Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 898 (27.7.1921)
- Date
- 1921-07-27
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 898 Wien. Mittwoch_ Der Volkswirt. Gestempelte Krone --- — .70 Centimes, Auszahlung Wien --- —.70 Centimes. Neuer Kurssturz der Krone. In Zürich nonerle: sie österreichische Krone .... --.70 (--.7b am 85. Juli) sre öftwt. gestempelte Krone . . —.70 (—.80 am 25 Juli sie tschechische Krone . ...» 7.75 ( 7.80 am 2b. Juli die Mark. 7.75 7.30 am 25 Jul' Ägram .»»,,..»S». 8.60 ( 3 70 am 25 Juli) Bukarest.8.— ( 8.25 am 25 Juli Bukarest.. . . . . 1.67V, ( 1.85 am 25. Juli) UZaricbau ... - . — 31 - 38 am 22. Juli) Der Verfall der Landwirtschaft in Rußland und seine Ursachen. Es gibt heute kaum ein wirtschaftspolitisches Thema, bas schwieriger zu behandeln ist als die gegenwärtigen ökonomischen Verhältnisse ist Rußland. Trotz Fragwürdigkeit und Widersprüche der Nachrichten lassen sich doch aus gewissen übeieinstimmenben Meldungen auf die sich in Rußland' abspielenden Ereignisse und auf die dortigen wirtschaftlichen Nerhältui.se Schlüsse ziehen. Uebereinsttmmend iv'ird von alten Seiten gemeldet« daß in Südrußland eine katastrophale Hungersnot ausgeb rochen sei, daß die Ernte in drssrn Gouvernements infolge der Dürre vollkommen mißraten sei. Ungeheure Scharen von.Bauern hätten ihre heimatliche.Scholle verlassen und zögen unter Raub, Mord unh Plünderung meist nach Sibirien, um dort Nahrung zu'suchen. Verschärft werde dieser Zustand durch das Wüten der .Cholera. Wie konnte es nun in Rußland, einem her am stärksten getreidebauenden .Länder der.Erbe, Hessen Export vor dem Weltkrieg z.u ptpa zwei Fünfteln in Getreide bestand, zu einer solchen Hungerkatastroph« kommen? Rußlands Boden war vor dem Weltkrieg zum tyeitaus überwiegenden Teil Eigentum von Großgrundbesitzern. Die riesige Zahl der Bauern, die etwa rmm Zehntel der Ges.amtbepöMrung au?- machte, bestand zum größten Teil aus landlosen Pächtern, die durch die materiellen Verhältnisse an di« Scholle gebunden und von ihrem Grundherrn vollständig -abhängig wareNs, zum kleineren Teil lebten sie in einer Art voll kommunistisch organisierter, landarmer Dorsgemeinschasi, dem ffogenanntrn „Mir". Alle-diese Bauern hatten nur ein Ziel: Land zu Eigenbesitz.. In d«r richtigen Erkenntnis, daß die Agrarfrage das Lebens- und Gtunbproblem des russ^chsn Reiches war, wurden schon lange vor dem Ende des Zarismus vom Staate selbst Agrarreformen in Angriff genommen, so' von Stvlypin in den Jahren nach dem russisch-japanischM Kriege., DftseWrgrrch>rMN der zaristischen Regierung., die unter weitgehender Schonung des adeligen Großgrundbeft.M vorgenommen wurden, schufen ein Großbauerntum, aber der Landhunger der großen Massen blieb ungestillt. Durch die in der Hauptsache ungelöst gebliebene Agrarfrage, durch den Weltkrieg und Einflußnahme aus dem Ausland her wurde die Stellung der zaristischen Regierung unterwühlt, diese schließlich gestürzt und die Regierung Keren skis kam ans Ruder. Als auch diese versagte, waren es dieselben Kräfte, die Kerenski stürzten und die Sowjets zur Macht brachten. Seither zeigen neuere, allerdings nur aus sowjetrussischer