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Wiener Morgenzeitung · 1921-07-13 · Heft 884 (13.7.1921) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 884 (13.7.1921)
Date
1921-07-13
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Rr. 884 Wien. Mittwoch yerutttergeohrfeigt zu haben. Kein euwpäischer Flnanzmüiistcr hat bis heute eine solche Rede über einen Nachbarstaat gehalten. Trotzdem kann man aus dieser Rebe etwas lernen. Sie bedeutet nämlich das offene jLingestänbuis, daß Herr Hegedüs an der Konterminierung der -österreichischen Krone mitgewirkt 'hat. - Die Finanzkunststücke des Herrn Hegedüs in Ungarn gehen uns nichts an. Er Hag dort ruhig sein Budget so frisieren, wie er will, er mag alle großen.Älusgaben als außerordentliche hinstellen und dann triumphierend verlimden: „Der ordentliche Etat ist aktiv", er mag in Ungarn noch einige Male eine Vermögensabgabe ernheben, wenn er will — selbstverständlich unter Schonung der vor 1914 erworbenen Vermögen, das heißt unter Begünstigung der ungarische» Magnaten und Großgrundbesitzer. D'as alles.braucht die Außenwelt vorläufig nichts zu kümmern. Aber gegen das letzte Stückchen Hegedüs' muß sich Oesterreich denn doch zur Wehre setzen. Hegedüs hat nämlich von den. zum Austausch in Staatsnoten eingereichten ungarisch gestempelten Noten zirka 60 Prozent unbrauchbar machen lassen und mit der Begründung zurückgeschickt, sie seien?falsch gestempelt. Einun anderen Staate gegenüber als gerade dem schwachen Oesterreich hätte er hies natürlich nicht gewagt. Me Behauptung, daß tatsächlich alle '50 Prozent der zurückgewiesenen Noten falsch.gestempelt seien, ist nachweisbar unwahr. Unter diesen Noten.befindet sich, nämlich eine Menge solcher, welche eine Serienbezeichnnng über 1600 tragen. Diese Noten wurden von der Oesterveichisch-mngarisch^n Bank der ungarischen Regierung übergeben, in Ungarn gestempelt und dort begeben. Und auch solche kamen als falsch zurück, ebenso.wie.Noten, die sich schon seit jener Zeit in Wien befinden, zu welcher die österreichische Krone höher stand als. die.ungarische, bei denen also der, ungarische Stempel damals eine Wertverminderung bedeutete. Me ch'rrstlichnativn.Lle Presse unterstützte natürlich Herrn Hegedüs verständnisvoll. So schreibt „Pest! Hirlap": „Oesterreich sah mit Schadenfreude' der- Arbeit 'der Geldfälscher zu. Was für ein.Interesse hätte denn auch die österreichische Regierung gehabtgegen die Stempelfälschet: energisch aufzutreten?" Diese Herren scheinen die österreichische Regierung gach'ihrer eigenen zu beurteilen. Hier gibt man sich nicht mit der Mitwissenschaft einer strafgesetzlich verbotenen Handlung einfach' zufrieden, sondern hier gibt es pflichtbewußte Richter und Beamte, die alles tun, um ein solches.Verbrechen zu verhindern oder zu bestrafen — vorausgesetzt natürlich,. daß wirklich etwas derartiges, wie die Fälschung der ungarischen Stempel in