Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 881 (10.7.1921)
- Date
- 1921-07-10
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Rr. 881 Wien, Tonnrag h..".. —.-——... * Die Anzeige der Gerngrotz A.-V. un Jnseuttentcil bettelst Ihnen wieder, w'.e vorletthatt Sie kaufen können. * Brand in der Solo-Fabrih. AuS Linz wird gemeldet: Inder Züudbolzabteilung der Solo-Fabrik brach gestern mittags im sogenannten Schweden-Füllraum explosionsartig ein Brand aus. wobei drei Arbeiterinnen lebensgefährliche und ein Arbeiter leichte Verletzungen erlitten. Der Brand selbst wurde bald gelöscht. * Stillegung der rheinischen Schiffahrt. Aus Man ritz ei m wird gemeldet: Infolge der Arbeitsniederieguua itx Maschinisten und Heizer steht bte rheinische Schiffahrt vollständig still. Im Mannheimer Hafen ruht jeder Verkehr. ' * Ein verhängnisvoller Irrtum. Mittwoch den L. Juli l-J., etwa zwischen 9 und 10 Uhr vormittags erschien in einer Pfandleihansialt des 8. Bez rks eine einfach-bürgerlich, mit Kopftuch bekleidete Frau mit einer ledernen Einkaufstasche,- etwa über 80 Jahr« alt, von kleiner, ziemlich starker Figur und begehrte ein Darlehen von K 10.000, wofür von den vörgelegten Pretiosen, worunter sich auch eine, goldene Kette und. eine.goldene Herrenuhr b-fmid, nur ein Paar Brillantboutons in Pfand ge-- «owmrn wurden. BerhSvgmsvolleiwkise zahlte der Kassier , statt IO Tausendkroncnuvten irrtümlich IO Zehvtausenkronennst en aus, welche die Frau in^Emvfang nahm, die nach einer Weile wieder zurnckkam und ihr Pfand mit einer Zehntausend-- kronennvte wieder auslöste. Diese dem Schatzmeister noch in Erinnerung stehende Frau wird gebeten, den ihr Miel ausgezahlten Betrag von K 90 000 zmückziierstatten, da der betreffende Beamte ersatzpflichtig ist, widrigenfalls dre Anzeige erstattet wird. Zweckdienliche Angaben, werden an die Polizeidirektiou, Wien, I., Schotteming, gegen Zusicherung einer entsprechende« größeren Belohnung erbeten. * Geschonte Schieber. Die „Arbeiter-Zeitung" berichtet, daß angehaltene V a l u t e n s ch r e b e r durch B rmittlimg cinrS Dr. Stroh aus Czernvwch den arößren Teil der bechlagnahmtm Summen zutückerdielken. Am 9 Mai wurden dem Kurier der persisdie« Gesandtschaft rwölf Millionen Kronen beichlagnahmt, die er ins Ausland schmuggeln wollte. Diesen Schmuggel vermittelte der v e r f i i ch e G es a r> d 1 e gegen eine Beiteiliguug von 3 bis 5 Prozent. Es wurde sestgestcllt, daß sechs Millionen Kronen einem gewissen Robert Pres ent e, vier Millionen Kronen enem gewiffen Zhprulh, cm Million einem gewiffen Schwarz und eine Million einem gewissen Hassan gehörten. Obzwar mt Finanzministerium erklärt wurde, daß dem Presenre, der schon zum Vierten Male einen Anstand gehabt hatte, der ganze Betrag abgenommen werden würde, erhielt er ungcfahr sechs Tage iväier sechs MillionenKrvnen zurück. Die genannte Zeitung berrchler weiter, daß,auch in einem Falle Sckno Baier von sieben beschlagnahmten Millionen fünf Millionen zurücke r st a 