Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 877 (6.7.1921)
- Date
- 1921-07-06
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Sk. sn Men, Mttwoch Mtener Morgenzeitnng t .. .— - .-... Ehrerrbeler-rgrmgsprozeß Schlumberger— Dr. Horn. Ein Berufungssenat unter dem Vorfitze d«Z Hofrates Dr. Wesselh batte gestern daS Urteil des Bezirksgerichtes Jofesstadt gegen den Großindustriellen Otto Schlumberger a« überprüien, der auf Grund eine Ehrenbeleidigungsklage des Nchtsanwaltes Dr. Fritz Horn zu einer Geldstrafe in der Höbe von K 250.000 verurteilt worden war. Der von Dr. Josef Kläger vertretene Angeklagte hat in einem Briefe an dm Advokaten bcnfctbcn eines unehrenhaften Vorgehens beschuldigt. Durch den Inhalt dieses Schreibens fühlte sich der Rechtsanwalt in feiner Ehre gekränkt nnd brachte die Klage ein. Die Verhandlung wurde am Abend zu Ende geführt. Der Vorsitzende teilte mit. daß der Berufung des Angeklagten stattgegeben unv dieser von der Anklage der Ebrenbeleidigung freigesprochen wird. I» der Begründung wurde ausgesührt, daß der Angeklagte mtr den Wahrfcheinlichkeitsbew eis für feine Behauptung zu erbringen hatte, was ihm auch gelungen sei« Er habe eine Reiht von Tatsachen angeführt, die den Schluß zulasten, daß er der Meinung sein konnte, daß gegen ihn erprrsterlsch vorgegangen werde. Nur in Abwehr dieses Vorgehens habe er dann dm inkriminierten Brief geschrieben. Sechzehn Millionen veruntreut. Wegen der Millioneuveruritrevungen bei der Ostbahn hatte sich heute der 41jährige Täter, der Adjunkt der österreichischen Bundesbahnen Anton Kucera, wegen Verbrechens der A m t soeruntrennng vor einem Schöffensenate zu verantworten. Wie in der Anklageschrift ausgcführt wird, veruntreute Kucera durch eine Reihe von Jahren, nach seinem Geständnis seit Oktober 1917, in immer steigenden Beträgen Gelder. Als die Defraudationen aufkamen, mußte die überprüfende Kommission zu ihrer Überraschung frststellen, daß Kucera nicht weniger als K 15,416.904.99, sowie 591.868.65 Mark und KÖ 380 N N t erschlagen hat. Kucera gibt Über Befragen zu. daß er einen eigenen Einkäufer hatte und in l1/, Jahren Lebensmittel um zirka acht Millionen erstanden habe, die alle seinen Amtsgenosten zugute kamen. Der Vorsitzende konstatiert, daß jene Beamten, der Kucera so reichlich bedacht bat. zur Schadloshaltung Herangehen wurden nnd bereits K 400 000 zurückgezahlt haben. Der Gerichtshof erkannte dm Angeklagten schuldig und verurteilte ihn zu fünf Jahren schweren Kerkers. ' Bri der Stratbemestung wurde als erschwerend angenommen: Die außerordentlich hohe Schadensfumme «nd daß der Angeklagte notwendige Bedarfsartikel wie Fleisch. Kondensmilch, Eier ufw. in großen Masten aufgekauft und diese dadurch den breiten Schichten der Bevölkerung entzogen hat, um sie einer gewistm Klaffe von Bi amten zuzuführen. Als mildernd wurde angenommen': die Mangelhaftigkeit der Kontrolle durch die hiezu bestellten Organe. _,_ Sport Der neue Hakoah-Platz in Gefahr. Kaum ist noch der Bau des neuen Hakoah-Sportplatzes richtig in Schwung gekommen und schon droht dem Verein die Gisahr, das mühsam erworbene Terrain durch Kündigung wieder zu verlieren. Ganz unerwartet erhielt die Leitung der Halo ah von der Donau-Regulierungskommistion. der Eigentümerin des Platzes, die Verständigung, daß in einer am 13. Juli statifindenden Sitzung die Kündigung des verpachteten Grundstückes erfolgen werde, daher weitere Investitionen zwecklos feien. Die Hakoah bat vor einigen Monaten den langfristigen Pachtvertrag abgefchlvsten und ist vor zirka drei Wochen an den Bau der Anlage geschriiten. ohne