Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 906 (4.8.1921)
- Date
- 1921-08-04
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 906 SEDten, Donnerstag Am Zuckermarkt sind die Preise zwar infolge steigender Nachfrage momentan gefestigt, doch geht die allgemeine Ansicht dahin, daß in der nächsten Zukunft bei wachsender Produktion eine allmähliche Preisreduknon möglich sein wird. Auch die Nachrichten ans der chemischen Industrie, terLeher- und S ch u h-, L e r n e n- und S pitzen- Jndustrie lauten sämtlich befried gend.' Die Durchführung des vor kurzem zwischen Grubenb e sitz e r n und Bergarbeitern zustande gekomme en Verüagss stößt in der Praxis noch auf, mancherlei Schwierigkeiten. So sind in einigen Kohleudistrikien dadurch Uneinigkeiten entstand n, daß sich die Grubenbesitzer. Berstöäe gegen die im Vertrage enthaltenen Bedingungen zu Schulden kommen ließen. Die dlining Association (Bereinigung der Grubenbesitzer erwog deshalb dieVeröffenttichung emes an ihre Zweigstellen gerichteten Zirkulars, welch S eine Mahnung sein sollte, sich an die vereinbarten Bedingungen zu Hallen. Es ist aber siaglich, ob die Schwierigkeiten damit behoben erscheinen. Am meisten beklagen sich die Bergleute darübcr. daß viele Grubenbesitzer, nachdem sie die Löhne dem Vertrage gemäß zurückgesetzt hatten, weitere große Lohnreduktiouen Vornahmen, indem sie seit langen Jahren gültige Gratistkationen und sonstige Zuwendungen adschafften. Dadurch wird nun allerdings das Uebereinkommcn mehr dem Sinn als dem Buchstaben nach verletzt, und eine Kontrolle ist, besonders bei einer Industrie mit so komplizierten Lohnweseu, sehr schwer durchführbar. » Die für den 20. d. M. einberufene Konferenz drr Werftarbeiter bestätigte das provisorische Ucbereinkommen, demgemäß der zugcstchcrte Tageslohn von. 16 Schilling am 4. d. M. um 2 Schilling und am 5. Jänner um rjneu werteren Schilling herabgesetzt wird. Dieses lieberem kommen entspricht den Erwartungen. Einen erfreulichen N ü ck g a n g zeigt der Ausweis der Beschäftigungslosen am Schluff der ersten Juliwoche. Am 8. d. M. gab es im Bereinigten Königreiche 2.120.20! Beschästigungslose, das ist um 50.100 Personen weniger als eine Woche vorher. Die Wirtschaftszustände in Griechenland. „Welrwirischafts-Zeitung" berichtet: Infolge der durch die unerwartete Verlängerung des Krieges in Kleinasten geschaffenen neuen Situation hat sich die wirtschaftliche Lage, auf den verschiedenen griechischen Handelsplätzen s e h r v e r s ch l i m me r t. Die mit den Rüstungen verbundenen finanziellen Maßnahmen im Zusammenhang mit der Haltung der Entent: gegenüber Griechenland brachten einen kühlbaren Sturz der Drachme mit sich, der noch dadurch verschärft wurde, daß sich in weiten Kreisen eine Panik einstellte und überhastete Deckungskäufe vorgenommen wurden. Das energische Vorgehen der.griechischen Regierung gegen die unlautere Spekulation und Valutaschieberei hat nur eine geringe Beruhigung hervorgerufen. Es ist ganz von der ferneren Gestaltung Griechenlands zu dm Ententemächten abhängig, ob sich die griechische Valuta wieder einigermaßen erholen wird. Inzwischen verhalten sich die Kausteute naturgemäß sehr zurückhaltend; da fast in allin Branchen genügende Vorräte vorhanden sind, beschränkt sich die geschäftliche Tätigkeit auf ein bescheidenes Maß. Es liegt indes großes Jntereffe vor, wieder