Oesterreich, geschehen, ist. Ebenso ist es ganz zweifellos, daß die Devisenzetttrale sowie jene Bankiers, welche die angeblich falsch' /gestempelten Noten der ungarischen Regierung zum Umtausch eingereicht haben, sich dabei im guten Glauben befanden. Aber-was hilft cs, sich einer ungarischen Regierung geMüber?auf' 'inter-... nationale Rechtssätze zu berufen, ■ den Standpunkt vertreten zu wollen, daß der gute Glaube im. Verkehr überall, wo es rin Handelsrecht gibt, geschützt wird? Wie die Tatsachen bewttsen, hat man wirklich durch die Berufung auf den Nechisst andpunkt nicht bas geringste erreicht. 'Ebenso zwecklds war es, der ungarischen Regierung einzuivenden, daß der ungarlsche Stempel technisch' derart schlecht und nachlässig aufgedruckt ist, so baß die Gefahr einer Nachahmung besonders groß erscheinen muß, daß daher diese Art der Abstempelung an und für sich. eine, gvobe ^aHrWigkeit . War. Ebeüso ist es sinnlos, sich darauf berufen zu wollen, daß. das. ungarische Finanzministerium niemals vorüber Annahme-falsch gestempelter Noten irgendwie gewarnt hatabsichtlich oder wieder! ns grober Fahrlässigkeit? — Es. gibt nur ein Mittel für die Besitzer solcher ungarisch gestempelter Noten, die" durch diese sogenannte Finanzpolitik Ungarns um ihre Rechte aus diesen Noten geprellt wurden: Nämlich möglichste Abstinenz von allen ungarischen Werten und Streichung der .ungarischen Valuta auf dem Wiener Platze -In Wien'darf kein Handel mit Papieren eines Staates' stattsinden, dessen Regierung jeden Augenblick gegen die Usancen des internationalen Finanzmarktes und gegen die bürgerliche Anständigkeit sündigt. Es scheint übrigens in dieser ganzen Affäire noch einen zweiten Schuldigen zu geben -—die österreichische Devise n zentral e. Sehr viel Verluste hätten vermieden werden können. Deün bei einigermaßen vorsichtigem Vorgehen seitens der Devisenzentrale hätte man es wissen.oder wenigstens früh genug erfahren, können, was das ungarische Finanzministerium im Schilde führte und die in Wien befindlichen ungarischen Noten auf internationalen Plätzen abstoßen können. Man darf neugierig sein, ob die Herren von jenseits dev Leitha bas, was sie sich! Oesterreichern gegenüber erlauben, auch' zum Beispiel Franzosen gegenüber gewagt hätten. Das Vorgehen der' Devisenzentrale in der ganzen Angelegenheit stellt unseres Erachtens gleichfalls eine grobe Fahrlässigkeit dar, für die ein Privatbankier, ein Kreditinstitut oder gar ein einfacher Kaufmann zweifellos zu haften hätte. Da die Devisenzentrale aber ein staatliches Institut ist, wird sie sich natürlich um ihr Verschulden und um ihre Haftung herumdrücken können. Mit aller Entschiedenheit' aber müssen finanzielle Repressalien gegen Ungarn gefordert werben, vor allem die Streichung der ungarischen Devise auf dem Wiener Platze. ' F. R. Bor Abschluß des jugoslawisch-italienischen Handelsvertrages. Belgrad, 10. Juli. (Preßbureau Belgrad.) Vorgestern wurden nach