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Wiener Morgenzeitung · 1921-06-21 · Heft 862 (21.6.1921) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 862 (21.6.1921)
Date
1921-06-21
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Wiuzelpreis K Tli! 9m «Wok» tat Me ftt.etan " «MW» 'rfßmmt* frMM lOA»- "^1 wMItVi WU Vtti W» , - fiflriTiigft- V.' 3f4tot$*$l0tta!et:.' , ÜMMfllH » . Krone« IV.- lWerteljShrltch „ 5t~ «»Hchoho^eVMchWMhr«» MoMtSch.. Sr-m» VS.-. ifiMtfri.. warn «»» imnMHßngi» **- EVtzÄpttts X 2R.SSWW .. ...U 7 .ht'Vfcfu" ';;i!i '.;' f tc ü .. SmSMm: ’ ■ ■ •■‘‘t•> mmrnmTT^m' m&*r C4MS) «.MkMe^GiKeM r MoaMkkch. : ESie».KM«t, ^NiMllpekr« aialit* »sJ J . * > ««u I v9fn|l«CSBTrtB^HM Mr.vop V 91*. 862 •] *; Wien, Dienstag den 21. Zum1921 3. Jahrgang ' Orient und Okzident.; ft h- .;. " :; 7 >7-7, W i e«, 2l. Juni. - Zwischen England und -Amerika schweben Verhandlungen über gemeinsame Richtlinien in der Weltpolftrk., Die-Besprechungen lausen^..auf.ein Mes Ab' Konünen betreffs der Seegelku^g'hinaus, die ‘MÄ* Echdn Ozean dem Sternenbanner' überlassen werden soll. Ein solches Abkommen wüide natürlich in Tokio das lebhafteste Interesse finden-- Die japanische Regierung sieht die KoMktsmögliMeiLen mit Amerika wachsen. -Sie stößt in ihren Aspirationen auf Sibirien mit, dem,. amerikanischen Kapital.zusammen und muß deshalb darauf bedacht sein, sich diplomatische Unter- Wtzmttz ' -'zu .holen. Sie' hat den japanischen Kronprinzen nach London entsendet, der dort im Gtttne einer Erneuerung des ablaüfenden BÜndnisirs^ Art England wirken soll. Die-Meldungen über die englisch-amerikanischen Besprechungen werden vielfach «m diesem Besuche, und zwar in-einem gegensätzlichen MsamMenhang, kommentiert/' In - WMichKett ' über, handelt' 'es sich u m eine englische-VermMungsaKtiön zwischen den beiden Gegnern, worauf auch dieRach^ eiHt hmdeutet, daß Japan in der Frage seines von Eerika bekämpften Mandats Mer die Kabelstation Ych Konzessionen angeboten hat.' /Eine . Verstimmung *mi gar Abstoßung Japans Lank nicht im Interesse der EnLenttzpolitiK liegen, die wohl in der Behündlung' Deutschlands uneins ish aber nur' in bezüg auf' Europa.- Die - Entente ist.bestrebt, jeden Eintritt Deutschlands 'in bat KoloniglkÄtzern zu vechAen? und Die österreichische Regierungskrise soll endlich heute «ach einer Dauer von drei Woche« ihr Ende Finden. Der Wolizei- Präsident von Wien» Dr. Schober, hat den Auftrng znr Vttdnng einer Regierung erhalte« Und wird seine Liste heute mittags dem Sanptavsfchutz vorlege«. Falls dieser zustimmt, wird der Rationalrat heute nachmittags zur - Wahl der Regierung Zusammentrete«. Dr« Sch o b e t will ei« Fa chm ä « « e r Kabinett bilde», in HM'' .er. Vertrauensmänner der bsivgerkiche» PMeiek! ansnimmt.; - . * ' Dieses Kabinett hat die Anfgäye/ die Verhandlungen mit dem VölllerbnM .NZrd! dem Obersten Rat über die KvedLL« a ll t i o n fortZuführe«. Das erfordert Uber die ' unbevin - te Sicherung des FinättMtanes durch die Parteien und insbesondere dreWn» in/bEftW ickmer" 'MsWÄkftM AüMlüttg des