Quelle siaiymmde Agrarstatistiken ein nahezu vollständiges Verschtmnden des Großgrundbesitzes, eine sehr bedeutende Abnahme dev großbäuerlichen Besitztümer, eine sehr große Vermehrung mittlerer und kleiner Bauerngüter und eine wesentliche Verringerung der landlosen Bauern. Alles in allem. also eine sehr gesunde Entwicklung, die zweifellos ein großes und bleibendes Verdienst der Sowjetregierung darstellt. Aber alle diese Agrarreformen der Sowjets erfolgten in überstürzter Hast — der russische Bauer war noch nicht reif dafür, was bereits der Agrarminister der Kerenski-Regierung, T scher n o w, richtig erkannte. Während nämlich' in den übrigen Staaten der Großgrundbesitz eine- Landwirtschaftsform darstellt, die ftch moderner Methoden mit großem Vorteil bedient und infolgedessen in erster Linie die großen Ueberschüsse zur Ausfuhr oder zur Versorgung' bef eigenen Staates erzielt, lagen die Dinge in Rußland seit jeher anders. Der russische Großgrundbesitzer stand technisch weit hinter dem mitteleuropäischen zurück. Der russische Großgrundbesitzer erzielte auf der Flächeneinheit eines weit besseren Bodens durchschnittlich einen viel geringeren Ertrag, als etwa ein ostelbischer Junker oder ein amerikanischer Farmer. Noch weit geringer und schlechter als in der Aera M Großgrundbesitzes wurden nach der Sowjet-Agrarreform die landwirtschaftlichen Ergebnisse der kleinen und mittleren Bauerngüter. Die russischen Bauern arbeiten mit den primitivsten Mitteln. Es fehlte überdies, an Pflügen, Senserr, Sicheln, Hacken, Nägeln usw. So ist es nur selbstverständlich', daß der Ertrag sich immer mehr verminderte. Dazu kamen noch die Requisitionen der Regierung, die den Getreidehandel monopolisiert hatte und nun die notwendige G'etveibeaufbringung — oft mit Gewalt — durchführen mußte, um die Städte und die Armee nicht verhungern zu lassen. Me Bauern leisteten passiven Widerstand und bauten nur so viel an, als sie für ihreni eigenen Bedarf brauchten. Folge: Neuerliches Sinken M landwirtschaftlichen Gesamtproduktion Rußlands. Als noch die Dürre und Mißernte in den südlichen Gouvernements dazukam, konnte sich Rußland schließlich' selbst nicht mehr ernähren. In, Verhältnis zur.. Vorkriegszeit hat sich die Anbaufläche um zirka 30 Prozent vermindert; das Ernteergebnis im Jahr« 1930 betrug etwa T,1 Milliarden Pud, weniger als die Hälfte einer mittleren Borkriegsernte. Die vollständige Desorganisation des Transportwesens trägt dazu bei, die wirtschaftliche Situation in Rußland bis zur iUrerträg-lichkeLt zu verschärfen» Wiener Morgenzeitzr. Rußland ist ein unentbehrlicher Wrrtschastösaktor im ökonomischen Leben d.-r Erde, ein Land, das aus der Weltwirtschaft nicht ohne schwerste Schädigung aller Teile ansgeschaltet bleiben lanln. Schon aus wirtschaftlich - tzernsirrfttgem Gedankengängen heraus jitufj man es a!s unbedingt Notwendig erklären, daß Rußland in seiner gegenwärtigen Not geholfen wird. Die ValuLenkrrrse. Die fremden Zahlungsmittel verteuerten sich, zu Beginn der gestrigen Binse neuerdings und Dollar erreichten einen Kurs von 980. Iiffolge von Gerüchten daß die Regierung eine neue Aktion zur Stützung der Krone plane und eine Kundgebung ihrerseits gegen die Ausschreitungen im Balulenumi'tz bevorsiüstde, v c r f l a u t e (ich der Markt. Jin freien Be, lehr notierten: Dollar 950. Pfund Sierlmg 3175. deutsche Ma-.k 121 >, polnische Mark 43,50. tschechische Kronen 1210. Im übr gen verwerfen wir auf die nachstehenden Schlrißftme: Amsterdam 29.675 — Geld, 29.775— Ware! gegen 25. Juli. —Geld. —Ware), Agram 534— 53!).