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Wiener Morgenzeitung · 1921-08-09 · Heft 911 (9.8.1921) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 911 (9.8.1921)
Date
1921-08-09
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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JlEtfte 6 Wien, Dienstag_ Gerichlssaaft Nep«bMa«ksche Gerichtssorgen. Dt» Rüekftellnng von Orden «nd Ehrenzeichen. Die Verwaltung deS Hofärars i. L. hat der Regierung mitgeteilt, daß eine große Anzahl von Orden und Ehrenzeichen, dir «ach dem Tode des Inhabers znrückzustellen gewesen wäre«, nicht zurückgestellt worden find. Das DnudeSmimsterimn für I u st i z hat an die Gerichte z» diesem Gegenstand. einen Erlaß gerichtet, in welchem die Vorschriften über die Zurückstellung von Orden und Ehrenzeichen in Erinnerung gebe acht merde«. Die Gerichte haben dir Befolgnng dieser Vorschrift» durch di« G e ri ch t s ko m m i s s Sr e zv überwach«. Die Inanspruchnahme non Hotels durch das liquidierende Kriegsministerium. Bekanntlich behauptete daS liquidierende KriegSministerivw, mildem Ririeugebäude des Reichskriegsminifiermms am Stubenring nicht da? Auslangen zu finden und es wurden zahlreiche Hotels und andere Privatgebäude für dieses liquidierende Minifierimn in Anspruch genommen, wodurch die Wohnungsnot in Wie» verschärft wurde. Mit zweien dieser Hvtelmirtungen hatte sich gestern rin Fenal- Ünat drs Kvillandesgrnchtrs als Berufungsgericht zu befafiey. DaS Hotel Hnngaria, welches vom ehemaligen KriegSministerium erworben und vom liquidierenden Kriegsmnüsterium weiterbenützt wurde, wurde mit Ausnahme einiger Privatpartrie», die m dem Hotelgebände belasten wurden, zu Bureaus dieses Minifierimns adaptiert. Nunmehr ist dieses Hotel in ander« Hände übergegangen. das kqmdierende KriegSministerium, daS seine Bureauräumlichkeiten mm endlich doch rckuzierte, hat daS Hotrlgebäude verlassen «nd die Privatparteieu als seine ehemalige» Untermieter gekündigt. Diese gekündigten Untermieter brachten nun : durch Dr. H ö r g die Einwendung nach dem Mieterschutzgesetz ein, welcher vom Bezirksgericht Landstraße Folge gegeben wurde, indem die Kündigung der in dem Hotelgebände zurückgebliebenen Privatparteien für unwirksam erklärt wurde. Gegen dieses Urteil brachte das Aer.ar die Brufung ein, welche brr der heutigen Verhandlung vor dem Zivillandesgericht vom Vertreter der Finanzprokuratur dahin auSgeführt wurdedas Eigentumsverhältnis des Aerars an demHotelHungaria sei erloschen, das Aerar habe daher nicht mehr die Möglichkeit, die Untermieter in dem Hotelgebaudc weiterzubehalten. Der Berusirngsftnat (Vorsttzender Hoftat Dr. Hellmer) verwies unter Aufhebung drs angefochtenen Urteils die Sache zur nochmaligen Verhandlung an dje erste Instanz, weil der erste Richter ' mit Unrecht die aktive Klagslegitrmation des Aerars verneint und nicht berücksichtigt habe, daß zwischen dem Aerar und den Untermietern ein privater Mietvertrag entstand» sei. _ Der „König der Kafsenemörecher". Vor einem Schöffensenat des Straflandesgerichtes H hatten »ch gestern der berüchtigte Kaffeneinbrecher Paul Pacher, 27 Jahre alt, der 31jährige