Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 856 (15.6.1921)
- Date
- 1921-06-15
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Das ^ManzKomstse tzesVWMundes M..Men-Bericht vorgelegt Kami^geW-^dieArü-. icheidung. an die tzntenteüber/wör'allem'an jene.He-- ^Myoen, -> d.ie, .-bisher..noch., kMe,AuWtmüug^ Zur ZüHLstellutzg des..^ener(GsüHÄM!e^,.Ngeben Hatzen... H.S § Md -. dies: Atollen Md'.HMjlarhie;4 ,g^ü.Hne. -'^Datep,^' die. M 'qm'. Wrfstey^g^eli. Je. Mschlüß- MvegnW .-stellen'. Der. ZüsamüftäMT .zidischcil, der HKWMllngSviypag'anda;; Kred.itLktsnn'.'.''! legt ■tftA* .Miii*1f'tfhct K/■?<•<!'•ifntinf»' rn ‘ bic; sich' '^ür''pmlämeirfcwMen-'• 'Unt'erstützstüg .M.5 Mögetr^sörm '»erjfflichtet'(.Whr'n-.-^ Bon tzer^'M^- MhüNtzspärteir den ChristliüffözLalenwird' MMt,^VW Hrvß8eürH-nund die So^akdrmvkraten brstdende '.'Ansätzen tzeniächr hätzen - Dies--MM-aber' von j dm Parteien in Abrede 'gestellt,' obzwar auch der'Bericht her' Bölkerburrdkommission sich -- aus die EtLIärüngen der Parteien, berufen' hat.- Die-Wahrheit -liegt wohl darin,Laß die'Schlekchhändlsrpraris .'der zwei Fakturen .achch hier angewendet; worden isi^ Pber ob dieMarteren n-a.ch.wer Seite der. Annahme,' Mer- Ablehrm'nür*. Die VereiNtzaeungen zwischen Loucheur und NnthenLN, l'j: mir sie XKoue ein es ] ehr sekundären Moments spielen,denn es Widt Oesterreich nichts anderesübrig, als die Vorschläge dir Entente zu akzeptieren, zumal-fieMitwem Lockmittel opn Vorschüssen.garniert erscheinen. Der Bericht .des WlKerbundes'.erklärt' die einzelnen Teile des Hilfsplanes als untrennbar und . stellt Oesterreich unter die WanzMe Diktatur, einer Kontrollkommission, welche der Keglerung. nur Wie Änswahl der. Mittel zur 'Her- Wung des budgetären Gleichgewichts überläßt, ihr ccher dringend arrs Herz legt, alles aufzubieten, um P'ormteUe.zu Zerstreuen und das Vertrauen wieder- B e r L i n, 14. Juni. (Privat.) Aus Paris wird berichtet, Latz die WiesbaSener Konferenzen zWifchen 2 o w che.u r und Rathenau die französischen, politischen Krerss m große Aufregung gebracht haben. Man sieht bereits eine Vereinigung der Schwerindnsirie FrauLreichs und Deutschlands, auf Grund Ä^reu sich beide gegenseitig in stärkstem M«tze mit Rohstoffen rmterstützen und nach gemeinsKmen Ähmachrmgau ihre Produkte zum Verkaufe bringe« «rerden. Dieser Pian würde eine aefLhrliche äronkurrenz für Leu amerrkamscheu Außenhandel schaffen-, die sich Vornehmlich irr der MeLaÜbrnnche fühlbar mache« würde^ Frankreich habe fetzt große Menge« Eisenerz, Deutschland große Mengen Kohlen, daher müssen sich beide einigen. Man steht vor einer industriellen Konzentration zwischen :Kra«Kreich-..rtNd'''Dentschla»d.^ '• HK.- ZusamwäHittM» .^myttzstmau aus Lo'uhKy,.. ü»au M in' siuLuMÄM wie i« politischen;ilifeifctt über die Zusammenkunft in Wiesbaden verstimmt. Die Engländer glauben, daß es sich tatsächlich um die Ausarbeitung des Planes für eine deuLsch-frsnzöfische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Metalrindustrie handelt. Man sieht darin eine Gefährdung der englischen Metallindustrie. -V- Die/RetziexungsLnse,. die.gegenwärtig das poli- Hche Letzen ins Stocken gebracht hot, ist nun nicht das. geeignete Mittel, diese mehr moralischen Vorbedingungen. zu erfüllen. Sie ist aus einer von außen her -ins- Land getragenen Olktion entstanden, die daraus . angelegt ist, das von der Entente begonnene Werk