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Wiener Morgenzeitung · 1921-06-22 · Heft 863 (22.6.1921) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 863 (22.6.1921)
Date
1921-06-22
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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veire v Lvren. Ämrrwocy Das Deutsche Bolkstheater für Helene Odilen. Im DrutschenVolkstheacker sind für die wf-mckett Helwc Odilons Samstag den 25. d. M. um y2U Uhr i«bends fiattfindende Aufführmw von Molnars „D e r u f e l", mit Leopold K r a m e r in der Titelrolle, bereits sämtliche Sitze vergriffen nnd nnr mehr einige Logen erhältlich. .Spenden für d ie n o t l e i d e n d e K ü n st l e r r n, de v tn An denken dem Wiener Pu blik um n o ch l e b e n d i g i st, w e r d e n i n d e r D irektionSk a u z l ei des Deutschen Bo l k 8 t'h e a te r s Lyt- ’icgengtitommennnb quittiert. Ans den Theatern. I m B ur jh heater gelangen morgen. Donnerstckt, S?ca 5 n b "nd «V orm To d" zur Aüfführuug. Anfang 7 Udr. Im S ch ö n b r u n er Schloßthrater wird morgen, Donnerstag, „Der Ra u b der S a b , n er inner? senden. Stnefr Herr Hugo T h i m i g als Gast. Anfang 7 Uhr. I « der S t a a t s o p e r geht moigtn, Donnerstag, r,M r g n o n m S;ene. Anfang 7 Uhr. « . ^olksoper rindet heute, Mittwoch, unter der «eitung Direktor Wemgartners die eiste Wiederholung von „D e r KarnevalinRo nt" ur der Besetzung der Erstaufführung statt. ' Deutschen V. olksthearer werden in der Samstag den 25. d. M. um %li Uhr abends zugunsten Helene Odrlons stattfindenden Auffahrung von Molnars Sv el „Der D-t« f e? Leopow Kramer' als Gift die Ti'elrolle. Frau Steinfieck die' Iolanta. Fräulein S33eneh) .die Elfi. Fräulein Keller dre Seidm-Mnü, Herr Jwald den Alfred, Herr Klnsch dm Hans und Herr Krrfchner den Andreas''vielen. In den Ka-mm erspielen gelangt Donnerstag dm 23. d. M. um 7 Uhr nach längerer Pause Dedekrpds Schauspiel »Schloß Wrtterstein", mit den Damen Gebühr, und Hochwald und den Herren Werner-Kahle, Itpald, Kammarü, Z egler, Knabe, Strahl, Lreb! und Danrggrr in den Hauptrollen, wieder zut Aufführung. , Das Johann S t r aü ß - T b e a t e r hält vom 4. Jult bis cin'chl'.eßlich 3. August Ferien. Für diese .Leit werden dre Aufführungen der erjolgrrickru Operette „Die Tanzgräfin" vnterbrochen. Hansi Diese spielt Liese Woche nur noch an vier rloende» am Wiener Stadt.'heater. Montag dm 27. d. M. -findet das AbschiedsgaMpiel in dieser Saison statt Die Künstierm sMt in'dem Volksstück „Zum goldenen S e-g e n", das an^drekem Abend das Jubiläum der 25. Aufführung feiert. Heute. Mittwoch, geht rm M e t r o v o l t h e a t e r als' «rke.OverNvvrstellung des unterder Leitung Hermann Frischlers stehenden Ensembles von Mitgliedern der B o l k s o P e r „ll. a T r a v i a t a" m Szene. Die Hanvtrollen find mit Frau de DebiLka, den Herren NeüMann, Tauber, Frischler und - Lazer be'etzt Regre: Herr Lustrg-Prean. Dirigent: Herr de Stermich. Chor nnd Orchester der Volksoper. Das Biolinsolo spielt Konzertmeister Frrtz Brunner. Begmn V*ll Ubr. Die zweite Vorstellung findet Sonntag den 26. d. M. als Festvvrstkllun« anläßlich der Enthüllung des Johann Strauß-Denkmals rnrt »D i e F l e d e r pr a n s" statt. Volksoper. Den Hintergrund des Johann Strauß- DenkwD, das. in dm nächsten Tagen, entMllt wird, bildet.ein mächtiger Marmoröogen > mit . reicher Allegorik der Straußfchen ÄWzrchffik; in -der höchsten Hohe des Bogens vereinigen sich zwei