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Wiener Morgenzeitung · 1921-06-25 · Heft 866 (25.6.1921) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 866 (25.6.1921)
Date
1921-06-25
Page
– (sequence 1)
Language
German
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/ M«zeh»reis K Midm«er«ttm»spreiier W'ieih ri*m «fcJjlrtca 1» der 2. B^irk. Tak«' Orrße 1 btt 3, «der i* ebro Seet»keWr«e ^raffk>: «-Eich ..'ftütmoi IO»«- Vaftaersäüd Mv Wen «&> ' Oeftereeich: - - ‘ «ort-Liech. StOH«it 10». i / ' ' 1Lichechb»Ä»»qarcl: ^»«üttlich; .’fttoJM!« IV.— rv^chechs-shiwMchcrrSohLlnrg! ■ Nagasrr. Vcssittlich; . Kdoneri VO — Biertali^rlich ckl».- -, i» y^dfAr SaJrttra.it . «-«a^ich . . Dinar. 1»^. Mevtojikchhrlich ,,- SO.— Är 8Stz ,i‘; Einzelprers K 3.« ■ r,r..r * . :, ,KSiiJ;'ta n 'i-Vxr&Ai :} t^üttumctoHmiO: i ..',; Sduii & .SvL-Mlichi. Mck«I ' . ia r o!«ischrr WB>rvOs Deutschland; MviraNich. . . M«k str-aUk-W:. . - DLoturtkich . Fr«meO 8#t ' - Kt-lim : ‘ SKeraÖi* . ... StrsS." Siua-tÜch . .2$’ «M| K«»,wei.- $t. ba5;2icfif;aC;MTl'Uchl AL iniLtirch.- /,. ' Z«>ML8 8^» - :1t kSaftian u.Advi!^ SLie«,S.V»x., D«b«r LeleHhose: ^4.038, 6 Uhr abends Nr. W38I P oftik<urkakse«k»«tü:Ji mm » MmsM Mt 28. IüM 1921 3 Jahrgang Me Wicht der Demokratie. y; , / / , fc. 'iS.'t e nv25.'.^Ufit. r?>.Gs mehtttt sich die Anzeichen, dH auch-chie Sieger im LVektkriege und Bte in den einzelnen Htgchen tonangebenden Parteien lang sam zu ' erWHr beginnen, daß dmch die verschiedenen!.Frieoensoertr-age Md die nach Kriegsende eingeschlagenen Mechöden. der.Weltsriede nicht gesichert wurde.-Allmählich beginnt dreMrkenntnis Platz Zu greifen./ dvß ohne Mbaul des ÄMonalitätenhaffes,. des ' Antisemitismus und des Ktajsmkümpses Europa nicht gesunden kann ünd sein Wiederaufbau unmöglich ist. Dafür, liegen gexade in derlijüngsten Zeit verschiedene Kundgebungen^ vorläufig aüe'rdintzs . nur 'von seiten einzelner StoW*/ rüciüütt der Großmächte, vor,/ die .terlwe^e auch ein Geständnis der eigenen Fehler der Vergangenhleit .bilden. Symptomatisch in dieser RichtüNg ist'eine Rede des' ögyrischen Minislerpräsidenteit Dr.-. von ' Kährs Melchzer die, Erklärung abgab, die Negierung hübe den uäjionalen ' Chauvinismus niemals gebilligst: / daran knüpfte- StaatssekretärDr. Schwarz die^btzeLchnetMe A-ehßerüng,/die hatzrische.^Regierung verurteile' autz vbM Ueberzeugung den -- Äutisemitismus. Ist es eüt /Iusssi^-.-,daß.'-.bije'fe Reden in eine Zeit-Men.: rin welttzer auD der französische Ministerpräsident, Brrand g^esi, /die),extremen, fränzösischen Nationalisten -Frottt. zü^.Mch'G-.-Sdastmt.. und einer versöhnlicheren^ WÜtik geKn i HechWmnd -geneigt zu- . sein , scheint? -; / des VölkerhaffeS. ohne- Volk« M pMik 'gipfeln: ' bön > seiner -PerwiMichung''h8ügt^ die ZMunsti.des jüdischen Volkes pW nvr.in Europa, sondern .auch) in Palästina , ab. Welche ^schweren GesWen her: MätlMale Chauvinismus, für- Europa., ja fü?. dieganze." Kulturnrenschheit in sich birgt, zeigen auch;>eini^e-..'