Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 864 (23.6.1921)
- Date
- 1921-06-23
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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'STttrt TT ,S7T«t, ^onnersrag Wrener Morgeiizeitmrg 23. Juni 1921 Nr. 864 «tctjd) Friedrich B mt m n n n. Rap Part» war am 8. April <r?ks' dctTr'äLLnbcklMhvs att»lclialrcn' ttnd iit stknenr. mir'alte» engl-iitUxi verjch:os'seueil Gepäck 7,600.60V : ösMrsichischH' KronenttvteN' üttd 15 Kilogramm Femgolb gei iüftben -NwrdSn, - die, ww - scharr viele Millionen vorher, tft; die.-Schweiz wandern sollten. Viktor Germains wieder Hütte' i NvVertson engagiert, als falscher Kurier mit 20,400.000 österi reicht schon Kronen nach Berlin zu reisen. Der Richter vers urteilte Rappard zu zehn Monaten, Germains zu neun Monaten,. Robertson und' Bau mann zu je sieben Mouattn Kerker, ersteren auch zur Landesverweisung. Vor-, gesierw hatte ein. Senat unter Vorsitz des Hofrates ' Doktor Jacob über die Berufung der vier Verurteilten zu entscheiden. - Das Berufungsgericht nahm' Nach dürchgesührter Verhandlung an, das; sich die Angeklagten k.'inen amtlichen .Charakter angeuraßt hatten und setz ke die St ras eh et ab . sür -Rappard auf sechs Monate Kerker, für Viklor Germains .auf zwei Monate strengen Arrests, für Robertsün auf sechs ^Woruite. und für Baumann auf vier Monate Kerker. l Ein Kommunistenprozetz in München. v-.• München, 22. Juni. Vdr dem Volksgcricht 9Ri'rüchen hat die auf eine Woche berechnete Verhandlung gegen 17 M i t g l i e d e r. ö e r t om in un i st r sch e n Partei begonnen. Sie sindarigettagt' ive'geü Verbrechens des .Hochverrates uno der Verschwörung und wegen Verbrechens gegöii Das S/acksgelch. Die,- Verbrechen bestehen,- wie' die Ankmgeschrkst aüssügrt, darin, daß sie im Marz dieses -Jahres, «;fc> zu einer Zeit, da der Aufruhr tu' Mitjetdeurfihlattd herrschte, Vordereirnngen trasett, um auch in''Bayern, unö zwar zunächst in München, einen< 'Ansruhr HLrvorzürusenl Sie arbeiteten einen bis ins Detail gehenden Plan aus und wurden Möei von der Zentrale öer kommunistischen Partei finanziell unterstützt. Insbesondere verlegten sie ff ich-darauf, möglichst" viel Sprengstoffe rtt ihren Besitz zu..bekommen. In ihren Ausruhrplcin gehörte auch besonders dch Absicht, sobald es zum Losschlagen kommen würdedie Orgesch-Leute womöglich gefangen zu nehmen oder, wenn nötig, zu beseitigen, sbenio die Mi.gäeoer der .Schutzmannschaft. Ebenssj verlegten sie sich in ihrem Orgaiiisatiousplan darauf, Zerstörnugen an Eisenbahnlinien vorzunehmen, und Truppen-» transporte nach München und in die Provinz zu verhindern^ Dieser Plan erstreckte sich nicht bloß aus München und feine Umgebung, sondern auch auf Landshut, Augsburg, und KeMnsbutg.; i Hölz vor Gericht. ' > Perlfir, 22. Juni. In der heutigen Verhandlung im MMdoM kam es zu stürmischen Szenen. Nach Ablechrung einiger. Anträge dev Verteidigung machte