11 c t wurden, obwohl nachgewiesen werden konnte, daß die Leute innerhalb eines Monats zwölf Millionen Kronen verdient haben. Auch behauptet die „Arbmer- Zeimng*, daß von den 32 Millionen, d e bei Dr. K o s ch e ß nnd Genossen beschlagnahmt worden sind, die H ä l f t e zurück« gegeben wurde und verlangt demgemäß Aufklärung von der Regierung. ,* Wieder ein Einbruch durch den Kanal. In der Nacht zum 9. d. M. ist im Kaiv'ertel abermals ein Einbruch vom Kanal aus ansgesührt worden. Heinigesucht wurde diesmal das TuchaeschLft G o,ld e n be r g L. B st i d e r. I.' Hrinrichgüsie 6. Die Täter stählen zwei Ba'l^n Sivffe im Werte von K 200.000, mit denen sie die Flucht ergriffen. * AvL'stverwalter als Wechselfalscher. Aul Ersuchen des Gendarwerieposienkommandos Gutenstein hat die Pollzkid rekilon bett oljäbviacn Forstverwalter Karl ■ Zelrnka, «mm. gevü'tigen Wiener, VI. ^Stumpergaffe 2 > wohnhaft, wegen Wechselsnlfchung sesigeuommen. .Er ist beichuldigt, die Firma Vogel & Stern. V. Strobachgasse 2, durch fgl>Äe Wrch'el um K 200.000 geschädigt zn haben. Zelinka-wurde dem Lanvesgerrchte eingeliefert. * Millioneneinbruch in Bielitz. In Bielitz wurde daS Juwelengeichäft S o n d e r l i n g erlnochen. Gestohlen wurden Schmuckgegenstände im Werte von 1,336.000 polnischen Mark. * Ei« Heiratsschwindler. Auf eine Heiratsannonce hat die in der Engerthstrahe wobnha te Marie W. reagiert. Sie schrieb an dre Chiffre „Jobann 28" postlagernd Wien Südbahnhof. Darauf erhult sie den Besuch emes etwa 35jährigenMannes, stark abgebrannt, mir golderrem Zwicker, bekleidet mit dunklem Salko. Während des kurzen Aufenthaltes stahl der Gauner der Helraislustigen eine goldene Damenuhr mit Kette, eine goldene Herrenuhrkette und einen Ring, zu ammen K 15.000 wert. * Herrenlose Kostbarkeiten. Beim Kommiffariat Meidling wurde eine Platinbrosche in Maschrusorm mit 30 Brillanten, K 50.000 wert, deponiert, btc am 18. Mai auf der Freiung gefunden wurde. Ebendort erliegt ein goldener Ring Mit dunklem Savhier und zwei Bnllan'en, K 10.000 wert, der einer Frau abgenommen wurde, die den Ring angeblich zum Geschenke erhalten haben will. Der Ring dürfte von emem Diebstahl herrühren. * Spurlose« Verschwinde« eines Wiener Studenten. Aus A u s s e e wird seit dem 30. v. M. der 22 jährige Hörer der Rechte Otto Alexander aus Wien, der Sohn des Zahnarztes Dr. Gustav Alexander, Buragasse 5, vermißt. Der junge Mann, der im Hotel Post in Aussee gewohnt hat, hat am SO. v. M. das Hotel verlassen und mitaeterlt, daß er bald wieder zurückkommen werde, er kam aber nicht mehr zurück. Da er eine größere Geldsumme bei sich trug, wird ein Verbrechen befürchtet. * Verhaftung eines Engländers. Der englische Staatsmgehörige Wingfield Henry, zu London geboren, wurde auf Grund mehrfacher Anzeigen vom Sicherheitsbureau hier verhaftet und gestern dem LanruZgerichte Wienl eingeliefert. Er hat sich durch etwa sechs Wochen zu seinem Vergnügen in Wim aufgehalten und im Schwär'enberg-Kasino verschwenderische