Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 869 (28.6.1921)
- Date
- 1921-06-28
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Itnffefe K3. nzelprersM memr « w» 'oSfr^'i* eiu«^W» summe «WM: 3Mi«: ♦ m% MsmttUO , v ->LKe«. fr. '^-r .; .ST:1-1» R(NMtlt4 . Ke»u«»r!•»*—1| M V»st»tts»ad fg» Wie» »i* '# CeHmtldt: lRo»«t!ich. SfvöKeii t0<>. ' Tscheche-Llowaker: kto»a«ich .. Kr»n«n 17.- «K. Viertetjätzvltch „ >»!.-- Ntschtchs-ÜvwäKschcrWikhrmtz Uozam: Umwitdt.. §kr»rteu V». —taftriiftfcrittt) „ aio.—.•-.J p « MjMische; WSHrrnrg :;! Kqpiitawtvi: tätlich .. Dinar LArijahrlich LS.- utamm ^»»mwww^jtiJWBwwi M> Monatlich. . .- Schweiz tudr«L's6ge UzUtä* Monatlich. .. JraaeK HtUedaUisu i,.4k>>«iiaiMaiia< f , v Wien,S.Bez^TÄr^str»1^ ^«-Mch-«er . »v « Uhr al»sodS Sir. I*»» ','*./. Postspartaisenronio iW.<30 •.! Wien» Dienstag Len 28. Mni 1821 3 Jahrgang ' ■• % KmKWnnfHMM; -V K;r.i>. .. -1 > Z>er lote Punkt. ___v<_. . ,;.-,—y. Wien, gS.-Z-Ml.. ^DieiMÄpvlMschett Schwierigkeitm m der Lfch'echo- Vwakei sind nun so weit, gediehen» daß von der Notoendigkeit"von Neuwahlen gesprochen wird. Die. technische Leitung der Parlamcntsarberten lag. bisher ul *« Händen des sogenannten Fünftrausschusses, der »errinigung der Obmänner der tschechischen Parteien, mch die Ecnährungskrise, die von -den Agrariern. rraufbefchworen wurde, und durch.: das .Aufwerfen-der ietzinsftage seitens der städtischen bürgerlichen Parten ist dieser AussÜiuß-aktionsimsähig geworden. Das arlcunent ist eine leerlaufende ^Maschine und der täat steht wieder einmal einer'Häufung aller seiner irobleme gegenüber.. Die slowakischen, und tschechischerikalen Parteien sind unveüäßlich, Deutsche und agyaren stehen in vollster Obstruktion, die Kommusten harren auf das Moskauer Signal Zu einer mrw.Kampagne.,^ . .. .? . Die Konstruktion des tschechischen Staates ist nach künftiger Wünschen seiner -radikalsten Parteien erfolgt.- Die heterogensten ^Elemmte politischer und ' tschaftlicher Natur wurden zueinander gezwmrgen nd es hätte der weisesten StackÄunst bedurft» eine lsgleichung der Gegensätze herb eizuführen und' die iderstteberlden gütlich mit dem Staat auszusöhnen. Zer trotz aller Anstrengungen des Präsidenten Masaryk «nd des Ministers des. Aeußern. Benesch ging, die PöAik' den'-Metz. der ihr". Parlamentseien aufoMoyierL"' wurde,'uttd. chic - Pfchecholowük« Whnt",unter dest. Kochen, Re- ' ihr der -Mchss^tckg aüftrrcht, ^ÄffMdWunAM E WWE chechischen Mitschöpser so gcknzanders' gedacht hatten, sie Korrektheit der derzeitigen Beamtemegierung Kann e Schäden nicht gut machen, diö aus dem Chauvinisi»«s entstehen, und all ihr guter Wille verwandelt sich n sein bösestes Gegentell, wenn aus den Kanzleien der Ministerien, aus; den Zeitungen unaufhörliche Heizungen der Nationalitäten erfolgen. So leidet die Tschecho-Slöwakei trotz ihrer robu-!eren Verfassung doppelt: unter politischen Krisen und vier der wirtschaftlichen Depression, die sich in der ^'chechischen Industrie verwüstend zeigt. Alle Zweige der wirtschaftlichen