Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 897 (26.7.1921)
- Date
- 1921-07-26
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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iai. - »* ‘»»ci Zo. lazi ttnerikcmischeir Finanzgruppen merklich abkjihlsnd gewirkt, «totzdern in Amerika Sachverständigengutachten Vorlagen, die lich sehr außerordentlich optimistisch über die NntznpssßNNgsnöglichkeiten von Polens natürliche Reichtum aus-prachen. In den letzten Tagen ist auch die hnlgarische Valuta, die an sich bereits auf einenr sehr niedrige tcivcan stand, neuerlich zusammengehrvchen. Nicht Mit Unrecht vird ans Sofia offiziell und offiziös (durch die bulgarisch»« Uesairdtschasten) erklärt, daß dieses Mißtrauen gegen Bultzarieirs wirtschaftliche Zukunft stuf eine Preßkampagne des .,D'aily Telegraph" znrückzuführen ist. Das Blatt stand in Dtjj'ct Beziehung' ziemlich vereinzelt, und ebenso die liberale wie dis konservative Presse, besonders die „Morning Post", liabmen Bulgarien, vor d?m Verdacht in Schütz, daß es die augenblickliche ungeklärte Kage im nahen OM durch geheime Bündnisse zu seinen Gunsten anAützen wolle. Aber der Wer dacht, daß Elemente, die heute noch unverantwortlich sind, es aber rnoxgen nicht Mehr zu fein brauchen, mit Moskau paktierten, genügt für di» Woßfmanz dev Wstzentren, um sich schleunigst mit ihren Interessen zursickzuziehen. Nichts vermag bas wirtschaftlich» Ansehen und den Auslandskredit eines kleinen Aiaates in.Zentral-, Ost-, «der Südosteuropa so. zu erschüttern, wie ein Spiel mit kommunistischen Ideen und das Luchen eines. Anschlusses an Sowjetrußland. Die Katastrophenhausse in Valuten. Dollarnoten: 859. Infolge von Übei stürzten Deckungen und Angstkäufen wurden gestern Dollarnoten bis 9dl) emporgewirbelt und nachbörslich brachten sie es bis zu einem Kurse von 958. was eine Steigerung um 138 Punkte gegenüber der letzten offiziellen Notiz vom Freitag bedeutete! Infolge des Rückganges der Auszahlung Wien in Zürich kam es zu bedeutenden Avancen aller übrigen Zahlungsmittel. Pfundnoten schloffen zu 3420. deutsche Mark zu 1307, polnische M a r k zu 44, t s ch e ch o - s l v w a k i s ch e Kronen zu 1252. Nachstehend die offiziellen Schlußkmse: Amsterdam —.— Geld, Ware (gegen 22. Juli 26 8C0.— Geld. 26.900.— Mare), Agram 523.-. 524.- (516.-, 520.—), Belgrad 2210.- 2230.- (2065.-. 2085.-), Berlin 1207.-, 1213.- (1109.-, 1115.-), Brüßel 7355.-. 7895,- 6448.50, 6482,50). Budapest 275.-, 278,— (260.-, 263.—), Bukarest 1295.-, 1305.- (1147.50, 1157.50), Christiania (—Kopenhagen 14.475.—, 14.525.— (12.925,-, 12.975.-), London 8440.-, 3460.— (8035.—, 3055.—), Mailand und Triest 4215.—, 4285.— (8790.—, 8810.-), New-Aork 963.—, 967.- (846.-, 850.-), Paris 7480.-, 7470.- (6555.—. 6595.-), Mag 1243.-, 1249.- (1095.-, 1101.-), Sofia 810.-. '820.- (740.- 750.-), Stockholm. 19.570,—, 19.680.- (17.470.—. 17.630.—), Warschau und Krakau 45.—. 47.— (42.35 44.35). Zürich 15.785.-, 15.775.— (13.925.-, 18.975.-). Madrid Dollarnoten 956.—. 960,— (839.— 843.-), Belgische Noten 7680.-. 7370.- <6410.—, 6450.-), Bulgarische Noten 810.—, 820.— (715.—, 725.—), Dänische Noten 14.425.—, 14.475.— '12.875.—. 12 925.-), deutsche Marknoten 1207.—1213.— (1109.—, 1115.—), englische Noten 8420.—, 3440.