daran zu denken, haß ibr die vvn der Donau-Regulierungskommistion in allen ihren Verträgen vorgesehene dreimonatliche Kündigungsfrist zum Verhängnis werden könnte. Die Veremsleitung fühlte sich durch das Spiel' Platzgesetz vor asten Eventualitäten vollkommen gesichert. Nunwehr besagt aber der Punkt 4 dieses Gesetzes, daß in ienen Fällen die Kündigung einer Sportanlage znläffig sei, in denen das betreffende Terrain zu lebenswichtigen Zwecken benötigt werde. Als nun mit den Erdarbeiten begonnen wurde, als die ersten Feldbahnwagen auf dem Platze rollten, kamen die Invaliden. Wehrmänner und Stadtschutzleute der Leovoldstadt auf einmal darauf, daß hier, und nirgends anders, der Platz lür ihre beabsichtigte Siedlungsgenoffrnfchaft gefunden sei. Auf dem von der Hakoah gepachteten Grundstück wollen sie Baracken errichten, Siedlungen, die lebenswichtiger als Sportplätze sind« Eine Deputation unter der Führung des Gemeinderates Bermann erschien in der Donau-Regulielungskommission und forderte die Kündigung der Hakoah. Da sich diese Körperschaft nicht gefügig zeigte, wurde die Hilft der Funktionäre aus Stadt und Land, die den beschließenden Vorstand bilden, in Anspruch genommen. Dieser soll in der am 18. d. M. ftattfindenden Sitzung den gewünschten Beschluß faffen. Der Vertreter der Hakoah brachte in der am Montag stattgefundenen Generalversammlung d's Fußballverbündes dre Angelegenheit zur Sprache und forderte die UnteMtzung des gesamten Fußballverbandes, damit dieser Gewaltstreich gegen den Verem abgeschlagen werden könne. Ek appellierte insbesondere an die Vertreter des ..Vas-, sich in dieser Frage nicht von parteipol,tischen Jnterrffen, sondern von reinem Sportsinn und wirtlicher Menschlichkeit leiten zu laffen. Er verwies - darauf, daß die Hakoah den Eindruck gewinnen muffe, vom »Bas" und der politischen Partei, di« hinter chm sieht, verfolgt zu werden. Der Redner zeichnete den Leidensweg von der beabsichtigten Erwerbung des in FloridSdoef augestrebten Terrains, daß die Hakoah nicht erhalten durfte, daß aber heute nach zwei Jahren noch brach liege, brs zum jetzigen Vorstoß aegen de« bereits it» Ägu,hMMm, PlA Die fachlich gehaltene Rede be$ Hakoah-Vertreters «fehlte ihre Wirkung nicht. Rationalrat Volkert, der Präsident des »Bas", sagte seine volle Unterstützung z« «nd erklärte, obwohl er von der Notwendigkeit der Siedlungen voll durchdrungen sei, «Me er seine Ueberzeugung dahin äußern, daß diese nicht gerade auf dem 95.000 ma, die der Hakoah zngesprochen würden, errichtet werden müssen. Der Redner schloß damit, daß die Hakoah ein verbrieftes Recht zum Bau besitze und ein Vertrag nicht gebrochen werden dürfe. Der »Vas" werde mit aller Energie dagegen austreten, daß ein erst im Entstehen begriffener Sportplatz wieder vernichtet werden solle. Darauf benntragte Schiedrichter Retschurh die Annahme einer Resolution, daß der gesamte Fußlmllvcrband die Angelegenheit der Hakoah zu der seinigen mache. Nach einem Schlußwort des Vorsitzenden Dr. Abeles gelangte die Resolution einstimmig zur Annahme. Nach der mächtigen Kundgebung des Fußballverbandes und der Zusage des „Vas", bei seinen Mandatären aufklärend «inzuwirken, ist die berechtigte Hoffnung vorhanden, daß der Bau des Hakoahplatzes zu .einem glücklichen Ende wird geführt werden können. Die Fortsetzung der GeneralwerfamMluttg. Am Montag wurde die Generalversammlung des Niederösterrerchischen Fußballverbandes fortgesetzt, die a!S bemerkenswertesten Beschluß die nene Klaffeneinteilung nach Ablauf der Meisterschaft 1921/22 brachte-, Der Antrag, nach Ablauf dieser Serie die zweite Klaffe