biehpreise herbeigeführt wurde. _ | Nun werden plötzlich die Hoffnungen,'bir man <d$ einen zielsicheren und reichen Wiederaufbau unseres Vie^- standes setzen konnte, durch die Mißernte, zunichte gemacht und. der Fortschritt in der Viehzucht von ueuem ^gehemmt. Es wird den Viehzüchtern die größte» Sorge« bereiten, auch nur so viel Futtermittel aufzutreibe», att notwendig sind, um den Viehbestand zn erhalten. . Die Vorteile der guten Brotsruchternte bet«»: Gesamtergebnis ja Kloß ausreicht, um die Devölkenmg Oesterreichs 90, höchstens 120 Tage lang zu ernähre« — werden durch die Nachteile der Futtermittelnot wohl avi- , gehoben \* 0 Bühne und Kumt. Wiener Dürgertheater. Em rasch zysammrngesiklltcs Ensemble spieüe an, tasee, Bühne die amerikanlsch-jüdische Operette die Borstellnng . war improvisiert, sehr improvisiert. Aber Mali Pie »N «ch ihr ttefflicher Partner I. K a l i ch wußte« alle UnznÜtajlichkeitm des Stückes, der Darstellung wh der Vegleitumsik «rgeffen zu machen. Frau Pieon, die durrbanS eigenartige Kidtstlerm gewann auch an dieser neuen Statte das Pnblikum » nnd riß es zu stürmischem Beifgll - hm. «»ch die tamte KalichS fand starke« Anklang. , ■■ % KLustlerische BeraustalLMtge» »Lhre«» tae Wiener Messe. Nachstehend veröffentliche« wir daS Programm der Nnstleri» schm Beranstaltungm währerrd der W i e» e r M e s s e (4. bis > 25. September), soweit eS bereits festgesetzt ist: Am 4. Eep tembrr, mittags, Bruckner, Tscksnm und 0-wall-Meffe, vera« stallet vom Gesamichor der Staatsoper, Dirigent Schelk abends Eröfsnnngsseicr derThe a t.r r m e S.i e 8. Lehrer-a «appolla-Chor. Proieffor' Hans W a g « r r, . Mitzwirkend F. Mihacsck und daS Alt-Wrener Kammerquartett. . 6. .Alpensymphonrr*', von Richard Strconß, DiriMw Fritz Reiner.'?. Haydn, .Schöpfung*, verartstaV^. von drr Wiener Oratorirnvereinigung und dem Dimer'ß Symphonie-Orchester. Dirigent Proseffor Haus Wag « e r- - 8. Erstes Konzert der G e s e l l^s ch a f t d e r - Musikfreunde. 9. Festkonzert der R e i ch s tt». 'e einigung d e r K r r e g s i n v a l 1 d e n (lf.i Uhr mittags). 10. Zweites Konzert der Gesellschaft d t tj Musikfreunde. 11., mittags, Konzert der W i t u t Philharmoniker. Leitung Felix'W e i u g a r t *r e r. f Abends Festkonzert Aagard O e st v i g und Maria R a j d \f : großes Orchester. 12. Konzertabend der „Ra" (näheres Programms iolgt). 18. Ludwig W ü t ,Ua t r, Rezitationsabend (Hellet . 14. Dante-Feier. DaS verstärkte Shmphvnir-Orchest« »«ter Felix W e i » g a r t » e r. Alexander M » i [ i i (aü» drr *Diwna evwmMa"). 15. Lustiger Diener Messeobenb > (Beuns Sie), , 16. ^Fohanu Stra«8 - Abend 17. B u r m e st e r lGutmartn). 18* »itttgS. SW«» ^Reqntem*. veranstcktet vom G r s a » t ch »r

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