Lebens verdorren. Die Geschäftsfcrifc ist zu einer totalen Stockung ausgereist. Die tschechische Negierung ist bestrebt, diesem Uebel entdegenzuwirken, und sie hat auch, den einzigenWeg besthritten, der aus dem Chaos herausführen kann. Sie will durch ein gtoßgedachtes handelspolitisches Vertragssystem alle mitteleuropäischen Staaten zu einem Mrtschaftskörper vereinigen. Die tschechische Oeffentpchkeit ist heute übereinstimmend für den Plan» die Sperrketten zu beseitigen und die alten Beziehungen wieder anzuknüpfen, die der jähe, weder politisch noch ökonomisch oder, sozial durchdachte und' vorbereitete iUmsturz zerrissen hat. Diese Ueberzeugung von den allzu großen Aufgaben, die die Revolution den neuen Ssaatw gestellt hat,, ist heute schon Gemeingut aller gyvorden, die die plötzliche Aufhebung der Schicksalsgemeinschaft betroffen hat. Die Entwicklung des politischen Lebens ist in allen neuen Staaten an den toten Punkt gekommen, alle plagen sich mit den gleichen Sorgen der unausgegorenen Staatlichkeit. Auch Freiheit will erworben und erarbeitet sein; staatliches Lehen ist kein Eigentum von Parteien oder einer herrschenden Nation, sondern der Wille und das Einverständnis aller Bürger und die Freundschaft mit den .Anrainern. s Kein Staat Kann heute für sich allein bestehen und die politische Entwicklung, die heute mehr wie je von wirtschaftlichen Imponderabilien beeinflußt wixd, hängt in einem höheren Maße, als sich parteimäßige Schulweisheit träumen läßt, von der Entwicklung des großen Erdteiles ab, in dem Mitteleuropa das Zentralproblom bildet. Die Widerstände» die allerorten gegen den Imperialismus sich erheben, sind nie dürch Staatsgewalt zu überwinden» sondern nur durch eine vernünftige Ausgleichspolitik, die alle Fragen durch zähe Geduld und durch Verhandeln Überwindet ' Die Leiter des tschechischen Staateshaben sichauf diese Straße begeben, dereni erste Station -Portorose heißt und di« zum Frieden fuhrt.- - ■ r; r Spaltrmg tn der russischen KomMUttrstenparLei London» 27. Juni. (WoM) Wie die „Morning Post" meldet, wurde in Rußland ei» großes Komplott gegen die Sowjetregiepttttg entdeckt, das bezweckt habe, eine neue KoaliLionsregierrng zwischen 2 c n i n und den g e m äßi g i e n K o m tu n « iften aus der einen Sette und den bürgerlich en und den f vzi a Listis ch e n anLido Ls chewikischeu Gruppen auf der anders» Seite zustande Zu bringen. Es wurden zahlreiche Verhaftungen borgenommen. Dasselbe Blatt cheldet aus Reval: Die Tagung des dritten Kongreffes der>,Wittert Iuternatiouale beweist, daß die S p ul tun $ i »der r u ff i f ch e «? smmu n L ft Lfch e» Partei endgNLig ist. Es kam z« heftigeu Zufammenftotzeu zwischen den Auhängetn Äemnr und den Extremisten. Obgleich Lenin die kräftigste Anterststhung seitens der Äele» gierte« der deutschen Kommunisten erhielt» überwogeu die Extremrften. Ahr Kandidat B n ch a r i n wurde «n Steke des zurnckgetretenen S i n o w f e w zum PrMbeuten der Internationale ernannt. : -*f Demisston der UMenischen Ztegftrung. - R o.m,. 