< - Reden' -. Lloyd'. ,-GepMS., , Er - s^chch. Mit einer gewissen Pesürgnis übö?: die Dükunft Europas wobei er seine Enüyuschüng nicht verhehue. daß - der. .nationale Haß - trotz der Friedensverträge üppig Miter gedöihe, ja vielfach / sogar in Funähme b'eKisten sei.. Diese Klage bezog' 'sich, in ‘ erster. ^inie auf, die erst im Weltkriege geboreyen neuem f«K genannten Rationalstaaten, die fast - alle^ NationalitätenstWen sind und an. denselben Streitsrahen bedenklich k^änßech' an "welchen das alte OestÄeich^lngäm zugchttde-gegangen ich - Y Vj ■ J ';;, Das Gesagte gilt aber nicht' nur für Mittel-' eÜrpp.ch7 sondern. auch für. Osteuropa und sür^ den.. Wtzan;.-. In allenYdiesen Nationalitälenstoaten rpärch cs-die Aufgabe der Demokratie sämtliche Völker. und nicht in letzter Linie der Juden, einen energischen K«rmpf 'gegen nationalen Chauvinismus' und gegen jede - einseitige Klassenherrschaft - für einen großen KuMr-mih Wirtschafisbund aufzünehMey. Man liest irsimer?von .neuen Dünh'niffen oder Militärkönv'eni: twne'n zwischen einzelnen Staaten gegen andere. Wie soll' mit. einer derartigem. angeblich nur defensiven, tatsächlich aber auch offensiven Politik die IW des ^ÄKerbündes in Einklang gebracht, geschweige depn. durch sie gefördert werben? ' Y - - / Neue Gefahren drohen vvM Balkan. Man spricht vstnYinem türkisch-albanisch-bulganschen Bündn'is gegen dieY-W''Balkan: herrschenden Mächte; auch zyWßn Türken- und Russen sollen fixe ÄmachungenüUm Schutze' des türkischen Besitzstandes in KonstantiNostel und: Asien getroffen worhen sein, wo die Kemasisten die' Msdehnyng ihrer / Inlereffensphäre durch . ei)i Bsindnis mit. der paniflamiüschen Welt^^ und speziell.' mtYden indischen Mohaminedanern planen. Die nicht hstrwegMeugnende. Gärung^in'Asien und Asritza gegen dseHöMgchtder weißen..Büffe, welche , auch nMM 5'üchhMnhen Gleichgülügkeit,Amerikas (bas yMMiA. ejnen Krieg, mit Japan vorbereitet),- .machen au^Mp mttoManijchen Kurs in - der 'Weltpolitikerklärlich'. AMiKa' ist Üerzeit, auch ckenü' es' sich' nicht polttischin. hie.europäischen Verhältnisse einmischt, darirm der Herr' -der SÜuütion. weil' Europa - ihm wirtschästlich tributär ist. Will Europa den wirtschaftlichen Aushau ohNe.Hmerlka bewerkstelligen, datzn - muß es, ehe--der' asrDNye'ÄMlK^stupn loabftcht!, .sechL.Ystariönülieüitfb: kßniesstynellen S.treirstagen eridsich begraben 'und M». gesäumt sich zum Zwecke der sozialen Erneuermrg zrrs^myMMießen. “ ‘ ' ' ■, HonipM geW i Paris. 24!' 'Wie Yiiek. ..Matiy^ «Met,. berichtet; derpolitische Korrespondent des. „Manchester Gngrdia.n" über 8ns Scheitern eines gehen L l 0 y d George gerichteten Komplotts, an deffek r Spitze Lord stoyzier P i r k e n h ea 8 gestanden, sei. Die ltmonistenpartei, geführt von Lordkanzler Birkenhead, hatte Hegen Lloyd George Stellung nehme» sollen. Auch Lord Beaverbrook, Gfgentümer des „DMy EKprE, M hiefür gewonrien worden." ' .'Y : Der P tan b e-st and d a r i n, den Ministerpräfidenten zn bewegen, einen l ä n g e reu Erhol n n g K n r l a rr b; gnor zutreten, um in der Zwischenzeit eine p 10 $ I s 0 r r f ch e Regie r u n g, die eine yrehv. 