Möbekpacker Leopold Haubner und der 32jLhrige Kutscher Franz K l e m e n t, und zwar Pacher wegen Gewohnheitsdiebstahls, Verleumdung, öffentlicher G walltätigkeir und Falschmeldung. Haubner wegen Diebstahls und Klemmt wegen Diebstahls und Betruges zu verantworten. Ferner -st mit den drei Burschen die 45jährige Trödlerin Marie T e i <b m a n n wegen des Verbrechens der Diebsiahlsttilnehmung cingekl'.gt. , . Vom Landtage, icht m Klagensmt sollte Pacher im Oktober 192» dem Landesgericht I in Wien überstellt werden. Trotzdem man bei diesem Transport alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen end den gefährlichen Verbrecher an beiden Händen gefesselt hatte,' nlfe« Pacher in Ternitz, mdem rr aus dem in voller Fahrt -efindlichev Zug sprang. Erst nich einiger Zeit konnte er ausstforscht und festgenommm werden. Die Verhandlung wurde in später Abendstunde zu- Ende zrsührt. Der Gerichtshof erkannte alle Angeklagten schuldig und dimrtcilte Paul Pacher zu sieben Jahren, Franz Klement zuachtzehu Monaten und Äopold Haubner zu zehn Monaten s ch w er e n Kerker s, Marie T i i ch m a n « zu a ch t M o n 11 en einfach enKerkers. <spor1. Wiener Mannschaften im Auslande. Hetfiugborg, 8. Julr. (Wolff.) Eine kombinierte süd- -chiochische Mannschaft besiegte gestern die Wiener Mannschaft Rapid mit b: S. Graz, 8. August. Wie die „Tagespost* ans Laibach meldet, endigte das gestrige Rückwettspiel des Wiener Sportklub gegen dm slowenischen Sportklub Jllirija mit 3:1 zugunsten her Wiener. Die Mannschaftsmeisterschaften im Ringen. Die Sonntag zur Austragung gelangte Runde der Mannschaftsmeisterschaft im Ringen brachte guten Sport. Hakoah errang, obwohl um mit drei Ringern antreteud, mit 6:0 einen überlegenen Sieg über A. C. Eiche. Die übrigen Ergebnisse waren: Herkules-Polizeiorgane 6:4, Wiener Sportklub-Heraü 6:4. — Auch in der Reservemeisterschaft blieb Hakoah siegreich. Die Trsatzmannschaft der Blauen bezwang die Reserve» Ostmark 6:4. Wettschwimmen „üuet durch Graz". DaS am Sonntag stottgetundene Wettschwimmen „Quer durch Graz* sah in der Damengruppe Bertha Zahomrk (Wien) siegreich. Als erster .Herr langte bei schwacher Wiener Beteiliauno Hauptmann BwLatich Mrar) an. Wiener Morgenzeitrmg Wiener Wasserballer ans Steifen. Der Wiener Amatenr-Schwimmklub siegte am Sonntag im Wasserballkampf Lber Augsburger Sckw. B. überlegen 7:1. Weniger gut schnitt der W. Ä. C. in Budapest ab. der mit 3:6 und 1:6 zwei Niederlagen m Kauf nehmen mußte. Die Hakoah-Fntzbakker trainieren Mittwoch ab i Uhr auf dem W. A. F.-Sportplatz in Hätteldorf. Akademische Sportsektion H«smo«»ah. Heute, v»6 Uhr, Training.- Treffpunkt Prater Hauptallee 3, Cafö Butterfaß. Pünktliches Erscheinen Pflicht. . Spoptklnb Ari. Heute Training. Donnerstag den 11. d. M. außerordentliche Generalversammlung. Anträge usw. sind an Leu Schriftführer N. S r l b e r st e i n zu lende». I Bankhaus M. ROHATYN Wien, L, Maria Theresienstrass© Nr. 10 Telephon 20-3-63. J Durchführung sämtlicher Bank-Transaktionen. I An- und Verkauf sämtlicher Devisen und Valuten. Der Volkswirt. Gestempelte Krone -- —.63 Centimes Auszahlung Wien — —.62 Centimes. Neuerlicher Nückgang. In Zürich notierte: die österreichische Krone . . .