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Wiener Morgenzeitung · 1921-06-04 · Heft 845 (4.6.1921) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 845 (4.6.1921)
Date
1921-06-04
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Rr. 845 Wien. 6flhvilag Wiener Worgerrzerrrmg 4. Juni 1921 , Seite K vollkommen geregelt ist und daß eine Kürzung nicht wird eiritreten müsse«. Für die n ä ch st e W o ch e i st w i e d e r d r e-- s e l b e D o 1t c r u n ß wie in der abgelauienen Woche festgesetzt worden, nämlich '/» dg Feinmehl per Kopf. Auch die Brot, nnschttnff wird dieselbe bleiben; wie irr der letzten Woche. - Lebensmittelabgabc tze- ' Lmsrtv»» ^vtut M,trlba1toQ Committee, Abteilung Wie«. An die bei der Abteilung Wien des ^msnean ,llo!nl Djstri* bntioa Committee im Bezüge der - iortlansenden Unterstützung CLaMAmV AV* Tri m wt am A«k Atf am«4u. lu. k A . L .AM < ' <L » plrtzS, zur unentgeltlichen Ausgabe: M ehl: i kgpwKops.. redoch-. höchstens 6 kg für eine Famrlie. F «t tkg per Kopf. ledoch höchstens 3 kg für eine Faülilir. Zucker: V4 kg per Kopf, jedoch höchstens 2 kg iür eme Familie. .Milch-: An Eruzelpersonen und Familien bis einschließlich vier .Kopsen S Dosen, an Familien von fünf Köpfen auswärts. 4 Dosen. Dte Ausgabe erfolgt: An Personen, deren Lebensmiltelbezugsblock —' ,, - ... v... ~~ * Donnerstag .... und *r. 1 Freitag den 17. d. M. Die FassungstE sowie dtt m btt ,früheren Fassungen dezeichnete Stunde sind genau chrznhalten. ___-_ «Ausgabe von Kondensmilch. VomBmrdesmiuister-um fiirBolisernahtung wsid, verlautbart: Zur Verbesserung der Milch' Versorgung der Kinder in Wien werden in der Zeit vom 3. bis 18. b. M. (225. und 226. Woche) neuerdings andie--Kinder vom vollendeten ersten bis zum vollendeten zweiten Lebensjahr je drei Dosen und vom vollendeten zweiten bis znm vollendeten sechstens Lebensjahre je eine Dose Kondensmilch, aüsflegeben. Zur Ausgabe gelangt auch diesmal ausschließlich gezuckerte Konsens- Milch. Der Preis beträgt für Mindestbemittelle und ' für -die mit der,Z»satzkarte für Arbeitslose beteilten Arbeitslosen K'28, für die Übrigen Bezugsberechtigten K 42 per Dose. Die Abgab^der '.ntfallendcn Quote wird unter den gleichen Modalitäten m? bisher erfolgen. _ - ' - > Bühne und Kunst. Deutsches Vylkstheater. (Zum ersten Male: „H ans Kohl l, a i t\ das Drama .eines deutschen M armes in fünf Aufzügw, von Rudolf. H o. l z e r.) Zu den großen Männern deutscher Vergangenheit, die.man sich nur so vorstellen kann, wie sie von Poeten gestaltet würden letwü Hans Sachs, wie ihn Wagner, Göh von Berlichingen) wie ihn Goethe, und Wollenstem, wie ihn Schiller schuf),' gehört drr Michel Kvhlhaas Heinrich von Kleists. Jener knorrige deutsche' Ackerbürger^ der. im K.ämpf für.fe Recht.bis ans 'Ende geht, ist so in dje Geschichte einge-ögen,""w':e. ihn die wunderbare sirovelle de§-genialen Kleist schildert. \ ' Rudolf Holzer hat gut daran getöch daß' cr diÜ Wesensziige seines Hans Kohlhase (in diesem'gewissenhaften'«Ltstck rst auch der Mrme^e« 'Heldenhistorisch: richt^rvön Mist Äbernominen hat/.