Hölz die Bemerküng,..er habe nach dem Beschluß, die Verhandlung für Änem Tag aüszusetzeu, gewußt, daß dies bloß dazu gedient habe-^damit.sich.die Zeugen untereinanöev verständigen können um sich nicht gegenseitig zu belasten. . . Nach einer weitLrrN Ablehnung eines Antrages der Wrteidigüng äus EiNvernühMe eines Kriminalbeamten als Zeugen, riös Hölz. MM Vorsitzenden gewendM „Natürlich, damit der Schwindet nicht herauskömmt. BlUtrichteL! Ihr Briidef .habt ja bloß. Angst!" >- - E)>r. Vorsitzende ruft in höchster Erregung UM-Riche üttv sagt-, daß er Hölz fesseln lassen werbe, wenrk ev nicht. vernünftig sein wolle, . . , - Hölz sagte: ,Mitte, tun. Sie das, lassen Sie mich fesseln und überstellen Sie mich dem Scharfrichter." Nachdem die Verteidigung/ gegen die' Ablehnung^ ihrer Anträge protestiert Uttö der Staatsanwalt repliziert hatte, brüllte Hölz: „Es lebe das revolutionäre Proletariat." Der Vorfitzende sprang aus und -befahl Hölz, den Mund zu halten, und.-Aef. der-.Wachmannschaftzu:„Fühfen Sie-den Afirgs- Nagten-ab." Während dir Mannschaften sich um den sträubenden! und schimpfenden Angeklagten bemühten, kam es neuerlich M'/grdM LKmsMeÄ.' ' Las litte«. . Nach eftöd dttstünöiger Beratung erkannte däs Gericht gegen H ölz wegen Hochverrat in Tateinheit mit versuchtem mrd vvlkenbetem Totschlag, wegen Verbrechens gegen das SörengstosfaeseH und wegen der Übrigen zahlreichen- Ver- ^eysu auf l eb e ns län g l ich es. Zuchth aus und dauern-, E BeMst der' bürgerlichen Ehrenrechte. , s l Hölz verließ den Saal unter dem Rufe: ,M kommt Täg der Freiheit und der Rachel Sie sind hier die Walter der Justiz!" . *. 7,.'. Zildischer Sport in Graz. - HckkSich-^AmSteuee L r 1 (2: i). Am fitzttu Mtttwvch adsvlvinie die Hakdüh föt lttzkes Meist ft schafkssmeb Als Gegner standen ihr die an 'erster SMe der-EabMe stehendttr Amateure pegeNöbck, Obwöhk den Ättick teuren auch im Falle einer.Niederlage der Sieg in dtt Meisterschaft nicht mehr zu Nehmen war. setzten die Blau-Weißen alles Man, NÜr für die im Herbste erlittene Schlappe Revanche zu üchm:n?Dan! der de anderen Aitwpfetttnä and der Begeisterung Mir Spielet ..eirattg die Hakoab bin Sieg und sicherte sich dadurch endgültig reu zweiten Platz in der Tabelle. Gegen 2000 Zuschauer verfolgten diesen aufregenden Ktmpf der zwei alten Rivalen mit größter Spannung bis zum Schlußpfiff; keiner harte es diesmal zu bereuest, den Weg zum Sportplatz angetteten zu haben, denn das, was die Haroah-Mannschaft in der ersten SpiAhalft« öotfiihrke, war wirklich güttt Fußball. . Besonders das' fdtimge Schmerzenskind, die Siönnetteihe, zeigte sich im besten Lichte und führte eine KöMblNatiSw vor. wie sie es Heuer wohl noch nie sehen ließ. Besondere Erwähnung verdrenk das wirklich güle' Spiel der beiden FlÜgrlsiüiMer Kraus und Lichtenstnn, über auch Adler «d- Bürger arbeiteten ichr brav. Die Deckungsreihe war etwas schwacher, da sie mehr am Abwehrarbert bedacht