Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 916 (14.8.1921)
- Date
- 1921-08-14
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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>u. Llb Wien, Somuftß pf' - ■■■ -*sa—— m*' . teö Mef*, stets Mer bk Wirtschaftslage informier^ khve bei Kriegsausbruch offenen Valutaschulden durch Valuta hätte« eindecke« können, und jene Schuldner, bevsr Schulde« der Befriedigung von Auxusbedürftrtss«« gebient haben, ^ohne daß deren Gegenwert in dev Jnlandswirtschast produktiv gewesen wLre^. Alle anderen Schuldner erhalten staatliche Beiträge zum Währungsverlust, und zwar Industrielle, Bahn- und Schiffahrtsunternehmungen 20 Prozent, andere Schuldner 36 Prozent. Bei hochwertigen Edelvaluten erhöhen sich diese Sätze um je 10 Prozent der erwähnten Prozentsätze. In besonders rücksichtswürdigen Fällen kann das Abrechnungsamt nicht nur längere Abzahlungssristen bewilligen und einzelne Raten stunden, sondern auch — unter der Voraussetzung der Gefährdung der wirtschaftlichen Lage des Schuldners — nach billigem lErmessen bei .Bankiers einen Teil, bei anderen Schuldnern einen weiteren Dell der schuld auf den Bund übernahmen. Aktienbanken sind von dieser Vergünstigung ganz ausgeschlossen. Die Schuldner können Zahlung in effektiver Valuta leisten, zu deren Ankauf ihnen die Freigabe des Devisenhandels die Möglichkeit bietet, oder Kronen zum Tageskurs der Fälligkeit oder Schuldverschreibungen erlegen, wie sie bei der Abrechnung der österreichischen Forderungen ausgegeben kerbe«. Hinsichtlich der Valutaforderungen wurde Unter Abstandnahme von der Eürziöhung des Währungsgewinns die Regelung in der Weise getroffen, daß sie mit jenem Betrag, mit welchem sie vom ausländischen A^>rechnungsamt dem österreichischen gutjgeschrieben werden, dem Gläubiger abgerechnet werden, Urrd zwar in der Währung dieser Gutschrift. Der Begleich dieser Forderungen geschieht durch fundierte Schuldverschreibungen, welche auf die betreffende ausländische Währung lauten und nach einem bestimmten Tilgungsplan binnen zehn Jahren zu tilgen sind. Ihre Ausgabe wirb durch den Bund oder durch ein Kreditinstitut erfolgen. Zu den härtesten Bestimmungen des Vertrages von Saint-Germain gehört bekanntlich der Passus über die Kronenschulden, das sind Schulden, welche ursprünglich auf Kronen lauteten und zum Vorkriegskurs in die Währung des beteiligten Staates umzurechnen sind. Diese Schulden sind deshalb, wie der Motivenbericht ausführt, in noch höherem Maße als die Valutaschulden zu berücksichtigen und deshalb Übernimmt der Bund 50 Prozent des Währungsverlustes. Den Nennbetrag der Schuld haben die Schuldner selbstverständlich sofort zu beza<sn. Desgleichen muß er auch noch!1O Prozent des Wertverlustes (Unterschied zwischen Umrechnungswert nach den Bestimmungen des Staatsvertrages und dem Nennwert) sogleich abstatten; die restlichen 40 Prozent sind in zehn Halbjahrsraten zu tilgen, bei Gefährdung der wirtschaftlichen Lage des Schuldners auch in längeren Fristen. Die nicht allzu häufigen Krvnenforderungen gegen die Gegenkompaziszenten des Vertrages von Samt-Germain sollen in der Weise ausgeglichen werden, daß dem Kronengläubiger nur der Nennbetrag in Kronen zuzüglich 40 Prozent des Währungsgewinns (Unterschied zwischen dem Umrechnungswert nach den BestimUlUngen des Friedensvertrages -und dem Nennwert) vergütet werden. Der Kronengläubiger erhält also um IO Prozent weniger, als der KronenschuÜmer aus eigenem zu bestreiten hat. Hervorzuheben ist die Bestimmung des § 16, wonach grundsätzlich die Beitragspflicht des Bundes erst bei einer Schutt» beginnt, die, m Kronen um gerechnet, 1OO.OOO Kronen übersteigt; ,^es sei