Zechen von K 45.000 gemacht. Er »chützte vor, daß er kein bares Geld, sondern oute Schecks habe. Auf d ese Weise borgte er sich der der f nma Moritz Drach, X, Triesterflraße 6/8, bei der Firma u st i e & Komv.,Naglergasse 1, und beim Hotelbeamten Michael Kopsa, Baden, Piarrgaffr wohnhaft, zusammen X 155000 aus. Für diese Schulden gab er auch wirklich Schecks des Bankhauses Cox & Komp, in London, doch zeigte stch, daß die Schecks nicht gedeckt waren. Henry stellt jede betrügerische Absicht in Abrede. * 8. österreichische Klassenlotterie. Der Erneuervngstermin zur H. Klasse endet am Abend des 11. d. M. BO zu diesem Tage können jene Gv eler. die an der tziebunA der H. Klaffe teilnehmen wollen, die.ErneuerungSloi'e II. Klaffe der 0. österreichischen Klrssenloiterie unter Zahlung der einfachen Klaffeneinlaae und Vorweisung der Los« I. Klasse bei jener Geschäftsstelle beziehen, bei, welcher sie die Lose l. Klasse gekauft haben. Di« Muna der H, Klais« sind« Dienstag den 19. und Wiener Morgeuzeitnug Ksueki-squisitsnrosz Fabrikation! s Tabakpfesfen,Zigap&ttesispitzen und alle einschlägigen Artikel vom billigsten bis rum feinsten Genre PHILI?P HERMANN, WIEN VH., Marlav. Uferstrasae 66 Furns^roober 90603 Noch inige Anslandsvertretimgen za. vergeben. Musterkollektionen zur Vertagung. "9Q Donnerstag den 81. d. M. im ZiehnngSsaal, Wien, Ul., Marxer« gaffe 1, Partei re. statt. Der Beginn ist an beiden Tagen für 8 Übr früh festgesetzt. Am Dimßtag den Id. d M. weiden vor Beginn der Ziehnng die 3250 Röllchen mit den spsisplanmäßige» Gewinnbelräoen der U. Klasse m das Gcwmnrad öffentlich ein* ge chültrt werden. * Wohltätigkeitsvorstellnng zugunsten der Pro. gromopfer in Baden. E n von den Kmgüsten kingesehteS Komitee veranstaltete am 2. und 3. d. M. zwei Vorstellungen der .FreienjüdischenVolksbühne" im Badener Inbiläums-Stadttlieater Zugunsten der ukrawlschen Pogiomopfer. Es wurde ch m a I s r o e l" und „Der Fremde" gespielt. Die Künstler wurden stürmisch okklamier«. An dem Karten Vorverkauf beteiligen sich eiftiß die Damen: Frau Dr. Trieber, Frau RegierungsratDawid, Frl. Henriette Rappaport, Frl. Leopoldine Pius und Frl. Braun. Der Reinertrag de- Unternehmens betlug X 48000, von welchen K 45.000 dem ukrainische« Hilfskomitre für die ukrainischen Pogromop'er und X 3000 dem jüdischen Waisenhaus rn Baden zugeführt wuiden. Das »Hil's-- 'koinit''e für die Pogromopfer" dankt der jüd'schrn Volksbühne für rdre Le.stung, ebenso den Herren Ing. H. Feuerstein und Dr. A. Trieder für die Leitung der Aktion in Baden. * Urania. Heute. Sonntag. und 8 Uhr lGroßer Saal Urania-Filme: Shacklotons Südpolexpedition. — V,6 Uhr (Kleiner Saal) Wilhelm Busch: Em Meister deutschen HumorS. — Vs8 Uhr (Klemer Saal) : Das Märchenland Indien. * Achtung, Ausländer! Die Firma Dukefz A Paschkusz, Wien, Bauernmarkt 24. hat preiswert abzugeben: Große Posten Manikür- und Kammkaffeten, Bürsten, Stahlwarrn, Parfümerie«, Zigaretten- und Tabakdofen usw. * Wissen Sie schon das Neueste? Dir