-M-/^^Beginnt,.wSh'ni^' män 'die 'dtamgüsterteKleistsche Novelle zu Horen. Aber sväter geht der Hue're'Äichter-eiarne Wege- Es soll keinen satirischen Beigeschmack'haben,' wenn wir fein Drama vor allem -gründlich und sseißig nennen,'-, denn das Opus ist. außerdem auch ehrlich.' Nicht jeder Mtor.'Mt'so -rcin. Er bleibt' immer' in semin^Srenzen.MapcheS' ist dramatisch vor* trefflich gelnngen. insbesouder;' die' GerichtSszeneft inchi die erste Szene Martin Luthers. Anderes gelang freilich minder und daß man immer wieder den gewaltigen Michel .KohlhaaL.neben diesem auch noch in der Todesstunde allzu, redseligen Hans Kohl«- base sieht, ist fatal.- ' / : Man kann nicht sagen, daß das Deutsche Bolkslheater der Aufführung dieses figurenreichen Stückes emeS heimischen Autors begeisterte Liebe angedeihen ließ. Alles rasch zusammengtstoppclt, die Massenszenen oft lächerlich vrovinzmäßig, 'die-ganze' Vorstellung geflickt, ^unfertig. Franz E v e r t h-war in dev Titelrolle anfangs gut. m der Gerichtsszenc ansgrzcichnrtr späterhin aber leider nur mehr „verschnupftes Nebelhorn". Die-besten-Leistungen des Abends der alte Kvhlhase Hanns F i s ch-e r s,' Der Doktor Luther Wilhelm- K l i t s ch s und der Burger Kreyiig Aurel Novotnys. Auch die Damen H e t s e y und G t» b ü h r recht verdienstlich. Nach dem vierten Akttkonnte der Autor für reichen Beifall danken. " 0. X. Freie Jüdische Volksbühne S Ubr nachmittags: 'L'ArLWS-LLsLL mit BEN-ZWI ais Gast 7*8 übr abends: DIB SCH’CHSTB' “ Aus de« Theatern. Wachensvielplan des Burgthrat er s: Sonntag. 2 Uhr (bei' aufgehobenem Jahres-, und Stammsitz« abonnrmcnt. Kein Kartenverkauf) „Der Kaufmann, von Venedig". (Der alle Gobbo — Herr Hugo Thimig als Gast.) 7 Uhr (zu besonderen-Preisen)'„Die Jungfrau von Orleans". — Montag. 7 Uhr (bei aufgehobenem Jahres- und Stammsttzabonuement. Kein Kartenverkauf) „Medea". — Dienstag,- 7 Uhr (znerhöhten SamStag, Sonntag, erhöhte» erhöhten Preis -:ir. „Rosmersholln Meisen) „Die Schwesteri Preisen) „Medea". Wachens p i e l p l^a u des.. S ch ö n,b r u u e r ^chloßtheaterS: Sonntag, 7 Uhr, „DaS Konzert". — Montag, 7 Uhr, „Der Raub der Sabinermnen" (Striese — Herr Huge Thimig al§ Gast.) 7— Dienstag., 7 Uhr, .Mel Lärm um nichts" (Wohlgemnth. Danegger der Jüngere, Sitzdert). Mittwoch. 7 Uhr, „Candida".'- Donnerstag. 7 Uhr. „Biel Lärm um nichts" (Retly-. Romverg^ Danegger der Aeltere). — Freitag 7 Uhr, „Biel Lärm um nichts" (Wohlgemnth, Danegger,drx Jüngere, Daüegaer der AUtere). — SaMStäg, 7 Uht (zn erhöhten incifctt. pK-.it •: '"Ht Male) „Helden". — Sonntag, 7 Uhr (zu rrhövieu >-> . >Hetden". . ' V!e Kost8plelixsn unä ott de8edvsrilekien BADEREISEN sind NICHT NOTIG denn die KURANSTALT DIANABAD bietet hier in Wien voll wertigen Ersatz für Kuren in Badeorten wie s. R. Karlsbad, FrantenSbad, Marienbad, Gastein. Reicbenhall, Pistyan, Nauheim. Joachimsfhal usw. Modernste Heiibehelfe Grösster Komfort Kurgebrauch genau nach Vorschrift des Haus-, bezw. behandelnden Arztes und unter ständiger Uebenvachung durch die erfahrenen Ahstaltsärzti Ausfer:riibe durca die Direkliou. Wi«r. U., Dianubrdhof Tel. 58iaS — 4601S — 48016 Künstliche Höhensonne Medizinische Kosmetik Dampfbäder Wannenbäder 2;J Sonnenbäder Schwimmbäder Wo chrnsvielplan der S t a a t s 0 p e r. Sonntag (zu erhöhten Preisen) 7 J.Un\ „D er F r ei i ch ö tz". (Ka<par — Herr Kammersänger Theodor Laitermann als Gast. -- Montag' (m bei anderen Preisen!!' 