regelmäßige geschäftliche Beziehungen, insbesondere mit £> e fl e f t e t ch, anzuknüpfen, auch trytz des Umstandes, daß österreichische Waren in Griechenland einem höheren Zollsatz unterliegen als Waren aus den Enteniestaalen. Lerder glauben aber viele österreichische Fabriken, nur zu Richtpreisen stellen zu können, wahrend deutscherseits und seitens anderer Länder Festpreise angcboten und die Lieferzeiten wel korrekter als in Oesterreich eingehalten werden. Aehnlich verhält es sich mck dm seitens der österreichischen Industriellen gcstelltm Zahlungsbedingungen. Jene Firmen, welche demnach ein Jntereffe am griechischen Ge'chäft zu nehmen gedenke^ müssen in erster Linie den Preisen anderer Produktionsänder und den von dort gebotenen Erleichterun gen Rechnung tragen. Abänderung des Arrangements an der Wiener Börse. Die mit Kundmachung vom 15. Juni d. I. verlautbarte Arrangementeinteilug wird wie folgt a b geändert: Die Geschäfte vom 1., 2., 3. und 4. August d. I. sind -am Freitag den 5. August anfzugeben.' Dienstag den 9. Meldungen, Mittwoch den 10. Effekteneinreichung, Samstag den 13. Kassa und Aufgabe. — Die Geschäfte vom 5., 8.. 9., 10., 11. und 12. August sind am S a m s t a g den 13. August anfzugeben. Mittwoch den 17. Meldungen, Donnerstag dm 18. Effekteneinreichung, Montag den 22. Kassa und Aufgabe. — Für die am 1. August auf gegebenen Geschäfte bleibt der 8. August als Kasfata^g aufrecht. Ueber den Anbau von Zuckerrüben für die Zuckerfabriken Deutschlands macht das statisüsche Reichsamt Mitteilungen. Die Angaben beziehen sich für 1921 auf die Fabriken, welche im Betriebsjahr 1921/22 Rüben -n verarbeiten beabsichtigen; für 1920t auf diejenigen, welche während des Betriebsjahres 1920/21 nn Betrieb waren und aus den Rüben Zucker hergestellt baden. Nach dieser Berechnung stellt sich die Zahl der Fabriken mit Rübenverarbeitung auf 267 in Betrieb kommende (gegen 263 für 1920/21 in Betrieb gewesene) Fabriken- Die Anbaufläche betragt für Fabriken mit Rüben, die von ihnen selbst auf eigenen oder .gepachteten Feldern angebaut sind, für 1921 17.312 da (gegen 16.139 h.a in 1920) Erntestäche. Die Anbaufläche für Rüben, die von den Fabriksgesellschaften vertragsmäßig zu liefern, sind, stellt sich für 1921 im Inland auf 137.985 da, im Ausland auf 609 ha (geam eine Ernlefläche von 119.745 ha, beziehungsweise 190 ha in 1920). Kohckenverhandlungen zwischen deutschen «nd französischen Interessenten. Auf Grund' einer Anregung des französiichcn Arbeilsmmffteriums soll demnächst eine Konferenz zwischen den französischen Koblenintere f s e n t e n und den Vertretern des deutschen Syndikats stattstndcn, die eine direkte Vereinbarung über die Quantität und Qualität der deutschen Kohlenliefcrungen ermöglichen soll. Weitere Erhöhung der Kohlenpreise in Polen. Wie aus Krakau aemeldel wird, bat das staatliche Kohlenamt in "ZSitmt Anorgenzerrilng /t, August 1&21 &eiie 7 Warschau die Koblmvreiie mit 1. August abtimals binaufg'etzt. und zwar von 39.000 auf 52.000 polnische Mgrk Ar 10 t. lofn Grube. Der Preis von!0 t ab Bahnhof Krakau stellt sich auf 60.000 polnische Mark, mi Drtailvrrkanr fo'ut Bei Meterzentner 698 polnische Mark. Neue Ausfuhrzölle in Aumänien. Die Handelskammer macht aufmerksam, daß die Austubrzollgebübren für eine Reihe von Waren in Rinnämcn abgcänvert wurden. Die Interessenten können in die