Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 854 (13.6.1921)
- Date
- 1921-06-13
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Wien, Montag Er versuchte sich auch als Hypnotiseur. Eine Zeitlang hatte er es auf die Frau eines Fabrikanten abgesehen, die er au überreden suchte, sich hypnotisieren zu lassen. Möglicherweise handelte es sich ihm damals darum, den wertvollen Schmuck ' der Dame zu erbeuten. Der Zusammenbruch des Bankhauses Ignaz Reumann & Comp. Die vom Regrerungsrat Dr. Wehbora im SicherhritSvureau mühevoll geführte Untersuchung hat ergeben, daß das Bankhaus Neumann & Comp, durch «Leerverkauf*, das heißt Verkauf ungedeckter Devisen, eine größere Anzahl hiesiger Firmen um Millionen geschädigt hat. Trotz jüngehender Erhebungen und Prüfung der Bücher konnte die Hohe des Schadens aus dem Devisengeschäfte nicht genau fixiert werden, da insbesondere die auswärtigen Forderungen (Guthaben) der Firma Neumann noch nicht genau bekannt sind. Die Höhe der aus dm betrügerischen Geschäften erwachsenen Verbindlichkeiten wird von den Verhafteten selbst auf etwa dreißig Millionen Kronen geschätzt. Nach dem Stande der Untersuchung fällt die Hauptschuld an den betrügerischen Devisengeschäften jedenfalls dem Remissier Ignaz Hamlisch zu. Er hat sich die Verantwortung znrechtgelegt, daß er sich selbst als eine Art „Kommritent" seiner eigenen Firma bezeichnet und der Firma „Nmmann" nach eigener Berechnung etwa 2b Millionen Kronen schuldet. Eine ordentliche Buchführung im Devisengeschäfte ist nicht verhandln. Nach den Behauptungen Leopold NeumannS und Hamlisch' hätte sie der Disponent Oehler ausstellen solle», allem er konnte sie infolge starker geschäftlicher Ueberhjirdung nicht ausstellen. Hamlisch,. als Kommittent, bestreitet übrigens eine Anzahl von Posten, die ihm Nrumqnn berechnet hat, doch ist auch diesbezüglich ein klare- Bild nicht z« gewinnen, da ordentliche Aufzeichnungen, namentlich aus dem Jahre 1920, fchlm. Auch im Effektengeschäft ist rin vollständiger Urberbltck nicht »u gewinnen. Auch bei bieder Art von Geschäften dürfte sich ein Fehlbetrvg von etwa 20 Millionen ergeben. Für diese? Manko ist angeblich Leopold Neumann allein verantwortlich. Wohin alle diese vielen Millionen gekommen sind, konnte bisher auch nicht festgestellt «erden. Hamlisch behauptet, daß bei unglücklichen Spekulationen in polnischen Mark, dann in deutschm Reichsmark and ungarischen Kronen Millionen verlorengegangen sind. Seltsam mutet es an, daß Hamlisch trotz der enormen Verluste die Stirne hatte, ein überaus luxuriöses Leben zu führe». Erst vor sechs Wochen hatte er seine elegante Wohnung auf dem Opermmg bezogen. Die Einrichtung und etwas Schmuck wurden beschlagnahmt. Das wertvollste Aktivum des Hamlisch soll nach seiner Angabe ein von ihm vor einige» Monate« gekauftes Patent süt eine neue Schuhpastendose sein. Hamlisch hat schon, ans daS einträgliche Patent optimistisch vertrauend, das > Ausgleichsverfahren beantragt. Er bietet seinen Gläubigern, insbesondere der Firma Ig. Neumann & Comp., 50%. Der eigentliche Inhaber d?S Bankhauses, Iznaz Neumann, hat sich bis yax kurzer Zeit im Sanatorium Rekawinkel befunden, weil er an progressiver Paralyse leidet. Er ist vorläufig nicht vernehmungsfähig. Das Sicherheitsbureau hat aber jedenfalls die Einrichtung seiner Wiener Wohnung, lX., Althanplatz 6, und verschiedene Schmuckgegenstande seiner Frau gleichfalls sichergestellt. Auch bei Leopold