zu vereiteln; und einen staatsyplitischen. - Knalleffekt,. herbeizusühren. Oesterreicl) soll gewaltsam . auseirmntzergesprengt werden, uw'-der. bayrischen -Restamatiön die Wege zu ebnen und in . Mitteleuropa neue Unruhen zu? erzeugen. Chrfftlichsoziale und Großdeutsche begegnen sich in dieser Wsicht, 'wobei jeder Teil seine eigene» Ideen verfolgt. Gemeinsam ist ihnen das Pestreben, parteipolitisch den größtmöglichen Nutzen herauszuschlagen und . ihre Wähler auf Kosten der Bevölkerung zu befriedigen. Die einen llefem die städtischen Konsumenten beit Bagern, die, anderen die Indrisirie der Schutzzollräuberet aus. Zwischen diesen Tendenzen und der Unbeklimmertheit der Sozialdemokratie bewegt sich die v.m ParLeiüonzen ausgeliefert, die es jederzeit verstehen, ihre Klubbeschlüsse für Bvlksmeinung auszugeben. Die Minister. eines solchen Kabinetts find, niemals frei in ihrer Arbeit. Ihre politische Existenz hängt von unberechenbaren Zwischenfällen in irgendeinem Provinznest, von der Wetterlage ab. die eß. d<?n bäuerlichen Abgeordneten verbietet oder ' gestattet, . m Wien zu blecken, von einer zufalliged 2lbstüumuugsentgleisung. Die Nationalversammlung ist gar Leüre 'BolksoerLretung, die ernst und sachlich die Jegierüna überwacht, sondem eine aus vertraulichen .Änventmeln gelenkte Maschine zum Iafagen. In ditzse BertzMmsse ' bringt keine derzeitige Lösung der Krise eine Äenderung, »veil sie, das 'Grundübel nicht aufheben. kann, daß nämlich der Nationalrat nichts vom Volk und das Volk nichts vom Nationaltat weiß. Auch.. ein Appell an die Wählerschaft könnte mster dem herrschenden Wahlunrecht nichts zum Beffern wenden, da er nur eine Bekräftigung der zwischen Tumult in der ungarischen Nationalversammlitng. Ei« Ageordneter wird hivLusgeworfen. . Buadpest, Il. I'nni. (Ung. Tel.-Korr.'-Vur. ■»- tionalücrfarmnlimg.) Abgeordneter S 3 ab e ezky er-- stattete Bericht über die Gesetzesvortage, betreffend die provisorische Nnterbringung der Universität von K l an len b u.r g in-SzegSdin und der UniversM von P r e ß b it r g in: Fünfkirchen. — -Hierauf interpellierte Abgeordneter D a n e r über die Ernennung eines Professors. Im Verlaufe seiner Rede macht'der Abgeordnete Andahazy-Kasny zu wiederholten Malen Zwischenrirfe und wird deshalb zweimal zur Ordnung gerufen. . -; Als . sich Abgeordneter Huber itt persönlicher Sache zunl Worte meldet, kannten wegen der g<igen den Abgeordneter Audahazy-Kasny/ erhobenen Protestrufe nicht das Wort ergreifen. Der Vorsitzende schließt - hierauf die Sitzung. Nach Schluß der Sitzung entstand infolge der wiederholten Zwischenrufe des Abgeordneten Nndahazy-Kasny und der Gegenruf ein L u m u l t. Mehrere Abgeordnete wenden sich gegen Andahazy- Kasny und drängen ih ti a it s - d em Sitznn gsfaal hinaus. % . Budapest, 14. Juni, lieber den Zwischenfall am Schluß der heutigen Sitzung der Nationalversammlung wird gemeldet: Während der Interpellation des Abgeordneten Dan er. machte der Abgeordu.ete Nndahazy (Nationaler Sozialist) nüederhoit.Zwischenrufe, worauf Däner bemerkte: Es wäre angezelgter. wenn Andahazy sich in einen Kaftan kleiden würde. Andahazy erwiderte: „Eine Kutte werde ich nicht anlegen." Diese Worte erweckten auf 'den Bänken der Chriftlichnätionalen stürmische Protestrüse und'.der Präsident rief Ändahstzy zuL Ordnung. Nachdein Däner geendet,'verlangte der H'färrer Huber das Wort.und teilte.mit,'Ätzdcihazy■ tzaye'.'