m' der Zöllabteilung der Kammer ausliegeude rumänische Ausfuhrzoll-Liste in den Amtsstunden (6 bis 2 Uhr an Werklagm' Einsicht nehmen. Der Futtermangel in der TsrHecho-Slowrcker. AuS P r a g, 2. August. wird berichtet: In der heutigen Sitzung des Senats wurde bei der Beratung einer Regicrunksynorduung über die Aufhebung drr Beschränkungen im F l e l s ch- und Butterverbranch auch eine Einschließung angenommen, woiin im Hinblick auf die katastrovhale Futtermittelknappheit die Regierung aufgefordert wird, die Ausfuhr von Heu., Stroh und Fnttermitleln zu verbieten und sämtliche Melasse )öwie zur Versüttcrung dienenden Abfälle der Industrie zu beschlagnahmen. Weiters wird die Regierung aufgesordert, wegen Herabsetzung der Fleisch- und Fettvreise. die den heutigen Viehpreisen nicht mehr entsprechen, ciuzuschreiten und schließlich den Verkauf von Fleisch .versuchsweise du>ch die Gemeinden,Konsumvereine und den Staat 'vornehmen zu lassen. Außerdem wird verlangt, daß die mit Ver!- oidnung vom 21. Juli bewilligten Viehexporte den, festgesetzten Prozentsatz auf keinen Fall.überschreiten und daß diese Ausfuhr nur als provisorische Notmaßnahme gelten solle.. Schließlich verlangt die Resolution die Einberufung einer Euq'uete, die sich mit der durch die Futtermittelknappheit entstandenen Lage beschäftigen soll. Berliner Börse. Berlin, 3. Altgust. Der fortgesetzte Rückgang d e § M a r 1 k u v *? §, der hier heute ein weiteres Anziehen der Dcoisenklttie, besonders des Dollars über 83 bewirkte, gibt der festen Tendenz an der Börse und der scheinbar ui'verssegbarev Kauflust des Publikums - immer wieder Stütze «nd Anregung. Wai apch die Gruudstimnnmg nicht mehr so einheitlich fest und das Geschäft im.Großverkehr etwas stiller als bisher, so bleibt doch die Flat der bei den Geoßbanken einlatssenden Aufträge in . den zu Einheitskurten gehandelten Jndustriewerten noch immer so givtz, daß die Aufträge nicht mehr bewältigt «nd ganze Stöße von Bür'entereschen nicht erledigt werden können. Bezeichnend ist aber, daß die Börsenspekulation sich heute in stärkerem Maße adwart nd und zurückhaltend verhielt und dies wiederum mck den kommenden neuen Steuern und der bevorstehenden Entscheidung m Ooerschlesien begründete. \ Brrdapester Börse. Budapest, 3. August. Die Tendenz des Marktes war hcu'e freundlicher. Befondeis in den zu Jnvestktionszwccken geeigneten jchiveren Papieren war die Nächf>age lebhaft und diese befestigten sich am meiste«. Die übrigen Kurspamerc schloffen auf dem gestrig rn Niveau oder sogar darunter. Von, Eisenwerlev bessert w sich Ganz Danubius- und Ganz Elektrizckäts-Akiien namhaft. Mühlcnvapiere waren fest. Bon Bergwerksvapiereu errerchiar Magnesit-Aktien eine Kursbesflrung von 600. Holzwerte waren fest und besonders Landesholz-, Gutmann-, und Raschitzer-Aktieir bevorzugt.-Die Valuten befestigten sich infolge des Rückganges der Tüncher Kronendcvise, gaben jedoch zum Schluffe nach und schlossen unter dem Niveau der Eröffnungskurse. Die Weltgcwinnung in Aluminium und Bauxit. Das britische Mineralamt hat einen Bericht über Aluminium und Bauxit, hcrausgegeben mit tabellarischen Uebersichtrn über die Produktion von Bauxit Md Aluminium in den Jahren 1913 bis 1919. D'e Weltvroduktion in Baurit ist äußerst schwankend und betrug 1913 5,28 643 t, 1914 231-961 V 1915 .429.177 t, 19l6 * 549.416 t 1917 713.451 t, 1918 628.829 t und 19l9 552:964 t. In der Produktion stehen die Vereinigten Staaten und Frankreich an erster Stelle. Während die Bauxitprodultion 1919 sich auf der Höhe von 1913 hält,, ist d'e Produkston von Alum'wnm 1919 zweimal so groß wie 1913- Die Jahresproduktion beläuft sich 1913 auf 71-643 t, 1914 88125 t, 1915 83.309 t, 1913 120.655 t, 19l7 157.598 t, 1918 169.713 t und 1919 147.