denn, daß die Verweigerung des > Betrages den Schuldner in seiner tvirtschaftlichen Gebarung empfindlich treffen würde". Ferner werden aus Billigkeitsrücksichten den im Zwangsclearing ab gerechneten Schulden hinsichtlich des Bundes-. Vertrags jene gleichgestellt, die erlaubteriveise bezahlt würden, wie Versicherungsprämien, Mietzinse, Patentgebühren usw., und zwar in allen Fällen, in welchen der Schuldner wegen der Kwnenentwertung mehr zu zahlen hatte, aber nur dann, wenn der Anspruch binnen sechs Monaten nach Wirkfamkeitsbeginn des Gesetzes erhoben wird.. Line weitere wertvolle Begünstigung sieht § 19 für die vorzeitige Schuldenabstattung vor, indem Voranszah langen bis 31. Dezember 1921 im Ausmaß von mindestens 50 Prozent der Schuld eine zcrozen tige HöHeranrechnung erfahren. Dr. Friedrich Fischl. Die finanzielle Situation Polens. Wer die polnische Presse der letzten Zeit verfolgt, wird bemerken müssen, daß diese immer mehr und intensives den wirtschaftlichen Fragen ihr Augenmerk' zuwendet und Mittel und Wege zu finden bestrebt ist, um eine 'NemÄmr der desolaten wirtschaftlichen Verhältnisse herbeizuführen. Zieht man in Erwägung, daß dieselbe Presse, die im politischen Kampfe aufging, nun ganze Seiten wirtschaftlichen Problemen widmet und nicht Politiker, sondern Fachleute tu diesen Fragen zu Worte kommen läßt, so muß inan zuim Schlüsse kommen, daß -in Polen die Epoche der leidenschaftlichen li iiiiyuji isuSi Seire 13 MfcÄÖirwc*tu StjTPiO <&stusaim Postscheckonto 63423 jj Telephon 09-0-16 -— . —, _ Wien, I., Wipplittfirewtrasse Dir. *8 j® SPEZIALITÄT: Ersiklass. Farbbänder. Karbonu.Wachsnapiere 8 W politischen Kämpfe jener der nüchternen Erwägimg nwd Sammlung weicht. So veröffentlicht unter anderem, der „Kurjer Warfzawski" unter dem Titel ,Me finanzielle "Situation Polens" einen Brief des bekannten französischen Oekonomisten und ehemaligen.Ministers Yves Güyot, den dieser dem Pariser Korrespondenten des genannten Blattes zur Verfügung gestellt hat, Yves Güyot, der auf eine Über öESytige erfolgreiche Arbeit auf wirtschaftlich-finanziellem Gebiet zurückblükt, bespricht in dem erwähnten Artikel zunächst die Frage vom theoretischen Standpunkt, was wir unerwähnt lasse» wollen, da eS «fit# durchwegs um Ausführungen handelt, die für einen Volkswirtschafter nichts Neues bedeuten. Was jÄoch von Interesse für unS ist, das ist seine Stellung zur Rotenrnslatio» und seine praktischen Anregungen. Er behauptet, daß Jebe Anleihe, ohne Rücksicht auf die Bedingungen, unter denen sie abgeschlossen wurde, einer Papiergeldemission vorzuziehen sei. Eine solche Emission sei die schlechteste Art der Anleihe. Er vertritt °t>te Ansicht, daß Polen bas von der Oesterreichisch-ungarischen Bank zu erhaltende Gold;ür Einziehung eines Teiles der im Umlauf befindlichen Noten benützen müßte. Abgesehen davon, daß. bei dem heutigen Tiefstand der polnischen Valuta eine solche Finanzoperation sehr gute Resultate zeitigen würde, muß der moralische Wert einer solchen Lat hervorgehoben werde«, da auf diese W'ise der BeiveH erbracht würde, daß die polnische' Regierung entschlossen sei, den weiteren Fortschritt der Inflation hintanzuhalten. Auch die ins Land strömende Dollarvaluta aus Amerika' müßte zu diesem Zwecke verwendet werden. Aas diese W.ise könnte man das Steigen der Kaufkraft im Jnlqnde und die Besserung der Valuta im AuZlande herbeiführen. Hiezu muß bemerkt werden, daß der gegenwärtige Finanzminister Steczkpwskl gerade sich nicht entschließen kann, zur definitiven Valutaregnlierung zu schreiten, weil er noch kein Gleichgewicht zwischen den Einnahmen und Ausgaben sieht und begreiflicherweise befürchtet, daß nach einer jetzt vorgenommenen Regelung eine neue Inflation Platz greifen müßte. Es ist jedoch anzunehmen, baß die Noteninflation ihrem Kulmrnationspunkt nahe ist ninb baß mit deren Mbau begonnen werden wird. Privatverkehr. , Nack, einer starken Aufwärtsbrwkgimg schwächte sich im gestrigen Privawerkcbr die Tendenz ab, doch war ein fester G r u n d l o n vorverrschend. Es notierten: Alpine K 8350.