7 Uhr. „Der Maskenball". (Amelra--Frau Kammersängerm Elise- Eli^a als- Gast.) — -Dieststag (zü-bessnde, en.Preiiey U)' 7 Uhr, „M a da me B u 1 t e r f l y". — M'.tiwoch (zu erbühten Preisen) 7 Uhr, . „D t r f l i c ß -t n d e H 0 l l ä n h.e'.r" (Holländer — Herr 'Kammersänger Theodor Lartcrmänn M Gast.) Donnerstag (zu besonderen Preisen ll) 7 Ubr., „D r e B 0 h e m e". — Freitag, (zn besonderen. Dreisen l). 7,6 Uhr, ,..A l d,a". Frau KammersangtM Eliir HllM. -Radamrs —-.sHerr Fretz Kraus vom.Opernhaus in Köln als Gäste.). Samstag- (zu besanderrn Preisen U) 7 Uhr, „D i e-t pt c 3 tob. f: (Mauerta — Frl. Gertruds Getzeisbach vom.Lä'ndeötheaiex^ in Wiesbaden ais .Gast. ...Dirigent .Herr. Erich Kolsgang,Kornga!d. als Gast.), rrj. Sonntag (jit*; beiondrren.. PreuMM^7 Ukyr, «M a r t h a". (LvöneP' Herr Fritz Kraus vom Opernhaus, in KöK. Plumkert —Herr Kammersärigrr Theodor- Latiermann als Gäste.) . Wachens v i'e l p l a n d.e r B o l k § 0 we r. .Sonntag. V,7 Uhr, „Quo vadiä?" — Montag. '/»7 Uhr -(Waaner-Uvklus); „Tannhäuser". — Dienstag, V?7 Uhr, „Quo. vadis?" — Mittwoch, 7 Uhr (Verdi-Zyklus) „Ein,Maskenball". (Richard — Herr Albin Äittctsheiw äls Gast.) —' Dömieistag, 6 Uhr (Wagner- ZtztluS) ^bvhewgnn" —: Freitag, 1!ü7 Uhr.- „Qbo yadis?" — Samstag, V28 Uhr (Verdi-Zyklus) „Rigolrtto". (Herzog — Herr Albin Rittershrim als Gast.) W 0 ch r n s v i e l p l a n des Deuts ch e n B olksthearers: Sonntag, 3 Uhr, „Die Zeit wird kommen"; 7*7 Uhr ..Han§ Kohlhase". — Montag. 7-8 Uhr, „Die Rax". -- Dienstag, " Uhr, „Darrtons Tod". — Mittwoch, 7 Uhr, „Professor Bernhardt". — DdnnerStag. 7 ULr, „Prof. Bernhardt". — Freitag, 7,8 Uhr, „Die Rax" (kern Kartenverkauf). — Samstag, 6 Uhr, „DantonS Tod". 29 0 ch e n s p i e l p l a n der K a nr m e r s P i e l e: Sonntag. 8 Uhr, „Zimmerherren"; «Uhr „Die goldene "Brücke"; 10 Uhr „Die unberührte Frau". — Montag, 7 Uhr, „Mann und Frau"; 10 Uhr „Die unberührte Frau". — DimStag, 7 Uhr, „Mann und Frau": 10 Uhr „Die unberührte Frau". — Mittwoch. 7-8 Uhr, „Die goldene Brücke": 10 Udr „Die unberührte Iran". — Donnerstag. 7 Uhr, „Die goldene Brücke". — 10 Uhr „Die unberührte Frau". — Freitag. 7 Uhr, „Mann und Frau": 10 Ubr „Die unberührte Frau". — Samstag, 7 Uhr, „Mann und 'Krau"; 10 Uhr „Die unberührte Frau". W o ch e«s p i e l p l an der Neue» Wiener B übne. Sonntag „Der lebende Leichnam", mit AleMder Moissi als Gast, nachurittags „Fedora", mit Oskar Beregi als Gast. Montag „Jedermann", mit Alrxander Morsst als Gast. Dienstag „Hamlet", mit Alexander Moün als Gast. Mittwoch (letztes' Gastspiel) Alexander Moissi „Der lebende Leichnam". Donnerstag zum ersten Male „Prinzenerziehnng" von Donnay, mit Konstante Linden als Gast. Freitag, SamStaa. Sonntag „Prin.nknerziehung", mit Konstanze Linden als Gast. Sonntag nachmittags „Fedora", Alexander Moissi hat sein Gastipiel an der Reuen W i e n.er-D ü h n e m» zwei Tage, bis inklusive Mittwoch den 8. d. M.. vnlängert. — - Dienstag geht „Hnmlei", Mittwoch „Der lebende Leichnam" m Szene. - Die Freie jüdische . B 0 lks bühne