in, rwei Gruppen zu je 11 Vereine zu teilen und Ende 1923 die beiden Gruvpensieger mit den beiden Letziplatterten der ersten Klaffe die Plätze tauche» zu laffen, fand einstimmige Annahme. Recht stürmisch ging es bei der Abstimmung zu. ob cftd) in Zukunft Anträge auf A-ndetuna der Klaffeneinteilung der Vlerfünftst-Majorität bedürfen sollten. Der Äenderungsantrag wurde trotz aller Anstrengung des „Vas" abgelehnt. Wettfprelabsage. Das für beute . anberaumte Freundschaftsspiel Hakoah—Cncket wurde im beiderseitigen Einvernehmen auf den Herbst verschoben. Akademische SflvetabLeilung Arrdaa. Heute Meisterschaftsspiel gpgen ' Liberias um a/4ß Uhr am Red Star-Platz. Aufstellung: Kauvh: Mandl, Morgenstern: Uvmann, Spira, Flesch; Fink. Fisch. Mahler, Schwaw, Lanlner. Ersatz: Meisel, Kleinmann. Abmarsch um 5 Uhr von Heim. Cheruth. Donnerstag, 7 Uhr abends, konstituierende Aus'chußsitzung. ßankhasas M. ROHATYN Durchführung sämtlicher Bank-Transaktionen "Wien, T., Marie. Theresienstrasse $Tr. 10 _Telephon 20-3-63 _m Der Volkswirt. Gestempelte Krone --- —.80 Centimes, Auszahlung Wien --- 1.— Centimes. Besserung der Krone. An der Züricher Börse erzielte die österreichische Krone gestern nicht unbedeutende Avancen,: die Auszahlung Wien hob sich anfänglich vvn 0.95 auf 1.05, um gegen Schluß allerdings wieder einen Teil der Beffcrung einzubüßerr. Die Auszahlung Wien schloß mit 1.— (gegen 0'95 am Vortags die österreichische gestempelte Krone mit 0 80 (gegen 0.79), während die meisten übrigen Valuten (so auch die deutsche Mark) in Zürich rückläufige Tendenz zeigten. In Zürich notierte: die österreichische Krone . . . . L— --.9b am k Jul.) die österr. gestempelte Krone . . -.80 (-.79 am 4. Juli die tschechische Krone. . 8.10 ( 8.10 am 4, Juli die Mark.. . 8.05 (• 8.10 am 4 Juls Agram ........' /. . 3 85 ( 3.95 am 4. Juli' Bukarest ......... . 9.— ( 9.- am Qc Juli Budapest ........ . 2.20 ( 2,20 am 4. Juli) Warschau.. . .-30 (-.30 ■ am 4 Juli) ValutenKurfe. Infolge der Besierung unserer Krone in Zürich waren im gestrigen Verkehr fremde Zahlungsmittel stark angeboten. Stärker reagierten Dollarnoten, M a r k n o t e n und tschechische Noten. Dagegen erfreuten sich polnische M a r k n o t c n im Hinblick ans die beffeou FinanMSsichlen Polens gesteigerter Nachfrage. Nachstehend die ofstnellcrr Schlußkurse: Amsterdam 28.250.— Geld, 23 350.—Ware (gegen l.Jnll 24 550.— Geld. 84.650.— Ware), Agram 466.—, 470.- (483.50. 487.50', Belgrad —(19321952Berlm 965.- 971.— (1014.50, 1020.50', Brüssel 5652.50. 6682.50 5905.—, 5945 -). Budapest 268.-. 271.- (276.50, 279.50), Bukarest 1058.76, 1068.7Ü (1107.60.1117.60). Christiama —Kopenhagen 12,000.—. 1900050 (13.675.-, 12.725.-), London 2640-, 9660— (8760.-. 8780.-), Marland und Triest Sitf.-. 3605.- (3600.-, 3620,-), New-2)ork 711.-, 715.- (742.—, 746.-), Paris 5655.-, 5695.— (5935.-. 6975.-), Uuafl 960.—, 986.- (998-. 1004.—), Sofia 685.- 696.- (700.-, 710-), Stockholm 15.970.-, 15.830.- (16 570.-, 16.630.-), Warschau und Krakau (48.-. 50.- 40.-, 42.-). Zürich 11.900.- 11.950.- (12.590.-, 13 640-), Madrid 9185.-, 9265. (9760.-, 9840.-), Dollarnoten 706.—, 710,- (736.-, 740.-). Belgische Noten 5620.-. 5660.- ',5855.—, 6895,-), Bulgarische Noten 675.—. 665.— -685.—» 695.—), Dänische Noten 11900.-, 11,9.*0,— >12.550.-. 12.600.-), deutsche Markuoten 967.50, 973.50 (1014-, 1020-), englische Noten 8620.—. 2610— (2740.—, französische Noten 5645.-, 568V“ (5905.—, 6945.-), holländische Noten 23.150.-, 23 250.- (84.450.-. 24 550.-), italienische Noten 0472.50 3492.50 (3577.60 8597.60), unabgestempelte jugoslawische Noten 1854.