deuMbn ÄZlvttialbesitzesäuffern würdig? iv J * Englands Politik läuft immer offenkundiger Maus -hmans, seine Macht sMühaltenaber Mm Weg - zu vermeiden. Die deutsche Seemacht ist vom Papier verschwunden', zu Lande sind ' Deutschland und' FttMteich vollauf miteinander' beschäftigt- Engläüd muß, nur seine Position in Klemasten schützen, das AMtAmeer in der Hand behalten. Im fernen Osten ditgegek - würde ein " «nerikanffA-japdnischer -' WeK - ditsitzn!Ausgang sehr zweifelhaft"^' bei einem Sieg- Amerikas diesem etwas bringen, ' wüs England -schon hMe > nicht bestreiten Kann: die Kontrolle Mer den Pazifischen Ozean. Ein japanischer Sieg aber müßte schwett Auswttkungen auf ganz Asien, zunächst aber aüfn China und Indien zur - Folge haben. England isiüß also einen Ausgleich zwischen den beiden BundesgerwsiW önstreben, was in der letzten Rede des Schatzmtttlsters Chamberlain im Unterhaus zum Ausdruck kömmt. England werde, - sagte er, an keinem antiamerikanischen Bündnis teilnehmen, aber Vertrauen uuv ZüsaMmenwirkett zwischen den Großmächten des Ostens als das Ziel feiner Politik änsehen. - Es erscheint also durchaus verfehlt, wenn die teichsdeutsche Rechtspresse in letzter Feit - auffallend viel Hoffnungen in die Entwicklung der-japanischen-Fräge setzt und im Lande der ausgehenden Sonne den Rächer sucht. - Deutschland ckann von Japan nichts erbäMn als eben nür diplomatische Unterstützung»' seine Kolonien find verloren und selbst wenn es sie erhielte, so hatte e^. keine' Flotte, den Ueberseebesttz'^zusichernd"^ Für. Deirtschland bleibt nur das Ziel seiner Sümmlunguin Europa. Hiezu bedarf es vollständiger innerer 'Äühe undder Berständiglmg mit Frankreich. Es ist zü HMüßen^' daß in das Verhältnis-'der-beiden Staaten neuerdings etwas mehr Vertrauen hineingettagen wurde und daß sich in beiden Staaten die Erkenntnis dürchzuringen beginnt, daß sie in der Fortsetzung des Weges gegeneinander nutzlos ihre Kräfte binden und vergeuden. In dem Zusammenarbeiten beider Staaten mü der englrschew Friedensströmung liegt die ruhige Entwicklung Europas und auch die Verhinderung' beis Raffenkrieges im fernen Osten. J - Äüßer den japanischen Sorgen tritt auch der nahe Orient ' wieder in den Bereich' der Cntentebesprechungeni Die Konferenz zwischen Briand- und Lord Eurzvn-Hat m den französischen leitenden Kreisen viel Aussehen hervyrgerufen. Es handelt sich d.army, auch auf diesem Gebiet, auf dem infolge der SympMhieverteilung — Frankreich für die Türken.- Enghrnd sür dir Griechen rin Konflikt besieht, eine einigende Forme! zu/' ' Deutschlands demokratischer Wille. Werth über die Reparationen. j, lksse«, 13. ^ryri.. Reichskanzlex W it tL sprach in seiner^ Rede vor dem; Deutschen GewerHchastsbund auch' über die! Reparationen.und'fShrte k. a. ans:/; In Berlin tagt seit drei Tag^n dis.lFarant^kommission. Wir müssen ihr AusLrnst geben, über «dar, was,tvix.- Listen. können.^ r Werden wir zwei WilliardsA ' Gejld .cms^rLngen Da-'ist eine -B^rsrage '»Mig. -iWetzd««^; halt der jjatneBpi .Mx^Küch^i-.aich. deyt.MgKWt'- dH.HedchrhK».' vexwalttmg :und Wushalt. .