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Wiener Morgenzeitung · 1921-06-30 · Heft 871 (30.6.1921) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 871 (30.6.1921)
Date
1921-06-30
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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QOiUtttöiüg ,JJ. JLJ.il ju. ö VI „Madame Butterfly" (Anfang 7 Uhr) u»d tat Schönbrunner Schloßtheater „Biel Lar« um nichts" (Anfang 7 Uhr) ansgeführt. Von w o r fl e« m bleiben die drei Theater bis zum 31. August geschlossen. In dm K a m m e r s p i e l e n des Deutschen Lolkstheaters findet Freitag den 1. Julr, 7 Uhr abends, »ie Premiere des Feydeauschen Schwanks ,D er Floh im D h r" statt. Um 10 Uhr nachts desselben Tages gelangen die Einakter „Er ist so aufgereat" von S o u l i f, ,Simulatron" von Klaren, mit Maria Fein und Ludwig Hartem als Gästen, und „Die Hochzeitsreise", von Antonius und Aldermann. zur Uraufführung. Mali, Pieon. die ausgezeichneie New-Vorker Bühnen- Mftlerin. die in Wien vor einigen Monaten stürmischen Beifall 'and, weilt jetzt vorübergehend hier und gasttert ab Freitag den L Juli!. I. in der Jüdischen Bühne (Roland-Bühne), H., Praterstraf, e 25. Ab Freitag bis Sonntag gelangt bte beliebte Operette Lankale" mit Maly Picon in der Hauptrolle zur Aufführung. Gerichtesaal. Die Leipziger Prozesse gegen die Kriegsverbrecher. Leipzig, 29. Juni. Heute vormittags wurde der Prozeß zegm die Kriegsverbrecher vor dem zweiten Strafsenat des Reichs- Berichtes unter dem Vorsitz des Präsidenten Schmidt wieder aufgenommen. Neben den Vertretern der Reichsregrerung wohnten Ln Auftrag der französischen Regierung eine französische Justizßomm sfion der Verhandlung bei. Zu Beginn derselben teilte der Vorsitzende mit, daß nur gegen Major C r u s i u s, nicht rber gegen General S t e n g e r vom Oberreichsprwalt die Klage erhoben worden sei. Sodann machte >er Vorsitzende den General Stenger daraufaufmerksam, ^aß die Ermittlung keinen Anlaß zur Erhebung der Anklage ^egen ihn ergeben habe, daß aber der Oberreichsauwalt eine gerichtliche Entscheidung in dieser Angelegenheit herbeisühren polle. General Stenger wird beschuldigt, im August 1914 einen Befehl herausgegeben zn haben, alle verwundeten Franzosen auf war Schlachtlelde und auch die in Gefangenschaft geratenen französischen Soldaten zu töten. Der Angeklagte CrusiuS soll rnter anderem den Versuch gemacht haben, am 21. August 1914 sinen fran-ösischcn Soldaten und am 27. August mehrere, mindestens sieben gefangene Franzofen tötm zu laffen. Der Sekretär der englischen Kommunisten verurteilt.! London, 29. Juni. iReuter.) Der Sekretär der kommunisti- H$ett Part i Großbritanniens, Tupin, wurde wegen Veröffentlichung kommunlstlschec Schriften zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt. Sport. Hasmonea in Steiermark. Zwei Siege. Die Expedition der Hasmonea-Fußballer nach Knittelfeld Örmt einem vollen Erfolg ab. Die Auslosung für das spiel war am ersten Tage Hasmonea—Kmltelsclder Sportverein und Red Star—Judenburg. Der Kuiticlfclder Klub, der her l. Klaffe angebört. zählt zu den stärksten Provin Vereinen Steiermarks. Der Verein wird von Heiutzmann (F. A. C. Wien), J*e auch selbst als Spieler tätig ist. trainiert. Die Wettspiele halten an beiden Tagen sehr guten Besuch Mfzuweiseu. Hasmonea war bemüht, schöne Spiele vorzuführen, was ihr auch gelang. Das Publikum brachte den Wienern große Sympathien entgegen, jede schöne Aktion wurde mrt lebhaftem Äeisall ausgenommen. Es fehlte auch nicht