— nach 8500.—, Staatsbahn K 5900 — nach 6000.—, Lombarden K 3350.— und Südbabri'Prioriläteri K 3790.— nach 3880.—. Von den f r e m d r n Z a h l u n g s m i t t e l n waren bei sehr ruhigen Verkehr Dollars 10tk).—> M a r k n o t e n K 12.45, Lire K 19.20, ungarische Noten K 2 84 undpolnischeMarkT 47.50. i-- I |_w Börsen-KommlssIonsgescttSff unck We^Siselstiifoe SSÄG58D & Co« Wien, l.y Hohenstaufengasse Jugoslawien zahlt nur in Dinar. Aus Belgrad wird berichtet: Das Generalinspcktoriat des Finanzministerums richtete an sämtliche siaatltchm Behörden eine Zirkularnvte mit der Aufforderung, Bestellungen nur bei heimatlichen Firmen zu machm. Artikel hingegen, welche nur im Auslmde erhältlich sind, bü' Ten im Sinne der Note nur in solchen Ländern bestellt werden, in denen die Zahlungen in Dinar geleistet werden können. Zehn Millionen Balle« Baumwolle dieses Jahr ««verkäuflich. Die Wltpioduition an Baumwolle wird vom Mirltamt der Bereinigten Staaten für das lausende Jahr ruf 19,595.000 Ballen zu ie 500 englische Pfund geschätzt. Davon entfallen auf die verschiedenen Länder: Bereinigte Staaten 13.366 000 Ballen. Indien 2,976.000 Ballen, Aegyvien 1,251.090 Ballen, China 1,000.000 Ballen, Rußland 180.000 Ballen. Brasilien 100.000 Ballen. Mexiko 165000 Ballen, Per« 156.000 Ballen und die übrigen Länder 400.000 Ballen. Diesem Gesamtcrträgnis von rund 20 Millionen Ballen steht für das Vorjahr die Zahl von 17,964.000 gegenüber. Ar 1919 die von 16,952.000 und tür 1918 dir. von 16,786.000 Ballen. Sen Kriegsbcgin« ist der Konsnm wesentlich stärker gefallen als' die Produktion und diese Erscheinung ist natürlich in erster Linie ve-aniwortlich tür das unaufhörliche Sinken des Preises, der für dieses Erntejahr Ver Pfund über 20 Cents weniger beträgt als im Votjahr. Für das laufende Jahr wird der voraussichtliche Weltbedarf an Baumwolle von den Handelsautoritäten auf 16 Millionen Ballen geschätzt — eine wahrscheinlich nach z« optimistische Zahl. Mit den unverkauften Vorräten des Vorjahres ergibt das für 1921 einen Ueberschuß von rund 10 Millionen Ballen. Während, die amerikanische BaumwollauSfuhr dieses Jabr im ganzen hinterder des Vorjahres zurückbleibt, ist die B.inmmoUeinfuhr des kontinentalen Europa in diesem Jahre um rund 25% hoher als 1920. Starke Steigerung der Lebenshaltungskosten in Deutschland. Die Rcichsindcxziffer für die Lebenshaltungskosten, die vom Statistischen Reichsamt auf Grund der Erhebungen über die Ausgaben für Ernährung, Heilung, Beleuchtung und Wohnungsmftte berechnet wird, ist im Monat Juli beträchtlich gestiegen. Sie beträgt 963, wahrend sie im Vormonat 898 undim Jänner d. I.. dem bis jetzt teuersten Monat, 9?4 erreicht hatte. Zu der Steigerung haben nn Berichtsmo. at P r « t se r h ö h n n g e n für fast alle Nahrungsmittel, besonders für Hülsmkrüchlr, Fite. Ger und Milch» Kngetragett. Vor fallen aber ber der Zusammensetzung der den Berechnungen zugrnnde Legenden «Normalcwon" für die Feststellung der Reichsnderzrffer. die infolge der Mßxrsewöhnllcken Wi« terungsverhäft» nlffe stark •« die Höhe oegangenm Preise ft'lx.^Gemüse und Kartoffeln neuer! Ernte sehr m§ Gewicht. 