- (3020.—, 3040.-), französische Noten 7430.—, 7470.-, (6555.- 6595.-), bolländische Noten —(26.725.—, 26 825.—), italienische, Noten 4190.—. 4310.— (3750.—, 3770.—), unabgestempelte jugoslawische Noten 2200.—, 2220.— (2052.—, 3072.—). norwegische Noten —, —polnisch« Marknoken 44.—, 46.— (40-50. 42.50), Rumänische Noten 1290.-, 1300.- >1137.50. 1147.50). Russische (Rom.) Schwedische Noten 19 420.-, 19.480.- (17.370.-. 17.430--), Schweizer Noten 15.675.-, 15.725.-(13-900.-. 13.950.—). tsch echoslowakische Noten 1252.—, 1253.— (1102 —, 1108.—), ungarische Noten neuer Emission 275 59. 278 50 '261.—, 264.—), Spanische Noten —(10.785,—, 10.865.—). Auslandskredite für Deutschland. Aus Berlin wird uns geschrieben: Die Verhandlungen deutscher Baumwollmtereffenten mit amerikanischen und englischen Firmen über die Gewährung bedeutender Rohstoffkredite sind lhrem Abschluß nahe. Schon vor einigen Tagen war bekannt geworden, daß namhafte amerikanische Baumwollcxportcure mehreren Bremtr Importfirmen günstige Angebote gemacht haben aus Lieferung beträchtlicher Mengen amerikanischer Baumwolle aus der letzten Ernte. Gleichzeitig beabsichtigten - diese Exportfirmen, die erforderlichen Dollarkredite zur Verfügung zu stellen, und zwar zunächst auf die Dauer von sechs Monaten. Die eingeführte Baumwolle soll so lange in den Händen der Bremer Jmporthäuser bleiben, bis der Verkauf an die Baumwolllndustne bewirkt ist. Die Zahlungen sollen sofort in bar geregelt werden. An den Verhandlungen sind sowohl die Bremer Großhändler als auch bedeutende Spinnereien pnd Baumwollfinanzleute beteiligt- Wie hiezu weiter mitgeteilt wird, handelt es sich um die durch den ehemaligen Grneralpostmeister Burleson eingcleitetcn Baumwollgeschäfte, die auf amerikanischer Seite durch die American Products (Aport and Import Corporation, auf deutscher Seite durch die Darm» stadter Bank in Berlin bearbeitet werden. Nach dem abgeschloffenen^Bertrage sollen die deutschen Käufer selbst Baumwolle einkaufen können, deren Bezahlung nach Eintreffen der Baumwolle in Europa erfolgt. Der Käufer braucht sich erst dann darüber zu entscheiden, ob er sofort in bar zahlen oder den nach dem Vertrage möglichen langbefusteten, von der Darmstädt^ Bank verbürgten Kredit in Anspruch nehmen will. Für ihn handelt eS sich um einen Dollarkredit, während die Darmstädter Bafik die Möglichkeit der Bezahlung in Mark oder Dollar offen hat. _ Valutafragen in Deutschweftungarn. In einer Versammlung von Burgenländlern sprach Hauptmann I. R e i s n e r, Mitglied der Verwaltungsstelle für das Burgenland, und fühlte unter anderem auS: Der ungarische Finanzminister Dr. Hegedüs hat in einer Rede vor mehr als drei Monaten' He Behauptung aufgestellt, er werde die ungarische .■flroiK in •’■■■'' ''tuto.cn, daß es den Deutschwestungarn gar uiü'jt uu.uus.i .oaüe, sich an Oesterreich anruschließen. Es ist ihm auch gelungen, die ungarische Krone hinaufzuteuchln Uns Westungaxn schadet das gar nicht. Die österreichische Regierung wäre in einer viel größeren Verlegenheit gewrsen. wenn d,e ungarische Krone tiefer stände, denn dann Hütte sir notwendigerweise ihren neuen Staatsbürgern ein Geschenk machen müssen, um die schlechte ungarische Krone der östnreichi'chm pari zu stellen. Nach den