vierwöchiger Unterbrechung die H a n d e l s v erlang s Verhandlungen zwisden jugoslawischen "nd den italienischen Delegierten wieder au „euommen. Der Vorsitzende der italienischen Delegation L n c c i o l i gab der '-Nciiiinig Ausdruck, daß der Handelsvertrag Ende der nächsten 'chche abaeschlosseu werden würde. Die Fragen des B a r o s- Wiener Mprs^nzeitnüg' **- •-- . '■ ■——: ■; H a f e n s und der Räumungder drit 1:en Zon e Dal-' m a t i e.n s würden.aus.den Verbutdlnngen aasgeschält.t. * '.Nächste Woche, beginnen zwis ch.'e N p'ch.'o s.l g w i e n u n d Fr a p. k r e i chBei hanöluttgen j,pm - Abschluß - ci.ncs Handelsocrtragest- < . - ■ . --; Die tschechische Kviegsanleihevorlage Aus Prag wird lunchtet: Dem r a ivc v T a g .b l a t 1" zu'vlge hm die Negierung dre sei,lebest im Senat emgrbrachte Kriegs, mleibe- Vorlage -ürückgezogen und wud sie deute dem Abgeordnetenhaus urr Erlrdisung vorlezeck. Diese Verschlebung des parlamentarischen Forums erfolge, wie es.beim, mik Zustimmung aller politi-, säiem Parteier,.:, es best-he die Absicht,' die Krieasanlethefräge, so rasch ats niöglrck zu bereinigen, schon um den Weg für positive pa.lamentarnchc Arbeit iM'Herbst-frcizumachett,' ---V Wiener Lombard-- und Eseompte-Dank In der aM R d. Wt. stmlg'.fundcneii Sitzung des Ver,valluu.:srates der' Wi'nrr Lcm'.mrd- und Escomvte-Bank wur.de die Bilanz M>as abgelaulene G schäftsjabr 1920 penedmrgr, welche einschließlich des Gewimn orttages aus dem Vorjahre, per K 506.547 90 bet tmcm Brntiogewinn von K 18,925.810.25 einen Reingewinn von F 9.791.039.96 (gegen K 1,581389.45 im Vorjahre) ergibt. — Der Verwaliungsrnt hat beschlossen, bec,fijr den 2. August einzuderuserden' ordentlichen Genelalve^ammlnva vorzuschlagen, eine Dior d^e.n.d e . von 20 ,pxa Asti? —' lCÄ/o (gegen K 10 — 5°/0 im Vorjahre) zur VdrteilNttg zu brmgen. den Re ervesouds Mit ll 2.000.000 zu dotierrn, dem Ualcrsliitzrmgsfouds der An-! gestellten K 8 O:‘0 000 taniiemcnftec zuzuwendeu und nach Ausscheidung der Tantieme für den Verwaltungsrat per K 528.749.20 den Benag von K 2,26&.2t)0.l6 auf neue Rechnung. vorzutiagen. — Der Verwaltungsrat hat weiters beschlossen, .der General Versammlung d?n Antrag zu unterbreiten, das Gesellschaftskapital von K 100,000.000 mtf K 200,000:000 zu erhöhen — In der gleichen Sitzung des Verwaltungsrates wurden.die Herren Felicien C'a t t i e r, administraleur äslsgus und Charles F a b r t, administrateur directeur der Banque d’Oufretner iit Brüssel, sowie Herr A.ugust Lederer, Großindustrieller, Wien, kooptiert. Oester«eichisch»«ngaLrsche Dank. Donncrstag den 11 d. M., 11 Uhr vormittags, findet rm Mittleren Kdnzerthans-' >saal. Ul , Lotbringerstraüe 20. die diesjährige r. gelmWge Ge-' neralverMmmlrmg der Oesterreichisch-ungarischen Bank statt. ’ Der neue rumänische Zolltarif, der mit 1. d. M. in. Kraft getreten ist, liegt nu H a n ,d e l s m u s e n m tit ' Wien (Zimmer 53) zur Einsicht auf,' wo auch/ nähere Auskünfte erteilt werden. Baltttenkrurfe.' Die feste Tendenz für fremde ZahluNgsmiiteln hielt auch im' geßrigen Verkehr ,pn. Lebhafter begchrtwaren Dollarnoten. Nachstehend die offiziellen Schlußkurse: Amsterdam 24.675.