Neumann wurden Wohnungseinrichtungen »nd Juwelen fichergestellt. Rechnet man den Wert aller dieser Sicherstellungen zusammen, so könnte für die Gläubiger bisher eine Aktivpost von etwa 8 bis 4 Millionen Kronen erübrigt werde«. ___ Eine Eisenbahnkatastrophe in Spanien. Madrid, }1. Juni. (Havas.) Bei Billa Verde find' zwei Eisenbahnzüge zusammengestoßen. Hiebei wurden 14 Personen getötet und zahlreiche verletzt. Ein Zug mit etwa 30 Verwundeten ist hier eingelangt, ein zweiter wird erwartet. Der Zusammenstoß hat sich dadurch ereignet, daß der aus Toledo kommende Zug den verspäteten Madrider Eilzug im Bahnhofe von Vilkaverde nicht abgewartet hat. I . Die Lohnbewegnng in der Damen- «nd Herren-Konfektionsbranche. Die Lohnforderungen ab gelehnt. In drr gestern abgehaltenen Generalversammlung der Bereinigung der Damen- und Herren-Detailkonfektionäre bildeten die uruen Lohnforderungen der Stückmeister den wichtigsten Gegenstand der Tagesordnung. Die Stückmeister verlange» auf die bis jetzt bezahlten Arbeitslöhne in der Herren- und Damenschneidern den einfachen und in der Kinderkvstüm» und Kinderpäletotbranchr den eineinhalbfachen Tariflohn vom 1. Dezember 1920 als Teuerungszulage. Sollte bei einzelnen Firmen schon jetzt mehr bezahlt werden als der dreifache Tariflohn vom 1. Dezember 1920, so ist auf diesen Lohn der einfache Tariflohn als Teuerungszulage zu bezahlen. Der Vorsitzende, Gremialrat Z a b r a n s k i, der den Bericht erstattete, erklärte, er habe hem Lohnkomitee der Stück* schnöder den Vorschlag gemacht, den bestehenden Vertrag mit Rücksicht ans die ungeklärte Geschäftslage bis zum 31. August zu rrolongirren und zu diesem Termin m Verhandlungen über die neuen Forderungen einzutreten, da bis dahin eine Klärung jbet Geschäftslage zu erwarten sei. Dieser Vorschlag wurde jedoch obgelehnt. Er verwies ans die erst vor drei Monaten den StÜck- ■ weiflem bewilligte Tenenmgszulage auf den Dezember tarif und meinte, daß im Hinblick auf die gegenwärtig herrschende Stagnation und die genügenden Warenvorräte, ein Streik den Unternehmern Nlcht jchadcn werde. Vorstandsmitglied Herr U n g e r verwies darauf, daß die Konfektionäre den Stückmeisteru weit höhere Löhne, als sie der Tarif fcfi’c(3c, zu bezahlen gezwungen feien, eS sei unmöglich, auf du,se luiUCiiiUrt) verlangten höheren Löhne noch Teuerungszulagen zu bezahlen. Die EugroslousrUrouäre, au welche man ISlätcc »n»»ge«zeft*ng STSarrar' ebenfalls mit Lohnforderungen herangetreten sei, haben sie, wie ihm mitgeleilt wurde, rundweg abgelchnt. Eine weitere Ueberwälznug auf die Kunden sei nicht mehr möglich. Die Fremden kaufen nichts mehr, tteii bie Wcltparrtät schon überschritten sei, und die Kaufkraft der Wiener Kunden sei schon vollständig geschwunden. Er empfahl, sich mit drr Engroskomektiyn solidarisch zu erklären. — Herr Vizepräsident Alexius Salzer bemerkte, daß die gegenwärtigen Preise keine weitere Lohnerhöhung vertragen. Er bean* tragt? die Ablehnung der Forderungen. (Beifall) — Herr Abraham e r empfahl im Falle eines Streiks die Aussperrung der Stückmeister. — Kammerrat Philipp Steiner stellte den Antrag auf Einsetzung eines gemeinsamen Lohnkomitees mit der EngroSkonfektion. Nachdem noch mehrere gespr ochen hatten, wurde die Ablehnung der Lohnforderung einstimmig beschlossen. Hierauf wurde ein Lohnkomitee gewählt. KnltnrhNfe für Palästina. Am 8. d. M. fand im Niederösterreichischrn Gewerbeverern die erste Monat^versammlung