bringt beute nachmittags 3 Uhr, Hüsäb:ms „TkiaL K a f", (Der Handschlag), mit Ben Zwi als Gast. — In der Abendvorstellung gelängt „D -r e S -ck'ch i 1 e", Drama m vier Akten von I. Gordin, zur ersten Wiederholung. In derV 0 lks 0 ver beginnt heul e, Samstag, mit „ll. a T r a v x a t a" der Verdi-Zyklus. Dte Hauptrollen sind .mit Frau d: Debicka und' den Herren Ritiersbeim als Gast und Artur Fleischer besetzt. Dirigent Herr.de Stermich.' Beginn 7:8 Uhr. - ’< Im" Deuts ch e n B 0! k 8 t h e a i e* beginnt die heutige Uraufführung drS Wiener Schauspiels „Die Rax" von Hans Strstegger um 7-8 Uhr; in den Kammerspie l en die deutsche Uranffuhrnng der Komödie ..Mann und Frau" von Ladislaus Lakaios um 7 Uhr. Auch für di: Wiederholungen wmde dieselbe Anfangszeit festgisetzt. Der nächste K a m m e r - T a n z a b e v d der- Schwestern Ella, Berta und Martha W i e s e n t h a l findet Mittwoch den 8. d. M., 8 Ubr, im Großen Saale der u r a n i a statt. Be^- gleitung: Das Urania-Orchester (Dirigent Joses Maycr-Aichhorn). Schülerkovzert Iulrusz Wolßsshv. I« drr abgelaufenen Saison hat wieder eine Anzahll Woff* '> sohn-Schüker mit Erfolg im Konzertsaal debütiert und -auch' dte- ' Miiwrrkenden feines letzten Schölerkonzttts dürste» bald baf‘' Zeugnis künstlerischer Reife erlangen. Stephan B e r; g öU « ir, der mit bravouröser Technik AiztS Ls-,äur-Konzert bewältigke,- M wohl schon heute Anspruch darauf. Stacke >vianistische Begabung'^ offertbart auch der Klaviervortrag - der. Damen i JdrtL - Fö thi-Fleiner und Wilma A b e l e S sowie deS Herrn Marc» G 0 l d i n. Die kau« zchnjährige Auntz ' Will» er spielte -- eine ganz erstaunliche GedSchtniSleistlMg — Webers Konzertstück- F-moll mit aller Krait ihrer «mzigeu Fingercheu und mit perlender Geläufigkeit. Auch das Zusammen- . spiel ans zwei Klavieren der Damen Grete FuchS und Fsla t Kohn, drr Herren Erich Md Willy Saphir zeigte sorgfältigrS Studium rmd «ufikalischen Geschmack. Sie alle lobten ebens» durch ihren »»hlgepflegten Klaviervortrag wie daS Publikum , durch stürmischen B-ifall.die Unterrichtsmethode deS Lehrers. ' , . FfLftipirltheater Belvedere - Pank. DaS hnktia^ : Belvedere-Konzert deS Syuxphonie-Orchesters beginnt pnnkt.. 7,7 Ubr abends fjrdjt '78 llbr). Dirigent: Wilhelm Brümmer. Diese Belveder e-Konz?rte finden allabendlich am 7,7 Uhr abends statt. Dir Freilichtanfführungen im Belvedere-Parr, p»n William Shakespeares Zauberlustsprel „D e r S tnrm" «it dre Musik von Felix Weingartner urch unter drr Regie von- Albert Heine beginnen heule, SamStag, und morgen Sonntag u« ',711 Ubr abends. ÄvndervorlteLuna ln der Jüdischen Volksbühne. Der Akademische Verein jüdischer Mediziner veranstaltet Milt» ■. s.. o fi Orti 1.* (lim QIumm« «tikitilu# rf v^c :tö, und eventuell an der Abendkaffe. Gerichtssaal. Der Freispvrrch der Legionäre. Dia monarchistischtr 'Legion ist freigespro'chen wvvheir. Die Leute, waren wegen.