— «523—. 52h.-). Belgrad 2138-. 3158 - (2NO- 2230.-), Beilm Ml.-, 1217.- (1207.-,,1213.- , «ilcl. 7Q42-50, 7082 50 7355.-, 7395.-,. Budapest 263 50. 266 50 (275.-, 276.-). Bukarest >147 50. 1255.— (129,> , 1305,— >. Ehrünawa —, (-.- . Llooenkw. 14.17514 225.- (14.475.-, 14.525London 336 - 3385 -, (3440.-. ' 4'!0.—), Mailand im Lneü 40(5.- 4035 — (42lf>.—, 4235.-), New'Uork 940.-. 945.- (963.—, ni)7.--, Paris 7280.^.. 7270.- (7430.-, 7470.-), P'.ig 1206.-, 1212.- (1848. -. 12.9.-), Ovna 757.50 167 50 '810.-. 820.-). Stockholm 16.380- 19.280.- (19.57Ü-. 19.680 W.wichgu und Krakau 46 SO 48.50 ( 45—, 47 -Zürich 15 612,50, 15.663.60 (16.726.—, 15.775.-), Madrid 12-160..-, 12,24 -- ' Dollarnoten 932.— 936—, 'V58—. 960.-) Bügüche Noten 7010- 7050-, i?630-, 7570 - ). Bulaari'ch^ Noten 7Y0.-. 740-r 810—, 820-—), Dänische Noten 14.075.-. 14 125.- 14 495.-. 14.475.—), deutsche Markuoien IwL.—. 121-4-— M207.~, 1213—), engtifde Noten 3340.—, 3860 - (34-20. - 6440.-0, scklfzöslsche Noten 7ZV0-, 7240- (7480—, 7470--), holländische Naien 29600.-. 29.700.—. —.—), italienische Noten 3965.^-. 39^5 — (4190.—. 4210.—). unabgestempelte jugoslawische Noten 2118— ,8138 - ,2200- 2220.-). norwegische Noten 11.775. . 11825.— (-*.— oolmtche Martnoien 4T.k.O, 1460. (44.—, 46."^), mumämiche Norm 1215—1225.", 1290.—, 1300.—). Russische (Rom?-. h Schwedische Noten 19 0.0.--. ',9.130.- (19420.-. 19.480.-), Schweizer Noten 15,515,—. lÖ.ß^-.-r- (15 675 15.725.—,, rsche'cho» slowakische Noten lW<-, 1214.— (1352—,1853.—ungauicke Noten neuer Emission •- 261 50,. 264 50 (276 50, 278 50, Spanische Noten Das Darlehen des Bundes au die Gems^nÄs Wien. Im Voranschlag für das nächste Haftsiahr d'cs Bundes ist. ein Betrag von K 6i‘0,000.000 als Darlehen an' die autonomen G e b t e t S t ö r v ersch n t tc n vorgesehen- Auf die G e m e kn d e W r e n entfallen' hievon X 245,CC0.0C0. Der Stadtsenat hat die Inanspruchnahme dieser Summe zu den vom National-at gestellten ' Bedingungen. öVsVotge jährliche Verzinsung und Rückzahlung spätestens nach fünf Jahren, genehmigt. 8« den Vorgängen an dev Wiener Börse. Wie die Korrespondent Herwei erfährt, wird in den nächsten Tagen der Börsekommisiär namens d e r R e g i e r u n g eine Erklärung abgeben, die stch gegc.n die stürmische Aufwärtsbewegung auf dem Wiener Valutenmai lte .wendet. Diese Er« klärung wird in der Hauptsache nur den Hinweis daraus enthalten, daß das Empor schnellen der Valutenpreiie den Kurs der österreichischen Krone Ungünstig beeinflußt und daher geeignet ist. die österreichische Volkswirtschaftzuschädigen. Konkrete Mitteilungen über die Krcditakiion wird die Erklärung des Regierungevertreters nicht e n h a l t e n, da die Regierung bis zur Stunde nicht im Besitze von Nachrichtm ist, die eine klare