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Wiener Morgenzeitung · 1921-07-31 · Heft 902 (31.7.1921) · p. Seite 13

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 902 (31.7.1921)
Date
1921-07-31
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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süMeit, Sonmag *im£rtcr rlliorgenzeiMng Seite 13 Nr. yus 31 Mi 1921 das polnische Holz fast gar nicht abgescht werden. Bor dem Kriege deckte Rußland den größten -Teil des Bedarfes dieser Länder wegen der billigen Seefracht.. Obwohl nun Polen über einen eigenen Zugang zum Meere verfügt, konnte es trotzdem nicht gegen den fmnläridlschm Wettbewerb anfkommen. Km Jahre 1980 wurden insgesamt .765.090 Donnen Erdöl gewonnen, was im Verhältnis zu den schwierigen Prodirstionsbedingungen, vor allem dem''Austreiben der notwendigen Kesselwagen und der Wiede rinstandsetzuinig der Petr>oteumraffinerien, einen bedeutend besseren Ertrag darstellt, als alle übrigen Industrien aufweisen könnein. Schon in den letzten Friedensjahren sank die Produktion von Jahr zu Jahr, was einerseits durch die schlechten PetroleLmpreise in den Jahren 1908 bis 1912 bedingt war, andererseits in den starken Wassereittbrüchen im Gebiete Aoryslaw-Tustanowtce, wodurch zahlreiche Gruben ersoffen und das Ad teufen vonneuen Bohrlöchern sehr erschwert wurdei Die. Erzeugung betrug in. den Jahren 1911 bis 1913 (den letzten Jahren, von tzenefn amtliche Berichte vvrliegen) 1,487.893 Donnen, 1,187.007. Tonnen und 1,063.000 Donnepr. Was die Industrie an der Steigerung ihrer Produktion am meisten hindert, sind die Arbeiterverhältnisse und die Preisbildung. In den letzten zwei Monaten wurde rm größten. Teile des Borhslaw- Tustmrowice^ebietes, wo neun Zehntel der gesamten Produktion gewonnen werden, infolge eines Streiks die Produktion eingestellt. Durch Vermittlung der Regierung wurde der Streik beendet, und man erwartet, baß die 'Arbeiterfrage, die seit dem Umsturz auch im polnischen Bergbaugebiet ständig die Wiederbelebung^ bedroht, mmnvehr für längexe Zeit beseitigt ist. Die Preisbestrmmung liegt noch immer in staatlichen Händen, und die letzten' Erhöhungen' vorn 1. April Werder: nur als ein Provisorium betrachtet, da auch beim Petroleum der freie Hau de l ein geführt werden soll. Die Industriellen aber verladen jetzt schon die Bildung eines staatlicher; Naphthabeirates, ohne dessen Gutachten die Negierung keine Frage von Wichtigk-tt für die Erdölindustrie entscheiden soll. Die Forderung der Industrie wird wahrscheinlich in vollem Ausmaß berücksichtigt werden. Die Welthandelsflotte. Die statistische Tabelle von Llohds Register über die Welthandelsflotte ermöglicht Vergleiche zwischen dem Umfang der gegenwärtigen Tonnage und der vor dem Kriege. Im Jahre 1914 beim« die Tonnage der H o l z s ch i s t e nur 1 °/0 der gesamten Dampfertonnage, gegenwärtig stellt sie sich auf 3’9% durch den Bau einer großen Zahl von Holzschiffen währenddes Krieges, um die Verluste der gesunkenen Schrffe wieder wettzumachen. Während im Jahre 1914 die seefahrenden Holzschiffe in den Bereinigten Staaten 210000 t umfaßten, beläuft sich die Tonnage jetzt oitf 1,210.0001. Da die Holzschiffe für den internationalen Handel nicht von besonderer Bedeutung sind, wurden sie in der nachfolgenden Tabelle fortgelaffen; diese zeigt aber, daß die eiserne und st ä h l e r n e Seetonnage Ende Juni sich auf 52,217.000 t stellte, gegen 