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Wiener Morgenzeitung · 1921-06-07 · Heft 848 (7.6.1921) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 848 (7.6.1921)
Date
1921-06-07
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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»EW- Men, Menriaq Schulschlutz am 9. Juli. - Die Aufnahme neuer Schüler. Der Bezirksschulrat Wien verlautbart bezüglich des Schulbusses des lausenden, beziehnn c-Lwrise des LcgwueZ deZ neuen Echuljahres an den allgemeinen Volk-?-- und Bürgerschulen amtlich folgendes: Der letzte Un.'erncht findet am 9. Juli statt. Die Schülereinschreibung w-rd am 7. und 8. Juli nachmittags vorgmouunen. Hiezu ist Geburtsschein und Jmpizeugms. des Kindes sowie ei« Zuständigkeitsnachweis mitzubringcn. Ansuchen um ÄlterSvachsicht föc Schüler (Schülerinnen), die am 1ö. September das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sind spätestens am. 1. Juli beim Ortsscl'ulrat einzubringen. Dle Einschreibung-jener Schüler, die eine öffentliche Bhlksschule in Wien nicht besucht haben, « die Bürgerschule, ist am 16. September vorzunehmm. Die ^Anmeldungen für die einjährigen Lehrkurse (vier Klassen) haben "am 1. und 2. (iuli in den Kanzleien der betreffenden Bürgerschuleu zu erfolgen. Die an Bürgerschulen abzu» ballenden Aufnahmsprüfungen finden am 4. und 5. Jüll nachmittags statt. Ansuchen der Eltern oder deren Stellvertreter um Befreiung ihres Kindes vom Unterricht aus einzelnen Fächern (beziehungsweise vom Gesamtunterricht) sind am 11. und 18.. Jul bei den Schnllei! ungen einzubringen. Am 15. Juli findet in sämtlichen Schulen dir Zeugnisverleiluug statt. Am 16. September 8 Uhr vormittags, haben fich alle Schüler in ihren Schulen ein- '»ufindev. Am 17. September beginnt der ordentliche Unterricht. Sine Kriegsreminiszenz. Bor einigen Tagen hat in Rom ein Prozeß begonnen, der «Kf dir im Kriege geübten Methoden ei«^bezeichnendes Licht wirft. Gn. Mechaniker namens Papini hat eine Klage gegen das italienische Mariri'eministerium angestrengt, nm di? Summe von V, Million Lire zu erhalten, welche man ihm zngesagt habe, wen« er einige wertvolle Dokumente aus der Kaffe des österreichrsH-ungarisch« Konsulats m Zürich zur Stelle schaffen könnte. Der Prozeß tft vertägl worden,- aber die Blätter erzähle« seine Vorgeschichte. Pavmi wurde im Dezember 191« ausgefordert, im Aufträge des italiemschey Marineministeriums die genannte Kaste zu erbrechen und die dort befindlichen Dokumente zu erbeuten. Hauptsächlich hatte man es .darauf abgesehen, die Kenntnis der 1e r r o ristische« Pla « ezu erlangen, welche Oesterreich inJtalie« durchführe» wollte, und die italienische Verräter kennen zu lernen, deren sich Oesterreich bediente. Nach lange« Schwanken willigte Papimem. Nachdem ihm zugesagt worden war, daß alle geraubte« Wertgegenstände sein Eigentum bleibe» sollten» -.