(00 t. Die, Schweiz stand von 19k4 bis 1917 an zwci'er Stelle^ der Aluminum produzierenden Länder. An erster Stelle stehen die Bereinigten Staaten, die in 1919 etwa 55%, der Weltvroruklion stellten. Deutschland, Frankreich und Norwegen haben -ebenfalls erheblichen Anteil an der Welt- Produktion. weisen jedoch nicht die gleiche Stabilität aus, wie die Schweiz. __ ' Wiener Börse. Infolge des neuerlichen Rückganges, der Krone in Zürich und der sprungl,asten Aufwärksbewegung in fremden Zahlungsmitteln kam es an der gestrigen Börse zu neuerlichen Steigerungen der Kurse von Pap:eren valutarischen Charakters. Alpinen-Aktien kam es zugute, daß sie für ausländische Rechnung gekauft wurden. Sie stiegen um K 250. Salgo besserten sich um K 490. Die Pctroleumwerte machten ihre vorgestrigen Verluste wett: Fanto erhöhten sich um K 500, Karpathen um K 1010, Galiziaum K 4950. Von Bank-Aktien ist die Avance der Depositenbank um K 30, der Zivnostenska um K 80 hervorzuhrben. Schärferen Rückgängen unterlagen Fez-Aktien (um K 30o), Nordbahn (um K 500). Renten waren etwas schwächer. Im übrigen verweisen 'wir auf die nachstehenden offiziellen Schlußkurse: I«d»strte-rrntvr»ehm«ngen. Allgemeine Bangesellschaff 8155.— (-s- 30.—), Unionbau 2800.— (— 190,—), Wiener Bauaesellschast 4275.— (4- 275.—), Königsbofer Zemeni 6700.— (— 300.—), Perlmooser Zement 5950.— (—10.—), Wienerberger Ziegel (-.—), Aesmger Braverer 3290.— (4-190.—), Sarajevo9850.— (-— 150.—), AussigChem. 13.200-(4- 350.—), Brosche Spiritus 9500,— (4- 125.—), Carborundum 6500.— (4-180.—), Chlotbilde 6820.—(+ 15.-). A-E. G. Union Elektr. 2100.—(4-40.—), Bereiniflte Elektrische 2180.— (— 65,—), Siemens Schuckert 1938.- (-s- 3.—). Alvine 3700.- (-1- 250.-). Berg- und Hüttenwerke 13.000.— (4- 260.—), Austria Email 5090,— 4- 90.—). Egydier —(— —.—), Enzesfelder 3750.— (— 40.—), Felten & Guilleaume 9100.— (— 80.—), Gremitz Eisen 4600,— (4- 30.—), Hutter & Schrantz —(— —.—), Krupp Ä.«®, 2060.- (—10.—). Poldihütte 5600.— (4- 50.-) „Prager Eisen 14.000.— (4-400.—), Rimamurcmh 5890.— (-f 100.—). Skodawercke5510— (+ 15.—), Wasseafabrit 2405.— (— 20.-), Brüx« Kohlen 10.200.— (+ l80.-r), Gran- SzaSzvarer 6100.— (— 50 —). Nordnng. Kohlen 4950.— (+ 260.—), Oderung.HMen 10.450.— (4 350.—), Rossitzer 4390.— (4- 190.—), Salgo -Tarjaner 10.490.— (4- 490.—). Trisailer Kohlen 4620 - (— 75.-), Ung.Allg.Kohlen 14.800.- (+ 370.-), Urikany 10.000.— (— 400.—), Beitscher Magnesit 29.500.—, (-Westbohm. 6100.— l 4- 400.—), WolsSegg 1970.— (4- 50.—), Danek Maschinen 5200.— (— 350,—), Brünner Maschine« 5030 (+180.—), Daiml« Motoren 995.— (4- 20.—), Fiatwerke — (-.—), Heid Maschinen 1148.— (4- 48.—), Hofherr & Schrantz 1248.— (+18.50), Sial Lokomotiv 4690.— (4- 10.—), Ruston 4480.— (4- 30.—). Simmering« 2400.— s- -.-), Elbemühl 3350.- (4- 30.-), Lepkam-Josesstbaler 7595.- (4-25.-), Neusiedler 22.250.-(-200.—). Apollo 8700.- (4 100.-), Santo Genf 37.900.— (4b00.—). Karpathen 26.010.-- (4-1010.—). Galizia 64.950.