war und dabet das Vorspiel nichk genüpend mit Ballest beiioraie. Diese Taktik war aber jedenfalls in der zweiten Spielbälfte von größtem Nutzen. Die beste Leistung am Platz bot Fin«g. er verrichtete erstklassige Beritidigungssrbl'it. Der Totmann Frriberger U schien, anfangs bedenklich unsicher, gewinn aber dann allmählich sein Selbstverirasten und hielt was Kr halten war, darvmer auch ein gut getretener Elsmeierstoß. S p i e k v e r la a f: Hakoab hat Abstoß and erringt bereits in der ersten Minute durch Bürger den elften Treffer. Abgriff ans Angriff rollt gegen das Tor der Amateure Und in der 14. Minute erziftt.8 chtensinn mit prach'vollenk Schüsse ta§ iwelte ^.or für seine Farben. Hieraus offenes Sprel bis es den Ämaleuien in Per 43. Mi oute gelincit. nach einem Fierstoß rbren Wrenrrcffer zu, erzielen, wobei dem Tormann die Aussichi gänzlich benömmrn' war. Nach der Pawe gebt nun d-e R rvv'ität der. Zu eher auch, arff d e Spieler über und rede emrelne Aktion ist uberbastet. Ein Hands rm Strasicaume.'ider. Hakoah'chemr den Ausgleich herbe,mbiinM bM MbMr hält dieen St, Motz. Amateure arbiiten auf d^n Ausgleich hm. die verstärkte. Hakoahperteldlgung wehrt aber olle ÄNgr»ffe" ab. Gegen Schluß kommt Hakoab. meder mächtig auf. vermag aber keinen zahlbaren Erfolg mehr zu ernngen. . . - _ Boihergehenden Sonntag sp elle die Hakoah mit -wei. Mannschaften in Bruck an der Mur unü konnte di' «'rste Mann-/ schast 3:1, die zweite 6:i siegreich nach Hause zurück.hren. Hecharsu- Ächa» . 3-': 2 l2 : IV Bonügliche Gesamtleistung, der seit langer Z/it zum erst/n Male komplett owret nden ' Hechawer Elf, in der besonders Leser. Karr. Kuhn unb .&wfei. sich Vervoktalem Das lehr iaire Spiel ff.ht, zuerst die lehr ambitioniert spielenden Achauer m- Front, doch v,ikd über nrmmt; Hechawer das Kommando .und gelegenisich ewrs Durchbruches' Lesers, der ünerwarret' rasch an Iubn abgibt fallt durch letz eren m-1.einem Prachischtisse -er erste D.eff r (8. -MmuteV- Ein meaen Foul b'ktlcrt"r Elfer w',d leichtsinnigerweise von Hechawer verschossen. In der 30' Minute gelrnat es.Leser d'N Stand auf 2:0 a« bringen. Ein F bler des.achten Berredchtts eimöal'cht den Achauern einen Treffer austnholen C44 Minute). Nach Halbst wird von best.Siegernein sehr schönes Kowbina'ionZfviel vorgefüdrt. In de>" 2^. M nute Wlid Rottner in aussichtsreiche' Stellung im Strairaum regeiwidr'g ru Fall gebrrcht. Der darauf folgende Elsmfterstrasftoß wird vsn Juhu glatt Verwandelt. Ku>z vor Schlußpfiff gelingt es den Achauern Vas Endresultat her usteuen. Reserven 2:3 (1: 2) Torschützen. für Hechawer Wirtfchaster und Bock. Hazair—HaSmonea 3:S (2:0). Sonntag erledigte Hazair auch fein vorletztes Meisterschaftsspiel siegreich,. so datz das sonn'äglg'e Spiel gegen' die Leovolöauer.Spor'frennde als. Kampf mm den Meistmiret anzuseh-n ist. Beide'Mctnmchasitst traten «nt Ers.MeuW anbesöndM H'äsmMea stellt^ eine sehr schwache Männfch',ft, so