«achte stch Nachschlüffel und sonstige Einbrecher- Werkzeuge und versuchte im Februar 7,917 sei« Werk, wahrend pvei italienische Marineoffizier; Wache hielten. Der Versuch. mußte wiederholt werde», da d« eine Nachschlüffel nicht vollkomme» war, und obzwar daS auS der Kaffe strömende GaS de» Mechaniker z« ersticken drohte, gelang ihm «ach schwerer Mühe sei» Merk, Den Raub packte er m vier Koffer und nach manche» Abenteuer» gelang es ihm, »ach Italien zu entkommen- Daß seme Beute nicht nur Dokumente, sondern auch Geld und' verschiedenen Schmuck enthielt, nur nebenbei. Unter dm erbeuteten Schriftstücke» sollen solche von großer Bedeutung gewesen sei», z.B. eines, das sich auf die Versenkung des Schlachtschiffes -Leonardo in Binei" bezog. Nunmehr behauptet der patriotische Einbrecher, nicht entsprechend entlohnt wort)« z» sei«, worüber die Verhandlung z» entscheide» haben wird. Die Geschichte selbst ist natürlich , wieder ein Beweis für die Behauptung, daß der Krieg der Bat« aller Tugenden ist. Au« I. Ch. Bre««ers Tagebuch. Die Ermordung I. $f). Brenners bei den letzten arabischen Unruhen in. Jaffa wirkt, umso tragischer, wenn man sich dieTat»' jache vor Augen hält,- daß gerade Brenner mit besonderem Eifer auf die Notwendigkeit hinwies, den Weg zu den Arabern zu finden. Die nachfolgenden Zeilen sind seinem „Tagebuch" in der Uebersetzung der „Seldstwehr" entnommen. "In der Abenddämmerung ging ich' hinter den Oromgengärteu spazieren, die in der Umgebung Jaffas liegen; sie gehören alle den Bewohnern des Aandes, den.Arabern — — ihnen. Ich komme an einem der PLantagenhäuser vorüber. , Bor -der Tür sitzt, ein kleiner Efendi in GrseU» schaft. zweier. allerer..Nachbarn und eines.. Jünglings, der etwa 20 Jähve alt sein düKfte, geschmüÄ mit! einem-Turban. Ich grüße. Sic antworten nicht. Ich -gehe"weit«,- wende mich um- und sehe, daß' mein Gruß mit Absicht unerwidert geblieben war.. Der jung» Araber richtet sich stolz auf und blickt mit Siegermiene vor sich her, die etwa besagt: „Wir Hatzen «.ns enthalten, deir Gruß des Juden zu erwidern!" . » "„So wird es geschehen.^ ' " In "meiner Verbitterung sann ich darüber nach, vb denn die Annahme richtig sei, daß die Bewohner des Landes unsere Blutsverwandten seien. Nein! „Nie und nimmer wirst du sie grstßen!" Als .ich einige Schritte weiterging, da kam hinter titit aus einer der Plantagen ein Araber heraus, in seinem zerlumpten Arbeitskleid, eine alte Hacke auf seiner Schulter. „Chawhawadzy!" — kam er auf mich zu. Und ich sah, daß dies keiner aus den gebildeteft. Araberkreisen sei, wie es mir im ersten Augenblick-schien, sondern ein etwa 1.3jähriger Arbeiter. — Gr fragte! wich etwas mit klingender Stimme, mit deutlicher, akzentuierter Anssprache. Ich konnte ihm leider nicht antworten, denn ich spreche nicht Arabisch. Ich fragte ihn meinerseits: „Bfit du ans Slima?" „Nein", antwortete er mir, „hier aus diesem jpiattfe/' - Und er erzählte mir alles. Dann fragte sich, ihn mit einer Hnndbcu.''glnig: Das heißt: Ist jener ein Wndi, ans dessen Hans an he.rmiDamsK und bei Wiener Morgenzetrnnl dem du anscheinend arbeitest; der dort vor seinem Haus sitzt?) . - Er bejahte/ Und er begann mir von sich zu erzählen. Er..habe '.Daher - uitfc*• Mutter im Kriege verloren, er sei Waise,— alt das. verstand ich aus seinen Bewegungen und -dem Gesrchtsausdruck. 