6 »s e r v a t i v e ' Ä i ch t « n g verEHrll ^vollts als das. gegenwärtige Kabinett, eiuZN«/ eichten Und Reurvahle» norzuberelte«. ÄdtzerA E i n f p vu ch Miltstort C y.« r ch i 11 s,1 bet!' befürchtete, beim AnterMnS nicht genügend? Anrerstützung zn sindeu>.?sei der Plan! (ttUc »- :g e r 'worde n.,-.. Lprd'j BirLbnhead habe' adrr^ wie fcer „Mütin^.HW-'j1 zjnsügt» die:ihA' - zngeschriedette Msicht'/^ch^ gestern abends entschieden demsntiertt Der griechisch-türkische Koir- Mt und dis Entente. beyr starken ge^rnsarnLn Widerstands, ^rayktLichL üH. MnMMWsg^WHcWÜÄM^in. Mxie- 'Die7Pä'^LstzrArthi-flAMst^N,'sistd ünLrgriLchffH/vrientiert- Sietvol^enbhn "König. Könstantin,/ dem unter, deutschem ' Einflüsse stehenden Schtv-ageL Wilhelms?, - nichts -wisst)».' Den Sozialisten. wsederist jeder KriegY-rNsbesändüre aber ein Krieg gegen'die nnt den , LfölstzhWön. verbün--. dete Türkei, züwrdsr? Italienwill Griechenland, seinen Konkurrentenin Vorderasien und dem Mittelmeer,.. schwach sehen. Diesen Stimmungen hat.per englische Aüßenminist-er Lord. C u r z o n einigermaßen Rechnung getragen, indem er in.Prris den Vorschlag . uUterbxeitcte, wohl von einer aktiven > Unterstützung 7 Griechenlands abzusehen, aber an die Mrken. die.Aufforderung? zurichten, ihre Angriffe einzüstellen und sich dem Schiedsspruchie ' des - Dbersten "Rates zu - unterzvorfen!- - Die Griechen, .sollen auch.jede weitere, militaMche. .Aktion einsttllen.- Im : Falle ejn-er' Absage'-.MMn /soll Griechenland unterstützt werden. Auch dieser; Vorschlag: würde von den Franzosen- .heftig' abgelehnt'. -Sie foröerten Heu Verzicht Griecherzlands "aus' Smhrna,und . ganz Kleinasien. Die Griechen.sollen auf.jed-sn..Einfluß im Orient verzichten. Nur dannsei ses. gerecht, hon den 'Türken die Niederleguhg her ' Waffen '-zufordern. Der „Temps" schreibt:, „Seien,'wip .aufrichtig- Wenn die Alliierten den Türken Vorschläge erstatterr werden, ohne daß sich Griechenland zur vollständigen Räumung Kleinasiens verpflichtet hat, und im sicheren Fülle einer Absage' erklären . werden:. .Nachdem-die,. Türken ablehrren, 'ainlerstützen wir Griechenland,' so ist dMit nichts erreicht. Demi die Franzosen sind Ü b s 0 l u t e n t s ch l 0 s s« n, sich' nicht in ' ersten Krieg für König .Konstantin - hineinzerren zu lassend An- -ererserts gibt, der „Temps^ «tüber.: zu,^ daß ein Ver- ' zicht auf Kleinasien höchstwahrscheinlich, eiste Uevoste des. enttäuschten' griechischen/ Volles - unk) -den Sturz des Königs' herbei führen dürfte. Daß ein solches Resultat' den ,Französen.genehm fein' wMbe,::das,spricht., allerdings. das.' französische, Bläht nicht' aus'.; Da- Eng?:, länd aber heute zu stark .