42,514.0001 Ende Juni 1914, so daß sich also eine Zunahme von 11,703.0001 ergibt. Der größte Teil dieser Zunahme entfällt auf die V e r e i n i g t e.n S t a a t en, deren seefahrende Handelsflotte sich um 10,477.000 t oder um 570% vermehrt hat. Trotz der vermehrten Bautätigkeit in England und des großen Raumumfanges drr ehemals feindlichen Schiffe, die Großbritannien übergeben wurden, besitzt das Verewigte Königreich nur 411.000 t Schiffsraum mehr als vor sieben Jahren. Der Tonnengehall der seefahrenden Ersen- und Stahlschiffe der hauptsächlichsten scefahrttreibendeu Nationen stellt sich, wie lolgt: England. Britische Dominions . . Bereinigte Staaten . . . Oesterreich-Ungarn . . . Dänemark....... Frankreich.. Deutschland ...... Griechenland ...... tollanü. . tttlUtt. Japan ........ Norwegen. Spanien. Schweden . .. Juni 1914 Juni 1921 Bruttotonnen Bruttotonnen 18,877.000 19,288.000 1,407.000 1,960.000 1,837.000 12,314.000 1,052.000 Nichts 786.000 866 000 1,9 J 8.000 3,046.000 5,098000 654 000 820.000 576“000 1,471.000 2,207.000 1,428.(00 2,378 000 1,642 000 3,063.000 1,923.(00 2,285.000 883 000 1,094 000 922000 1,037.000 Gesamttonnage. . . 42,514.000 54,217.000 Nach den Vereinigten Staaten zeigen die größte Zunahme chrer Handelsflotte: Japan mit 1,421.000 t, Frankreich mit 1,128.000 t, Italien mit 950.000 t und Holland mit 738.000 t. Wie bü England, enthalten auch die Zahlen für Italien und Frankreich eine größere Tonnage von Schiffen ehemals feindlicher Länder. - Ein Studium der Position verschiedener Länder zeigt, daß dir Prozentsatz vom Totale der Vereinigten Staaten von 4*8% auf 22^7% im Jahre 1921 gestiegen ist. Englands Anteil betrug int Jahre 1914 ungefähr 441%. er ist, am 85'5% zurückgegangen. Norwegen, das den dritten Platz einlicrhm, rst jetzt auf den sechsten gesunken, wäbrend Jgpan/ das 1914 an sechster Stelle stand, jetzt an dritter Stelle steht, dicht vor Frankreich. Insgesamt zeigen die skandinavischen Länder — Norwegen, Schweden und Dänemark — eure Zunahme von 805.000 t. Eine Analyse der Schiffe ergibt, daß sich im Jahre 1914 die Zahl der P e t r o l e u m d a rn p f e r auf 385 mit einer Tonnage von 1,479.000 stellte; gegenwärtig verzeichnet die Liste für diesen Zweck 861 Dampfer und Motorboote, das ist eine Zurrahrüe von 200 Prozent in der Tonnage. I BCnao* ) mstHiweftu rcoraaercr 1SHRJLIOT BÜRO* | j KOmANDliv J < Telephon W-O-18 Wien, I., Wipplingerstrasse Nr. 22 SPEZIALITÄT: Erstklass. Farbbänder. Karbon- «.Wachsoaniere Im Jahre 1914 waren 364 Dampfer mit 1,310.000 t für Oelseuerung eingerichtct, jetzt sind es 2536 Schiffe mit 12,797.000 t, also in der Tonnage nmiinial mehr als rm Jahre 1914. Nur 72% der Tonnage der Welthandelsflotte werden mit Kohlen bewegt gegen 89°/g'im Jahre 1914. Im Beilaufe des Krieges gingen insgesamt 15,000.0001 Schiffsraum verloren; auf den Ozeanen und Meeren schwimmen gegenwärtig 33.206 Schiffe mit insgesamt 62,000.000 t oder genau 61,974,653. Die Gründe, warum die Zahl der Schiffe und ihre Tonnage so zugenommen hat, sind nicht geheim. Jede Nation wurde durch den Krug an die Bedeutung der Hrndelsschiffahrt erinnert und überall setzten Strömungen ein, Tonnage zu erwerben. Staatsoberhäupter, b;e von den großen Gewinnen der Schifffahrtsgesellschaften während des Krieges hörten, beschloffen, laß ihre Regierungen Sch ffseigentümer würden; die Bereinigten Staaten, Frankreich, Kanada, Australien und