daß dre Si-'g/r ohne große Anstrengung , d.iS Spiel gewannen. In d'r 5. Miuure rst drr Der erdiger -Hgza'rs Seidlec, der Anen ausge'.eichn ten Tag bitte. Mit weitem, .schürfen Schuß molffreE In der M-pute -komplett>e>en sich die Blau-Weißen, welche b s dabm nur mit zehn Mann ge'vickt - batten, bediän^en heit g und er:i?leN durch Weiß das zweite To,.; Nack Halbzeit ist das Sp el offener. Se-dler erzielt aus einem f Freistoß m k umbeiml'ch schar'en Schuß das dritte Tor. Bald darauf vtwU Tchnock etrtft Elime er. Bis mm Schluß erfoiglwe Angriffe Hazairs. Bei Vit Siegern gefielen außer Seidler.; Gleich und Werß noch die Hal'whe und Kurz, bei Hasmon a Spiro. Schächter- Woljsohn 1 und II. Schrrock und Eisenmayer. Reserven 0:0. Hagistov XX—Taubstummen 1. Iungmanuschaft 6: Ö. Glatter Siea der tungen Haaibormannschaff, die den Gdgner in jeder Hinsicht überragte. Bei Hagrbor befriedigten sämtl che MannsckmMerle b s auf die Deckung. Torschützen: Miio Polaner ck2), Gottlirb I (2), Suran und Sic all. — Hagrbor XX. sucht Geantr ffir afle Tenüine aut fremden Plätzen. Jung- und Schülermännschaskeü bevorzugt. B. Schattner, XX., Klosterneubulgerstrißf Let/21. Die MÄätWttkMEchuM. Der Mtathletikverband bringt Samstag und Sonntag die d-esjähirgkn Meisterschaften auf dem Prater-Sportplatz zur Auswaoung. 'Die Konkurrenzen sind : H e r r t tf tb i t t t> e w erbe. Laufen über 100 w, 2CO tu, 400 w. 800 m, 1500 m, 6(0) m; Hürdenlauken 110 äi : GcheN 6000 m j Hochjprttng. Weiksptütta. Stäbhochsvrnng * Gnweüfm, Kaoelstol-en, D Sluswerfen; .Stafettenlau'en 4X1OO m und ''Ov >2Ooch4OOck--OO m .D a M e n - w e t t d e w e r h e. Larifeck über. 1OO m und 3C0 ur; BZeitspruna. Hüchsprnng.; . Kttgklstvßen- Diskuswerstn; Stafette 4X166 m. Hqkoah-W. A. C. Dieses Meisi-rschtstssptel kommt Mörgetl Fi Mg um VüO Uhr nachmittags am dem Plattt-Sport-» platz zur Austragüng. .. Meistttfchafts»Gntscheidungsspiel Hazair— Leo. poldäue» Sportfreunde.-Sonntrg den 26. d. M. um VeilUhr vormittags aus -demÄdmira-Platz, Floiidsdors lerrerchbar Mit Oter-LtMe bis Floridsdorfer Spitz, dann eine Holtestele32er^ ' Um 9 Uhr spirlt Adm-ra gegen Fortuna. In den Pausen sintenleichtathletische Wertb'weibe statt. VorvetkaufSkartm von X!•> bis 30 *brt allen Mitgliedern und -im Ea-ss Jndustrnpalast, h, Dominitanerbaftei 22. Akudentifche Sportabteilung Ivdaeck Henke um Vs? Ähr abrrivs Bollveisammlunq rtn Heime. Tagesordnung: Enakütenatinahme. Etschcinen Pflicht, Hazair. Heute. 8 Uhr >M Klubhelm anßftordentliche Lritttttgssitzang. 