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Wiener Morgenzeitung · 1921-08-11 · Heft 913 (11.8.1921) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 913 (11.8.1921)
Date
1921-08-11
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. SIS Wien, Donnerstag Wiener Morgenzeitmrs 11. August 1L21 Seite » Riesenbrand eines Ceerlagers. Iwanjig Millionen Kronen Schaden. Gestern Nachmittags durch schwirrten beunruhigende Gerüchte von einem Brand des Ostbähnhofes die Stadt. An vielen freie« Punkten konnte ma^ trotz der Sonnenhelle weit an der Peripherie dichte Rauchwolken in die Höhe steigen sehen. Der Brand hat zum 'Muck nicht den Ostbahnhof.betvofsefi, sondern em großes Deerlager der B en z in« und Oelwerke, G. m. b. H., Gersvn, Böhm und Rosenthal in Nnterlan.zendorf. Don anderer Seite -erfahren wir: DerArand ist auf dem ausgedehnten Fabriksgelände der Benzmsirma entstanden^ Die Anlagen sind durch ein Schleppreise mit dem Hauptstrang t\:l Ost bahn verbunden, liegen aber ziemlich entfernt von ihm. Ans dem Gelände sind mehrere Baracken mit' erng--lagerten Erdölprodukten, wie Teerpräparate, brennbare Oele usw. In den Barackenhöfen sind gleichfalls Fässer mit diesen leicht brennbaren Produkte« anfgestapelt.' Auf d-in Schleppgeleise stehen Tankwaggons mit großen. Mengen Benzin und anderen chemischen« Substanzen und im Hintergrund, schon gegart den Bahndamm der -Ostbahn ju,' sind mächtige Ben z i n r c f e c üo t x 's in den Boden eingelassen, die zusammen etwa eine Milliost Liter Benzin enthalten sollein. Interner Baracke, hie r>io Länge von 80 und eilte Breite von 75 Metern hat, is> nun gegen h-atb "8 Uhr der Ricsenbrand znm Ausbruch gelangt. In der Baracke und rings um sie lagerten nstge-'. fahr 40 Waggon« Erdölprodukte in fester Substanz, wie Teer, Paraffin und Gere sin. Diese Lagerung mußte schon bei der Entdeckung de? Brande'? "o l s verloren gelte». Schon nach wenigen Minilter, erhob jich eine etwa 7 zwei Stockwerke hohe Feuersäu^e über ' dem Gelände und war weithin sichtbar. "Furchtbare Glut strählte'von dem Brandplatz aus und machte'gleich den unourchdtiilgtichen Rauchschwaden' eine Annäherun,g fast unmöglich.' Als der Feuerruf ertönte, kamen aus der ganzen ' Umgebung, in der man den Feimrs.bem sah, die frerwiMgen. Frnerüiehts» angmückt und die Wiener Bernssfeirerw'.chr water der Leitung des Brandmeisters Ingenieur Blakowetz ' kam, da für die ganze Fabriksanlage große Gefahr bestand, zu Hilfe. Die Feuerwehr fand eine ungemein gefährliche Lage vor und hatte außerdem schwer . - - - mit der Wassernost zu Kampfe«. Fast kahmgelegt wurde die Tätigkeit der Feuerwehr im ersten Augenblick dadurch, daß der Schwechatbach abgelassen war. Die Freiwilligen speisten ihre Pumpen von Brunne» oder kleinen Wasserläufen. Die. Wiener Berufsseueowehr war mit ihren Motorpumpen 'genötigt, vom sogenannten Frauenbach über eine Strecke von fast 700 Metern herzuleiten. Die erste Ausgabe war, zu verhüten, daß die Flammen über den begrenzten Raum des großen Magazins hinausdringen. Unter sengender Hitze und fast ohi^e die Möglichkeit, die Finsternis zu dnrchdringen, mühsam in der. stickigen Lmf-t stehend, drangen die Fenerwehr»tämrer mit ihren 'Zdhllosen Schlauch!inien von allen Seiten im h Konzentrischen 'Angriff gegen das Magazin vor. Indessen waren die Tankwaggons mit dem Benzin auf den Schleppgeleisen aus der gefährlichen Nachbarschaft des brennenden