—.62 (-.66 am 6. August) die österr. gestempelte Krone . -.63 (-.64 am 6. August die tschechische Krone .... . 7.50 ( 7.55 am 6. August die Mack ........ . 7.35 ( 7.40 am 6 August Agram.. . 3.50 ( 3 40 am 6. August) Bukarest. ( 7.60 am 6. August Budapest ........ . 1.50 ( 1.45. am b. August) Warschau . -31 -.32 am 6. August) Die Valutenhauffe ohne Ende. Neuerliche Steigerungen bei vorübergehenden Abschwächungen. Der neue Rückgang der Krone bewirkte an der gestrigen Börse ein weiteres Amiehen der Valutenkurse. Es kam zu vorüb?rgehenden Abschwächungen, doch schlossen sämtliche ausländischen Zahlungsmittel mit b e t r ä ch t l t ch e n Avancen, Hervorgehoben seien D o l l a r n o t e n mit K 1l40, eng ft P fand K 4115, S t r c K .4000, Lei st 1415, t ch e ch o - slow. Kronen K 1439, p o ln. Mark L 53. Im übrigen verweisen wir auf die.nachstehenden Schlußkurse: Amsterdam 35 850.— Geld. 35.450 —Ware (gegen 5.'Ananfi 38.050.— Geld. 83.150 — Ware), Agram 670.-: 674.— 618.—, ■622.—), Belgrad 2678.- 2608.- (2471.-. 2491.-), Berlin 1402.—, 1408— (1317.—, 1323.-', Brüste! 8580.—. 8020.— 8005.—, 8045.-), Budavest 283.50, 286.50 f269.50 272.50), Bukarest 1447 50,1457 50 (1347 50.1857 50), Ebfiftrania 14.675.-, 14.725.— (—.-, —.—). Kopenhagen 17.415—, 17.525.— (-.—, —Loudon - 4135.-, 4155 — (3815,—, 5.865.—), Mailand und Triest 4915.—, 4935.— (4f>'5.—, 4645.-), New')')v'-r 1151.-, U55.- (1066-, 1070.-). Paris ^905.—. 8945— (8280.-, 8320.—). Prag 1437.—, 1443.- (1344.(0 1350.50), Sofia 1005.- 1015— ,'870—, 880.—), Slockholm —(22.120—,. 22,180.—),, Wärichau und Krakau 62.40 54.40 >52 60. 54 60>, Zürich 19.175 —, 19 225.- (17.712.60. 17.762.50), Madrid 14.990.-, 14.990.- , —.—). Dollarnoten 1140.—. 1144.— (1055.—, 1059.-) Belgische Noten 8530?-. 85707955.-. 7995;-), Bulgarische Noten 985.—, 995.— 852.60. 852,60v Dänische. Noten 17.375.-, 17.425,— M 6.275-, 16.325.-), deutsche Marknotev 1400.—, 1406.— (1315.—, 1321.—), englische Noten -4115.—, 4135 - (8825.-. 3845.-), französische Noten 8880.-, 8Q20,— (8267.50. 8307.5Ö), holländische Noten 35.250.-r, 35.350.— (32,950,—. 38.050.—), italienische Noten 4900.-, 4920.— (4615.—, 4635;—). unabgcstempelte jugoslawische Noten 2670.-. 2890.- (2458.—. 2478;-). norwegische Dtoten 14 525.-, 14.576.— (13.375.—, 13 426.—), polnische Marknoten 53 —, 55.— (62.10, 54.10), Rumänische Nöten 1445.-. 1455.- (1343.50. 1352.50), Russische (Rom.) —(— Schwedische Noten 23.220.-,. 23.280.- (21.970.-, 22.030.-), Schwcher Noten 19.125.—. 19.175.— (—.7-..—.—), tschecho-, slowakische Noten 1439.—, 1445.— (1341.—, 13i7.—\ ungarische Noten neuer Emission 2(8 50. 28160 (269.50. 272,50), Spanische Noten — Der wirtschaftliche Aasba« Palästinas. Der „Vossischen Zeitung" wirb aus Jerusalem berietet: Die Handelskammern Palästinas sind noch; jungen Datums, und es wäre eine unbillige Forderung, die Organisationen, den .festen Besitzstand, von Usancen und damit zugleich jene Bedeutung vvrauszusetzvrt, die.