—Geld. 24.775.—Ware lgeaen 11. foiU 24.400.— Geld. 24.500.— Ware), Agunn485.—. 489.— v483 5U, 46750 . sNstglad 1938- 19'8- (1932-. 1952 Bcilm 987.-. 993.— (980 - 986.-, Brüssel 5890 5930.- - 5860.—, 5900-—). ' Büda -st 370.25, 279.25 (27310 276-10). Bukarest 1087.50,1097 50 (1035.-. 1095.-). ChrMran-a — —.— (—.— —Kvpenhanen 12.575.—, 12.625 — (12.525 12 575.-), London 28C52825 - (2772.50, .879250). Marland und Triest böO,.~-, 3520— (35:.5.—,!-1526.—), Rew'Aork 770.- 774.- (765 -, 769.- . Baris 5967.50 6007.50 (5910 59:0.~), Mag -999:—- 1001— (987.60, 993.50). Sofias 697:50 . _707.£Q,i, l600.>-,1 610.-). Stockholm A6.470 -. 16.530 - 06.170—. 16.230.—), Warschau und Krakau 36.50, 40 50 '38.75. 40 75'. Zürich 12 775.—. 13 825.— (12.575.-, 12 625.-), Madrid 8797 50, 9877-50 (9560.-, 9640.-), "Dollarna'en 768 -, 767.- (750.-, 754.—), Belgische Noten 58'5-. 5895 - 5830.—. 5870.—), Bulgarische Noten 690.-^, 700.— 595—. 605.—), Dänische 'Noten 12 400.-, 12.450.— 113.375.-. 12.435.--), deutsche Marknoten 990.—, 996.— (W7.—, 993—), englische Noten 3790.— 2810 — (2760.- 2780 -). französische Noten 59'0.-. *990.— (5900.—, 5910—), holländische Noren 24600.—, 24.700.— (24.300.—24 400.—), italienische Norm 3490.—, ' 3510.— (3480t—, 3500.—), unabgestempelte jugoslawische Noten 1928.—, 1948.—'(1928.—, 1942.—), norwegische. Noten —, - polnische Marknoten 41.25, 48-25, (39.50. 41.50), .Rumänische Norm 1077.50, 1087.50 1075.—, 1085.—), Russische (Rom.) (—.—, —.—), Schwedische Noten 16.320.--, 16.380.- (16-020.-. 16.080--), SchweizerNolen12.725.—.12.775.--(12-550-—.12.600.—^tschechoslowakische Nolen 1005.50, 1011.50 (D97.—. 1003.—), ungarische Noten neuer Emission 270.50. 273.50 (272 50. 275.50V Spanische Noten — Verlängerung des Handelsübereinkommens mit Sndflawien. Das Handelsmuseum in Wien teilt mit, daß am' 5. d. M. in Belgrad ein Ueber ein kommen Unterzeichner wurpe wonach daS provisorische Handelsübereinkommcn zwischen Oesterreich und dem S H. S.-Staate vom 27. Juni 1920, dessen Gültigkeit laut Artikel 8 des Vertrages am 60 . Juni 1081 abgelaulen rst, auf weitere zwei Monate verlängert wurde. Gleichzeitig wurde auch die Gültigkeit des Schlußvroivkolls und Paraphierungsprotökolls um zwei Monate verlängert. Das Uebereinkommen wegen Prolongierung wurde östcrreichlscherseits vom österreich kcl eu Geschäftsträger, Herrn Hesfrnger, jugoslawischcrseits vom Sektionschef Todorovic unterzeichnet und ist vom 30. Juni 1921 datrrrt, so daß kein Jntermiszustand einrritt., Die Verständigung wurde sofort an die cinzelnen Zollämter weitergcgeben. Auskünfte über die Bestimmungen des Uebereinkommens vom 27. Jum 1920 erteilt das Handelsmuseum, Abteilung-3. Neue