-an her Njederhaltuntz, bei*; Türkei e»tgägiert ist, wird eK schließfich evenkue^l^dnr'ch-'- anderweitige: Konlpe!rsMLpen' den . absstlufchY W'dstr-^• stand Frankreichs und: den »ALü^rzpMxNrrFWchr'H^nbe^',. wiüden, auchfür den Fall, - aks- 'MrischvnLrrib:' jfe..' Räümüng Kteiüosiens al>lehnen' solsfist."' s'' -/ i * ’ - . - ’ Vi''' ' Paris, 24. Jum. (Tel.-Komp.). Die . griechischs Prüsse ist Mer die.Frage. der engtzsch^n- Vermittlung sehr' .geteilter Meinung.^ Einige, Blätter, vop alliem dis pünrzelistische Presse' pWtsstiert gegM di^ 'PSrimung:. 'Smyrnas. Die'anderen «eh.men «W grMdfMich. gegen Y** >f l*v wU| UtUllvU^ Ulv -Jli'lUUi.ipvU »dvv it ^ause - dazu-- benützen: «'ihMssW" ML- DfMfM. hir-'-^rE'. greifenY- Deo :-MordefßsMÜlt^''-dsS -»DÄtly- TechgöckMME ^N! .Athen. .mEt,/.bpH..-.Rd!» ssimr'z-eit-W yis - die- VerhaüdLungen- ^wische;/ 'Brrand-' undheendet-seien. - ■ -/ / ■ ■ , -. > .. . : '";■■■■■■'■ ,i,:)-r.il Y; 'MrA-/)2.4Y.Juni. ErmksprA^-- Alle, grsteMMstY - Zeitungen versichern-, -daß -der- -Vorschlag der 'Alliiertem?/' ^ur-Beendigung' des' kürkisch-griechifchen Konflikts -Hcht?Y angenommen werden könne, wenn er :dieBedingüng,^» önthaktensollte, daß Griechenland: Snrvru«. zu:r8nmsn/^. hätte: -- Eröfsnung des Kongreises Ht ftÄ; | Internationale.;; MoShm, 24 ..Juni. /Funffpruch.) .Die seitzrLicheij.-.- CrMnunL.' chcs,. KÄNgresses. - der. D. r r t.t e.n . Nation a l e fand gestern - um - 6Uhr im Gwße.N'ro Theater stark. ..4/?"//. j '•' Sin 0wje w: (Rußland)-. Koe.neu-.(DLUtschlasth)^- L-o r io t'-'/Krankreich^ ".K'o^ta r ö ü?"'(Bulgarien) / Md,-.^" G e-n ü x i - (Italien) -prüsidierteüZu Ehvenpräftdesitchkr 7, svuAen/ Leünst '"mch" T r/'tz ki/ ünd/M" de^oEAfn^ Kerker..,. befindlichen-^, Wu.nq; \?(Ts^ch'V."SlvWke.i/.t.-! Br a-nd-ler.'(Deutschland) und-Jn5pnn (Englasttzp' ß^u?tlylt; ' . , -,irrt' j ' jS in o tv.j/w' eröffüete /die' Verhandlüllgeu,' Hit^> einer (Rede, über die Entwicklüng. der , r e-v.o t u krv-H n ä.r e-n-'B e-.w.e g un g auf. der ganzen Erdü.^ Bezüg-^r. Ikich- D e.-u i sch lamd ssagte er, daß in. der '-Marz/ch - ünfer'nehlliüng ' schwere Jrrtümer ' vorgefallen: fe^pA l s daß,.aber"!''' " . den und daß dev führe-, Die ökonomische- Krift: 'ist' Europa-'seristsWÄii-/^ ßem, Wachsen, die. kömrnüniskische,Bewegung' habe'"seit^/': dem..letzten. Kongreß., große?Fortschritttz..'.g«machL.-/.DiÄ^.!: französischen Gewerkschaften >-werben, bald durch, Daxtei in Italien werde, ausgewetzt werden.--Diest lisHst Üstd die anterikanifche^Kommunistenparter ^!- n^LüschnpienHe,schüiffen.. Er , siHloß / seine - Rede/rM^st p^svuderen Grüßen an - die.? Abgesandten , des::ntLhe«M!- sind 'fernen Ostens. -: - - / - ,' - ./ ,.?Y,///:^Y - Ende dev BergarbetterstrerLs / 1 ■ Engla«-. , Y// ,;Y [,-.'Mi, 24. Juni. (Lel-Smnp.)., tteik 8«: Bergarbeiter ist «chMtrg:'S'^'ig8'1.ie''^rYji?4v-^ Arbeiter haben gestern Leschlsffsn, <ruf. MLyÜ^ »«jc.'Mn 'tzssi.-Grubenbesitzern, ausgearbeiteM: dieiArb er L Miedsr:.'« y PT.i ' *; :i

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