-brp^-R^tzapationeu^ »vrd - Kontributionen-! Jch-biü nun in der glücklichen Lage,- Jhnen Mitteilen zu können,;daß die . . . . Ekmrahmen des Reiches bereits rm letztrm Jahre über 4S.MiVarden Matt eine Riesenleistung. sür ei» Balt, das yniieL.,Vein Druck der/ ganzen Welt - zusammengebrochsn war., /DLs/.Hrgebüis war gut. Wenn wir^ weiterarbeiten,^> wird der 'innM-'Mat' 'nüseres Vaterlandes in den nächsten Jahren mit' einem Ueberschuß abschließcn können. Der Gedanke, die Zentralgewalt des" Reiches zum Haupttrager der Finanzen zu. machen, ist geglückt. Wir werden auch,. wenn das Rotopfer abgezogdn ist, von den 45 MMarden durch die noch folgenden Eingänge, zur Einkommen-. und Um^tzsteuer das, was wir im .-Jahre 1920 erreichen wollten, ganz gewiß erreichen. / Die ' Betriebsverwaltungen hatten,tm letzten Jahre einen Fehlbetrag vchr 20 Milliardär. .Wir. müssen versuchen, die Maßen' Betriebe ' Post, und Eiscubahn rationell, auszugestalten.' Jnnerpolitische Unruhen können wir dabei, nicht brauchen. Der. zur Gewalt , greift in der freien Volksrepublik, soll auch sehen/daß die staatliche Gewalt da.. ist, um den -Geist der Unordnung und Zerstörung aus unserem Vaterland hinaüszuwerfen. > Vom ersten Tage an, wo wir hie neue-Regierung!, gebildet' haben,: war eS mein eifrigstes Bestreben, Männer zu, finden, die-den Gedanken der SolihariLä^ünb'der gemein-, santcht Arbeit, auch zu.den Alliierchn hinübertra^n. Ich' habe für das Ministerium. '.bvS... Wicherau^<p^'"M«t" Mann gefunden, der im Krir^ eine große orgaurfato risch« Leistung vollbracht hat.. Alle,, hie'im'Kriege' an einer große» Organisation gearbeitet haben,, brarrchen" wir wieder ' wögen - sie eine Parteifarbe habey, wie "sie ,, wollen. Wir rufen sie wieder auf, mit uns.eine--ipcvßeDtgchlflatü-u'wieder auszurichten, di«, den Wiederaufbau Europas önnög-licht. E§ darf, . .. . "■ ’■ keüi« Reparatianszewim^r geben, wie eS Kriegs- und Nevolu.tionsgewittner gab. Wir haben heute Verpflichtungen von ü b'e r 300 M i ll r a r den Mar k. Unsere Aufgabe ist riesenhaft. Es kann — erschrecken Sie nicht — dreißig Jahr« .dauern, bis die große Last nbgebürdet ist. Llllerdr'ngS' gehören drei BorauS-- fetzungen dazu': Unser- Volk zu. ernähren^-eS^ zp; kleiden und ihm-'Wohnung zu gchen^ - Aber-' aüch^die''-'«rßÄH.otittjvl)r-n« Dövaussstzungen' müsse» . gegeben 'fein. Es' fei-drnÄlliierten Unk den' früheren Feinden^ WagtWir ' wMen» aW'''Tüf- 0it wollen leisten und-' erfüllen, - abm: -ihr --ÄDft^uW-l -! KtÄ ‘ fiWfrWitWA ’+ieSkttLs+tAl+ S f.ilii'iä ' t -* U) Rüf i«'. die gakßel Welt KinäM:r hie HlMA'wsg'-' glsuM' dieüt:^abst.'."sjGft/'AAstW MchM 'an'HMdchi?'-Mbt^Hem -Gedanken l.. shr->-rtzt.'!Qb«A-sch-M''s'-ieH!.Ä n b aÄN'MH'« im VökS: da'S 'är^ ' .3^:'.5^^>StVrrtifirtÄ4ir .1 oer >tz auze'-n. g i f-ittetenl Mellt. - -Wir. perMüchk-M i-r den? ^Glauben, -baß.-nach! der - Ltti'bfal dm ArbE-d^p'M^füt -'l de»'-Gedankendes' Rechtes 'w^derzugiMiüuiU^feWHirhiHöSa-l.' Gatt-'will,' solles. öoMärts 'nNd" än'fivÄts'-l'grtzch^s-Mö'rr'-ii hiuwal devk - Lichte, ivreder -einmal -ddrlFrAMt-)^«».',x kvat4-scheu " D«utsch-'la'nd'' entgegen-} Beifall.) -; ' - - : ■ ' ■■ . Vi; -■ IcJ V.'