niedrigsten Schätznngen befinden sich irp Burgenlande Über dreiMilliarden ungarische K r o n e n; nach der Uebergabe deS Landes hat also Oesterreich diese ungarischen Zahlungsmittel automatisch zur Verfügung und kann sie auf den Markt werfen, vielleicht sogar in Zürich! Wenn das die Absicht war. so kann Oesterreich dem ungarischen Ftnanzgrwaltigen nur dankbar fein.. Bei der ersten Abstempelung der ungarischen Kronen wurce bekanntlich die Hälfte zurückbehaltcn und wurden dalübcr Quittungen ausgestellt. In Tlianon-llngarn sind diese Papierzitiel natürlich wertlos, die östnreichischen Burgenländlcr werden jedoch auf ihlem Schein bestehen und die österreichische Regierung wird diese Quittungen bei den noch bevorstehenden finanziellen Auseinandersetzungen gut verwenden können. Die Getreideübernahmspreife. Eine Verordnung des BundesministcriumS für Bolksernährung vom 18. d. M. setzt die U e b e r n a h m s P r e i s e füreinzelne im Jahre 1921 geernteteGe« t r e i d e g a t t u n g e n. wie folgt, fest: Für im Jahre 1921 geerntete Getre>degattungen sind bei der Ablieferung an die österreichische Getreideanstalt von dieser zu entrichten: Für einen Meterzentner- Weizen K 32, Roggen K 80, Gerste K 28. Die in dieser Verordnung festgesetzten Pieise gelten auch für jene Gctreidemciigen der Ernte 1921, die vor Inkrafttreten dieser Verordnung abgeliefert wurden. __ Wirtschaftsnachrichten aus Jugoslawien. In N e u s a tz wird unter dem Namen „Kamentin" eine A»G. Serumsabrik gegründet, deren Aufgabe cs rst, die Weiterverdreiturig von Epizootierr bei Trenn zu verhindern und die Viehzucht aut diese Webe zu iördern. Die Gesellschaft wird mit einen Kapital von 6 Millionen iugostawlsche Kronen (3000 Aktien zu K 2000) auf 10 Jahre gegründet. Den Berichten der landwirtschaftlichen Stationen zufolge ist der Stand der h e u r i g e n Ernte nicht, gerade glänzend, jedoch zufriedenstellend. In Serbien, in Südserbien ist wegen der andauernden Dürre die Ernte mißlungen. In Montenegro und Herzegowina wurde die Ernte von den Heuschrecken ziemlich beschädigt. Am schlechtesten ist dre Vojvodina geraten, wo die Ernte vom Hagel vernichtet wurde. In Kroatien, Slawonien, Medjumurje (m den Westgcgenden) rst die Ernte vorzüglich geraten, während sie in den Ostgegenden zurückaedtieben rst. Ziemlich viel Schaden ist dcr Ernte von den Feldmäusen, welche sich besonders in Kroatien gezeigt haben, angetan worden. Die Gemüsewirtschaft steht relativ gut, während die Obstkultur von dem elementaren Unwetter ziemlich mitgenommen wurde. Gesetz- und verwaltungStechnische Nova im jüngsten Finanzzolltarif. Aus kaufmännischen Kreisen teilt man uns mit: Der F i n a n z a b s o l u t i s m u s, der heute herrscht und dem militärischen Absolutismus während des Krieges gar nichts nachgibt, ist anläßlich des Inkrafttretens des neuen Finanzzolltarifs wieder besonders kraß in Erscheinung getreten. Das Finanzzyllgesetz, welches am 22. d. M. publiziert wurde, enthält die Bestimmung, daß seine Normen bereits mit 20. d. M. in Kraft treten. Eine außerordentlich hohe Avgabenerhöhnng wird also rückwirkend festgesetzt. Es darf wobl erklärt wcrden, daß eine solche Art der Gesetzgebung ein. Unikum in der gesamte.' neuen Finanzgel'etzgebung darstellt. Denn überall gilt es