Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 880 (9.7.1921)
- Date
- 1921-07-09
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Md ' Sßt««rgSnsw^ .. -V"I n pmniwmmmrn hi» Mutter erwarb' ein schweres MagsuleibLn. - Jetz^ ist st» vom „Joint" mach Karlsbad gebrachtworden. Inzwischen müssen die Kinder vom Verdienst des 17jäh- Ligen.. Sohnes, eines Schriftsetzers und vom Gehalt des 15jährigen Schnriberlehrmädche-ns leben. Wie sie. leben, kann inan unter Liesen Umständen leicht aushenken. ' V . So geht man vvn Tür zu Tür und 'findet überall! Kammer und Elend, Not uitb Verbitterung, Wir Wiener, Juden und Christen aber weichen dem Problem dev „Flüchtlinge" gerne aus. Es ist eine unbequeme Frage, eine lästige' Mahn,mg an ungezählte Kriegsschulden. Vom Flüchtlingshaus wollen wir am liebsten nichts hören und nichts sehLn. Das ist das einfachste. Nichts sehen — denn täten wir auch nur einen Blick hinein,! wir müßten erkennen, daß Menschen, die das Leben! im Flüchtlingsha'us der Heimkehr, vorziehen, aus unvorstellbarem Jammer und aus grenzenlosem Ulenft kommen. . Klara Maumex.s ' Demonstrationen für Stephan Friedrich Huldigung an Kemal Pascha und die Bulgaren. , Budapest, 8. Juli. lN. N.) Die FriedrichS-Partel veranstaltete gestern abends eine große Demonstration für den Präsidenten .der Partei Stephan.Friedrich. Nachdem mehrere Redner gesprochen hatten, erklärte Stepban Friedrich, daß er im* seiner Geduld bereis zu Ende sei. Er sei auf das Urteil deS Gerichtshofes im Tisza-ProzeßeS nicht u e u g i e r i g, denn er. sei deZ Sieges gewiß. Der Prozeß gleich^em Kriege— man traue sich nicht, ihn zu beenden. Auf Antrag Stephan Friedrichs wurden K e m a l P a scha und die Bulgaren, d i e z u r R ü ck e r vberu » g Thraziens rüsten/ telegraphisch begrüßt, Nach der Versammlung in der Partei rottete sich eine mehr-- hundertköpfige Volksmenge, durchwegs . Anhänger Stephan Friedrichs, auf der Srtaße zusammen,. die durch Flugzettel zur Teilnahme an einer Demonstration f ü r S t e P h a n Friedrich aufgeiordert wurde. Die Volksmenge zog uqter ständigen . Esten "-Rusen auf Stephan Friedrich über den. Mustum-Rina durch die Kossuth-LajoZ-Gasse in die Kronpinzengaffe, wo sich den Demonstranten ein größeres Polizeiaufgebot entgegenstellte. Es kam aber z« keinem Einschreiten der /Polizei, da sich die Demonstrauten zerstreute«. Die Wohnungsnot in Budapest. 400» WaggonLewohuer. Budapest, 8. Juli. (Ung. Tel -Korr.-Vur.) Handelsminister HegheSHalckh spricht über die Vorlage, betreffend die Abhilfe der W o h n u n g S n o t. Man will hauptsächlich daS Budavester Wohnungsclend und die Leiden der unglückseligen' W a g g o n b e w o h n e r linder», die zur Zeit der Ausarbeitung der Vorlage 3500 Waggons in Anspruch nahmen und jetzt bereits 4000 Waggonbewohnen. Ihre Zahl nimmt leider von TagM Täg' zu und wen« sich W A u S w e i f u n g e n aus den besetzten'Gebieten auch weiierhin in diesem Maße fortsetzten» wird das Land nicht mehr in der Lage sein, diesen Ausgewieseuen auch nur m den Waggons Unterkunft zu gewahren. Zweck der Votlage ist die Schaffung von Kleinwohnungen. Auflassung der Einreisebeschränkung in Steiermark. ■ Aus Graz wird berichtet: Dem Landesverbände für Fremdenverkehr in Steiermark wurde auf eine 6cim Präsidium der steir.schen Landesregierung erfolgte» Anfrage mit*’ geteilt, das; die Einreise- und Attfenthaltsbeschränkungen in 'Steiermark. als ausgelassen zu betrachten sind und' die entsprechenden .Weisungen