27. Juni. (Stefarrü) Ansolgp der gestrigen Abstimmung in der Kammer hat., die Regierung befchl-osse», ihr' Rücktritts ge furch zu üb cur et che« Die Regierung wird in den heutigen Sitzungen der Kammer und des Senats v?n .ihrem Entschluß Mitteilung machen. » . . i Der Dreibund des OLieuts. Eine Kundgebung Kemals. ' London, 27. Juni. (Wolfs.) Wie. die „Mornülg Post" aus Konstantinopel meldet, wurde die. erste,. offizielle Flagge über der ersten afghanischen Gesandt-» Unblutiger und blutiger AntiseMitrsmus. V. 3B,t c it, 2S. Juni. Das Stinne s-^auptorgan ,,A l p e plan d" in Jnnsbruck setzt.seinen .Tivoier?Lesexhuntv'r"• der. Ueberschrift „Ein interessanter Brlef". Äu Schreiben vor, welches der „Bund der Handwerlsr^^.?) veröffent- ' licht hat. Es soll ein Brief eines. Josefs Hevtz sein, in . dem dieser'daÄ?.gt, wie er^ sich die .Auluy^de^ hchrtschen Wirtschaftslebens wünscht. Danach^ werden „unsere Leute'/ (die Juden, Aum. d. 'Schrif.E ^.heö'„Alpeir--" land"), die allein regieren, schon. dnjlb^ sorgen, haß. der Friedensvertrag in vollem'Umfang hLstehen bleibe." Lrvh spricht davon, daß hie glsten Maschinen^^.raschest' aus Deutschland verschwniden mußtech!b>äs ' unverständliche „Nachgeben, in den unglänblichsLen Forde-" r-rngcnder Entente seitens der Eüertsche'n Regierung" (das ist nun einmal das Deutsch des. haienweutschen Gesindels, dem ein Wiener jüdischer Primaner Auf- ‘ Schlüsse über seine Muttersprache geben' könnte)'. fer/- cin Werkunserer - Leute (der Juden, Amn. 'b...Schrift!. - des „Alpenland"), ' ' - ' Und'weiter heißt es:' ' ' ,Me französische Enivölkerirngskommsision beruhet'" vou einem großen Erso-lg in Deutschland. Fremdenlegionäre sollen, bis t. Dezember 1920 aus dem besetzten-Gebiete über 60.000 äbtransportiert sein und aus dem üubesetzten allwöchentlich über 700. Bon einem besonderen Eingriff, den ich. nicht ergründen konnte, versprechensic sich ein^n ■ außergewöhnlichen, anfsehenerregenden Erfolg. - Mit dem ' ' Stt, Kir, Stu. Rö, Hel, Ales u. a. m.-will man sichjetzt eingehend., befassen und hofsl,.sie in einem-halben Jahre verschwinden.zu lassen, wobei sie unserer'intensiven Bei-' Hilfe versichert sein'dürfen. Rach dem großen-Schläge, biä wohin - Deutschland seiner Werte ohnehin beraubt ist, - - hofft die Entente, daß Deutschland den Sowjet reif ist, von dem sie unter Hinweis aus Bebel noch glänzendere Resultate als tat Rußland erwartet, wobei wir. sie ., sichr-.- unterstützen werden. Die Entente.'fühlt-sich stark - gcuttg, den-Bolschewismus am- Rhein äbzuhämmen. Rach - dieser Zeit ivird Deutschlands Zukunft für intmer vernichtet < ‘tit, Uto.hd Georges Worte wahr zu machen, daß Deutsch- , . laud als Zahlung seine Frauen u nd Kinder h'e.r- ,'g«b eu m u ß, d ie Fra n krsich z u rU rb'a tmachu u g; 1 d er' W ü st e S a'h ä r a - - v-e-'r w e n d e-u--will. Run wird auch unsere Zeit gekotnmen sein. Wir . . Juden chertzchr. die alleinigen und wahren Beherrscher. ■ - schuft in der Türkei ür Äugoru,-gehißt'.' K^emal -Paschahißt^.