als leg'slativer Grundsatz, daß Gesetze frühestens mit ihrer Publrkation, gewöhnlich aber erst nach einer Legisvaggnz in Kraft treten, insbesondere gilt das dann, wenn dadurch dem Staatsbürger neue erhebliche Lasten anfgebürdet wcrden. Der österreichischen Finanzgeietzgrbung vom Jahre 1921 blieb es Vorbehalten, auch hier ein Unikum zu schaffen. Ganz unglaublich erscheint auch die Praxis der Zollbehörden, die bereits am 20. d. M. nach dem neuen Zolltarif verzollten, trotzdem das Gesetz erst in der Satzung des Bundesrates vom 31. d. M. die Genehmigung dieser Körperschaft erlangte. Auch dieser Vorgang, ein Gesetz zu vraktizieren, das erst einige Tage später erlassen wird, und natürlich zuungunsten deS Staatsbürgers zu praktiziere«, muß als Neuheit auf dem Gebiet der Verwaltungspraxis bezeichnet werden. . . Jüdische Hvndeilsschiffahrt. Palästinensische Blätter teilen mit, daß der in London wohnende reiche Konstawtttiwpler Jude Mazzah die Organisation ebner jüdischen Handelsflotte begonnen hat. Bon, der englischen Regierung hat Mazzah 16 große Handelsschiffe erworben und zu einer „Z ivn Ratio nal Steamer Navigation Company L t d." vereinigt. Diese Schiffe sollen * den auf folgenden Linien vermitteln: 1’. Alexandriens-Palästina— Syrien—Koiiflailtinopel; 2. Schwarzes M-'er—Konstaniirfopel— Jsmid—Marseille; 3. Piräus—Mcxandrien—Syrien. Das erste Schiff hat bereits den Hafen von Alexandrien mit zahlreichen Reisenden verlassen. Es trug die englische und die zionistische Flagge- Maschinen- und Waggon-«,tfabriks-A.-G. in Simmering vorm. H. D. Schmid. Unter Vorsitz des Präsidenten Direktor Maxime Kraßnh-Krassien fand gestern die 52. ordentliche Generalversammlung statt. Wie aus dem Geschäftsberichte zu entnehmen ist, hat die bereits in der vorangcgangenen Betücbsveriode eingetrctene namhafte Steigerung der Materialpreise. Löhne und Regien im Berichtsjahre noch eine sehr wesentliche Verschärfung erfahren, was naturgemäß m einer neuerlichen Verteuerung aller Fabrikate geführt hat. Die Nachfrage nach den gesellschaftlichen Erzeugnissen ist eine überaus lebhafte gewesen. Die in Vorlage gebrachte Bilanz, welche einen Reingewinn von K 89,389.150.59 auswcist, wurde mit Stimmeneinbelligkeit genehmigt und beschloffen, eine 30%i g e Dividende, das ist K60 per Aktie, auf daS gesamte, im abgelaufrnm Jahre von K 80,000.000 auf L 75,000.000 erhöhte Aktienkapital zur Verteilung zu bringen, wofür der Betrag von K 22,500.000 erforderlich ist, dem Reservefonds als außerordentliche Dotation den Betrag von K 6,000.000 zuzusühren und einen ne« zu bildenen Erneuerungsfonds gleichfalls mit K 6,000.000 zu dotieren. Der Coupon gelangt ab 26. d. M.?ur Einlösimg. Die Generalversammlung bc chlo'^ wcücrs die Abrrennung des Brünn - KÜnrgsfelder /Veite 7 E t a b (i s s e m e n t s, beziehungsweise die Umwandlung btf felb.n in eine l s ch e ch o - s l owakische Aktiengeseuschaf sowie die damit inr Zusammenhang stehenden Statutenänderungen Tapitalserhöhung einer slowakischen Zucker fabrrk. Die W a a g t h a l e r Zuckerfabrik ix T r e n ö,»T e h l ü erhöbt ihr Aktienkapital von K2 8,600.onc auf K2 7;500-or.o, Die Aktien werde« die Besitzer der Zuckerfabriken in Dioseg, Uh. Ostroh, Rohatec und Bzenre stbernehmen. Neue Erzbergwerke in *Pokerr. Im