'Und auch er verstand, meine Frage: „Wie.viel bekommst du täglich?" Stolz antwortete er; „Acht Grüsch." „Nicht - gut", erwiderte ich. Er hielt einen Augenblick inne und konnte nicht, verstehen: Was heißt „nicht gut", zu viel oder zu wenig?. Und. er. erklärte, mir eingehend, daß es auchsolche gebe, die '15 Grüsch täglich bekommen, ja selbst .20 . » . Die großen Arbeiter ... Er habe kleine Schwestern . . . 'man. müßte essen, sich ernähren. Er bekomme acht Grüsch Alles sei von Allah .bestimmt!..... In diesen: Augenblick erkannte ich meine schwere Schuld, daß ich nicht Arabisch sprechen gelernt hatte- Hätte ich doch sprechen können ... Eine arbeitende Waise! Ein junger Bruder! Ich-weiß-nicht, obdie Annahme der Gelehrtere, daß du mir blutverwandt seiest, richtig ist oder nicht; aber ich; fühle, mich verantwortlich für dich. Meine heilige Pflicht war es, dir deine Augen zu öffnen, die menschliche Beziehungen zu eröffnen!. . . Nein, nein! Nicht ein revolutionärer Putsch im Osten auf Befehl irgendeines Rates und bestimmter Agenten einer sozialistischen. -Politik! — Nein, kdine Politik! — - Das istgerade nicht unsere Sache, damit werden wir uns - vergeblich' bemühen- Nein! Min! Nicht dies ist der Weg, sondern Berührung von Seele zu Seele . . ■>. von heute ab — im Lause der kommenden Geschlechter... vieler Tage, ohne jeden Zweck, ohne Ade Absicht . . . nichts als das Der- - langen des Bruders, Freundes ... si . ^Schaloin!" verabschiedete er. sich von mir,.als . etz zu sehen schien, daß ich beschäftigt sei und. daß das Gespräch zu Ende war. Aber aus seinem Abschiedsgruß hörte ich trotzdem eine große Befriedigung heraus, darüber, daß es ihm unwillkürlich gelungen war, ein angemessenes Gespräch mit einem' gebildeten Menschen anzukgüpfen uitfc zu sprechen wie ein Erwachsener. „Schlomi lecha chawiwi" (Leb wvtzl, lieber Freund)' flüsterten meine Lippe« und mein Herz schlug chm entgegen. Und ich ging weiter meines Weges', rn der Abend'-! Dämmerung. ' . „-i.uT ' ' April 1921- i. I. Ch'. Brenner. * Deutsche Studenten. Ans Marburg beuchtet da- .Israelitische Familienblatt'; .Während imnter wieder vötz Rektör xnb Universiiatsdeputation betont wird, die Einigkeit der Marburg« Bevölkerung müsse unter allen Umstünde« gewahrt werde«, ist eS gerade immer wieder l!ie Studentenschaft, wenigste«- die färben» tragende, dir nichts «uterläßt^ um durch immer »e»e »Tate»- die Einigkeit und Ruhe in, der Bevölkerung zu »ntrrgrabe«. In diese« Tag« gelangt« an «ne ganze Reihe diesiger, vorwiegend jüdischer Einwohn« Schreib« von Geschäfts» l«t». Gast» v»d KaffeehauSbesttzern, in welche« j«e gebet« wnrden, von eme« weitere« Besuch ihrer Geschäftsräume L bst andzuvehmeu. Als man sich weg« dieser eigenartige» Schreib« näher erkundigte, erfuhr mm», daß die Geschäftsleute zu dieser Haftung durch birStüde»t««s ch a s t gr z w « «g r« w » r de « sind, teilweise sogar «nt« lebhaftem Widerstreben, da ihn« von