Fiumaner Bankgriindungen. In den letzten Wochen find in Jinme zwei neue Banken ins Leben gerufen worden; der Credito Generale mit Lire 3,560.000, und die Bocietä Bancaria Fiurnana in azione (Fiumaner Bünkverern) mit Lire 1,000.000 eingezahltem Akiienkapital. Während ersterer, gestützt auf eine rerchsrtalienische Kapitalistengruppe, gleich den hiestgen italienischen Großbankfilialen dem Vetkehre Fiumes 'mit Italien dienen wrll, beabsichtigt der Fiumaner Bankverein, welcher ausschließlich Fiumaner Kapital in sich vereinigt, mit W i e n er ffinanzinstituten m Verbindung zu treten, um sich neben den jugoslawischen und ungarischen vorwiegend dm deutsch-österterchlschen Adriainleressen widmen zu können. Aebcrnahmc der tschechischen Länderbankftlialen durch ein tschechisch-französisches Konsortium. Die „Bohemia" meldet auö Drag: Das Finanzministerium hat im Eiuvernehmcn mit den kompetenten^ Regierungsstellen erncm Syndikat, bestehend aus' der Oesterreichischen Länderbank in Wien, der Tschecho-slowakischen Agrarbank und der Banque de Baris et de Paya Bas in Paris, die Borlonzesfion zur Errichtung einer Aktiengesellschaft unter der Firma Bank für Handel und Industrie ehemals Länderbank mit einem Kapital von 80 Millionen tschechischen Kronen zum Zwecke der Uebernasime dertschecho-slowakischen Filialen der Länderbank erteilt. Pferdemarkt. Zum gestrigen Markt wurden 61 Schlächter und 453 Gebrauchspfcroe gebracht. Bei lebhaftem Verkehr zahlte man: Zugpferde, leichte 24.000 bis K 35.000; schwere K 80.000 bis K 140.000: Kutschpferde K 30.000 biß K 50.000; Pferde für Schlachtzwccke 40 bis 75 per Kilogramm Lebendgewicht, Burstenvrehmark St. Marx. Zum gestrigen Nuirkt wurden 3799 Lclrweine angrmeldet. bei Beginn desselben jedoch , 13.1»li 1921 ■ /Sate-v nur 1454 Fleisch- und 1713 Fettschwcine, zusammen 3167 SM, aMett'eben. Dcr Provenienz Nach waren: 145 inländische, 75 unaor-icbe, 2331 jugoslawische und, 626 rumänische. Infolge abnehmenden Bedarfes, eine, Folgewirkung des Schulschlusses, war die Kauflust eine reservierte und der Verkehr schwerfällig. Primasdrten Fett- und Fleischschweine haben K 20, alle anderen Qualitäten hls L 35 per Kilogramm gegen die Vorwoche ein» gebüßt. . Es notierten: v Fettschweine, printa K 190 bis K 800. tchwerc K 205, mittelschwcrc K 185 bis K 190, leichte 170 bis 18p und Fleischschweine X 180 bis kl 200 per Kilogramm Lebendgewicht. Insolvenz einer böhmischen Holzgrohhandelsfiryra. Ueber das Vermögen des Wenzel Nejedly. Handelsmann, untec Ser Firma B. & M. Nejedly, Holzgroßhandel in Königgrätz, registriert, wurde vor kurzem das Ausgleichsverfahren eingeleitet. Die Gesamtpasstven betragen nach Angabe der Kridatare etwa llL 3,250.600, wovon etwa zwei Millionen durch Hypothckcn und Bürgschaft stchergestellte Bankforderungen sind, wührcud .etwa eine Million tschecho-slowakische. Kronen Forderungen nicht sichergestellter Privater darstellen. Oesterreichische