Magazins gerollt worden. Gefahr bestand für die großen Betizinreservoirs. Zum Glück hatte der leichte Wind, - lRr dta Rauchwolken» :ünd Feuer- und Fmiken trieb, die entgegeiigesetzte-Mndrichtuilg, so daß' die Gefahr für' die Reservoirs'mit ihrM EllioiieiNtthalt alsbald als . gebannt l angesehen werden konnte. Mär. konnte sich begnügen. Tanks und Reservoirwände mit' einer förmlichen Wolke von Wasserstrahlen zu umgeben, so daß das. Metall der Wände imnur äbgekühlt blieb. Mehr als v i er Stunden arbeitete» die Feuerwehren an der Dämpfung der . Flammen, ' bis endlich - etwas nach 7 Uhr abends der Brand als gelöschtangesehe.n werde» konnte/ Nach unverbürgter..MilftUrmg.soll sich der-' * ' T ■ •'■■■" ■ ■ Schoden auf etwa 20 M Monen Kronen belame«. , Ein Unfall hat sich nicht ereignet. Ueber die Ent-, st'teyun'gSirrsache des Brandes konnte nichts ermittelt werde».' Es ist möglich, daß ihn Funkenflug verursacht hat, doch kann auch Selbstentzündung vorliegen. Die Erhebungen 'worden fortgesetzt. D^r Brändplatz war von einer riesigen Menschenmenge umgeben. j . «CfKMH Weltkonferenz per Gesellschaft zur Förderung von Landwirtschaft und Handwerk unter den Inden. Am 31. In li - wurde - in B e 111 n bte erste, von Vertretern "verschiedener' -Länder beschickte Weltkonferenz• der Gesellschaft zur FSrdern'ng von Landwirtschaft und Handwerk ulrter de« Inden, ,>Nrt", eröffnet. Anwesend waren 28 Delegier de, darunter einige hervorvagendö - Träger der sozialen und ökonomischen Arbeit in Rußland, so unter anderen Je fr o ick in (zurzeit in Paris), D r. S ch ab ad (Wilna),' -Boris K. a h'-a n - Wirgil (Wilna), Dr Kruk (Warschau), Agr. Iaschunf.kr'(GrodM),Doktor S i l h e rfarb (Kiew), Zegelnitz ky (Moskau), der dekaiutte ökonomische Schriftsteller Jakob Lefzczy.nfcki,, R r a m s o n, Ing. Dem kin usw. Vertreten waren folgende Städte: Bialystok, Grodno, Kownp, Wilna, Brest, .Pmsk, Warschau,. PeMkau, Kischinew, Klrlv Moskau^ Paris, London und Berlin. Namens der Auslandsdelegation begrüßte B r a mion ^ie Versammlung, insbesondere die Delegierten aus 'Lowjetrußland und Ukraine, die" trotz der großen Reiseschwierigkeiten zur Konferenz gekommen sind. Als Hauptaufgabe der Konferenz bezeichnete er die Schaffung einer Zentralvrganisativ» der „Ott", die bisher nur dezentralistisch Ln lokalen Komitees arbeitet. Nach -Wähl des Präsidiums — Dr. Schakal», .Präsident, Dr. Silber-, färb, Temkin, Prof. Frankfurt und die Mitglieder der Auslandsdelegairon Bcamson und Lwowitsch — erstatt te Bram-, so» den Bericht der Anslandsdelegation und sodann die. Delegierten die Berichte der einzelnen Lokalkomitees. Ueberei.isiiinmend wurde festgestellt, daß die wichtigste Aeudernng in der psychologischen und ökonomischen Haltung de? jüdischen Bevölkerung zur 'Dandwnnschaft eingetreten ist. Ucberall jirebeu die Juden in hohem Prozentsatz der Landwirtschaft zu, nicht uur in Svwjetrußland, sondem insbesonderevn Pialy'tok-Grodnoer Rayon und in Mittellitauen, Wo --die finden durch die von der deutschen' Armeeleitung Angeführte Zwangsarbeit gewisse landwirtschaftliche Kenntnisse - erlangt habe» . - . ' u '. Die .Konferenz behandelte sodann ausMrlich .die Fragen der- Reparation der Landwirtschaft, des Handwerks und der professionellen Erziehung der Juden, die alle auSiii r id). unb sachlich diskulftrt wurden. Am Mi'iuoch erstattete Branisoa däs..Ovganisationsr^ferat. Die Resolutionen wurde« an .Kommissionen zur Ausarbeitung überwiese». Die Koni reiiz 'sprach de.r- Auslandsdelegation ihren Dan? au». Am Montag .fand Fi» Massenmeeting statt, aus dem viele -Kontci'cilzteililchmer sprachen. , Wiener Burgertheater Letzte Gastspielabende «. MAU PIGON - J.K&LIOH Samstagden 13. and 9onntag den 14. Angmt MMt Jankele Operette in 3 Akten Ton .7. Kalich, nnter Mitwirkunf des Direktoei Isaak Deutsch and mehrerer Mitflieder der „Freien jfid. Volkbflkseu. Montag den *5. Angnst iNKlr Grosse Operettenrevue u, Volkslieder Mitwirkend: laak Deutsch Eigene* Orchester. Mali Picon — Jakob Kalich. Beginn S Uhr ah »ade. K a r t e n erhältlich: An den Tageskassen, im Rotentarmba ar, Baeh* handlang L5wit. I., Rotentnnnstrnsse 9t. .Wiener Moig«axeltBBg*, II., Taborstrasse 1, und in allen Kartenbnreatn. * Vor einem Temperatnrftnrz? Amtlich wir!» berichtet: Die Wetterlage bat seit vorgestern eine tasche »äd gründliche Aendemng durchgemacht. Bon Irland und von den Pyrenäen rückten zwei Tiefs gegen den Kanal vor und haben sich säst an derselben Stelle, wo gestern morgens noch der Kern des Hochdruckgebietes lag, vereinigt. Der Hochdruck ist auf einen Heilten Rest über Polen zusammengeschrumpft. Das bisher jo stabile Tief-im Norden hat sich rasch ausgesüllt.. In Oesterreich ist das Wctler noch vorwiegend heiter und warm. In Innsbruck ist bei Föhn Trübung emgetreteu. In der Südschweiz regnet es. Voraussage: Trübung, Temperatursturz unter Gewittern und lebhaften nordwestlichen Winden, anfangs schwache^ Regen, allmählich an'Jniensüät^zrmehmend. Japanische Geldspende für die österreichischen Kinder. - Einer der hervorragendsten Publizisten Japans, der Präsident der beiden führenden Zeitungen „Nicki Nichi Sbinbun* und »Osaka Mainichi Shmbun", Herr H i 1 v i ch i M s t oh a m a in Tokio, hat dem Biindespräsioenlen Dr. Hainifch die namhafte Spende von 5000 Den (zirka eineinhalb Millionen Kroneü) für die hungernden österreichischen Kinder zur Verfügung gestellt. Dieser Betrag wurde kürzlich an eine große Anzahl von Anstalten und Vereinen in ganz Oesterreich, die sich mit der Kmderfürsorge befassen», verteilt. * Direkter Expreßzng Berlins-Bukarest. Der rumänische Berkthrsnttmster teilte mit, daß der direkte ^preßzng Berlitz—Bukarest, der vor dem Kriege verkehrte, wieder eingeführt werden wird. * Juristische Fakultät in Prestbnrg. Der tschechische llnterrichtsminister hat dem Mmisterrate einen Antrag au' Er« richtung und Eröffnung einer juristischen Fakultät an der Universität in Preßburg vorgelegr. Durch diese Einrichtung soll das bisher zersplitterte juristische Studium in der Slowakei vereinigt werden. * Jüdischer Frauenbund, 1X„ Liechtensteinstraße 11/13. Heute, Donnerstag, 6 Uhr abends, Esther Ra-paport- Mies es: Bibelvortrag (^Die Klagelieder^). * Städtische Notquartiere in Salzburg. Der Satzburaer Stadtmagiftrat hat für Fremde, die in Hot-ls und Herbergen kein Quartier finden, st äd t i s ch e N o t q u a r t i e r e rmgerichtkt. Die Zuweisung erfolgt durch die Sicherheitswache. * Streik der Transportarbeiter in Prag. Wie die Grazer Blätter berichten, sind gestern mittags die Danspvrtmtb Sprdiliousai beiter in dm Ausstand getreten, weil die Transporiunternehmungen die geforderte 40*/,ige Lohnerhöhung nicht bewilligt haben. * Die Schönbrunner Menagerie. Der Trerbestand ,der Menagerie im Sckönbrunner Schloßpark hat während bcS Krieges durch die äußerst erschwerten