Werkstätten für feine Herrengarderobe nach Maß der Firma Spitzer L Markus, II., Hollandstraße (früher Stevhaniestraße) 1 (nächst Stephan»- brücke) verkaufen ihr Warenlager, z « tief reduzierten P r e i t e n. * Patentierte Neuheit für de« Wiederaufbau! Die Klosterueuburger Wagenfabrik S- Gesellschaft in Wien, XU., G r i e S Hofgas s e 16, hat einen patentierten Schiebkarren, Markt .Kawasag" aus den Markt gebracht. Der Schiebkarre«, eignet sich für alle Erdarbeiten und kommt insbesondere für die durch den Krieg zerstörten Gebiete in Betracht. Für die Erzeugung djeseS SchiebkarrcnS werden in den Nationalstaaten Gefellschaftrn gegründet. Ernste Restektanten wollen wegen der Verwertung des Patents in allen Kulturstaaten an die obige Firma Anbote unterbreiten. * Versteigerungsamt Dorotheum (Baden). Das Dorotheum nöffnet mit der Schaustellung der H. Kunstauktion aus der Gesamteinnchtung Schloß Kleßheim (Nachlaß Ei »Herzog Ludwig Viktors in Baden, Karlsplatz 6, eine Zweiganstalt, in welcher auch Antiquitäten, Kunst-, Luxus- und GebiauchSgeaenstände, Juwelen, Gold- und Silberichmuck zur freiwlviaen Versteigerung, Schätzung und Belehnung während der Geschäftsstunden von 9 bis 12 Uhr übernommen weiden. Näheres über bie II. Klrßhrimrr Kuvstauktion siehe im heurigen Inserat. ’ InbULnm der Gnnard-Lini«. Im Jahre 1840, vor 81 Jahren, verkehrte als allererstes Schiff der Cunard-Lmie zwischen Europa nnd Amerika der Dampfer ^Britannia". Im Jahre 1850 kamen die Kliperschiffe,Awiea", .Ana" und .Prrfia", welche damals als Raddampfer den Oiean durchquerten, dazu. Im Jahre 1870 wurde der Dampfer »China" als erster Schranbendampfer «ach Amerika geschickt und hatte damals schon eine Schnelligkeit, die die Bewunderung der Welt erregte. Im Jahre 1900 wurde das erste Monstcrickiff »Mauretama* vom Stapel gelassen. 9m Jahre 1910 wurde der Kiel für de» weltbekannten Luxnsd-nnpfer „Aquitania* gelegt, welcher heute als zwe-teS der schnellsten nnd prößien Schiffe im Dienste der Gesellschaft steht, indem eS dreUeberiahrt von Europa nach Amerika in zirka fünf Tagen bewält gi. — Nunmehr gehört auch zur Flotte der Cunard-Lmie der Dampfer »Imperator* (nunmehr Berengaria) und feit Heuer führt die Cunard-Lmie auch eine« Expießdienst über den englischen Kanal, so daß die Recke von Wie« biS nach Amerika in zirka einer Woche zniückgelegt werden kann, waS doch gewiß einen Rekord im Reiseverkehr darstellt. Die Tonnage beirägt derzeit 109 Dampfer mit einer Million Tonnen Faffnngsraum. . BereiirSnachrichte«. Dorern Erez Israel, Wien, ll,, Prater Havptallee 5 (Restauration Pratertee). Heute Ausflug nach SalmanSdorf. Treffpunkt präzis 7,3 Uhr nachm'tiags beim Schottentor. — ZeireiMisrachi, N., Praterst-aße 48/11. Da» Sekretariat amtiert Sonntag, Dimstaa und Mittwoch von 7 bis 9 Uhr abends. Die Lesehalle ist täglich von 7 bis 9 Uhr abends geöffnet. Schekelabrechnung täglich von 7 bis 9 Uhr abends. — Hebräische/ FortgeschrittenenknrS (Gelerntet). Heute, 2 Uhr