an jüdischen Zuschauern, die ans der Umgebung gekommen waren, um die Mische Mannschaft zu sehen. Ä 1 Von schönem Wetter begünstigt, begann das Spiel hasmonea—Knittelseld. Zu Halbzert stand das Treffen 1:1, Lach Seitenwechsel vergibt Hasmonea einen Elfmeterstoß. In der 30. Minute sendet Fiicher unhaltbar ein Die letzten 18 Minuten fallen die Wiener, von der zehnstündigen Reise stark ermüdet, zurück. Knittelfetd bedrängt und vergabt sichere Chancen, hasmonea verläßt als Sieger das Feld. Die Wiener Mannschalt jcftel durch rhr schönes, faires, Kvmb'nattvnÄpiel. Dre Knittelielder hatten ihre tüchtigsten Spieler in der Verteidigung, und 'M Zenterhalf. Der Schiedsrichter Skerjens bemühte sich, seiner Auf- «obe korrekt nachzukomnren. — Vor diesem Wettspiel schlug Judrnburg Red Star 3 : 0. Am nächsten Tage stand Knittelfeld im Zeichen des Fußball- Bortes. Vormittags spielte Hasmonea Reserve mrt a ch t Mann gegen Red Star Ii und unterlag nach schönem Kampf 3:5, nachdem sie schon mit 3:2 in der Führung gewesen war., Die Lore erzielten Fiscus (2). Haas (1). Gute Leistungen boten FiscuS, Wolf, Dankner, Hecht und Goldstein. Nachmittag war schon der Sportplatz um 3 Uhr dicht besetzt, immer strömien aber noch Leute berbei. Vor dem Entscherdungsspiel Hasmanea gegen Judenbnrg pesiegte der Knittelfelder Sportverein Red Star 6:*2. Hasmonea wurde beim Betreten des Spielfeldes stürmisch Mamiert. Der, Bürgermeister von Knittelfeld begrüßte die Gäste und überreichte ihnen einen Kranz. Für Hasmonea, sprach -er Obmann Fiscus. Das Spiel war bis zum Schlußpfiff sehr interessant. Die Judenburger waren Hasmonea körperlich stark überlegen. Der Erfolg der Hasmonea ist nur auf ihre größere Schnelligkeit und ihre überlegene Technik zurückzusühren. In hober Form befand sich Schächter, der für seine sicheren Abwehrstöße reichen Beifall emtete. Sein Partner Fritz stand ihm nicht viel «ach. Die übrigen Spieler schlugen sich sehr tapfer. Die Hasmonea-Leute lieferten eines ihrer besten Spiele. Die Jndenburger attackierten gleich in den ersten Minuten Tor der Wiener, doch die Verteidigung wieS alle Angriffe wrack. In der 12. Minute eröffnete Schirok den Reigm der Treffer, Fischer ließ in fünf Minuten das zweite Tor folgen. Ein Tlsmeterstoß gegen Hasmonea wurde vom Tormann gehalten. Rach Seitenwechsel war Hasmonea im Angriff und erhöhtden Stand auf 3:0. Vor Schluß gelingt es Schranz den Ehrentreffer gu ernelen. Schiedsrichter Schubert. Nach Schluß des Svieles wurden der siegreichen Hasmonea-Mannschast vom Platz foß mm Anktsidelokat stürmische Ovationen bereitet. Au, Abend fand ,m Klnbheim des Mittelfelder Sportvereines nn großes Bankett statt. Für die tadellose Aufführung hasmoneas spricht es, daß der Berein ffir Code Juli «ochmlÜS ' .. Die gestrige» Wettspiele. DaS Hauptspiel deS Tages zwischen Amateure und Rapid endete 1:1 unentschieden. Beide Mannschaften kämpften wohl mit großer Aufopferung, doch wurden keine besonderen Leistungen geboten. Die Torschützen waren: Konrad II für Amateure, Uridil für Rapid. Der W. A. C. erfocht über Sportklub einen Sieg mit 4:2 und Rudolfshngel spielte gegen V i e n n a 2:2 unentschieden. W. A. C. und Vienna haben nun dir gleiche Punktanzahl erreicht, da aber der W. A. C, um eine» Sieg mehr ansiveisen kann, steht die Vienna an letzter Stelle. __ Hagstbor I—Taubstuninien-Iungmattnschast 2 : 0. Dieses vor dem Spiele Taabstumme-W i e n—Taubstumme- Nürnbrrg stattgefundene Wettspiel brachte einen sicheren Sieg der in allen Teilen überlegenen