andere Länder wurden Unternehmer in dieser technisch hochentwickelten Industrie. Private überall, obgleich sie keine Kenntnis von der Oekonomie der Schiffahrt hatten, setzten ihr Geld aufs Spiel und kaufrrn Tonnage zu fabelhaften Preisen. Hierdurch wurde der Bau von . Schiffen zu unwirtschaftlichen Preisen künstlich stimuliert;. allgemein glaubte man, daß dem Kriege eine lange Periode lebhaften Handels folgen werde, da Europa die Verluste während des Krieges wieder ausgleichen müsse. Die Erfahrung hat die Gut- -gläubigen eures anderen belehrt. Schlechter Saatenstand in Ungarn. Budapest, 30. Juli. (Ung. Tel.-Korr-Bur.) Der heute veröffentlichte Saatenstandsbericht stellt fM daß der Schnitt, die Einbringung und der Drusch recht günstig sind- Doch entbehrt das Gebiet vom Plattensee bis Szatmar des Regens. Die dreiwöchige Dürre und Hitze waren den Hackfrüchten und Futtermitteln n a-ch t e i l r g. Auch die Gartengewächse und Hiilsenfrüchte leiden darunter. Ern großer Teil der Weiden ist versengt. Die Qual tat des W e i z e n s ist vorzüglich. Man erwartet eine Gesamternte von 12,091.000 q.' Die Einbringung des Roggens ist beendet. Man erwartet einen Gesamtertrag von 5,100.000 q. Der Schnitt der Somme r-undWintergerste rst beendet. Der Ertrag ist s ch w a ch oder schwach-mittel. Man erwartec einen Gesamtertrag von 4,498.000 q. Der Schnitt des Hafers ist im Zuge. Das Erträgnis ist schwach. Man erwartet einen Gesamtertrag von 808.000 q. Bei M a i s hat siH die Entwicklung in den letzten Wochen zum Ungünstigen gewendet, da die Hitze und Dürre dre Maispflanze gerade in der Kolben- und Kornbildung trafen, so daß, wenn nicht binnen kurzer Zeit Regen sällt, die ErnteanSsichten stark beeinträchtigt werden. Die Anbaufläche bettug 1,371.507 Katastratzoch. Die Hitze beeinträchtigte auch die Entwicklung der Kartoffeln, bei denen die Anbaufläche 461.478 Kasiastraljoch betrug. Die Entwicklung der Zuckerrübe hat sich ebenfalls zum Ungünstigen gewendet; vielfach werden Infekten- und Raupenschäden gemeldet. Die Anbaufläche betrug 65.206 Katastraljoch. Der Ertrag von Raps ist mittel. Die Gartengewächse und Hülscnfrüchte leiden sehr unter der Dürre. Hirse und Buch-- weiz-.n stehen gut, bedürfen aber des Regens, ebenso Tabak. Güterverkehr nach Rumänien. Bon den ungarischen Staatseisenbahnen ist die Mitteilung emgelangt, daß sie Sendungen, die in noch nicht aufgeteilten Wagen des Fahrparks der vormaligen k. k. Staätsbahnen verladen sind, nicht mehr nach Rumänien austreten lasten, da Rumänien statt des vereinbarten periodischen Wagenausgleichs seit Juli l. I. nur mehr die individuelle Rückstellung solcher Wagen zufichert. Infolge dieser Erklärung der ungarischen Staatseisenbahnen ist die österreichische Bundcsbahnvcrwaltung zur Vermeidung von GLterstruuugen auf den österreichischen Strecken genötigt, mit sofortiger Galligkeit bis auf weiteres den Gesamtgüterverkchr nach Rumänien über Ungarn einzu stelle u. Bon dieser Verfügung werden auch jene Sendungen, die zwar nach' ungarischen Stationen zur Aufgabe gebracht werden, jedoch für Rumänien bestimmt find (Reexpeditionssendungen) getroffen, .da auch biefe Sendungen von dm ungarischen Staatseiseubahnen nicht Übernommen werden. Ausländische Ausstellungen und Mustermessen. Die II. Internationale Messe in Reichenberg wird vom 13. bis SU. August abgchaltcn. Vom 14. bis 21. August findet in. Brünn eine G a r t e n b a u - M u D« r