'Dre Bewegung inner-« . halb des Reiches war im Gegensatz zn den Bormonaten ziemlich einheitlich. In fast alOit ErbrbnnoSgeMeinden war eine Steigcrunder Lebenshaltungskosten fest «stelle». , Eine Sredlnngsaktio« keil den Banken nnd Spar- * kaffen. «Di« Börse" buchtet; Die SledlunaSbewegnng bat ' lebhaftes Jntereffe bei den Angestellten der großen Banken and Sparkaffen gründen. In der letzten Zeit haben m fast allen d eien Instituten Versammlungen stattgrlunde», in welchen eigene ■ Komitees gewählt worden sind. Diese Bewegung konzen'üer'ik sich ' in emer eigenen Genossenschaft. Di« Wobnungsverbältniffe der Angestellten unserer großen.Kreditinstitute sind überaus lranr«g ' und besinden sich viele Angestellte übei banvt ohne entsprechend« e Wohnung. Nach dem derzeitigen Umfang der Beweanno witrden m ^e h r als taufend Einsämilren« Häuser n o t w e n d i g s e-i s, nm den Wünschen dieser Jntereffentengrupve m entsprechen. Wenn auch dieses Bauvrogi amm viele Jahre »erfordern wird, so ist doch schon j'tzt zu ersehen, daß die Kreditinstitute einen bedeutenden Prozentsatz der Gelder für die Siedlunqsbewegnna aufzubrimen genötigt sind.: d-e .sie für ihre eigenen Angestellten verwenden werden. Dre Vorarbeiten für, diese Bewegung sind bereits ziemlich weit gediehen und werden in kurzer Zeit bereits die Baugründe zur Verfügung stehen. Es ist nur erfreulech, daß ein so einflußreicher Kreis. w»e die Angestellten der Kreditinstitute, nun auch selbst mithilst. in der Behebung der Wohnungsnot und aktiv eingreist m den Kampf um die Erringung einer neuen Wohnkultur. Kapitalserhöhnngen in der Tfchecho-Slowakci. Aus Prag wird uns.berichtet: Die Präger chemische Fabrik A. G., die vor anderthalb Jahren mit einem Dtien» kapital von Kc 4,000000 gegründet wurde, erhöht ihr Aktienkavital aus K<S 8.000.000, um für die Ausaestaltung des Unternehmens den teuren Bankkrevit n^cht m Anspruch nehmen zu müssen. — Die LrLtislnvslcü I. sxorivL ba»ka u L. s p o 1. erhöht ihr Aktienkapital von KL 1,600.000 auf Kö 5,000.000 durch Ausgabe von 3400 neuen Akiien ä Kc 1000 Nominale. Die neuen Akren m>t Anspruch auf Dividende für das Jahr 1921 werden den bisl,engen Aktionären im Verhältnis von- 1.2 zum Kurie K« 1500 -f* 65 Emissionskosten vom 10. bis 31. d. M. angeboien. Deutsche EntschL-igungsliefernngen «ach Jugoslawien. L mt Meldung der Belgrader „Epocha" wird Deutschland auf Rechnung der Enischädigung Serbien 15 Konstruktionen' von Erscnbrück'n liefern, die über die Flüffe Donau. Save, Drina, Morrva und Jbar errichtet werden sollen. Drele Lieferung wurde von 17 Fab'ikeu der Bremer und Düffeldorfer Gegend sowie einer oberschlesischen Fabrik iibernommdn. Die kleineren Konstruk-' tionen werden m 5 bis 7 Monatm, die großen im Zevrauine' von einem Jahre sertiggestellt werden. Das Gesamtgewicht betra «t 15.000 Tonnen. Die Transportspesen ab Passau gehen auf Rechnung Jugoslawiens. ReParationsabgabe für deutsche Waren. Da über die Frage der bO^igen, beziehungsweise 26°/,igen Abgabe kirr deutsche Waren vreliach falsche Ansichten verbrrilet sind, siebt sich die Handelskammer veranlaßt, znr Orientierung aller Jntereffenteneine kurze Zusammenfassung der bestehenden Bestimmungen zu geben. Zurzeit wird eine Abgabe von'26^ vom , Werte deutscher Einfuhrwaren nur rn E n g l a n d. und zwar nur bei Emsuhr nach den britischen Inseln, erhoben. Nenftmdland bat gleichfalls «in Gesetz nach englischem Muster nngeführt. Das ftanzöfische Gesetz ist Ende Avril in Kraft getreten. Da noch keine Aasführungsbrstimmungen erlassen worden sind, findet eine Erhebung der Abgabe bisher nicht statt. Dos jugoslawische Gesetz ist am 35. Juni 192 l wieder aufgehoben worden. In Belgien und Rumänien sind zwar diesbezügliche Gesetze angenommen worden, aber nicht in Kraft getreten. In anderen Staaten ift es bisher über Borverhandlunsirn nicht hinausgekommen. Ablehnende