FütterungSverhältnisse ganr bedeutenden Schaden genommen. DaS Handelsministeiium hat es sich zur Aufgabe gemacht/ diesen Tiergarten weiter auszubauen- Abgesehen von den gmiz bedeutenden Koftm. welche der Staats' verwaltmg au^der Erhaltmg der Menagerie erwachsen, ist für die Ergänzung MS herabgesnnkenen Tiei bestandesdie Beschaffung ganz chetrachtlicher Mittel erforderlich. Um diese Aufwendungen wenigstens teilweise hereinbringen zu können und >dru Weiterbestand der Einrichtung zu stchem, muß vom 15. d. M. für de» Besuch der Schönbrunner Menagerie ein mäßiges Eintriltsg r l d eingehoben werden- Die Höhe dieses Betrages wurde mit K 10 festgesetzt. Bon der E'ckiichtung deS Eintrittsgeldes sind die schülvstichtigeu Kinder m Begleitung Erwachsener befreit. Desgleichen wird auch den. die Menägeme besuchenden Schulen gegen Anmeldung bei den Kassenschaltern der free Eintritt gesichert. Lehrpersonen genießen gegen Vorweisung der Legitimation - eine 50*/,ige Ermäßigung- * DaS Ende einer Hochstaplerin. Wre em aus Rußland heimgrkehrter Wiener Arzt der Polizei mitteilt, ist im Oktober des Vorjahres eine in Wien sehr bekannte Hochstaplerin namens B i n d e r - S ch n e e b e r g aus Waidhofen von den Bolschewcken in Odeffa wegen Schwindels mit KriegSgefangenentranSporten nach Oesterreich' erschossen worden. Sie halte angegeben, Empfehlungen von Wiener, Präger und Bndavester offiziellen Stellen zu besitzen, «weckte ab'r bald das Mißtrauen des tschechischen Vertreters in Odessa. Man entdeckie, daß die Schueebrrg nnter der MoÄ'' eines Gefangenentransportes reiche Rnffcn mit ihrem Vermöge' und Brillanten über die Grenze schaffen wollte. Mit il. . zusammen wurde ein Wiener namens Pelzer und ein angeblicher Amerikaner Potter erschossen. . * Ein flüchtiger Böesenkommiflär. Aus Budapest wird gemeldet: Der Börsenkommissär Stephan M a l t v n ift' nachdem er seine Klienten um mehrere Millionen Kronen ge schädigt hatte, slücht-g grwvidcu. Er soll sich nach Wien brge'. e haben. * Der Djebftahl im Knnsthistorischen Musen«. Dft Amsiereamer Polizei hat am Dienstag deu Habdelsangestellten Erwin B e ck jun. aus Wien, der des Dteb'stahN' im kunsthistorischen Staatsmusenm beschuldigt e, schein^ «ttSgeforscht und vklha'tel. Beck konnte nickt leugnen, da bei ch« vier Gemmen, die aus dem Mtsiealbesitz stammen, gefsnden und sichergestellt wurden^ * Warnung. Die Zeitschrift -Zsido Szemle* in DckdapeD teilt mit, daß der Agent Joses L ö w nach Unterschlagung der gesamincl-en Abonnememsgcl-:er nach Wie« geflüchtet ist «Nd sich hier um eine Kantorenstelle bewirbt. * Den Kaffeneinbruch bei« ^Eisernen Mann*. Wie berichtet, wurde in der Nacht zum 19. April l. I. tat Prater-Gasthaus zum „Eisemm Mann" ein Kaffeneinbruch verübt, bet dem den Tatern Weitsachen um etwa K 200.00Q tn .lie Hände fielen. Als Tater wurden im Juni zwei berüchtigte Embrecher'Johann B e ck und Ludwig Ehr e n st raff er dtrb astet und dem Landeßgericht ringeliefert. Sie hatten währcü'tz " des Einbruches die Käckin im Schlafe bewach r, entschloffen Gewalt, anzuwenden, wenn sie von ihr eine Stömng hätten befürchten müssen. Als dritten Täter haben nnn AriminÄbeamte den wegen Diebstahls wiederholt abgestrasten 3sjährigen Hilfsarbeiter Karl G ö! l e r, der zuletzt XVI., Wattgaffe 6, gewohnt hat und deffen strengste Strafe drei Jahre schweren Kerkers betrug, am 8. M. verhaftet. * Ei« Pfandscheipskilscher. Im Mai und Juni d. I wurden m verschiedenen Versatzämtern in Wien aus Grund Le . fälschter Pfandscheine Wertsachen herausgelockt. 