ähnliche Institutionen im Ausland entwickelt haben. Immerhin, ein Anfang ist genmW; allmählich; wird eine Instanz entstehen, die, mit einem halbamtlichen/ Charakter ausgestathrt, für den Handel mit Europawesentlich; wechen wird. Zurzeit bestehen Handels^ kümmern in Jerusalem, -Arffa, Gaza, Nablus, Dulkerem und zwei in Haifa (eine jüdisch:« und eine ' arabische). Die letzte Vollversammlung aller Handelskammern, die anfangs Juli unter hem Vorsitz des - Oberkvmmissärs in Jaffa stattfand, behandelte eine Reihe von Fragen, die deutlicher als es langatmig«) Berschte vermöchten, die Sorgen der Kaufmannschaft und die Nächstliegenden Ausgaben betrafen. Die Hauptklage betraf die postalischen Verhältnisse. Ein Brief von Jerusalem nach; Jaffa geht fünf bis; - jechK Tage! Da? ist. mehr als. ein lokales AergeLjnis- S. August 1921_fe9H Wichtiger ist, baß die Eisenbahn bisher jede Verant* Wartung für den Verlust von Gütern ablehnte. Diesen unhaltbaren Zuständen soll jetzt durch; eine fünfpwzen. tige Auflage auf die Frachten begegnet werden, ein Zuschlag, durch' den eine eigene Eisenbahnpolizei unter. Halten werden soll. Fraglich; ist freilich, ob hie geradezu phantastiMn Eisenbahnfrachtsätze noch eine Erhöhung vertragen, kostet doch zum Beispiel ein Waggon von Haifa nach Kairo, also für eine Strecke von! zirka 600 Kilometer, zirka tiy* Guineas, wahrend für die 32 Kilometer von Haifa nach Akka 4 Guineas bezahlt werden müssen. Weiterhin wird: gefordert,, baß fortan auch am Sonntag — an dem der garize Personenverkehr bisher, «Meblich; aus -technischen Gründen, unterbrochen isti— wenigstens ein Zug Jaffa, und Jerusalem, einer Haifa und Jaffa verbinde. Das! Bahnnetz muß, obwohl manch>es während des Krieges durch die Engländer.(Aegypten—Haifa) und durch die Deutschen (Nablus-Tulkerew; Nablus—Afele), geschehen ist, weiter ausgebaut werden. Als besonders dringlich wird eine Verbindung Nazareth;—Haifa gefordert. Einig find sich alle Beteiligten, daß überhaupt bas Reisen verbilligt und die Reisen ins Ansland (Aegypten und Syrien) erlejch'tert und' von den unerträglich; hohen Sporteln befreit werben müssen. Eng mit diesen .Problenüen find die Fragen d«a Häfen verbünden. Es wird aus den Erklärungen^ des Departements . für Handel und Industrie - jetzt immer deutlicher, daß-als-' Wirtschaftshafen allein Jaffa' in Aussicht genommen ist. Es liegen drei Projekte vor. Welches von der Regierung gebilligt worden wird, ist noch nicht -zu erkennen. Die Entscheidung' liegt bei denen, die irgendein -Projekt fiu-cyrzioren können. Hier ist eine rentable-Aufgabe > ... Auf H-aifa hat .(schMt^s) vorerst die englische Admiralität die Hand gelegt. Sicher ■ wird auch der Handel aus einem Kriegs Hafen Vorteile ziehen. Jedenfalls beweist die Forderung, daß in Haifa ein Frei- ' Hafen für Transitwaren nach. Syrien geschaffen werde, die Richtigkeit der Auffassung, daß Mhrut (nachdem 'Bau eines französischen Hafens in Tripolis) immer mehr ausgeschaltet wird. ' Gaza, das trotz sefines gerstereichen Hinterlandes immer stiefmüttorlich behandelt wurde, verlangt eine Zufahrtstraße züm Meer und den Ausbau eines-Molo, der die direkte Verfrachtung auf .grMe Dampfer ermöglicht.. In Verbindung mit dem Gesuch um Freigabe der Körnerfruchtausfuhr