des A'beitskreises der Waadat Hatarbulh. Zweigstelle Wien, statt. Nach einleitenden Worten des Vorsitzenden Dr. Franst, der die Entstehung einer Wiener Zweigstelle der Waadat HatarSuth in Jaffa lKulturkomislion drr Allgcm. Organisation der Arbeiter Palästinas) schilderte. referierten die Arbertersübrer Ben G o r i o n und R u b a s ch o w. Beide Redner sprachen über die großen historischen Arifyahen, welche die Arbeiterschaft Palästinas im vollen Bewußtsein ihrer Verantwortlichkeit ans sich genommen hat: den Aufbau des Landes und die Neubelebung dgrzdebräischen Kultur. Die Waadat Hatarbulh in Wien bade die Aufgabe, in diesen Dinge» aufklärend zu wirken. Ihre Hauvtaufgabe ist die Unterstützung der palästinensischen Arbeiterschaft bei rhrer kulturellen Aufbauarbeit. Sie wird ihr die Werkzeuge dazu widmen: alle Knlturmatrrialien. die ihr die Juden Oesterreichs gewiß reichlich zur Verfügung stellen werden. Schließlich besprach Dr. Evstein in sachlicher Weise die geplante Sammelaktion, die sich auf B ü ch e r aller Art lvor allem wiffrnschaftliche, technische, gute literarische Werke und Kunstpublikatwnrn), auf Bilder, Reproduktionrn. Munkinstrumente. wissenschaftliche Apparate und Material für Schnlen usw. erstreckt. Die Versammlung brachte als ersten Erfolg eine große Zahl fteiwillrger Mitarberter und die Anmeldung bedeutender Widmungen. Die Waadat Hatarbuth bittet alle Interessenten. Spender und Helfer, sich an ihre Adresse: XIX., Kreivdlgisie 16 zu wenden. Gestempelte Krone Anszahlnng Wien In Zürich notierte: . die österreichische Krone . . . dir österr. gestempelte Krone die tschechische Krone .... die Mark.. f , , Agram . » . . . . . . Bukarest . . . . . . . . . . Budavrst .. Warschau ....... --- --.95 CcnUmes, -- l,2Vk Centimes. 1.27% ( 1.30 im 11. Inn) —.95 I —.95 am 11. Juni' 8.20 1 8.30 am 11. Juni' 8.55 8.70 am 11. Juni) . 4.1b 4.10 am 11. Juni 9.25 9.30 am 11. Juni) 2.30 l 2.37'/»am 11. Juni , — 47 —.50 am 11 Juni) * Kafieneknbruch. In der Nacht zum 11. d. M. sind Einbrecher rn die Räumlichkeiten der Standard G. m. b H. für technische Artikel.!., Franz Jose's-Kai 5, eingedrungen; sie haben eine eiserne Kasse aufgesprengt, darin aber nur K. 8000 gefunden und sich zum Tröste noch eine Schreibmaschine mitgenommen. * Verhaftung eines deutschen Bankrotteurs. Auf telegraphischen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft in KrerSsruhe wurde am 11. d. M. in einem Hotel in Fürstharis d« 24jährige Kaufmann Hugo Brugger, sit Saarbrücken geboren,' wegen betrügerischen Bankrotts von Kriminalbeamten verhaftet und dem Sicherheitsbureau übergeben. Freie Jüdische Volksbühne II., Unters Auflartenstrane 8 Telephon 40-5-31. 428) Ensambl^-Uastsplöl lm Tlifeatar ln der Josefstadt, Gott «ftfeB« 798Uhr abends: «ö SteuerfrageÄaste«. Erbschaft. Solange die Erbschaft den Erben nicht eingcantwortet ist, unterliegt' die ruhende Erbschaft selbst der E n kommensteuer. Jbr Einkommen wird also getrennt von dem der Erben zur Einkommensteuer veranlagt. Natürlich haften die Erben für die Steuer ebenso wie für die anderen Schulden der Bcrlasienschaft. — Kompagnie. Eine Gesellschaft zahlt überhaupt kerne Einkommensteuer, sondern nur die rmnelncn Gesellschafter, denen ihr Gewinnanteil, anch wenn der' Gewinn nicht ganz ver tritt wird, als Einkommen angerechnet wird. — Witwe. Die Witwenpenston ist steuerpflichtiges Einkommen, wenn der Dienstgeber Ihres verstorbenen Mannes in den Pensionsfonds Beiträge geleistet hat. — Arbeit, t. Bei Austritt des Dienstnehmers ist daS Stammblatt abzui.chlreßcn. Tritt der Dienstnehmer im Laufe desselben Jahres wieder bei dem gleichen Dienstgiber ein, ss kann das alte Stammblatt fortgesetzt werden. 