Hagibor-Mannschaft. bei der besonders Wortmann hervorragte, der von Weißmann und Schnabel vorzüglich unterstützt wurde. Spielverlauf: Hagibor ist vom Abstoß überlegen und schnürt den Gegner völlig ein, kann aber infolge des vorzüglichen Spieles des Taubstummen- Tormannes keinen Treffer erzielen. Mit 0:0 geht es in die Halbzeit. Nach Wiedei beginn erzielt Wortmann mit prächtiger Einzelleistnng das erste Tor. Nun drängen dte Blau-Weißen und Wortmann sendet abermals mit Prachtschuß ein. Sportklub Gideon wurde vonr Finanzausschüsse des Niederösterreichischen Fußball-Verbandes als Schutzverein ausgenommen. Er ist der neunte jüdische Verein im Fußball-Verbande, und zwar Hakoah, Hcncur, Kadimab, Hechawer, Hasmonxa, Jüdischer Athletikklnb, VeritaS. Heros und Gideon. Der junge Verein, der ganz auf zionistischer Basis steht, hat sich aus eigenen Mitteln zu beachtenswerter Höhe emporgrarbeitet. Gideon. Heute. 7 Uhr, im Klubbeim Cafö Schuh Spielerversammlung. Amstellung von zwei kombinierten Mannschaften für die samstägigen Wettspiele gegen Viktoria XXI Jung- und Schülermannschaft. Sonntag Wettspiele mit zwei Mannschaften in Angern. Mannschaftsaufstellungen Samstag abends im Ktnbheim.— Samstag den 9. Juli Generalversammlung. 6 Uhr abends rm Klubhkim. Antiäge muffen drei Tage vorher schriftlich beim Obmann eingebracht werden. Ari. Gegner gesucht für kommenden Sonntag und 10. Juli mit zwei Mannschaften aus fremden Plätzen. Jung- und Schülermannschasten bevorzuat. Expreßzuschristen an N. S i l b e r st e r n, II. Malzgasse 2. Bank- und Wechslergeschäft Lobstein & Knsznier Wien, III., Landstrasser Haupftstrasse Nr. 82 Tel* 1863 (Ecke Hintzeretrasse 1) Tel. 1268 Kulante Durchführunn aller bankgeschäftllchen Transaktionen Der Volkswirt. Gestempelte Krume ----- —.87Vs Centimes, Auszahlung Wien --- 1.077s Centimes. In Zürich notierte: die österreichische Krone . . . . 1.07'/, ( 1.10 am 28. Jünr) die osterr. gestempelte Krone. . —.87'/2 (- -.87'/a am 28 Juni' dir tschechische Krone ...» . 8.10 ( 8.— am 28. Juni' btc « •*•••••• . 8.05 ( 8.— am 28 Juni Agram . 3 90 c 4.— am 28. Juni Bukarest . . /. . . . . ( 9.121/, am 28. Juni) ©ubööcft *■**••••• . 2.30 ( 2.25 am 28. Juni'' Warschau . . . . . . . » . « o2 (- -.35 am 28. Juni) Londoner Finanzbrief. Die Ittduftrickrife. — Rückgang des Aeberseehandels. — Der Geldmarkt. London, Ende Juni. g«-k. Men# ta MW ma importiert tvarde. , > . i! .•! ■ i-'-HMl Auf dem daSMbe MMWHW äußerst sicheren Jnvestitromn wie in der Regierung von Erhlon rüachte eine sechSprozentkzo von 3 Millionen Pfund-Sterling zum ErnifsioaSkvrW und dis Stadtgemeinden von Glasgow und Shiefsiell»' 'foW, von 2 und 21/2 Millionen Pfund Sterling zu 51/* Ptopat bei einem Emissionskurs von 92. Alle drei Anleihen werbe» rasch und über die verfügbaren Beträge hinaus gezeichnet'. Derartige Emissionen ziehen die Aufmerksamkeit der Kapitalisten fast ausschließlich auf sich, während der allgemeine Geldmarkt vernachlässigt wird. Der Wert des englischen Pfund Sterling im Vergleich zum amerikanischen Dollar k'Ninte seine Maximalhöhe, die er vor 14 Tagen mit 4 Dollar erreichte, nkht ausrechterhalten und ist seither stark gefallen. Dieser Rückgang wird teilweise mit großen Dollarankäusen seitens Europas^ in Verbindung mit den deutschen Reparationszahkungettz w^ktztt. Der Rückgang der BörsensteurrtinnahMr» in Ungar». Das Budap,ster christlichnatiouale Organ »Ui New» zedek" stellt fest, daß das hartnäckige Verharren der Finae^ Ministers H e g e d ü s bei der gegenwärtigen