feite» der Student« einfach mft dem Boykott g^roht Word« ist. Die Mehrzahl der hiesigen Gesch-ft-leute. die aber ans de» Besuch der Student« angewies« stad, sah sich daher durch diese terro» ristisch-bolschtwikischen Maßnahmen »akademisch gchildrter" Kreise gezwungen, langjährig« alt« Kuudm die Tür zu weis«, «« nicht ihre eigene Existenz aufs Spiel zn setzen." * vberraßttuer Margutte« «IS Florenz verlasse». Ans Florenz wird gemeldet, daß der dortige Oberrabiu« MaraulieS Italien verlast« wolle. »» die ihm angedotme Direktorstellt de- RabbinersemmarS in BreSla» anzrmehmen. DaS Scheid« MargolieS' a»S Italien wäre ei» schwerer Berlust fürdaS italienische Judentum, welches i» ihm sein« geistm« Führer verlieren würde. MargnlieS ist der Schöpf« der rabdi» nischeu Lehranstalt in Flor«-, wie ihm überhaupt dagrüßte Berd'eust um die Erhaltu»- n»d Nrgenenomng de- Wisch» Geistei» Jtali« zukommt. * Ei» Werk Lord Haldauea über dia RelotioitLl«- theorie. Wie an- London gemeldet wird, ist soeb« ein Werk Lord HaldaneS: »Thß reig» of ReUtmtj* erschimen. Haldane behandelt die Relativitätstheorie nicht als Mathematiker, sondern als Philosoph. Er ersaßt die Einsteinsche Theorie im Rahme« einet umfaffend« Prinzip-, welcheebenso die wichtigst« Probleme der Philosophie, der GtaatSkunst und des bürgerlich« Lebens neu beleucht« soll. DaS ällgemeine Problem der Relativität, berichtet Lord Haldane, habe ihn seit 10 Jahren beschäftigt «nd daS gegenwärtige Werk habe er in feinen Grund- / zügen entwofim am Tage seine- Rücktritts aus seine« Amt als Lordkanzler. Einstein w«d bei feine« Eintreffen i« England Lord HaldaneS Gast sein. * Di« katholische« vraauisationon i» Kiever- Sfterreich. In Wien hat am Sonntag ei» Drleairrteutaa der katholischen Organisationen in der Erzdiözese Wim (Nirdrr- Lsterreich) stattgefunden, aus welchem folgende Mitteilungen gemacht wurden : Die religiösm Vereine sind sehr zahlreich. Pie Bruderschaft vom Herzen Jesu zählt 30.000, der Franz Lader- Verein 20.000 Mitglieder. Der kathoftsche» Frauenbewegung sind 70.000 Organisierte angeschlosim, der Katholische Schulder«» besitzt 50.000, der BolkSbnnd 80.500 Mitglieder. * Lehrrrkonferrnze«. Die diesjährige« Bürgerschullehrerkousrreuzen beginnen am 85. d. M.. die BezirkSlehrerkonftrenzen für dm erstm JnfpettionSbezirk am 22. d. M. Ausgabe von holländischem Pfeifentabak. Die Ausgabe der Pfelfentaba!sorte „Landtabak" wurde vo» gestern. Montag, an eingestellt. An Stelle de- Lavdtabakwird vo» diesem Tag« an die Ranchtadaksorte .Holländsickrr Pfeifentabak" ausgegeben. Für diese neue Rauchtabaksorte Und für die Gespunste trete» am gleichen Tage die » der Amnerkuvq zu« Beschluß- 7. Juni 1921 Seite fr ..tarn vom 2l. Februar 1921 verlautbarten Preise in £nk& Holländischer Pfeifentabak per Brief zu 25 Gramm K10, Nova und Kamme für 50 Gramm K 20, Nordtiroler Kautabak fiti SV Gramm K 15, Vorarlberger Kautabak für 50 Gramm K 10. - Kübeltaba? für 50 Gramm K -io. 17 r * Ende des Prager Metallarbetterstretks. Ai,-' Prag wn d gemeldet: Den Blättern zufolge dl