2. Bei Einkommen bis K 400.000' ermäßigt sich die Steuer für jede in der Versorgung deS Steuerpflichtigen als Haushaltungsvorstand es siebende Person um je eine Stufe. Bei einem Wochenlohn von K 2000 beträgt also drr Sieuerabzng für den ledigen Dienstnehmer K 37, für den verheirateten, aber kinderlosen K 28. bei einem in seiner Versorgung stehenden Kinde K21 usw. — Marke. Die Gebühr für die Registrierung einer Marke bei der Handels- und Gewerbekammer beträgt K 250. — Ernst P. Sie sind zwar auf Grund Ihrer Zuständigkeit nach Galizien jetzt Pole, werden aber .für die Vermögensabgabe wre ein Inländer behandelt — Abonnent VN. Wenn Sie das Haus erst nach dem 1. August 1914 gekauft haben, so rst es nicht nach dem Ertragswert, sondern nach dem Kaufpreis, vermindert, um die Aufwendungen bis mm Stichtag, höchstens aber nach dem gemeinen Wert am Stichtag zu bewerten. / Brief Kaste« -er Redaktion. R. Horowitz. Sanok, Apotheker» Armer Student. Nichts gezogne. — G. Kapelufz. UnoarifcheS Rotes Kreu»-Los Serie 7182, Nr. 48, gezogen 1. März 1919. K 18. — S. Perl- «an«. Eine solche Novelle dieses Autors rst uns unbekannt, Sie scheinen sich geirrt zu haben. -- «Zeniea". Um Ihre Frage zu beantworten, müßten wir erst nach Prag schreibe». Dre Fahrt dürfte zirka östcrr. K 600 kosten. — Betrübter Batrr. Sie sind bloß für die Kosten haftbar, sonst habe» Sie nichts zu besorg«. Der Hausarzt. Redigiert von Dr. 3**e1 Peso. Der verkannte kranke Vlinddar«. Selbst d^r Laie ist Heutzutage über gewisse heitsbilder schon so gut unterrichtet, daß er oft gMfe wenn auch kritiklos, manche richtige Diagnose trifft. Gv ist das Bild der akilten Blinddarmentzündung fast iehiM bekannt, daher wird diese Krankheit viel häufiger stfigestellt, als es den Tatsachen entspricht. Man denU bei jodikr akuten Erkrankung, die mit Erbrechen, LeibschmerM und Fieber äuftritt sofort an die berüchtigte Blinddarmentzündung. Wie leicht aber im allgemeinen die Feststellung einer akuten Erkrankung des Blinddarms ist — obgleich hier auch Schwierigkeiten bezüglich der Abgrenzung andWer ähnlicher Krankheitsbilder, wie Gallensteine. koliken, bestehen — so schwer ist die sichere Erkennung der chronischen Veränderungen an diesem Organ. Derktt Kranke suchen oft jahrlang die verschiedensten Aerztr wegen ihrer Beschwerden auf, bevölkern vielfach die Sanatorien wegen ihres angeblichen nervösen Magm- und Darmleidens. Die Betroffenen werden nicht leben-- froh, sie sind nicht schwerkrank, aber auch nicht gesund, beständig plagt sie ein Unbehagen, sie klagen über VöFe und Druck im Unterleibe, von Jugend auf besteht Verstopfung, die mit Durchfall abwechselt. Inmitten schein« bar vollstem Wohlbefinden werden die Patienten ft» bestimmten Zeiträumen von heftigen Attacken, Krämpfen im Bauche befallen, die nach einigen Stunden vexgehitzy» Arbeitslust und Schaffensfreude schwinden ob solch beständigem Unbehagen dahin. Bei genauer Untersuchung, besonders im UnfaÄe, kann der Arzt eine umschriebene Durckschmerzhaftigkeit in der rechten Unterleibsgegend oder unter dem Nkchel seststellen, oft fühlt man direkt einen länglichen Stravtz, der den entzündeten Blinddarn.anhang darstcllt. Diese Patienten laufen lange genug