hohen Börsensteu« von 6°/a» es dahin gebracht habe, daß an 'der Budapester Börse keine nennenswerten Umsätze mehr gemacht werden' und dadwich der Staat um riesige Einnahmen gebracht wird. Während nämlich die Börsensteurr für den Monat September' des vorigen Jahrr- 32 Millionen Kronen betmg, sank die Einnuhme deS Gta«1H aus diesem Titel im Jänuer dieses Jahres, also zvr Zeit eisten Panik, auf 16 Millionen, betrug im März uur smHfi 10 Millionen, im April VU Millionen und im Mai nicht ganz 6 Millionen Kronen. Bezeichnend ist, daß dieses wütendste Blätl des christlichen Kurses, während es im politischen Teil gegen da- Börsenspiel wettert, in dem volkswirtschaftlichen Teil den Finanz» minister auffordert, die Börsensteuer herabznsetzm und ans. bitte Weise das Börscnspiel neuerdings zu beleben. ' .'?• Besserung der deutschen Kohlenlage. Aus Dirllv wird berichtet: In der gestrigen Vollversammlung des Kohlrnrates erklärte der Geschäftsführer in seinem Bericht Wck die Kohlenlage, daß in den Lerstungen des Strmkohlen-AWmS ein erfreulicher Ausstieg zu verzeichnen sei, daß aber dieMrd-rNUx vorläusig noch um 20% hinter jener der letzten Friedensfahre «zrückblerbe. .Die Braukohlenbriketterzeugung übersteige dagegW dtt Produktion des Jahres 1913 um ungefähr ein Drittel. Eine Resolution des Kongresses iuternationaltt Handelskammern in England. Aus London wad a» meldet: Der Kongreß der internationalen Handelskammer«^ W eine Etit'chließung angenommen, m der unter anderem bte m* gierungen aufge'ordert werden, private Unternehmungm bei her Gründung nationaler und internationaler Organisationen für Aus'uhikiedite zu unterstützen. Eine wertere Entschließung.firtftütf die Einstellung der Paprergelderieugung. ' Abban des französischen Alkohöleinfnhrverbote«. Aus Paris wird berichtet: Durch ei« Dekret werde« Avsnahmrn vom Einfuhrverbot von Alkohol «nd Likör, die aus.dem Ausland stammen, gewährt. Krise in der tschechischen Seisenindnstrie. Dir tschecho-slowakische Seisenindnstrie, ist durch die Forderung Regierung, die zn teuren Preisen eingekauften Fettvortiüe der cM gelösten Fettienirale zu übernehmen, in eine schwere Krise gmW Die Srifenindustrie hat der Regierung einen BermittlmW» Vorschlag gemacht, bei dessen Ablehnung der Großtat d«.Wo briken gesperrt werden müßte. ' . M i- Privatverkehr. Der gestrige Pr watverkehr vÄtf^ total aeschäfislos. Bon den fremden Zahlungsmitteln warm Dollar 703, Marknoteu 9.75 und polnische Mark neuerdings. rückgänges hiß 33. ■ Innere Anleihe in Jugoslawien. Aus B.e l g r a d wird uns unter dem 26. b. M. berichtet: Der Mmistrrrat hat die innere Anleihe von SM'Millionen Dinars gntgeheißen. Die Rückwirkung des nunmehr beendigten Kohleustrerks. auf die Finanzen wird allmählich fühlbar. Die Regierung hat bereits einen Ergänzungsvvranschlag v»n 151/4 Millionen Pfand Sterling für außerordentliche Ausgaben infolge des Streiks eingebracht, doch ist dies bloß der Anfang, denn zur Begleichung der ganzen RechnMg werden ungeheure Summen nötig sein. Gleichzeitig wurden die im Budget figurierenden Voranschläge des Staat Sein? ommens umgeworfen, so daß der erwartete Ueberschuß, der zur Reduktion der Staatsschuld verwendet werden soll, bedeutend verkleinert, wenn nicht gänzlich aufgehoben werden wird. Dies macht es wahrscheinlich, daß die Regierung in diesem Jahre wieder zu großen Anleihen zwecks Deckung fälliger Schulden gezwungen sein wird, während das Schatzamt zeitweise von der Bank vs England kurzfristiges Geld aufnehmen muß, u>n