- (+ 4950.—), Schodnica 22.000.- (- 200.—), EoSmanos 6-2(0.— (—-.-), Fezsabriken 10.000.- (- 300.-), Rotkosteletzer 5650.— (4- ICO.-), Schoeller Zück« 12.600.— (4-100.—), Schönvriesen« 5110.— (--.—), Oesterr. Eisenbahnverk. ck?90.— (4- 19V.—), Ung. Eisenbabnverk. 8990.— (— 90.—), Wien« Waggonleihgesellschaft 3275.— (4- 75.—), Gerngroß 1068.— (+ 1.—), kwlzhaudelsgeseüschast (-.-), Türkenlose 4700.- (+ 315.-). Tnansport-Untennehmunaen. Adria —(-.—) Ansstg-Teplitzer 8500.— (-.—X Buschtiehrader tit A 7500.— (-.—), Buschtiehrader lit. B 3450.— (— —.--), Donau« Dampf. 19.300.— (— 600.—), FerdinandS-Nordbabn 25.500.— (- 500.—), Graz-Kössacher 4050.- (-.-). Kaschau-Oderbetaet 2470.— (4- 15.—), Lemb«g * ^«nowitzer 4925.7- (4- 50.—), Lloyd 60.000.— (--), Ravigazione 18100.— (4- 300.—), Staatsbahn 5930.— (4- 40.—), Lombarden 3030.— (4- 90.—), 8% Südbahn-Prior. 3839.— (4- 39.—), Staatsbahn- Geaußscheine 2960.— (4- 160.—). Renten. Mairente 119.— (— 1.—), Februarrenle 120.— (-.—), Oesterr. Kronenrente 119.— (— 1.—), Oesterr. Goldrmte —(— —.—), Ungar. Goldreute 645.— (-v Ungar. Kronenrente 305.— (-.—). Banke«. Anglo-Bank 1910.— (4- 14.—), Oesterr.-bosn. Bank 1255.— (— 44.—), Britisch«ungar. Bank ‘ — (-Bankverein 1282.— (— 17.—), Bodenkredit 2675.— (—10.—), Oesterr. Kredit 1680.— (— 5.—), Ung. Kredit 4240.— (— —.—), Depositenbank 910.— (-f 30.—), Niederöst. Eskompteges. 1645.— (4- 5.—), Ung. Hypothekenbank 675.— (4* 25.—), Länderbank 2835.— (4- 15.—)» Bosn. Landesbank 1590.— (4- 2.--), Mercur 1005.— (— 5.—), Oesterr.-ungar. Bank 3790— (— 10.-), Unlvnbank 1198— (4- 9.-), Verkebrsbarü 780.— (4 15.—}, ZivsoAeuska 487a— (4- 80.—). Börse für landwirtschaftliche Produkte. Nebst den Meldungen über andauernde Dürre nnd Hitze war der gestripe Markt auch von dem seitens der jugoslawischen Neg emng erlassenen Aussnhrve,bot für Roggen und Gerste >m Srnne der Festigkeck beeinflußt. In M a i s blieb das Geschäft von mäßigem Umfang, ernerseits wegen der geringen aieifbawn Offerten, andererseits infolge der überaus hohen Fordernngea. Mais wurde mit 7.05 jugoslawische Kronen sx Schlepp Wien bezahlt. Nach Tschechien fand Mais in der Preislage von LS 3.20 und darüber Absatz. Hier lagernde Ware wurde zu K 35 gekauft, ungarische exekutiv zu 61 40 iransit. In Roggen blieb das Durchgangsgeschäst belanglos, dagegen war in Hafer lebbafter Begehr bis zu IC 42 für Rechnung Deutschlands «nd nach Schweizer Stationen. Der Teuerungsprozeß in B 0 h n e n hat weitere Fori schritte gemacht, die Kauflust lst aus diesem Grunde zurückhaltender, da sich Interessenten erst an die Hockforaerungen 'gewöhnen müssen. Weißbohnen wurden mit K 42 bewertet. Das gleiche ist in Buntbohnen der Fall, d« Preis von K 30 b s K 32 hat nur nominelle Bedeutung. R 0 h h i r s e erzielte kC 32 bis 8 33. Für G e r st e besteht reger Begehr seitens Süddeutschlands, die Preisforberungen stellten sich heute bis zu lC 60 und sollen auch aus dieser Basis Abschlüsse persektuiert worden sein. Kleesaaten- und Sämereien standen auch heute in guter Frage. Rotflee erzielte L 160. Esparsette K 26. In-R e i s wird dem heimischen Konsum ausschließlich von der zweiten Hand alimentiert, die noch über billigere Offerten verfügt, das Ausland bewilligt nur vereinzelt die ins maßlose gestiegenen Preise. In Anbetracht des Umstandes, daß Böhmen ein Kartoffelausfuhrverbot erlassen