7 Uhr Spielervetfammluna der ersten Mannschaft und Versammlung der Leichtathleten. Taaesoidnung: Das dscherdungsspiel gegrn Lcopolbaucr Spo'ttieunde, jüdischer Oportkluh Älchim. Fußballi» aininä.' jeden. Dienslag und Dünn Mag ab 4 Uhr Gegner gesucht für alle Termine. Zuschrifte» an Max Wieselmantt, U., ObermÜllnerstraße 7/25, Menvrah, VI., Amtrkngfiraße 19, Freitag, 7 Uhr, Spielt'Versammlung im Heime. / Bank’ und Wechslergeschäft LrObstein & Kuszniep »I-, Landstrasser Hauptstrass« Nr« 82 Tel. 1268 (Eck« Hintzerstrakii« 1, Tel. 1868 Kulante Durchführung aller bsnkgegöhäftllchen Transaktionen Der Volkswirt. Gestempelte Krone Aüszahluttg Wien - Zürich notierte: die österreichische Krone . i . . die öfterr. gestempelte Krone. . die. tschechische Krone . . . . . die Mürk .... •.».» » . Agram . * «’*• Bülareff' *•»».*•••. Bndaveff 'Aigftchou ... . . " '! ■■■. ■■■! -.1 —.89 Centimes, 1.12/s Centimes. l.MVa -.89 8.10 840 ■4.—*■ 9.4» S.37'/z ( 2.45 -40 ^-.40 '( 1.15 am.21 Jütti) (—«88 am 21 Juni ( 8.15 . am 21. Juni ( 8.47'/a am 21 Jum ( 4.0b am 21- Juni ( 9.25 am 21 Juni) am 21 Jnni am' 21 Juni) Der Kursstand der'Poleumark und die Wirtschaftslage Polens. Von Fritz Rodeck. Bekanntlich sind in Oesterreich unll^ äuchf kn deren Staakew die Valul^nmärkte mit polnischest MarV übersättigt, deren Kurs seit längerer Zeit andauernd! abb.röckelt und in.letzler Zeit so tief gesunken ist, daß nach! dem gegenwärtigen Kntsst-and die polnische Matk nicht' einmal halb so viel, wie die öskerreichische Kvone wert ist. Da nun .Wien heute das' wichtigste Zentrum für, den Handel mit. polnischen Valuten und Devisen ge-; worben ist/hat.' dieser Kurssturz' d^r polnischen Mark hier Mite Kreise in Mitleidenschaft gezogen, (bi« Engagements ln polnischer Mark sind verstreiteter und umf-angreichev, als man gewöhnlich annimmt) und zui schweren -Verlusten, ja sogar zu vereinzelten Fallisse«: ments geführt. Angesichts der Wichtigkeitdie der Kurse s stand der polnischen Mark für den Wiener Valuteniknd Devisenha-ndel und darüber hinaus für das Wohl ' und Wehe weiter kaufmännischer und fittastzieller-! Kreise hat, begegnet der Kursstand der polnischen Mark nicht nur in Spekulanten'- sondern auch in komerzielbönr! und industriellen Kreisen großem Interesse. Dem-«,' gemäß haben wir in den letzten Wochen eine ganze!i Reche von Gutachten, Artikeln, Meinungsäußerungen! und Interviews vorgesetzt erhalten, die sich eingehend! mit dieser. Frage beschäftigen. \ : So stellt der „Generaldirektor' der MiwÄ-Ä.-M, j und kommerzielle Ägfnt der polnischen StaatsLahiwnfj! für- Oesterreichs, Artur Cichoc-ki, in der „Börs^:. vom 16. d. M. fest, daß der Kurssturz der polnisches M-ark durch die ü e b e r s ä t t i g u u g d e s M a r k t-eKs mit diesem Zahlüngsmittel, durch hie Entwertung deso selben durch die inte r na tio n a le Sch mit g glex^1. organisation und durch die Spekulation,.^/ ferner durch das Abreißen der H<indelskonjunktur^welch«f den Kaufmann zur Realisierung seiner Polenmark^i! Bestände zwang) und schließlich durch den foreierten! Einkauf fremder Valuten seitens der polnischen Regie-i rung verursacht worden sei. Trotzdem beurteilt Eichückis die weitete Entwicklung des Polenmarkkurses durchausoptimistisch, wobei er viel von den Verordnungen deK polnischen Finanzministers Stec^kowski erwartet, durchs die der Verkehr mit Polnischen Mark in geordnet^ Bahnen MeNkt werden soll/ und sich weiters uns diel handelspolitisch günstig^ Lage Polens stützt, das mit Rumänien Men günstigen 'Handelsvertrag bereits so> gut wie abgeschlossen habe und mit Delegierten S-ott^ jetrußl-ands demnächst in -Handelsbertrügsverhandlnngen ein trete, die wahrscheinlich>- ebenfalls zu einem!