Beurteilung des gegenwärtigen Standes der Kreditaktion ermöglichen und d '.mit jeden Zweifel an ihrem Gelingen beseitigen würden. Znteresscnahme der Gemeinde Wien air der Auron- Baugesellschast. Im Stadtsenat berichtete gestern Stadtrat Breitner über die gelührten Verhandlungen der Gemeinde wegen der Beteiligung dieser an der genannten Gesellschaft. Die Verhandlungen wurde« mit, der ESkomptegesellschaft gesührt, die daS stnanzierende Institut der Union-Baugesellschaft ist, und haben zu einem vollen Einvernehmen geführt. Die Gemeinde Wien übernimmt 3000 Stück Akiien in den dauernden Besitz und werden ihr auch von einer nächsten Kapitalsvermebrung weitere 3000 Stück Aktie« angeboten werden. Zwischen der Stadt Wien und der Union-Baugeselljchaft bestehen schon seit Jahren engere Beziehungen. So ist es die Union-Baugesellichast gewesen, die das Neue Rathaus, das Elektrizitätswerk, Teile des Gaswerkes. des Amtsgebäudes im XVIII. Bezirk, die Straßenbahnwagenhallen in Favoriten, Kanalbauten in einer Anzahl von Bezirken aussührte, so wie auch den Bau deS Hauvtsammelkanals im Zuge, der seinerzeitiaen Wiener Berkehrsanlagen, die Wienflußrinwölbung und Staolbahneindeckung, zwischen Leopolds- und Magdalenenbrücke usw. Werke der Union-Baugesellschaft find. An der FreihauS-Transaktion hat die Union-Vauaesellschaft> führend mitaewirkt. Das von Stadtrat Breitner dem Stadtsenat vorgelegte Ergebnis der Verhandlungen wmde genehmigt. Herabsetzung der Frachtkosten nach Palästina. Ende dieses Monats werden die Triester Schiffahrtsgesellschaften für den Mittelmcer- und Schwarzen-Meer-Verkehr neue Fracht tarife in Kraft setzen. Da die Absicht besteht, siir Waren, di auS entfernten Gebieten kommen, besondere Frachtermäßigungen zu gewähren, werden die Tarife in einigen Relationen stark herabgesetzt sein. So sollen vor allem süddeutsche Waren eine 20^/»ige Ermäßigung auf die Tarifprrise genießen, während österreichische, ungarische und tschecho-flowakische Waren (je nach der Entfernung ihrer Abgabestation) eine Frachtreduktion von 10°/« bis 20°/« erfahre« sollen. Ein «eneS Geschäftsviertel in Jerusalem. Die Zionistische Kommission in Palästina bat in den letzten Tagen den dem grie.lnschen Patriarchat in Jerusalem gebärenden Riesenkomplex für 350.000 Pfund Sterling erworben. Dgs TerrZm üegt 27, Juli 1921 m ent 'NI Zentrum d e r Stadt Geschäfisv'.ertel verwandelt werden. 1 Stand der Landwirtschaft in Polen» .LM AMMy! des Ackrrbauministers hat sich der allgemeine Smrw der Land»! wirtschyfr nn.lanfendcn Jahre bedeutend gebeffert. Am Jahr« 1918' gab es im ehemaligen Kongreß -Polen über.7 Millionen Morgen Brachland. Gegenwärtig ist in dieser?-Provinz der undebapte Boden so gut wie gänzlich verschwunden^Jn Kleircholen (G a l i z t e n), wo cs noch im vorigen Jahre 1,200.000 Morgen Brachland gegeben hat. sind in diesem Jahre nur 350.000 Morgen unbebaut geblieben. Selbst in den durch den Krieg und die bolschcwikische Invasion verwüsteten Grenzgebieten sind 40°/« des im Vorjahre unbebaul gebliebenen Bodens wieder bebaut worden. Der Staat iührte der Landwirtschaft 81.000 demobilisierte Pferde zu und fast ebensoviele Pferde wurden von dm Landwirten