es nach 24 stÜüdiM B-rhandlmigeu zwischen den Kommlsstonen der Arbeitgeber u« der Arbeitnehmer in der Merallrndustrie zu einem EinvernrbMetz gekommen. Die Arbeit wird demnächst im vollen Umfange ausgenommen werde». * Einbruch im Bckdener Gymnasium. Aus Baden wich uns berichtetIm hiesigen Gymnasium wurde ein Einbruch werübk. Die Täter entwendeten aus dem Chemiesaale Mikroskopisch« Instrumente rm Werte von 100.000. Rach den Tatern wird «frigst gefahndet. * Begräbnisse am heutigen Tage. Zrnsirasi^ Friedhof: 9 Uhr Bonhard Fritz, 10 Uhr Lob Louis. D.ä b l i n g e r Friedhof: 11 Uhr Dr. Schnabel * De» Budapeftre Henke» arbeitet. Aus Budapest, wird gemeldet: - Das Budapester Mckrtargericht hat de» Nagy'-i becstereker Handlungsgehilfen Szlavko Milano w, der aus" dem besetzten Gebiete in der Absicht nach Ungarn gekommen war den Stand der ungarischen Armee ausznspioniere», wegen des - Verbrechens der Spionage zmn Tode durch den Strang verurteilt. * Streik in der Luxusschuhwarenbranche. einigen hrestgen Fabriken uud Werkstätte» zur Erzeugung voy Luxusschuhwaren sind die Arbeiter wegen Richtgewayrung der geforderten 40*/«igen Lohnerhöhung in den Ausstand geirrten. * Die Lohnbeweg»»s der Jnd«ftrieang«stell<eu. Heute findet eine Vollversammlung der Industriellen statt, nm Über die Forderungen zu beraten.- Die Industriellen : habe» ■ sich bereit erklärt, in Verhandlungen einzntretr«,- wysen jedach - ' darauf hin, daß eme Lohnerhöhung im jetzigen Zeitpunkt nicht durchführbar sei. Man hofft, daß eS z« eiuem Streik nicht kommen wird. * Iu de» Da»knoteufälsch»«ge« der Brüder Fraukel, Der von der Polzei gemchte Feiwel Frankel ist noch ';immer nicht verhaftet. Geste« wurde unter de« Verdachte der Mittäterschaft der Kaufmann David Winkler verhaftet. Be^ >!dem Bel hafteten, der im Ul. Bezirk wohnt, fand man «ehrerr - ^alschgestrmpelte Tausmdkrvnennoten- ' * Brand einer J»«kerfabrik. AuS P rag wird'ü«S i gemeldet: Die Zuckerfbabrik C e r h e n i tz ist heute abtzebranu^.. /^ Der Schade betragt viele Millionen^ . * Derhaftnug diebischer Dienstboten. Der PükizÄ ' gelang es, zwei gefährliche Diebinuey, die ihre Dienstg'brr aMtze, - Plündert hatte», zu' verhafte«. I« J»ni vorigen Jahres wmd--': ■Mt Wohmmg Ke« Industriellen Adolf V e r g h o f, XlX.j R»ßberggaffe % erbrochen und Bargeld und Schmuck im Wert« vo» mehr als emer halbe« Million gestohlen. Dir Erhebungen ergaben. daß die Tat im Einverständnis «it der 22jä-ngr« HauSgchftfi» de- Bestohlenen, der wiederholt abgestrafte« Kanline S w i r asi im Einverständuis mit ihren Brüdern Franz mid Georg und einem dritten berüchtigten Einbrecher verSbt wsrder» >. äst. Die ganze Bande wurde damals verhaftet und Swivsck,: z» einer mehljährigen Kerkerstrafe verurteilt, die sie in Wiener'- / Reudorf verbüßt hat. Es gelang ihr jedoch, zu endpriugm. -. Nun habe« Kriminalbeamte nach e'mer zweite» berüchtigte» Dienstdieb«, der HanSgehilfi» Adele Mülle «. gefahndet, die ihrem Dienstgeber Dr. Frankel, XIX,, Kremdlgaffe 10, Wertsachen und Silberbesteck in der Hohevon K ,120.008 