m c s s« u n d A u s st e l l n u g statt, bei welcher nicht nur Aussteller aus Mähren, sondern aus der gesamten ischecho-ilowäkifchen Republik und mit besonderer Vewllligung des Ausstellungskonnleis auch Ausländer zugelaffen werden. Vom 2b. September bis 5. Oktober, findet in L e m b e r g die bereits von uns gemeldete „O stnr esse" statt, zu welcher auch ausländische Aussteller in weitestem Umfange zugelafsnt werden. Vom 17. bis 19. August findet in der Ernst Merck-Halle im Zoologischen Garten in H a m b u r g die z w e i t <* H a mbürg er Textilmustermesse und vom 31. d. M. bis 5. August eine Mustermesse in Fl ens burstatt. Auskünfte erteilt die Expoxtableilnna der Kammer, für Handel,. Gewerbe und Industrie, lll.-Stock, Tür 209. I n tern"tionale Mustermesse in Aq uila (Abruzzen) vom 20. August bis 15. September 1921. Vom 11. März 1922 bis 31. ,Juli 1922 wird in T o k i » eine Ausstellung stattficiden. welcher auch eine internati anale Abteilung angegliedert ist. Auskünfte. Prospekte und Anmeldeformulare in der Erpv'"- abteilung drr Handelskammer, UI. Stock, Tür 209. Die neue ungarische Notenbank. Budapest, 30. Juli. Die morgige Nummer deS Amtsblattes wird eine Verordnung des Finonzministtrs veröffentlichen, wonach das königlich ungarische Notenemifsionsinstitut am 1. August seine Tätigkeit beginnt. An diesem Tage werden die Budapester Hauptanstalt der O e st e r r e i ch i s ch - u n g a r ischeu Bank und ihre ungarischen Filialen bereits als Anstalten des königlich ungarischen Noteneni'ssionsinstituis wirken. Gleichzeitig verständigt das Notenemission^- Institut die Geschäftsfreunde der Oesterreichisch-ungarrschen Bans, daß das Noteninstitut m sämtlichen übernommenen Geschäftszweigen den Parteien gegenüber bis aus weitere Verfügung die bisherigen geschäftlichen Normen der Oesterreichisch-ungavischey Bank anerkennt. Vom 1'. A u g u st an hört ans dem Gebiete Ungarns das Nstenemissionsrecht der Oesterrüchisch-una arisch m Bank auf, das von diesem Tage ausschließlich vom königlich ungarischen Notenemissionsinstitm ausgeübt wird. I- Börsen-Xommisslonsgeschäll und Wechselstube MAGID & Co. Wien. I., Hohenstaufengassfe 11 - -888- Bessere BeschLftignng in der deutschen Textilindustrie. Aus fast allen Zweigm der deutschen Textilmdustrie liegen Nachrichten vor, die einen befferen Geschäftsgang melden. In der S 1 r i ck- und Wirkwarenindustri e gingen zahlreiche Aufträge von Nord- und Südamerika sowie von Schweden ein; auch das Inland gibt wieder Bestellungen. Die Arbeitseinschränkungen in der B a u m w o l l i n d u st r,i e, die langfristige Orders erhielt, find zumeist aufgehoben. Auch in der Besatz-, Spitzen- und Stickerei-Industrie liegt das Geschäft beffer. Einen wesentlichen Aufschwung hat bei steigenden Preisen, die durch die teuren Rohstoffpreise bedingt sind, die W o l l- und H a l b w o l l w e b e r e i erfahren. Die Fabrikanten sind genötigt, bis in den Spätherbst dauernde Liefertermine zu verlangen. Die Leinenindustrie arbeitet regelmäßiger und auch in derJnte-Jndrtstrieist eine Befferung der Lage unverkennbar.. Privatverkehr. Der gestrige Privatvnkrhr war fest, doch waren die Umsätze gering. Alpine wurden zu K 8130, Südbahn- Prioritäten zu K 3600, Staatsbahn zu K 5700 gehandelt. Galicia. waren nicht begehrt. — Dollar wurden bis K 955 umgesctzt polnische Mark K 44 bis 46. Option ans 500 Millionen Kronen Wiener Stadtanleihe. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 18. Jänner d. Jz einstimmig beschloffen, eine Anleihe von einer Milliarde Kronen aufznnelunen'und dem Bankenkonsortium, das die Anlehengeschäste der Gemeinde Wien besorgt, eine Option einzuräumm. Das Konsortium hat nunmehr die Gemeinde verständigt. daß es eine ha^be Milliarde Kronen dieser Anleihe in Anspruch nehme und. die Absicht habe, dre Stücke, soweit sie nicht im Ausland untergebracht t werden, im Herbst zur öffentlichen Zeichnung aufzulegm. Die Anleihe ist 5°/o'0 und in s e ch zi g Jahren a m o r t i s r e r ba r. Der Ncbernahmskurs wurde seinerzeit mit 92 vereinbart. Dem im Jänner gefaßten Beschluß zufolge wäre der Anlehenserlös in erster Linie zur Einlösung der den städtischen Unternehmungen vom Bankenkorsortium damals eingeräumten Wechselkredite von einer Milliarde Kronen zu verwenden. Dies kommt indes nicht mehr m Betracht, weil schon seither dir Wechsel vollständig zur Rückzahlung gelangt sind. Daher steht der Erlös für die sonstigen Gemrindezwecke znr Verfügung,, und die Stadt rst in der Lage, damit einen großen Teil des im letzten Voranschläge enthaltenen Invest tionsprogramms der großen Betriebe zu bedecken. Die Gemeinde, die sich in den letzten Jahren ausschließlich mit kurzfristigen Anleihen in Form von Schatzscheinen und Wechseln behelfen mußte, kehrt nunmehr zu der in Friedenszeiten üblich gewesenen Art der Geldbeschaffung durch langfristige Anlehen. wie dies auch der Natur der Investitionen entspricht, zurück. Masieukündigung tschechischer Bankbeamten. Aus Prag wird berichtet: Die Banken mache« bei der Wiederaufnahme der Beamten, die sich am Streik beteiligt haben, große Schwierigkeiten und gehe« mit Mas senkündigungen vor. Wie „Pravo Lidu" meldet, wurdm im Lause des gestrigen Nachmittags in Pragallein 2000 Angestell t e tschechischer Banken entlassen. Die deuffchen Banken —> sagt das Blatt — gehen .viel humaner vor und beschränken sich auf die Einleitung des Disziplinarverfahrens gegen jme Angestellten, die sich während des Streiks exponiert haben; nur einzelne junge Kräfte werden entlaffm. Die Blätter veröffentlichen eine Mitteilung aller 'sozialistischen Parteien, wonach über ihre Beranlaffung die Regierung bei den BarrkleiiMgen zugunsten der Bankbeamten intervenier e« werde. Die Beschlagnahme von 57 großen Passagierdampsern, die dem Harriman-Konzern übertragen werden sollten, ist laut einer beim Norddeutschen Lloyd eingetroffenen Kabelnachricht ans New-Aork von der Negierung in Washington aufgehoben worden. Weitere Aufbebungm sollen folgen. Diese Schiffe befinden sich nach wie vor im Besitz der Bereinigten Staaten- Dampfschrffahrtsgesellfchast. Eisenbahnmaterialmangel in Jugoslawien. Mit Rücksicht auf die bevorstehende starke Ausfuhrsaison fordert das Handelßblatt »Trgovinskr Glasnik-, daß für den Herbst wenigstens noch 15.000 Lastwaggons durch leihweise Ueberlaffuug oder im Wege der Neparationskornmiffian im Ausland sichergestellt werden, daß die beschädigten Waggons so rasch, als möglich ausgebefiert, das Kommoran. Diskonto-Bank Filiale Wien, I., Wippliagersirasss 24-26 Telepiiooe 12358,18296,17408,12367 ° Volleinqezahltes Aktienkapital □ 30,000.000tschechische Kronen Uebcniimmt die Durchführung sämtlicher bankgeschäftlichen Transaktionen. Terzinst Einlagen aaf Girokonto mit iV', Prozent p. a. Einlagen gegen a Kündigung höher. □

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