hat, macht sich einiger Mangel geltend. Andererseits sind aber genügende ungarische Zuschübe zur Stelle. Für rote Ware werden K 22, für gelbe kC 24 verlangt, ungarische Ware mit K. 12 bis 14 Wim offeriert. . Z wiebeln werden an den Ursprungsffationen höher gehalten, da nach Deutschland größere Mengen zum Verkauf gelangten. Hier ist der Absatz schwerfällig. Preise stellen sich auf K 18 bis 19. Heu ist rar und erzielt exorbitante Preise. Stroh rst zu unverand«ten Preise» erhältlich. Wiener Holzbörse. Die Preisbewegung am s ü d w e st d e u t s'ch e n/Holzmarkte, namentlich am Nadesiundholzmarkt laßt keinen Zweifel darüber, daß man vor Beginn einer neue« Haussebewegung steht, was wohl mit dem großen Optimismus zusammenfällt, den man hinfichflich Gestaltung der Verhältniffe angesichts der kommenden Lieferungen fiir den Viel» verband begegnet. So lern die Sägewerke bei Abgabe -ihrer Gebote Rücksicht nehmen auf die für Schnittwaren erzielbaren Presse wäre nichts einzuwevden gegen die Höhe der gebotenen Presse, ab« wie es scheint, verläßt man schon wieder den gesunde» Boden und treibt durch gegenseitigen scharfen'Wettbewerb d» Preise in unvernünftiger Weise in die Höhe. Ans demhiesigen Holzmarkte bestand Interesse für Rüsten» schnittmaterial Kantholz, Lärchemundholz,' 40 mm - Pfosten Brennholz Schlägerung 1920. A u s g e b 0 t e n wurden 100 Waggons tschechische» Bnchrnbrennholz, trocken, von Nadelholz-Rundholz Blvchhoh 25 brs 60 cm zu JC 2200, Grubenholz zu K 2100 ab nieder österreichischer Station, von Nadelholz-Schnittmaterial von 18 err auswärts zu K 3300 ab steiermärkischer Station, von Laubholz« Rundholz Weißbuche gestockt zu K 3750 prompt ab niederöstev reichisch« Station, von Laubholz-Schnittmaterial Bache unge« dämpft inländisch zu K 3900 prompt loko. Abgeschlossen wurden Brennholz weich Rundling« zir K 22.500 prompt ab Wien. Zum öffentlichen Verkaufe gelangten ka» Artikel 343 des durch de« beeideten Sensel (Mandl' ein Waggon Besenstiele aus Holz zu K 130.000 traust Wien. __ Die Devisenkurse. Berk«, 3. August. (Kurse der Devisenzentrale.) Noten: Dollar 81.65 (80.75), Pfund 293.50 (289.-\ Italienische 352.- (355.-), Polnische 4.45 (4.15), Tlchecho slowakische 103.— (101.30), Alte österreichische —(—.—) Oesterreichische gestempelte 8.55 (8.95), Wien altes Wien abgest. —(—.—), Prag —.— £-♦—). Berlin, 3. August. (Devisenkurse.) Wien altes —.— Wien abgestempekt 881 (9.13). Prag 103.60 (102.45), Budapest 20.47 (20.17). Zürich, 3. August. (Devisenkurse. — Mitgeteilt vo« de» Schweizerischen z?reditanstalt.) Berlin 7.35 (7.45). Holland 186.—(187.25). New-Por 609.— (610.—), London 21.65 (21.73), Pari« 46.35 (46.45) Marland 25.80 (25.90), Brüssel 44.80 (44.80), Kopenhäge, 92.50 (92.50), Stockholm 124.- (125.-), Cbristiani. 78.- (77.25) Madrid 77.50 (78.-), Buenos-Aires 174. - (175.-!-), Mag 7.55 7 60. Agram 3.40 (3.40), Budaves 1.47V, (1.50), Bukarest 7.60 ,7.65), Warschau —(-.32' Wien Geld —.67V, (*-.67), Wien Ware —(—.—), österr. gest Kronm Geld 64.— (65.—), österr. gest. Kronen Ware — Amsterdam. 3 August. (Devisenkurse.) London 11.66'/« (U.67V«), Berlin 3.98 (396). Baris 24-S (24.92'/,). Schweiz 5380 (54.02'/»), Wien —.35 (—.35), Kopen Hagen 49.70 (49.60), Stockholm 66 60 (66.75), Christians 41.40 (41.60,-. 'Rew-Yorl 327.— (327.50), Brüssel 34.07V (24,10), Madrid 41.70 (41 57VJ. Italien 13.80 (13.97'Ul