Haltuno nehmen bisher ein: Italien, Südafrika,' Brasilien, Polen. Kuba. Harti., Japan. Tschecho-Slowarei, Kanada und Austcalcen. Heber die Frage, wie die durch die Annahm« des Ultimatums übernommene Verpflichtung. «um Beitrag in.der Höbe von 26% des Wertes der dcuischm Ausfuhr an die. Entente für Ncparalionszwecke abzufühlen, erfüllt werden »oll, schwebm noch Verhandlung n. Ueber die Frage der R ü ck c r st a t t n n q der stetigen englischen Reparationsabgabe eitelst 'das Zollbureau der Handelskammer nähere Ausküntte. Durchfuhr durch das deutsche besetzt« Gebiet. Betreffend dic bei der Transit'crung der Wrnen durch das Rheni» Zollgebiet m binterlcgend'e Kaution teilt die Handelskammwln Wien mit. daß der belgische Vertreter bei der in!erall>irrten Komnns lon im besetzten deutschen- Gebiet, die prinzivietle Zusi'mmung dcr übrigen Vertreter dieser Komm ssion zu der Frage der gänzlichen Austastung jeglicher Kaution lowohl in Geld alaucki dm ch persönliche Haftung im Falle des duckten inter» nationalen Transitverkehrs erhalten habe. Dieft Maßnähme wird unverzüglich in Kraft treten, werm ein Uebercinkvmmen mit der deutschen E senbah«Verwaltung über dir Bedingungen der Sich.'rstellung durch die genannte Behörde, die die Genehmigung der Zollbehörde findet, getroffen sem wirg. Gnkevverkeh« nach Rumänien. Nach Mitteilungen der ungarischen Staatseiseubahnen sind die vor kurzer Zeit in den ungarisch-rumänischen Grenzstationen aufartrctenen Schwirigkeilen >m Wagenübergange bef eitifft. Es wurde daher bte österrcickischerseits verügte Sperre des Verkehrs für Sendungen, die über Iln.iarn nach Rumänien bestimmt sind, aufgehoben. Solche Sendungen konncu nach ungarischen Staüouen unter dm gleichen Bchlngungen wie vor der Spene zur Absnrduug gebracht werden. -Die llebernahme von Sendungen mit direkten Frachtbriefen nach rumänischen Stationen bleibt auch noch bis ans weiteres glfperrt. Rener spanischer Zolltarif und Valntazuschlag r. Unter Bezugnahme auf die in letzter Zeit erschienenm Artikel über den neum spanischen Zolltarif und die neuen Valutamschläge teilt die Handelskammer in Wien zur Orientierung aller Jn'cnffen'en mit. daß nach dem derzeitigen Stand der Dinge in Spanien iiic österreichische Produkte bisnun der M i n i m a l z o l l eutgehobcn wird und diese Beiiünstigung vorderhand bis Juni 1922 in Kraft bleiben soll. Inzwischen hat die österreichische Regierung Verhandlnugen eingeleitet, um diesen Zustand auch für die Zukunft vertraglich fesizülegetz. Die.Kammer teilt gleichzeitig mit. daß der Versuch unternommen wurde, die neueingeftihrlen B.nUtazuschläge für Oesterreich günstiger zu gestatten und sie zumindest io weit zu mildern, daß Oesterreich Nicht vollständig vom spanischen Mark! ausgeschlosten wird. Nähere AußMnste über den neuen spanischen Zolltarif und dir Valutazuschläge erteilt das Zollbureau der HandelSkaunner. ALLGEMEINE DEPOSITEN BANK WIEN, L SCHOTTENGASSE 1. GEGRÜNDET 1871. BANK- UND WECHSELHAUS: I. KQLOWBATRING 14. Wiener Wechselstuben« 1. Tcinfaltstrasse 2 I. Rotcnturmstrasse 29 I. Franz |osefs-Kai 37 II. Taborstrasse 1 UT. Hau ptstrasse 10 IV U<incrplatz 2 tv '’ednergürtel 10 TU. Mariahilferstrasse 74b VII. Neubaunisse 44 VIII. Josefstädterstrasse 64 XII. Koppreitcrgasse 2 XIII. Breitenseerstrasse 6 XIII. Hietzinger Hauptstr. 3 XIV. Mariahilferstrassc 19ü XIV. Sparkassaplatz 1 XVII. Ottakringer&trassc 84 XVIII. WährinecntraiKe 84 Filialen« Badenb. Wien.Czernowitz, Qraz, Innsbruck, Linz, Steyr, St. Pölten, Villach. Expositurcn: Knittelfeld, Vöcklabruck. Aktienkapital und Reserven: K 480.000.000 Besorgt sauitiidic BaukgeschiiUe un4 industrielle Transaktionen zu'dea ku bntfisk» Betkagungen-