Kreise W r e l v n. wo vor einigen Monaten große Eisenerzlagerstätten entdeckt worden sind, erfolgte kürz!'ch die Eröffnung, eines neuen Menerchergwcrks. Anaenblicklich rst der Bau einer Gsenbahn vorgesehen. die unmittelbar W elnn und Czenstochau verbinden soll, was eine stärkere industrielle Entwicklung dieser Gegend zur Folge haben wird. Französische Bänkgründung in Bukarest. In Bukarest hat eine Pariser Finanzgruvve unter Mitwirkung des Crödil Foneier d’A)g6rie et de Tunisie eine neue Bank mit 50 Millionen Francs Aktienkapital gegründet. Rumänische Aufträge an tschecho-slowakische Waggonfabriken. Die rumänische Regierung hat f ü n s tschecho-slowakischen Waggonfabriken große Reparaturausträge zukommen läffen, die diese unter sich aufteilen werden. Obzwar biehurch die Beschäftigung dieser Betriebe auf lange Zeit gesichert erscheint, fahren die Nesselsd o r f e r und die S t a u d i n g e r Waggonfabriken, die sich unter den fünf Betrieben befinden, mit den Arberterentlasiungen fort. Verlustbilanz der WaldexploitationS- und Holz, handels-A.-G. in Budapest. Die Bilanz des mit einem Aktienkapitals von 2 Millionen arbeitenden Unternehmens schließt mit K 252.000 Verlust. ' Beteiligung des Privatkapitals an staatliche« Betrieben. Da die staatlich geleiteten Fabriken in,Oesterreich,«« Defizit von 309 Millionen aufweisen, ist die Einführung eine# gemischtwirtschaftlichen Betriebes diese» Anlagen beschlossen und dem Plivatkapital eine Beteiligung von 60% em geräumt worden. Unrentabilität des österreichischen Kohlenbergbaues. Da der Kohlenbergbau m Oesterreich infolge der hohen und noch immer stehenden Löhne stets unrentabler wird, gehen nun meyrere solcher Betriebe in den Besitz von kohlcnverarbeitenden Jndustrieunternehmnugen über. Betriebseinstellung der Rosenberger Zellulose- und Papierfabrik A.-G. in ^lvsenberg. Die zum Jmercstenkreis der Rosenberger TexUlwerke, Mautner, gehörende Rosenbeiger Zellulose, uud Papierfabrik A.-G. in der Slowakei hal insvlge der wirtschaftlichen Stagnation den Betrüb eingestellt, wodurch mehr als 10(X) Arbeiter beschäftigungs* los wurden. Das Aktienkapital betragt 12 Millionen tschechollowakische Kronen. Reuer FoMarrf in Italien. Wie das Handelsmuseum mitteilt, ist seit 1. Juli l. I. in Italien ein vollständig neuer Zolltarif m Kraft. Auskünfte über die zum Teil wesentlich erhöhten Zollsätze erteilt das Handelsmuseum in Wien, IX., Berggasse Nr. 16 (Zollabteilung, Tür 51). UrsprnnigSzriHen auf WEr zum Versand nach dcU VsveinlgLön StaatM. Die Handelskammer Wren bringt zirr Kenntnis, daß Metallwaren, wie Rasierklingen u. a., sowie Zigarettenpapier, die zur Einfuhr nach den Vereinigten Staaten von Amerika bestimmt find, den HerlunstSstempel „Made in Austria" tragen müssen. Die Kammer macht alle Jirteresserrten darauf aufmerksam, baß die Nichtbefylgung dieser Vorschrift die Beschlagnahme der Ware durch die amerikanischen Zollbehörden nach sich zieheü kaur^. oder der Warenempfänger muß den FqktWenwert bis zur . durchgesührten Abstempelung hinterlegen. un!d' Ha -dl Bvesekos. Nach Mitteilungen der Exportabtttlung der Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie in Wien erscheint seit 1. b. M. in Breseta unter dem Titel „Brescia uelle Industrie e net Commerci" ein