schwebende Genien m einem Kusse, der wohl der ganzen musikalisch m Welt gilt, all den Millionen, die sich im Bann' seiner Zauhermelodirn im Tanze umschlungen hielten. Wienerische Warwe und Lehensittude atmet dieses Denkmal und so war es eine glückliche Idee Dirrk-or Weingartners, anläßlich dessen Enthüllung den .Karneval" in 'foul* einzustudirren, eines der ältesten Bühnmwerke -. des Meisters, das trotz seiner italicn schm Gewandung ein Faschingsschwank aus Wien geblieben ist. .Der Thejrterzejtkl.der Volksoper gibt der Operette den vornehmeren Mamen einer komischen Oper, was im Grunde reckt gleichgültig iist r Johann Strauß bleibt der Walzerkönig, der Generationen ii» der Jugend im Tanze beglückt und sich so langst >m Herzen!de- Volkes ein Denkmal gesetzt hat, und es vermag feiner Krone kemen helleren Glanz zu verleihen, daß er außerdem M. her ^Fledermaus" oder, im „Ritter Parman" mitunter ein vHgewohnliches. dramatisches Geschick bewiesen hat. Auch, im '„Karneval, in- Rom" vereinigt er eine wundervolle Auslese vo.n Melodien. die in schmeichelnder Umarmung über alle Unehenheitrn und Unwahrschrinlichkeijen des Buches hinwegsühren. — Em Bauernmädchen folgt ihrem Geliebten, einem berühmten Maler, nach Rom, wird dort, als Junge verkleidet und thtz» - unkenntlich, sein Schüler und . gewinnt ichließlich. zum zweiten Male sein Herz. Wie berückend schön ist die Begleittnufik,. wenn Marie ihren Geliebten neuerlich erobert^ - wie genial Nmgen im dritten Akte . das 4je«eft«ie Wesen der Kirche. und das froh bewegte Treiben der jungen Künstler ineinander, mit welcher Feinheit ist der junge Maler musikalisch gezeichnet, wenn er himmelhoch jauchzend und z» Tode betrübt als feuriger Liebhaber die Gräfin zu gewinnen sucht nud gleichzeitig im Mönchsgewande Buße predigt; da begegnen wir. in dieser frühen und scheinbar weniger inspirierten. Sttauß-Operette einem Wesenszng seiner Musik, die so' oft den Freudenbecher bis zur Neige leert und ans . dem liessteif Grunde einen Tropfen Wehmut zurückläßt. — Die chberschaumende: Lustigkeit des Karnevals wollte sich in der Ausjühmng der Polkeoper nicht einstellcn, obwohl Felix Weingartner, ider sich schon so oft zu Johann Strauß bekannt hatte, selbst am Dirigmtenpull saß; erst in dem übermütigen Schlußbllde setzte richtlges Fa'chingstreiben ein. In dm Hauptrollen waren die iDamm M u s i l und W a g s ch a l ganz vorzüglich, auch die Herren Pacher, Beer, Tauber und F ä l b l boten itzübsche Leistungen., llb. ' - Roland-Bühne. Das russisch-jüdische Operetten--. enfechNe, bas gegvnwäriig an der Roland-Bühne gastiert, schlügt de» entgegengesetztell Weg ein, welchen die Freie Misch'e Bolksbühnr Nahm: Es bietet seinem Publikunp fremde Kost, bte sich 'erst> eine mehr oder weniger glückliche, rituelle .Aubereitung ge allen' tassrn muß. Diesen Versuch muß lman u-«-- c&xiitibev jouxaütb denen Wiener Morgenzeitung 22. Iun! 1921 Nr. 863 die gesamte Wiener Kritik festgestellt hat, daß ein Stück von. Schalom Asch, das man hier früher einmal in deutscher Sprache zu sehen bekomnien hatte, in der Originalfassung ungleich stärker wirke. Wenn auch Herr Direktor Podzamcze den Weg zur höheren jüdischen Kunst neidlos dem Vvn Brecher und Deülsch geführten Ensemble überlassen tvill, bliebe ihni in den Regionen des jüdischen ^Singspiels inrmer noch genügt Gebiet zn ersprießlicher Arbeit- und er hätte aus den 'Erfolgen der Freien jüdischen -Volksbühne lernen können, daß es ein jüdisches Ensemble