unter her Maske von mit Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren. Behafteten herum oder werden als Hysterische $£*$? tisiert, bis ein Arzt die wahre Ursache der Beschwerden aufdeckt und den Blinddarm entfernest läßt. «Sfcfoft schwinden die Schmerzen, die bisher abgemagerten Patienten nehmen an Gewicht zu und gewinnen imeder Lebensfreude. Aehnlich wie den Erwachsenen, geht es auch den Kindern, die wiederholt über Leibschmerzen klagen, Wvbei aber die wiederholte Untersuchung kein greifbar«- Resultat lieferte. Diese Fälle stellen sich oft genug M chronische Blinddarmentzündung heraus. Im Publikum besteht immer noch eine viel zu groß« Scheu gegen das Operieren. Man läßt sich schon Krr Operation herbei, wenn es wirklich leb-msgefährlich ist. das heißt wenn die Chancen eben auch im allgenwiNe« ungünstig stehen. Viel bessere Resultat« liefert aber der operative Eingriff im sogenannten kalten Stadium, dcK heißt zu einer Zeit, wo gerade der Patient beschvmlltsrei ist und.er sich der Operation nur an? Slcherheitsgvünden für die Zukunft unterzieht. Aerztliche Winke. i. Der Arzt verordnet oft fi'rr einen Kranken seichte. Kost oder Schomrngsdiät, ohne genaue Vorschriften zrt hinterlassen. Es empfiehlt sich in solchen Fällen, ganz bestimmte Angaben zu fordern. Bei Schonungsdiät höchsten Grades, die bei akut fieberhaften Krankheiten, bei akutem Magenkatarrh, bei einem blutenden Magengeschwür am Platz ist, wn-d sich nur flüssige Farm eignen, etwa durchgeschlagene Schleimsuppen. Bouillon (mit Ei), Milch (wenn nicht persöul'.ä)e Äbneigung. bestebi), sonst Tee mit Milch. Bisweilen empfiehlt sich ein Zusast von künstlichen eiweißhaltigen Nährpräparaten. Wie Sanatogen, Ovomaltin. Bei Schonüngsdiät zweiten Grades wird man zu fester Form übergehen und gekochtes Huhn oder Taube, weiche Eier, Zwieback. Merk- Keks, Grieß- oder Reisbrei, Kartoffel- und Kompott- Püree verabreichen. Kalbfleisch. Schinken, Fische, Butter, Makkaroni bilden den Uebergarrg zur derben^ Kost, zv lvelcher Schweinefleisch, Gans, Ente, Spiegelei, Erbte'.- Linsen, Bohnen, Obst und Käse zu zählen sind. Ein fließendes Ohr bei Kindern wird oft genug van den Eltern vernachlässigt.. Wenn Schmerzen Md Fieber vorübergegangen sind, wird der Arzt nicht weiter ittfc Rat gefragt. Oft Hort die Eiterung von selbst <wf, nach öfter aber tritt plötzlich nach Jahren erst eine schivsr-r Gehirnentzündung auf, der das Kind trotz Operatrsn erliegt. Es hat-sich Eiter hinter dem Trommelfell Mg«- sammelt und den papierdünnen Knochen gegen das Gehirn durchbrochen. Ohrenflutz ist also keineswegs etwa- Harmloses. sondern mirß sachgemäß behandelt werdw Aerztlicher Fksgestasten. Berzweifelt. l.Jst eine ziemlich rruKrr'ftnde OZitr m'»da der Knochen gebrochen werden und in nchtigrr ür Monate cingegivst werden muß. 3. Ob era Sprtal es tznrevürtzrr. rtt iraglich. Gchen Sre in die Oitb'opüdischr Ktrni^ -- Abonnent 10 Definitive Beseinguog der Hunte erz'ett HW mit Elektrolyse, welche Behmdlun« aber geitnftbeeb Wb spiel'g ist. — Sommerzeit. Gegen Sommerwroffen. BlMrttch der oberen Hanksckiicht dient Brtupjcn nur 5*/,igem PerMrv^ spiritus. Tragen breitrandiger Hüte und se^ärvter Sebleirt. Sänger. Nach Kastration im kindlichen Alter bleibt der Whd kopf rm W. chstum zurück, während d«: Brnstlarb G'r«oMßL< Ausdehnung annehmen soll, wohl dnrch ieae.maß.ge^ Arcentiarumg bedingt. — Zunge Fra«. Kalte lpvfchlchre brrsge» feit Sestttw» der MrlchlMe -M HSr*