demnächst an . alle politischen Unterbehördeii ergeh?» werden. - . EinheiLs-Weitzge-Äck in Wien. Vom BMdrsministeriam für Bolksernährung wird' derlauthart:. ,A . Von. Montag den N. d. M. augefangen wird den Wiener Bäckercib-ttrieben gestattet, ein einheitliches W e i ßgebäck im Mindestgewichte von 32 zn erzeugen, und zuverkaufen. Die Bemeengung von Milch, Zucker und Fett zu diesem Gebäck ist ausnahmslos verboten. .; : i Die Däckergenoßenschaft und die Brotfabriken werden allwöchmtlichtlich die Menge des EinheitSgebäckeS festietzen.die zur Ausgabe zu gelangen hat. Die Päckereibetriebe sind verhalten, jeder zugeteilten Kunde den Bezug des. EinhritsgebäckeS im gleichem Ausmaße zu ei möglichen.. Die Bäckcrgenosselischast und die Brotfabriken werden jeweils für jedeWoche rechzeilig,den Preis für dieses Gebäck frstsetzen. der -unter keinen Umständen Überschritten werden darf. Die Bäckereibetriebe und Verschleißer sind verhalten, den Preis in den Vmchleißstelle» sichtbar kuydzumachen. DaS obenerwähnte Einhcitsgebäck stellt.die einzige für Wien erlaubte Form den Herstellung von Weißgeback ,dar.> Pie Erzengung und der Vertrieb von LuxuSgevack (Kleingebäck, Semmeln usw.) ist verbot«.. DaS Bundesmmisteriu« für VolkSernährung hat dem KriegSwucherämt den Auftrag erteilt, i« Hinblick auf die genehmigte Erzeugung von EinheitSgebäck mit unnachsichtlicher Strenge gegen jede Erzeugung und Verabreichung von Werßgebäck,. die den beffehenden Vorschriften. entgegenläüst,' einzu-' schreiten. Das Kriegswucheramt wurde angewiesen, mit den strengsten zur Verfügung stehenden Strafmitteln, insbesondere auch mit der polizeilichen Sp«rung von Gewerbebetriebe» » diesem Belange vorzugehen. , __; , Crene de Chine Wieaer MörgeazMmg ■MMMMinrBrtfaagi 9. 3uH 1921 /Seite S| Kräfte in den Betrieb' einstellen Wer gerade weist Mit Beginn der nächsten Woche wirb gleichzeitig eine Verbesserung des rationierten BvoteS eintreten, indem der Zusatz von Mais von 30 Prozent auf 15 Prozent herabgesetzt wird. Um den hiedurch' erwachsenden staatsfinanziellett Ausfall zu decken, wirb wie bereits vor kurzem verlautbart — noch Ende dieses Monats eine Aeuderuug.in der bisheriges Versorgung mit Kochmehl infoferne eintreten, als die Hälfte der, Verschleißmehlratiou in' Maisgrirß ausgegeben wrrd. Ms Ersah für die entfallende Hälfte der Kochmehlration wird ein halbes Kilogramm Verschleißmehl zu den Gestehungskosten abgegeben werden. , ■ Streik der Speditionsarbeiter. Gestern ftüh ist ein Streik der Speditionsarbeiter ansge-- brochen, der sich auf ganz Wien erstreckt: Die Speditionsarbeiter hatten kürzlich Forderungen gestellt, die erfüllt worden sind. Ihre abermals erhobenen Forderungen würden von den Unternehmern nicht erfüllt, und so wurde der Streik beschloffm. Die Magazineure arbeiten weiter. Nur Kutscher, Aufleger vnd sonstiges Begleitpersonal stehen im AuSstand. Auf die Möbeliransporteure erstreckt sich der Streik nicht. . Der ungarische Hochstapler als schwedischer Ingenieur. In die vielfachen Zusammenhänge der internationalen. Hv'chstaplerwelt läßt die Geschichte eines Menteners, das eine Dame der Wiener guten Gesellschaft erlebt hat, einen tiefe» Einblick tun. Es wurde seinerzeit berichtet, baß eine Private daS Opfer eines Hochstaplers geworden ist. 