niöht nptwenhig hat, künstlerische Kukrrkseier auSzubrüteu,. D'ie Änsnahme der Kalmanschcn „Csardassürstin"-in den Spielplan d^r russisch-- jüdischen Bühne bedeutet nicht so sehr eine Bereicherung ihres Repertoires als v: chniehr ein Arm u t s z e u g n iS für ihre 'Leitung, Nicht etwa, weil das' Ensemble für diese Aufgabe zu schlecht, sondern inr Gegenteil, well es dafür wie wir unumwunden feststellen rviel zugut ist. Wir geben germe zu, daß die' Äufjührüng, wa8' die gesanglichen, und schauspielerischen'' Mstungen^HsostLers - ab^r ' was .Spieleifer betrifft, keinen Vergleich mit/hem, was in diesem Genre an den heimischen Wiener Bühnen geboten wird, zu scheuen braücht. ' Gerade deshalb muß man jedoch den Mißbrauch bedauern, der mit solchen Talenten getrieben wird, wenn man ihre Kräfte in Leisttlngen verschwenden läßt, die e i.-.er besseren . Sache würdig gewesen wärm. sH. Sp, Der Küustlerbüud Hagen veranstaltet Samstag den 25. d. M.. l/28 Udr abends, in fcm'm Hnm Mlchgaffk: 6 e>ne Bor'e'ung F r a n z T d e o'd ot Csokors. der sem Drama „Gesetz" aus dem Mänuikript zunk Bor rag b:ina'. Kmicn zum RMkostenbefiiaa von K 20 bis?0 stnd in dcn Buchhandlungen Heller und Lanhi sowie im Künstleibnrd Hagen erhältlich. Vienna—Wacker. Heute um 6 Uhr nachmittags' findet auf dem neuen Sportplatz Hohe Warte das Me-st rschaftchp'.el Vienna gegen Wacker statt, hem infolge der pe'ährd'ken Lage der Dö linger ganz' besondere Bedeutung nckommt. Die Bi n»a-Mannschaft hat gegen Hakoah so outes Können gezeigt, daß 'man. chr gegen Wacker die besten Chancen emränmen müß. Gelingt es den Döblingern, die beiden Punkte zu ergatt'rn, so haben sie den W. A. C. bereits überholt und rangieren nuv mehr einen Punkt hinter Admrra^ Zum Spiele Hakoah—Dienna. .Der geichä'tsiührende Vizepiäfident deZ First Vienna Football Club Herr. Ingenieur F.Z u ch s teilt uns bezugnehmend. aus untere gestrige Notiz, mit, daß er forme .der Sektronsleiter der Vienna sofort, als die in jener Notiz gerügten Uebel' stände bemerkbar wurden, den diensthabenden PoUzeibeamten auf-- forderten, zur Abstellung derselben einzuschrei en, was auch unverzüglich erfolgt ist. Die Vienna -habe besonderen Wert darauf gelegt, ihren-neuen SpiMatz durch ein -Sprel mit der Hakoah zu eröffnen, und werde nie dulden, daß ein sportlicher Gegner, vow. Publikum verüngllmpst werde, v I. Sr C. Maher-J. S. L. Hatikwah 4: 4 (1:3). Die junge Manntchattdes neugcgründeten S. C. Mäher war ihren Gegner leicht überlegen, hatte aber unter der schlechten Leitung eines un.rfabrenen - Sckredsrrckters sehr zu leiden. Die besten L?me bei Mäher waren Karl. Eckhaus und Pasternak H, der Hatikwah Te chev und Too- Die Tore für Mäher erzielten Karl (3) und Eckyaus, für Hatckvah Schächter (2), Tercher und Belzrr. Jüdische- Realgymnasium-Hatikwah 4: L <1:1). Die Mannichatt des Jüdischen Realgymnasiums befand sich m gütet Verfassung. Dre Unterstützung der gür arbeitenden Hintermamrschaft komtten dre Stürmer m vier schönen Trefiein verwerten. Dre Tore schossen Rechter' (Elfer), Halrczer und Nagler U (2). Den -EhreNtrcffer für Hairkwah. erzielte Kremdker. Furcht vor Schiebungen. Der Präsident: drS Sport-- klubs Aduma hat in der letzten-Sitzung der Fußballperbandes den Antrag gestellt, die letzten Spiele der Vereine-Vienna und W. A. C. von Berbandsfunktio.närcn, überwachen, zu taffen,' um Machinationen zu verhüten. Bekanntlrch hat Aomwa bereits, sämtliche Mclsierfchaflssptele abiolvrert und werft 17 