nachmittags, Liebenberg-Denkmal. Ausflug bei jedem Wetter. Wiener^Meffe Zsllämtliche Erleichterungen bei ausländischen Mustersendungen für die Wiener Messe. Wie der Messedienst des Handelsmufeums mitteilt, werden die für die Wiener Messe bestimmten ausländischen McsMmust« im ZollvsrMerkvcrkehr abgssertigt werden < Hiebei werden vom Bundesministortum für Finanzen im Lcnvsrnehmen mit dm» Zolloberamt folgend« Erleichterungr x züge» standen,'denen zufolge sich der Verkehr in nachstehender ver- -ein lachtec Form ad spielen wird; IV. IUN 1^51' Veite 9 Die an die Wiener Messe adressierten und' als MesstM deklarierten ausländischen Mustersendungen passieren yhn« Verzögerung die Grenze irnb werden nach! Emlangm auf de« Wiener Bahnhöfen unmittelbar in bie AusstellnngSoblelflq überstellt. Dort findet an der Hand der vom Absender gen« ausgefüllteu vorgeschriebenen Konsignationen — bie dom Speditionsdienst der Wiener Messe zur Perfügung gestellt werben — die zollamtliche Behandlung statt. Normalerwmsv wäre hiebei von der Partei der entfallende Zollbetrag laßf Depot, und falls die Sendung einfuhrverbotene Artikel oder! solche Gegenstände, die der PunzierungSpflicht unterliegen^ enthält, für diese außerdem noch' ein Depot in der Höhe ihres. Wertes als Sicherstellung für die Wiederausfuhr, respektive Punzierung, zu erlegen, welche Erläge erst bei Wiederausfuhr freigegeben werden. Um die Aussteller von diesen Barer'lägen zu entlasten, wird von der Leistung dieses Depots abgesehen/ wenn der offizielle Speditionsdienst dem /Zollamt: gegenüber bie G arantie über die betreffende Sendung' übernimmt. Der 'Speditionsdienst der Wiener Messe über-' nimmt diese Garantie gegen Vergütung von i/i Prozent des Wertes der Sendung hinsichtlich 'jener Aussteller, die dem Speditionsbienst eine entsprechende Rücksicherstellung in Form eines Garantiebriefes einer beliebig«« Großbank geboten haben. . Nach Schluß der Messe erfolgt vor Rücktransport der Messemuster die zollämtliche Beschau im ÄuSstellungSlokal/ Auf alle Fälle müssen die einfuhrverbotenen Muster, saM nicht nachträglich eine spezielle Einfuhrbewilligung erwirkt wird, spätestens drei Monate nach Messeschluß wieder aus' Oesterreich ausgeführt werden. Nach erfolgter Wiederausfuhr' werden die geleisteten Depots', respektive bie dem Speditvonsdienst gebotenen Sicherstellungen, freigegeben, jedoch nur lianu, wenn die Wiederausfuhr unter zyllämtlicher Kontrolle erfolgt. Verbleibt bie Musterkollektion auf Grund einer Einfuhrbewilligung in Oesterreich, bann bleibt der deponierte Zoll/ verfallen, beziehungsweise muß der Zollbetrag endgültig «rlegk^ werden. (Die diesbezüglichen Vnsuhranträge werden nach bew von der österreichischen Regierung in Aussicht genommenen^ Richtlinien mit weitestgehendem Entgegenkommen beurteilt' werden.) Die Wiederausfuhrfrist kann in besonderen Fällen auf spezielles Ansuchen auch über drei Monate erstreckt werden/ jedoch erlischt in diesem Falle die vom Speditiionsdieust übernommene Garantie und müßten