enttockt hat. Die Spur der Müller führte nach _ Preßbaum-Pfalza». Als die Kriminalbeamten hrnkamen. traf« sie wohl die Müller njcht an, entdeckten aber dsi gesuchte Ausbrechern» Karoline S w i r a k. Am nämlichen Tagt haben die Kriminalbeamten dann in Wim auch die Müller; gmomme». Hchlerin für beide DimstdiebMum war. eme gewisse Rosa B e e r, die gleichfalls skstgmömmm wurde, Durch ihre . Hand war die gesamte Beute gegangen, die nach laug« Bemühung« bei verschiedenen Käufern W-/. gestellt wurde, so daß i» Falle Dr. Fränkel tair Schadm vollständig gutgemacht wurde. Karoline Swir^lwurde dem Bezirksgericht i» PnrkerSdvrs emgeliefert. Eine dritU' Dienstdiebiu ist gestern am Alsergrund verhaftet wordm. Des Kaufmanu-tzattin Elisabeth Weiß,!X., H8rlgaffe 6, sind «chnM ri«e10(0-Lire--Nöte, ei« Brillaut, zwei Ärldbärseu und X S00 m' Goldstücke» zu X io und L 20 im Gesamtwert vo« fr 5V.00V ahhandm gckommen. Die Diebstähle hatten seltsamerweise «tt dem Tagr begounm, an de» bei Fra» Weiß am Stz.-April d«- ISjähnge Antonie S ch e r p v i k als Hausgehilfin »ingetretr» ' war. Sie «mde überwiesm und verhaftet. Die Beute hat sie ihre« Bräutigam, dem 2ljährig«» Nehrman« Alfred Heber, zur' Aufbewahrung übergeh«. * Opfer der Badezeit. D« vorgestrige, ganz «rßtrvrdmttlich heiße Tag hat viele Tauseude verlockt, m de» Bäder« am Donauufer »nd in der Alt« Donau zu bade». Wie alljährlich, lass« die Badmde» oft die Vorsicht außer acht and svchr« Stelle» auf. a» den« da- Bad« aefäbAich ist. Ihrer Unvavfichtigkeit find vier Person« zu« Opfer gefall«. Beim Bad« im sogenaunt« Kuchelauerhaf« m der Donaulackenau sind der ISjähnge Viktor L e d e r, XV!., Nauseaaaffr 27 wohnhaft, und der 16jährige Schuhmacherlehrliug Max Kaufmaun, XX.. Othmaraaffe 4g wohnhaft, «trum». In der Mt« Donau «rtrauk der 32jährige Werkmeister Josef Grill, im Arsenal wohnhaft, der mit seiner Gattin badete. Im Birnerbad in der Alt« Dona« ertrank der SOjahriae Privatbeamte Ferdinand W eiß, XX., Sachsenplatz 2 wohnvaft. Dam ist nach emrm Bilde i» der Allen Donau der SOiährige Tischlergehilfe Anton U l e h l a, VII., Bernardgasie 22 woyuhaft, vom Schlage gerührt tot zusammeugestürzt. : * Wetterbericht. In Oesterreich gab eS voraesinn abends, während der Nacht und gestern vormittagvielfach Gewitter mit Regenschauern. Inzwischen hat es stch ausgcheiiert, doch ist brr lebhaft« Nordwinden eme merkliche Abkühlung znrückgebliebr». Nordeuropa, wird vo« stark« v»d lehr kühl«, m «auchen Gebieten stürmisch« nördlichen Winden beherrscht. Borausttcht: Schönwetter, früh ei« w«ig kühl, spät« ziemlich war«, Abflamn des WmdcS. * Gartanfa« für die «ett»»sSsesa»fch«ft. Der Reche der großen Beranstaltunge», die « den abgrlaulenen Monaten zugunsten der Men« FreiwMgm RettuugSgeftllschäft stattsanden. schließt sich eine Varäon Party »», die Mittwoch den 8. d. M. von 4 biS 7 Uhr bei jrd« Witterung in d« Räumen und :« Garten deS Palais des Herr» Mons vnd drr Fra« .KlmWe Rothschild, «V.. Tb«esta»u«mMe. ltz. üaWchM..

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