Punkte auf, während W. Ä. C. noch zwor Spiele auszutragen hat und b sver 15 . Punkte erreicht hat und die V'.enna 14 Punkte bei noch vier, zu ab!olvlerenden Sp eleu besitzt. Leichtathletische Wettbewerbe Hazairs. Bor dem Wettspiel Hazarr—Lcopolgauer Spousreunoe - finden Sonntag rnterne. leichtathletische Bewerbe Hazairs mit folgenden Konkurrenten statt: 6t) w;ür Knaven uurer 14 Jahren, Ivtt m, 10V-p200-s-400-h 890 m, 4X1r-0 m und 8^0 m, Dreie Wettbewerbe sind auch für alle übrige» jüdltchen Sporlvereine offen. Nennungen bis Samstag abends, Cafs Jndustrttpalast, t., Dolmnikanerbast,« 22. Kein,Nenngeld. Sportklub Morrah. Heute Vollversammlung und Mann.chattsaufftellunain Kaltenbrunners Reftauranr, H., Lanallestraße 1.. 7 Uhr. Dasrtbst Milgliedeiaufnahme. Jeden Dienstag, und Donnerstag Trammg. auf. dem Athen-Pi^ um 6 Uhr. 4. Juli außerordentliche Generalvecsammtung. — Sportttub Morrah sucht Gegner auf fremden Plätzen für weitere Termine. Schülermannschalt bevorzugt. Zuichristen an S. Rubru, U., Arnetzhoferstraße lv/16. . > Hasmonea. Freitag. 6 Uhr abends, versammeln sich im Klubherm.zwecks gemeinsamer Abfahrt nach Sterermark: Spira, Wolf, Schächter. Breuer- Sokal, Lichienstern, Wotfrohn 1, Frey 1t, Barou, Dr. Rubin, Schnack, Woljtohn U, Singer, Eiienmayer, Fen-chel und Dankver. Reisebegleiter Fiscus und Golüstem. — Heute um 6' Uhr Rennweger-Platz (Linien F, 71) Wettspiel Hasmoma l—Rennweg kombiniert. Vorher Hasmonea 11—Achdnih l. In den Pausen lerchtaihlelffche Konkurrenzen. Abends im Klubheim Judrläumsfeier. V-9 Uhr abends Vortrag des bekannten Schredsrichters G. Schmidt. Thema: Fußball, Training und Schiedsrichter. Nachher Unterhaltung. Gäste willkommen! Sprtklub Hakoah. Touriftiksektion. -25. bis 29. d. M.Dachfteiu, nur für sehr geübte Touristen. Meldungsichluß 2 t. d. M. Führer Kars und Heller. —Hohe Wand. Souuiag. 26. d. M. Abfahrt 6 Uhr 15 Mm. früh Asvangbahn. Führer Sonnenschein.. — Sonntag. 3-Juli, Betuch der, Bahner Uniras. Gemeinsame Abfahrt Samstag. 2. Jul', 7 Uhr 3o Min-, Badener Elettrrsche, Gnelastraße. Gemütliche Zujammeuhutil jmt jißUMietoer LMriu!sskc_LsW. I Bankhaus M. ROHATYN Durchführung sämtlicher Bank-Transaktionen Wien, Mariä Theresienstrasse Nr. 10 Telephon 20-3-63 m ' "T U-mmminiiiiiiiiirmini im«, ii ■ m m■ w»_imwj.inim—i.jiiü»'iu-WLji—umauujum.__ Der Volkswirt (Lestempette Krone —.88 Centimes, Auszahlung Wien --- 1.15 Centimes. In Zürich noitcvte: die österreichische Krone . . . . 1.15 ( 1.20 am 20. Juni) die öfterc. gestempelte Krone . . —‘.fc8 (-.89 am 20 Juni) dietschechische Krone .... . 8.15 ( 8.15 am 20. Juni) die Riark ,,»»»»«». . 8 47 Vs i 8.52V* am 20 Juui) •,••••#• . 4 05 ( 4.- am 20 Juni) Bukarest ........ . 9.25 ( 915 am 20 Juni) Budapest .......... ( 2.35 am 20 Juni) ' Warschau . — 40 (-.43 am 20. Jung Das-Bu-get Ungarns. Buibapest, 22. Juni. In der Natbonalversammlüntz -brachte Finanzminister Hegtbü§' sein Budget ein- In seinem Exposee führte er aus, daß es gelungen 'sei, das Defizit im-ordentlichen Staatshaushalt um> \5,5 Milliarden zu vermindern. Die ordentlichen 'Ausgaben sind für das Finanzjahr 1921/22 mit' irund 8568 Millionen (um 3752 Millionen mehr als! im vorhergehenden Finanzjahr), die o r d e n t l i ch e n Einnahmen mit 5988 Millionen (um 2288 Mil-, lionen mehr als im Vorjahr) veranschlagt. ' Die Post habe einen Reinertrag von 142 Mil^ lionen eingebracht, die Staatsbahnen hingegen .wiesen ein'Defizit von 1185 Millionen auf. Wenn; man jedoch die