äuH den Zwischenruf aemackt. - dan - der Medner 'eechtLeiä» links.) Die Abgeordneten rufen dem Ilbgeordnecey AMch häzy 'zu: K 0 nk'nru n i st i s ch e r B e t y a rl 'Maü. müßte Sie. einsperren/ 'Unter'' gndauer-nden 'stürüsischU,' schenrnfenbeendet ' Abgeordneter Huber ' .seine'. P'ed^; worauf, der Präsident 'die Sitzung Wisst/'. Herrschenden- Lärmvon. deinirneisten' Abgeordneten liicht gehört wird.- Nun erhebt sich' Abgeordneters'ÄWhaätj/' irm 'zu sprechen." (Stürmische 'Rufe:'links:.Mir. Wrer» ihn nicht an, man muß. ihn .hinanswerfenl) .Zahlreiche Abgeordnete, darunter Bteyer und Morg/'Heh^ dü's, scharen sich um Andahgzy,^der seinen-'ZwischeNk^ ruf zu erläutern suchL, aber votz, den AbgeoröMeu hrna rr sg edrängt wirh.''. V . " . AnderhaLy. erklärte in den Couloirs, daß» er in mopgigen SltzünA 'seinen Zlvischsnrüf^'aiMsyenuugtuung verlangen werde. - . - Lloyd George zieht sich oo» der auswärtigen Politik zurück'? Lord Erlrzo« sei» Nachfolger. - . Paris, .1-4. Juni. Wie der „Figaro" aus London imeldeh, glaube man in' politischen Kreisen, daß ^die jüngsten Niederlagen, pie die Koalitionsregierung''.beiden Teiüvahlen erlittet hat, zur Folge habend werden, haß Lloyd George sich'inunmehr vollkommen-d'er inneren Politik zuwenden werde. Dadurch w ürden Lord Curzvn und dem Foreign Ofsiee itt ßeitititg der auswärLigen Politik größere Frsiheit Unabhängigkeit gelassen werden. Es scheine' dis.HHüglich auch ein Meinungsaustausch unün b^n. be'tesftateN Ministern erfo-lgt zu sein.. " - . . Deutscher Reichstag. > y>; Berlin, 14. Juni. .Präsideni.'Doebe teile' M. Beginn per Sitzung mit, daß der ReichstägsabgeordtzeLe B.ia'ß aus Olden von polnischen Insurgenten 'mv Men..' unbekannten. Ort verschleppt worden sei. Äe.r: Minister des Auswärtigen Hape mitgeteilr, daß Me. Bestätigung noch nicht vorlrege. Der deutsche ^erpveter^' bei der interalliierten Kommission, Graf'.Maschma, : fei sofort angewiesen worden, im Falle sich re Nachricht bewahrheiten sollte, bei der tnleralliierien Kommissiou in nächdrkcklichster Form Berwahrirng emzuteh^n.' ALg. Erispien (Unabhängiger) beharrt daß die Interpellation seiner FrasiivN ' üver tzie .E rmord u^ 6 des Abgeordneten Uv reis auf die Tagesordnung gesetzt werde. - - Diesem Wünsche wird Rechnung' getragen. - Minister des Innern Dlr. Grad nattt r Wtävtt, daß die Regierung die JnierpeNation-'-«vD..--in'.-dreler 'Wdch^ beantworten werbe. '4 •] Es, folgt die Beratung des' 'GösetzelMyurfs'..ützch' die Regelung des Verkehrs mit Getrecke. Der Entwurf sieht eine Umlage von drei Millionen Tonnen -Getreide für den Bedarf der versorgungsberrchtigteü Bevölkerung vor. . ■. :4 •< i , yV Sozialdeolokraten und Chnstlichfozialeu bestehenden Mandatsversicherung brächte. In. Oesterreich ist . derzeit nur eine Regierung denkbar, die fern vom Parteistreit die Verwaltung sich angelegen fein laßt. Wer immer die Mission zur Kübinettsbildung übernmmtt, uwß sich vor Augen halten, daß es Bevölkerungsschichten gibt, die nicht im Nationalrat verürien find.' weil .sie durch das Wahlrecht betrogen worden sind, die aber dennoch an den Lasten des Staates, gleich den privllegierten Wählern, mittragen muffen. Jeder kommende Lkanz!« muß von den Parteien die feste Zusicherung erhaltet das Programm der-Ordnung der Finanzen ungestört dutchführen zu können. Sonst ist alle Mühe vergebe»»' und der beste Mann in drei Mvcken . obaebeaschl