'Der dadurch an gerichtete Schaden tst bis ietzt mit K 96.000 ermittelt. Nun wurde am 38. Juni bei derPräsentiernng eines gefälschten Piand sch.eineS m der Pfandleihanstalt Herna^ der Komptorist Max J u u g angebalten. Bei der Einvernahme hatte er angetzeben. von einer Faltchung nichts zu wissen und die Pfandschttnr von einem grwlffm Hast! übernommen zu haben. Max Jung wurde am 29. Juni dem Landesgericht eingeliefert. Durch Erbebungen gelang es, Rudolf Hgstl auszuforschen und M verhafte«. Bei seiner Einvernahme gab Haft! an, er habe die Fülschüng der Pfandscheine vorgenommen; den Erlös habe er mit seinem Freütide Jung, den von den Fälschungen wußte, geteilt. Die Pfandschnü» taijit den Lettern hatte er der Firma H a m b n r g e r, sk!.. Mollardgaffe.41. bei der er vier Tage alS ,Max Jung* beschäftigt war. entwendet. Haft! wurde dem LandeSgerichr ein» geliefert. * Familieudrama im Prater. Gestern früh hat der Markör Gustav Müller in feiner Wohnung, tf., Laffallestraße 45, seine Gattin Luise durch einen Reoorverschuß getötc» und sich lebensgefährlich verletzt. Der Mann ist «och nicht vernehmungsfähig. Das Paar war seit Pfingsten l. I. verheiratet und die Ehe hatte sich im Anfang sehr glücklich gestaltet. Müller war im Cafs Nordbahn m Stellung und es scheint, daß mißliche materielle Verhältniffe den ersten Grund zu den Zwistigkeiten geboten habi«, die erst vor kurzer Zeit begann«. * Di« Instand« iw Komitat Marmaros. Die berüchtigte Räuberbande Suhaj tauchte m der vergangen« Woche in der Nähe von B o l o v e (Komitat MarmaroS) auf nnd übersiel, wie tschechische Blätter brrichteu. drei Wage« mit vosi emem Markte heimkehreuden Juden, denen sie nach kurzer »Erläuterung" alles Geld abnahm. Ein Jude, welcher sich weigerte, das geloste Geld' herauszugeben., wurde kurzerhand er» schossen. An dem Uebertall nahm Snhaj persönlich teil, welcher sich bisher der strafenden Gerechtigkeit zn erltiehen weiß. Die Ernährung. Die LedensmittelmärLt«. Die neue TeueruugSweL«. Der schlechte Stand unserer Valuta bringt jede» Daß neue Verteuerungen namentlich solcher Artikel, .d« aus ' dem Ausland bezogen werden müssen. Föbge tsr die geringere Beschickung unserer Märkte, waS-Legreisttcherweise in einem Anziehen der Preise zum Msdruck konmwn. mntz.. So sind insolige geringerer Zufuhren von Feltschweine» aus dem' Mp'rkt in St. Marx heute Fettschweiue gleich um 25 Kronen per Kilogramm in die Höbe gegangen, war. ein Steige» der .Fettpreise befürchten' läßt.. Arrch Fleisch- - schweine verteuerten sich gestern im Großhandel in der > Großmarkthalle um 10 Kronen per Kilogramm. Im Detail? konnte nur eine leichte Abbröckelung der Preise für mindere-' Qualitäten von Rindfleisch und Kalbslei 7ch inßslg« der überaus geringen Nachfrage beobachtet werden. Minaere-- Qualitäten von Rindfleisch wurde» um 5 bis 10 Krane« per Kilogramm bMiger. .Auf den Grünwarenmärkten waren die Kartosstlzu- . fuhren zwar etwas, besser als in de» letzten Tag«,., doch reichten die Mengen bei weitem noch nicht für den Bedarfs Obst- Mid. Gemüsezusuhren waren günstig, die Preist blieb««! im allgemeinen unverändert. Ranlan-Stofle, Modecaro an Stadt - Restenmesse - i., Wcilibur-^a^se 10 iMi L , Ateessse. ■12, Telephon 11()3;1Y L. TeJectw»

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