'Sie hätte Ende Oärz im Schwarzenberg-Kasino die Bekanntschaft eines hocheleganten jungen Mannes gemacht, der sich ihr als Ingenieur Oliver Björn, aus Malmö vorstellts. Aus der Bekanntschaft wurden anfangs lose Beziehungen. Man traf sich hie und da in der Wohnung einer Freundin der Dame. Die Frau lud den Fremden auch zu sich in ihre Wohnung und bei einer dieser gelegentlichen Zusammenkünfte fühlte die Dame eine abnorme Müdigkeit, als ob ihr ein Schlaf--- mi ttel in den Wein gemischt tovrden wäre, und als sie dann Nach geraumer Zeit erwachte, stellte sie bas Verschwinden ihres kostbaren Schmuckes im Werte von einer Million Kronen, den sie abgelegt hatte, fest. Ingenieur Björn war gleichfalls verschwunden und es konnte keinem Zweifel unterliegen, baß sich der Mann mit dem Vorsatz, einen Diebstahl zu verüben, der Dame genähert hatte. Die Polizei stellte nach langer, mühevoller Untersuchung fest, daß Björn mit dem berüchtigten Hochstapler Maday identisch sei und leitete dessen Verfolgung ein. Die bestohlene Dame erkannte aus "Grund einer Photographie mit vollster Bestimmtheit in Geza Maday den angeblichen schwedischen Ingenieur Björn. Gestern traf aus Berlin ein Telegramm ein, baß Meza M.ädah dort verhaftet' worden 'ist. * Berufswahl. Wieder ist ein Jahr vergangen, wieder stehen die Maturanten und Absolventen der verschiedensten Mittelschulen, die Mädchen und die Jünglinge, mit dem Zeugnis in der Hcind und blicken fragend auf alle, von den« sie annehmen - köunm oder in der Verzwerflvng ihrer Ratlosigkeit wenigstens annehmen, daß sie ihnen ein Wegweiser sein könnte». Ist der erste Rausch der Siegerfrende über das Schrecknis der Reifeprüfung verflog«, fo tritt sofort die Frage nach demWohin? in ihreRechte.Jn . früheren Zeiten standen zwischen dieser Rerseprüfung und der schicksalsschweren Entscheidung immer noch ein paar glückliche Ferkenwochen oder Monate, aber seitdem die einst so selbstverständliche Sommererholung für den Wiener Mittelsiändler ein unerreichbarer Luxus geworden ist, seitdem man in. der Familie des geistigen Arbeiters dem Tag des StudunabschluffcS und dem Beginn deS Erwerbe? durch den jungen Sohn oder die Tochter mtt Ungeduld entgegenfiktzt, muß der Entschloß sogleich .gefaßt werd«. Früher war Berufswahl überhaupt im Vergleich mit heute ein Kinospiel. Man muß gar nicht an jene längstvergangenen Zeiten denken, da der Sohn des Tischlers beim Vater in die Lchre ging, der Sobn des Beamten durch Hochmögende Verwendung auf die unterste Sprosse der Leiter gestellt wurde, die zu der «ehrenvollen Pensionierung^ führte, und der Sprößling des' »Handrljnd«* keine andere Zukunft vor sich sah als daS Wandern von Tür zn Tür mit dem Bmkel aus dem Rücken. Noch unmittelbar vor dem Krieg ließ man sich n chts davon ttaumen, daß jede vernünftigeBerufSivahl eine gründliche ärzlllcheUntersuckuns zur Voraussetzung hat, daß nicht nur die „Chancen" eines Berufes, sondern vor allem die körperliche und geistige Eignnng dafür einer sorgsamen Erwägung bedürfen. Jetzt sind wir vorsichtiger geworden und ehe wir emen Knaben oder ein Mädchen einem Handwerke oder Gewerbe zusühren, Hab« wir gelernt, Gesicht« Gehör, Körperkräfte, Ermüdbarkeit sowie die geistige Eignung prüfen zu lass«. Aper diese Vorsicht, die wir Bet de» gewerblichen Berufen üben, wird beim kaufmännischen fast grundsätzlich anßeracht gelassen und insbesondere die Juden stehen'fast iulmer auf dtm Standpunkt, den Handel als einen Universalberuf zu betrachte«, in den jeder hinrinpaßt. Was wird nicht alles msHandelsfach hineingepreßtlWeltvergeffene Träumer, die deS Sinnes für Geld »nd Gelderwerb von vorneherem Ermangeln, unheilbare Tolpatsche, den« jede