Monatsbericht, he'ausg-7geben vom dortigen Handelsmuseum, beziehungsweise von dcr Handels- und Gewerbekannner in Brescia. Diese Zci'schrift verfolgt den Zweck, den Ein- und AuSsuhrhandel Brescias zu beleben, hringt Unter anderem .auch Wirtschastsberichte nichtitalirnischcr Staaten und dürfte demnach für manche heimische Exportfirma von Interesse sein. Die erste Nummer des genannten Außenhandelsorgan^ liegt in der Exportabteilung der Wiener Handelskammer (Z. 210) zur freien.Einsichtnahme auf. Mnstcrnmsse in Bukarest. In der Zeit vom 11. September bis 2. Oktober findet in Bukarest eine Mustermesse der rumänischen Industrie statt, ay welcher sich auch ausländische Firmen rn einem eigenen Pavillon, durch Schaustellung vou Kataloge» und Reklameblättern beteiligen könuey. Heimische Interessenten erhalten,' hierüber nähere Auskünfte unter Zahl 6282 in der Exportabteilung der Kammer für. Handel, Gewerbe sind Industrie, 3. Stock, Tür 309. Rindermarkt St. Marx. Dcr heutige Auftrieb belief sich auf 723 Stück inländisches, 894 Stück ungarisches, 32 Stück jngoslawischrS und 562 Stück ruwänifches Schlachtvieh, zusammen 2200 Sliick, worunter sich 2012 Stück Mast- und 138 Stück Beinlvieh befanden. Der Gattung nach waren 1305 Ochsen, 375 Süere, 516 Kühe und 4 Büffel. Die bei Monatbeginn zum Vorschein gelangte rückgängige Bewegui^ macht kontinuierlich weitere Fottschritic. Auf rem heutigen Markte erlitten sämtliche Qualitäten regulärer Ware gegen die Vorwoche eine neuerliche Einbuße von K 10 per Kilogramm. Stiere und Kühe tendierten noch flauer und haben bis L 15 per Kilogramm eingebüßt. Es notierten: Inländische Och'cn, prim» K,94 bis 105 (110), Sekunda K 75 bis 90. tertia K 64 bis 74, ungarische, prim» K 90 bis UO. setmnda K 75 bis 90, terlia K 62 bis 74, jugoslawische K 6-i bis 96, rumänische, prima K 94 bis 110 (120), Sekunda K 75 bis 85, tertia K 64 bis 74, Stiere je nach Qualität K 94 bis 96 (105), Kühe K 48 bis 85 und Beinlvieh K 40 bis 56 per Kilogramm Lebendgewicht. Borstenviehmarkt. Nach den bisher vorliegenden Ausladungen und Anmeldungen dürste sich der Gesamtauflrieb aus insgesamt 1500 Schweine belaufen. Ausgleiche. Vom Handelsgericht Wien wurde das Ausgleichsverfahren über das Vermögen der Firma E r v i n & © o. Handel mit Wertpapieren, I., Schottmring 15, eingrleitet. Ausglelchskommiffär Hosrat Karl Biber. AusgleichSverwaltcr Dominrk Wolf, JX., Porzellcmgaffr 45. Anmeldefrist 2. Oktober, Ausgleichstagsatzuug 12. Oktober, io Uhr vormittags. Dev Glaub,gern werden 25% geboten. Die Höhe der Passiven wird mit 16 Millionen Kronen, der Wert der Aktiven m>< vier Millionen Kronen angegeben. — Vom Handelsgericht Wirv wurde das Ausgleichsverfahren über daS Vermögen der Firma Rudolf M ü l l e r L C o.. Bankgeschäft, I., Rotenturmstraße 5 eingeleüer. Ausgleichskornmifiär Hofrat Kan Biber, Ausgleichs Verwalter Rudolf Höniger, Bankdirektor, IX., Svittelanerlände 7 Anmeldefrist 1., Ausglerchstagsatzung N. Oltobrr, Den Gläubigern werden 25°/, geboten. Rach ünbefiatiglen Mütrilftugen betragen die Passiven 24'/, Millionen, dir Aktiven 6 Millione» Kronen. - Vom Landrsgcricht Wim wurde daS?lnSglricbS' verfahren über das Venribg-n des (ftvpvid M a : c r. Model- Händler, iV., Goldeggasse 21, eingcleitet. Allsgleichskvmmiffä»