die erforderlichen Sicherstellungen. von der Partei selbst geleistet werden. Die Ernährung. Der Marktbericht. Die Großmaikhalle bot gestern «in Bild, das, was Mim-a der angebotenen Waren und Besuch der Käufer betrifft, ganz « frühere normale Zeiten erinnerte. Rindfleisch ermäßigte W im allgemeinen im Detailverkauf um KlO bis Ly, Kalbfleisch bestes Qualität umK 10 bis 15, solchrS mittlerer Qualität sogar bü K 40 per Kilogramm. Gänse und Enten ermäßigte» stch »W K 40 per Kilogramm auf & 800. t Auf den Grünwarenmärlten konnte eine leicht, Preisei Mäßigung bei den meisten Gattungen beobachtet werden. Grüne Fisolen, wurden bereits um K 20 bis 85 im Detailhandel' abgegeben. Ein Kilogramm Marille« kostete auf dem Naschmarit K 80, Zitronen K 6 per Stück. Das erste WeitzgedSS. Gestern hat die Meßzahl der Bäckermeister MenS mit. der Erzeugung Md Ausgabe de» Weißgebäcks »ach sechsjährig« Pause begonnen. Die ans weißem Mehle Hergestevien Wecke» tajj Gewichte vo« 82 Dekagramm sind bei den Bäckermeister» in de« Schaufenstern i» großen Masse» vonätig mrd für K 84 kävflich/ W. I W. Farbenemteilung auf das Gevaueste beacht«/ Nichtaufgernfene werden nicht bedient. Rucksäcke Md Taschen Midi bringen! Montag den 11. d. M-, 9 bis 11 Uhr, rot: Dienstag den 12., v bis 11 Ubr, bla«; Mittwoch dm 18, S biS 11 Uhr, grün; Donnerstag de» 14.,' - brS 11 Uhr, rosa; Freitag dm 15., 9 bis 11 Uhr, weiß; SamStag dm 18., 9 bis 11 Uhr, orange; Montag den 18,, 9 bis 11 Uhr, grau; Dienstag dm 19*, 9 bis 11 Uhr, gelb. _ Literatur u. Wissenschaft. Brww Freü, ,L5aS Glend' W ieN s". Nrrlog dev j&tättt, Graphischen Wmkstätte, 1921. Dieses in keine« Wftzchten und' Meimmse« gewiß vortreffliche Buch beweist die alte Wahrhekt' von neuem, daßj man fich^ in der Literatur — es sei Literatur welcher Arr immer — nicht wiederholen darf. Bruno F r e t s SchÜdemngL vom jüdischen Elend in Wien war etn Buch, um die! Toten aufzuwecken. D'aS neue Werk zeigt nicht geringere«; Jammer auf, es trägt nicht minder den Stempel grauen-' Hafter Wahrheit, es rüttelt nicht wenig« heftig am Gewissen! der Trägen und Gleichgütigen. Im Gegenteil, die Sprache' ist noch schärfer, die Bilder sind noch greller gewählt. Trotzt alledem bleibt die Wirkung dieser Darstellungen hinter de^ des früheren Buches weit zurück. Sie würde wahrfcheinlW in der Wirklichkeit nicht zurückbleiben. Denn so viele rhachitische^ verhungernde Kinder man auch sieht, so viele Kellerwohnungen ohne Licht, so viele Höfe, in denen Ratten und Kinder friedlich' nebeneinander spielen — dagegen stumpft sich nicht ab, wer ein Herz in der Brust hat. Sollen wir aber durch Schilderung!, ein Herz in der Brust hat. Sollen wir aber durch Sch-ldernna, aus zweit« Hand davon ergriffe« werden, so bedakf ßS MM als dör Alieinand»rreihung von Tatsachi'n. jedesmal grfrl§t' von einem klein« sozialen Aufschrei. Dir hnnta mn Ächmai diese Technik schon, kenne» auch dt« trocken-bUteve «nSdönck^ weise und es rann kaum «uSbleibeu, daß sie «nf die Dar er l ermüdet.