Begabung für dm gesellschaftliche» .Verkehr, jede, AuvaffunaSsähigkeit fehlt, ll'Ngjs«^ bedächtige Ges-llw, grundsätzliche Wirrfchädel -und so fort und - nicht zumindestenS schwächliche Knaben »nd Mädchen, für die der ständige Aaienthalt im dumpfige» EomptmrS Gift ist. Nicht alle Eltem sind so verständig, sich zu sag«, daß-die jetzige.Hochkonjunktur deS Handels 'nicht ewig , wähne» wird, daß man nichl immer de« Mafchiuschreibermnen in der Lank Ministergehalte bezahl« »nd »echt immer überflüssige nicht alle Eltern so urteilsfähig' sind, weil überdies hier Nutzen, - und zwar Angenblicksnutzen, , ein gewichtiges Work mitrebet, den jungen Menschen in der Verwirrtheit der ungewohnten Freiheit der Blick getrübt ist. gerade aus dieseir Gründen sollte die Berufsberatung in Anspruch genomnieu' werben. Der sachlich. geschulten Berufsberatnng allein sind sowohl die Kenntnis der praktischen Lebensverhälttrisse als auch' der Weitblick zu eigen, die eine richtige Wahl erfordern/ Jenen Schwärmern fürs Althergebrachte aber, die allerwegen, gegen die „modernen Geschichten" ankämpstu, 'sei zn bedenken gegeben, daß die Berufsberatung zn den allerbedentendsten Fortschritten auf dem Gebiete der Jugenderziehung zählt, ein Fortschritt, auf dessen Segnungen Mr seine Kinder gu verzichten, einer schweren Derantworttmg gleichkommt. * Ds« Fohg«r. lieber die logischen Folgen des RasserrantisemitisMUs finden wir in dem„,Reichsp!os^-Abendblatt vom '4. b. M. folgende erschütternde Klage: „Es gibt heute eine ganze Anzahl von Blättchen, die mit alldeutschem Ernste die Rückkehr zum Deutschen Glaubentum" der Wobanreligion predigen. Das Christentum gilt diesem Urwäldervölklein nur als eine jüdische Sekte,-der Ehristengott ist ihm ein „fremder Gott", die Germanen haben ihren, eigenen Gott, der angeblich derrtsch kann, waS seine Barben leider nicht - können-, obwohlsie ein Wobanslied urns andere den Eichel:r; und Büchel» zuwersen." Die Germanen, die nicht deutsch' - können, sind nur ein tragikomisches Seitenstü'ck zu den Christen,. die so wenig vom Christentum wissen, daß sie. das Mische! Bölk dem der Stifter und die ersten.Apostel und Blutzeugel ihres Glaubens entstammen, als deir Auswurf der Menschheit^ hinzusiellen, nicht, müde, werden und gar nicht merken, tvieft sehr sie dabei ins Fleisch der eigenen Religion schneiden. Der , Münchner Kellner, der jüngst eine Predigt über Christus.; mit der septischen Frage störte: ,Mäs kann uns Christus i * helfen, da er doch selbst ein. Jude wardürfte kaNnk ei«. Wödananbeter sein. Er ist bloß ein dragisöher Zeuge dafür,' wie dem Volke systematisch sein Glaube ‘ genommen wird.; Aber nicht, wie die klerikalen Hetzapostel täglich zetern, von; jüdischen Marxisten, sondern von den airgeblichen Hüterrr dieses Glaubens selbst. Niemand anderem als ihrem eigenen blinden. Eifer haben sie es znzuschreiben, wenn das religiöse Gefühl! des in seinem Glauben an den „fremden Gott einer jüdischer^' Sekte" gewaltsam wankend gemachten Volkes sich wirklich;. wieder wie in grauer Vorzeit an ,L'ähn und Schwa» unk>f Pstrdekopf" klammern TolBe. - * Eine „Schiff-Straße" tit New-Aork. Aus New^Aork; wird gemeldet: Unter großen Feierlichkeiten, die sich über,' zwei Tage erstreckten, ist der Sartre der Delanceh-Straße,! Zufahrt zu einer der wichtigsten Brücken New-DvrkS, lü- „Schiff Parkwah" umgeändert worden. Dies geschah, um bas.? Andenken Jakob H. Schiffs zu ehren, des hervor-;.. . ragenden, in Frankfurt. geborenen