angeschafft. Die Regirruug hat ferner 480 Motorpflüge angekauft, während die Privaten 300 Traktoren eingefübrt haben. Für die Frühlingssaaten lieferte bte Regierung der Landwirtschaft 3200 Waggo'ns Getreide und 3800 Waggons Kartoffeln. Die Jntensikät des Anbaues stellt sich folgendermaßen dar: Die Weiunfläsche bat um 82,00) ha, bte Roggenfläche um 106.000ha, die Gerstenfläche mit 212.000 ha, die Kartoffelfläche um 143.000 ha, die gesamte Anbaufläche um 688.000 ha zugenommen. Die Rübenproduktion ist von 901.WO t in der Zuckerkamvagne 1919/20 aus 1,316 000 t p,o 1920 2i, also um 40V» gestiegen und wird in diesem Jahre-noch-besser ausfallen- .Der Saatenstand war nach den Angaben vom Mac gut biö befriedigend. In G r 0 ß v y l e n (elrem.-Preußisch'Polrn) wird infolge Mangels an Kunstdünger die Vorkiiegsproduktion auch m diesem Jahre nick' erreicht werden Im allgemeinen ist jedoch die Ergiebigkeit der Produktion um-60'/a gewachsen. Nach bisherigen Angaben wird, sich Polen mmmebr selbst ernähren-können. Die Weizenoroduftion, welche 1920 6 [9,000 t ausgemacht hat, wird auf 2,600.000 t berechnet. Hotel-- «nD Gaftwirtmeffe in Hamburg. Wie d e Wiener Handels!anmur mitteilt, findet in der Zeit dom SO. bis ü3. Sevtembcr m Hamburg die zweste Hotel- und Gastwirtmeffe^ siait Auf die'er gelangen alle rinschläaigen Maschinen. Einrjchtnngsgesenftände und. Naprungs- und ^enußmütel r.ur Aus» stellung. Anmctdunaen können beim „Handelsnmsenm", lX., Berggasse 16, criolgen. - Dssr sPünische Außenhandel'im Jahre 1920 bat nach den jüngsten Feststellungen auf Seite der Einfuhr nach Spanien 'Cm> Millionen Peseta, auf Seite der Ausfuhr 1454 Millionen Pe- 1a betragen. Die Handelspasstvität bat sich gegen das Voriabr erhöbt, da dem dnmaügen EinftchrüberiHuß von 404 M>l' l'viien Peseta jetzt ein solcher von 424 Millionen Peseta-gegenü-ersteht. / ' ' ' BarröeNftynzikißÄratio« U!FüvM."'Seit veraanaenem Jahr hat eine Anzahl kleinerer japanischer Krmken . in Japan ibre Zahlungen emgcstM' oder den Bankrott erklärt. Ihre Kunden /wniden'^davurch''veranlaßt, ihre Gelder be, großen gefest-.gten Bankinstnuten, wenn auch zu geringeren Zinssätzen, zu deponieren. Als Folgerrschemugg -^st ejye /gewaltige Z u-! n a lr m e d e r D e p 0 s i t e n d'e'r' g'r'o ß"e n Banken -rtennbar. Die Msisui Bank 'steht, dabei mit-einer Ziffer von Über 400 Millionen Uen an der Spitze. Die Däiichi, Jugo und dre Sumitomo Bank weisen Depositen aus in Hvhevon se 300 bis 400'Millionen Den, während d'.e 34. .Pank und dre Äamaguchi Bapk ie:/190- Millio«en..Ne«Orpositen.'.'.hgbe^' Diese Banken babew immer verfügbare Gelder von 20 Vis 30 Millionen Neu und sind daher stets auf der Suche'' nach sicheren Anlagen. Infolgedessen'geht die Tendenz-dahim daß große Banken Staats- .r-apiere allein übernehmen, znm Beisprrl sind die Bonds der Hypothelenbank im Betrage von 10 Millionen Nen kürzlich aus-; schließlich von der Mitsui Bank übernommen worden. Stundung der Zinsen ans die britischen Schulden in Amerika. Die gestundeten -sinsen auf die bntischen Schulden in Amerika betragen 407 M i l l i.o » e n D 0 l l a r. Es wurde eine. Vereinbarung getroffen, laut welcher die Schulden