-unbefugter Werbung^ für. eine ' in Ungarn gebildete Formation angeklaK gewesen. Die Verhandlung hatte die Anklage durchs aüs. bestätigt, alte waren, im Wesen. geständig. Trvtzdem .erftst.gte Freispruch, was das Auditorium mit -ApS/aus und Hochrufen quittiert'. ' ' Der Prozeß ist gegen dumme Jungen, die da aüszb§eu, die. Revolution zurückzusch'rauben, «lülltt whrden-. Daß man ihnen nicht die Freiheit.tzenvmmen . hat,'ist gut. denn es handelt sich' schließlich m« junge .fNsnschen. Aber, wie dieser Pvszeß geführt wmde,^, stempelt, ihn zu einer politischen Demvnstrrtivn. GerichtschZf Unh Staats anwabt Leflisse» sich der weitestgehenden fDeliLatesse Md.-'veEed2n^-irauDmge-.<Fragen,- dieden -Dvrhang hätten - .lüftent'öniien. Mr -Mt 'die Ätgd--' - ^(tzgten angeworb'Ln, die Pässe-ausgestellt, wem svWe öie-ftfamose Legion in - Z a l a e g e r s z e g dienen? WWlagten und Zeugen" schwiegen, düs' hohe OeriM war -- deZinteressiert. Einige Male nannte jemand dass christlich soziale Parieisekretariat'. Das Gericht blieb kühl.' Aulprachen - ungarischer -Funkti-onäre wurden gestreift, wchtztchs die Legion den Bolschewismus bekämpfen solle, chtzrAamals.in Ungarn schon von seinem weihen Bruder ' a6.M/öft.war.-Es hätte also nur gegen Odsterreich gehen können,-Das Gericht, das im Frieden ein paar Dutzend SMne. und Hochverräter in die Kerker geschickt hat/, wobei -imnter der selige Ob-erst Redl als Sachverständiger fungierte, nahm von all diesen Dingen jetzt keine Kenntnis. Es demonstriertemit gegen dir Republik^ Freilich, viel Gefahr bedeutete die Legion nicht. Sie zählte bei stärkstem Stand etwa 350 Mann, dir Offiziere waren ständig in Wien "imd trieben sich hier bei Frontkämvferkrawalleir herum. Die Mannschaft hielt Wache bei dem Jnterniertenlager von Zalaegerszeg, in dem seit mehr als einem Jahr ein paar hundert! politisch Verdächtige ohne Verhör bei lebendigem Leibe verfaulen. Dort standen österreichische Posbe-Nj. sekkiertenft galizische Juden und magyarische Kommunisten upb träumten von dem schönen Tag. wo sie in Wien t t« paar reiche Juden erschlagen dürften. Dieses^ schöne Ziel hatte ihnen nämlich der Mrjvv Schweriner als Krönnung ihrer Tätigkeit gewrefen. Vor dieser Legion braucht Oesterreich noch nicht M bangen und im Ernstfälle würde ein GeneralstrieE aller arbeitenden Menschen jeden Gewaltversuch Pnwegblasen. *; Mer gerade in der Zähigkeit, mit der die politischen Schieber des verkrachten Systems an der Arbeit sind,-in der Durchdringung der Ättnosphäre - mit" hem Gestank der Schützengräben, liegt die ernsteste. Symp-! tomatik unserer Zustände. Das' Kerhalten dKs GvrichtS-- H-gfes: und das Bravvklatschen der ardengeschmückten' Feschaks nach dem Freispruch besagt doch etwas' mehr, als die Radomvntaden der Kadettlein und Leutnants, aus der Anklagebank, Es beweist die permanenteResistenz .unserer gutbürgerlicheu Kreise,' denen'döe Republik den Hvft-die''Frohnl-eichnamsparave und die. Bnrgmuftk, genommen har. Unser Leben ist nüchtern gewytLön.? M'allen Fenstern' sieht das Defizit, herein,"Ülso bleibt nur die Demvnstrativn und'das'Bravo ' für alle, die'/8ie^ Republik'erwürgen möchten. v 1 ' ' ' Die "gestrige Sitzung des Schöfscuzcichwr ueg>nn.r. :sut dem''Schlußvortrag des ersten Staatsanwaltes Dr. Herr» Der StLatsanwalf' sagte: In dem mWärischen-! .'lalaegerizs!;, wie.die Angeklagten die H'r-! M«ük <!« Herrenunä Vamevstoffea M. MsiüWS ins

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