.' -! : Ein Streu «nt de» Panamakawai ’i ‘ Washintzto«, ' 17. Jknr. (Pnvat,)' Die-', repÄNLü'Hr! *• Päritt Willem Emvttst8nd«ls mit feem Prasrdekterr' H a'fhrntz/ welcher sich während seiner WghlkampagUe daza vslpflichU . M, - eme Gesetzetzvorlage embringrn, wonach ackMämM.H..Ä^; schiffe .von der hohe» Gebühr, wülche die Schiffe^^ anderer-\ für' die Erlaubnis dir Dsrchfachck durch 58«t "* P -»'VM'UM" iw * i ä n, a l' entrichstü ülüffeN, b^sieit wrpdeU. ' Ditfet. ' Mb herüiZ-einen heftige« innere«' ,'K?o'K? Ti''Ti a"k''s'W^ 8“^ ‘ droht aber auch äußere Vcrwicklungen ÜerbeiZüführü7. 'EMftil.4 ' prötesNrren alle großen amerikanischen E i s e« b a h.'»H'effe ll7' schäfte n gegen' diese- Bevorzugung der Schiffahrt,. .-Nell drsürchlen, daß sie dann mcht mehr könMrrensiahig fÄu'H'rrhen ünd viele Verfrachter dey langen, aherHi.Dtz«'S«^g werben. -Dann aber wird' eingewendet, M' .dirfer^ .Müs' zu .. Luderen Konflikten, insbesondere mit,' »'g l/siihW. muß. Jyr Fahre 1601 wnrden^' 'zwischm . be« , ' Slgaten und England der' »H a h' - P. a ’ü'.vf 'cVfi&i..?**- Vertrag abgeschlöffeu, w e l ch e r e'S a «Fd r tz.ck l'.i e b i^e t e i r g e n de 'i n tm '.Sta a t e V t e Herder Be n ü tzu « g d e s? P a n a m a.^Ma l , i,n.z ur ä,u m.eMan weiß ^lich't^'M'M.dw.MzirrÄtz'' setzt' über drefes Hindernis hinwegsrtzen »vijlt Biele graI^HNrrv, prötestleren gegen den SeabsichiiM» 'BerüfgShW^'.M.' 'N-,. flaren, daß ohne Züstimmnng EnglaiidS ehttnhafterwe^iüKkS. unternommen werden kann. Bon. e u g l i s ch.'r'r'.-^W'f ÜM' bisher keine Aeußerung'vor. Die Situation Ä eitte.Mj>oye,^weB H g.r d i n g/sich festgrlegt hat und die Ha«dr8K»MM<s« ^eD' Senats gewillt ist, die Begünkigung der amerikMHen'SehW ' ftotz'deZ entgegenstrhenden BertraAes'dürchyfführeu.^ : Das Kompromiß zwischen dieser Angelegenheit .und kündigt haben, ist im Werde», wobei die bolschewikische Verhetzung der nationalistischen Türken beschleunigende Wirkung tut. Vezüglich Oberschlesiens wird, der italienische VörWag einer Dreiteilung des Landes besprochen, wobei der deutsche Teil an Deutschland, der polnische an Polen fallen soll» während jener Teil mit unklaren Abstimmungsresultalen einstweilen noch unter .mtemationähr Verwaltung verbleiben soll. In der Behandlung der türkischen Differenzen ist eine Emigüng noch nicht der odnjchhMett Frage, dLÄ wn Wiedecholt ^e- * sDtdae» da hi« apchd« arabischen Frage und -- durch - die. anglo-sranzöjische Unstimmigkeit bezüglich des Mittelmeers. LjbechgM viel. Komplikation . geschaffen lvurye. Es; M sehr bald Herausstellen, daß auch die Beziehpngett: der Entente zu Asien überhaupt ein Ganzes: büdey, - das nur ungeteilt geordnet werden kann.. Auch hi^ z^gt sich die. Unsicherheit des Clemeneeauscken F^ der sich in ehre Unzahl verminender ProhleM löst, jede einheitliche Orientierung unmöglich. 1 und ,nur dazu dient» dem verfallenden Doffchyvh'uAH da»--Lebe»Ln mm> -^r- "•>' ‘ -Ml

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