Auslagen für die F l ü ch t l i n g e* welche Waggons bewohnen, mit 500 Millionen berechnet. so vermindere sichdieses Defizit auf 500 Mä 600 Millionen. Vergleichsweise ist zu bewerben, das Defizit der österreichischen Bahnen 6 Milliarden« das der deutschen Staatsbahnen 16,5 Milliarde^ be» Irägt. In der staatlichen .Eisen- und Holzwirtschaft zeige sich ein geringer Ueberschuß, dagegen ..wiesem die.landwirtschaftlichen Betriebe ein Destztt.von 4 Milliarden ans, was geradezu absurd sei. Henn man also; die Bilanz der staatlichen Betriebe überblicke, so müsset -man ein Defizit von 854 Millionen feststellen, das 'der Staat zu ersetzen habe. Den zweiten Teil d-esf Budgets bilde das eigentliche Staatsbchget, aus dem!das Manl-odes Budgets der staatlichen Betriebe zn ersetzen' sei. Im Koranyifchen Budget standen den Ein-: nahmen von 7 Milliarden Ausgaben.von 20 Milliarde^ gegenüber. Die Ausgabenposten haben sich' infolge dev. erhöhten Fürsorge für die Unversorgten und um die Teuerungsbeiträge erhöht. Der Minister ser bestrebt, gewesen, das Budget möglichst ZU reduzieren. Die Aus- - gaben des Landesverteidigungsministeriums wurden , auf 3,6 Milliarden herabgesetzt, dagegen haben sich die Ausgaben des Finanzministeriums infolge der Ausgestaltung der Z o l lch o l i z e i und die Ausgaben des Ministeriums des Innern durch die Verstärkung, der Gendarmerie und' Sicherheitspolizerj erhöht. Erhöhungen weist ferner der Ausgabeuetat dess Volkswohlfahrtsministeciums und des Ministeriums für^ Kultus -aus> Im. ganzen betragen dieordentliAen Ausgaben des ungarischen Staates 11.667,840.000 Kronen, alsouw 2 Milliarden mehr als im Vorjahr. j Der Ertrag der neüen Steuern, nicht eingerechnet die zu schaffende Umsatzsteuer, dürfte sich auf 3,5 Milliarden belaufen. Die ordentlichen Einnahmen betragen -12,6 Milliarden, was sogar einen reinen Ueberschußvon 939 Millionenbedeuten würde, wenn nicht daÄ. -Defizit der staatlichen Betriebe, das 854 Millionen ausmacht,"vorhanden wäre/' Doch selbst-dieses Defizit! könnte noch gedeckt werden, wenn man nicht mit den! iriesengr-oßen Uebergangsausgaben zu rechnen chatte. Die Bedeckung der. Ausgaben erfolge in erster Reihe durch den Ertrag der Verzehrungssteuern, der denjenigen der direkten Steuern um ein Vielfaches! Übertrefse. Daß die Verzehrungssteuern in den Vordergrund geschoben werden, stehe in diametralem Gegend fafe zur österreichischen Finanzpolitik. Oesterreich operiere mit direkten Steuern, was' Ungarn nicht tue. In Oesterreich betragen die direkten Steuern 3500 Millionen, in Ungarn nur 1800 Millionen.; Der Minister hofft, bis zum 20. Oktober mit S t e u e r v o r l a g e n fertig zu werdest, die das sozialpolitische Element in das Steuersystem eingliedern! sollen. Ferner sei zu bedenken, daß bei einer Besserung .der Valuta die Steuern herab gemindert iwerden müssen. Dies , gelte in erster Reihe von der Vermögenssteuer. Das Defizit habe zum größten Dell in den Investitionen und den Kriegslasten seine Ursache. Die Investitionen betragen 2 Milliarden, also, das Doppelte der Investitionen des Vorjahres, seien also verhältnismäßig gering. Diese Investitionen werden nicht im Rahmen des. Buögets, sondern durch Anleihen gedeckt. Das Budget stellt sich' demnach folgewrermaß-eu dar: -Gesamtausgaben. 26.764 Millionen, Gesamteinnahmen .20.29.6 Millionen, Kronen. Das Defizit . bmÄat ullL 616.8 Millionen Kronen. In diejen Lahleu^

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