-. 1874.- (1918.—. 1988.-), norwegische Noten -rvolnische Marin oren 50.—, 52. (42.—, 44.—),. Rumänische Note» 1053.75, 1l.65.75 i 1098.75, 6. Juli Mi: -MS Schwedische Noten (15.170.-. 15.230.— 16.400.-, 16.460**5 Schweizer Noten 11.865.-,11.915.- (12.650—. 12.600.-), IschW slowakische Noten 962.50. 965.50 (1000.— 1006.—), imgamM Noten neuer Emission (269.—, 278.— 378.—, SRä»-?), SpumW Noten — Angebliche Pläne von GtinneS. Ans P-r a g tvip berichtet : „Moravski Sleski Demrik" meldet, daß der demsch Großindustrielle Stmnes dir Wittkowitzer Werke und Grubrrr/z» einer enaen Mitwirknna mit den Salan-Tarmner und Die Kohlen Produktion Deutschlands. Wie deutsch Blätter melden, betrug die Kohlenproduktion des Deutsche Reiches (ohne das besetzte Gebiet) von Jänner bis April 192^ für Steinkohlen 44,462.270 1 (Im Vorjahre 40.714.703) ffr Braunkohlen 40,359.556 t (33,977.600), für Koks 9,364.985! >7,488258), lür Preßkohlen aus Steinkohlen 1,835.845' (l,427.n83\ für Preßkohlen ans Braunkohlen auch Naßpreßstein 9,272.998 t (6,221.935). Wirtschaftskrise «nd Goldüb erflutz in Amerika Aus New-Nork kommen Meldungen von der gesteigerten Scharf der wirtschaftlichen Krise. Die tägliche Ausfuhr vvn Roheisen in Mai war die kleinste seit Juli 1908. Sr? betrug nur 39.000 t während sie im Mai vorigen Jahres mehr als 96.000 t betrug Seit dem 1. Mai sind sechs Hochöfen ausgeblasen worden. Iw Mai betrug die amerikanische Ausfuhr 208 Millionen Dollar gegen 260 Millionen im April. Das ist ein Heruntergehen utf. 42 Millionen Dollar. Im Mai des letzten JahreS wurde der Import mit 431 Millionen Dollar bewertet, der Export rni- 330 Millionen Dollar. Der amerikanische Delegierte beim Kongreß der Internationalen Handelskammer', B c d f o r d, der Präsident der Standard Oil Comvanh in New-Jersep, bat er« klart. t die gegenwärtige Krise fei die schwerste seit 50 Jahren W chlige Industrien seien gänzlich stillstrhend und helfen könne mn die Rückkehr zum Frieden und zur vollen internationalen Berubigun'tz. Im Zusammenhang mit dieser Krise steht auch di- Tatsache, das; die Goldbestände in den Vereinigter Staaten höher sind als je zuvor. Der amtliche, Finanz bericht der .Vereinigten Staaten teilt diesbezüglich mit-' „Die riesige Akkumulation unseres Goldbestandes hat sich seit dem 1. April um mehr als 60 Millionen Dollar, seit Anfang dieses Jahres um mehr als 200 Millionen Dollar vermehrt. Der ständige enorme Zuffus; an Gold verursacht manche Schwierig-- keiten in der Bankwelt. Bis ietzr sind diese zusätzlichen Goldmengen in das zentrale Geldinstitut (Federal Reserve Board) abgelirfert worden und wurden nicht als Grundlage zur Erwei-' ternna des Kredits verwmdet. Solange Amerika keine entsprechenden Kredite für das Ansland gewährt, oder aber, solange die amerikanische Ausfuhr, sich nicht sehr bedeutend vermindert, wird das Einströmen des Goldes andauern." Frist für Präiniennachzahluug bei französische»! Lebensversichevungsgefrvschaften. Das Abrechnungsamt teilt mit, daß zuwlge der mit der französischen Regierung getroffenen Vereinbarungen die im Staatsvertrage von Sainl- Germain-en-Lgye vorgesehene Frist, innerhalb welcher österreichffche Versicherungsnehmer Lebensversicherungsverträge durch, Nachzahlung der rückständigen Prämien wieder in. Kruft setzen ' können, bis 31. Oktober 1921 lauft. Frankreich und das Saarkohlerreevier. Unter diesem Titel 'chrcibt die „Vossische Zeitung'^ vom 8. d. M-: Die Förderung der Saargruben hat im Frieden m<> stark geschwankt; sie betrug im Jahre 1913 13.8 Millionen Tonnen. — Im Jahre 1919,. also unter französischer