Philanthropen, der letztes Jahr gestorben ist. M'avor Hylan hielt die H«mptrede. > -i; . -- * N ur jüdisch? g ittrnA in Wien. Montag txttTIVfc M. erscheint die erste Nu..cmer der Zweiwochenschrift „Unser R n f", die die hiesige ,Hitachbuth" m - jüdischer Sprache;. herausgibt. Diese Stummer enthält unter anderem Artikel»; von M. Henisch, Robert W111,fch, Mieser Kavla«,! D'r. Bermann und' Dr. W Tärtakvwer. sAdministration, 2. Bezirk, Glockengasse 30.) * JndxxfLlschungrn «n der BudapOer Untverskttl. In ' Budapest wurdenanläßlich der Inskriptionen für daS zweite; Deckester Mißbräuche in größerem Umfang entdeckt. Bei mehreren Univerfitätshörern, die ihre Halbjährigen Mgowstnl abgelegt hätten, wurde ftstgestellt, daß auf ihren Dskumenken'; einzelne Stampiglienabbrücke fehlten und diese mit gefälschten, Signierungen versehen waren. Derartige Fälschungen wurde«; bei den jüdischen UniverMtshörern Emmerich Zador, Eugen! . Schaffer und David Kvranyi entdeckt. Sie erklärten, daß die Fälschungen mit Hilfe eines Beamten der Quästur! durchgeführt wurden. Der zur Verantwortung gezogene,Beänüe; -.. gab die Richtigkeit dieser Behauptung zu und erklärte, basti. . er die Manipulation aus Mitleid für die Hörer begangen; habe, da diese infolge des Numems clausus ansonst vom; Besuche der Universität ausgeschlossen.gewesen wäre«. Wie v verlautet, sollen insgesamt fiinfzehn Hörer auf derartige ... unbefugte Weise Aufnahme gefunden und SereftS. mehre-m--^. Rigorosen abgelegt haben. Die Staatsanwaltschaft hat geg«w , sämtliche Beteiligten wegen Bestechung Und Dokumenten- . sälschung das Strafverfahren eingeleitet. * S« Numeris clausus in de» Bndapester städAfchei< Aemtern. Wir berichtet«, seinerzeit über den -- Beschuch he» Budapester GemeinderatcS, einen amttichm ^siattsiifchen AuSM» Über die konfessionelle Zugehörigkeit der siadtischen An-rsielllest änfrrtige» zu lasier» und dem Gemrinderat vorzulegr», »m dS- .nack die „Sauderunosaktron" mit allem Nachdrucke durchführen zu können. Dieser siatlsii'che Ausweis liegt nun, wie an- Budapest berichtet wird, dem Gemeiuderate vor. Hwnach sind nntrr den 8211 Amts- und UnternrhmungSangestellten 7798, das Hecht 9t*/* dis 98*/, Christ«. 825 oder 3 95*/» Indem, 83 oder 1.01*/, getaufte.Juden, konfessionslos sind 5. Die Gesamtzahl deS unterricktSpersonalS beträgt 6835,. davon 5918 (86.50*/, Christ«)) 815 (11.93*/, Juden), 102 (1.49*/, getaufte Juden) und 8 (<X08°/o KoyfeisionSlose). Die Zahl der Anaestellten verschiedener Betriebe beträgt 7559. Unter ihnen sind 7188 (95,10% Christen^ 88? (459% Juden). 20 (0.25% Getavite) und 4 (0.05% Konfessionslose). Jntereffant ist m dem AnSwers nm »och, daß bei -der Stadt Budapest auch ein Razarener und ei» Moham- . «edaner.in fester Stellung sind. * BerlagSbAchhandlen Be*»h»ev L»»ch»it ßeorbe». AuS Leipzig wrrd der Tod des VerlagSbnchhmedlnO r. jvr. Christ. Karl Bernhard Freiherr v. Tanchnrtz gemeldet. Er ist der älteste Sohn Christian Bernhard Frecher»» v. Tauchnitz', der im Jahre 1837 die angesehene Brrlagssinna Bernhard Tauchnitz in Leipzig gründet«,, besonders fefautf durch die 1841 begonnene „Collection of BritiihJ»nd Aineric«? Authore", die sogenannte „Tauchnitz-Edition". .Der Vfiflorb«^ - der rin Atter von 80, Jahre« erreichte, batte fett dem t« Jahn 1895 erfolgten Tode feiner Bater» die Leckro, deS Se,v»isi«. Verlagshauses inne. -! K 598—680 und alle anderen Seidenstoffe sowie Jeckenfutter sehr preiswert bei m Kann «S Friod vk. uaie WJUibmii« »«Jfefe