wie, folgt bezahlt werden: je ein Dreißigstel m den ersten dier Jahren, je ein Fünfzehntel in den weiteren fünf Jahren. Aendernng der Einfuhrfreiliste in Ungarn. In Ungarn rst mit Verordnung vom 16. d. M. eine Anzahl Artikel von der Einfuhrfreiliste gestrichen worden. Auskünfte über den gegenwärtigen Stand der ungarischen Einfuhrbestimmungen. und Zolle erteilt das Handelsmuseum, IX., Berggaffe 16, Zollabteilung (Zimmer 51). Erhöhung des Zovaufgeldes in Polen. Das Havdelsmuseum teilt mit, daß das Zollaufgeld in Polen mit Wnlsamkeit vom 14. Juki für Luxuswaren vom bisher 150fachen auf das 200fache unb für diea n d e r e nW a r e n vom Machen auf das IbOfache erhöht worden ist. Auskünfte über Luxuswarenliste und Zollsätze erteilt das Handelsmuseum in Wren, IX.,. Berggaffe 16 (ZoÜabteilung, T. 72). Borftenoiehmarkt St. Marx. Der Auftrieb belief sich auf 348 Fleisch- und 631 Fettschweine, zusammen 1029 Stück. Gegen die Vorwoche war eine Minderzufuhr von, 2400 Schwemm, an der Fleischschweine mit 600 und Fettschweine mit 1800 Stück partizipierten, zu verzeichne«. Der namhafte Ausfall ist eine Folgewirkuna des tiefen'Kronenkurses, der der Einkauf in dm HauptproduktionS gebieten, i« Jugoslawien und in Rumänien, erschwert.. .Die Preise für Fleisch- und Feltschweme haben stch im Vergleich zum vorigen Dienstag um X 40 bis 50 per Kilogramm erhöht. Es notierten: Fettlchweine, prima X 240, rrlrem, X 243, mittel' chwere X 225 bis 235, alte 220 bis 230, Bauernschweine X 230 bis 240 und Fleischschweine X 230 bis 240 per Kilogramm Lebendgewicht. Pferdemarkt. Zum gestrigen Markt wurden 43 Schlächter« und 515 Gebrauchspferde gebracht. Bei ziemlich lebhaftem Verkehr zahlt man: Zugpferde, leichte X 24.000 bis 35.000, schwere K 80.000 bis 140.000, Kutschpferde K 30.000 bis 50.030, Pferde für Schlachtzwecke K 40 bis 80 per Kilogramm Lebendgewicht. Ausgleich. Vom Handelsgericht Wien wurde ein neuer« licheS Ausgleichsverfahren über das Vermögen der Firma Hermann Burstvn, Gemrschwarenhandel im Großen, II. Tabor straße 1—3, eröffnet, nachdem das einmal bereits eingeleitete Verfahren zurückgezogen wurde. Ausgleichskommrssär Hofrat Karl Biber, Ausgleichsverwalter Paul Dovalt, Oberrecknungsrat. Anmeldefrist 28. August. Ausglerchstagsatzung 26. August, 10 Ulrr. Die Ausgleichsquote wurde auf 82"/« erhöht. Die Passiven betragen X 940.000, die Aktiven werden mit X 205.000 angegeben. Wiener Börse. Infolge der Verstauung des gestrigen Valutenmarkles tra, auch eine Abschwächung der Papiere valutarischen Chgrakters ein und daS Geschäft hielt sich in engeren Grenzen. Lebhaft begehrt waren Alpine, die X 8400 erreichten, zuletzt jedoch durch Gewinnsicherstellungen und auf Gerüchte hin, daß Stinnes' Verwundung ernsterer Natur sein soll, aus X 7940 herabgedrückt wurden, gegen die vortägige Notiz also mit einem Minus von X 155 schlossen. Auch Südbahn-Prioritäten schnellten erst auf X 4000 empor, bröckelten jedoch im weiteren Verlauf biß X 3630 (— X 109) ab. Die übrigen Kuliffewerte zeigten keine nennenswerten Umiätze brfi auf die X 720 einbüßten. Von S'brankeinninieeen war>u wieder die Petrol e u m w e r t e stallen Schwamungen unterworfen. Boähresd