Verwaltung, hat die Förderung des Saarreviers nach amtlichen französischen Quellen betragen: im ersten Halbjahr 4,528.449 t im zweiten Halbjahr 4,442.399 t, zusammen also 8,970.848 t. Im Jahre 1920 betrug d e Förderung der Saargrubm nach eben diesen Quellen genau 9,410.433 t, wobei noch angegeben wird, daß in dieser Zahl die Förderung der in der früheren Pfalz gelegenen Grube Frankrnbolr mit 211719 t en!hallen ist. Auch in der Folge ging die Förderung weiter zurück Sie betrug zu Beispiel im Dezember 1920 nur noch 744263 t, Jänner 1921 705.209 t, Februar 564.315 t, März 647.806 t, Avril 692.6831, immer einschließlich der genannten piälnschen Grube. Die Förderung der Saargruben ist gegen das Friedensmaß um 30 bis 40% und zum Teil noch mehr zmückgegangen. Die Eettteausstchten i« Palästina. Aus Jerusalem wird gemeldet: In Judäa haben große Wetterstürme gewütet. Trotzdem verbricht die Ernte eme dmchschnittltche zu sein. Bloß m der Gegend von Beth-Lechem haben die Hagelstürme 40% der Obsternte vernichtet.. Die Lebensm i t t e l p r e i s e, besonders für Kartoffel, Kaffee und Zucker, sind m Palästina bedeutend gefallen. Jniolvenznachrichten. Die Passive« der Firma Springer & Co., Handel mit Papier nnd Papierwaren nt Wien. Vl„ Bamabitengäsie 7. über welche am 1. d. M. das Ausaleichsverfabren eröffnet wurde, betragen, zirka fVe Millionen Kronen. Beteiligt siad beinahe ausschließlich Papierfabriken^ Nack dem Stande'der Aktiven ist eine etwas größere als die ursprünglich angebotene 15%ige Ausgleich Sauvte zu gewärtigen. — Meber die „F o r t u n a", Warenhandlungsgesellschaft m Budapest, Bolesuntca 2l. ist das ZwangSausgleichSverfahren eröffnet worden. Die Passiven betragen 2,115.000 ungarische Kronen. Der Wert der Aktwen wird mit zirka 400.060 ungarischen Kronen angegeben. Ueber die „dl 2, g y a r K i v i t e 1 i a a b e h.ozatali"(Ungarische Waren», , Bank- und Handelsaktiengeftllschaft) in Budupest, Bela utca 4, wurde ebenfalls das Zwangsausgleichsverfahren eröffnet. Die Passiven betragen zirka 28l/s Millionen ungarische nnd zirka i Million österreichische Kronen. Ueber den Wert der Aktwen rst noch nichts bekannt..^ — Ueber die Wwtschastslonsnmgenoffenschait m. b. H. (^iövvg. ckrustvo lrospockarski eonsuwm vxrodm a, uverni) in Benefchau wurde der Konkurs eröffnet. Die Passiven betragen mfo Kc lOQ.OOO. Der Wert der Aktiven wird mit zirka K« 2s.OOO angegeben. Maffrverwülter ist Doktor Hugo Rindler in Beüeschau. Wiener Börse. Hrrvorgerufen durch die Besserung unserer Krone in Zürich machte sich an der gestrigen.Börse starkes Angebot in f r e m v e n Valuten, namentlich in Dollarnote», j geltend und verpflanzte sich aui Grund dieses Rückganges die -chwache Haüuna auch auf den Effektenmärkte. Der Markt zeigte jedoch eme gewiffe WlderstandZkraft, so daß die Abschwächunge« bei dem vorherrschend nmngen Geschäfte eng begrenzt waren» wiewohl dw Kontermme sich anschickltz, durch Leerveckttuse einen Druck ausmüben. Gegen dm letztgemcldeten Stand verlor«« Züdbahn.Prioritäten K 70, Lombarden K 80, Staatsbahn K 85, Alpine K 40, Runa K 50 und Salgo Kohlen l< 190. Stärker reagierten Nuston. die sich um K 260 ermäßigte«. Dagegen waren Landerbank auf den günstigen Stand des Ländcrbankgesetzentwurses bin reger begehrt und bei lebhafteren Umsätzen um kt 485 höher Erhöhtem Interesse begegneten ferner Anglodank-Aktien, welche eine Avance von 1S5 erzielten. Im Schranken dagegen waren,' mit ganz geringen Ausnahmen, fast durchwegs niedrigere Kurse zu verzeichnen. So sielen Galiz-a um K 1500, Fanto um K 400, In'iUnooier um K 275, Felten & Guilleaume um K 250, Brüx