die laufenden Ausgaben zu bestreiten. Ein solches Vorgehen — zwar unökonomisch, aber unausweichlich — macht sich bereits bemerkbar und hat wohl, zusammen mit der Abnahme der allgemeinen Produktion, das Aushalten der Verbilligung der Lebensmittelpreise zur Folge. Die schwebende Schuld ist beveits um 90 Millionen Pfund Sterling größer als Ende März. Die Staiistik des britischen UeberseeHandels im Mai weist ebenfalls auf den durch die Jndustriekrise erlittenen Schaden hin. In diesen! Monat belief sich der .Gesamtexport auf bloß 50 Millionen Pfund. Sterling gegen 75 Millionen Pfund Sterling im März — dem letzten Monat vor dem Kohlenstreik— 102% Millionen Pfund Sterling im Jänner und 1391/2 Millionen Pfund Sterling im Mai 1920. > . ' 1 Das Handelsämt hat auch' die Exporttonnage im April veröffentlicht, die sich bloß ans 1,405.200 Donnen beläuft, gegen 3,262.400 Tonnen im Slpril 1920 und 8,123.800 im April 1913. Die Exp ortton »age im M ai dürfte noch' geringer sein. In welchem Maße die Kohle am Export teilnimmt, erhellt am besten daraus, daß der Wert der im Mai ansgeführten 5?ohle bloß mit 32.900 Pfund Sterling bemessen ist, während sich derselbe zwölf Monate vorher auf 8,633.800 Pfund Sterling stellte. Hingegen wurde im Mai Mr Ausrechwrhaltung der allsruStigste« öffentlichen Berliner Börse. Berlin, 29. Juni. Wegen der 0estrigen Meldung über dst bevorstehende Herbeiführung deS Friedenszustandes zwische» Amerika unb Deutschland batte man eine beträchtlichere Beffd rnng des New-Porker Markkurses, als «tatsächlich eingelreuA ist, erwartet. Die.Enttäuschung hierüber trag zu der bedentmdor Sreigerung der Devisenkurse, tnt heutigen Verkehre ber. ^,Mtt nahm aber an, daß hiebei rein spekalative Käufe im HindWW die Anschaffungen für die Neparatwnsschulden eine «AentliH« Rolle gespielt haben. Infolgedessen gestaltete sich der BkHIw-W Jndustriewrrten unregelmäßig. Keineswegs herrschte Kaufandrana im freien Verkehr. Am Moutanmarkte längs mehrfach leichte Abschwächungen bemerkbar. SpisirtHl trat dort eine entschiedene Befestigung hervor. Diskonto-KammeMdff- Aktien waren etwas al'siehend auf dir bevorstehende Katzitrll-- erhöhung. Deutsche Anleihen waren teilweise anziehend. MeMmer- Aktien ans die Stngrruug der Devisen höher. Die Devisenkurse. Berlin» 29. Jnm. (Deoifmkrrie.^ Wien altes (—.—), Li.-inr abgestewpelt 12M (13.88). Prag 100.46 (99.80). Budapest 27.97 Berlin, 29. Juni. (Kurse der Devisenzentralü^WMW Noten : Dollar 73-60 (72.-), Pfund 278.—'"4V7S.87) Italienische 365.LY (357.-), Poluische 3.80 <3.95), Dchech«' slowakische 99.35 (99.35) Alte österreichische 9.95 . (Oesterreichische' gestempelte 10.— (9.95), Mt« Wm obflcjt fm 90*M, SS. Juni. <D«iI«Wis-. -j -n Schweizenschen Kreditanstalt.) -s Berlin 8.05 (8.—). Holland 1S6.-M5.75Ms 591.-*(291.—). London 22.38 (33.-), Paris 47.80 («?M Mailand 29.25 (88.90), Brüssel 47.60 ((47.SS), «WochngW 100.50 (100.—,^'^Stockbolm 132.— (182.50), Ebristicmie 85.25 (85.-)\ Madrid 77.76 (77.50), BnenoMir« '1S9. - (180.-), Maa 8:iO (8.-). Aara» SL90 (4.--). ' Budavef! 2,30 <3.85)^ Bukarest 9.07'/, (942%), Wcuschau -.5» (-.*6), Wien ®e!b 1.07V, (1.10V Wien Ware—.— (—.—), östrrr. g?st. Kronen Md (—.87'/,), osterr. geft. Kwse» Ware AmftW-M, 29. Juni. (Devisenkurse.) London 11L? (11.37). Berlin 4.14 (4.NV Paris 24 30 (24.42). Schweiz. .61.10 (51.90), W'ttt 0« (0.54). Kvputbagm 51Ä5 (51(60), Stockholm 67.80 (67.70). Christmmo 43.56 (ÜLbV^NKv-Aork 302.— (3Q1L7). «rLM

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