Firmen find nicht beieiligt. Die Ursache der Insolvenz scheint in teueren Hei- ' stelluugskosten im Jahre 1920 und in der Krise der Holzindustrie zu liegen. Ausgleiche. Vom Handelsgericht Wien wurde das Ausgleichsüersahren eröfmet über die Firma Otto & Co., Handel mit Metallen und Meiallwaren-Engros und Handelsagenlur. Wien. Ul., Faiangasse 51. Konkurskommissär Hofrat Biber, Ausgleichsverwalter Albekt Loyich, Zieglergasse 9. Termine 11. und 18. August. Die.Passiven betragen 222.000 Mark, welche größtenteils auf Schulden an deutsche Merallwarenfirmen entfallen und 332.000 österreichische Kronen, 1])*^ Firmen ' in Oesterreich und in der Tschecbo-Slowakei zü fordern haben. Der Wert der Aktiven wird mit K 168.t)00, daruntssr 18.000 bevorrechtete, angegeben. Es wird eine '10°/aige' Ausgl^chsqüote' in. Barem angeboten. — Vom Handelsaenchr Wien würde das 'Ausgleichsverfahren über das BerMgen der FitMa WÄgä",' Kunstmöbel-Jndustrie G s. tit. 6. H., IV., Lothringerstraße 2, ein geleitet. Ausgleichskommtssäc Loftat Karl Biber, 'Au^gleichsvrrwalter Oskar Fehliuger. IV., Mterksasse -"8:--'Anmeldefrist 13. August. Ausgleichstagsatzung 20. August, lO UHr.- Dew Gläubigern werden 1b Prozenk geboten. ' Wrenev- Börse. Unter bettt Einfluß des neuerlichen scharfen Rückganges der östcl teichischen Krone in Zürich und ber vom Berliner Markt »oWiegenen höheren Nonerungen cröffncte hie gestrige Börse m ziemlich, fester Haltung, doch war das Geschäft wieder nur auf einzelnen Gebieten von Belang. Im Vordergründe des Jntercsfts standcn Alpine--Aktien. die in größeren Posten aus dem Markte genommen wurden, gegen den letztgemcldeten Stand um K 300 höher kinfetzten und im Laufe des Verkehrs um weitere K 50 avanc-erien. Staatsbahn-Aktien setzten um K llö, Salgo-Kohlen unt K 300 und Türkenlose um K 140 höher ein. Als jedoch im Verlauf des Verkehrs größere Abgaben in Landerbank-Aktien im Hinblick auf die andauernden Widerstände gegen die Länderbank erfolgten, übertrug sich, von diesem Effekt ausgehend, die schwächere Haltung auch aut die übrigen Gebiete, ohne daß jedoch der feste Grundton des Mgrltes verloren gegangen wäre. Dampsschlff- Genüß waren abermals lebhaft begehrt und gewannen einen»Vorsvrnng von K 800. Im Schranken stiegen Dampfschiffum K 460. Wienerberger Ziegel um 100, Greinitz Eisen und Poldibüte um je K 150, Neusiedler Papier um K 250 und Lcykam Josefsthalcr um' K 390. Renten lagen schwächer. „ Nachstehend die wichtigsten Schlußkurse: 2nvustrie-Anter«shm«ngen. Allgemeine Baugesellschatr 1848.— (-!- 53.—), Unionbau 2000.—• (-Wiener Ballgesellschaft 2250.— (— —Königshofer Zement — (-Perlmooftr Zement 5925.— (+ 35.—), Wienerberger Ziegel 7750,— (+ 100.—), Liefinaer Brauerei 2650.- (+ 100.—), Sarajevo (-.—), Aussig Chem. 10.600.— (+ 30.—), Brosche Spiritus —.— (— Carborundum — (-), Chlothilde 6775,— (- 225.-), A. E. G. Union Elektr. 1950.— (+ 8.—), Vereinigte Elektrische —(-.