würde ein Gaza-Hasen auch; andere Landesprodukto. als. nur Orangen -und Wein weltmarktfähig; machen. Gerade die'ländlichen Bezirke drängen aus Agr ikulturschulen. Es fthlt zwar jetzt an Ansätzen dafür nicht. Aber wirklich wirkungsvoll würden sie erst sein, wenn -an der Hand von zollfrei eingeführten, landwirtschaftlichen Maschinen. Unterricht; erteilt würde. Nur zugleich' mit ber .Jntensivilerung despalästinensischen Ackerbaues, die durch Maschinen eingeleitet werden muß, wird' die Agrarbank, auf die die Gesamib'evölksrung wartet, eine feste Grundage erhalten. Jetzt find siir -diese Bank nur Andeutungen^ gegeben. Die einstige- , von den Türken geschaffene Einrichtung (200.000 Pfund Sterling Kapital) ist verschwunden. Zwar 'sind 50.000 Pfund Sterling für diesen Zweck -gesammelt worbe» und es liegt auch ein Kredit von 370.000 engl. Pfund Sterling der Anglo-EgyptiaN Bank vor, für den die Regierung die Garantie übernommen hat; allein es sind weitaus/, größere Summen nötig. ___ . Schiffe oh«e Frachten. Betriebeinschranhnngen im italienischen. Schiffsbau» TriTst, 3. August. Die Schiffswerften' von Trieft und der Übrigen Grbi-te des julischen Beneiien haben, wie schM erwähntbeschlossen, von nun an den Betrieb mft vier Wochentage in der W'ise zn beschränken, daß die Merk' am Montag und Dienstag geschlossen bleiben. Die ligurische»r Reeder führen die. Einschränküng der Erzeugung sch« seit längerer Zeit in der Weise durch', daß ein größer Teil . des Arbeitspersonals entlassen wurde. Der^ Beschluß der Reeder im ne-uitalienischen Gebiet dürfte hauptsächlich darin seinen Grund haben, daß auf die Regierung ein Druck ausgeübt werde, damit die Versprechungen^ der früheren Regierrmgen hinsichtlich einer großen S'ttbventi-on für bre Reedereien von der neuen Regierung eingelöst werden mögen. D-aS Zögern der Regierung, den Wünschen' der Werft-enbesitzer und der Mwt-rlschaften entgegenzukommen', erklärt sich teilweise aus btt Stellungnahme ek-izelncr hervorragender Wirtschaftspolitiker gegen eine weitere staatliche Förderung des' Schisfsbaues in Italien. Diese Wirtschaftspolitiker führen im wesentlichen aus, daß die Krise des italienischen. Schiffsbaucs eiüe Teilerscheinung der Weltkrise im Schiffsbau darstelle. D'ie außerordentliche Steigerung der Schiffsfrachten nach Beendigung des Krieges hätte zur Folge, daß eine sieherhafte Tätigkeit in allen Ländern zur Vergrößerung; deS Schiffsparkes einsetzte. Zwanzig Monate nach..dem.Waffenpillstand gab. es aus'der Erbe UM 8 Millionen Donnen: wehr Schiffe als im Juli 1914. Die plötzlich einsetzende Krise - ..hat', zur Folge, das; gegenträrlft; gegen 6 Millionen-Tonnen außer Arbeit liegeir und zahlreiche Werften, namentlich in den Bereinigtem Staaten,. liquidieren mußten. In Italien sei, so führen diese Wirtschaftspolitiker aus, Kiefer allgemeine Zustand »ivch durch besondere Umstände Mer schärft. Durch die Erwerbung der neuen Provinzen besitze Italic» jetzt ungefähr 180 Werften, wovon 40 auf die neuen Provinzen entfallen. Der tatsächliche Bedarf an Werften könne jedoch mit höchste-ls .90 aja-geuomme«

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