-s günstigen Ende gchracht werden dürften. s In ähnlichem Sinne, äußert sich der ehemaligegemeinsame und spätere polnische Finanzminister Dr. Bi lins ki im Krakauer „Goniec". Er. ist dev Meinung, daß' der gegenwärtige Tiefstand der polnischen Mark weder einen Gradmesser für die finanzielle Kraft - des Landes noch für den wahren Wert dieser. Währü'nsi b-ärMle, Wß er vielmehr nur auf Speku-1 lalionen zurückzuführen sei. Im Übrigen hält aüchl-' Dr. Bilinski eine 'Kürsbesfernng der' polnischen Valuta ' für-sehr wahrscheinlich, da'in kurzer Zeit die polnische Staatsbank genügend Golddeckung besitzen werde. Außer den bereits vürhandenett ' Gold- und Gold-, wechselbeständen denkt Dr. Bilinski dabei vor allem! an die Geldsumme, die Polen auf Grund des Rigaer? Vertrages von . Rußland und an dem Anteil am Gold^ischatze der Oesterreichisch-ungärischen Bank, den Polen! von Oesterreich bekommen soll.. I Ebenso erklärte Finanzministet Steaz^. kowski. laut einem Fünksptuch aus Warschau vom 82. d. M. den Tiefstand der Polenmark als eine nur vorübergehende Erscheinung, denn im künftigen Jahre merde der Battknvtenumlauf verringert werden, bas' < Defizit im Budget sei im wesentlichen auf Vermögensbildende Jnveftitrotlen zürückzuführen, es werde durch eine äußere Anleihe gedeckt werden und, im nächstem Jahre. überhaupt verschwinden. Auf die tieserlie-enden Ursachen des Tiefftandes der Polenmark wird auch , in dieser Erklärung des Finanzs - Ministers nicht näher eingegangen, aber sie werden wenigstens ange^eutet. Man muß . sich bei Beurteilung der gesamten politischen. wirtschaftlichen^ Und finanziellen, Lage Polens vor Augen halten, daß dieses Land wahrend langet! Jahre ein Hanptkriegs'schauplatz war, dev von beiden Parteien rücksichtslos verwüstet und aus geplündert wurde. Was an Maschinen/ sonstigen. Pwduv- . tionsmitteln' und Werten von beiden kriegführenden Teilen' aus Polen weggeschleppt wurde, geht in MC'. Hunderte von Milliarden, weite Gebiet' blieben uube-, baut/ und in allgemeiner Erinnerung sind wohl noch die systematischen. Zerstörungen, die einerseits zum Bei». : spiel Hinbenlmrg gelegentlich des Rückzuges von Iwangorvd, andererseits und wohl ebenso gründlich Großfürst Nikolai Nikolasewitsch bei seinen Rückmärschen durchführte. Noch bevor Polen nach Llbschluß des Weltkrieges die Wiederaufbauarbeit in Angriff nahm, wut^d«! es neuerdings in den Krieg mit den Bolschewiken Verwickelt, dessen Schauplatz wieder Polen selbst An alle Schekelblock-Inhaber! ■ am ■■■■an■■■■■■ Verrechnet sofort Im Zionistischen Landeskomitee (9 bis 3 Uhr)j