—)»Siemens Schuckert 1768.- (+ 12.—), Alpine 6240.— (+ 250.-). Berp- und Hüttenwerke 11.000.— (—125.—),Austria Email 4320.— — To,—), Eghdier —(— —Enzesfelder 3540.— H- 5.—) Felten & Guilleaume 6600.— (+ 25.—), Greinitz Eisen 4100.- (+ 150.-), Hutter L Schrantz 2850.- (+ 150.-), Krupp A.«G« 2115.- r+ 65.-1. Poldihütte 4745.— (+ 150.—) 'tzraaer Eisen 12.500.— (— —.—), Rimamurany 5000.- .(+ 80.-). Skodawerke 4380 - (+ 32.-). Waffensabrik 2110.- (+ 5.—), Brüxer Kohlen 8900.— (+ 100.—), Gran- Szaszvarer 4970.— (+ 20.—), Rordung. Kohlen — (-), Oberung. Hütten 7870.— (+ 120.—). Nossitzer 3780.— Salgo-Tarjaner 8900.— (+ 140.—), Trifailer Kohlen 3850.- (- 20.-), '.Ung. Allg. Kohlen 11450.- l-.-). Urikanh —(— —.—), Veitscher Magnesit — .— (— Westböhm. 5050,— (+ 55.—), Wolfsegg 1670.— (— 45,—), Danek Maschinen —(— Brünner Mc.schüren 4000 (— 20.—). Daimler Motoren 807.— (— 1.—), Fiatwerke 965.— (— 10.—), Heid Maschinen 955.— (— 40.—), Hofherr & Schrantz 1120.— (+ 4.75), Sigl Lokomotiv 3895.— (+ 55.—), Ruston 3695.—(+ 180.—), Simmeringer 1910.- (- 35.-), Elbemühl 2846.— (+ 10.-), Leykam-Josefs. thaler 6690.- (+ 390.—), Neusiedler 22.200.- (+ 850.-), Apollo (-Santo Genf 27.950.— (+ 50.—), Karpathen 16.250.- (+ 50.—), Galizia 40.850.- (-Schodnica —(— CosmanoS 5175.— (-.—), Fttfabriken -Rotkosteletzer 4390.- (+ 90.-), Schoeller Zucker 10.100.— (— 150.—), Schönpriesenee —(- Oesterr. Eisenbahnverk. 6250.— (— 40.—), Ung. Eisenbabnverk. —(— —Wiener Waggonleihgesellschaft 2797.— (+ 97.—), Gerngroß 1005.— (+ 3.—), Holzhandelsgesellschast (- -.-), Türkenlose 3800.- (+ 69.-). Transport-Unternehmungen. Adria —(-.—), Aussig-Tepliher —(-Buschtiehrader lii ‘A — (-.—), Buschtiehrader lit. B 3200.— (— Donau- Damps. 15.560.— (+ 460). Ferdinands - Nordbahn — (-Graz-Köflachcr 3420.— (+ 45.—), Kaschau-Oderberger 2150.— (+ 40.—), Lemberg - Czernowitzer 4800.— l+ 10.—),. Lloyd —(— —Navigazionr — (— — ♦—), Staatsbahn 4980.— (+ 92.—), Lombarden 2325.— (+ 60,—), 8% Südbahn-Prior. 8033.— (+ 18.—), Staatsbahn« ■ Genußscheine —(-.—). ' Stenten. Mairente 106.— (— i —), Februarrenke 108.— (— 2.—), Oesterr. Kronenrente 105.— (— 2.—), Oesterr. Goldrenle 275.— (-Ungar. Goldrente —(— —I Ungar. Kronenrente 285.50 (+ —.50). Banken. Angla-Banl 1918.— (— 2.—), Oesierr.-boSn. Bank 1160.— 50—). Britisch - ungar. 'Bank — (-Bankverein 1258.— (— 1.—), Bodenkredit 2655.— (-Oesterr. Kredit 1615.— (+20.—), Ung. Kredit 4270.— (+ 70.—), Depositenbank 851.-- (— 9.—), Niederöst. Eskomptegrs. 1515.— (— 2.—), Ung. Hypothekenbank 690.— (+ 5.—), Länderbank 2690.— (— 210.—). Bosn. Landesbank 1550.— (+ 3.—), Mercur 1030.— (-.—), Oesterr.-utigar. Bank 3950.- (— 40.-), Unionbank 1164.- (- 6.-). Verkehrsbank 715.— (— 5.—). Zivnostcuska 3770.— (— 65.—). Berliner Börse. Berlin. 12. Juli. N'uchdciii am Voririittaq die Deviscnliirft ntfolnc ihr eiuatfcu Veiichlcchicrmin der Dii1 arlnaluta

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