- selbst', die '.Absprache hob er - die Lcdeutling des D'L^'-iüAu de s ^wischchl .Rußlant>, .bet. %itrtei;; und'A.ftzchaui-. st a ii gegen dü! Z^est.mächt^"hervör'und-''üe'rsprÄch7 einen eigenen, Gesandten-- demnächst .nach' Kabul 'zü. .schiik''ft. Er - erklärte weiters, Afghäinst-au habe stets. M. 'TstrÄst-' zu feiner - Führerin - gehabt--In." dem .Aüg^Mick,, .wo ' die Imperialisten des Westens versuchten,"..8te,"W'jitf£ MchH^ngrsisLn, zü HLMeftr-,. vWeWk^fchsötz^. MemalPascha, --nicht--so..stark-.wie"d'Ls"WestmocM/ünd'" nicht.' ... Abhängigkeit ge laird. wird sich viellcicht als.. Zetter aller-des Orients erweisen. / /'-s . ,. ' Deutschlands und die. Deutsche«. unsere Sklave«':': die •« Mt - 1 unserer Gnade leben. Zu-unserer. Zeit, der Mischen -2&ul Herrschaftsstellung, mutz dieses.Ziel erreicht werden,.'.tze.-m... - täte bic Deutschen hätten, das Zmg dazu.gehckbt, wenn sie -' -.sich selbst besonntti hätten, die- Welt davZr 'zu' vxUHrew/," . Das alles läßt der.sagenhafte oder wirkliM'^tziiich? der ^Handwerker",poder besser,.'das' JmÄrucker . land^ meinen. Josef Levy erzählen. : -, , j'; - -.Bei - dem JnnsbrucLer Stinnes-Blakt ..WuM-e-Mn schließlich , geistige Zurückgebliebenheit/ als mlcheMden . . Entstand gelten lassen^ wenn: manÄiMiintaWey-heuLschLn s 'Güueü -den gleichen Verlrumd»tngen '.begegnete, - Hirrow-> bodenloser Lumperei, mur ihre.Ebensolche TmulmMit. - die Wage hält. Dieser vepruchte Hetzergrist^. der - eine Pest am Mark des beüffch'en Volkes frißt, ha: in DMschland ssme. eigeMr Organe, von denen nnr KesmUchs die MonatZMift „Auf Vorposten" erwMen, .die alles Wünschenswerte enHält und dem Universitiit?- ^prosessar (.1); HMelnumn sogar dir Mitarbeit Artur sTx^bj.tsch'- .am, „Hchitschen Volksülatt" entbehrlich^.mazchrn' skön^O..iH'ier.' si^hirn'- alle'.'MrntanrED^' '.HoHeuKensch-rn , h li:Mchtl'MdHreichhLjinnte das ganze. geistige. Rüst- >4 szenz, das sie beüökigen. Die '-neueste Entdeckungder -1;toMr Gesellschaft ist, soweit wir in derlei „Litrtaftrr" - bewändört sink, hve, daß die „Geheimnisse der 'MÄsen aüZ.Zichr" bex Feddr eines gewissen Ra b b i Asch e r ’ sÄrn'S h e r g, ' genannt" A ch a d -H'.ü'a'm« entstammen.1 cher sie 'in den Neunzigerjahren vorigen IahrhunMts ' iznnachst für seine Gründung, den jüdischen GHöimchünd">,B'ne Moscht", h'ebraW' in Odessa, zrrfanrstrfn-' stellte und dann für den ersten Zwnistenkongreß. ins Französische übersetzte, da Hfirzl und Rordau Ächt ige.lügend' Hebräisch' konnten.' ' . z . Soalso wird unsere ^nnittis vvn Achad-Dynns literarischem Schaffen um einen uns * bisher; ganz -ttn» 1 bekannten Beitrag bereichert. Der erste Erfolg Achad- Hämns ist — die Einführung dy:. bolsMwz-kischrn - Regierung in Rußland! ' ' ' . ' ' Sä geht es immer weiter. Man glaubt Set. jedvm « dfeser Machwerke, auf Fieberphäntasien von Irren-!, '-:.7.^rn zu stoßen, bis man sich überzeugt, dmß-in chem^Wahnftnn Methode steckt und es. darum geht. ''Lslf.^ebe Gerse'8aZ' Bolk'zu v-ertzetze«. ' ' / ' ' In dieser Hinsicht , sind die MtzrchsgrVNM".KüffHe«